{"id":95832,"date":"2023-03-09T10:17:16","date_gmt":"2023-03-09T15:17:16","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=95832"},"modified":"2023-05-14T07:26:56","modified_gmt":"2023-05-14T11:26:56","slug":"internetkonferenz-buerger-der-welt-vereinigt-euch-stoppt-die-atomkriegsgefahr-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2023\/03\/09\/internetkonferenz-buerger-der-welt-vereinigt-euch-stoppt-die-atomkriegsgefahr-jetzt\/","title":{"rendered":"Ohne die Entwicklung aller Nationen kann es keinen dauerhaften Frieden auf dem Planeten geben"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Einladung zur zweit\u00e4gigen Konferenz des Schiller-Instituts:<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">Ohne die Entwicklung aller Nationen kann es keinen dauerhaften Frieden auf dem Planeten geben<\/h3>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\">B\u00fcrger der Welt, vereinigt euch!<\/h3>\n\n\n\n<p>Was:<strong> F\u00fcnfte internationale Konferenz des Schiller-Instituts \u201eStoppt die Atomkriegsgefahr jetzt!\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wann: <strong>15. April 2023, 15.00-23.00 Uhr (MESZ)<\/strong> <strong>und 16. April 2023, 15.00-21.00 Uhr (MESZ)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wo: <strong><em>YouTube. <\/em>Die spanische, franz\u00f6sische und deutsche \u00dcbersetzung findet auf der <em>Zoomplattform <\/em>statt. Hierf\u00fcr ist eine Anmeldung erforderlich<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2023\/04\/14\/conference-without-the-development-of-all-nations-there-can-be-no-lasting-peace-for-the-planet\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2023\/04\/14\/conference-without-the-development-of-all-nations-there-can-be-no-lasting-peace-for-the-planet\/\" target=\"_blank\">Die Live-Ausstrahlung im englischen Original finden Sie hier<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-vivid-red-color has-text-color\"><strong>Die deutsche Simultan\u00fcbersetzung wird in K\u00fcrze auf dieser Seite ver\u00f6ffentlicht. <\/strong><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Samstag, 15. April 2023<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">PANEL 1: 15:00 Uhr (MESZ):<\/h4>\n\n\n\n<p><em><strong>Die wachsende Gefahr eines Dritten Weltkriegs unterstreicht die Notwendigkeit einer neuen Sicherheitsarchitektur<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/3C7fh-JWKfo\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/3C7fh-JWKfo\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Begr\u00fc\u00dfung und Moderation<\/a>: <strong>Dennis Speed, Schiller-Institut (USA)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Sorge, da\u00df die gegenw\u00e4rtige geopolitische Konfrontation zwischen den USA, Gro\u00dfbritannien und der NATO auf der einen Seite und Ru\u00dfland und China auf der anderen Seite zu einer Eskalation in einen globalen, m\u00f6glicherweise nuklearen Krieg f\u00fchren k\u00f6nnte, w\u00e4chst und ist gro\u00df. In Reaktion darauf ist eine Vielzahl von Friedenspl\u00e4nen f\u00fcr den Ukraine-Krieg entworfen worden, darunter von dem chinesischen Pr\u00e4sidenten Xi Jinping, dem brasilianischen Pr\u00e4sidenten Lula da Silva, dem t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten Recep Erdo\u011fan und von Papst Franziskus. Es ist vordringlich, die Geopolitik rasch zu \u00fcberwinden und zu einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur \u00fcberzugehen, die den Interessen aller L\u00e4nder der Erde gerecht wird.<\/p>\n\n\n<p><strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong> (Deutschland), Gr\u00fcnderin, Schiller-Institut: <em>&#8222;<strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/lxVbdyQbTMc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gro\u00dfartige Aussichten f\u00fcr die Entwicklung der Globalen Mehrheit<\/a><\/strong>&#8222;<br><\/em><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Helga Zepp-LaRouche im Wortlaut lesn<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Frieden durch Kooperation mit der Globalen Mehrheit<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Von Helga Zepp-LaRouche<\/p>\n<p class=\"western\">Liebe Freunde des Schiller-Instituts in aller Welt, wo immer Sie auch sein m\u00f6gen! Wir haben uns hier via Internet versammelt, vereint durch die aufrichtige Verpflichtung, Optionen zu entwickeln und aufzuzeigen, wie die Menschheit die existentiellen Gefahren der eskalierenden geopolitischen Konfrontation zwischen dem \u201eWesten\u201c und insbesondere Ru\u00dfland und China \u00fcberwinden kann, die im schlimmsten Fall schon sehr kurzfristig zu einem globalen Atomkrieg und damit zur Vernichtung der gesamten Menschheit und allen Lebens auf der Erde in einem darauf folgenden nuklearen Winter f\u00fchren k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"western\">Doch obwohl diese Gefahr sehr akut ist, gibt es gleichzeitig Grund, \u00e4u\u00dferst froh und optimistisch zu sein, weil wir die Geburt einer neuen \u00c4ra in der Geschichte der Menschheit erleben &#8211; einen epochalen Wandel, bei dem die \u00dcberreste der alten kolonialen Ordnung, in der Milliarden Menschen zu Armut, Hunger und Unterentwicklung verurteilt waren, durch eine neue Weltwirtschaftsordnung abgel\u00f6st werden, die in den kommenden Jahren Bedingungen schaffen wird, unter denen jedes neugeborene Kind die Chance hat, sein Potential voll zu entfalten, ein kreativer Mensch zu werden und zum weiteren Fortschritt der Menschheit beizutragen. Wir haben also das gro\u00dfe Privileg, in einem der spannendsten Momente der Geschichte zu leben!<\/p>\n<p class=\"western\">Lassen Sie mich mit einer wirklich bahnbrechenden Entwicklung beginnen. Der brasilianische Pr\u00e4sident Lula da Silva verk\u00fcndete am Donnerstag in Shanghai bei der Amtseinf\u00fchrung der ehemaligen Pr\u00e4sidentin Dilma Rousseff als Leiterin der Neuen Entwicklungsbank (NDB), da\u00df diese Bank der BRICS nun ihre urspr\u00fcngliche Aufgabe erf\u00fcllen wird, den L\u00e4ndern des Globalen S\u00fcdens umfangreiche Kredite zu gew\u00e4hren, frei von den Fesseln der Auflagen, die den Schwellenl\u00e4ndern von den traditionellen Institutionen &#8211; dem IWF &#8211; auferlegt wurden. Angesichts der Gr\u00f6\u00dfe der Bev\u00f6lkerung und des Gewichts der Volkswirtschaften der BRICS-Plus-L\u00e4nder w\u00fcrde diese Bank mit globaler Reichweite alle Voraussetzungen erf\u00fcllen, um die \u201eGro\u00dfbank des Globalen S\u00fcdens\u201c zu werden. Zum Ziel der neuen Entwicklungsbank sagte er:<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eEs ist nicht hinnehmbar, da\u00df auf einem Planeten, der gen\u00fcgend Nahrungsmittel f\u00fcr die gesamte Menschheit produziert, Hunderte Millionen M\u00e4nner, Frauen und Kinder nichts zu essen haben. Es ist nicht hinnehmbar, da\u00df die Verantwortungslosigkeit und Gier einer kleinen Minderheit das \u00dcberleben des Planeten und der gesamten Menschheit gef\u00e4hrdet&#8230;\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Die Internationale Entwicklungsbank<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Genau das war die Motivation hinter dem Vorschlag f\u00fcr die Internationale Entwicklungsbank (IDB), den mein verstorbener Mann Lyndon LaRouche 1975 machte, nachdem er von Feiern der Baath-Partei aus dem Irak zur\u00fcckgekommen war, wo er viele F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten des Entwicklungssektors getroffen hatte. Mitglieder der LaRouche-Organisation warben ein ganzes Jahr lang in allen L\u00e4ndern der Bewegung der Blockfreien Staaten f\u00fcr diese IDB, und dieses Konzept wurde 1976 in ihrer Schlu\u00dfresolution, die eine gerechte Neue Weltwirtschaftsordnung forderte, auf ihrer Konferenz in Colombo auf Sri Lanka praktisch angenommen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Aber damals ging die globale Oligarchie dazu \u00fcber, alle Anf\u00fchrer der Blockfreien Bewegung zu destabilisieren &#8211; Frau Gandhi, Frau Bandaranaike, Zulfikar Ali Bhutto und viele andere. Erst viele K\u00e4mpfe und 48 Jahre sp\u00e4ter wird dieses Konzept einer Internationalen Entwicklungsbank von einer Gruppe von L\u00e4ndern umgesetzt, die stark genug sind, es gegen die Finanzinstitutionen zu verteidigen, die jede derartige Bem\u00fchung als \u201eSystemkonkurrenz\u201c betrachten, die einged\u00e4mmt oder zerschlagen werden mu\u00df. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Heute findet ein Epochenwandel statt, nach einer historischen Periode von etwa 600 Jahren, seit in Europa mit dem Frankreich Ludwigs XI. und den Schriften des Nikolaus von Kues, der als erster das Konzept des repr\u00e4sentativen Regierungssystems formulierte, die ersten souver\u00e4nen Nationalstaaten entstanden, die zum ersten Mal dem Gemeinwohl verpflichtet waren und mit der bis dahin herrschenden Tradition brachen, da\u00df der Staat nur zum Schutz der Privilegien der oligarchischen Elite existierte.<\/p>\n<p class=\"western\">Die verschiedenen Reiche, die bis zum 15. Jahrhundert die einzige Herrschaftsform waren und seit der Antike ununterbrochen bestanden &#8211; das mesopotamische, das persische, das r\u00f6mische, das byzantinische, das osmanische, das venezianische, das anglo-holl\u00e4ndische und das britische Imperium, um nur einige zu nennen -, sch\u00fctzten immer nur die Interessen des Adels und seiner Mitl\u00e4ufer an der Macht, und versuchten, die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung als Sklaven oder so r\u00fcckst\u00e4ndig wie m\u00f6glich zu halten, um leichter \u00fcber sie herrschen zu k\u00f6nnen. Das koloniale System der Ausbeutung der Ressourcen der unterworfenen L\u00e4nder, der Sklavenhandel, das eigentliche System des Freihandels als Mittel zur Kontrolle der Preise und der Handelsbedingungen, all das war ein Auswuchs des Systems der Imperien.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Und wie Pr\u00e4sident Sukarno und Pr\u00e4sident Nehru auf der Konferenz von Bandung betonten, besteht der Kolonialismus in modernen Formen fort. Er besteht weiter in der Verweigerung zu Krediten f\u00fcr die Entwicklung durch das Finanzsystem, die Konditionalit\u00e4ten, die Schuldenfallen der Weltbank und des IWF, die John Perkins in seinem Buch <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Bekenntnisse eines Economic Hit Man<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> so treffend beschrieben hat, oder in Form der weltweiten Kontrolle \u00fcber die Lebensmittel, vom Saatgut \u00fcber die Anpflanzung, die Ernte und die Verarbeitung bis hin zum Verkauf an den Kunden durch ein halbes Dutzend riesiger Lebensmittelkartelle.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Und dieses System endet jetzt! Die Neue Entwicklungsbank verspricht, ein entscheidendes Element des neuen Paradigmas zu werden, das durch die Zusammenarbeit der BRICS-Plus entsteht, f\u00fcr die laut dem russischen Au\u00dfenminister Lawrow bereits 24 weitere L\u00e4nder des Globalen S\u00fcdens ihre Mitgliedschaft beantragt haben und die nun ein deutlich gr\u00f6\u00dferes BIP als die G7-L\u00e4nder repr\u00e4sentieren und mit Sicherheit die gro\u00dfe Mehrheit der Weltbev\u00f6lkerung darstellen.<\/p>\n<p class=\"western\">Eine neue internationale W\u00e4hrung<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Ein weiterer Aspekt des neuen Systems ist die neue internationale W\u00e4hrung, die nicht auf Geldwerten, sondern auf Gold und anderen Rohstoffen basiert und derzeit von einer Kombination von L\u00e4ndern des Globalen S\u00fcdens geschaffen wird. Diese neue W\u00e4hrung entsteht als ein Akt der Selbstverteidigung gegen eine ganze Reihe von Ma\u00dfnahmen der bisher ma\u00dfgeblichen Finanzinstitute: die r\u00fccksichtslose Geldsch\u00f6pfung von Billionen von Dollar, Euro, Pfund und Yen, die sogenannte \u201eQuantitative Lockerung\u201c nach dem Systemkollaps von 2008, die Nutzung des Dollars als Waffe durch die Beschlagnahmung ausl\u00e4ndischer Verm\u00f6genswerte Ru\u00dflands, Afghanistans und anderer, die brutalen Sanktionen gegen so viele L\u00e4nder mit dem Ziel, Regimewechsel herbeizuf\u00fchren, indem man die Bev\u00f6lkerung der betroffenen L\u00e4nder aushungert und zum Aufstand zwingt. Diese neue W\u00e4hrung spiegelt auch Lyndon LaRouches Ideen wider, die er in einem ber\u00fchmten Artikel vom 18. Juli 2000, \u201e<\/span><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"de-DE\">Warenkorb statt W\u00e4hrungskorb: Handel unabh\u00e4ngig vom Wechselkurs<\/span><\/span><span lang=\"de-DE\">\u201c dargelegt hat.<\/span><sup><span lang=\"de-DE\">1<\/span><\/sup><\/p>\n<p class=\"western\">Trennbankendebatte in der Schweiz<\/p>\n<p class=\"western\">Auch in einem Land, das nicht zum Globalen S\u00fcden geh\u00f6rt, aber ebenfalls vom gleichen Geldsystem der Profitmaximierung f\u00fcr wenige betroffen ist, regt sich Widerstand gegen die verheerenden Folgen des anhaltenden Zusammenbruchs des transatlantischen Finanzsystems &#8211; n\u00e4mlich in der Schweiz. Nach dem Beinahe-Zusammenbruch der Credit Suisse, den gescheiterten Rettungsversuchen mit 50 Milliarden Schweizer Franken und der erzwungenen \u00dcbernahme durch die UBS sitzt die Schweiz nun auf dem Vulkan einer monstr\u00f6sen \u201esystemrelevanten\u201c Bank, einer aufgebl\u00e4hten UBS, die potentiell die gesamte Schweizer Wirtschaft ruinieren kann und deren Derivatgesch\u00e4fte mit entsprechenden Gegenparteien eine tickende Zeitbombe f\u00fcr das gesamte Finanzsystem darstellen. Daher ist im Nationalrat ein heftiger Kampf um die Einf\u00fchrung eines Trennbankengesetzes entbrannt, weil sich ein Gro\u00dfteil der Schweizer Bev\u00f6lkerung immer noch als B\u00fcrger eines souver\u00e4nen Staates f\u00fchlt.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Warum also ist der Westen nicht gl\u00fccklich, wenn ein neues System entsteht, das ein Rettungsboot f\u00fcr alle sein k\u00f6nnte? Wenn man zum Beispiel den Mainstream-Medien in Deutschland oder der US-Regierung zuh\u00f6rt, ist die gro\u00dfe Kontroverse unserer Zeit der Kampf zwischen \u201eDemokratien\u201c, die nat\u00fcrlich \u201egut\u201c sind, und \u201eAutokratien\u201c, die offensichtlich \u201eschlecht\u201c sind. F\u00fcr sie ist Ru\u00dfland paranoid, wenn es meint, da\u00df die inzwischen sechs NATO-Osterweiterungen, nicht um \u201eeinen Zentimeter\u201c, sondern um tausend Kilometer bis hin zu mehr als 1300 km seiner Grenzen, eine Bedrohung darstellen k\u00f6nnten, weil die Vereinigten Staaten mit ihrem Milit\u00e4rbudget von \u00fcber 800 Milliarden Dollar, mehr als die n\u00e4chsten neun L\u00e4nder zusammen und die NATO keiner Fliege etwas antun w\u00fcrden.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">In dieser Berichterstattung zeigen sie ein erstaunliches Ma\u00df an Amnesie in Bezug auf die verschiedenen Interventionskriege in S\u00fcdwestasien, die Millionen von Opfern gefordert haben. Und ganz sicher wollen sie nicht erwarten, da\u00df der Durchschnittsb\u00fcrger sich eingehender mit den Auswirkungen der offiziellen US-Milit\u00e4rdoktrin befa\u00dft, die einen nuklearen Pr\u00e4ventivschlag zul\u00e4\u00dft &#8211; der nonchalanten Haltung, mit der die L\u00e4nder Europas zum Schlachtfeld eines hypothetischen \u201ebegrenzten Atomkriegs\u201c werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Oder \u00fcberlegen Sie, warum Daniel Ellsberg k\u00fcrzlich an die Pl\u00e4ne von John Foster Dulles im Jahr 1958 erinnerte, im Falle eines milit\u00e4rischen Konflikts um Taiwan Atomwaffen einzusetzen, wobei er sich auf eine Studie der Rand Corporation &#8211; \u201eDie Krise in der Stra\u00dfe von Taiwan &#8211; eine dokumentierte Geschichte\u201c &#8211; bezog, um dann an heutige Whistleblower zu appellieren, \u00fcber Debatten im Pentagon \u00fcber den Einsatz von Atomwaffen in China zu berichten. China, \u00fcber das die meisten Menschen so gut wie nichts wissen, ist laut Denkfabriken und Medien in letzter Zeit \u201eaggressiver\u201c geworden und will durch Investitionen die Welt erobern.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Im \u00f6ffentlichen Diskurs im Westen geht es nicht mehr um die historische Wahrheit, die durch Nachforschungen und sokratischen Dialog ans Licht gebracht werden kann, sondern um die Kontrolle \u00fcber das \u201eNarrativ\u201c, das dann zu einer Glaubensstruktur wird.<\/p>\n<p class=\"western\">Ein sehr bemerkenswertes Beispiel aus j\u00fcngster Zeit: Als Rolf M\u00fctzenich, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, k\u00fcrzlich die Forderung des franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Macron unterst\u00fctzte, die Europ\u00e4er m\u00fc\u00dften ihre eigenen Interessen verteidigen und d\u00fcrften sich nicht als Vasallen der USA in den Konflikt zwischen den USA und China um Taiwan hineinziehen lassen, konterte der f\u00fchrende SPD-Abgeordnete Michael Roth: \u201eIch sehe keine blinde Gefolgschaft in Europa. Ich sehe hingegen in Washington ein H\u00f6chstma\u00df an Verantwortungsbewu\u00dftsein f\u00fcr Frieden und Stabilit\u00e4t in Europa.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Es ist jedoch nicht klar, ob er damit die m\u00f6glicherweise letzten Momente des Friedens nach dem Druck der USA auf Deutschland meinte, immer mehr schwere Waffen in die Ukraine zu schicken, bevor die ganze Situation zu einem Weltkrieg eskaliert, oder ob er die \u201eStabilit\u00e4t\u201c in Europa meinte, nachdem die gesamte europ\u00e4ische politische Klasse nach Seymour Hershs glaubw\u00fcrdiger Analyse dar\u00fcber, wer die Nord-Stream-Pipelines gesprengt hat, den Mund gehalten hat.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Vergessen ist offensichtlich die scharfe R\u00fcge von Helmut Schmidt gegen den Unilateralismus der Bush-Administration, als er in der <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Zeit <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">schrieb: \u201eEuropa braucht keinen Vormund\u201c und den Einflu\u00df von Robert Kagan, Richard Perle, Zbigniew Brzezinski und Paul Wolfowitz anprangerte. Es ist unklar, ob die Apologeten der \u201eguten Demokratien\u201c einfach nur gute Sch\u00fcler des ehemaligen CIA-Chefs Pompeo sind, der sich \u00f6ffentlich damit br\u00fcstete, da\u00df sie \u201eganze Trainingskurse\u201c hatten, in denen ihnen beigebracht wurde, wie man l\u00fcgt, betr\u00fcgt und stiehlt, oder ob sie sich selbst schon so lange indoktriniert haben, da\u00df sie jetzt ihre eigene Propaganda glauben.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Das \u201eProjekt f\u00fcr ein neues amerikanisches Jahrhundert\u201c<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Jeder, der ernsthaft die Zeitgeschichte studiert, wird feststellen, da\u00df der Kern des gegenw\u00e4rtigen Konflikts zwischen dem Westen und Ru\u00dfland, China und dem Globalen S\u00fcden die sogenannte Wolfowitz-Doktrin des Projekts f\u00fcr ein neues amerikanisches Jahrhundert (PNAC) ist, die f\u00fcr die USA das Recht auf eine unipolare Welt auf der Grundlage der anglo-amerikanischen Sonderbeziehung beansprucht, in der es keiner Nation oder Gruppe von Nationen erlaubt sein soll, die USA in Bezug auf politische, wirtschaftliche oder milit\u00e4rische Macht zu \u00fcberholen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Das war die Glaubensstruktur all jener anglophilen US-Pr\u00e4sidenten und Strategen, die davon \u00fcberzeugt waren, da\u00df es eine \u201eendg\u00fcltige Teilung Chinas\u201c geben m\u00fcsse, um den \u201earischen Stamm\u201c zu erhalten, wie Churchill es 1902 in einem Interview formulierte; oder da\u00df Ru\u00dfland \u201ebesiegt\u201c, \u201egeschw\u00e4cht\u201c und in zehn Einheiten aufgeteilt werden m\u00fcsse, wie k\u00fcrzlich Mitglieder westlicher Regierungen erkl\u00e4rten. Es war auch durchweg die Glaubensstruktur hinter Kissingers ber\u00fcchtigtem Papier <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>NSSM-200<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, in dem es im wesentlichen hie\u00df, da\u00df die Rohstoffe der L\u00e4nder des Globalen S\u00fcdens aus strategischem Interesse den Vereinigten Staaten geh\u00f6ren. Sie stand hinter Madeleine Albrights Formulierung, der Tod von 500.000 irakischen Kindern sei \u201edie Sache wert\u201c, und hinter Obamas Beharren, es gehe nicht an, da\u00df alle Afrikaner ein Haus und ein Auto haben, weil sonst \u201eder Planet \u00fcberkocht\u201c.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Die gro\u00dfe Mehrheit der L\u00e4nder der Welt kann erkennen, da\u00df der Anspruch der \u201eregelbasierten Ordnung\u201c, die Protagonisten des \u201eGuten\u201c zu sein, die in einem \u201eGarten\u201c leben, w\u00e4hrend alle anderen irgendwie im \u201eDschungel\u201c dahinvegetieren, immer mehr br\u00f6ckelt. Unter diesen Umst\u00e4nden w\u00fcrde eine \u201eAbkopplung\u201c &#8211; nicht nur von China, sondern auch von dem entstehenden neuen Wirtschaftssystem &#8211; nicht nur den Untergang des Westens im Chaos bedeuten, sondern h\u00f6chstwahrscheinlich auch die Eskalation in einen Atomkrieg.<\/p>\n<p class=\"western\">Mit der Globalen Mehrheit zusammenarbeiten<\/p>\n<p class=\"western\">Es mu\u00df uns daher gelingen, mit allen Mitteln einen bedeutenden Teil der Menschen in den Vereinigten Staaten und den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern davon zu \u00fcberzeugen, \u00fcber die Bedeutung des historischen Wandels nachzudenken, in dem wir uns gerade befinden. Dies ist nicht der Zeitpunkt, um in der Welt herumzurennen und Druck auf die L\u00e4nder Afrikas, Lateinamerikas oder Asiens auszu\u00fcben, damit sie mit Ru\u00dfland und China brechen, was sie ohnehin nicht tun werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn wir diese Teile der Bev\u00f6lkerung in Europa und den Vereinigten Staaten rechtzeitig daf\u00fcr mobilisieren k\u00f6nnen, zu erkennen, da\u00df es in unserem besten Interesse ist, mit den BRICS-Plus, der SCO, ASEAN, der Afrikanischen Union und anderen Organisationen der globalen Mehrheit zusammenzuarbeiten, dann wird die menschliche Gattung in eine gl\u00e4nzende neue \u00c4ra eintreten, in der wir uns endlich auf die gro\u00dfen Aufgaben der Menschheit konzentrieren k\u00f6nnen: auf die Schaffung von Frieden durch Entwicklung, auf die \u00dcberwindung der Armut f\u00fcr jeden Menschen auf dem Planeten, auf die allgemeine Bildung f\u00fcr jedes neugeborene Kind, auf die Schaffung von Energie- und Rohstoffsicherheit durch wissenschaftliche Durchbr\u00fcche, durch die Zusammenarbeit in der internationalen Raumfahrt, durch die Erkenntnis, da\u00df wir die sch\u00f6pferische Gattung im Universum sind.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich rufe alle Teilnehmer dieser Konferenz auf, mit uns zusammenzuarbeiten, m\u00f6glichst viele Nationen zu ermutigen, eine internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur auf die Tagesordnung zu setzen, die alle Konflikte l\u00f6st, indem sie eine gerechte Weltwirtschaftsordnung schafft und indem sie eine neue Renaissance im Dialog der besten Traditionen aller Kulturen schafft, damit sich die Menschheit endlich menschlich verh\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"western\">Und lassen Sie mich meinem verstorbenen Ehemann Lyndon LaRouche ein gro\u00dfes \u201eDanke!\u201c und den Beifall aller guten Menschen auf diesem Planeten aussprechen f\u00fcr das, was er zu den heutigen Chancen der Menschheit beigetragen hat! Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>(Aus dem Englischen \u00fcbersetzt, Zwischen\u00fcberschriften wurden von der Redaktion hinzugef\u00fcgt.) <\/i><\/p>\n<p class=\"western\">Anmerkung:<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">1. Englisch <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>https:\/\/larouchepub.com\/eiw\/public\/2000\/eirv27n30-20000804\/eirv27n30-20000804_004-on_a_basket_of_hard_commodities-lar.pdf<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, Deutsch in <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Neue Solidarit\u00e4t<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, Nr. 33 und 34\/2000 <\/span><\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Connie Rahakundini Bakrie<\/strong> (Indonesien), Dozentin, strategische Analystin, <a href=\"https:\/\/youtu.be\/Rkx5DuHqfRc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em><strong>&#8222;Vier Fundamente um die Welt neu aufzubauen&#8220;.&nbsp;<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Connie Rahakundini Bakrie lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Vier Grundlagen, um die Welt neu aufzubauen<\/p>\n<p class=\"western\">Von Connie Rahakundini Bakrie<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Connie Rahakundini Bakrie aus Indonesien ist Dozentin und strategische Analystin. In der Internetkonferenz am 15. April hielt sie den folgenden Vortrag. (\u00dcbersetzung aus dem Englischen, Zwischen\u00fcberschriften wurden von der Redaktion hinzugef\u00fcgt.)<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">In meinem heutigen Vortrag geht es um die Neue Weltordnung und ihre vierfachen Grundlagen. Ich vertrete dabei den Standpunkt der Dynamik der gemeinsamen Entwicklung, hin zur Verwirklichung eines echten Gleichgewichts der Kr\u00e4fte in der Weltwirtschaft und in der globalen Sicherheit.<\/p>\n<p class=\"western\">Warum sage ich das so? Weil ich \u00fcberzeugt bin, da\u00df die Zeit gekommen ist f\u00fcr die mehr als sechs Milliarden Menschen, die au\u00dferhalb des Westens leben.<\/p>\n<p class=\"western\">66% von ihnen stehen Ru\u00dfland positiv gegen\u00fcber, auch im Ru\u00dfland-Ukraine-Krieg, und 70% stehen China positiv gegen\u00fcber, trotz der Taiwan-Frage, die in letzter Zeit aufgetaucht ist. Und bei denen, die Ru\u00dfland positiv gegen\u00fcberstehen, sind es in S\u00fcdostasien 75%, im frankophonen Afrika 68% und in S\u00fcdostasien 62%. Die \u00f6ffentliche Meinung \u00fcber Ru\u00dfland bleibt auch positiv in Indonesien &#8211; meinem Land -, in Saudi-Arabien, Malaysia, Indien, Pakistan und Vietnam. Die Umfrage zu diesem Thema hat die Universit\u00e4t Cambridge durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"western\">Es gibt f\u00fcnf Gr\u00fcnde, warum die Lage so ist:<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Erstens glaubt der Globale S\u00fcden nicht, da\u00df der Westen seine Probleme versteht oder mitf\u00fchlt.<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Der zweite Grund ist, da\u00df die Geschichte eine Rolle spielt &#8211; also: wer hat w\u00e4hrend des Kolonialismus und nach der Unabh\u00e4ngigkeit wo gestanden?<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Und der dritte Punkt ist der Krieg in der Ukraine, bei dem es aus Sicht des Globalen S\u00fcdens haupts\u00e4chlich um die Zukunft Europas geht, nicht um die der ganzen Welt.