{"id":99642,"date":"2023-10-29T12:49:22","date_gmt":"2023-10-29T16:49:22","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=99642"},"modified":"2024-01-12T14:30:58","modified_gmt":"2024-01-12T19:30:58","slug":"mit-friedrich-schillers-gedicht-die-kuenstlerden-kulturellen-zusammenbruch-ueberwinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2023\/10\/29\/mit-friedrich-schillers-gedicht-die-kuenstlerden-kulturellen-zusammenbruch-ueberwinden\/","title":{"rendered":"Mit Friedrich Schillers Gedicht \u201eDie K\u00fcnstler\u201c den kulturellen Zusammenbruch \u00fcberwinden"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Menschheit ist erneut an dem Scheideweg angelangt, den Friedrich Schiller, der Dichter der Freiheit, in der Zeit der Amerikanischen Revolution vorausgesehen hat. 1785 schrieb er die in fast allen Sprachen bekannte \u201eOde an die Freude\u201c, worin es hei\u00dft \u201eAlle Menschen werden Br\u00fcder\u201c. Das Gedicht hatte damals eine so gro\u00dfe Wirkung, da\u00df sich Ludwig van Beethoven Jahrzehnte seines Lebens darum bem\u00fchte, den in dem Gedicht enthaltenen Kern herauszuarbeiten, der letztlich in seiner letzten viers\u00e4tzigen Symphonie voll zur Entfaltung kommen sollte, die ihrerseits ein Denkmal f\u00fcr die Prinzipien der klassischen Komposition darstellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Zusammenhang mu\u00df in den Herzen und K\u00f6pfen all derer wiedererweckt werden, die sich selbst als \u201eK\u00fcnstler\u201c betrachten, wenn es unserer Zivilisation gelingen soll, dem von den BRICS-Staaten auf ihrem Gipfeltreffen am 22.-24. August eingeschlagenen Weg zu folgen. Nur so kann eine neue, gerechte Weltwirtschaftsordnung geschaffen werden, die das kollabierende, dollarbasierte Finanzsystem abl\u00f6st und die Gefahr eines globalen Krieges beendet, welcher zu einem Atomkrieg zu f\u00fchren droht.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter den K\u00fcnstlern des letzten Jahrhunderts verk\u00f6rpert der international bekannte Geigensolist Yehudi Menuhin, ein engagierter Bef\u00fcrworter der Gr\u00fcndung der Vereinten Nationen, die Schillersche Vorstellung eines wahren K\u00fcnstlers, dessen Entschlossenheit, die Ursachen von Kriegen zu beseitigen, ein nachahmenswertes Verm\u00e4chtnis hinterlassen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Schiller, der stets zuversichtlich war, den Zustand der Menschheit verbessern zu k\u00f6nnen, war zu seiner Zeit der Auffassung, da\u00df die antikoloniale Amerikanische Revolution durch eine Umgestaltung der Regierungen in Teilen Europas wiederholt werden k\u00f6nnte, um die letzten mittelalterlichen \u00dcberreste zu beseitigen, die jeglichen Fortschritt in der menschlichen Verfassung behinderten. Mit dem nach Frankreich entsandten Benjamin Franklin \u00fcbten die Anf\u00fchrer der Amerikanischen Revolution einen starken Einflu\u00df auf die europ\u00e4ische Intelligenz aus \u2013 von Frankreich \u00fcber deutsche Metropolen wie die Universit\u00e4t G\u00f6ttingen bis nach Italien, Irland und andere Teile der britischen Inseln, die auf vielf\u00e4ltige Weise den Kampf in Amerika unterst\u00fctzten, dessen Urspr\u00fcnge auf den Einflu\u00df prominenter Europ\u00e4er wie Gottfried Leibniz und seine Arbeiten zur wissenschaftlichen \u00d6konomie zur\u00fcckgingen.