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„Integrity Initiative“: Das Britische Empire und die Ukraine-Provokation

28. November 2018 – Der Aufmacherartikel auf der Webseite von „Integrity Initiative“ von Edward Lucas am 26.11. ist ein Aufruf zum Krieg gegen Rußland und gegen jeden im Westen, der sich weigert, diesem Aufruf nachzukommen. Vorwand hierfür ist die ukrainische Provokation im Asowschen Meer. Lucas ist ein früherer Economist-Journalist und Rußland-Spezialist, der als Sprecher des Britischen Empire bekannt ist.

Unter dem Titel „Der Westen besteht wieder nicht den von der russischen Provokation gesetzten Test“ schreibt Lucas, man müsse die russische Reaktion auf die ukrainische Provokation ähnlich betrachten wie den Überfall von Nazideutschland auf Polen 1939, und Rußland müsse entsprechend „mit kinetischen, symbolischen und finanziellen Maßnahmen“ begegnet werden. Geeignete Antworten des Westens könnten seines Erachtens die Entsendung eines NATO-Marineverbandes zum ukrainischen Hafen von Mariupol am Asowschen Meer sein, höhere Militärhilfen für die Ukraine, ein vorübergehendes Visaverbot für russische Geschäftsleute und Politiker sowie Maßnahmen, um Rußland vom westlichen Finanzsystem abzuschneiden.

Besonders aufgebracht ist Lucas über die Weigerung von Präsident Trump, sich gegen Rußland zu wenden. „Am beunruhigendsten (für uns und am erfreulichsten für Rußland) war, daß aus den USA keine frühe Reaktion gekommen ist,“ beschwerte er sich. Dabei läßt er allerdings durchblicken, daß der britische Geheimdienst seine Gewährsleute im US-Kongreß aktivieren werde, und meint, die amerikanische Reaktion „dürfte besser werden. Es wird über weitere Sanktionen nachgedacht. In den USA wird der Kongreß ein Wörtchen mitreden…“

Helga Zepp-LaRouche, die Präsidentin des Schiller-Instituts, wurde in einer Sputnik-Meldung zum Hintergrund der Integrity Initiative zitiert, was dann am 27.11. von United News of India und der pakistanischen Internetplattform UrduPoints aufgegriffen wurde. Das „Hauptziel“ des britisch finanzierten Projekts der Integrity Initiative sei, „das alte Paradigma britischer Kontrolle über die Weltordnung zu erhalten, indem man dem Wiedererstarken Rußlands als global player und dem Aufstieg Chinas entgegentritt.“ „Um das zu erreichen, mischen sie sich, soviel sie können, in jedes Land auf der Welt ein. Es ist ein Mythos, daß es das britische Empire nicht mehr gibt; es hat nur seine Erscheinung verändert,“ sagte Frau Zepp-LaRouche.

Anonymous hatte vor einigen Tagen Enthüllungsdokumente über diese Einmischung und die Finanzierung der Initiative durch die britische Regierung aufgedeckt. Unter den Initiatoren des Projektes befindet sich auch der notorische Putin-Hasser Bill Browder.

Einige Elemente in den Enthüllungsdokumenten mögen vielleicht nicht authentisch sein, so Frau Zepp-LaRouche, aber „die Darstellung insgesamt deckt sich völlig mit dem modus operandi britischer Geheimdienstoperationen, und es könnte sich herausstellen, daß das gleiche Netzwerk tief in das ,Russiagate‘ und den ganzen Putsch gegen Präsident Trump verwickelt ist.“

Integrity Initiative räumt auf der Webseite nun ein, daß ihre „Finanzierung für 2017 und 2018 durch eine Zuwendung des britischen Außen- und Commonwealth-Amtes erfolgte“, und daß die Dokumente über ihre Tätigkeiten, die in den letzten Tagen von Anonymous aufgedeckt wurden, korrekt sind, obgleich „man nicht sicher sagen kann, ob [die Dokumente] alle echt sind oder ob sie falsches Material enthalten.“