<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Und das vierte Stichwort ist eine Wirtschaft, die nicht mehr amerikanisch dominiert oder westlich gef\u00fchrt ist, weil der Globale S\u00fcden andere Optionen hat.<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Und das letzte ist schlie\u00dflich die \u201eregelbasierte internationale Ordnung\u201c, der es an Glaubw\u00fcrdigkeit mangelt und an der es immer weniger Interesse gibt.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Haltung \u201eGlobaler Norden \u00fcber alles\u201c ist zum Problem geworden.<\/p>\n<p class=\"western\">Viele im Globalen S\u00fcden sehen es so, da\u00df der Westen bzw. der Globale Norden seit Jahrzehnten mit der Welt umspringt, wie er will, ohne R\u00fccksicht auf andere.<\/p>\n<p class=\"western\">So wurde einfach mutwillig in einige L\u00e4nder ohne Genehmigung des UN-Sicherheitsrats einmarschiert. Dazu geh\u00f6ren das ehemalige Jugoslawien, Irak, Afghanistan, Libyen und Syrien. Diese V\u00f6lker wurden unterdr\u00fcckt, und nach welchen Regeln wurden diese L\u00e4nder eigentlich angegriffen oder verw\u00fcstet? Waren diese Kriege provoziert oder vielleicht sogar unprovoziert?<\/p>\n<p class=\"western\">Wir sehen, da\u00df Julian Assange im Gef\u00e4ngnis dahinvegetiert und Ed Snowden im Exil ist, nur <i>weil sie den Mut (oder die K\u00fchnheit) haben, die Wahrheit <\/i>\u00fcber diese Dinge aufzudecken. Und der j\u00fcngste Fall ist die Anklage des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Pr\u00e4sident Putin.<\/p>\n<p class=\"western\">Man mu\u00df wissen, da\u00df der Rest der Welt all dies ganz anders sieht.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich w\u00fcrde sagen, die vierfache Grundlage, von der ich sprach, ist eigentlich ein New Deal. Und dies hier sind die vier Elemente:<\/p>\n<p class=\"western\">Das erste sind die BRICS.<\/p>\n<p class=\"western\">Das zweite ist die neue Blockfreie Bewegung.<\/p>\n<p class=\"western\">Das dritte Element ist die Wahl von Trump zum US-Pr\u00e4sidenten.<\/p>\n<p class=\"western\">Und das letzte ist das \u201eneue Ru\u00dfland\u201c.<\/p>\n<p class=\"western\">BRICS und die neue Blockfreie Bewegung<\/p>\n<p class=\"western\">Warum ist die Blockfreie Bewegung wichtig f\u00fcr das Machtgleichgewicht zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen S\u00fcden? Weil der Kampf der Blockfreien f\u00fcr Gleichheit immer noch relevant ist, solange es immer noch ein so gro\u00dfe Gef\u00e4lle zwischen Nationen gibt.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Bipolarit\u00e4t der Welt war nach dem Kalten Krieg nicht weg, es gibt immer noch ein gro\u00dfes wirtschaftliches Gef\u00e4lle zwischen einer Milliarde Menschen und mehr als sieben Milliarden Menschen.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Blockfreie Bewegung ist auch von Bedeutung f\u00fcr die Aufrechterhaltung des Weltfriedens, indem sie eine aktivere Rolle spielt, um ihre Gr\u00fcndungsprinzipien und Ziele zu verwirklichen, vor allem ein echtes Gleichgewicht einer friedlichen und wohlhabenden Welt.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Blockfreie Bewegung ist als internationale Bewegung immer noch sehr relevant wegen ihrer Prinzipien, vor allem da die Welt von der Supermacht danach eingeteilt wird, wer in der \u201eKoalition der Willigen\u201c ist und wer die \u201eKoalition der Unwilligen\u201c bildet. Das ist etwas, was die Blockfreie Bewegung st\u00e4rker machen kann.<\/p>\n<p class=\"western\">Das n\u00e4chste Element sind die BRICS. Chinas G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative zeigt uns zusammen mit der Initiative der neuen Blockfreien Bewegung den Weg hin zum Aufbau eines realen Instruments f\u00fcr Handel, Finanzen, Technologie, Industrie, W\u00e4hrung und Investitionen, und nicht zuletzt die Vision einer \u201eBruderschaft des Globalen S\u00fcdens\u201c. Ich denke, da\u00df die BRICS-Bewegung sich nicht mehr nach Norden, sondern eher nach S\u00fcden orientiert. Und wenn wir heute Ru\u00dfland betrachten, glaube ich, da\u00df Ru\u00dfland sich jetzt dem S\u00fcden zuwendet und nicht mehr dem Norden zuordnet.<\/p>\n<p class=\"western\">Und Trump schlie\u00dflich ist die einzige Antwort, damit Amerika sich mehr auf eine nach innen gerichtete Strategie konzentriert, anstatt auf die nach au\u00dfen gerichtete.<\/p>\n<p class=\"western\">Die UNO verbessern<\/p>\n<p class=\"western\">Die Blockfreie Bewegung ist also wichtig f\u00fcr die Aufrechterhaltung des Machtgleichgewichts zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen S\u00fcden. Denn sie hat eine bedeutende Rolle dabei, die UNO zu st\u00e4rken, zu ver\u00e4ndern oder zu verbessern, damit die Vereinten Nationen als Friedensplattform erhalten bleiben. Und ich denke, wir brauchen die Blockfreie Bewegung, um die Schw\u00e4che der UNO zu beheben, wenn ich das einmal so sagen darf.<\/p>\n<p class=\"western\">Dann wird die neue Blockfreie Bewegung zu einem integralen Bestandteil einer relevanten Au\u00dfenpolitik, haupts\u00e4chlich, um <i>weitere Formen von \u201eKontrolle und Diktat\u201c des Globalen Nordens gegen\u00fcber den L\u00e4ndern des Globalen S\u00fcdens zu verhindern<\/i>.<\/p>\n<p class=\"western\">Und die Blockfreie Bewegung mu\u00df in der Lage sein, als Katalysator zu fungieren, um die Zusammenarbeit des Globalen S\u00fcdens voranzutreiben, die Konnektivit\u00e4t zu beschleunigen und die Entwicklung zu beschleunigen, um eine gleichberechtigte, faire und ausgewogene Welt zu schaffen.<\/p>\n<p class=\"western\">Hier spreche ich auch von einem \u201eneuen Ru\u00dfland\u201c und wie dieses neue Ru\u00dfland die Globalisierung schw\u00e4chen kann.<\/p>\n<p class=\"western\">Erstens mu\u00df Pr\u00e4sident Putin betonen, da\u00df das neue Ru\u00dfland seine Beziehungen zum Globalen S\u00fcden weiter ausbauen wird, und zwar durch die Globale Entwicklungsinitiative und die Globale Sicherheitsinitiative f\u00fcr Nichtkriegerische Milit\u00e4roperationen (<i>military operations other than war<\/i>, MOOTW), was wirklich wichtig ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Zweitens: Da die Globalisierung schw\u00e4cher wird, sollten die Freiheiten Ziele werden, die von den gew\u00f6hnlichen, normalen B\u00fcrgern verfolgt werden. Dazu m\u00fcssen wir die B\u00fcrger aufkl\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"western\">Und drittens und letztens k\u00f6nnte es das wichtigste Zeichen eines politischen Erwachens von Ru\u00dfland sein, wenn es Vorreiter beim Schutz der individuellen Rechte wird. Ich denke, dies kann eine Anregung f\u00fcr Ru\u00dfland sein, entsprechend zu handeln.<\/p>\n<p class=\"western\">Und nochmals, was Pr\u00e4sident Trump betrifft, so denke ich, da\u00df wir die Trump-for-President-Bewegung brauchen, weil Amerika damit versuchen wird, \u201ewieder gro\u00df zu sein\u201c, was bedeutet, da\u00df sie sich mehr auf eine nach innen gerichtete Haltung konzentrieren werden, anstatt auf eine nach au\u00dfen gerichtete Haltung und die Kontrolle \u00fcber den Gro\u00dfteil der Welt.<\/p>\n<p class=\"western\">Sicherheit ohne Krieg<\/p>\n<p class=\"western\">Der letzte Punkt ist die neue Blockfreie Bewegung in Bezug auf Ru\u00dfland und die globale strategische Tiefe.<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn Ru\u00dfland und die Nationen des Globalen S\u00fcdens in ihrer strategischen Tiefe in Bezug auf Wirtschaft, Handel, Ressourcen und Technologie weiter aufholen, m\u00fcssen einige Richtlinien und nat\u00fcrlich speziell der rechtliche Rahmen f\u00fcr Nichtkriegerische Milit\u00e4roperationen (MOOTW) erweitert werden, damit sich die Streitkr\u00e4fte der blockfreien L\u00e4nder an neue Situationen vor Ort anpassen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Die objektiven Fakten vor Ort deuten nicht darauf hin, da\u00df die Zerst\u00f6rung, die gegenw\u00e4rtig Europa verheert, in der unmittelbaren Zukunft (bis 2025) auf Ostasien und S\u00fcdostasien \u00fcbergreift und es ruiniert. Dazu denke ich, Amerika mu\u00df aufh\u00f6ren, \u00c4rger um Taiwan und um S\u00fcd- und Ostasien zu machen.<\/p>\n<p class=\"western\">Nichtkriegerische Milit\u00e4roperationen im Globalen S\u00fcden m\u00fcssen auf zehn Initiativen zur\u00fcckgehen; wir m\u00fcssen den L\u00e4ndern helfen in Bezug auf 1. Souver\u00e4nit\u00e4t, 2. territoriale Integrit\u00e4t, 3. Bek\u00e4mpfung von \u201eStaatsterrorismus\u201c, 4. Aufrechterhaltung der Stabilit\u00e4t, 5. Sicherheitsoperationen, 6. humanit\u00e4re Hilfe, 7. Unterst\u00fctzung der Umweltsicherheit, 8. Katastrophenhilfe, 9. Rettung und Hilfe im Globalen S\u00fcden sowie 10. friedenserhaltende Operationen im Globalen S\u00fcden. Auch hier sollte gelten: mehr f\u00fcr den Globalen S\u00fcden als f\u00fcr die internationale Ebene.<\/p>\n<p class=\"western\">F\u00fcr diese MOOTW des Globalen S\u00fcdens braucht es eine Art gemeinsame Doktrin. Dieses MOOTW-Konzept wird festlegen, wie das neue Ru\u00dfland, China und die neuen Blockfreien Staaten milit\u00e4rische Aktivit\u00e4ten oder K\u00fcstenschutz im Rahmen von Missionen zum Schutz der Nationen des Globalen S\u00fcdens durchf\u00fchren werden, um Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t zu sch\u00fctzen. Entlang umstrittener Landgrenzen sowie im See- und Luftraum m\u00fcssen wir eine \u201eGemeinsame Doktrin des neuen Ru\u00dfland, Chinas und der neuen Blockfreie Bewegung f\u00fcr Nichtkriegerische Milit\u00e4roperationen\u201c entwickeln.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich denke, das ist es, was ich bei dieser Gelegenheit ansprechen kann. Ich freue mich auf die Diskussion dar\u00fcber. Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Prof. Wen Yi<\/strong> (China), Makro\u00f6konom, ehemaliger f\u00fchrender Experte bei der Federal Reserve Bank der Vereinigten Staaten, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cte1TnpBDms\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>\u201eDas Geheimnis von Chinas wirtschaftlichem Erfolg\u201c<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Prof. Wen Yi lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Das Geheimnis des wirtschaftlichen Erfolgs von China<\/p>\n<p class=\"western\">Von Prof. Wen Yi<\/p>\n<p class=\"western\">Prof. Wen Yi ist Volkswirtschaftler und war Forschungsleiter bei der Federal Reserve Bank der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p class=\"western\">Vielen Dank, da\u00df Sie mich zu dieser wunderbaren Konferenz eingeladen haben. Zun\u00e4chst einmal wurde ich sehr kurzfristig eingeladen, so da\u00df ich Ihnen keine PowerPoint-Pr\u00e4sentation vorlegen kann, aber ich m\u00f6chte etwas \u00fcber das Wesen oder das Geheimnis von Chinas schneller Entwicklung sagen. Denn ich denke, da\u00df die Erfahrungen Chinas sehr wichtig sind, um sie mit anderen Entwicklungsl\u00e4ndern zu teilen. Leider war die gesamte konventionelle, westliche Wirtschaftstheorie bisher nicht in der Lage, eine schl\u00fcssige Erkl\u00e4rung f\u00fcr den rasanten Aufstieg Chinas zu liefern, und auch nicht in der Lage, eine gute Erkl\u00e4rung f\u00fcr die britische industrielle Revolution zu liefern.<\/p>\n<p class=\"western\">Meiner Meinung nach sind beide Ph\u00e4nomene eng miteinander verbunden. Wenn wir die wirtschaftliche Entwicklung Chinas nicht erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, dann gibt es keine Hoffnung, da\u00df wir auch die industrielle Revolution erkl\u00e4ren k\u00f6nnen, die sich vor etwa 250 Jahren in Gro\u00dfbritannien ereignete, und umgekehrt gibt es keine gute Theorie, um die industrielle Revolution zu erkl\u00e4ren. Das ist der Grund, warum die Menschen die Entwicklung Chinas immer noch nicht sehr gut verstehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich werde hier also auf etwas eingehen, das sich von der herk\u00f6mmlichen Wirtschaftstheorie unterscheidet. Lassen Sie mich zun\u00e4chst drei oberfl\u00e4chliche Unterschiede zwischen dem chinesischen Modell und dem westlichen kapitalistischen Entwicklungsmodell nennen. Danach werde ich versuchen, auf die grundlegende Logik dahinter einzugehen.<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn man den Aufstieg Chinas oder die Entwicklung Chinas mit der Entwicklung Europas oder des Westens vergleicht, ist der gro\u00dfe Unterschied nat\u00fcrlich das Ausma\u00df. Bis heute, nach fast 250 Jahren industrieller Revolution, die von Gro\u00dfbritannien ausging, leben nur weniger als 15% der Weltbev\u00f6lkerung in industrialisierten Gesellschaften. Mehr als 85% der Weltbev\u00f6lkerung sind immer noch nicht industrialisiert. Das ist eine sehr ungl\u00fcckliche Situation. Wenn es China gelingen w\u00fcrde, seinen Industrialisierungsproze\u00df abzuschlie\u00dfen, w\u00fcrden allein dadurch weitere 20% der Weltbev\u00f6lkerung zu dieser Gruppe von Menschen hinzukommen, die in einer industrialisierten Gesellschaft leben. Das ist also der erste Punkt.<\/p>\n<p class=\"western\">Zweitens verlief der Industrialisierungsproze\u00df in China trotz vieler Schwierigkeiten sehr schnell, sehr schnell. Wenn wir also die Wirtschaftsreform von Deng Xiaoping als Ausgangspunkt nehmen, und vern\u00fcnftigerweise sollten wir mit der Gr\u00fcndung der Volksrepublik China beginnen &#8211; das sind immer noch nur 70 Jahre. Und doch haben die westlichen M\u00e4chte mehrere hundert Jahre f\u00fcr ihre Entwicklung gebraucht, die schlie\u00dflich zur Industrialisierung f\u00fchrte. Selbst nachdem Gro\u00dfbritannien die industrielle Revolution in Gang gesetzt hatte, brauchte der Westen noch 250 Jahre, um diese Phase abzuschlie\u00dfen. Was die Geschwindigkeit angeht, ist das also auch sehr dramatisch.<\/p>\n<p class=\"western\">Und nicht zuletzt unterscheidet sich die chinesische Art der Industrialisierung stark von der westlichen Art der Industrialisierung. Sie ist sehr friedlich, zumindest bis jetzt. Wir wissen, da\u00df die westliche Industrialisierung sehr schmerzhaft und voller Kriege war. Deshalb nennen wir den westlichen Kapitalismus auch den Kriegskapitalismus.<\/p>\n<p class=\"western\">Das sind also drei, sagen wir, oberfl\u00e4chliche Merkmale, aber die zugrundeliegende wirtschaftliche Logik ist doch sehr \u00e4hnlich. Darauf m\u00f6chte ich hinweisen und deshalb die chinesische Erfahrung sowie die britische industrielle Revolution beleuchten und daraus einige Lehren f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder ziehen, denn wie der Titel dieser Konferenz sagt, k\u00f6nnen wir ohne die Entwicklung oder Industrialisierung aller Nationen keinen dauerhaften Frieden haben. Ich denke, das ist eine sehr tiefgr\u00fcndige Botschaft.<\/p>\n<p class=\"western\">Massenproduktion braucht einen Massenmarkt<\/p>\n<p class=\"western\">Betrachten wir also r\u00fcckblickend die Erfahrungen Chinas. Das Geheimrezept der industriellen Revolution, wie ich es nenne, weist folgende Merkmale auf.<\/p>\n<p class=\"western\">Erstens: Die Armut hat ihre Wurzeln in der Unf\u00e4higkeit zur Massenproduktion von G\u00fctern, von Kleidung \u00fcber Unterk\u00fcnfte bis hin zu Autos, einfach alles. Diese mangelnde F\u00e4higkeit zur Massenproduktion ist also der Hauptgrund f\u00fcr Armut. Um Dinge in Massen zu produzieren, denken wir normalerweise an Technologie. Aber heute ist die Technologie nicht das eigentliche Problem. Was wir vergessen haben, ist, da\u00df wir einen Massenmarkt oder einen einheitlichen Markt brauchen, damit die Massenproduktionstechnologie rentabel ist und von jeder Nation &#8211; insbesondere vom privaten Sektor &#8211; \u00fcbernommen werden kann. Ohne einen Massenmarkt kann alles, was in gro\u00dfen Mengen produziert wird, nicht verkauft werden, und deshalb kann man auch keinen Gewinn erzielen.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir haben die Erfahrung mit der Sozialplanung gemacht, die versucht hat, die Massenproduktion durchzusetzen, ohne sich auf den Markt zu verlassen. Aber diese Art von Methode war im Grunde nicht in der Lage, mit dem Kapitalismus zu konkurrieren, weil sie Verluste machte. Deshalb mu\u00df die Massenproduktion durch den Massenmarkt unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p class=\"western\">In dieser Hinsicht sind wir nicht \u00fcber die traditionelle Wirtschaftstheorie hinausgegangen, denn Adam Smith selbst hat darauf hingewiesen, da\u00df die Industrialisierung der Arbeitsteilung durch die Gr\u00f6\u00dfe des Marktes begrenzt wird. Ohne einen Markt kann man nicht hoffen, eine Arbeitsteilung einzuf\u00fchren, weil das zu Verlusten f\u00fchren wird. Diesen Teil kennen wir also.<\/p>\n<p class=\"western\">Was wir aber nicht wissen, worauf Adam Smith nie hingewiesen hat und was uns die herk\u00f6mmliche Wirtschaftstheorie nicht lehrt, ist Folgendes: Der Markt selbst ist ein grundlegendes \u00f6ffentliches Gut. Kein einzelner Bauer ist in der Lage, ihn zu produzieren, also kann diese Art von \u00f6ffentlichen G\u00fctern nur mit Hilfe des Staates geschaffen werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Und der Markt hat drei S\u00e4ulen: Die erste S\u00e4ule ist die politische Stabilit\u00e4t; die zweite S\u00e4ule ist das soziale Vertrauen; die dritte S\u00e4ule ist die Infrastruktur. Ohne sie gibt es keinen Markt.<\/p>\n<p class=\"western\">Der Markt besteht also aus \u00f6ffentlichen G\u00fctern, die kollektiv geschaffen werden m\u00fcssen, insbesondere von der Regierung. Wir wissen auch, da\u00df die Infrastruktur wichtig ist, aber wir wissen noch nicht, wie sehr sie den Markt pr\u00e4gt. Zum Beispiel bestimmt sie direkt die Form, die Raum-Zeit-Form des Marktes, und sie bestimmt den Flu\u00df, die Richtung, das Volumen und die Geschwindigkeit des Warenflusses. Doch die Infrastruktur selbst ist bekanntlich ein \u00f6ffentliches Gut, und sie ist neben politischer Stabilit\u00e4t und sozialem Vertrauen eine der S\u00e4ulen, die einen Markt st\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"western\">Der neue Imperialismus ignoriert also v\u00f6llig die politische Stabilit\u00e4t als Pfeiler des Marktes, er ignoriert v\u00f6llig das soziale Vertrauen als Pfeiler des Marktes. Und nat\u00fcrlich wissen sie auch nicht, wie man Infrastrukturen aufbaut, denn daf\u00fcr braucht man Geld.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir m\u00fcssen also \u00fcber Adam Smith hinausgehen und erkennen, da\u00df der Markt f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Massenproduktion von grundlegender Bedeutung ist, aber der Markt ist ein \u00f6ffentliches Gut, das nur mit Hilfe des Staates geschaffen werden kann.<\/p>\n<p class=\"western\">W\u00e4hrend der gemeinsamen Reformen in den 1980er und 90er Jahren sagte der Washington Consensus den Entwicklungsl\u00e4ndern, die Regierung m\u00fcsse sich einfach zur\u00fcckziehen und den Staat kollabieren lassen, dann werde sich der Markt hoffentlich von selbst entwickeln.<\/p>\n<p class=\"western\">Das ist falsch, wenn Sie an die Geschichte Europas denken. Die britische Regierung, die niederl\u00e4ndische Regierung, die deutsche Regierung, die franz\u00f6sische Regierung, die US-Regierung und die japanische Regierung haben alle dazu beigetragen, den Markt f\u00fcr ihre eigenen Unternehmen zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p class=\"western\">Der Markt mu\u00df Schritt f\u00fcr Schritt geschaffen werden<\/p>\n<p class=\"western\">Ein weiterer Grundsatz ist, da\u00df der Markt zur Unterst\u00fctzung von Industrien nicht durch einen einzigen gro\u00dfen Schub oder eine Schocktherapie geschaffen werden kann. Er kann nur nach und nach geschaffen werden, Schritt f\u00fcr Schritt, denn der Markt hat Strukturen.<\/p>\n<p class=\"western\">Die primitivste Art von Markt, mit der man in jeder Agrargesellschaft beginnen kann, ist der sogenannte protoindustrielle Markt, der Handwerker und kleine, winzige Unternehmen unterst\u00fctzt. Diese Phase ist wesentlich, insbesondere f\u00fcr L\u00e4nder wie Afrika und China in den 1980er Jahren. Normalerweise versuchen die L\u00e4nder, wichtige Phasen zu \u00fcberspringen, um die Industrialisierung voranzutreiben, und \u00fcberspringen daher fr\u00fchere Phasen, um den Markt zu entwickeln und Industrien zu gr\u00fcnden. Letztendlich geraten sie in eine Finanzkrise. Die Erfahrungen in Lateinamerika, sei es in Brasilien, Argentinien, Chile und vielen anderen L\u00e4ndern, zeigen dies anschaulich. Das ist also der falsche Weg, um einen Markt zu schaffen. Man mu\u00df bescheiden sein und einen Markt von Grund auf und Schritt f\u00fcr Schritt aufbauen.<\/p>\n<p class=\"western\">Schauen Sie sich die chinesischen Erfahrungen in den 1980er Jahren an, als Deng Xiaoping die Wirtschaftsreform einleitete. Zuallererst sorgte er f\u00fcr politische Stabilit\u00e4t, denn er wu\u00dfte, da\u00df man ohne politische Stabilit\u00e4t kein ausl\u00e4ndisches Kapital anziehen und keine Wirtschaft haben konnte. Gleichzeitig wollte er, da\u00df die gesamte Regierung, nicht nur die Zentralregierung, sondern auch die lokalen Regierungen, die Wirtschaft unterst\u00fctzen und im Wesentlichen einen Markt schaffen. Aber Deng Xiaoping war sehr bescheiden, sein Ziel war nur, bis zum Jahr 2000 ein Pro-Kopf-Einkommen von 200 oder 500 Dollar pro Person zu erreichen.<\/p>\n<p class=\"western\">Dieses bescheidene Ziel erwies sich als richtig. Wenn man sich nicht in die Industrialisierung st\u00fcrzt und gleich versucht, Schwerindustrien aufzubauen, wird das scheitern, weil die Schwerindustrie eine Leichtindustrie ben\u00f6tigt, um ihre Marktnachfrage zu schaffen. Die Leichtindustrie, wenn wir eine Massenproduktionstechnologie einsetzen wollen, ben\u00f6tigt eine Protoindustrie, um den Markt zu schaffen. Chinas Erfahrung begann in den l\u00e4ndlichen Gebieten mit den sogenannten Dorf-Stadt-Firmen. Sie waren sehr primitiv, in sehr kleinem Ma\u00dfstab, aber sehr wichtig. Millionen, ja Milliarden von Menschen waren an diesem Proze\u00df beteiligt, der schlie\u00dflich den Markt schuf&#8230;<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn ich also die Entwicklung des Marktes genauer beschreiben m\u00f6chte, wie ein Markt in einem sequentiellen Proze\u00df geschaffen wird, unterteile ich ihn in drei Phasen. In der ersten Phase, vor allem in armen L\u00e4ndern wie Afrika, wird ein Markt geschaffen, um eine Proto-Industrie zu unterst\u00fctzen, die sehr primitiv, aber sehr wichtig ist. Sie zieht die gesamte b\u00e4uerliche Bev\u00f6lkerung in die Produktion.<\/p>\n<p class=\"western\">Ist der Markt erst einmal gut entwickelt, vor allem mit einem Liefernetzwerk &#8211; den kleinen L\u00e4den -, dann kann man die Massenproduktion von Leichtindustrien wie der Textilindustrie unterst\u00fctzen. Die Textilproduktion ist eine sehr wichtige Etappe f\u00fcr den Aufstieg eines Landes.<\/p>\n<p class=\"western\">Sobald die Industrialisierung der Leichtindustrie abgeschlossen ist, entsteht ein enormer Bedarf an Transportmitteln und Maschinen, was wiederum den Startschu\u00df f\u00fcr die schwerindustrielle Revolution, die Schwerindustrie, gibt. Das ist dann die dritte Stufe. Und erst wenn die Schwerindustrialisierung abgeschlossen ist, verwendet man Kapital, um Kapital zu produzieren, man verwendet Maschinen, um Maschinen zu produzieren. Jetzt wird die Produktivit\u00e4t so hoch sein, da\u00df man die Landmaschinen sehr billig machen kann, und die Bauern werden sie kaufen k\u00f6nnen. Erst dann wird die Modernisierung der Landwirtschaft m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"western\">Viele L\u00e4nder haben in der falschen Reihenfolge begonnen. Sie beginnen mit der Schwerindustrialisierung, beginnen mit der Finanzreform &#8211; das ist v\u00f6llig falsch. Sie haben die falsche Reihenfolge gew\u00e4hlt. So kann man keine M\u00e4rkte schaffen, vor allem nicht f\u00fcr den industriellen Markt.<\/p>\n<p class=\"western\">Erst wenn die Produktivit\u00e4t der arbeitenden Bev\u00f6lkerung so hoch ist, die Lohnquote so hoch ist, da\u00df die Arbeitskr\u00e4fte knapp werden und das Kapital so billig und reichlich vorhanden ist, dann kann die Gesellschaft in einen Wohlfahrtsstaat \u00fcbergehen. Sie k\u00f6nnen also Wohlfahrt unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"western\">Wohlfahrt hat zwei Aspekte: Der erste ist die wirtschaftliche Wohlfahrt, wie Renten, Arbeitslosenversicherung, kostenlose Bildung, kostenlose medizinische Versorgung. Der andere Aspekt ist die politische Wohlfahrt: Menschenrechte und andere Dinge. Aber ohne die wirtschaftliche Grundlage werden Sie scheitern, wenn Sie zu fr\u00fch mit dem Wohlfahrtsstaat beginnen. Ihre Wirtschaft ist nicht in der Lage, ihn zu tragen.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich denke, das fa\u00dft die chinesische Erfahrung zusammen, und diese Erfahrung folgt der gleichen wirtschaftlichen Logik wie die britische industrielle Revolution, die amerikanische industrielle Revolution und die japanische industrielle Revolution. Wenn wir also heute versuchen, Entwicklungsl\u00e4ndern bei der Entwicklung ihrer Wirtschaft zu helfen, m\u00fcssen wir daraus Lehren ziehen, anstatt ihnen nur mit modernen Industrien zu helfen, weil ihre Wirtschaft nicht in der Lage ist, dies zu unterst\u00fctzen. Der Markt wird nicht auf diese Weise geschaffen, er kann nur nach und nach entstehen. Ich denke, das ist im Wesentlichen mein Punkt.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber wenn man sich die europ\u00e4ische Geschichte anschaut, haben die Regierungen eine sehr wichtige Rolle bei der Schaffung eines Marktes gespielt, insbesondere eines globalen Marktes. Ohne die Schaffung des Weltmarktes durch die Kolonisierung, durch die gro\u00dfe Reise, h\u00e4tte es die industrielle Revolution nie gegeben.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber nat\u00fcrlich hat uns Chinas Erfahrung gezeigt, da\u00df wir M\u00e4rkte auch auf friedliche Weise schaffen k\u00f6nnen, ohne den Kriegskapitalismus westlicher Pr\u00e4gung zu wiederholen. Das ist eine der wichtigsten Lehren, die China anderen Entwicklungsl\u00e4ndern anbieten kann. Der Staat, die Regierung, auf zentraler und lokaler Ebene, mu\u00df eine sehr wichtige Rolle spielen, um der eigenen Wirtschaft zu helfen, einen Markt f\u00fcr die eigene Wirtschaft zu schaffen.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich denke, das ist das Ende meines Vortrags. Vielen Dank, da\u00df Sie mir zugeh\u00f6rt haben.