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Südafrikas Außenministerium veröffentlicht „Chinas gemeinsame Zukunft für die Menschheit“.

Südafrikas Außenministerium veröffentlicht „Chinas gemeinsame Zukunft für die Menschheit“.

Ein längerer Beitrag auf der Webseite von Independent Online (IOL) vom 29. März, in dem die Vorteile der jüngsten Beziehungen Afrikas zu China hervorgehoben werden, wurde am 30. März auf der Webseite des südafrikanischen Außenministeriums, dem Ministerium für Internationale Beziehungen und Kooperation (DIRCO), veröffentlicht. Die Stellungnahme stammt vom stellvertretenden Generaldirektor des DIRCO für Asien und den Nahen Osten Anil Sooklal, der den Rang eines Botschafters innehat. Er ist Südafrikas Vertreter bei den BRICS, den G20 und IBSA (Indien-Brasilien-Südafrika) sowie bei der IORA (Indische-Ozean-Anrainerstaaten-Vereinigung). Der Artikel trägt die Überschrift: „Chinas gemeinsame Zukunft für die Menschheit“.

In einem sehr diplomatischen, aber von Anfang an deutlich pro-chinesischen Ton beginnt Botschafter Sooklal mit der Geschichte von Chinas „Idee einer Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft für die Menschheit“, von ihrem ersten Auftritt auf der Weltbühne im Jahre 2013, mit dem Start der Belt and Road Initiative, worauf er schreibt: „Das Konzept, oder das, was heute als Vision betrachtet wird, setzt sich für die Förderung der internationalen Beziehungen ein, die auf gegenseitigem Respekt, Fairness, Gerechtigkeit und Win-Win-Kooperation fußen, sowie dem Aufbau einer Gemeinschaft mit einer gemeinsamen Zukunft für die Menschheit.“

China erkennt an, daß diese Vision einer „gemeinsamen Zukunft“ der bestehenden unipolaren Ordnung entgegenlaufe, wie der Botschafter feststellt, doch sie [die Chinesen, ed.] hätten
nicht die Konfrontation gewählt, sondern eher die multipolare Vision verdoppelt. „Während es eine größere Konvergenz zwischen Ländern und Regionen gibt, gibt es auch einen besorgniserregenden Trend in Richtung einer zunehmenden politischen Divergenz in der internationalen Gemeinschaft. Dies verheißt nichts Gutes für die Förderung des globalen Friedens, der Sicherheit, des Wirtschaftswachstums und der Entwicklung, weshalb für China die Zusammenarbeit mit den
anderen Ländern umso wichtiger wurde, um die wirtschaftliche Globalisierung aufrechtzuerhalten, das System des Völkerrechts zu erhalten und letztlich zur Förderung einer Gemeinschaft mit gemeinsamer Zukunft beizutragen, die auf Chancengleichheit und Zugang zu wirtschaftlichem Wohlstand, Entwicklung und Wachstum setzt.“

Die Veröffentlichung der Stellungnahme des Botschafters durch das Außenministerium trägt zu Südafrikas internen Diskussionen und Orientierungen bei, während es darum kämpft, aus der Pandemie herauszukommen. Von ihrer Position an der „Spitze“ des afrikanischen Globalen Südens aus betrachtend wird ihre Entscheidung und Ausrichtung große Auswirkungen auf das gesamte subsaharische Drittel des riesigen Kontinents haben. In dem Monat seit der Veröffentlichung dieses Artikels hat die Explosion des Terrors in Mosambik die Region erschüttert und in den Tagen danach gab Südafrika bekannt, daß es COVID-19-Impfstoffe aus China und Russland beziehen werde.

Das Erscheinen von Sooklals Artikel auf der Webseite des Außenministeriums ist ein Hinweis auf den internen Kampf, der derzeit tobt, aber auch ein Hinweis darauf, welchen Weg viele gerne einschlagen würden.
http://www.dirco.gov.za/docs/2021/brics0330.htm

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Mr. Jackson
@mrjackson