{"id":97583,"date":"2023-07-15T22:08:49","date_gmt":"2023-07-16T02:08:49","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=97583"},"modified":"2023-07-17T10:45:08","modified_gmt":"2023-07-17T14:45:08","slug":"schiller-institut-in-untersuchungsausschuss-der-franzoesischen-nationalversammlung-der-komplizenschaft-mit-china-beschuldigt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2023\/07\/15\/schiller-institut-in-untersuchungsausschuss-der-franzoesischen-nationalversammlung-der-komplizenschaft-mit-china-beschuldigt\/","title":{"rendered":"Schiller-Institut in Untersuchungsausschu\u00df der franz\u00f6sischen Nationalversammlung der Komplizenschaft mit China beschuldigt"},"content":{"rendered":"\n<p>Paris, 15. Juli (EIRNS) \u2013 Am 19. Januar 2023 wurden in einem Ausschu\u00df der franz\u00f6sischen Nationalversammlung, der den Einflu\u00df ausl\u00e4ndischer M\u00e4chte in Frankreich untersuchen soll, schwerwiegende Verleumdungen gegen das Schiller-Institut und seine Pr\u00e4sidentin Helga Zepp-LaRouche ausgesprochen.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Der &#8222;Untersuchungsausschu\u00df zur politischen, wirtschaftlichen und finanziellen Einmischung ausl\u00e4ndischer M\u00e4chte (Staaten, Organisationen, Unternehmen, Interessengruppen, Privatpersonen) mit dem Ziel der Beeinflussung oder Korrumpierung von Meinungsmachern, F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten und franz\u00f6sischen politischen Parteien&#8220; wurde unter dem Vorsitz des RN-Abgeordneten Jean Philippe Tanguy geleitet. Urspr\u00fcnglich ein Souver\u00e4nist, ist Tanguy aber in der Zwischenzeit &#8222;melonisiert&#8220; oder &#8222;mariniert&#8220; worden, wie man in Frankreich das Ph\u00e4nomen nennen k\u00f6nnte, die eigenen Werte f\u00fcr ein bi\u00dfchen Macht aufzugeben.<br>Jean Philippe Tanguy befragte in seinen Anh\u00f6rungen viele Zeugen \u00fcber die politische Einmischung Ru\u00dflands in Frankreich, aber er befragte auch Paul Charon, den Direktor einer Geheimdienstabteilung des IRSEM \u2013 l&#8217;Institut des Recherches de l&#8217;\u00e9cole militaire (Forschungsinstitut der Kriegsschule) \u2013, der als Experte f\u00fcr die Einmischung Chinas gilt. Milit\u00e4rischen Quellen zufolge wird das IRSEM vom franz\u00f6sischen Verteidigungsministerium geleitet und spiegelt dessen Orientierungen wider.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Am Ende seiner Aussage vor dem Ausschu\u00df der Nationalversammlung beschuldigte Charon das Schiller-Institut der &#8222;Komplizenschaft&#8220; mit China: &#8222;(&#8230;) einige Thinktanks entscheiden sich daf\u00fcr, mit chinesischen Akteuren zusammenzuarbeiten. In unserem Bericht (Okt. 2021, siehe Link unten) haben wir ein Analyseraster f\u00fcr diese Kooperationen erstellt, das von einmaligen Kooperationen bis hin zu einer systematischeren Zusammenarbeit als gelegentliche Verb\u00fcndete bei gemeinsamen Themen wie dem Antiamerikanismus reicht. Die letzte Stufe ist die der Komplizenschaft. Dazu geh\u00f6rt auch das Schiller-Institut, dessen Ansichten noch st\u00e4rker mit den Werten der Partei \u00fcbereinstimmen und das eine revisionistische Haltung zu internationalen Institutionen einnimmt.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br>Dieser Verleumdung ging eine weitere voraus, und zwar in einem langen Bericht, der im Oktober 2021 auf der Webseite des IRSEM zum selben Thema ver\u00f6ffentlicht wurde und an dem Paul Charon zusammen mit einem gewissen Jean-Baptiste Jeang\u00e8ne Vilmer beteiligt war. Der Bericht trug den Titel <a href=\"https:\/\/www.irsem.fr\/rapport.html\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.irsem.fr\/rapport.