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>Kurze Diskussion<\/p>\n\n\n<p><strong>Botschafter Igor Romantschenko<\/strong> (Ru\u00dfland), Botschafter der Russischen F\u00f6deration in Peru, <a href=\"https:\/\/youtu.be\/CbcyEWz0Nc8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>&#8222;<em>Gr\u00fc\u00dfe an die Konferenz&#8220; <\/em><\/strong><\/a>und <strong>Kosmonaut Sergei<\/strong> <strong>Nikolajewitsch Rjasanski<\/strong> (Ru\u00dfland): <strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/CbcyEWz0Nc8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>&#8222;Gr\u00fc\u00dfe an die Konferenz&#8220;<\/em><\/a><\/strong><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Gru\u00dfbotschaften von Botschafter Igor Romantschenko und Kosmonaut Sergei Nikolajewitsch Rjasanski lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Bemerkungen von Botschafter Igor Romantschenko<\/p>\n<p class=\"western\">Botschafter der Russischen F\u00f6deration in Peru<\/p>\n<p class=\"western\">15. April 2023<\/p>\n<p class=\"western\">Sehr geehrte Leitung des Schiller-Instituts, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Frau Helga Zepp-LaRouche! Sehr geehrte Damen und Herren.<\/p>\n<p class=\"western\">Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich den substantiellen Beitrag des Schiller-Instituts zu den gemeinsamen Bem\u00fchungen um ein neues Paradigma der Weltentwicklung anstelle des \u00fcberholten unipolaren Modells der Beziehungen zwischen den Staaten w\u00fcrdigen.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Menschheit befindet sich heute in einer \u00c4ra revolution\u00e4rer Ver\u00e4nderungen, in der die nationale Identit\u00e4t regionaler Machtzentren ebenso w\u00e4chst wie in der \u00c4ra der Entkolonialisierung.<\/p>\n<p class=\"western\">Als Reaktion darauf versuchen einige an Vorherrschaft gew\u00f6hnte Akteure der internationalen Beziehungen, Konkurrenten auf milit\u00e4risch-politischem und wirtschaftlichem Gebiet auszuschalten und das unipolare und praktisch neokoloniale Modell der Welt unter dem Slogan einer \u201eregelbasierten Ordnung\u201c wiederzubeleben, das sie f\u00fcr ihre eigenen Bed\u00fcrfnisse erfunden haben.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich bin davon \u00fcberzeugt, da\u00df wahre Demokratie in einer multipolaren Weltordnung die Freiheit jeder Nation einschlie\u00dft, ihren eigenen Entwicklungsweg und ihr eigenes sozio-politisches System zu w\u00e4hlen und die Vorteile der Zivilisation auf gleicher Basis zu nutzen.<\/p>\n<p class=\"western\">In dieser Woche, am 12. April, feierte die ganze Welt den Welttag der Kosmonautik. An diesem Tag im Jahr 1961 unternahm unser Landsmann Juri Gagarin den ersten bemannten Raumflug und leitete damit die \u00c4ra der Weltraumforschung ein. Wir haben den russischen Kosmonauten Sergej Rjasanskij gebeten, ein Gru\u00dfwort f\u00fcr Ihre Konferenz zu sprechen.<\/p>\n<p class=\"western\">****************<\/p>\n<p class=\"western\">Gru\u00dfbotschaft des Kosmonauten Sergej Rjasanskij, Russische F\u00f6deration<\/p>\n<p class=\"western\">Liebe Freunde: Ich bin der Kosmonaut Sergej Rjasanskij. Ich m\u00f6chte Sie alle zum Weltkosmonautentag begl\u00fcckw\u00fcnschen. Wenn Sie auf der Internationalen Raumstation arbeiten, werden Sie nicht m\u00fcde, die Sch\u00f6nheit unseres Planeten zu genie\u00dfen. Lassen Sie uns alle gemeinsam diese Sch\u00f6nheit bewahren und vermehren. Ich m\u00f6chte allen kosmisches Gl\u00fcck und nat\u00fcrlich kosmische Gesundheit w\u00fcnschen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/i2s8Co-5SUI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gru\u00dfbotschaft<\/em><\/a> <\/strong>von <strong>Generalleutnant a.D. Manfred Gr\u00e4tz und Generalmajor a.D. Sebald Daum<\/strong> (ehemals NVA)<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Gru\u00dfbotschaft von Generalleutnant a.D. Manfred Gr\u00e4tz und Generalmajor a.D. Sebald Daum lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"> Sehr geehrte Damen und Herren!<\/p>\n<p>Werte Friedensfreunde und Teilnehmer der Konferenz!<\/p>\n<p>Wir, Generalleutnant a.D. Manfred Gr\u00e4tz und Generalmajor a.D. Sebald Daum der ehemaligen Nationalen Volksarmee der DDR, begr\u00fc\u00dfen die Teilnehmer der Konferenz des Schiller-Instituts, w\u00fcnschen der Konferenz einen guten Verlauf und m\u00f6chten auf diesem Wege mit unserer Gru\u00dfadresse unsere Zustimmung zu dem Anliegen der Konferenz \u00fcbermitteln.<\/p>\n<p>Mit unseren Protesten gegen die verst\u00e4rkte Lieferung von schwerem Kriegsger\u00e4t an die Ukraine, durch die BRD und andere Nato-Staaten, die wir Ende Januar 2023 \u00f6ffentlich machten, haben wir unsere tiefe Sorge \u00fcber die gro\u00dfe Gefahr der Ausweitung des Krieges auf Europa und die Welt aufmerksam gemacht. Je mehr die NATO-Staaten Waffen an die Ukraine liefern, umso gr\u00f6\u00dfer wird die Gefahr der Ausweitung des Krieges, wird das Sterben in der Ukraine verl\u00e4ngert. Wir haben damit auch unsere Entr\u00fcstung zum Ausdruck gebracht, \u00fcber die immer offensichtlich werdende Absicht, Russland zu zerst\u00f6ren und auch die Volksrepublik China in einen Krieg hineinzuziehen.<\/p>\n<p>Die Ursachen f\u00fcr diese \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrliche Entwicklung sehen wir in erster Linie in der Politik Amerikas und deren \u201eWilligen\u201c, in der Welt allein zu bestimmen, nach eigenem Ermessen anderen L\u00e4ndern und Staaten vorzuschreiben, welche Politik sie f\u00fcr ihre V\u00f6lker durchzuf\u00fchren haben. Dabei spielt das V\u00f6lkerrecht nur eine Rolle, wenn es amerikanischen Interessen dient. Sicherheitsinteressen gelten nur f\u00fcr sie und gegebene Versprechen gelten nur so lange, wie sie zum Vorteil der Staaten mit der \u201eregelbasierten Ordnung\u201c sind. Gegen solche Regeln m\u00fcssen wir uns entschiedener wehren, denn Sicherheitsinteressen eines jeden Staates, insbesondere die der Russischen F\u00f6deration und Chinas, sind berechtigte Forderungen dieser V\u00f6lker entsprechend dem&nbsp; V\u00f6lkerrecht.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n<p>Und wir m\u00f6chten auch nochmal daran erinnern, nicht Russland hat seine Truppen an den Grenzen der USA und Europas, nicht China r\u00fcstet milit\u00e4rische St\u00fctzpunkte an den Str\u00e4nden der USA auf, sondern die USA und die NATO stehen mit ihrer milit\u00e4rischen Macht an den Grenzen Russlands, r\u00fcsten Taiwan gegen China auf und gef\u00e4hrden so die Sicherheit Russlands und Chinas. Zus\u00e4tzlich werden mit immer mehr Sanktionen ein Wirtschafts- und Finanzkrieg gegen Russland und China entfacht. All das geht einher mit einer Hass- und Kriegspropaganda, die an unselige Zeiten deutscher Politik erinnert. Es gibt hierbei immer nur einen Schuldigen und dass ist das russische Volk und vor allem ihr Pr\u00e4sident. So wird ein Volk auf den Krieg vorbereitet.<\/p>\n<p>Immer mehr begreifen die V\u00f6lker und Staaten der Welt, insbesondere in Asien, Afrika, Lateinamerika und auch in Europa, dass diese unipolare Weltpolitik der USA gegen den Frieden in der Welt gerichtet ist und die Kriegsgefahr in sich birgt. So erkennen immer mehr V\u00f6lker und Staaten, dass eine multipolare Politik Chinas und Russlands zu mehr Sicherheit, gegenseitigem Vorteil und zum Frieden f\u00fchrt. Die Achtung der souver\u00e4nen Gleichheit aller Staaten, der Verzicht auf Androhung und Anwendung von Gewalt, sind die Prinzipien, die wir fordern, zu denen wir wieder zur\u00fcckkehren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Deshalb glauben wir, dass auch verantwortungsvolle Milit\u00e4rs, denen die Schrecken des Krieges wohl bekannt sind, die die Gefahr solcher Politik erkennen, nicht nur die Pflicht, sondern auch das Recht haben, sich gegen solch eine Kriegspolitik zu stellen und ein Ende des Wettr\u00fcstens zu fordern. Mit immer mehr Waffen schafft man keinen Frieden.<\/p>\n<p>Deshalb rufen wir alle friedliebenden Menschen auf, sich unserem Protest gegen den Krieg und f\u00fcr einen gerechten Frieden anzuschlie\u00dfen. In der gro\u00dfen Gefahr, in der sich aktuell unsere V\u00f6lker befinden, haben wir keine Zeit mehr, uns \u00fcber parteipolitische Differenzen und unterschiedliche gesellschaftspolitische Orientierungen zu streiten. Stattdessen m\u00fcssen wir uns auf das konzentrieren, was uns eint, den Frieden in der Welt und insbesondere den Frieden mit Russland, denn nur mit Russland wird es Frieden in Europa geben.<\/p>\n<p>Wir beide haben als Kinder die Schrecken des Krieges erlebt und m\u00f6chten auch deshalb, dass die Zukunft unserer Kinder und Enkel in Frieden gesichert ist. Die Erhaltung menschlichen Lebens auf unserer Erde erfordern, dass die V\u00f6lker und Staaten nicht einer Politik westlicher \u201eregelbasierter Ordnung\u201c zum Opfer fallen, sondern sich einer friedlichen multipolaren Politik zu wenden.<\/p>\n<p>Deshalb erheben wir noch deutlicher unsere Stimme, um die Kriegsspirale zu stoppen, protestieren wir gegen die Unterst\u00fctzung der NATO -Staaten zur Verl\u00e4ngerung des Krieges in der Ukraine und gegen alle Kriege. Fordern wir ein Ende dieses Kriegskurses durch einen sich \u00fcberlebten NATO-Kriegspakt. Unterst\u00fctzen wir durch unsere Stimme und Tat die friedliche L\u00f6sung aller strittigen Fragen in einer multipolaren Welt. <\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Scott Ritter<\/strong> (USA), ehemaliger UN-Waffeninspekteur im Irak: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/oC2_TtF1DvU\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>&#8222;Atomwaffen, Demokratie und der Tiefe Staat&#8220;<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Scott Ritter lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Atomwaffen, Demokratie und der Tiefe Staat<\/p>\n<p class=\"western\">Von Scott Ritter<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Der als Whistleblower bekannt gewordene ehemalige UN-Waffeninspekteur Scott Ritter hielt in der Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 15. April den folgenden Vortrag. (\u00dcbersetzung aus dem Englischen.)<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">Vielen Dank, da\u00df Sie mich eingeladen haben. Es mag wie eine seltsame Kombination klingen: \u201eAtomwaffen, Demokratie und der Tiefe Staat\u201c. Ich besch\u00e4ftige mich schon seit 1987\/88 mit R\u00fcstungskontrolle, als Ronald Reagan und Michail Gorbatschow den Vertrag \u00fcber nukleare Mittelstreckenwaffen (INF) unterzeichneten, mit dem ein R\u00fcstungskontrollregime begann, das nicht nur die Zunahme der Atomwaffen begrenzte, sondern sogar ganze Kategorien von Atomwaffen abschaffte.<\/p>\n<p class=\"western\">Damals erschien die R\u00fcstungskontrolle als ein Teil der Regierungspolitik. Die meisten Amerikaner waren sich gar nicht bewu\u00dft dar\u00fcber, wieviele verschiedene Institutionen, Beh\u00f6rden, Abteilungen und Personal an diesen beh\u00f6rden\u00fcbergreifenden Bem\u00fchungen beteiligt waren, damit dieser Vertrag Wirklichkeit wurde.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber wenn Sie so denken &#8211; und ich dachte das damals auch, obwohl ich selbst aktiv daran beteiligt war -, dann haben Sie sich geirrt. Denn man mu\u00df sich vor Augen f\u00fchren, was im Juni 1982 im Vorfeld dieser erfolgreichen Umsetzung der R\u00fcstungskontrolle passiert ist.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">1982 waren die Abr\u00fcstungsverhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion praktisch eingefroren, sie redeten einfach nicht miteinander. Die ganze Welt sah, wie sowohl die Vereinigten Staaten als auch die Sowjetunion anfingen, Kategorien von Kernwaffen zu stationieren, die den Frieden und die Sicherheit in Europa und damit auch weltweit bedrohten.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Aber am 22. Juni 1982 geschah etwas Erstaunliches: Eine Million Amerikaner versammelten sich im Central Park von New York City und gaben der US-Regierung ein klares Signal, da\u00df wir, das Volk der Vereinigten Staaten von Amerika, mit diesem Zustand nicht zufrieden waren; da\u00df wir nukleare Abr\u00fcstung und R\u00fcstungskontrolle forderten. Ausgerechnet ein so konservativer Pr\u00e4sident wie Ronald Reagan &#8211; der die Sowjetunion vehement verurteilte und sie wiederholt als das \u201eReich des B\u00f6sen\u201c bezeichnete -, dieser Pr\u00e4sident erhielt den n\u00f6tigen politischen Freiraum, um die Notwendigkeit der R\u00fcstungskontrolle in Betracht zu ziehen. Dies f\u00fchrte zu einer Wiederaufnahme der Gespr\u00e4che, einer Wiederaufnahme des Dialogs und, wie ich bereits sagte, zur Unterzeichnung und Umsetzung des Vertrags \u00fcber nukleare Mittelstreckenwaffen und sp\u00e4ter des Vertrags \u00fcber die Reduzierung strategischer Waffen (START).<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Die Doktrin des \u201epr\u00e4ventiven Atomkriegs\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Wir befinden uns heute in einer Situation, in der die R\u00fcstungskontrolle so gut wie tot ist. Wie 1982 haben wir eine Situation, in der die Vereinigten Staaten und Ru\u00dfland einfach nicht miteinander reden; es gibt keine Verhandlungen. Das letzte \u00dcberbleibsel der R\u00fcstungskontrolle, der neue START-Vertrag, l\u00e4uft im Februar 2026 aus. Wenn er nicht durch einen neuen R\u00fcstungskontrollvertrag ersetzt wird, bedeutet das, da\u00df die Vereinigten Staaten und Ru\u00dfland in ein sehr gef\u00e4hrliches nukleares Wettr\u00fcsten ohne jeglichen Kontrollmechanismus verwickelt sein werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Wie kommen wir aus dieser Situation heraus? Die meisten Amerikaner glauben, da\u00df wir darauf warten m\u00fcssen, da\u00df die US-Regierung zur Vernunft kommt und das Richtige tut. Aber die amerikanische Regierung ist nicht mehr die gleiche wie in den 1980er Jahren.<\/p>\n<p class=\"western\">Damals, in den 1980er Jahren, gab es den sogenannten \u201eInter-Agency-Proze\u00df\u201c, d.h. einen Proze\u00df, bei dem sich die verschiedenen Ministerien und Beh\u00f6rden der US-Regierung in politischen Fragen der nationalen Sicherheit miteinander abstimmten. Sie taten dies jedoch unter der Leitung des Pr\u00e4sidenten der Vereinigten Staaten, \u00fcber seinen Nationalen Sicherheitsberater und den Nationalen Sicherheitsrat. So konnte das amerikanische Volk diesen Proze\u00df beeinflussen, indem es dem Pr\u00e4sidenten signalisierte, da\u00df wir eine \u00c4nderung brauchen, da\u00df wir eine \u00c4nderung fordern. Der Pr\u00e4sident h\u00f6rte darauf, und er ordnete den beh\u00f6rden\u00fcbergreifenden Proze\u00df an, um die Bedingungen f\u00fcr eine erfolgreiche R\u00fcstungskontrolle zu schaffen.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Heute haben wir einen Pr\u00e4sidenten, Joe Biden, der im Wahlkampf f\u00fcr das Konzept der \u201e<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>sole purpose doctrine<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u201c (Doktrin des alleinigen Zwecks) geworben hat, d.h. da\u00df Amerikas Atomwaffenarsenal einzig und allein dazu dienen soll, andere L\u00e4nder, die \u00fcber Atomwaffen verf\u00fcgen, von einem Angriff auf die Vereinigten Staaten abzuschrecken. Wenn diese Abschreckung fehlschl\u00e4gt, w\u00fcrde ein au\u00dferordentlicher Strafschlag erfolgen, der so schrecklich w\u00e4re, da\u00df hoffentlich niemand versucht, die Vereinigten Staaten mit Atomwaffen anzugreifen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Fr\u00fcher hatten wir das unter der Bezeichnung \u201eMutually Assured Destruction\u201c (garantierte gegenseitige Zerst\u00f6rung).<\/p>\n<p class=\"western\">Aber das haben wir nicht mehr. Die Vereinigten Staaten haben jetzt eine Politik, die auf der Vorstellung beruht, da\u00df die Vereinigten Staaten nukleare Pr\u00e4ventivschl\u00e4ge aus nichtnuklearen Anl\u00e4ssen durchf\u00fchren k\u00f6nnen. Kurz gesagt, wann immer die Vereinigten Staaten es f\u00fcr n\u00f6tig halten, Atomwaffen einzusetzen, k\u00f6nnen wir sie vom Standpunkt der Doktrin einsetzen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das ist eine au\u00dferordentlich gef\u00e4hrliche Situation. Und Joe Biden hat sie richtig als solche erkannt. Um ehrlich zu sein, hatte das auch Barack Obama vor ihm, der diese pr\u00e4emptive nukleare Strategie von George W. Bush erbte. Aber Barack Obama war acht Jahre lang nicht in der Lage, das nukleare Establishment, den beh\u00f6rden\u00fcbergreifenden Proze\u00df, dazu zu bringen, einen angemessenen Weg zu finden, um von der Pr\u00e4emption zum alleinigen Zweck \u00fcberzugehen. Joe Biden, als Oberbefehlshaber, wollte das tun.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Im Dezember letzten Jahres habe ich an einer Art Erinnerungstreffen von Unterh\u00e4ndlern, Implementierern und Waffeninspektoren teilgenommen, die mit dem Vertrag \u00fcber nukleare Mittelstreckenwaffen zu tun hatten. Wir hatten einen Gast bei diesem Treffen, ein hochrangiges Mitglied der Biden-Administration, das f\u00fcr R\u00fcstungskontrolle zust\u00e4ndig ist. Dieser Person wurde die Frage gestellt: \u201eWie kann es sein, da\u00df der Oberbefehlshaber &#8211; die m\u00e4chtigste Exekutive, der Mann, der daf\u00fcr verantwortlich ist &#8211; diese Politik nicht umsetzen kann? Er hat gesagt, da\u00df er es das tun will, warum ist es nicht passiert?\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Die Antwort war, die \u201eInter-Agency\u201c sei dazu noch nicht bereit.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Das ist eine erstaunliche Aussage, denn es war nicht die Rede von einem beh\u00f6rden\u00fcbergreifenden <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Proze\u00df<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, bei dem sich die Abteilungen untereinander abstimmen; er sprach von der Inter-Agency wie von einer eigenen Institution, einem eigenen <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Wesen<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">. Wer von uns amerikanischen B\u00fcrgern hat f\u00fcr diese Inter-Agency gestimmt? Wer hat diese Inter-Agency ausgew\u00e4hlt? Wie ist diese zwischenbeh\u00f6rdliche Einrichtung entstanden, und warum darf sie ein Vorhaben blockieren, das von einer Person vorgegeben wird, die vom amerikanischen Volk gew\u00e4hlt wurde?<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Das ist die Gefahr; das ist der Tiefe Staat. Die Inter-Agency, wie sie derzeit besteht, ist die lebende Manifestation dessen, was die Leute den \u201eTiefen Staat\u201c nennen: ein nicht gew\u00e4hltes Gremium von B\u00fcrokraten, Experten und Technokraten, dessen einziger Zweck es ist, einen Mechanismus in Bezug auf die nationale Sicherheit zu schaffen, um die politische Macht zu erhalten. Sie sind m\u00e4chtiger als der Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir m\u00fcssen also wieder auf die Frage der Demokratie zur\u00fcckkommen. Wie kommen wir, das Volk, aus dieser Situation heraus? Denn wir haben gesehen, wenn wir einfach dasitzen und darauf warten, da\u00df die Regierung das Richtige tut, da\u00df dann selbst ein Pr\u00e4sident, der durch demokratische Prozesse gew\u00e4hlt wurde und der im Wahlkampf gesagt hat, da\u00df er die Doktrin der Pr\u00e4ventivschl\u00e4ge \u00e4ndern will, dazu nicht in der Lage war. Er wurde durch diesen nicht gew\u00e4hlten Kl\u00fcngel, der sich \u201eInter-Agency\u201c nennt, blockiert.<\/p>\n<p class=\"western\">Den Tiefen Staat besiegen<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn wir die Inter-Agency nicht w\u00e4hlen, wie k\u00f6nnen wir sie dann \u00e4ndern? Die Antwort ist, wir m\u00fcssen deutlich machen, da\u00df wir diese Inter-Agency nicht akzeptieren!<\/p>\n<p class=\"western\">Wie k\u00f6nnen wir das tun? Ich m\u00f6chte die Menschen nur daran erinnern, was im Juni 1982 geschah, als eine Million Amerikaner auf die Stra\u00dfe gingen und deutlich machten, da\u00df sie nichts weniger als eine konzertierte Aktion zur nuklearen Abr\u00fcstung und R\u00fcstungskontrolle tolerieren w\u00fcrden. Das m\u00fcssen wir wieder tun, und die Wahl 2024 wird, glaube ich, als eine der wichtigsten Wahlen nicht nur in der amerikanischen, sondern in der Weltgeschichte in die Geschichte eingehen. Denn sollten wir es nicht schaffen, eine F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit einzusetzen, die nicht nur an die R\u00fcstungskontrolle glaubt, sondern auch bereit ist, die Kontrollmechanismen des Tiefen Staates zu umgehen, dann bef\u00fcrchte ich, da\u00df es in f\u00fcnf Jahren gar nicht mehr m\u00f6glich sein wird, einen solchen Dialog, ein solches Art Seminar wie hier zu haben. Und warum? Weil die meisten von uns nicht mehr hier sein werden, weil es einen Atomkonflikt geben wird! Wir befinden uns am Rande eines nuklearen Abgrunds, den wir selbst geschaffen haben.<\/p>\n<p class=\"western\">Der Atomwaffeneinsatz wird von Doktrinen bestimmt, die von nuklearer Pr\u00e4emption sprechen. Die Russen sind so frustriert und besorgt \u00fcber diese amerikanische Strategie, da\u00df man im russischen Establishment dar\u00fcber nachdenkt, die eigene Doktrin zu \u00e4ndern und die Pr\u00e4emption einzubeziehen. Wir sehen es an den Nordkoreanern, die von einem nuklearen Pr\u00e4ventivschlag sprechen &#8211; warum? Alle sind besorgt \u00fcber die Vereinigten Staaten von Amerika; alle sind besorgt \u00fcber die amerikanische Nuklearstrategie und die unverantwortlichen Worte und Taten der amerikanischen politischen F\u00fchrung und des nicht gew\u00e4hlten Tiefen Staats. Wenn wir dasitzen und nichts tun, sind wir auf dem Weg in die Katastrophe.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Sie wissen, da\u00df die Gruppe amerikanischer Atomwissenschaftler &#8211; das <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Bulletin of the Atomic Scientists<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> &#8211; eine sogenannte Atomuhr erstellt. Sie haben die Uhr k\u00fcrzlich auf 90 Sekunden gestellt. Ich denke, das ist irref\u00fchrend; das impliziert, da\u00df wir Zeit haben. Wir haben aber keine Zeit. Der tats\u00e4chliche Stand der Atomuhr ist eine halbe Sekunde vor zw\u00f6lf, weniger als das. Es braucht nur einen Klick und alles ist vorbei. Alles ist so positioniert, da\u00df es jeden Moment klick machen kann. Ein Fehler, eine Fehlkalkulation, eine Fehleinsch\u00e4tzung und die Atomwaffen werden eingesetzt. Und wenn sie einmal abgefeuert sind, dann gibt es keinen begrenzten Atomschlag mehr. Es wird zu einem totalen nuklearen Konflikt kommen, und wir werden alle sterben. Das ist die Realit\u00e4t der Situation, mit der wir, das amerikanische Volk und alle Menschen auf der Welt, heute konfrontiert sind.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Kurz gesagt, wenn Sie die nukleare Abr\u00fcstung und R\u00fcstungskontrolle nicht zum wichtigsten Ziel machen, dann liegen Sie falsch. Alles andere ist auch wichtig, das bestreite ich nicht. Aber nichts anderes ist noch wichtig, wenn es die Welt nicht gibt. Das einzige, was die Welt morgen zerst\u00f6ren kann, sind Atomwaffen in den H\u00e4nden der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir sollten uns also alle f\u00fcr die St\u00e4rkung des amerikanischen Volkes einsetzen, damit wir diesem Konzept der Demokratie wieder eine Stimme geben und unsere gew\u00e4hlten Vertreter in die Schranken weisen k\u00f6nnen, um so diesem nicht gew\u00e4hlten Tiefen Staat oder der \u201eInter-Agency\u201c ein Ende zu setzen. Ich danke Ihnen vielmals.