<\/p>\n\n\n\n<p>Schillers Zuversicht war berechtigt, aber verfr\u00fcht. Die Kr\u00e4fte des Fortschritts in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern hatten weder die Kraft noch die Mittel, um den scharfen Gegenangriffen der europ\u00e4ischen Oligarchie standzuhalten, die das politische System Frankreichs zerschlug und den Diktator Napoleon einsetzte, dessen Kriege fast zwei Jahrzehnte lang den Kontinent ersch\u00fctterten. Damit begann in der westlichen Welt der Countdown f\u00fcr eine Reihe britischer Imperialkriege, die mit dem \u201eSiebenj\u00e4hrigen Krieg\u201c von 1756-1763 begannen und bis zum Ersten und Zweiten Weltkrieg andauerten.<\/p>\n\n\n\n<p>Schillers Zuversicht, da\u00df eine solche globale Trag\u00f6die r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden kann, dr\u00fcckt sich in Inhalt und Methode aus, die er vor allem in seinen Geschichtsdramen verwendete. Wir sollten uns diese Zuversicht heute zu eigen machen und Schillers Ideen \u00fcber die wahre Natur der Menschheitsfamilie nutzen, um das zu erreichen, was vor zwei Jahrhunderten unm\u00f6glich war: n\u00e4mlich einen globalen Friedensproze\u00df f\u00fcr den gesamten Planeten einzuleiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Schillers Gedicht <em>Die K\u00fcnstler<\/em> (<a href=\"https:\/\/assets.nationbuilder.com\/schillerinstitute\/pages\/1129\/attachments\/original\/1695069785\/The-Artists-sigerson-trans.pdf?1695069785\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/assets.nationbuilder.com\/schillerinstitute\/pages\/1129\/attachments\/original\/1695069785\/The-Artists-sigerson-trans.pdf?1695069785\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">PDF herunterladen<\/a>) <\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 1789 schrieb Schiller \u201eDie K\u00fcnstler\u201c, ein \u201eGedankengedicht\u201c, das er als \u201eAllegorie\u201c bezeichnete, weil es den Fortschritt der Menschheit seit Anbeginn der fr\u00fchesten Sch\u00f6pfung darstellt, wozu das sch\u00f6pferische Genie <em>in k\u00fcnstlerischen oder \u00e4sthetischen Formen<\/em> erforderlich war und sich dann selbst hervorbrachte. Aus der \u201eAllegorie\u201c wird deutlich, da\u00df es hart erk\u00e4mpfte sch\u00f6pferische Entdeckungen waren, die die Menschheit in die Lage versetzten, L\u00f6sungen f\u00fcr Krisen zu finden, die das physische \u00dcberleben der Menschheit bedrohten, und \u2013 was ebenso wichtig ist \u2013 Prinzipien zu finden, nach denen alle Kulturen auf der Grundlage neu gewonnener Erkenntnisse friedlich zusammenarbeiten k\u00f6nnen, um das Wohl aller zu f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>Schiller ehrt in seinem Gedicht jene, die zu bedeutenden K\u00fcnstlern werden:<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sch\u00f6n, o Mensch, mit deinem Palmenzweige<br>Stehst du an des Jahrhunderts Neige,<br>In edler stolzer M\u00e4nnlichkeit,<br>Mit aufgeschlo\u00dfnem Sinn, mit Geistesf\u00fclle,<br>Voll milden Ernsts, in thatenreicher Stille,<br>Der reifste Sohn der Zeit,<br>Frei durch Vernunft, stark durch Gesetze,<br>Durch Sanftmut gro\u00df und reich durch Sch\u00e4tze,<br>Die lange Zeit dein Busen dir verschwieg;<br>Herr der Natur, die deine Fesseln liebet,<br>Die deine Kraft in tausend K\u00e4mpfen \u00fcbet<br>Und prangend unter dir aus der Verwildrung stieg!<\/p>\n\n\n\n<p>\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Im Flei\u00df kann dich die Biene meistern,<br>In der Geschicklichkeit ein Wurm dein Lehrer sein,<br>Dein Wissen teilest du mit vorgezognen Geistern,<br>Die <em>Kunst,<\/em> o Mensch, hast du allein.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><em>Nur durch das Morgentor des Sch\u00f6nen<br>Drangst du in der Erkenntnis Land.