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eChinesische Einflu\u00dfoperationen \u2013 ein machiavellistischer Moment\u201c<\/a>. Paul Charon ist derzeit Direktor der Abteilung &#8222;Geheimdienste, Strategie-Vorausschau und -Einflu\u00df&#8220; beim IRSEM. Jeang\u00e8ne Vilmer verlie\u00df das IRSEM im Jahr 2022 und ist jetzt franz\u00f6sischer Botschafter in Vanuatu.<\/p>\n\n\n\n<p><br>In diesem Bericht aus dem Jahr 2021 wird eine Reihe franz\u00f6sischer Denkfabriken (darunter das Schiller-Institut) ins Visier genommen, die danach kategorisiert werden, ob sie &#8222;gelegentliche Partner&#8220; Chinas sind \u2013 wie das IRIS (Institut de relations internationales et strat\u00e9giques), das zusammen mit der chinesischen Botschaft drei Foren zur Neuen Seidenstra\u00dfe organisiert hat \u2013, &#8222;gelegentliche Verb\u00fcndete&#8220; \u2013 wie die Fondation Prospective et Innovation des ehemaligen franz\u00f6sischen Premierministers Jean-Pierre Raffarin \u2013 oder regelrechte &#8222;Komplizen&#8220;, die eine gemeinsame Weltsicht mit der KPCh teilen und mit deren Interessen \u00fcbereinstimmen \u2013 wie das Schiller-Institut. F\u00fcnf Seiten sind darin dem Schiller-Institut, seiner internationalen Pr\u00e4sidentin Helga Zepp-LaRouche und ihren Beziehungen zu China gewidmet, insbesondere im Hinblick auf das Projekt der Neuen Seidenstra\u00dfe. Auch Jacques Cheminade wird kurz genannt.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Am 3. September 2021, noch bevor der Bericht auf der Website des IRSEM ver\u00f6ffentlicht wurde, erschien in <em>Le Monde<\/em> ein Artikel von Brice Pedroletti und Nathalie Guibert, in dem die Verleumdungen gegen das Schiller-Institut aufgegriffen wurden. Laut <em>Le Monde<\/em> &#8222;breiten sich chinesische Denkfabriken aus, um Xi Jinpings Denkweise zu bedienen. Viele dieser neuen Umsetzer operieren unter dem Banner der Belt and Road Initiative (BRI), dem umfangreichen Projekt der ,Neuen Seidenstra\u00dfe&#8216;, das in der chinesischen Verfassung verankert ist.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p><br>&#8222;Zus\u00e4tzlich zu diesen manchmal naiven Zwischentr\u00e4gern k\u00f6nnen chinesische Organisationen auch auf komplizenhafte Strukturen z\u00e4hlen \u2013 weil sie mit der KPCh eine gemeinsame Sicht der Welt teilen. Zu letzteren geh\u00f6rt das Schiller-Institut, das 1984 in Deutschland von Helga Zepp-LaRouche gegr\u00fcndet wurde. Seine Aufgabe: ,Die Exzesse der internationalen Finanzinstitutionen anzuprangern&#8216; und ,eine eurasische Landbr\u00fccke zu f\u00f6rdern&#8216;. Im Laufe der Jahre hat sich Frau Zepp-LaRouche zu einer gl\u00fchenden Verfechterin der Positionen Pekings und des Projekts ,Neue Seidenstra\u00dfe&#8216; entwickelt. Von den chinesischen Medien bevorzugt, verteidigt sie China gegen seine westlichen Kritiker und gei\u00dfelt die ,Fehlinformationen&#8216;, die im Westen \u00fcber Xinjiang oder die Menschenrechte vorherrschen&#8230;\u201c<br><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Paris, 15. Juli (EIRNS) \u2013 Am 19. Januar 2023 wurden in einem Ausschu\u00df der franz\u00f6sischen Nationalversammlung, der den Einflu\u00df ausl\u00e4ndischer M\u00e4chte in Frankreich untersuchen soll, schwerwiegende Verleumdungen gegen das Schiller-Institut und seine Pr\u00e4sidentin Helga Zepp-LaRouche ausgesprochen. 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