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Adolfo P\u00e9rez Esquivel<\/strong> (Argentinien), B\u00fcrgerrechtler und Friedensnobelpreistr\u00e4ger (1980): <strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/4Eg5CxA6HHY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>Gru\u00dfbotschaft an die Konferenz<\/em><\/a><\/strong><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Gru\u00dfbotschaft von Adolfo P\u00e9rez Esquivel lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Botschaft an die Konferenz von Adolfo P\u00e9rez Esquivel, Friedensnobelpreistr\u00e4ger 1980, vorgestellt von Juan Carrero aus Spanien<\/p>\n<p>Guten Tag! Mein Name ist Juan Carrero, Pr\u00e4sident der Stiftung S&#8217;Olivar mit Sitz auf Mallorca. Mir wird heute eine doppelte Ehre zuteil. Zum einen habe ich die Ehre, eine Botschaft von Adolfo P\u00e9rez Esquivel zu \u00fcbermitteln, der nicht nur seit einem halben Jahrhundert unser lieber Weggef\u00e4hrte und Lehrer in der Bewegung f\u00fcr Gewaltlosigkeit, sondern auch internationaler Pr\u00e4sident von SERPAJ, dem Servicio Paz y Justicia, ist, der die V\u00f6lker auf dem Weg der Gerechtigkeit und des Friedens begleitet.Seine wertvollen Bem\u00fchungen in Lateinamerika wurden 1980 zu Recht mit dem Friedensnobelpreis gew\u00fcrdigt; damals herrschten noch andere Zeiten im Nobel-Institut und im norwegischen Parlament. Seitdem ist Esquivels Gro\u00dfz\u00fcgigkeit nur noch gewachsen. Es gibt kein globales Anliegen, dem er gleichg\u00fcltig gegen\u00fcbersteht. Neben vielen anderen internationalen Engagements hat er uns bei unseren Bem\u00fchungen um Frieden, Gerechtigkeit, Wahrheit und Vers\u00f6hnung in Ruanda und der Demokratischen Republik Kongo, dem Schauplatz der gr\u00f6\u00dften Massaker seit dem Zweiten Weltkrieg, stets tatkr\u00e4ftig unterst\u00fctzt.Um unsere Bem\u00fchungen zu unterst\u00fctzen, schlug er mich sogar mehrere Jahre lang f\u00fcr den Friedensnobelpreis vor, und so wurde ich mit seiner Hilfe der spanische Kandidat mit der gr\u00f6\u00dften Unterst\u00fctzung aller Zeiten: von der einstimmigen Unterst\u00fctzung durch das spanische Parlament bis zur Unterst\u00fctzung durch Tausende von Institutionen, Pers\u00f6nlichkeiten und Organisationen.Zusammen mit Lanza del Vasto, dem direkten Sch\u00fcler Mahatma Gandhis in Europa, war Adolfo f\u00fcr meine Frau Susana und mich das Bindeglied, das uns f\u00fcr alle Zeiten untrennbar mit Mahatma Gandhi und Dr. Martin Luther King verbindet. Uns sind beide eine stets lebendige Pr\u00e4senz, die uns immer tief bewegt und in unserem Leben auf \u00fcberraschende und wirksame Weise gegenw\u00e4rtig ist.Meine zweite Ehre ist, wie gesagt, Adolfos Botschaft einem so wichtigen Ereignis wie der heutigen Konferenz des Schiller-Instituts zu \u00fcbermitteln. Hier ist also die Botschaft von Adolfo [P\u00e9rez Esquivel] zur Unterst\u00fctzung dieser Konferenz \u2013 eine Botschaft, die er durch mich an Sie alle \u00fcbermitteln will:<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eIch sende eine Umarmung des Friedens und der G\u00fcte, Juan, die die Welt in diesen Zeiten der Unsicherheit so sehr braucht. Eine Welt, die alles tun mu\u00df, um einen weiteren Krieg, diesmal einen Atomkrieg, zu vermeiden.Was ich zu dieser Konferenz des Schiller-Instituts beitragen kann, ist mein Aufruf an die Vereinten Nationen, mutig aufzustehen und die V\u00f6lker der Welt zum Widerstand aufzurufen, um dem Krieg ein Ende zu setzen und nicht l\u00e4nger eine Marionette der Gro\u00dfm\u00e4chte zu sein.Die Welt steht am Rande des Wahnsinns, weil die Machthaber ihre eigenen politischen, wirtschaftlichen und strategischen Vorherrschaftsinteressen \u00fcber das Leben stellen. Wir befinden uns an einem Wendepunkt, an dem dramatische und entscheidende Ver\u00e4nderungen in der Welt stattfinden, die einen hohen Preis in Form von Menschenleben, Hunger, Krankheiten und der Zerst\u00f6rung von Mutter Erde fordern.Es gibt zahlreiche Appelle, Frieden zu schaffen: von der Stimme von Papst Franziskus \u00fcber die Apelle von Pers\u00f6nlichkeiten und Regierungen bis hin zum Aufschrei der Menschen. Wir schlie\u00dfen uns t\u00e4glich diesen Forderungen nach Frieden an. Wir m\u00fcssen eine politische, aber vor allem eine humanit\u00e4re L\u00f6sung finden, um die zahlreichen Kriege zu beenden, die in der Welt gef\u00fchrt werden. \u00dcber viele dieser Kriege wird geschwiegen, wie z. B. \u00fcber die Kriege in Israel und Pal\u00e4stina, in Armenien und in verschiedenen afrikanischen L\u00e4ndern.Was den f\u00fcr die gesamte Menschheit so gef\u00e4hrlichen Krieg in der Ukraine betrifft, so gibt es mehrere Vorschl\u00e4ge, wie ein konstruktiver Dialog zustande kommen und der Krieg beendet werden kann. Aber leider wollen die Kriegsherren nichts davon h\u00f6ren, und sie fahren fort, ihre Waffen- und Geldlieferungen an die Ukraine zu erh\u00f6hen und den Konflikt anzuheizen. Es handelt sich um einen Krieg, der von Gro\u00dfm\u00e4chten wie den Vereinigten Staaten und der NATO sowie von strategischen und politischen Interessen provoziert wird, die ihre weltweite Hegemonie sichern wollen.Die Welt ist im Wandel, und wenn wir \u00fcberleben und unseren Planeten Erde, unser gemeinsames Haus, retten wollen, brauchen wir einen neuen Sozialpakt des Zusammenlebens zwischen den Menschen und Mutter Erde. Um dies zu erreichen, mu\u00df das Gleichgewicht wiederhergestellt werden, das heute nicht mehr besteht und die Menschheit der sozialen Gewalt unterwirft. Die Besonnenheit, die Beziehungen zwischen den V\u00f6lkern und die Spiritualit\u00e4t sind verloren gegangen. Wir stehen vor der Verbannung Gottes, seinem Exil.Die Vereinten Nationen sind eine echolose Kammer, die von den Vereinigten Staaten geleitet wird. Und die OAS ist eine koloniale Organisation. Europa hat seine Stimme verloren und ist zu einer kolonialen Enklave der Vereinigten Staaten geworden.Um eine Verhandlungsl\u00f6sung f\u00fcr die Kriege zu finden, ist es notwendig und dringend, da\u00df Religionen, Kirchen, Tempel, Moscheen, Synagogen und Kl\u00f6ster zu Gebets- und Aktionstagen aufrufen. Gewerkschaften und soziale Organisationen sollten Aktionen vorschlagen. Die UNESCO, P\u00e4dagogen, Wissenschaftler und Kommunikationsfachleute m\u00fcssen sich an der Rebellion des Gewissens gegen den Krieg beteiligen und Frieden fordern. Wir alle m\u00fcssen unsere Stimmen und Aktionen mit denen anderer verbinden, die den gleichen Weg gehen, bevor es zu sp\u00e4t ist.Wir m\u00fcssen uns an die Vergangenheit erinnern, um die Gegenwart zu erleuchten. Hiroshima und Nagasaki geh\u00f6ren nicht der Vergangenheit an. Die Menschheit leidet noch immer unter den Schrecken der Konzentrationslager, dem Holocaust und den Massakern.Die M\u00e4chte drohen mit dem Einsatz von Atomwaffen. Was k\u00f6nnen wir tun? Denen zurufen, die nicht h\u00f6ren wollen? Schreien, wo die Telefone und alle Verbindungen unterbrochen sind? Sie h\u00f6ren nur auf sich selbst.Aber wir d\u00fcrfen die Hoffnung nicht verlieren, da\u00df eine andere Welt m\u00f6glich ist, wenn wir unsere Anstrengungen und unseren Willen zum Frieden vereinen. Nicht Frieden als blo\u00dfe Abwesenheit von Kriegen und Konflikten, sondern als Frucht der Gerechtigkeit in br\u00fcderlichen Beziehungen zwischen Menschen und Nationen.Um den Krieg zu beenden, ist eine Rebellion der V\u00f6lker notwendig. Die am Krieg beteiligten Regierungen haben andere Ziele und Kriterien, um ihre Herrschaftsmacht zu st\u00e4rken. Soweit es um ihre pers\u00f6nlichen Interessen geht, z\u00e4hlen die Menschen nicht. Wir m\u00fcssen zu einem weltweiten Tag der Rebellion aufrufen und ein Ende der Kriege fordern, damit die Waffen zu Pflugscharen umgewandelt werden, wie der Prophet Jesaja vor Tausenden von Jahren verk\u00fcndet hat.Die Vereinten Nationen m\u00fcssen sich gegen den herrschenden Totalitarismus auflehnen und eine Generalversammlung der V\u00f6lker einberufen, die den Frieden wollen. Sie m\u00fcssen den Kriegen und der Heuchelei der Herrschenden ein Ende setzen. Sie m\u00fcssen ihre eigene Pr\u00e4ambel umsetzen: &#8222;Wir, die V\u00f6lker der Welt, wollen den Frieden&#8220;.<\/p>\n<p class=\"western\">Retten wir das Leben auf dem Planeten, unserem gemeinsamen Zuhause. Wir k\u00f6nnen nicht l\u00e4nger nur zuschauen; wir m\u00fcssen eine Rebellion der Werte und des Geistes starten, um diese Realit\u00e4t zu ver\u00e4ndern, die die gesamte Menschheit \u00fcberw\u00e4ltigt.<\/p>\n<p class=\"western\">Juan, Sie haben meine ganze Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung bei dieser gemeinsamen Herausforderung, zusammen mit so vielen Br\u00fcdern und Schwestern in der Welt Frieden zu schaffen. Ich w\u00fcnsche allen Teilnehmern der Konferenz viel Kraft und Hoffnung. Ich verbinde meine Stimme mit der der gesamten Menschheit.\u201c<\/p>\n<p>Adolfo P\u00e9rez Esquivel &#8212; Buenos Aires, 11. April 2023.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/JL1ZSX1m7EI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Wolfgang Effenberger<\/strong><\/a> (Deutschland), Autor, \u201ePax americana\u201c(2004) &amp; \u201eDie untersch\u00e4tzte Macht Von Geo- bis Biopolitik Oligarchen transformieren die Welt\u201c (2022).<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Wolfgang Effenberger im Wortlaut lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Von Wolfgang Effenberger<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Wolfgang Effenberger ist Publizist und Autor der B\u00fccher \u201ePax Americana\u201c (2004) und \u201eDie untersch\u00e4tzte Macht von Geopolitik bis Biopolitik \u2013 Oligarchen transformieren die Welt\u201c (2022). In der Internetkonferenz des Schiller-Instituts hielt am 15. April hielt er den folgenden Vortrag.<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">Vielen Dank f\u00fcr die Einladung zur Veranstaltung des Schiller-Instituts \u201eStoppt die Atomkriegsgefahr jetzt!\u201c Dank an alle, die an dieser Konferenz teilnehmen.<\/p>\n<p class=\"western\">Liebe Friedensbewegte, in wenigen Tagen j\u00e4hrt sich zum 77. Mal die historische Begegnung von amerikanischen und sowjetischen Soldaten in Torgau. Das Bild vom \u201eHandschlag von Torgau\u201c auf der zerst\u00f6rten Elbbr\u00fccke ging um die Welt; es stand damals als Zeichen f\u00fcr das bevorstehende Kriegsende und die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft und hat mich schon als Sch\u00fcler sehr bewegt.<\/p>\n<p class=\"western\">Heute wird mit dem Bild symbolisch das Ende des Zweiten Weltkriegs sowie die Befreiung von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft verbunden; es vereint Erinnerung und Gedenken mit der Mahnung, den Frieden zu bewahren.<\/p>\n<p class=\"western\">Leider war die vor 78 Jahren mit dem Bild verbundene Hoffnung nur ein Trugbild. Denn w\u00e4hrend sich hier in Torgau amerikanische wie russische Soldaten an dem aufziehenden Frieden begeisterten, arbeiteten britische Generalstabsoffiziere bereits an dem <span style=\"color: #000000;\">von Winston Churchill in Auftrag gegebenen Kriegsplan \u201eOperation Unthinkable\u201c, der die damalige Sowjetunion zur\u00fcckwerfen und ein unabh\u00e4ngiges Polen wiederherstellen sollte. Angriffstermin mit \u00fcber 100 Divisionen, darunter auch Wehrmachtsverb\u00e4nde, die man nicht in die Kriegsgefangenschaft \u00fcberf\u00fchrt hatte, war der 1. Juli 1945: <\/span>Keine 10 Wochen nach dem Handschlag.<\/p>\n<p class=\"western\">Zu diesem Angriff kam es nicht, da Stalin rechtzeitig ultimativ forderte, die neben dem britischen Hauptquartier in Flensburg-M\u00fcrwik einquartierte deutsche Nachfolgeregierung unter D\u00f6nitz zu verhaften und die deutschen Soldaten in die Gefangenschaft zu \u00fcberf\u00fchren. Das geschah dann auch am 23. Mai 1945.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Anfang September 1945 beauftragte US-Pr\u00e4sident Harry S. Truman General Eisenhower mit der \u201eOperation TOTALITY\u201c. Mit 20 bis 30 Atombomben sollten 20 sowjetische Industriest\u00e4dte auf einen Schlag vernichtet werden. Derartige Pl\u00e4ne wurden st\u00e4ndig verfeinert.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Am 15. Mai 1947 verk\u00fcndete Truman seine Doktrin zur Eind\u00e4mmung der weiteren Ausdehnung der Sowjetunion.<\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Am 6. Juni 1947 folgte der Marshallplan. Er hatte das Ziel, Westeuropa gegen den Ostblock zu st\u00e4rken und der noch vom Krieg \u00fcberhitzten amerikanischen Wirtschaft Absatzm\u00e4rkte zu \u00f6ffnen. Mit der Annahme der Hilfe mu\u00dften die L\u00e4nder ihre finanzpolitische Souver\u00e4nit\u00e4t an Washington abtreten &#8211; der Beginn der \u00f6konomischen Kolonisierung Europas, die \u00fcbrigens gar nicht viel kostete (zwischen 1948 und 1952 flossen nur ca. 15 Mrd. US-Dollar).<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Am 26. Juli 1947 wurde der \u201eNational Security Act\u201c f\u00fcr die milit\u00e4rische Durchdringung der Welt verabschiedet, eines der wichtigsten Gesetze in der US-amerikanischen Nachkriegsgeschichte. Er ist bis heute die Grundlage weltweiter amerikanischer Milit\u00e4rmacht. Es ging darum, Europa f\u00fcr den Krieg gegen die Sowjetunion tauglich zu machen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Am 4. April 1949 wurde die NATO offiziell als Verteidigungsb\u00fcndnis gegen die Sowjetunion gegr\u00fcndet. Der erste Generalsekret\u00e4r der NATO und Chefplaner von Unthinkable, Lord Ismay, formulierte salopp die wirkliche Aufgabe der NATO, n\u00e4mlich \u201edie Russen drau\u00dfen, die Amerikaner drinnen und die Deutschen unten zu halten\u201c.<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>2 <\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\">Im B\u00fcndnisvertrag wurde festgehalten, da\u00df wirtschaftlicher Wiederaufbau und wirtschaftliche Stabilit\u00e4t wichtige Elemente der Sicherheit seien &#8211; daher der Marshallplan.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Ab 1991 trat dann ein osteurop\u00e4isches Land nach dem anderen der NATO bei; in der Erwartung finanzieller und wirtschaftlicher Hilfe. Und als der gew\u00e4hlte Staatschef der Ukraine Janukowitsch die milit\u00e4risch-politische Zusammenarbeit mit der EU (und damit mit der NATO) nicht unterschrieb, wurde kurzerhand weggeputscht. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Am 4. April 2023, auf den Tag genau 74 Jahre nach der Gr\u00fcndung der NATO und mitten in dem Konflikt, den Janukowitsch vorausgesehen hatte, wurde Finnland mit gro\u00dfem Pomp in die NATO aufgenommen.<\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Am gleichen Tag titelte die US-Milit\u00e4rzeitschrift <\/span><span style=\"color: #000000;\"><i>Stars and Stripes<\/i><\/span><span style=\"color: #000000;\"> \u201eMit dem Beitritt Finnlands zur US-gef\u00fchrten Allianz verdoppelt die NATO ihre Landgrenze zu Russland\u201c.<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>3<\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Die Ostflanke der NATO wurde durch den Beitritt Finnlands zum 31. Mitglied gest\u00e4rkt, das damit seine milit\u00e4rische Schlagkraft in der arktischen Region erh\u00f6ht hat, wo die Verb\u00fcndeten nach eigener Aussage nun besser in der Lage sind, weitere russische Aggressionen abzuwehren. Der Beitritt Finnlands, das \u00fcber eines der gr\u00f6\u00dften Artilleriearsenale in Europa und eine wehrpflichtige Bodentruppe verf\u00fcgt, die im Krisenfall bis zu einer Million Reservisten aufbieten kann, beendet die jahrzehntelange milit\u00e4rische Blockfreiheit des nordischen Staates.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Am 19. Dezember 1949 verabschiedeten die USA den Kriegsplan \u201eDropshot\u201c, mit dem 1957 die Sowjetunion angegriffen werden sollte, um die neue Supermacht samt ihrer aggressiven Agenda und ihren Weltmachtambitionen in Schach zu halten.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Zum Vergleich:<\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Im Zweiten Weltkrieg starben ann\u00e4hernd ca. 1 Million US-Soldaten, w\u00e4hrend die Sowjetunion weit \u00fcber 20 Millionen Kriegstote zu beklagen hatte.<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>4<\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Die USA blieben von Zerst\u00f6rungen verschont, die Fabrikschornsteine rauchten, unvorstellbare Gewinne wurden eingefahren. Gro\u00dfe Teile der Sowjetunion hatte der Krieg dagegen zerst\u00f6rt und die Industrie nachhaltig besch\u00e4digt. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">In der \u201eGrundannahme\u201c von \u201eDropshot\u201c hei\u00dft es w\u00f6rtlich: \u201eAm oder um den 1. Januar 1957 ist den Vereinigten Staaten durch einen Aggressionsakt der UdSSR und\/oder ihrer Satelliten ein Krieg aufgezwungen worden.\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>5<\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Daraufhin sollten 300 Atombomben und 29.000 hochexplosive Bomben auf 200 Ziele in einhundert St\u00e4dten abgeworfen werden, um 85 Prozent der industriellen Kapazit\u00e4t der Sowjetunion mit einem einzigen Schlag zu vernichten. Der Zeitpunkt war zweifellos auf den urspr\u00fcnglich geplanten Abschlu\u00dftermin der Remilitarisierung Westdeutschlands abgestimmt. Als dann jedoch 1957 der fiepsende Sputnik seine Kreise um die Erde zog, mu\u00dften die Kriegsplanungen \u00fcberarbeitet werden.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Mit der \u201eNational Security Decision Directive 54\u201c (NSDD-54) vom 2. September 1982 wurde ein Instrument geschaffen, mit dem der gesamte Sowjetblock subversiv untergraben werden konnte. Ein Staat nach dem anderen wurde mit dem Versprechen amerikanischer Unterst\u00fctzung zur Abl\u00f6sung von der Sowjetunion veranla\u00dft. Neben destruktiven Operationen (\u201eUnterminierung der Milit\u00e4rkapazit\u00e4ten des Warschauer Pakts\u201c) wurden \u00f6konomische Anreize geschaffen, vor allem die Aussicht auf Kredite und kulturell-wissenschaftlichen Austausch.<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>6<\/sup><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Als Weiterentwicklung und Erg\u00e4nzung dienen die Langzeitstrategiepapiere TRADOC 525-5 von 1994 und 525-3-1 (\u201eWin in a Complex World 2020-2040\u201c) von 2014.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Gezielt wurden Ru\u00dfland und China als bedrohliche Feinde aufgebaut, um die milit\u00e4rische Schutzmacht USA durch die NATO und durch verschiedene asiatische Verteidigungsb\u00fcndnisse zu etablieren.<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>7<\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\"> Schon 1945 hatte der US-Philosoph James Burnham orakelt, die USA seien dazu berufen, \u201ein der Auseinandersetzung mit den anderen Superm\u00e4chten die Weltmacht zu erringen\u201c.<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>8<\/sup><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Anfang August 2017 \u00e4u\u00dferte sich der Publizist und ehemalige stellvertretende Finanzminister unter US-Pr\u00e4sident Ronald Reagan, Paul Craig Roberts, best\u00fcrzt \u00fcber die drohende Kriegsgefahr: \u201eZwei Jahrzehnte lang haben die Regime von Clinton, George W. Bush und Obama den russischen B\u00e4ren mit St\u00f6cken, Steinen und b\u00f6sen Worten beworfen. Die USA haben ein Sicherheitsabkommen nach dem anderen gebrochen und aufgek\u00fcndigt und die Bedrohung Ru\u00dflands durch die Durchf\u00fchrung von Kriegsspielen an Ru\u00dflands Grenzen, die Inszenierung eines Staatsstreichs in der Ukraine, einer Provinz, die seit Jahrhunderten zu Ru\u00dfland geh\u00f6rt, und durch einen kontinuierlichen Strom falscher Anschuldigungen gegen Ru\u00dfland noch verst\u00e4rkt\u201c.<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>9<\/sup><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Als Reaktion auf diese unverantwortliche, gedankenlose und r\u00fccksichtslose &#8211; und von den Medien ignorierte &#8211; Politik gegen\u00fcber Ru\u00dfland seien die russischen Milit\u00e4rplaner zu dem Schlu\u00df gekommen, da\u00df Washington einen atomaren \u00dcberraschungsangriff auf Ru\u00dfland vorbereitet.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">\u201eDies ist das alarmierendste Ereignis meines Lebens\u201c, so Roberts. Jetzt, \u201eda Washingtons kriminelle Verr\u00fcckte Ru\u00dfland davon \u00fcberzeugt haben, da\u00df es in Washingtons Kriegspl\u00e4ne eingebunden ist, hat Ru\u00dfland keine andere Wahl, als sich auf einen Erstschlag vorzubereiten\u201c.<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>10<\/sup><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Angesichts der derzeitigen Lage in der Ostukraine sieht es so aus, als habe sich Ru\u00dfland nicht rechtzeitig ger\u00fcstet, die vom Westen unterst\u00fctzte Ukraine dagegen sehr wohl.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Was Angela Merkel am 7. Dezember in einem <\/span><span style=\"color: #000000;\"><i>ZEIT<\/i><\/span><span style=\"color: #000000;\">-Interview erkl\u00e4rt hatte, wurde jetzt auch von Francois Hollande, dem Pr\u00e4sidenten von Frankreich zwischen 2012 und 2017 best\u00e4tigt. \u201eDas Minsk-Abkommen war nur eine T\u00e4uschung, um der Ukraine mehr Zeit zu verschaffen, sich auf den Krieg mit Russland vorzubereiten.\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>11<\/sup><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><a name=\"Bookmark\"><\/a><span style=\"color: #000000;\">Der Kreml sieht inzwischen in den Minsker Vereinbarungen ein T\u00e4uschungsman\u00f6ver. In einem Gespr\u00e4ch mit <\/span><span style=\"color: #000000;\"><i>Rossija<\/i><\/span><span style=\"color: #000000;\">-Moderator Pawel Sarubin erkl\u00e4rte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow am 9. April 2023, da\u00df dadurch die Situation nur versch\u00e4rft und die Milit\u00e4roperation n\u00e4her gebracht habe: \u201eJa, das mit den Minsker Vereinbarungen war ein<\/span> <span style=\"color: #111111;\">\u201eHu\u0308tchenspiel\u201c . Wir wurden get\u00e4uscht, und das hat die Situation eskalieren lassen\u201c.<\/span><span style=\"color: #111111;\"><sup>12<\/sup><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Wie wird es weitergehen? Vermutlich mit weiteren Provokationen und Anschl\u00e4gen, die Ru\u00dfland angelastet werden. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Wie kann einer derart heuchlerischen imperialen Politik Einhalt geboten werden? Die UN ist dazu anscheinend nicht in der Lage. So mu\u00df die Welt &#8211; V\u00f6lkerbund 1919 und UN 1945 waren aus dem Denken des Krieges entstanden &#8211; endlich zu einer Gemeinschaft finden, die im Geist des Friedens entsteht<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>13<\/sup><\/span><span style=\"color: #000000;\"> und in der Lage ist, jede friedensfeindliche Politik zu sanktionieren.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">In den Handreichungen des US-Kongresses vom 15. November 2022 wird aus der neuen Nationalen Sicherheitsstrategie vom 27. Oktober 2022 zitiert:<\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">\u201eDie Vereinigten Staaten sind eine globale Macht mit globalen Interessen. Wir sind in jeder Region st\u00e4rker, weil wir uns auch in den anderen Regionen engagieren. Wenn eine Region im Chaos versinkt oder von einer feindlichen Macht beherrscht wird, wirkt sich dies nachteilig auf unsere Interessen in den anderen Regionen aus.\u201c <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Weiter hei\u00dft es im Kongre\u00dfpapier:<\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">\u201e\u2026die politischen Entscheidungstr\u00e4ger der USA verfolgen das Ziel, <\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">das Entstehen regionaler Hegemonen in Eurasien zu verhindern\u2026 die milit\u00e4rischen Operationen der USA im Ersten und Zweiten Weltkrieg sowie zahlreiche milit\u00e4rische Operationen der USA und allt\u00e4gliche Operationen seit dem Zweiten Weltkrieg \u2026haben offenbar zu einem nicht geringen Teil zur Unterst\u00fctzung dieses Ziels beigetragen.\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>14<\/sup><\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Seit \u00fcber einem Jahrhundert geht es vor allem darum, den Reichtum einer Gruppe von Tycoons in der Londoner City und an der Wall Street zu mehren. Ein Blick auf die aktuellen Finanzstr\u00f6me best\u00e4tigt das. So scheinen die Finanzeliten in den USA und in Gro\u00dfbritannien wenig Interesse an einer Beilegung des Ukraine-Konflikts zu haben.<\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Heute m\u00f6chten uns die gleichen Kreise in einen Dritten Weltkrieg f\u00fchren. Es w\u00e4re \u00e4u\u00dferst tragisch, wenn Thomas Manns Appell an die Europ\u00e4ischen H\u00f6rer 1953 ungeh\u00f6rt verhallen w\u00fcrde. Er hatte im amerikanischen Exil die Neigung der USA erkannt, \u201eEuropa als \u00f6konomische Kolonie, milit\u00e4rische Basis, Glacis im zuk\u00fcnftigen Atom-Kreuzzug gegen Ru\u00dfland zu behandeln, als ein zwar antiquarisch interessantes und bereisenswertes St\u00fcck Erde, um dessen vollst\u00e4ndigen Ruin man sich aber den Teufel scheren wird, wenn es den Kampf um die Weltherrschaft gilt.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Nach dem US-amerikanischen V\u00f6lkerrechtler und ehemaligen UN-Beamten Alfred de Zayas &#8211; er war von Mai 2012 bis April 2018 unabh\u00e4ngiger Experte des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen f\u00fcr die F\u00f6rderung einer demokratischen und gerechten internationalen Ordnung &#8211; braucht es eine starke Botschaft aus der Zivilbev\u00f6lkerung und\/oder der BRICS-Staaten, sonst dauert der Krieg endlos oder m\u00fcndet im Armageddon.<sup>15<\/sup><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Der Globus darf nicht l\u00e4nger Spielball einer verantwortungslosen Finanzoligarchie sein, die den Boden f\u00fcr eine r\u00fccksichtslose Ausbeutung bereitet.\u201c<\/span><span style=\"color: #000000;\"><sup>16<\/sup><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\">Werfen wir das unheilvolle Narrativ \u201ehier das Gute, dort das B\u00f6se\u201c in den M\u00fclleimer der Geschichte! <\/span><\/p>\n<p class=\"western\">\u00c4chten wir den Krieg! Und vor allem:<\/p>\n<p class=\"western\">Wagen wir mehr Menschlichkeit!<\/p>\n<p class=\"western\">Anmerkungen:<\/p>\n<p class=\"western\">1. Antony Beevor: <i>Der Zweite Weltkrieg<\/i>. 1. Auflage. M\u00fcnchen 2014,&nbsp; S. 866 f.<\/p>\n<p class=\"western\">2. <i>https:\/\/internationalepolitik.de\/de\/nordatlantische-allianz<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">3. <i>https:\/\/www.stripes.com\/theaters\/europe\/2023-04-04\/nato-finland-blinken-9700526.html<\/i><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\"><span style=\"font-family: Arial, sans-serif;\"><span style=\"font-size: small;\">4. <\/span><\/span><\/span><i>https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1184660\/umfrage\/amerikanische-verluste-waehrend-des-zweiten-weltkrieges\/<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">5. Diese Dokumente wurden sp\u00e4ter freigegeben und unter dem Namen <i>Dropshot: The American Plan for World War III Against Russia in 1957 <\/i>(<span lang=\"zxx\">ISBN 0-8037-2148-X<\/span>) ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p class=\"western\">6. <i>https:\/\/irp.fas.org\/offdocs\/nsdd\/nsdd-54.pdf<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">7. Bereits im Herbst 1945 sah der Plan mit Namen TOTALITY (JIC 329\/1) einen Atomangriff auf die Sowjetunion mit 20 bis 30 Atombomben vor. Details in Kaku\/Axelrod 1987, S. 30\u201331.<\/p>\n<p class=\"western\">8. Zitiert wie <i>www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/kalenderblatt\/439652\/<\/i><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">9. <\/span><\/span><span lang=\"en-US\">Trump\u2019s Choices. Russian Military has Concluded that Washington is preparing a surprise Nuclear Attack on Russia, <\/span><span lang=\"en-US\"><i>https:\/\/www.globalresearch.ca\/trumps-choices-russian-military-has-concluded-that-washington-is-preparing-a-surprise-nuclear-attack-on-russia\/5602202<\/i><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\">10. Ebenda.<\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">11. <\/span><\/span><span lang=\"en-US\"><i>https:\/\/tkp.at\/2023\/01\/02\/nach-merkel-auch-hollande-minsk-abkommen-sollte-ukraine-nur-zeit-verschaffen\/<\/i><\/span><\/p>\n<p class=\"western\"><span style=\"color: #000000;\"><span lang=\"en-US\">12. <\/span><\/span><span lang=\"en-US\"><i>https:\/\/news.feed-reader.net\/24918-rossija.html<\/i><\/span><\/p>\n<p class=\"western\">13. Wolfgang Effenberger: Reformvorschlag der G4-Staaten (Brasilien, Deutschland, Indien und Japan) in Bezug auf eine Erweiterung des Sicherheitsrats vor dem Hintergrund der geopolitischen Interessen der USA<\/p>\n<p class=\"western\">14. <i>https:\/\/sgp.fas.org\/crs\/natsec\/IF10485.pdf<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">15. <span lang=\"zxx\"><i>https:\/\/www.counterpunch.org\/2023\/02\/15\/hersh-the-us-and-the-sabotage-of-the-nordstream-pipelines\/<\/i><\/span><\/p>\n<p class=\"western\">16. Sowohl in der Ukraine als auch in Serbien arbeitete Freedom House eng mit lokalen Gruppen zusammen, die f\u00fcr friedliche demokratische Revolutionen verantwortlich waren Zitiert aus <span lang=\"zxx\"><i>http:\/\/www.nrhz.de\/flyer\/beitrag.php?id=13484<\/i><\/span> (Original unter <span lang=\"zxx\"><i>http:\/\/www.freedomhouse.org\/template.cfm?page=249<\/i><\/span><i>,<\/i> abgerufen am 18. Mai 2008, nicht mehr im Netz). Das \u00fcberparteiliche Freedom House wurde am 10. November 1941 &#8211; einen Monat vor Kriegseintritt der USA &#8211; von Eleanor Roosevelt, Frau des demokratischen Pr\u00e4sidenten Franklin Roosevelt, und dem republikanischen Kandidaten von 1940, Wendell Willkie, gegr\u00fcndet. Als Ursache gibt Freedom House die zu dieser Zeit hoch im Kurs stehenden isolationistischen Tendenzen an. Zun\u00e4chst sollte der Nazismus, das totalit\u00e4re B\u00f6se in Deutschland, abgewehrt werden. Mit Kriegsende wurde der Kampf gegen das totalit\u00e4re B\u00f6se in der Sowjetunion aufgenommen, wobei Freedom House aggressiv den McCarthyism unterst\u00fctzte. Auf der anderen Seite setzte sich Freedom House f\u00fcr den Marshall-Plan und die Nato ein. Nach Beendigung des Kalten Krieges bem\u00fchte man sich vor allem um die \u201efragile democracies\u201c im ehemaligen Ostblock. Seit 2001 konnten B\u00fcros in der Ukraine, Polen, Ungarn, Bosnien, Serbien, Jordanien, Mexiko und einer Vielzahl von L\u00e4ndern in Zentralasien er\u00f6ffnet werden.