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist an der Zeit, da\u00df Schillers Gedicht zum Ma\u00dfstab f\u00fcr eine Wiederbelebung der klassischen Kulturprinzipien wird, um diesen Moment der gro\u00dfen historischen Chance festzuhalten, da\u00df die Menschheit auf ein h\u00f6heres kulturelles Niveau gehoben wird, auf dem sie eine Politik des Guten gestalten kann, anstatt immer wieder darauf aus zu sein, st\u00e4ndig Kriege f\u00fchren zu m\u00fcssen; sowie wirtschaftliche Gerechtigkeit als anerkannte Grundlage f\u00fcr einen vertrauensvollen Dialog zwischen den Nationen zu schaffen. Das Schiller-Institut ruft alle K\u00fcnstler \u2013 Maler, Musiker, Schauspieler, aber auch Wissenschaftler, die neue Ideen in die Gesellschaft einbringen \u2013 auf, sich Schillers Auffassung von der Rolle des K\u00fcnstlers in der Gesellschaft zu eigen zu machen, damit in dieser historischen Phase die friedliche Zusammenarbeit zwischen den Nationen m\u00f6glich wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne das entschlossene Eintreten f\u00fcr die klassischen Prinzipien in der Kunst, die \u201edas Morgentor des Sch\u00f6nen\u201c \u00f6ffnen, um unser Wissen und unsere moralische Kraft zu st\u00e4rken, besteht immer die Gefahr, da\u00df einzelne Nationen aufgrund der Natur unserer verg\u00e4nglichen Existenz zu einem erb\u00e4rmlichen Pessimismus verkommen. Was ist der Sinn unseres Lebens? Wir Menschen leben <em>nicht<\/em>, wie die britischen Philosophen des 18. Jahrhunderts behaupteten, nur um \u201eVergn\u00fcgen zu suchen und Schmerz zu vermeiden\u201c. Unsere sterbliche Existenz hat tats\u00e4chlich einen unsterblichen Zweck.<\/p>\n\n\n\n<p>Schiller ermahnt diejenigen, die sich von universellen Ph\u00e4nomenen leiten lassen, K\u00fcnstler zu werden:<\/p>\n\n\n<p>Der Menschheit W\u00fcrde ist in eure Hand gegeben,<\/p>\n<p>Bewahret sie!<\/p>\n<p>Sie sinkt mit euch! Mit euch wird sie sich heben!<\/p>\n<p>Der Dichtung heilige Magie<\/p>\n<p>Dient einem weisen Weltenplane,<\/p>\n<p>Still lenke sie zum Oceane<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Der gro\u00dfen Harmonie!<\/p>\n\n\n<p><strong>Die UN-Generalversammlung und das Verm\u00e4chtnis von Yehudi Menuhin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Suche nach M\u00f6glichkeiten, mit denen die Menschheit Krieg durch die Beilegung von Konflikten mit anderen Mitteln ersetzen k\u00f6nnte, war Yehudi Menuhin fasziniert von der nat\u00fcrlichen Harmonie zwischen Kunst und den kreativen Entdeckungen, die die Wissenschaft voranbringen. Er setzte sich daf\u00fcr ein, Einsteins Entdeckungen \u00fcber das Atom auf die Entwicklung der Kernenergie anzuwenden. Im Jahr 1959 schrieb er:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDer sch\u00f6pferische Akt geh\u00f6rt zur Wissenschaft wie zur Kunst, und er mu\u00df zu jeder Lebens\u00e4u\u00dferung geh\u00f6ren&#8230; Zweifellos waren und werden Kunst und Wissenschaft immer eins sein&#8230; Ich begreife die Kunst als Gestaltung eines lebendigen Augenblicks und die Wissenschaft als die Kristallisation einer ewigen Wahrheit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die praktische Bedeutung dieser Auffassung von Kunst l\u00e4\u00dft sich so ausdr\u00fccken:<\/p>\n\n\n\n<p>Am 21. September versammelten sich die Staats- und Regierungschefs der Welt bei den Vereinten Nationen zum Weltfriedenstag. Das Schiller-Institut veranstaltete am 9. September eine Konferenz zum \u201eAppell an die B\u00fcrger des Globalen Nordens: Wir m\u00fcssen den Bau einer Neuen Gerechten Weltwirtschaftsordnung unterst\u00fctzen!