{"id":87013,"date":"2022-04-21T14:47:11","date_gmt":"2022-04-21T18:47:11","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=87013"},"modified":"2022-04-21T14:47:14","modified_gmt":"2022-04-21T18:47:14","slug":"iwf-tagung-beginnt-unter-dem-zeichen-einer-wachsenden-welthungersnot","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/blog\/2022\/04\/21\/iwf-tagung-beginnt-unter-dem-zeichen-einer-wachsenden-welthungersnot\/","title":{"rendered":"IWF-Tagung beginnt unter dem Zeichen einer wachsenden Welthungersnot"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktorin des IWF, Kristalina Georgieva, warnte in ihrer Er\u00f6ffnungsrede auf der Fr\u00fchjahrstagung von IWF und Weltbank, dass die Welt vor einer \u00abdoppelten Krise\u00bb stehe: der Pandemie und nun dem Krieg in der Ukraine und der damit verbundenen wirtschaftlichen Zerst\u00f6rung. Sie erkl\u00e4rte, dass \u00absteigende Lebensmittel- und Kraftstoffpreise die Etats normaler Familien bis zum Zerrei\u00dfen strapazieren\u00bb und dass dies besonders in armen L\u00e4ndern besorgniserregend sei, wo die Gefahr von Hungersn\u00f6ten zunehme. Nat\u00fcrlich machte sie Russland f\u00fcr den Gro\u00dfteil des Problems verantwortlich.<br>Georgieva \u00e4u\u00dferte sich auch besorgt \u00fcber die Folgen, wenn die Zentralbanken ihre Geldpolitik durch Beendigung des Quantitative Easing und Anhebung der Zinss\u00e4tze \u00e4ndern, und forderte sie auf, \u00abdie Spillover-Risiken f\u00fcr anf\u00e4llige Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4nder im Auge zu behalten\u00bb. In Anbetracht der bereits hohen Verschuldung w\u00fcrden steigende Zinsen 60 Prozent der L\u00e4nder mit niedrigem Einkommen in oder nahe an eine Schuldenkrise bringen, meinte sie.<br>Das ist wahr genug. Was empfiehlt der IWF also zu tun? \u00abUm die Verschuldung in den Griff zu bekommen, m\u00fcssen die L\u00e4nder innenpolitische Ma\u00dfnahmen ergreifen, um ihre Haushalte wieder auf Kurs zu bringen\u00bb \u2013 mit anderen Worten, die gleiche neoliberale \u00abStrukturreform\u00bb-Sparpolitik, die das Problem \u00fcberhaupt erst geschaffen hat.<br>Die US-Finanzministerin Janet Yellen verfolgt hingegen die Linie, \u00d6l ins Feuer zu gie\u00dfen. Wie ein Beamter des Finanzministeriums am 18. April mitteilte, werde Yellen ihre Kollegen auf der IWF-Tagung auffordern, \u00abden wirtschaftlichen Druck auf Moskau zu erh\u00f6hen&#8230; Die Ministerin wird auch unsere gemeinsame Entschlossenheit unterstreichen, Russland zur Verantwortung zu ziehen\u00bb. Au\u00dferdem plant sie, alle Treffen zu boykottieren, an denen die Russen teilnehmen.<br><br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gesch\u00e4ftsf\u00fchrende Direktorin des IWF, Kristalina Georgieva, warnte in ihrer Er\u00f6ffnungsrede auf der Fr\u00fchjahrstagung von IWF und Weltbank, dass die Welt vor einer \u00abdoppelten Krise\u00bb stehe: der Pandemie und nun dem Krieg in der Ukraine und der damit verbundenen wirtschaftlichen Zerst\u00f6rung. Sie erkl\u00e4rte, dass \u00absteigende Lebensmittel- und Kraftstoffpreise die Etats normaler Familien bis zum Zerrei\u00dfen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":86992,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[652,649,654,650,657],"tags":[840],"class_list":["post-87013","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-652","category-649","category-654","category-650","category-657","tag-lang-de"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87013","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=87013"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87013\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":87015,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/87013\/revisions\/87015"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media\/86992"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=87013"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=87013"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/es\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=87013"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}