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Dr. Alexander Bobrow<\/strong> (Ru\u00dfland), Dekan der Schule f\u00fcr Regierungs- und Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten der MGIMO Universit\u00e4t (Moskauer Staatsinstitut f\u00fcr Internationale Beziehungen): <em>\u201e<a href=\"https:\/\/youtu.be\/Ifqqdakwtpo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Die neue Sicherheitsarchitektur im Spiegel von Ru\u00dflands au\u00dfenpolitischem Konzept 2023\u201c.<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Dr. Alexander Bobrow lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Die neue Sicherheitsarchitektur im Spiegel von Ru\u00dflands Au\u00dfenpolitischem Konzept 2023<\/p>\n<p class=\"western\">Von Dr. Alexander Bobrow<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\"><i>Dr. Alexander Bobrow ist Dekan der Schule f\u00fcr Regierungs- und Ausw\u00e4rtige Angelegenheiten der MGIMO Universit\u00e4t (Moskauer Staatsinstitut f\u00fcr Internationale Beziehungen), \u00dcbersetzung aus dem Englischen.<\/i><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Vielen Dank, da\u00df Sie mich eingeladen haben. Ich m\u00f6chte mein Thema vorstellen und es dabei vermeiden, die Gedanken zu wiederholen, die von den brillanten Vorrednern ge\u00e4u\u00dfert wurden, nicht nur in Bezug auf den aktuellen Stand der Beziehungen zwischen dem Westen und Ru\u00dfland, sondern auch in Bezug auf alles, was mit der Entstehung der multipolaren Welt zu tun hat, die wir derzeit erleben und die nicht nur eine Idee von irgend jemandem ist, sondern eine objektive Tendenz, die eine Gruppe von L\u00e4ndern &#8211; insbesondere der Westen, die Vereinigten Staaten von Amerika, die Europ\u00e4ische Union &#8211; zu ignorieren versucht.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Ich habe mich nur deshalb f\u00fcr dieses Thema entschieden, weil vor etwa zwei Wochen das neue <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Au\u00dfenpolitische Konzept Ru\u00dflands<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> vorgestellt wurde, ein strategisches Dokument, das die wichtigsten Vorstellungen der russischen Staatsf\u00fchrung \u00fcber die Rolle unseres Landes in den internationalen Beziehungen zum Ausdruck bringt.<\/span><sup><span lang=\"de-DE\">1<\/span><\/sup><span lang=\"de-DE\"> Und man k\u00f6nnte dieses Dokument auch als einen gewissen Spiegel f\u00fcr das Drehbuch des Kremls im allgemeinen verwenden.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Es ist nicht das erste Mal, da\u00df die russische F\u00fchrung ein solches Dokument ver\u00f6ffentlicht. Es gab bereits 2016 und 2008, also ganz zu Beginn des 21. Jahrhunderts, Ausgaben davon, aber dies ist das allererste strategische Dokument, das bestimmte Fragen beantwortet.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Die erste w\u00e4re: Was ist Ru\u00dflands Vorstellung von der modernen Welt?<\/p>\n<p class=\"western\">Wir wissen ja, da\u00df unser Pr\u00e4sident Wladimir Putin oder Au\u00dfenminister Sergej Lawrow seit Anfang der 2000er Jahre die Idee einer multipolaren Welt vertreten. Aber dies ist das erste Mal, da\u00df diese Idee nicht nur in der Grundvorstellung, sondern auch in den Einzelheiten dieses Dokuments Gestalt annimmt. Wir versuchen zu zeigen, da\u00df diese multipolare Welt nicht nur aus einzelnen L\u00e4ndern als Zivilisationen bestehen mu\u00df &#8211; die Vereinigten Staaten von Amerika, Ru\u00dfland, China oder Indien -, sondern auch aus Regionen, die durch eine Reihe von multilateralen Abkommen und Organisationen vertreten sein k\u00f6nnten. Denn nat\u00fcrlich wird Lateinamerika nicht von einem Land vertreten, sondern von einer Gruppe von L\u00e4ndern. Das gleiche gilt f\u00fcr Afrika: Kein Land gilt als Alleinvertreter dieser Region, aber die afrikanischen L\u00e4nder als Gruppe haben jedes Recht, ihre Meinung zu \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p class=\"western\">Das strategische Dokument ist auch ein sehr guter Ausdruck der russischen Diplomatie.<\/p>\n<p class=\"western\">Als Dozent f\u00fcr Diplomatie stelle ich fest, da\u00df wir derzeit eine Krise der Diplomatie und der diplomatischen Grunds\u00e4tze im allgemeinen erleben. Es gibt verschiedene Beispiele f\u00fcr einseitige Aktionen der Vereinigten Staaten von Amerika oder ihrer europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten, insbesondere wenn sie die Beschl\u00fcsse des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen umgehen, wie wir es in Jugoslawien gesehen haben, im Irak und in Libyen, wo diese Operation, die das Gaddafi-Regime st\u00fcrzte, durch die Hintert\u00fcr lief.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich denke, diese Klarheit dieses wichtigen au\u00dfenpolitischen Konzepts ist auch sehr wichtig, um Moskaus Logik in Bezug auf die Zukunft der verschiedenen bilateralen und multilateralen Beziehungen zu verstehen. So sieht man zum Beispiel in dem Kapitel \u00fcber die regionalen Priorit\u00e4ten der russischen Au\u00dfenpolitik, da\u00df Ru\u00dfland derzeit den Beziehungen zu den GUS-L\u00e4ndern, zu China und Indien, zu afrikanischen oder nah\u00f6stlichen L\u00e4ndern Vorrang vor unseren bilateralen Beziehungen zu Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika einr\u00e4umt.<\/p>\n<p class=\"western\">Das ist zum ersten Mal so in unserer postsowjetischen Geschichte, w\u00fcrde ich sagen, denn jahrzehntelang, ja sogar jahrhundertelang, war die russische Au\u00dfenpolitik ziemlich eurozentrisch. Unsere Denkweise war in Abh\u00e4ngigkeit von den Tendenzen und Ereignissen in der euro-atlantischen Region gepr\u00e4gt. Jetzt versuchen wir, unsere Aufmerksamkeit auf neue Gravitationszentren zu lenken, in Asien, im Nahen Osten, in Afrika, in Lateinamerika und im Globalen S\u00fcden ganz allgemein, was auch insgesamt f\u00fcr die Entstehung dieser neuen multipolaren Welt sehr wichtig ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich freue mich auf unsere Fragen und Antworten, die gleich im Anschlu\u00df folgen werden, und ich m\u00f6chte Ihre Zeit nicht l\u00e4nger in Anspruch nehmen und daher ohne weiteres dem n\u00e4chsten Redner das Wort erteilen. Vielen Dank, da\u00df ich heute hier sein darf.<\/p>\n<p class=\"western\">Anmerkung:<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">1. Englische Fassung: <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>https:\/\/mid.ru\/en\/foreign_policy\/fundamental_documents\/1860586\/ <\/i><\/span><\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Oberstleutnant a.D. Ralph Bosshard<\/strong> (Schweiz), Schweizer Streitkr\u00e4fte; Berater, milit\u00e4rstrategische Angelegenheiten, <a href=\"https:\/\/youtu.be\/YMEzvxs_Yk8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>&#8222;Der Ukrainekrieg ist ein Indikator und Beschleuniger des westlichen Untergangs&#8220;.<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Oberstleutnant a.D. Ralph Bossard lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\"><span lang=\"de-DE\">Oberstleutnant a.D. Ralph Bosshard, <\/span><span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span lang=\"de-DE\">Schweizer Streitkr\u00e4fte; Berater, milit\u00e4rstrategische Angelegenheiten <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">\u201e<span style=\"font-family: Times New Roman, serif;\"><span lang=\"de-DE\">Der Ukrainekrieg ist ein Indikator und Beschleuniger des westlichen Untergangs\u201c. <\/span><\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">Der andauernde Krieg in der Ukraine ist wahrscheinlich ein Indikator und zugleich ein Beschleuniger f\u00fcr den Niedergang des Westens. Die politische Bedeutung Westeuropas schrumpft. Wir sehen das daran, da\u00df der Globale S\u00fcden rebelliert und es sich leisten kann, z.B. in der UN-Generalversammlung nicht nach den W\u00fcnschen des Westens zu stimmen.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">Die abnehmende wirtschaftliche Bedeutung des Westens <span lang=\"de-DE\">l\u00e4\u00dft<\/span> sich daran ablesen, da\u00df es dem Westen in neun Jahren st\u00e4ndig versch\u00e4rfter Sanktionen nicht gelungen ist, Ru\u00dfland zu einer \u00c4nderung seines Verhaltens zu zwingen. Heute sind die Sanktionen nur noch ein Teil der Bem\u00fchungen, Ru\u00dfland zu schaden; sie dienen keinem positiven Ziel mehr. Auch der Westen zeigt sich uneinig, und der Biden-Administration gelingt es kaum, ihre Verb\u00fcndeten und Freunde zu vereinen, indem sie Angst vor Ru\u00dfland sch\u00fcrt.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">Die Uneinigkeit zeigt sich nicht nur in Europa, sondern auch im Fernen Osten in Form der Unstimmigkeiten zwischen Frankreich und den AUKUS-L\u00e4ndern. Der Besuch Macrons in China hat auch grundlegende Differenzen innerhalb des westlichen Blocks offenbart. Macrons Thesen zur strategischen Unabh\u00e4ngigkeit Europas fanden m\u00f6glicherweise deshalb so viel Aufmerksamkeit, weil dies einer der wenigen Bereiche war, in denen zwischen Macron und Xi Jinping Einigkeit herrschte. Die Worte des chinesischen Staatschefs \u00fcber eine multipolare Welt waren wahrscheinlich Balsam auf Macrons Wunden.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">Verschiedene europ\u00e4ische L\u00e4nder verfolgen ihre eigenen geopolitischen Ambitionen: Polen will sein <i>Intermarium<\/i>-Konzept aus den 1920er Jahren umsetzen und vielleicht sogar das mittelalterliche Gro\u00dff\u00fcrstentum Litauen wiederherstellen. Frankreich m\u00f6chte weiterhin die Rolle der Grande Nation in der Welt spielen, Italien tr\u00e4umt von seinem erweiterten Mittelmeerraum, der sich vom Golf von <span lang=\"de-DE\">Genua<\/span> bis zum Asowschen Meer und dem Indischen Ozean erstreckt, und andere europ\u00e4ische L\u00e4nder verfolgen eine nationalistische Politik. Und sie alle wollen die Ressourcen von ganz Europa f\u00fcr ihre Zwecke nutzen.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">Das gilt auch f\u00fcr die Ukraine, wo Nationalisten versuchen, die Ressourcen der NATO zu nutzen, um ihrem <span lang=\"de-DE\">Ha\u00df<\/span> auf Ru\u00dfland freien Lauf zu lassen und Gebiete zur\u00fcckzuerobern, deren Bewohner nie Ukrainer sein wollten. Jeden Tag dr\u00fcckt der Westen all jenen Waffen in die Hand, die bereit sind, Ru\u00dfland zu bek\u00e4mpfen. Das hat nichts mehr mit der Sicherheit der Ukraine zu tun. Vielmehr wird das Land jeden Tag noch mehr verw\u00fcstet. Aber die NATO versucht mit ihren Waffenlieferungen ihr Verlierer-Image aufzupolieren, das ihr besonders nach der Kabul-Katastrophe im August 2021 anhaftet. Die NATO ist nicht mehr ein Instrument zur Gew\u00e4hrleistung der Sicherheit ihrer Mitgliedsl\u00e4nder, sondern ein sicherer Hafen, von dem aus diese L\u00e4nder ihre geopolitischen Ambitionen verfolgen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">Dies alles sind ung\u00fcnstige Voraussetzungen f\u00fcr die angestrebte Schaffung einer \u00fcberregionalen Sicherheitsorganisation, die Schurkenstaaten mit einseitigen Aktionen weltweit bestraft, ohne auf entsprechende Mandate des UN-Sicherheitsrates zu warten. Mit seinen unilateralen Aktionen im Irak, im ehemaligen Jugoslawien, in Afghanistan und anderswo hat der Westen selbst wichtige Organisationen und Mechanismen zur Konfliktpr\u00e4vention und -l\u00f6sung besch\u00e4digt. Alle westlichen Staaten haben dazu beigetragen; ich selbst habe den <span lang=\"de-DE\">Mi\u00dfbrauch<\/span> des sogenannten Wiener Dokuments f\u00fcr sicherheits- und vertrauensbildende Ma\u00dfnahmen durch die USA und auch Deutschland erlebt, als ich f\u00fcr die OSZE in Wien arbeitete. Und in ihrem messianischen <span lang=\"de-DE\">Sendungsbewu\u00dftsein<\/span> \u00fcben die NATO-Staaten nun Druck auf neutrale Akteure aus und schw\u00e4chen auch die letzten potentiellen Br\u00fcckenbauer in Europa. Es sieht fast so aus, als wolle der Westen den Dritten Weltkrieg um jeden Preis.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">Die Jahre des Kalten Krieges waren gepr\u00e4gt von der direkten Konfrontation zwischen den Bl\u00f6cken in einer der am dichtesten besiedelten Regionen der Welt, n\u00e4mlich Mitteleuropa, und von der st\u00e4ndigen Bedrohung durch einen Atomkrieg. Der Fall der Berliner Mauer setzte diesem unangenehmen Zustand ein Ende. Heute findet die direkte Konfrontation an einer viel l\u00e4ngeren Grenze statt, vom Nordkap bis zum Schwarzen Meer, und wir spielen mit Atomwaffen. Im Gegensatz zum Westen glaubten und glauben die Sowjetunion und heute Ru\u00dfland, da\u00df ein Atomkrieg nicht auf eine Weltregion beschr\u00e4nkt werden kann, sondern unweigerlich global werden <span lang=\"de-DE\">mu\u00df<\/span>. Ich hoffe, niemand wird so dumm sein und versuchen, herauszufinden, ob das stimmt.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">Inzwischen schrumpft auch die milit\u00e4rische Bedeutung des Westens. Die Tatsache, da\u00df die Ukraine trotz massiver Milit\u00e4rhilfe aus dem Westen keine entscheidenden Erfolge erzielen konnte und da\u00df verschiedene afrikanische L\u00e4nder lieber die Wagner<span lang=\"de-DE\">-Gruppe<\/span> anheuern, als westliche Truppen ins Land zu lassen, spricht B\u00e4nde. Die Weltmeere und der Luftraum stehen nicht mehr unter der uneingeschr\u00e4nkten Kontrolle der USA, die nicht mehr unangefochtener Marktf\u00fchrer in der Waffentechnik sind. Nach dem Ende des Kalten Krieges herrschte der Glaube an die totale milit\u00e4rische Dominanz des Westens vor. Dieser Glaube manifestierte sich in der Luftkriegsdoktrin von Colonel John Warden mit seinen f\u00fcnf Ringen, in der Konzeption des Ship-to-Objective-Man\u00f6vers der US Navy und des Marine Corps, im Prompt Global Strike Programm und anderen. Wir sind so \u00fcberzeugt von unserem Good-Guy-Status, da\u00df wir nicht in der Lage sind zu verstehen, da\u00df andere L\u00e4nder uns als Bedrohung betrachten k\u00f6nnten.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">Ein russischer Witz <span lang=\"de-DE\">lautet <\/span>\u201e\u0441\u0438\u043b\u0430 \u0435\u0441\u0442\u044c &#8211; \u0443\u043c\u0430 \u043d\u0435 \u043d\u0430\u0434\u043e\u201c, was so viel bedeutet wie \u201eMan <span lang=\"de-DE\">mu\u00df<\/span> nicht klug sein, um Macht zu haben\u201c. Genau so verh\u00e4lt sich der Westen heute. Die Streitkr\u00e4fte des Westens m\u00fcssen an die abnehmende politische und wirtschaftliche Bedeutung des Westens <span lang=\"de-DE\">angepa\u00dft<\/span> werden, sonst werden sie nur zum hilflosen Ausdruck einer hoch militarisierten Au\u00dfenpolitik, die Argumentationsst\u00e4rke durch Waffeneffektivit\u00e4t ersetzt.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">Die Politiker des Westens wissen das nat\u00fcrlich, wehren sich aber gegen die Erkenntnis, da\u00df die Macht ihrer L\u00e4nder schrumpft. Sie alle sagen sich <span lang=\"de-DE\">\u201eDas sehe ich nicht so<\/span>\u201c und versuchen, den Zeitpunkt der n\u00e4chsten milit\u00e4rischen Katastrophe hinauszuschieben. Und sie sind alle bereit, milit\u00e4rische Gewalt anzuwenden, um dies zu verhindern. Wenn der Westen nicht zur Vernunft kommt, wird er zu einem Gefahrenherd in der Welt werden. Die Selbstgerechtigkeit des Westens wird zum Problem.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"ru-RU\">Dies ist eine kurze Zusammenfassung der Gr\u00fcnde, warum ich denke, da\u00df ein neues System globaler Sicherheit notwendig ist. Auf einzelne Elemente davon oder auf die Grundz\u00fcge eines solchen Systems k\u00f6nnen wir im weiteren Verlauf der Diskussion noch ausf\u00fchrlicher eingehen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Michael von der Schulenburg<\/strong> (Deutschland), ehemaliger UN\/OSZE Diplomat: <em><a href=\"https:\/\/youtu.be\/b4yhjUCU6iU\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>\u201eDer Krieg in der Ukraine und unsere Verpflichtung zum Frieden&#8220;<\/strong><\/a><br><\/em><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Michael von der Schulenberg lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Der Krieg in der Ukraine und unsere Verpflichtung zum Frieden<\/p>\n<p>Der Krieg in der Ukraine geht nun in ein zweites Jahr \u2013 ohne da\u00df auch nur der Versuch einer diplomatischen L\u00f6sung unternommen wurde. Anstelle von Friedensgespr\u00e4che haben sich die Kriegs- und Konfliktparteien weiter in einer gef\u00e4hrlichen milit\u00e4rischen Eskalationsspirale unter Einsatz immer schwerere Waffensysteme verfangen. Als w\u00e4ren sie noch den Denkmustern der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts verhaftet, sollen nun milit\u00e4rische Gro\u00dfoffensiven die L\u00f6sung bringen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das wird die Ukraine nur weiter zerst\u00f6ren. Aber eine noch gef\u00e4hrlichere Konsequenz ist, da\u00df am Ausgang solcher Offensiven das Prestige der zwei gr\u00f6\u00dften Nuklearm\u00e4chte der Welt \u2013 USA und Ru\u00dfland \u2013 h\u00e4ngt. Damit steigt das Risiko einer direkten Konfrontation zwischen diesen Nuklearm\u00e4chten, die \u00fcber etwa rund 90% aller Atomwaffen der Welt verf\u00fcgen&#8230;<\/p>\n<p>In der Pr\u00e4ambel der UN-Charta hei\u00dft es: &#8222;die V\u00f6lker der Vereinten Nationen, (sind) fest entschlossen, k\u00fcnftige Geschlechter vor der Gei\u00dfel des Krieges zu bewahren, die zweimal zu unseren Lebzeiten unsagbares Leid \u00fcber die Menschheit gebracht hat&#8230;&#8220;<\/p>\n<p class=\"western\">Leider scheint dieser Appell der UN-Charta heute vergessen. Das liegt vor allem daran, da\u00df die eigentlichen Schutzm\u00e4chte (und UN-Gr\u00fcndungsmitglieder) der UN-Charta, die USA, Gro\u00dfbritannien, Frankreich und nun auch Ru\u00dfland, die Prinzipien der UN-Charta kontinuierlich erodiert, ja sie wiederholt g\u00e4nzlich ignoriert haben. Das ist ihnen als permanente Mitglieder des UN-Sicherheitsrates mit Vetorecht m\u00f6glich. Im Krieg in der Ukraine sind nun diese vier Schutz- und Vetom\u00e4chte zu Konfliktparteien geworden. Damit tragen sie gegen\u00fcber der Menschheit die vorrangige Verantwortung f\u00fcr diesen Krieg&#8230;<\/p>\n<p>Der Ernst des sich aufschaukelnden Konflikts \u00fcber die Ausweitung der NATO an die Grenzen Ru\u00dflands, die nun zum Krieg gef\u00fchrt hat, war allen Beteiligten mindestens seit 1994 klar. Ru\u00dfland hat wiederholt davor gewarnt, da\u00df mit den Aufnahmen der Ukraine und Georgiens in die NATO seine elementaren Sicherheitsinteressen verletzt und damit eine rote Linie \u00fcberschritten w\u00fcrde. Damit handelt es sich um einen klassischen Konflikt, wie er oft vorkommt.<\/p>\n<p class=\"western\">Der UN-Charta entsprechend h\u00e4tte dieser Konflikt diplomatisch gel\u00f6st werden m\u00fcssen \u2013 und wohl auch k\u00f6nnen. Dies ist aber nicht geschehen, weder um einen Krieg zu verhindern, noch um einen friedlichen Ausgang des einmal begonnenen Krieges zu erreichen. Auch darin besteht ein Bruch der UN-Charta.<\/p>\n<p>Dennoch wurde der NATO-Beitritt der Ukraine vor allem seitens der USA systematisch weiterverfolgt und Ru\u00dflands Bedenken einfach \u00fcbergangen. Das verlief nicht ohne Provokationen. Dabei schreckte der Westen nicht einmal davor zur\u00fcck, im Jahr 2014 den gewaltsamen Umsturz eines rechtm\u00e4\u00dfig gew\u00e4hlten (OSZE) Pr\u00e4sidenten zu unterst\u00fctzen, um so eine f\u00fcr einen NATO-Beitritt genehme Regierung in der Ukraine einzusetzen. Nach Angaben von Victoria Nuland, heute stellvertretende Au\u00dfenministerin der USA, hatte die USA diesen Umsturz mit 5 Milliarden Dollar finanziert; in Wirklichkeit aber d\u00fcrfte es ein noch wesentlich h\u00f6herer Betrag gewesen sein. Auch dies war eine grobe Verletzung der Souver\u00e4nit\u00e4t eines UN-Mitglieds und damit ein Bruch der UN-Charta.<\/p>\n<p class=\"western\">Nach den k\u00fcrzlich gemachten Aussagen von Angela Merkel und Francois Holland zu den Minsk I- und Minsk II-Abkommen stellt sich auch die Frage, ob diese seitens des Westens \u00fcberhaupt in \u201agood faith\u2018 verhandelt wurden oder nur dem Ziel dienten, Zeit f\u00fcr die milit\u00e4rische Aufr\u00fcstung der Ukraine zu schaffen. Da diese Abkommen durch den Beschlu\u00df des UN-Sicherheitsrates rechtsbindend wurden, w\u00e4re das eine schockierende Travestie jeden internationalen Rechtes&#8230;.<\/p>\n<p>Auch nach dem Ausbruch des Krieges wurden alle unternommenen Friedensbem\u00fchungen von der NATO, insbesondere von den USA und Gro\u00dfbritannien, torpediert. In der ersten M\u00e4rzwoche 2022 bereits bem\u00fchte sich der damalige Premierminister Israels, Naftali Bennet, um einen Waffenstillstand zwischen Ru\u00dfland und der Ukraine. Nach seinen k\u00fcrzlich gemachten Aussagen hatten Ru\u00dfland und die Ukraine gro\u00dfes Interesse an einem schnellen Ende des Krieges. Laut Bennet war durch Konzessionen Ru\u00dflands ein Waffenstillstand \u201ein greifbare N\u00e4he\u201c ger\u00fcckt. Dazu kam es aber nicht, denn \u201esie (die USA und Gro\u00dfbritannien) haben einen Waffenstillstand blockiert, und ich dachte, sie h\u00e4tten unrecht\u201c, so Bennet weiter&#8230;<\/p>\n<p>Die Entscheidung, den Krieg fortzusetzen, hat nun zu einer weitgehenden Zerst\u00f6rung der Ukraine, zu unerme\u00dflichem Leid f\u00fcr die Menschen dort und zum Verlust gro\u00dfer Teile des ukrainischen Territoriums gef\u00fchrt. Die Verhandlungsposition der Ukraine w\u00e4re heute viel schlechter als im M\u00e4rz 2022. Dies mag Zelenskys derzeitige Haltung erkl\u00e4ren, alles auf einen totalen Sieg \u00fcber Ru\u00dfland zu setzen. Doch selbst wenn dies \u00fcberhaupt m\u00f6glich w\u00e4re, w\u00fcrde ein solcher Sieg enorme menschliche Kosten verursachen und k\u00f6nnte die v\u00f6llige Zerst\u00f6rung der Ukraine zur Folge haben. Pr\u00e4sident Zelensky und die meisten seiner Mitstreiter m\u00fcssen inzwischen erkannt haben, da\u00df sie im M\u00e4rz\/April nicht auf ihre neuen Freunde aus dem Westen h\u00e4tten h\u00f6ren d\u00fcrfen. Weil sie im M\u00e4rz eine Verhandlungsl\u00f6sung abgelehnt haben, zahlen die Ukrainer nun mit ihrem Blut f\u00fcr einen Krieg, der den strategischen Interessen der NATO dient. Es k\u00f6nnte nicht das letzte Mal sein, da\u00df sich die Ukrainer verraten f\u00fchlen&#8230;<\/p>\n<p>Der Krieg in der Ukraine hat die Welt n\u00e4her an eine nukleare Katastrophe gebracht als irgendein anderer Konflikt seit dem Ende des Kalten Krieges \u2013 vielleicht sogar seit dem Ende der beiden Weltkriege. Das sollte uns allen schmerzlich bewu\u00dft gemacht haben, wie wichtig, ja unersetzlich die UN-Charta auch heute noch ist. Um den Weltfrieden zu erhalten, bleibt uns nur der Weg \u00fcber eine freiwillige Einigung zwischen Staaten, Konflikte friedlich zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Die Fackel f\u00fcr eine friedliche, auf Zusammenarbeit gerichtete Weltordnung mu\u00df nun von anderen L\u00e4ndern getragen werden, von L\u00e4ndern wie Brasilien, Argentinien und Mexiko in Lateinamerika; von Indien, China und Indonesien in Asien; von S\u00fcdafrika, Nigeria und \u00c4thiopien in Afrika und \u00c4gypten und Saudi-Arabien im Mittleren Osten. Indem diese L\u00e4nder eine st\u00e4rkere Verantwortung f\u00fcr den Weltfrieden \u00fcbernehmen, w\u00fcrde ein weiterer Schritt hin zu einer multipolaren und gleichberechtigten Welt gegangen. Was eignet sich da besser als eine Friedensordnung, die auf der UN-Charta und dem Prinzip \u201eder souver\u00e4nen Gleichheit aller ihrer Mitglieder\u201c aufgebaut ist!<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>Diskussion<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">PANEL 2: 19:00 Uhr (MESZ):<\/h4>\n\n\n\n<p><strong><em>Die \u201eglobale Mehrheit\u201c und die internationale Friedensbewegung k\u00e4mpfen f\u00fcr das gleiche Ziel<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Moderator: <strong>Stephan Ossenkopp, Schiller-Institut (Deutschland)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Nationen des \u201eGlobalen S\u00fcdens\u201c, die in letzter Zeit treffend als \u201eGlobale Mehrheit\u201c bezeichnet werden, verwahren sich gegen die weitere Auspl\u00fcnderung ihrer Nationen und die Untergrabung ihrer Souver\u00e4nit\u00e4t durch die sogenannte \u201eregelbasierte Ordnung\u201c. Sie sind entschlossen, dem Kolonialismus ein f\u00fcr allemal ein Ende zu setzen. Die aufkommende Friedensbewegung in Europa und den Vereinigten Staaten will ebenfalls trennende Ideologien beiseite schieben und mu\u00df sich mit dem gleichen grundlegenden Problem auseinandersetzen: da\u00df das kollabierende transatlantische Finanzsystem die treibende Kraft zum Krieg ist.<\/p>\n\n\n<p><strong>Diane Sare<\/strong> (USA), LaRouche-Kandidatin f\u00fcr den US-Senat in New York 2024, <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Dm2z2j_dEtA\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em><strong>Hauptrede<\/strong>. <\/em><\/a><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Diane Sare lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Kein sterbender T\u00fcmpel, sondern ein m\u00e4chtiger Flu\u00df<\/h2>\n<p class=\"vor\">Diane Sare er\u00f6ffnete den zweiten Abschnitt der Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 15. April mit dem folgenden Vortrag.<\/p>\n<p><i>Diane Sare tritt im US-Bundesstaat New York als unabh\u00e4ngige \u201eLaRouche-Kandidatin\u201c zur Wahl 2024 f\u00fcr den US-Senat an. (\u00dcbersetzung aus dem Englischen, Zwischen\u00fcberschriften wurden hinzugef\u00fcgt.)<\/i><\/p>\n<p>Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich auf einer flachen Ebene, die von H\u00fcgeln umgeben ist und in der kleine Rinnsale einflie\u00dfen, die sich am tiefsten Punkt zu einem T\u00fcmpel \u2013 einer Art Teich \u2013 sammeln, der keine Quelle und keinen tieferen Punkt hat, an dem das Wasser austreten k\u00f6nnte. Auf ein paar Regentage folgen Wochen, in denen es fast nicht regnet, aber die Sonne heizt die gro\u00dfe, eher flache Pf\u00fctze auf. Nach einiger Zeit beginnen Gr\u00fcnalgen zu wachsen, und Tiere trinken das Wasser und sterben in der N\u00e4he, wodurch ein schrecklicher Geruch entsteht, und Fliegen schwirren umher.