\u201c Die archivierten Vortr\u00e4ge der Konferenz sollten an alle Einrichtungen weiterverbreitet werden, die sich f\u00fcr die Vermeidung von Kriegen einsetzen. Die Konferenz war Ausdruck der von Helga Zepp-LaRouche angeregten Internationalen Friedenskoalition (IFK), die am 6. August auf dem Dag-Hammarskjold-Platz der Vereinten Nationen im Gedenken an die Atombombenangriffe auf Hiroshima und Nagasaki eine breite Allianz internationaler Institutionen zusammenbrachte.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Schiller-Institut wurde 1984 von Helga Zepp-LaRouche gegr\u00fcndet, um eine neue Dynamik in der Weltdiplomatie und den Beziehungen zwischen den Nationen einzuleiten, die auf den wirtschaftspolitischen Entdeckungen des \u00d6konomen und achtmaligen US-Pr\u00e4sidentschaftskandidaten Lyndon LaRouche beruht. Die jahrzehntelange Arbeit des Schiller-Instituts verfolgte stets ein pr\u00e4ventives Konzept, um den gro\u00dfen Moment von Krisen dazu zu nutzen, die Menschheit auf eine h\u00f6here zivilisatorische Stufe zu heben, wie es Schiller in seinen Briefen \u00fcber die \u00e4sthetische Erziehung gefordert hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir stehen heute in der Tat an des \u201eJahrhunderts Neige\u201c, von wo aus sich ein lang erwarteter Wendepunkt in der Weltgeschichte ank\u00fcndigt, wie er bereits auf dem BRICS-Gipfel vom 22. bis 24. August in Johannesburg eingeleitet wurde. Wir haben eine einzigartige Chance, die Lebensbedingungen der Menschheit zu verbessern und sowohl Armut als auch Krieg zu \u00fcberwinden, wie es in der Menschheitsgeschichte noch nie vorgekommen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Moment eines m\u00f6glichen dramatischen Wandels, der ein Jahrtausend aufgezwungener R\u00fcckst\u00e4ndigkeit in der Welt beenden w\u00fcrde, ist nun gekommen. Wie der gro\u00dfe englische Dichter Percy Shelley feststellte, blicken gro\u00dfe Denker und Dichter erwartungsvoll auf jene seltenen Momente, in denen ganz pl\u00f6tzlich eine gro\u00dfe Zahl von Menschen, einschlie\u00dflich derer, die in Regierungsverantwortung stehen, f\u00e4hig werden, \u201etiefe Ideen \u00fcber den Menschen und die Natur mitzuteilen und zu empfangen\u201c, wodurch sich das Denken und die Kultur heben und sich der Zustand ganzer Nationen verbessert.<\/p>\n\n\n\n<p>Der wahre K\u00fcnstler spielt eine unverzichtbare Rolle, wenn es darum geht, Nationen und einzelne B\u00fcrger zu bef\u00e4higen, in diesem Proze\u00df zu bestehen. Yehudi Menuhin, der Verfechter der Vereinten Nationen, bewies in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, da\u00df k\u00fcnstlerisches Genie ein nat\u00fcrlicher Begleiter politischer Moral ist. Im Gegensatz zu der heutigen modernistischen Kultur beugte er sich nicht der landl\u00e4ufigen Meinung, da\u00df K\u00fcnstler in erster Linie die pers\u00f6nliche Selbstbest\u00e4tigung suchen und sich nicht um das scheren, was als \u201ePolitik\u201c gilt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der 1999 verstorbene Menuhin wurde zunehmend aus der \u00f6ffentlichen Darstellung getilgt, da sich die f\u00fchrenden Medien immer mehr zum Sprachrohr eines kriegshetzerischen Rassismus gemacht haben, wie er vor allem durch den Ha\u00df auf alles \u201eRussische\u201c verk\u00f6rpert wird. Auf diese Weise entstand eine \u201eGedankendiktatur\u201c zur Unterst\u00fctzung des NATO-Stellvertreterkriegs gegen Ru\u00dfland.