<\/p>\n<p>Scott Ritter w\u00fcrde das als <i>Kumbaya<\/i> bezeichnen (siehe <i>Neue Solidarit\u00e4t<\/i> 18\/23). Es ist eine Friedens-\u201eBewegung\u201c ohne Bewegung, ohne Ziel. All die kleinen Wasserstr\u00f6me flie\u00dfen am tiefsten Punkt zusammen, bleiben dort und stinken. \u201eWir legen alle unsere Differenzen beiseite und freuen uns, da\u00df wir uns gemeinsam an den H\u00e4nden halten und uns im stinkenden, faulenden Schlamm suhlen.\u201c<\/p>\n<p>Lyndon LaRouche wu\u00dfte, da\u00df Frieden nicht statisch ist, er ist kein fixer Zustand.<\/p>\n<p>Stellen Sie sich nun ein anderes Bild vor:<\/p>\n<p>Diesmal befinden wir uns in einem Tal, und viele B\u00e4che str\u00f6men aus verschiedenen Richtungen die Bergh\u00e4nge oder tr\u00e4ge H\u00fcgel hinunter vermehrt durch Regenf\u00e4lle, aber das Tal bildet ein Flu\u00dfbett, das in ein anderes Tal m\u00fcndet, das noch etwas tiefer liegt, und wieder in ein weiteres, bis der nun m\u00e4chtige Strom den Ozean erreicht.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst einmal wird sich dieser Flu\u00df nicht mit toten Dingen f\u00fcllen. Es kommt immer wieder neues Wasser hinzu und sorgt f\u00fcr subtile Ver\u00e4nderungen, die viele Formen von Leben n\u00e4hren. Dieser Flu\u00df kann eine Turbine antreiben, die genug Strom erzeugt, um eine neue Stadt oder sogar eine halbe Nation zu versorgen. Vielleicht k\u00f6nnen Schleusen und eine Reihe von D\u00e4mmen gebaut werden, die den Flu\u00df nicht nur zu einer gro\u00dfen Energiequelle, sondern auch zur Schiffahrt geeignet machen.<\/p>\n<p>Dieser m\u00e4chtige Strom ist das, was wir werden m\u00fcssen, um die Menschheit zu einer h\u00f6heren Stufe der Existenz zu f\u00fchren.<\/p>\n<h3>Das alte System zerst\u00f6rt sich selbst<\/h3>\n<p>Zum Gl\u00fcck f\u00fcr uns m\u00fcssen wir nicht die Aufgabe \u00fcbernehmen, das alte System zu zerst\u00f6ren. Es bricht unter seiner eigenen Last zusammen, dar\u00fcber werden Sie morgen in der Vormittagssitzung mehr h\u00f6ren. Was ich besprechen m\u00f6chte, sind die physikalischen Parameter, mit denen wir messen k\u00f6nnen, ob wir uns in die richtige Richtung bewegen, wie Herr LaRouche in dem kurzen Clip gezeigt hat, mit dem wir diese Sitzung begonnen haben.<\/p>\n<p>Die menschliche Entwicklung mu\u00df die Gesetze der Sch\u00f6pfung des Universums widerspiegeln. Im Widerspruch zu Greta Thunberg, K\u00f6nig Charles und Al Gore geht das Universum nicht zu Ende. Es wird nicht von einem Gesetz der Entropie beherrscht. Betrachtet man die Entwicklung der Biosph\u00e4re, so sind die Lebensformen immer komplexer geworden, von den Pflanzen \u00fcber die Tiere und S\u00e4ugetiere bis hin zum Menschen \u2013 und das ist <i>keine<\/i> lineare Entwicklung, sondern die Spr\u00fcnge von einer Phase zur n\u00e4chsten geschehen wie durch ein Wunder. Selbst nach einem Aussterbeereignis, wie dem Tod der Dinosaurier und 99% aller lebenden Arten, entstanden neue Arten, die weiter entwickelt waren. Wir wissen nicht wie, man kann das \u201efehlende Glied\u201c, von dem Bertrand Russell und ein KI-Nerd sprechen w\u00fcrden, nicht finden.<\/p>\n<p>Mit dem Menschen haben wir eine neue Gattung mit zwei einzigartigen Eigenschaften: kreativer Verstand und freier Wille. Wir alle sp\u00fcren zwar den Sog von Gewohnheiten und Instinkten, wir k\u00f6nnen uns aber auch daf\u00fcr entscheiden, diese niederen Motive zugunsten h\u00f6herer zu ignorieren. Wir sind uns bewu\u00dft, da\u00df unser sterbliches Leben in der menschlichen Geschichte kurz ist, und noch k\u00fcrzer in der galaktischen Geschichte, aber jeder von uns ist erstaunlicherweise einzigartig und in der Lage, eine prinzipielle Entdeckung zu machen, die das Leben unserer Spezies auf Jahrtausende in der Zukunft ver\u00e4ndern wird.<\/p>\n<p>Wer auch immer es war, der als erster das Feuer benutzte, er hat den Lauf der menschlichen Existenz ver\u00e4ndert. Ich w\u00e4hle dieses Beispiel, obwohl es noch andere gibt, wie das Rad, denn eine andere Art, Feuer zu betrachten, ist als Energie.<\/p>\n<p>Bevor wir Energie nutzbar machten, sp\u00e4ter in Form von Elektrizit\u00e4t, war der Pro-Kopf-Energieverbrauch sehr gering im Vergleich zu dem, was er heute in einer entwickelten industriellen Wirtschaft ist. Ich will damit sagen, da\u00df es nat\u00fcrlich ist, da\u00df die Menschen von einer Generation zur n\u00e4chsten immer mehr Energie pro Kopf produzieren und verbrauchen. Und es ist nicht nur nat\u00fcrlich, sondern auch notwendig.<\/p>\n<p>Es ist auch notwendig, um eine wachsende Bev\u00f6lkerung zu haben. Es gibt einfach keine M\u00f6glichkeit, mehr Energie zu verbrauchen und zu produzieren, als mit einer gr\u00f6\u00dferen Arbeitsteilung. Alexander Hamilton hat dieses Prinzip bereits sehr gut verstanden und es in seiner Abhandlung \u00fcber die Manufakturen ausgearbeitet.<\/p>\n<p>Die Technik wird immer komplexer werden, und es wird immer weniger k\u00f6rperliche Arbeit geben, sondern immer mehr Denkarbeit, begleitet von sehr pr\u00e4zisen F\u00e4higkeiten. Wir werden also mehr Ingenieure und Wissenschaftler brauchen, mehr spezialisierte Landwirte \u2013 und nat\u00fcrlich bessere Musiker und K\u00fcnstler, um den Verstand unserer Generationen von Genies zu befl\u00fcgeln. Es kann sein, da\u00df k\u00fcnftig einige Menschen bis zum Alter von fast 30 Jahren studieren m\u00fcssen. Das bedeutet, da\u00df die Menschen l\u00e4nger leben und f\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen Teil ihres Lebens ges\u00fcnder sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wir messen dies mit etwas, das Lyndon LaRouche die \u201epotentielle relative Bev\u00f6lkerungsdichte\u201c nannte. Grob ausgedr\u00fcckt: Wie viele Menschen k\u00f6nnten bei h\u00f6chstm\u00f6glichem Lebensstandard pro Quadratkilometer \u00fcberleben? Ich denke, Sie k\u00f6nnen sich vorstellen, warum die Kernkraft als Plattform f\u00fcr die Gesellschaft der Holzkohleverbrennung weit \u00fcberlegen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Wir brauchen eine Gesellschaft, die die bahnbrechenden Entdeckungen jedes individuellen sch\u00f6pferischen Genies w\u00fcrdigt und f\u00e4hig ist, sie zu \u00fcbernehmen. Das ist die Rolle des Nationalstaates. Eine Regierung mu\u00df die Kreativit\u00e4t ihrer B\u00fcrger sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Was bedeutet das? Helga umrei\u00dft es, und es ist auch schon in der Amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung enthalten.<\/p>\n<h3>Helga Zepp-LaRouches \u201eZehn Prinzipien\u201c<\/h3>\n<p>Unter diesem Gesichtspunkt sollten Sie noch einmal \u00fcber die Zehn Prinzipien nachdenken, die Helga im vergangenen Dezember f\u00fcr uns formuliert hat. Ich werde sie leicht abk\u00fcrzen.<\/p>\n<p><b><i>Erstens:<\/i><\/b> Vollkommen souver\u00e4ne Nationalstaaten auf der Grundlage der F\u00fcnf Prinzipien der friedlichen Koexistenz und der UN-Charta.<\/p>\n<p><b><i>Zweitens:<\/i><\/b> Linderung der Armut in allen L\u00e4ndern der Erde,<\/p>\n<p><b><i>Drittens:<\/i><\/b> Die Lebenserwartung aller Menschen mu\u00df soweit wie m\u00f6glich verl\u00e4ngert werden, indem in jedem Land der Erde moderne Gesundheitssysteme geschaffen werden.<\/p>\n<p><b><i>Viertens:<\/i><\/b> Zugang zu allgemeiner Bildung f\u00fcr jedes Kind und jeden Erwachsenen.<\/p>\n<p><b><i>F\u00fcnftens:<\/i><\/b> Das internationale Finanzsystem mu\u00df so umgestaltet werden, da\u00df es produktive Kredite zur Erreichung dieser Ziele bereitstellen kann. Ein Bezugspunkt kann das urspr\u00fcngliche Bretton-Woods-System sein, wie es von Franklin D. Roosevelt geplant war, aber wegen seines fr\u00fchen Todes nie umgesetzt wurde, ein anderer die von Lyndon LaRouche vorgeschlagenen Vier Gesetze.<\/p>\n<p><b><i>Sechstens:<\/i><\/b> Die neue Wirtschaftsordnung mu\u00df darauf ausgerichtet sein, die Voraussetzungen f\u00fcr moderne Industrie und Landwirtschaft zu schaffen: moderne Infrastruktur und Transportkorridore.<\/p>\n<p><b><i>Siebtens:<\/i><\/b> Die neue globale Sicherheitsarchitektur mu\u00df das Konzept der Geopolitik abschaffen, indem sie die Aufteilung der Welt in Bl\u00f6cke beendet. Die Sicherheitsbelange jeder souver\u00e4nen Nation m\u00fcssen ber\u00fccksichtigt werden. Atomwaffen und andere Massenvernichtungswaffen m\u00fcssen abgeschafft werden, auch durch den Einsatz h\u00f6herer Technologien, wie LaRouches Konzept der Laserabwehr gegen Atomraketen.<\/p>\n<p>&#8211; Die letzten drei Prinzipien lassen nicht abk\u00fcrzen, deshalb lese ich sie vollst\u00e4ndig vor:<\/p>\n<p><b><i>Achtens:<\/i><\/b> Fr\u00fcher konnte eine Zivilisation an einem Ende der Welt untergehen, und der Rest der Welt erfuhr es erst Jahre sp\u00e4ter, weil die Entfernungen zu gro\u00df und die Reisezeiten zu lang waren. Heute sitzt die ganze Menschheit aufgrund von Atomwaffen, Pandemien, Internet und anderen globalen Wechselwirkungen zum ersten Mal in einem Boot. Daher kann eine L\u00f6sung f\u00fcr die existentielle Bedrohung der Menschheit nicht \u00fcber sekund\u00e4re oder partielle Vereinbarungen gefunden werden, sondern die L\u00f6sung mu\u00df auf der Ebene des h\u00f6heren Einen gefunden werden, das m\u00e4chtiger ist als die Vielen. Sie erfordert das Denken auf der Ebene der <i>Coincidentia Oppositorum<\/i> des Nikolaus von Kues.<\/p>\n<p><b><i>Neuntens:<\/i><\/b> Um die Konflikte zu \u00fcberwinden, die aus den Differenzen erwachsen, mit denen die Imperien die Kontrolle \u00fcber ihre Untertanen aufrechterhalten haben, mu\u00df die wirtschaftliche, soziale und politische Ordnung mit der Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit des physischen Universums in Einklang gebracht werden. In der europ\u00e4ischen Philosophie wurde dies als das Sein im Einklang mit dem Naturrecht diskutiert, in der indischen Philosophie als Kosmologie, und in anderen Kulturen lassen sich entsprechende Begriffe finden. Moderne Wissenschaften wie Weltraumwissenschaft, Biophysik oder Kernfusionsforschung werden das Wissen der Menschheit \u00fcber diese Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit kontinuierlich erweitern. Eine \u00e4hnliche \u00dcbereinstimmung findet sich in den gro\u00dfen Werken der klassischen Kunst in verschiedenen Kulturen.<\/p>\n<p><b><i>Zentens:<\/i><\/b> Grundannahme des neuen Paradigmas ist, da\u00df der Mensch grunds\u00e4tzlich gut ist und f\u00e4hig ist, die Kreativit\u00e4t seines Geistes und die Sch\u00f6nheit seiner Seele unendlich zu vervollkommnen; und da\u00df er die am weitesten entwickelte geologische Kraft im Universum ist, was beweist, da\u00df die Gesetzm\u00e4\u00dfigkeit des Geistes und die des physischen Universums in \u00dcbereinstimmung und Koh\u00e4sion stehen und da\u00df alles B\u00f6se das Ergebnis eines Mangels an Entwicklung ist und daher \u00fcberwunden werden kann.<\/p>\n<h3>Nullwachstum und Frieden sind unvereinbar<\/h3>\n<p>Diese dringende Notwendigkeit des Wachstums des Energieverbrauchs und der Bev\u00f6lkerung, die ein nat\u00fcrlicher Proze\u00df des Universums ist, ist der Grund, warum die Umweltbewegung als Anti-Wachstums-Bewegung \u2013 d.h. eine Bewegung zur Reduzierung der Bev\u00f6lkerung und des Energieverbrauchs \u2013 mit dem Weltfrieden unvereinbar ist. Tats\u00e4chlich w\u00e4re eine wachstumsfeindliche Haltung eine Garantie f\u00fcr ewigen Krieg und letztlich die endg\u00fcltige Ausl\u00f6schung der menschlichen Gattung.<\/p>\n<p>Wenn man sich anschaut, was China und Ru\u00dfland in den L\u00e4ndern, mit denen sie zusammenarbeiten, <i>aufbauen<\/i> \u2013 unter anderem Kernkraftwerke, moderne H\u00e4fen und Eisenbahnen \u2013, dann sieht man, warum sie die F\u00e4higkeit haben, Frieden zu schaffen. Genau das war fr\u00fcher einmal die Selbstverpflichtung der Vereinigten Staaten, was John Quincy Adams und sp\u00e4ter die Pr\u00e4sidenten Lincoln, Grant, Garfield und McKinley, Franklin D. Roosevelt und John F. Kennedy sehr deutlich zum Ausdruck brachten. Es ist kein Zufall, da\u00df auf vier dieser sieben Attentate ver\u00fcbt wurden.<\/p>\n<p>Wir in den Vereinigten Staaten sind daf\u00fcr verantwortlich, unserer Republik dieses Erbe zur\u00fcckzugeben, und unsere europ\u00e4ischen Freunde werden in ihrer eigenen Geschichte \u00e4hnliche Tendenzen finden, bis zur\u00fcck zu Jeanne d&#8217;Arc und insbesondere zu Leibniz. Das ist notwendig, wenn wir wieder Teil der menschlichen Zivilisation werden wollen.<\/p>\n<p>Aber die Menschheit mu\u00df auch nach vorne blicken \u2013 auf einen Durchbruch in der Fusionsenergie und auf die Errichtung einer industriellen Basis auf dem Mond und vielleicht einer bemannten Kolonie auf dem Mars. Die Entwicklung des Universums ist der Ozean, in den unser m\u00e4chtiger Flu\u00df flie\u00dft.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/LWs9y3nJqys\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>S.E. Donald Ramotar<\/strong><\/a> (Guyana), ehemaliger Pr\u00e4sident von Guyana.<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Donald Ramotar lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Ich danke Ihnen sehr. Zun\u00e4chst einmal m\u00f6chte ich alle Teilnehmer gr\u00fc\u00dfen.<br>Wir leben in sehr gef\u00e4hrlichen Zeiten. Unsere Welt erlebt viele Konflikte, von denen der ernsthafteste und gef\u00e4hrlichste die Situation in Europa und der russisch-ukrainische Konflikt ist. Wir sollten nicht vergessen, dass die beiden Weltkriege des letzten Jahrhunderts beide in Europa ihren Anfang nahmen. Andererseits zeichnen sich auf der internationalen B\u00fchne die Konturen eines tiefgreifenden Wandels ab. Die Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse \u00e4ndern sich und geben Anlass zur Hoffnung, dass eine bessere und gerechtere Welt entstehen kann. Wie bereits erw\u00e4hnt, stellt der Ukraine-Konflikt eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr die Menschheit dar. Denn vier mit Atomwaffen ausger\u00fcstete L\u00e4nder sind an dieser Milit\u00e4roperation beteiligt. Das Tragische daran ist, dass er vermeidbar gewesen w\u00e4re, wenn der Grundsatz der gleichen Sicherheit der Nationen in Bezug auf Russland gewahrt und respektiert worden w\u00e4re. <br>Die Tatsache, dass sie andauert und eskaliert, liegt in der Natur des Imperialismus begr\u00fcndet; das Streben der f\u00fchrenden imperialistischen M\u00e4chte nach totaler Vorherrschaft ist der Kern dieser Krise. Der Hauptkampf in unserer heutigen Welt hat viele \u00c4hnlichkeiten mit den antikolonialen K\u00e4mpfen des letzten Jahrhunderts. Die Form hat sich in vielerlei Hinsicht ge\u00e4ndert; jetzt haben wir eine kollektive Kolonialmacht in Form der NATO-Staaten unter F\u00fchrung der Vereinigten Staaten. Ihr Hauptziel ist es, den Rest der Welt ihrer Macht zu unterwerfen. Sie wollen die Ausbeutung der Mehrheit der V\u00f6lker der Welt fortsetzen und die Massen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas arm und machtlos halten.<br>Der Krieg wurde Russland aufgezwungen, weil der Imperialismus entschlossen ist, keinen Staat zu haben, der seine milit\u00e4rischen Kernkapazit\u00e4ten herausfordern kann. Auch wenn Russland heute selbst ein kapitalistischer Staat ist, ist seine Geschichte weiterhin ein Schreckgespenst f\u00fcr die kollektiven Kolonialisten. Die Angst vor Sozialismus und Kommunismus ist in den K\u00f6pfen der westlichen herrschenden Klasse noch immer pr\u00e4sent. Deshalb haben sie alle ihre Versprechen gegen\u00fcber Russland in Bezug auf seine Sicherheit gebrochen. Das ist der Hauptgrund f\u00fcr ihre Ablehnung der russischen Freundschafts- und Kooperationsangebote, die in den 1990er Jahren und zu Beginn dieses Jahrhunderts gemacht wurden. Es ist auch klar, dass die aggressivsten Elemente in der NATO-Allianz jeden Versuch, den Konflikt zu beenden, sabotiert haben. Stattdessen versch\u00e4rfen sie die Gefahren, indem sie die Ukraine weiterhin mit den modernsten Waffen versorgen, um den Krieg in Gang zu halten. Die Hoffnung ist, Russland zu ersch\u00f6pfen. Der US-Imperialismus will sicherstellen, dass Russland nie wieder seine Hegemonie in Frage stellen kann.<br>Dieser Konflikt dient auch als Vorwand f\u00fcr einen weiteren Aggressionsplan gegen die Sicherheit Russlands. Ich spreche hier von Finnlands Beitritt zum NATO-B\u00fcndnis. Die Propagandalinie, die der Westen verfolgt, lautet, Putin habe mit seiner Milit\u00e4roperation in der Ukraine das Gegenteil von dem bekommen, was er erwartet hat. Das ist unzutreffend. Dieser seit langem bestehende Plan wurde vom finnischen Pr\u00e4sidenten selbst in seiner Beitrittsrede zur NATO offengelegt. Er erkl\u00e4rte, die NATO habe seit langem darauf hingewirkt, dass Finnland seinen Neutralit\u00e4tsstatus aufgibt. Er sagte &#8211; ich zitiere: &#8222;Als Partner haben wir uns bereits seit langem an den Aktivit\u00e4ten der NATO beteiligt.&#8220; Er best\u00e4tigte weiter, dass die Beitrittszeremonie nur eine Formalit\u00e4t war, als er sagte: &#8222;Seit Jahren haben wir unsere NATO-Kompatibilit\u00e4t entwickelt.&#8220; Dies ist ein Eingest\u00e4ndnis, dass es sich nicht um eine pl\u00f6tzliche Entscheidung handelt, sondern um eine, die von langer Hand geplant war und auf einen geeigneten Vorwand wartete, um sie auszuf\u00fchren.<\/p>\n<p class=\"textk\u00f6rper-einzug\">Jetzt zu sagen, Russland habe sich das selbst zuzuschreiben, obwohl es Finnland nie bedroht hat, ist eine faustdicke L\u00fcge. In diesem Jahr wird dieser Krieg nicht nur auf dem Schlachtfeld ausgetragen. Die NATO-M\u00e4chte hatten wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland vorbereitet, lange bevor \u00fcberhaupt ein Schuss gefallen war. Erinnern Sie sich an die Arroganz der USA, als ihr Pr\u00e4sident ank\u00fcndigte, dass Russland mit der &#8222;Mutter aller Sanktionen&#8220; konfrontiert werden w\u00fcrde und dass &#8222;der Rubel verschrottet werden w\u00fcrde&#8220;. In diesem Fall sah sich Russland mit den wirtschaftlichen Angriffen der USA und ihrer NATO-Verb\u00fcndeten konfrontiert. Diese Ma\u00dfnahmen sind nicht wie geplant ausgefallen. Sie haben sich sogar als Bumerang erwiesen, aber darauf komme ich gleich zur\u00fcck.<br>Die Situation im Russland-Ukraine-Konflikt hat eine weitere Eigenschaft des Westens offenbart. Sie hat gezeigt, dass die Vereinigten Staaten wirklich nur Lippenbekenntnisse zu den globalen Umweltbedingungen ablegen. Ihre Gier und ihr Wunsch nach Vorherrschaft sind viel st\u00e4rker als ihre Sorge um die globale Umwelt. Wie sonst l\u00e4sst sich die Zerst\u00f6rung der Nord Stream-Pipelines erkl\u00e4ren? Dies war ein Sabotageakt gegen die gesamte Menschheit. Ungez\u00e4hlte Millionen Tonnen von Treibhausgasen wurden vors\u00e4tzlich in unsere Atmosph\u00e4re freigesetzt. Das Gerede \u00fcber den Schutz unserer Umwelt, das aus den USA, Gro\u00dfbritannien, D\u00e4nemark und anderen L\u00e4ndern kommt, klingt zu diesem Zeitpunkt besonders hohl. Dies war ein Angriff auf all diejenigen, die versuchen, die internationale Umweltzerst\u00f6rung aufzuhalten. <br>Liebe Kolleginnen und Kollegen, ohne die gro\u00dfen Gefahren, denen wir ausgesetzt sind, herunterspielen zu wollen, gestatten Sie mir die Bemerkung, dass sich die Umrisse einer gerechteren und faireren Welt abzeichnen. Die massiven Wirtschaftssanktionen haben vielen L\u00e4ndern vor Augen gef\u00fchrt, wie verletzlich sie sind und dass solche Ma\u00dfnahmen gegen jedes Land verh\u00e4ngt werden k\u00f6nnen, das versucht, seine Souver\u00e4nit\u00e4t zu behaupten. Aus diesem Grund suchen viele L\u00e4nder jetzt den Schulterschluss mit den BRICS. Damit wollen sie ihre eigene Wirtschaft sch\u00fctzen. Die Sanktionen gegen Russland und andere L\u00e4nder haben diese L\u00e4nder gezwungen, nach Alternativen f\u00fcr den internationalen Handel und das internationale Finanzwesen zu suchen. Schon jetzt ist zu beobachten, dass der Yuan, die chinesische W\u00e4hrung, im Welthandel an Bedeutung gewinnt. China hat sich als zuverl\u00e4ssiger Partner f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder erwiesen. Es hat sich das Vertrauen gro\u00dfer Teile der Welt erworben. Die M\u00f6glichkeit, dass eine neue Handelsw\u00e4hrung entsteht, scheint sehr gro\u00df zu sein. Diese Entwicklungen werden sicherlich einen gro\u00dfen Beitrag zur Demokratisierung der internationalen Wirtschaft leisten. Sie sind eine gro\u00dfe Hoffnung f\u00fcr die armen L\u00e4nder in Asien, Afrika und Lateinamerika. Ich glaube, dass die Versuche, die Spannungen im Nahen Osten zu l\u00f6sen, darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren sind, dass viele L\u00e4nder zunehmend erkennen, wie anf\u00e4llig sie f\u00fcr imperialistische Machenschaften sind. Dies ist eine h\u00f6chst begr\u00fc\u00dfenswerte Entwicklung. Hoffentlich kann dies dazu beitragen, die demokratischen Kr\u00e4fte in Israel zu st\u00e4rken und den Tag n\u00e4her zu bringen, an dem das pal\u00e4stinensische Volk mit den Worten von Martin Luther King, Jr. sagen kann: &#8222;Wir sind endlich frei.&#8220;<br>Es gibt noch eine weitere wichtige Aufgabe, die vor uns liegt und f\u00fcr die wir die Solidarit\u00e4t unserer V\u00f6lker brauchen. Es geht darum, die internationalen Institutionen zu sch\u00fctzen. Seit dem Konflikt in der Ukraine haben wir gesehen, wie der Westen internationale Institutionen f\u00fcr seine eigenen Zwecke missbraucht hat. Arme und weniger arme L\u00e4nder wurden unter Druck gesetzt, in den Vereinten Nationen und anderen internationalen Gremien in einer bestimmten Weise abzustimmen. Dies hat ein l\u00e4cherliches Ausma\u00df erreicht, als der Internationale Strafgerichtshof Anklage gegen den russischen Pr\u00e4sidenten erhob. Der angebliche Grund daf\u00fcr ist die Verschleppung von Kindern aus einem Kriegsgebiet. Dies ist eine sehr gef\u00e4hrliche Provokation durch unsere internationalen Institutionen. In der gleichen Zeitwurde nichts gegen diejenigen unternommen, die in den Irak einmarschiert sind, die Muammar Qaddafi in Libyen ermordet haben, die dieses Land zerst\u00f6rt und die Gr\u00e4ueltaten in Afghanistan begangen haben. Dennoch wurde niemand von diesen internationalen Gremien angeklagt oder auch nur getadelt. Diese Handlungen dienen nur dazu, die internationalen Institutionen zu diskreditieren. Wir m\u00fcssen die internationalen Gremien auffordern, unabh\u00e4ngig zu handeln und sich nicht dem Druck der Vereinigten Staaten und der NATO-Staaten zu beugen.<br>Liebe Kolleginnen und Kollegen, der Weg, der vor uns liegt, ist einerseits voller gro\u00dfer Versprechungen f\u00fcr eine bessere Zukunft, andererseits aber auch noch sehr gef\u00e4hrlich f\u00fcr die gesamte Menschheit. Die Demokratisierung der internationalen Wirtschaft, die gerade erst beginnt, wird kein reibungsloser Prozess sein. Wir m\u00fcssen damit rechnen, dass der Imperialismus dies nicht auf die leichte Schulter nehmen wird. Ich glaube, dass er seine Anstrengungen verdoppeln wird, um fortschrittliche Regierungen zu untergraben. Sie werden auf Regimewechsel zur\u00fcckgreifen, wo sie k\u00f6nnen. Sie sind bereit, L\u00e4nder zu unterwandern und die Schw\u00e4chen von Staaten auszunutzen, die sich ihrem Diktat widersetzen. Deshalb m\u00f6chte ich vorschlagen, dass unsere erste Aufgabe darin besteht, zu versuchen, den gef\u00e4hrlichen Konflikten in Europa ein Ende zu setzen. Wir brauchen Frieden, um viele dieser Probleme zu l\u00f6sen. Wir brauchen Frieden, um die sozio\u00f6konomischen und \u00f6kologischen Probleme zu l\u00f6sen. In dieser Hinsicht haben wir einige sehr wichtige Vorschl\u00e4ge auf dem Tisch, und wir m\u00fcssen sie weltweit bekannt machen. Es handelt sich um Vorschl\u00e4ge des Papstes, der den Vatikan als Ort f\u00fcr Friedensverhandlungen angeboten hat. Wir haben den Friedensvorschlag der Volksrepublik China. Das sind sehr wichtige Vorschl\u00e4ge. Der Vorschlag des [brasilianischen] Pr\u00e4sidenten Lula und unser eigener Vorschlag der Zehn Prinzipien von Helga, worin sie die Frage der menschlichen Entwicklung und des dauerhaften Friedens miteinander verbunden hat. Das muss noch mehr betont werden, denn ohne Entwicklung gibt es keinen dauerhaften Frieden.<br>Alle diese Prinzipien sind wichtig und haben gemeinsame Merkmale. Deshalb sollten wir sie immer wieder hervorheben und darauf dr\u00e4ngen, dass Friedensgespr\u00e4che jetzt beginnen. Dies w\u00e4re der erste Schritt zu einem dauerhaften Frieden in unserer Welt.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich danke Ihnen f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Prof. Georgy Toloraya<\/strong> (Ru\u00dfland), Stellv. Direktor des Russischen Nationalkomitees f\u00fcr BRICS-Forschung, <strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/ahmp98pZaEI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>\u201cDie sich ausweitende Rolle der BRICS+ bei der Gestaltung einer besseren Welt&#8220;<\/em><\/a><\/strong><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Prof. Georgy Toloraya lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Vielen Dank, Herr Vorsitzender. Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich Frau Zepp-LaRouche vom Schiller-Institut meine tiefe Dankbarkeit daf\u00fcr ausdr\u00fccken, dass sie mich eingeladen hat, auf einer so bedeutenden Konferenz zu sprechen. Nat\u00fcrlich ist es eine Herausforderung, \u00fcber ein mehr praktisches Thema zu sprechen, nachdem so bedeutende Redner eine sehr weitsichtige Vision der Aufgaben und Ziele der neuen Weltordnung gegeben haben. Ich m\u00f6chte jedoch \u00fcber praktischere Dinge sprechen und dabei die BRICS als ein Instrument betrachten, das meiner Meinung nach entscheidend sein kann, um echte praktische Ver\u00e4nderungen in der Weltordnung und der Global Governance herbeizuf\u00fchren.<\/p>\n<p>BRICS ist eine neue Art von nationaler Organisation, und eigentlich ist es noch keine Organisation, sondern ein nationales B\u00fcndnis. Es handelt sich nicht einfach um eine Organisation von L\u00e4ndern, auch nicht von gro\u00dfen L\u00e4ndern, sondern um eine Organisation oder ein B\u00fcndnis von Zivilisationen. Es ist also tats\u00e4chlich ein B\u00fcndnis, das die \u00e4ltesten Zivilisationen der Welt zusammenbringt, die viel stabiler und langfristiger sind als Nationalstaaten. Und genau so w\u00fcrde eine neue Struktur der neuen Machtzentren in der Welt aussehen.<\/p>\n<p>Wir sprechen von einer multipolaren Welt, wobei ich das Wort multipolar eigentlich nicht mag, denn bei polar unterscheiden wir zwischen Norden und S\u00fcden, es gibt verschiedene Machtzentren, die sowohl in der Gr\u00f6\u00dfe als auch in ihrer St\u00e4rke unterschiedlich sein k\u00f6nnen. Wie auch immer, die Frage ist, wie man die Interessen aller von ihnen in Einklang bringen kann, wie man wieder verschiedene Machtzentren und verschiedene Nationen unterscheiden kann und wie man Gleichheit und Gerechtigkeit in die Weltordnung bringen kann, die ihr jetzt fehlt.<\/p>\n<p>Denn eine unipolare Welt oder eine Welt, die vom westlichen System und den westlichen Staaten dominiert wird, ganz zu schweigen von der politischen und milit\u00e4rischen Dominanz der NATO mit den USA an der Spitze, ist weit davon entfernt, gerecht zu sein, und immer mehr L\u00e4nder im S\u00fcden und Osten verstehen das. Deshalb k\u00f6nnen die BRICS eine Plattform sein, um ein neues Paradigma f\u00fcr die Weltordnung zu entwickeln, und zwar ein neues Paradigma f\u00fcr die gesellschaftliche Entwicklung.<\/p>\n<p>Wir haben die letzten Jahrzehnte unter dem Konzept des mehr oder weniger liberalen Kapitalismus gelebt, und die kommunistische Doktrin, die Versuche, den Sozialismus aufzubauen, sind gescheitert. Eigentlich gibt es deshalb keine Alternative f\u00fcr das Paradigma der gesellschaftlichen Entwicklung f\u00fcr eine neue Zivilisation, f\u00fcr diese neue Gruppe von Schwellenl\u00e4ndern und eigentlich f\u00fcr die Zivilisation. Eine der Ideen, die BRICS verfolgen k\u00f6nnte, ist also die Schaffung einer Plattform f\u00fcr die Zusammenarbeit zwischen den &#8211; wie ich sie nenne &#8211; weisen M\u00e4nnern und Frauen dieser L\u00e4nder und den westlichen L\u00e4ndern, um ein solches Paradigma zu schaffen, eine Art kollektiven gemeinsamen Markt, um neue Ideen und neue Konzepte zu pr\u00e4sentieren, wie die Gesellschaft und die internationale Ordnung funktionieren sollten.<\/p>\n<p>Die zweite Funktion ist die einer Dialogplattform, denn es gibt klare Widerspr\u00fcche zwischen dem kollektiven Westen und anderen Teilen der Welt, vor allem im Fall von Russland. Im Falle Russlands ist der Krieg in der Ukraine eine Art Stellvertreterkrieg Russlands gegen den kollektiven Westen, was ein sehr tragisches Ergebnis ist. Und genau das ist das Ergebnis des fehlenden Dialogs und der Unf\u00e4higkeit, die bestehenden und wachsenden Konflikte auf friedliche, diplomatische und demokratische Weise zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Mehr noch, auch zwischen dem kollektiven Westen und China bahnen sich gr\u00f6\u00dfere Konflikte an. Und wenn es zu einem offenen Konflikt k\u00e4me, w\u00e4re das eine noch gr\u00f6\u00dfere Gefahr f\u00fcr die Welt, f\u00fcr die Gemeinschaft als Ganzes. Um das zu vermeiden, gibt es meiner Meinung nach nur einen Weg: Diplomatie, Kompromisse und eine Art von Dialog. Und die BRICS k\u00f6nnen eine Plattform f\u00fcr einen solchen Dialog sein, um dem Westen eine kollektive Sicht auf die globale Entwicklung und die internationale Ordnung zu pr\u00e4sentieren. Mit der Macht dieser f\u00fcnf Zivilisationen und anderer L\u00e4nder und souver\u00e4ner Nationen, die sie unterst\u00fctzen, denke ich, dass der Westen nicht in der Lage sein wird, diesen Vorschlag zu ignorieren.<\/p>\n<p>Und hier kommt das Konzept von BRICS Plus ins Spiel. BRICS selbst ist eine sehr amorphe, lose Organisation. Sie hat kein Sekretariat, sie ist nicht institutionalisiert und basiert auf Konsens. Und es ist nicht einfach, innerhalb der BRICS Entscheidungen zu treffen, da sie seit \u00fcber 15 Jahren in diesem Prozess unter sich sind. Ich kann sagen, dass es immer der kleinste Nenner ist, den wir haben, wenn wir zu einer Entscheidung oder L\u00f6sung kommen.<\/p>\n<p>Und es ist nat\u00fcrlich ein offenes Geheimnis, dass bestimmte L\u00e4nder und Kr\u00e4fte versuchen, die BRICS zu untergraben. Gro\u00dfe souver\u00e4ne L\u00e4nder und Zivilisationen k\u00f6nnen sich meist nicht auf gutm\u00fctige Art und Weise einigen, denn es gibt immer Widerspr\u00fcche. Und diese Widerspr\u00fcche werden vom Westen k\u00fcnstlich angeheizt. Ein Beispiel daf\u00fcr sind die Bem\u00fchungen des Westens, die Beziehungen zwischen Indien und China zu untergraben, die durchaus ihre Probleme haben. Aber jetzt versucht der Westen, insbesondere die USA, Indien in seinen Orbit zu bringen, indem das Konzept des Indopazifiks gef\u00f6rdert und versucht wird, eine Art asiatisches B\u00fcndnis gegen China und auch Russland zu schaffen. Doch Indien versucht, sich in den BRICS-Prozess einzubringen. Dies ist nur ein Beispiel. Nat\u00fcrlich gibt es noch viele weitere, und es ist wichtig, dass die BRICS-L\u00e4nder ihre Einheit bewahren und einen engen Dialog pflegen.<\/p>\n<p>Dieser Dialog ist inzwischen sehr vielschichtig. Wir haben mehr als 150 st\u00e4ndige Dialogkan\u00e4le auf verschiedenen Ebenen und in verschiedenen Bereichen, von Industrie und Handel \u00fcber Finanzen und Sicherheit bis hin zu Bildung, Technologie und Medizin und so weiter und so fort. Dennoch mangelt es an Institutionalisierung, Koordination und institutionellem Ged\u00e4chtnis, wenn man so will. Mein zweiter Gedanke ist, dass eine gewisse Institutionalisierung der BRICS f\u00fcr die Entwicklung dieses internationalen Ph\u00e4nomens zu einem brauchbaren Instrument zur Ver\u00e4nderung der internationalen Ordnung unerl\u00e4sslich ist.<\/p>\n<p>Und das Thema BRICS Plus ist eng damit verbunden, denn schon bei nur f\u00fcnf L\u00e4ndern, f\u00fcnf Nationen, ist es nicht so einfach, sich auf alles zu einigen. Was w\u00e4re, wenn BRICS erweitert w\u00fcrde? Was w\u00e4re, wenn neue L\u00e4nder hinzuk\u00e4men? Das k\u00f6nnte zu Chaos f\u00fchren. Das k\u00f6nnte zu einer wirklich un\u00fcberschaubaren Allianz f\u00fchren, die sich in Widerspr\u00fcche verwickelt. Deshalb denke ich, dass es zum jetzigen Zeitpunkt notwendig ist, anstatt die BRICS zu erweitern, mehrere, ich w\u00fcrde sagen, konzentrische Kreise zu schaffen, Kreise, die die verschiedenen Beziehungen der L\u00e4nder des S\u00fcdens und des Ostens mit den BRICS-Mitgliedern und den BRICS selbst umfassen.<\/p>\n<p>Im ersten Teil des heutigen Treffens erw\u00e4hnte Dr. Bobrow das neue au\u00dfenpolitische Konzept Russlands und hob die Rolle der regionalen Organisationen und Regionen f\u00fcr die russische Au\u00dfenpolitik hervor. Das ist genau das, was wir als Integration von Integrationen bezeichnen, d.h., dass die BRICS versuchen, nicht nur Beziehungen zu einzelnen L\u00e4ndern aufzubauen, sondern auch zu regionalen Organisationen wie z.B. den lateinamerikanischen oder afrikanischen, der ASEAN oder anderen regionalen Organisationen. Ich denke, dass diese konzentrischen Kreise die BRICS umfassen sollten, f\u00fcnf L\u00e4nder als Kern, dann eine Reihe von L\u00e4ndern, die Beobachter dieses Prozesses sind, die an vielen BRICS-Projekten auf einer selektiven Basis teilnehmen und volle Rechte in diesen Projekten genie\u00dfen, aber nicht die volle Mitgliedschaft.<\/p>\n<p>Und dann gibt es noch einen weiteren Bereich, einen gr\u00f6\u00dferen Kreis von Dialogpartnern oder Freunden der BRICS, die sich an den Projekten und Bereichen beteiligen, die f\u00fcr sie interessant sind, und sie so Erfahrungen sammeln und mit den BRICS zusammenarbeiten k\u00f6nnen. Durch die Entwicklung dieses Prozesses k\u00f6nnen wir die BRICS in einiger Zeit in eine echte Plattform verwandeln, die demokratisch die Ansichten und Interessen der globalen Mehrheit der L\u00e4nder zum Ausdruck bringt, die heute eine Entwicklungswelt in verschiedenen Entwicklungsstadien bilden.<\/p>\n<p>Und diese Plattform sollte nicht unbedingt feindselig gegen\u00fcber dem Westen und der bestehenden globalen Regierungsstruktur sein, die vom Westen dominiert wird. Dies ist eine Plattform, um L\u00f6sungen zu finden, um Kompromisse zu finden, denn nat\u00fcrlich wissen wir alle, dass die Interessen der westlichen L\u00e4nder, die rechtlichen Interessen, ebenfalls respektiert werden sollten. Sie sollten ber\u00fccksichtigt werden, aber nur rechtliche und nachvollziehbare Interessen, nicht die Interessen der Ausbeutung oder unverdienter Gewinne aus Finanzspekulationen.<\/p>\n<p>Deshalb ist Russland der Meinung, dass die BRICS einer der wichtigsten Bereiche seiner au\u00dfenpolitischen Aktivit\u00e4ten ist. Und das vor allem auch im Finanzbereich, und es gibt starke Signale, die von vielen L\u00e4ndern ausgehen. Zum Beispiel hat die k\u00fcrzliche Ernennung von Dilma Rousseff zur Pr\u00e4sidentin der neuen Entwicklungsbank eine starke politische Symbolik. Und es ist wichtig, ein neues Finanzsystem zu finden, das eine internationale W\u00e4hrung verwendet, die auf den nationalen W\u00e4hrungen der BRICS-Staaten basiert, oder vielleicht eine gemeinsame W\u00e4hrung. Russland wird im n\u00e4chsten Jahr, dem Jahr 2024, den BRICS-Vorsitz einnehmen, und wir hoffen, dass wir bis dahin einige neue Ideen in die von mir beschriebene Richtung einbringen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich danke f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Herman (Mentong) Tiu Laurel<\/strong> (Philippinen), <a href=\"https:\/\/youtu.be\/OiaFkzljG9I\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em><strong>&#8222;Der Kampf der LaRouche-Bewegung gegen die Remilitarisierung der Philippinen&#8220;.<\/strong><\/em><\/a><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Herman (Mentong) Tiu Laurel&nbsp; lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Die LaRouche-Bewegung im Kampf gegen die Re-Militarisierung der Philippinen<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Herman (Mentong) Tiu Laurel<\/p>\n<p class=\"vor\">Herman \u201eKa Mentong\u201d Tiu Laurel ist ein philippinischer Radio- und Fernsehkommentator.<\/p>\n<p>Ich gr\u00fc\u00dfe unsere Freunde, Genossen und Kollegen in der LaRouche-Bewegung in Amerika und alle Anh\u00e4nger, Unterst\u00fctzer und Mitglieder der LaRouche-Bewegung auf der ganzen Welt. Vielen Dank an Mike Billington f\u00fcr die Einladung, eine kurze Botschaft f\u00fcr die Konferenz des Schiller-Instituts am 15. und 16. April zu \u00fcberbringen.<\/p>\n<p>Ich habe fast 30 Jahre lang mit der LaRouche-Bewegung zu tun gehabt. Ich wurde schon in den 90er Jahren inspiriert, als ich noch ein recht junger Mensch war. Ich bin jetzt 71 Jahre alt, aber seit der Begegnung und dem Engagement mit der LaRouche-Bewegung in den 90er Jahren bin ich ihrer Vision stets auf der Spur geblieben. Ich erinnere mich an meinen Besuch bei der verstorbenen Gail Billington und an die Teilnahme an der LaRouche-Konferenz in Leesburg\/Virginia \u2013 im Jahr 1997, wenn ich mich nicht irre. Ich erinnere mich sehr deutlich daran, da\u00df es das Jahr war, in dem Prinzessin Diana bei dem Unfall starb, der vielleicht gar kein Unfall war, und zwar genau an dem Tag, als ich von Gail Billington empfangen wurde und neben ihr in ihrem Auto fuhr und im Radio die Nachricht von Prinzessin Dianas Tod h\u00f6rte. Das ist nun schon so lange her.<\/p>\n<p>Die Welt hat sich nat\u00fcrlich nicht v\u00f6llig ver\u00e4ndert, aber sie ver\u00e4ndert sich heute sehr dramatisch, gegen\u00fcber der sehr, sehr unipolaren Welt von damals in den 90er Jahren, nur etwa f\u00fcnf oder sechs Jahre nach dem Fall der Sowjetunion und nur ein oder zwei Jahre, nachdem PNAC, das Project for a New American Century, von den Neocons und den Straussianern in den USA formuliert wurde.<\/p>\n<p>All das habe ich von der LaRouche-Bewegung gelernt. Spulen wir nun vor zu heute und dem Marsch der Geschichte in Richtung einer multipolaren Welt, in Richtung der Seidenstra\u00dfen-Vision von Lyndon LaRouche und Helga LaRouche, die mit Chinas G\u00fcrtel- und Stra\u00dfeninitiative und der Zusammenarbeit von Ru\u00dfland, China und den BRICS-L\u00e4ndern f\u00fcr diese sch\u00f6ne neue multipolare Welt Wirklichkeit wird. Wir sehen alle die unumkehrbaren Trends, mit dem Wachstum der BRICS+, mit dem Frieden zwischen dem Iran und Saudi-Arabien und dem m\u00f6glichen Wunder des Friedens zwischen Ru\u00dfland und der Ukraine, wenn die Ukraine es schafft, in einem gl\u00fccklichen Moment in den kommenden Wochen und Monaten ihre Unabh\u00e4ngigkeit zu behaupten.<\/p>\n<h3>Die Kontroverse auf den Philippinen<\/h3>\n<p>Wir stehen also vor einer besseren Welt. Aber wir stehen auch vor einer sehr gef\u00e4hrlichen Zeit f\u00fcr die Welt und f\u00fcr die Menschheit. Leider leiden wir hier auf den Philippinen darunter.<\/p>\n<p>Der Marsch der Geschichte hin zu einer multipolaren Welt, einer Welt des ewigen Friedens, die wir alle anstreben, erlitt eine Kehrtwende mit dem Verrat des gegenw\u00e4rtigen Pr\u00e4sidenten der Republik der Philippinen, dessen Namen ich nicht nennen m\u00f6chte, weil ich damit ein Schimpfwort sagen w\u00fcrde. Denn es war ein klarer Verrat am Erbe seines Vaters, Pr\u00e4sident Marcos senior, oder genauer Pr\u00e4sident Edralin Marcos senior, der die Zeit der US-Milit\u00e4rbasen im Lande erfolgreich verk\u00fcrzte, indem er die Laufzeit der Abkommen von 99 Jahren auf 25 Jahre verk\u00fcrzte und sie, wenn ich mich nicht irre, bereits 1992 ausliefen.<\/p>\n<p>Das war das Jahr, in dem Subic Bay von den US-amerikanischen Streitkr\u00e4ften ger\u00e4umt wurde, die Clark Air Base wurde von den amerikanischen Streitkr\u00e4ften ger\u00e4umt. Und die amerikanischen Streitkr\u00e4fte waren froh dar\u00fcber, denn es war nur ein Jahr, nachdem der Vulkan Pinatubo explodiert war und alle amerikanischen St\u00fctzpunkte mit Asche bedeckt hatte. Das war ein Problem, dem man aus dem Weg gehen wollte. Daher waren sie sehr froh, abzureisen.<\/p>\n<p>Doch jetzt, da sich der globale Wettbewerb der Gro\u00dfm\u00e4chte wieder versch\u00e4rft hat und die USA versuchen, ihre Hegemonie wiederherzustellen, sind diese St\u00fctzpunkte bei diesen Kr\u00e4ften sehr begehrt. Wir dachten, es w\u00e4re endg\u00fcltig, weil es bereits 1992 abgelehnt wurde. Allerdings begann die Wiederaufnahme der Bem\u00fchungen, mit diesen Milit\u00e4rbasen auf die Philippinen zur\u00fcckzukommen, 2011 mit Obamas \u201eSchwenk nach Asien\u201c, als er versprach, 60% der amerikanischen Streitkr\u00e4fte nach Asien zu verlegen. Das l\u00f6ste nat\u00fcrlich hier in Asien intensive Aktivit\u00e4ten aus, um die US-Basen und die US-Streitkr\u00e4fte fernzuhalten, und auch Chinas Beschleunigung seiner eigenen Verteidigungsprogramme.<\/p>\n<p>Eines der Ergebnisse war die Kontroverse um die eigentlich unbedeutende Frage der Gebietsanspr\u00fcche verschiedener L\u00e4nder im S\u00fcdchinesischen Meer, die dann zu st\u00e4ndigen Spannungen und Konflikten in der Region f\u00fchrte, welche von China und den ASEAN-L\u00e4ndern durch Dialog und Verhandlungen erfolgreich gel\u00f6st wurden. Sie formulierten eine Erkl\u00e4rung \u00fcber das Verhalten der Vertragsparteien (DOC) und bereiteten sich darauf vor, einen Verhaltenskodex, den COC, auszuarbeiten \u2013 eine Verhaltenserkl\u00e4rung bis hin zu den gegenw\u00e4rtigen und abschlie\u00dfenden Gespr\u00e4chen \u00fcber den Verhaltenskodex in der Frage des S\u00fcdchinesischen Meeres.<\/p>\n<p>Alles war gl\u00fccklich gel\u00f6st, bis diese neue Regierung [auf den Philippinen] antrat, die mit dem Versprechen gewann, externe Kr\u00e4fte aus den regionalen Fragen herauszuhalten, dieses Versprechen aber nicht einl\u00f6ste. Es war nur einen Monat nach einem sehr erfolgreichen und herzlichen Besuch in China bei Pr\u00e4sident Xi Jinping Anfang Januar dieses Jahres, dem ersten Auslandsbesuch dieses Pr\u00e4sidenten, dem China die Ehre erwies, ihn zu empfangen.<\/p>\n<p>Doch nun stehen wir vor einem Kampf auf den Philippinen, und diese neue Regierung sieht sich mit einer ernsten politischen Krise konfrontiert, die sie selbst verschuldet hat. Die amerikanischen Kriegsfanatiker dr\u00e4ngen auf eine Ausweitung der US-Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte und der Pr\u00e4senz im Land und haben damit Erfolg. Es sind vier zus\u00e4tzliche St\u00fctzpunkte, von denen zwei oder drei direkt auf die Insel Taiwan der Volksrepublik China orientiert sind, wo bewu\u00dft Spannungen gesch\u00fcrt werden.<\/p>\n<p>Deshalb gibt es sehr viel, was wir jetzt tun. Ich mu\u00df in die Provinz Cagayan fliegen, den n\u00f6rdlichsten Zipfel des Landes, wo einer der gro\u00dfen St\u00fctzpunkte mit beziehungsweise von den Amerikanern gebaut wird. Wir organisieren dort Aktionen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung. Nat\u00fcrlich gibt es da verschiedene politische Richtungen, die sich organisieren \u2013 wir f\u00fchren Verhandlungen \u00fcber die Einheit und den Zusammenhalt all dieser Kr\u00e4fte. Es gibt f\u00fcr uns also sehr viel zu tun, um den n\u00e4chsten Ukraine-Krieg in Asien zu verhindern.<\/p>\n<p>Ich denke, wir haben gro\u00dfe Unterst\u00fctzung. Es gibt zwei Gouverneure dieser Provinzen im Norden, die sich offen und sehr lautstark gegen diese St\u00fctzpunkte aussprechen, und wir hoffen, da\u00df wir das erreichen k\u00f6nnen, was Okinawa erreicht hat, n\u00e4mlich die Bem\u00fchungen um die Militarisierung dieser Provinzen einzud\u00e4mmen.<\/p>\n<p>Es gibt hier sehr viel zu tun. Ich glaube, ich habe die f\u00fcnf Minuten, die den Rednern f\u00fcr diese Konferenz des Schiller-Instituts zugestanden wurden, schon ausgesch\u00f6pft. Ich arbeite hier auf den Philippinen mit der LaRouche-Bewegung zusammen, mit den jungen und nicht mehr ganz so jungen Mitgliedern der LaRouche-Bewegung hier. Wir sind dankbar f\u00fcr ihre Hilfe und ihre Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Ich mu\u00df noch erw\u00e4hnen, da\u00df die LaRouche-Bewegung auf den Philippinen gerade einen ihrer f\u00fchrenden K\u00f6pfe verloren hat, Butch Valdes, den ich heute w\u00fcrdigen will, und ich m\u00f6chte alle daran erinnern, da\u00df wir Butch Valdes und seiner Familie eine Menge daf\u00fcr zu danken haben, da\u00df er die LaRouche-Bewegung auf den Philippinen fast 40 Jahre lang gef\u00fchrt hat.<\/p>\n<p>Vielleicht habe ich etwas Zeit, Leesburg\/Virginia wieder zu besuchen, nachdem die COVID 19-Warnungen aufgehoben sind, und meine pers\u00f6nlichen Beziehungen zu unseren Freunden und Genossen in der LaRouche-Bewegung in den Vereinigten Staaten zu erneuern und Ihre so aktiven Leute wie Harley Schlanger und andere zu treffen. Ich danke Ihnen sehr f\u00fcr diese Gelegenheit und werde die Konferenz so gut wie m\u00f6glich verfolgen. Ich danke Ihnen und w\u00fcnsche Ihnen eine gute Konferenz.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>George<\/strong> <strong>Mutalemwa<\/strong>(Tansania), Afrika Friedens- und Entwicklungsnetzwerk.&nbsp;<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Gru\u00dfbotschaft von George Mutalemwa lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Gr\u00fc\u00dfe vom Netzwerk f\u00fcr Frieden und Entwicklung in Afrika<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von George Mutalemwa<\/p>\n<p>Gr\u00fc\u00dfe vom Afrikanischen Netzwerk f\u00fcr Frieden und Entwicklung. Ich bin George Mutalemwa in Mwanza, Tansania. In der Tat kann es ohne die Entwicklung aller Nationen keinen dauerhaften Frieden auf der Erde geben. Deshalb schlie\u00dfen wir uns Ihren Bem\u00fchungen an, die Welt durch das Programm Global Peace Studies for Sustainable Development in Africa zum Besseren zu ver\u00e4ndern. Herzlichen Gl\u00fcckwunsch an das internationale Schiller-Institut f\u00fcr die Organisation dieser wichtigen Konferenz. Wir w\u00fcnschen Ihnen fruchtbare Beratungen. Wir danken Ihnen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/d1h3CunPkJI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Nick Brana<\/strong><\/a> (USA), Vorsitzender, People\u2019s Party.<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Nick Brana lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Die gr\u00f6\u00dfte Krise, die die Menschheit je erlebt hat<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Nick Brana<\/p>\n<p class=\"vor\">Nick Brana ist Vorsitzender der People&#8217;s Party in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Hallo, mein Name ist Nick Brana, ich bin der nationale Vorsitzende der People&#8217;s Party und Organisator der \u201eRage against the War Machine\u201c-Kundgebung. Es ist gut, hier unter Freunden und Verb\u00fcndeten zu sein, die f\u00fcr Frieden, Zusammenarbeit, Wohlstand, Entwicklung und eine neue globale Sicherheitsarchitektur k\u00e4mpfen, unter Menschen aus der ganzen Welt, die auf der Konferenz sprechen. Und ich bin heute hier, weil die Menschheit mit der gr\u00f6\u00dften Krise konfrontiert ist, die wir je erlebt haben.<\/p>\n<p>Die erste ist die geopolitische Krise, in der die Vereinigten Staaten, die NATO und Europa gegen den Osten, China und Ru\u00dfland in der Ukraine in einem Krieg stehen, der an einen Atomkrieg grenzt.<\/p>\n<p>Die zweite ist der drohende Zusammenbruch des globalen und insbesondere des US-amerikanischen Finanz- und W\u00e4hrungssystems. Die BRICS-L\u00e4nder bauen ein alternatives W\u00e4hrungssystem auf und haben ein alternatives Entwicklungsmodell, das die L\u00e4nder nicht so ausbeutet, wie es das schuldenbasierte Entwicklungsmodell der USA tut. Und das zieht L\u00e4nder des Globalen S\u00fcdens, der Globalen Mehrheit, rund um die Welt an, um eine neue multipolare Welt zu schaffen. Der Dollar wird wahrscheinlich zusammenbrechen und seine Macht verlieren, da die BRICS eine alternative W\u00e4hrung schaffen.<\/p>\n<p>Die dritte Krise ist die Verschmelzung von Unternehmens- und Staatsmacht: Dies geschieht weltweit, insbesondere aber in den Vereinigten Staaten. Dies f\u00fchrt nat\u00fcrlich zu massiver Armut, Ungleichheit, Entbehrungen und auch zu autorit\u00e4ren Regierungen, die ihr Volk zunehmend nicht mehr vertreten und die Demokratie als ein Ideal betrachten, das sie nicht wirklich verk\u00f6rpern.<\/p>\n<p>Die vierte Krise ist der sich exponentiell beschleunigende technologische Fortschritt. M\u00e4chtige Fortschritte in den Bereichen Automatisierung, Fusionsenergie, allgegenw\u00e4rtiges Computing, fahrerloser Transport, virtuelle Realit\u00e4t, Quantencomputer, Blockchain, Kryptow\u00e4hrung, Nanotechnologie, programmierbare Materie, Weltraumforschung und viele andere Technologien werden unsere Welt grundlegend umgestalten, und zwar auf einer Zeitskala von Monaten und Jahren, nicht von Jahrzehnten und Jahrhunderten. Die Technologie schreitet exponentiell schneller voran als je zuvor, und sie wird dies auch weiterhin tun und sich vielleicht sogar noch beschleunigen.<\/p>\n<p>Der f\u00fcnfte Punkt ist eine sich abzeichnende Dystopie wie in <i>Sch\u00f6ne Neue Welt<\/i> und <i>1984<\/i>: Der Konzernstaat baut rasch eine totalit\u00e4re, dystopische Regierung und ein dystopisches System, eine Gesellschaft, auf, die abweichende Meinungen dauerhaft ausl\u00f6schen k\u00f6nnte, wenn wir sie nicht rechtzeitig bek\u00e4mpfen und aufhalten. Sie setzen Technologien wie Massen\u00fcberwachung, Zensur, einschlie\u00dflich Online-Zensur und die Manipulation von Suchmaschinen und sozialen Medien als Waffen ein, Medienpropaganda der Konzerne, digitale Zentralbankw\u00e4hrungen und verfallende W\u00e4hrungen, die beschleunigt werden, und die Ausschaltung medizinischer Freiheit, neben anderen Themen.<\/p>\n<p>Wenn man dies alles kombiniert, entsteht die Architektur eines Totalitarismus der Massenkontrolle, die sogar Dinge wie direkte Bewu\u00dftseinskontroll-Technologien wie Neuralink und das Metaverse mi\u00dfbraucht, was durch Unternehmen und Regierungen eingesetzt wird, die nicht am menschlichen Wohlergehen oder Frieden oder Zusammenarbeit oder \u00dcberflu\u00df orientiert sind, sondern eher an Profit und Konflikten und Macht und Herrschaft \u00fcber die gesamte Menschheit.<\/p>\n<p>Sechstens: Das existentielle Risiko steigt ins Unerme\u00dfliche: Wir sind nicht nur mit dem Risiko von Atomwaffen konfrontiert, sondern mit dem sich exponentiell beschleunigenden Risiko von Waffen, die noch t\u00f6dlicher und gef\u00e4hrlicher sind als Atomwaffen. Gentechnisch hergestellte Superviren sind eine davon, COVID, selbst Teile der US-Regierung wie das FBI und das Energieministerium geben zu, da\u00df COVID h\u00f6chstwahrscheinlich aus einem Labor stammt, und in der Tat von Fauci, dem NIH, in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungsministerium entwickelt wurde. K\u00fcnstlich hergestellte Viren k\u00f6nnen nicht nur von Regierungen, sondern zunehmend auch von Unternehmen, nichtstaatlichen Akteuren und vielleicht sogar von Universit\u00e4tslabors entwickelt werden, und wir sind nicht in der Lage, Viren zu bek\u00e4mpfen, die ein derartiges Zerst\u00f6rungspotential besitzen. COVID hatte eine Sterblichkeit von 1% und es hat bereits die Weltwirtschaft destabilisiert; es bedrohte die globalen Versorgungsketten, die Just-in-Time-Lieferungen. Und am Wuhan Institute of Virology wurden sogar Viren mit einer Sterblichkeitsrate von 35% entwickelt, die genauso \u00fcbertragbar sind wie COVID. Wenn so etwas an die \u00d6ffentlichkeit k\u00e4me, w\u00fcrden die Gesundheitssysteme, die Energiesysteme sowie die Lebensmittel- und Wassersysteme auf der ganzen Welt zusammenbrechen.<\/p>\n<p>Es gibt auch k\u00fcnstliche Intelligenz, die extrem schnell voranschreitet und von denjenigen, die sie kontrollieren, zu einer Waffe gemacht wird. Das ist im Moment eine winzige Gruppe von Unternehmen \u2013 Microsoft, Open AI, Google DeepMind, vielleicht IBM, Vidoo \u2013, die zu einer Waffe gegen die Menschen auf der Welt werden und auch als Profitinstrumente eingesetzt werden, ohne Schutzma\u00dfnahmen und ohne Regulierung. Und die letztendlich v\u00f6llig autonom werden und unabh\u00e4ngig von menschlichen W\u00fcnschen handeln und vielleicht sogar die Menschheit zerst\u00f6ren k\u00f6nnten. Ich denke, das werden sie wahrscheinlich tun, wenn wir jetzt keine Schutzma\u00dfnahmen einf\u00fchren.<\/p>\n<p>Wir haben auch die M\u00f6glichkeit, Asteroiden umzulenken und die Infrastruktur zu hacken. Dies f\u00fchrt zu einer Art apokalyptischer Zukunft, die nur Science-Fiction-Autoren wie William Gibson vorhersehen konnten.<\/p>\n<p>Gleichzeitig bieten sich uns aber auch neue M\u00f6glichkeiten: Die globale und wirtschaftliche Ordnung bricht weltweit zusammen, und das gibt uns die Chance, sie auf der Grundlage von Zusammenarbeit und gemeinsamem Wohlstand neu zu gestalten, im Gegensatz zu Wettbewerb, Knappheit und Krieg. Es gibt uns die Chance, als Menschheit Krieg und Imperium f\u00fcr immer abzuschaffen, einer der gr\u00f6\u00dften \u00dcberg\u00e4nge in der Geschichte der Menschheit.<\/p>\n<p>Um dies zu erreichen, brauchen wir eine st\u00e4rkere internationale Zusammenarbeit, wie sie diese Konferenz darstellt, und wir brauchen starke internationale Institutionen, die tats\u00e4chlich den Menschen dienen und gleichzeitig die Autonomie ihrer Mitgliedsstaaten wahren. Es bedarf also grundlegender Ver\u00e4nderungen bei den Vereinten Nationen, wenn dies das Gremium sein soll, und ich denke, da\u00df sie die gr\u00f6\u00dfte Hoffnung haben, das Gremium zu werden, das dies repr\u00e4sentiert und uns hilft, existentielle Risiken wie den Atomkrieg zu entsch\u00e4rfen.<\/p>\n<p>Um dies zu erreichen, haben wir gro\u00dfe Vorteile, die wir noch nie zuvor hatten: Die Linke und die Rechte schlie\u00dfen sich gegen den Konzernstaat zusammen, wie die Kundgebung \u201eRage against the War Machine\u201c gezeigt hat. Das Internet hat uns revolution\u00e4re Organisationsmittel an die Hand gegeben, und \u00fcberall auf der Welt entstehen neue politische Parteien, darunter in Frankreich, Deutschland, Italien, Mexiko, Chile und vielen anderen L\u00e4ndern. Sie ersetzen die etablierten Parteien, insbesondere die etablierten neoliberalen Parteien, die diese L\u00e4nder jahrzehntelang dominiert haben.