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg war Menuhin entschlossen, seine musikalische Arbeit zu einer \u00e4sthetischen Kraft zu machen, die verhindern sollte, da\u00df sich die Gr\u00e4uel des Krieges wiederholten. Sechs Jahre lang war Menuhin Pr\u00e4sident des Internationalen Musikrats der UNO. Nachdem er w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs 500 Konzerte f\u00fcr die alliierten Truppen gegeben hatte, verlangte er 1945 von den Regierungen, in Ru\u00dfland und dann in Deutschland aufzutreten, um sofort mitzuhelfen, die menschlichen Beziehungen zwischen den verfeindeten Nationen wiederherzustellen. 1952 wurde Menuhin ein enger pers\u00f6nlicher Freund von Indiens erstem postkolonialen Premierminister Jawaharlal Nehru und arbeitete eng mit Indiens ber\u00fchmtem Lehrer f\u00fcr alte Musik Ravi Shankar zusammen. Als er 1992 zum UNESCO-Sonderbotschafter ernannt wurde, sagte er gegen\u00fcber den Medien: \u201eWir m\u00fcssen Respekt vor jedem anderen Menschen einsch\u00e4rfen&#8230; Wir m\u00fcssen eine neue Form des Denkens entwickeln, die nicht auf den Reflexen des H\u00f6hlenmenschen beruht\u201c. Die Musik sei \u201edas gr\u00f6\u00dfte therapeutische Mittel der Welt\u201c. Sie kann Menschen ver\u00e4ndern, \u201ewenn sie bereit sind, zuzuh\u00f6ren. Aber wenn sie bereits im Wahn gefangen sind, im Wunsch nach Rache, nach Zwangsgewalt \u00fcber andere, dann ist es zu sp\u00e4t\u201c. Er vertrat die klassische Auffassung, da\u00df alle Mitglieder der menschlichen Gattung \u201evon Natur aus kreativ\u201c sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir K\u00fcnstler fordern eine R\u00fcckkehr zu dem Schillerschen Ma\u00dfstab f\u00fcr die Bedeutung k\u00fcnstlerischer Entdeckung und Bildung als grundlegendes Menschenrecht; und da\u00df Beethovens weltweiter Aufruf \u201eAlle Menschen werden Br\u00fcder\u201c zur Grundlage einer Renaissance wird, die wir brauchen, um eine neue gerechte Weltwirtschaftsordnung aufzubauen. Wenn die UNO in der kommenden Zeit eine n\u00fctzliche Rolle spielen soll, sollte das Verm\u00e4chtnis von Yehudi Menuhin wiederbelebt werden, denn seine Rolle als Weltb\u00fcrger mit herausragendem Talent steht im Einklang mit Schillers \u00dcberzeugung, da\u00df <em>alle<\/em> Menschen das Potential zum Genie haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erstunterzeichner<\/strong>: <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Renee Sigerson <\/strong>(U.S.A.), Absolventin der New York City High School of Music and Art \u2013 erste Cellistin, und Mitglied und Organizerin des Schiller-Instituts<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weitere Unterzeichner<\/strong> (Zugeh\u00f6rigkeit nur zu Identifikationszwecken)<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gillesberg, Feride Istogu<\/strong> (D\u00e4nemark), Sopranistin; Aktivistin des Schiller-Instituts<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gorini, Liliana<\/strong> (Italien), Vorsitzende von Movisol (Italien); S\u00e4ngerin (Sopran); Organisatorin der Kampagne f\u00fcr die tiefere Stimmung C=256<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Greenspan, Margaret<\/strong> (U.S.A.), Pianistin und Musikdirektorin, Zion Lutheran Church, Maywood, NJ; Mitglied des Schiller-Instituts-Chors<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Guice, Nancy<\/strong> (U.S.A.), BMus (P\u00e4dagogik); Vorstandsmitglied, Stimmgruppenleiterin, Solistin und Dirigentin des Schiller Inst. NYC Chorus<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Haight, Fred<\/strong> (Kanada), musikwissenschaftlicher Berater der Stiftung f\u00fcr die Wiederbelebung der klassischen Kultur (FFRCC), Autor der w\u00f6chentlichen Kolumne &#8222;The Classical Principle&#8220; und Musikwissenschaftslehrer an der Sommerschule der Stiftung; Mitwirkender an dem vom Schiller-Institut herausgegebenen \u201eHandbuch der Grundlagen von Stimmung und Register\u201c, Lehrer f\u00fcr klassische Gitarre im Ruhestand; Amateurkomponist und Arrangeur<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Landry, Brian<\/strong> (U.S.A.), Operns\u00e4nger \u2013 Tenor<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ogden, Alan<\/strong> (U.S.A.) Ba\u00dfposaunist, Frederick Symphony Orchestra (MD); Loudoun Symphonic Winds (VA); Organist, Pianist, Musikp\u00e4dagoge; Mitglied des Schiller-Instituts<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pearl, Jen<\/strong> (U.S.A.), Gesangslehrerin; Vorstandsvorsitzende Schiller Inst. NYC Chorus<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Rasmussen, Michelle<\/strong> (D\u00e4nemark), Vizepr\u00e4sidentin, Schiller-Institut, D\u00e4nemark; Amateurmusikerin; Autorin von Artikeln \u00fcber klassische Musik<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schlanger, Harley<\/strong> (Deutschland, U.S.A.), Vizepr\u00e4sident des Schiller-Instituts; ehemaliger Redakteur des <em>Fidelio<\/em>-Magazins; Amateur-Geiger<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Shavin, David<\/strong> (U.S.A.), Geiger in der National String Symphonia, Arlington Philharmonic, Roanoke Symphony, etc.; Mitbegr\u00fcnder des Leesburg String Quartet; Musikhistoriker; Mitglied des Schiller-Instituts<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sigerson, John<\/strong> (U.S.A.), Vizepr\u00e4sident und Musikdirektor des Schiller-Instituts; Mitverfasser des \u201eHandbuchs der Grundlagen von Stimmung und Register\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Smith, Jr., PE, John C. <\/strong>(U.S.A.), Seattle Youth Symphony, Tuba; Naval Academy Drum &amp; Bugle Corps, Kontraba\u00dfhorn; Gr\u00fcndungstubist &amp; 1. Posaune, Loudoun (VA) Symphony Orchestra; Tenorsolist, Old Dominion Univ. Diehn Chorale (VA); Solist &amp; Mitglied, ICLC &amp; Schiller Inst. Chorus; Senior Project and planetary engineer<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ugarte, Ana Maria<\/strong> (U.S.A.), Komponistin, Songschreiberin, Operns\u00e4ngerin \u2013 Mezzosopran<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ulanowsky, Philip<\/strong> (U.S.A.) Fotograf; klassischer Amateurpianist; Mitglied, Schiller-Institut<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Vereycken, Karel<\/strong> (Belgien, Frankreich), Maler-Graveur; Kunsthistoriker; Absolvent der Br\u00fcsseler Saint-Luc- und Beaux-Arts-Akademie<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weiss, Frederick<\/strong> (USA), Berufsmusiker (Ba\u00dfgeige); ehemaliger Solobassist der Davidbund Chamber Players-Philadelphia; ehemaliger Solobassist des Orquesta de la Mineria, Mexico City<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Menschheit ist erneut an dem Scheideweg angelangt, den Friedrich Schiller, der Dichter der Freiheit, in der Zeit der Amerikanischen Revolution vorausgesehen hat. 1785 schrieb er die in fast allen Sprachen bekannte \u201eOde an die Freude\u201c, worin es hei\u00dft \u201eAlle Menschen werden Br\u00fcder\u201c. 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