<\/p>\n<p>Die Menschen auf der ganzen Welt wollen im Grunde die gleichen Dinge: Sie wollen gutes Essen, sauberes Wasser, ein Zuhause, Gesundheitsf\u00fcrsorge, Bildung, eine sinnvolle Arbeit, Zeit mit ihrer Familie und ihren Freunden, Zeit f\u00fcr ein erf\u00fclltes, sinnvolles Leben und die Gewi\u00dfheit, da\u00df sie einen sicheren Ruhestand haben und im Alter gut versorgt sind. Mit der Technologie, die uns heute zur Verf\u00fcgung steht, den Ressourcen, die wir weltweit haben, und der Willenskraft von Menschen wie denen, die auf dieser Konferenz gesprochen haben und zusehen, sind wir in der Lage, eine neue globale Entwicklungs- und Sicherheitsarchitektur zu schaffen, die es uns erm\u00f6glicht, den Krieg abzuschaffen, die Knappheit zu beseitigen, den Imperialismus abzuschaffen, die Risiken der Technologie, insbesondere die existentiellen Risiken, zu bew\u00e4ltigen und gleichzeitig die Vorteile der Technologie zu nutzen.<\/p>\n<p>Und wenn uns das gelingt, k\u00f6nnen wir eine Welt der Zusammenarbeit, des \u00dcberflusses und des Friedens schaffen, die alles \u00fcbertrifft, was man sich vielleicht noch vor ein paar Jahren vorstellen konnte.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen also f\u00fcr Ihre Teilnahme, ich danke Ihnen daf\u00fcr, da\u00df Sie mich als Vertreter der Volkspartei und als ihren nationalen Vorsitzenden eingeladen haben, und wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit allen, die hier sind, um auf diesem Fundament, das wir legen, aufzubauen und diese Welt des Friedens und des \u00dcberflusses zu schaffen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/IyNpQG7foTk\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Angela McArdle<\/strong> <\/a>(USA), Vorsitzende des Libertarian National Committees<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Angela McArdle lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Die Menschlichkeit des anderen finden<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Angela McArdle<\/p>\n<p class=\"vor\">Angela McArdle ist Vorsitzende des Libert\u00e4ren Nationalkomitees (Vorstand der Libertarian Party) in den USA. (\u00dcbersetzung aus dem Englischen.)<\/p>\n<p>Guten Tag oder guten Morgen, Schiller-Institut. Vielen Dank, da\u00df Sie mich eingeladen haben. Ich m\u00f6chte nur noch einmal betonen, wie sehr ich es sch\u00e4tze, eine Beziehung zu Ihnen allen aufzubauen und zu pflegen. Ich bin so dankbar f\u00fcr die M\u00f6glichkeit, Br\u00fccken au\u00dferhalb der Libertarian Party zu bauen und Menschen zu treffen, die gleichgesinnt sind und denen der Frieden und die Zukunft dieser Welt, die wir gemeinsam bewohnen, am Herzen liegt.<\/p>\n<p>Ich setze mich intensiv daf\u00fcr ein, eine friedliche Zukunft f\u00fcr uns zu finden. Vor kurzem habe ich an einem unglaublichen Projekt gearbeitet, zusammen mit Nick Brana von der People\u2019s Party und Diane Sare, und wahrscheinlich vielen von Ihnen, und Jos\u00e9 Vega, dem ich auch dankbar bin, weil er weiter mit uns zusammenarbeitet, um Menschen, die keinen Frieden f\u00fcr unsere Welt wollen, zur Rede zu stellen.<\/p>\n<p>Das war eine gro\u00dfe Anti-Kriegs-Kundgebung [am 19. Februar in Washington]. Dabei habe ich gelernt: wenn man Frieden erreichen und zusammenarbeiten will, eine gemeinsame Basis finden und zusammenwachsen, dann mu\u00df man es wirklich wollen. Ich konnte mit anderen zusammenarbeiten, die das auch wollten. Sie wollen Frieden. Wir alle teilen eine Leidenschaft f\u00fcr dieses Thema, und ich denke, wenn wir einen Rahmen daf\u00fcr finden wollen, wie wir uns in dieser Welt zurechtfinden und eine friedliche Zukunft erreichen k\u00f6nnen, dann m\u00fcssen wir als erstes andere Menschen finden, die das wirklich wollen.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus m\u00fcssen wir anfangen, eine gemeinsame Basis zu finden. Ich h\u00e4tte nie gewu\u00dft, da\u00df ich diese gro\u00dfartigen Beziehungen aufbauen kann, wenn ich nicht zuerst mit Leuten wie Nick Brana eine gemeinsame Basis gesucht h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt besteht darin, die Menschlichkeit des anderen zu finden, und das ist in dieser Welt, in der es so viele Unterschiede gibt, so schwierig. Die Medien, die sozialen Medien und die aktuellen Trends sind gegen uns, sie machen uns zu \u201eStammesmitgliedern\u201c und verleiten uns dazu, Unterschiede zwischen uns zu suchen und diese Dinge in den Vordergrund zu stellen. Wir m\u00fcssen uns gegenseitig menschlich machen. Ich denke, je menschlicher wir die andere Seite sehen, desto eher finden wir eine gemeinsame Basis.<\/p>\n<p>So k\u00f6nnen wir die Suche nach friedlichen L\u00f6sungen beginnen. Ich bin begeistert, da\u00df das Schiller-Institut daran interessiert ist, einen Dialog zu er\u00f6ffnen und ein Gespr\u00e4ch \u00fcber friedliche L\u00f6sungen zu f\u00fchren, denn das ist eine der schwierigsten Fragen: Wo soll man anfangen, nicht wahr?<\/p>\n<p>Beginnen Sie damit, nach Dingen zu suchen, die bereits funktioniert haben. Die Ablehnung des Atomkriegs ist ein wirklich wichtiger Punkt. Ich glaube, ein weiterer Punkt, der immer wieder \u00fcbersehen wird, ist die Vermeidung zerst\u00f6rerischer Kr\u00e4fte. Wir wollen sie nicht einsetzen, wenn wir versuchen, eine gemeinsame Basis zu finden. Eine gemeinsame Basis mu\u00df sich organisch entwickeln. Man kann niemanden dazu zwingen, etwas mit dir gemeinsam zu haben.<\/p>\n<p>Eine Sache, die mir wirklich am Herzen liegt, ist der freie Handel f\u00fcr den Frieden. Wenn Waren keine Grenzen \u00fcberschreiten, werden es Soldaten tun. Wenn Sie sich in die Wirtschaftsforschung st\u00fcrzen und versuchen, wirtschaftliche Ideen und Wege zur Herstellung von Einheit zu finden, m\u00f6chte ich Sie alle ermutigen, \u00fcber Freihandel nachzudenken und Menschen, Individuen, \u00fcber Systeme zu stellen. Die Menschen werden immer einen Weg finden, die zentrale Planung zu umgehen, denn die Menschen sind kreativ, die Menschen sind wirklich wunderbar, und ich glaube an den Einfallsreichtum der Menschheit und daran, da\u00df unsere Ideen immer wieder neue Wege gehen werden. Freie M\u00e4rkte haben Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt aus der Armut befreit, und ich denke, ein weltweites System der freien Marktwirtschaft w\u00e4re wirklich unglaublich.<\/p>\n<p>Eines der Dinge, die wir in letzter Zeit in den Vereinigten Staaten erlebt haben, sind Z\u00f6lle. Z\u00f6lle gibt es immer in Kriegszeiten, denn sie sind eine wirtschaftliche Kriegsf\u00fchrung. Ich m\u00f6chte jeden dazu ermutigen, das zu bedenken, wenn Sie \u00fcber wirtschaftliche L\u00f6sungen f\u00fcr die Situation, in der wir uns befinden, nachdenken. Wenn die Menschen wirtschaftliche Freiheit haben, sind sie viel gl\u00fccklicher, und es geht ihnen \u00fcberall auf der Welt gut.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, da\u00df wir hier in den Vereinigten Staaten dazu neigen, wirtschaftliche Freiheit mit Korporatismus und riesigen Konzernen zu verwechseln. Das ist meiner Meinung nach keine wirtschaftliche Freiheit. Wenn ich an wirtschaftliche Freiheit denke, denke ich an Menschen in Entwicklungsl\u00e4ndern, die Unternehmer werden, die ihre Familien aus der Armut befreien, die Zugang zu sauberem Wasser haben, die ihre Kinder zur Schule schicken k\u00f6nnen. Das sind die Dinge, an die ich glaube; Dinge, die unter der Herrschaft eines Atomkriegs und einer tyrannischen Weltregierung nicht m\u00f6glich w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Ich hoffe also, da\u00df Sie an diesem Wochenende einen sch\u00f6nen Kongre\u00df, eine sch\u00f6ne Konferenz haben werden. Vielen Dank, da\u00df Sie mich eingeladen haben. Ich hoffe, da\u00df Sie Ihre Suche nach der Einheit fortsetzen und weiter neue und wunderbare Menschen treffen werden. Und denken Sie daran, da\u00df das Gef\u00fchl der Freiheit, des Respekts und des Aufstiegs f\u00fcr den einzelnen immer Vorrang haben mu\u00df, denn ich denke, das sind wichtige Dinge, die wir erreichen sollten. Ich wei\u00df, da\u00df Sie an wirtschaftlicher Sicherheit interessiert sind. Sobald wir den Menschen helfen, wirtschaftliche Sicherheit zu erlangen, werden viele Barrieren fallen, und wir werden viele gl\u00fcckliche Menschen auf der ganzen Welt sehen. Und gl\u00fcckliche Menschen erkl\u00e4ren sich nicht gegenseitig den Krieg.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr die Einladung, und ich w\u00fcnsche Ihnen eine gro\u00dfartige Konferenz.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/-t5ypUj7QRY\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jack Gilroy<\/a><\/strong> (USA), Pax Christi, New York State\/ Pax Christi International; Vorstandsmitglied, New York Veteranen f\u00fcr Frieden.<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Jack Gilroy lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Die H\u00e4ndler des Todes \u00fcberwinden<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Jack Gilroy<\/p>\n<p class=\"vor\">Jack Gilroy ist ein langj\u00e4hriges f\u00fchrendes Mitglied von Pax Christi New York State und Pax Christi International, sowie Vorstandsmitglied der New York Veterans for Peace.<\/p>\n<p>Hallo, mein Name ist Jack Gilroy, ich bin Friedensaktivist im Staate New York, USA. Ich wurde von Diane Sare angesprochen, die f\u00fcr den Senat der Vereinigten Staaten kandidiert \u2013 f\u00fcr den Senatssitz, den derzeit Senatorin Kirsten Gillibrand innehat, eine Frau, deren Ehemann fr\u00fcher Eigent\u00fcmer von British Aeronautical Engineering (BAE) war. Sie verkaufte seine Aktien, damit sie in den USA eine Agentin der Todesh\u00e4ndler werden konnte, denn sie hat jedes Jahr f\u00fcr mehr Waffen gestimmt. F\u00fcr diesen obsz\u00f6nen Milit\u00e4rhaushalt hat auch ihr Ko-Senator Charles Schumer aus New York jahrein, jahraus gestimmt, der zuf\u00e4llig der Anf\u00fchrer des gr\u00f6\u00dften internationalen \u201eClubs\u201c des US-Senats ist.<\/p>\n<p>Diane fragte mich, ob ich etwas \u00fcber die wachsende Friedensbewegung in den Vereinigten Staaten sagen k\u00f6nnte. Ich mu\u00df sagen, da\u00df ich nicht glaube, da\u00df die Zahl der Mitstreiter in den Vereinigten Staaten massiv w\u00e4chst \u2013 das hei\u00dft, da\u00df die Massen nicht auf die Stra\u00dfe gehen. Was jedoch zu wachsen scheint, sind Organisationen. K\u00fcrzlich, am 18. M\u00e4rz 2023, sind in Washington, DC, einige Tausend Menschen aus dem ganzen Land zusammengekommen, um zu demonstrieren, und sie repr\u00e4sentierten 200 verschiedene Friedensorganisationen. Deshalb glaube ich schon, da\u00df es eine Zunahme gibt. Wenn die Menschen verfolgen, was im Internet geschieht, wird dies an der Anzahl von Zeitschriften und Organisationen f\u00fcr Frieden und Gerechtigkeit deutlich.<\/p>\n<p>Der Papst selbst hatte sich bereits 2015 in einer gemeinsamen Sitzung des US-Kongresses zu diesem Thema ge\u00e4u\u00dfert. Der Papst sagte, die R\u00fcstungsindustrie sei in Blut getr\u00e4nkt. Wir wollen deshalb den Bischof und die anderen einladen, damit sie vom 10. bis 13. November vor dem internationalen Tribunal, dem Internationalen Tribunal der H\u00e4ndler des Todes, aussagen. Das wird international eine interessante Zeit sein, in der die Menschen nicht nur die eigentlichen H\u00e4ndler des Todes sehen werden, sondern auch ihre stillen Helfer \u2013 diejenigen, die sich weigern, den Mund aufzumachen, oder diejenigen, die mitmachen, diejenigen, die auf die eine oder andere Weise kooperieren.<\/p>\n<p>In den Vereinigten Staaten hat \u00fcbrigens jeder im ganzen Land die M\u00f6glichkeit, gegen die H\u00e4ndler des Todes zu demonstrieren: Man braucht nur ins Internet zu gehen, und schon findet man, wo sich eine R\u00fcstungsfabrik in der N\u00e4he des eigenen Wohnorts befindet, oder zumindest ein Zulieferer.<\/p>\n<p>In den Vereinigten Staaten gibt es 435 Kongre\u00dfbezirke. Und es gibt 50 Bundesstaaten. In jedem Staat gibt es milit\u00e4rische Auftragnehmer und Zulieferer. Und nicht nur das, sondern in jedem Kongre\u00dfbezirk \u2013 435 Kongre\u00dfbezirke \u2013 gibt es Zulieferer und Auftragnehmer. Diese sind so allgegenw\u00e4rtig, da\u00df Leute wie Joan Roelofs ein Buch geschrieben haben, das erst k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlicht wurde; Sie sollten es sich vielleicht online ansehen. Es hei\u00dft <i>The Trillion Dollar Silencer<\/i> (Der Billionen-Dollar-Schalld\u00e4mpfer).<\/p>\n<p>Wir haben bereits die Billionen Dollar erw\u00e4hnt, die f\u00fcr die H\u00e4ndler des Todes ausgegeben werden, f\u00fcr das gesamte Milit\u00e4rsystem, aber Sie sollten nachlesen, was die Professorin Roelofs zu sagen hat, da\u00df es so allgegenw\u00e4rtig ist und so geschickt vom Milit\u00e4r und den H\u00e4ndlern des Todes organisiert wird, da\u00df sie \u00fcberall sind. Sie sind in den Klassenzimmern, mit dem Junior Reserveoffizier-Ausbildungskorps; sie sind im Milit\u00e4r. Die Armee, die Luftwaffe, die Marine und die Marines treten in den High Schools im ganzen Land auf und versuchen, die Leute dazu zu bringen, sich freiwillig zu melden. Das Milit\u00e4r wird als heilige Kuh dargestellt; sie sind unsere Helden, sie retten uns vor Bedrohungen aus dem Ausland. Dies sind sehr die H\u00e4ndler des Todes.<\/p>\n<p>Was wir wirklich brauchen, ist, da\u00df all diese religi\u00f6sen und nicht-religi\u00f6sen Organisationen, die die Friedensbewegung ausmachen, zusammenkommen. Die Friedensbewegung k\u00f6nnte sich vervielfachen, wenn man zum Beispiel den 10. Juni 1963 nutzen w\u00fcrde, der in ein paar Monaten bevorsteht. Der 10. Juni 1963 ist ein Brennpunkt; warum der 10. Juni? Weil John F. Kennedy am 10. Juni 1963, also in diesem Jahr vor 60 Jahren, eine Rede hielt, die Professor Jeffrey Sachs von der Columbia University, der als einer der besten Akademiker der Vereinigten Staaten gilt, f\u00fcr die wahrscheinlich wichtigste Friedensrede h\u00e4lt, die jemals von einem Pr\u00e4sidenten der Vereinigten Staaten gehalten wurde.<\/p>\n<p>JFK rief dazu auf, mit den R\u00fcstungsgesch\u00e4ften aufzuh\u00f6ren und das zu tun, was sein Vorg\u00e4nger, General Eisenhower, bei seinem Ausscheiden aus dem Amt sagte. Eisenhower sagte: \u201eH\u00fctet euch vor dem milit\u00e4risch-industriellen Komplex\u201c, wohl wissend, da\u00df der milit\u00e4risch-industrielle Komplex bereits die Kontrolle hatte.<\/p>\n<p>Dennoch sagte Kennedy, da\u00df er diesen Komplex aufl\u00f6sen w\u00fcrde. In dieser Rede sagte er, wir werden ihn aufl\u00f6sen, wir werden zur Entspannung aufrufen, wir werden mit den Russen zusammenarbeiten, so wie wir uns w\u00e4hrend der Kubakrise eingesetzt haben, um den Wahnsinn zu stoppen. Wir werden nicht nur die Produktion von Atomwaffen stoppen, sondern sie auch eliminieren und schlie\u00dflich abr\u00fcsten und \u00fcber Verhandlungen sprechen.<\/p>\n<p>Der 10. Juni 2023, der 60. Jahrestag dieser Rede, w\u00e4re wichtig.<\/p>\n<p>Pers\u00f6nlich glaube ich nach der Lekt\u00fcre der Dokumente \u2013 insbesondere was James Douglass in seinem Buch <i>JFK and the Unspeakable<\/i> zusammengestellt hat \u2013, da\u00df die H\u00e4ndler des Todes mit Hilfe der CIA und des FBI John Kennedy ermordet haben. Es scheint absolute Beweise daf\u00fcr zu geben.<\/p>\n<p>Aber wie auch immer, wir schlagen dieses Datum vor, um eine Konsolidierung von Menschen zu erreichen, die in religi\u00f6sen Organisationen zusammengeschlossen sind. Die Methodisten-F\u00f6deration zum Beispiel, der Rat der Kirchen, Pax Christi USA, und j\u00fcdische Gruppen, muslimische, buddhistische und hinduistische Gruppen k\u00f6nnen sich mit Christen und anderen zusammenschlie\u00dfen, um ein moralisches Konzept zu finden, das sie vorantreiben. Aber die gr\u00f6\u00dfte Moral scheint manchmal bei denen zu liegen, die keinen Glauben haben, bei Atheisten und anderen, die sich sehr f\u00fcr die Gesundheit und das Gute in der menschlichen Natur einsetzen. Wir m\u00fcssen uns mit ihnen zusammenschlie\u00dfen; es mu\u00df eine Kombination, eine Solidarit\u00e4t, ein Zusammenkommen von Menschen aller Glaubensrichtungen geben, um das Hauptproblem der H\u00e4ndler des Todes zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Wir bitten Sie also inst\u00e4ndig, sich nicht von der Vorstellung leiten zu lassen, wir bef\u00e4nden uns im Jahr 1939 und es gebe ein Chamberlain-Problem. Dem ist nicht so. Wir schreiben das Jahr 2023. 1939 gab es keine Atomwaffen; das ist jetzt nicht der Fall. Wir m\u00fcssen handeln; wir k\u00f6nnen wirklich nicht l\u00e4nger warten.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=o-rlprUxM-0&amp;t=1s\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Michel Cibot<\/strong> (<\/a>Frankreich) \u201eB\u00fcrgermeister f\u00fcr Frieden\u201d.<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Michel Cibot lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Was man auf kommunaler Ebene f\u00fcr den Frieden tun kann<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Michel Cibot, <br>B\u00fcrgermeister f\u00fcr den Frieden, Frankreich<\/p>\n<p>Das Schiller-Institut l\u00e4dt uns ein, gemeinsam \u00fcber ein komplexes Thema nachzudenken: n\u00e4mlich&#8230; \u201eda\u00df Frieden ohne die wirtschaftliche und soziale Entwicklung aller Nationen nicht m\u00f6glich ist\u201c.<\/p>\n<p>Das Ziel ist klar, aber wie kann man es erreichen? Das Thema ist nicht neu, und es ist klar, da\u00df die erhoffte Entwicklung, insbesondere durch die Ziele der nachhaltigen Entwicklung, die von den Staaten im Rahmen der Vereinten Nationen angestrebt werden, nicht ausreichend verbreitet ist. Es geht zu langsam voran!<\/p>\n<p>Es gibt viele Wege, die es zu erkunden gilt, um voranzukommen. Ich f\u00fcr meinen Teil habe mich dem lokalen Bereich zugewandt. Ich habe 32 Jahre meines Berufslebens in den Dienst der Gebietsk\u00f6rperschaften gestellt, und zwar als Generaldirektor f\u00fcr Dienstleistungen. Zusammen mit einer Gruppe franz\u00f6sischer St\u00e4dte habe ich die Gr\u00fcndung des franz\u00f6sischen Zweigs des weltweiten Netzwerks \u201eB\u00fcrgermeister f\u00fcr den Frieden\u201c initiiert, das von den St\u00e4dten Hiroshima und Nagasaki durch deren B\u00fcrgermeister ins Leben gerufen und angeregt wurde.<\/p>\n<p>Dieser franz\u00f6sische Zweig besteht seit 1999 unter dem Akronym \u201eAFCDRP\u201c (Association Fran\u00e7aise des Communes, D\u00e9partements et Regions for Peace). Au\u00dferdem habe ich mehrere Jahre lang an der Arbeit der franz\u00f6sischen UNESCO-Kommission teilgenommen, insbesondere am Dossier Frieden.<\/p>\n<p>Das Leben hat mich auch mehrmals nach Japan gef\u00fchrt, wo ich das ungeheure Ereignis der Vernichtung zweier St\u00e4dte und ihrer Bev\u00f6lkerung durch Atomwaffen in wenigen Minuten nacherleben konnte. Ich spreche hier als \u201eHiroshima Overseas Partner\u201c.<\/p>\n<p>Ende November 2019 besuchte Papst Franziskus Hiroshima und Nagasaki. Er sagte, warum der Vatikan den Vertrag \u00fcber das Verbot von Atomwaffen unterzeichnet hat. Ich teile seine Forderung nach einem Verbot von Atomwaffen voll und ganz. Diese Waffen, die neu in der Geschichte der Menschheit sind, haben die Besonderheit, die Erde zu verseuchen und zu verschmutzen und so die Gegenwart und die Zukunft zu zerst\u00f6ren. Diese Frage der Atomwaffen ist in diesen Tagen, in denen von neuen Bedrohungen an den Grenzen Europas und Asiens die Rede ist, von wesentlicher Bedeutung.<\/p>\n<p>Seit den Werken von Carl Sagan und Richard Turco wissen wir auch um die Risiken eines nuklearen Winters, der durch eine Reihe von Atomexplosionen ausgel\u00f6st wird und die Erde f\u00fcr menschliches Leben untauglich machen k\u00f6nnte. Ist das nicht die ultimative Gewalt des Krieges?<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte die Aufmerksamkeit auf zwei Elemente lenken: Der Beitrag der lokalen Institutionen und Initiativen zur Entwicklung der Nationen und ihre internationale Rolle. Ich werde keine Rezepte geben. Ich schlage nur vor, da\u00df wir anfangen, \u00fcber diese Themen zu diskutieren!<\/p>\n<p><i>1. Territoriale Institutionen<\/i> (Gemeinden, Departements, Regionen) oder deren \u00c4quivalente gibt es \u00fcberall, und \u00fcberall tragen sie, wenn ihr Wirken nicht durch Kriege oder zu gro\u00dfe Armut behindert wird, zum guten Leben der menschlichen Gemeinschaften bei, wie z.B. die Gewinnung von Trinkwasser, die Einrichtung von sanit\u00e4ren Anlagen und Elektrizit\u00e4t, der Bau von Schulen f\u00fcr Kinder und die Organisation von Infrastrukturen f\u00fcr die Ern\u00e4hrung der Bev\u00f6lkerung. Diese territorialen Institutionen werden nicht immer gesch\u00e4tzt oder sind gar nicht bekannt, doch ihre Leiter sind kompetente Menschen vor Ort.<\/p>\n<p>Im Jahr 2000 hat die UNESCO ein Manifest f\u00fcr eine Kultur des Friedens ver\u00f6ffentlicht, das eine Reihe von p\u00e4dagogischen Instrumenten zur Bereicherung der Lehrpl\u00e4ne und zur F\u00f6rderung lokaler Programme f\u00fcr eine Kultur des Friedens (PLACP) enth\u00e4lt. Die Akteure dieser Einrichtungen kennen die Probleme und finden L\u00f6sungen.<\/p>\n<p>Die Geschichte zeigt, da\u00df, wenn der Krieg alles zerst\u00f6rt, M\u00e4nner und Frauen vor Ort die Herausforderungen des t\u00e4glichen Lebens annehmen, um den Menschen zu helfen, sie zu ern\u00e4hren und zu versorgen, auch wenn es keine Institutionen mehr gibt.<\/p>\n<p>In Hiroshima konnte ich einen der wenigen \u00c4rzte treffen, die die Atomexplosion und die Umweltzerst\u00f6rung \u00fcberlebt haben. Durch den allgemeinen und sofortigen Zusammenbruch von allem beraubt und selbst der Radioaktivit\u00e4t ausgesetzt, widmete er seine ganze Energie dem Versuch, die Verwundeten zu retten, die \u00dcberlebenden zu versorgen und das Gesundheitssystem neu aufzubauen. Er \u00fcberlebte und k\u00fcmmerte sich f\u00fcr den Rest seines Lebens um die verstrahlten Patienten!<\/p>\n<p>Das Netz der Gedenkst\u00e4dte, das in Frankreich vor allem durch die Stadt D\u00fcnkirchen angeregt wurde, kann uns Beispiele f\u00fcr die R\u00fcckkehr zum \u00f6ffentlichen Leben dank der Initiative der B\u00fcrger nach den Kriegszerst\u00f6rungen liefern.<\/p>\n<p><i>2. Die internationale Dimension:<\/i> Lokale Institutionen sind auch in der Lage, sich auf der Ebene der f\u00fcnf Kontinente zu organisieren. Dies war nach dem Zweiten Weltkrieg mit den St\u00e4dtepartnerschaften und dem Weltverband der Partnerst\u00e4dte der Fall, aus dem Vereinigte St\u00e4dte und die VSLG (Vereinigte St\u00e4dte und lokale Gebietsk\u00f6rperschaften) hervorgingen. Damals ging es darum, die B\u00fcrgerbeziehungen durch Programme f\u00fcr Jugendbegegnungen, Kultur und Tourismus zu vervielfachen.<\/p>\n<p>Das Netzwerk \u201eB\u00fcrgermeister f\u00fcr den Frieden\u201c konzentriert sich seinerseits auf den Frieden und die nukleare Abr\u00fcstung durch eine bessere Kenntnis der nuklearen Sch\u00e4den, Bildungsinitiativen, die wichtige Erinnerungsarbeit, die sich mit den Auswirkungen der Atomwaffen auf die Menschen besch\u00e4ftigt, einschlie\u00dflich der Auswirkungen der Bedrohung selbst, der pr\u00e4- und posttraumatischen Probleme, des Unwohlseins, das durch diese Bedrohung hervorgerufen wird und das wir heute \u201e\u00d6ko-Angst\u201c nennen&#8230;<\/p>\n<p>Mehr als 8.000 Gemeinden in 166 L\u00e4ndern sind Teil dieses Netzwerks, wobei sie sich je nach Ereignis und Land unterschiedlich stark engagieren. Ihr bevorzugter Bereich ist zweifellos die humanit\u00e4re Hilfe, die Erste Hilfe, die Aufnahme von Fl\u00fcchtlingen usw.<\/p>\n<p>In Frankreich schl\u00e4gt die AFCDRP den Gemeinden vor, lokale Aktionsprogramme f\u00fcr eine Kultur des Friedens zu erstellen, die auf ihrer t\u00e4glichen Arbeit basieren. Eine Animation mit japanischen Origami kann ein sch\u00f6nes Projekt sein.<\/p>\n<p>Ein europ\u00e4ischer Zweig dieses Netzwerks ist im Entstehen begriffen. Die j\u00fcngsten Gesundheits-, Sozial- und Wirtschaftskrisen haben die Entwicklung dieser Aktionen verz\u00f6gert. Die Schlie\u00dfung der Grenzen erleichtert den Austausch nicht. Z\u00f6gern Sie nicht, diese Fragen mit Ihren lokalen Mandatstr\u00e4gern zu besprechen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>Diskussion<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sonntag, 16. April 2023<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">PANEL 3: 15:00 Uhr (MESZ):<\/h4>\n\n\n\n<p><strong><em>Schlu\u00df mit der Kasinowirtschaft, bevor es zu sp\u00e4t ist.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Moderator: <em><strong>Claudio Celani, Strategic Alert (Italien)<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Der systemische Zusammenbruch des transatlantischen Finanzsystems zerst\u00f6rt die physische Wirtschaft ganzer Nationen und treibt die Welt in den Krieg. Es wird erneut \u00fcber die Notwendigkeit diskutiert, das internationale Finanzsystem einer Glass-Steagall-Konkurssanierung zu unterziehen, um die Kasinowirtschaft zu beenden, sowie \u00fcber die Notwendigkeit von Lyndon LaRouches Vier Gesetzen. Alle Nationen der Welt m\u00fcssen wieder zu den Prinzipien der physischen \u00d6konomie anstelle monetaristischer Werte zur\u00fcckkehren. Ein Kernbereich dabei ist der Agrarsektor, der in die Lage versetzt werden mu\u00df, den Nahrungsmittelbedarf der gesamten Weltbev\u00f6lkerung zu decken. Ein Manifest von Landwirten aus der ganzen Welt ist in Vorbereitung und wird w\u00e4hrend dieses Panels diskutiert werden.<\/p>\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/dkE4CjqtSmM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>V<\/em><\/strong><\/a><a href=\"https:\/\/youtu.be\/dkE4CjqtSmM\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em><strong>ideo der Pressekonferenz von Lyndon and Helga LaRouche in der russischen Staatsduma,<\/strong><\/em><\/a> (2001).<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Auszug im Wortlaut lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Diese Krise &#8230; k\u00f6nnte die beste Sache sein<\/p>\n<p class=\"western\">UT: Ausschnitte aus der Moskauer Pressekonferenz von Lyndon und Helga LaRouche mit dem russischen \u00d6konomen Sergej Glasjew, damals Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der russischen Staatsduma, am 28. Juni 2001.<\/p>\n<p class=\"western\">Dieses Spiel kann nicht unbegrenzt fortgesetzt werden<\/p>\n<p class=\"western\"><i><b>Sergei Glazyev:<\/b><\/i> Meine Damen und Herren, zun\u00e4chst m\u00f6chte ich Sie zu den parlamentarischen Anh\u00f6rungen einladen, die wir morgen zum selben Thema durchf\u00fchren werden. An den Anh\u00f6rungen werden neben den hier Anwesenden auch prominente Wissenschaftler und Pers\u00f6nlichkeiten des \u00f6ffentlichen Lebens sowie Vertreter unserer wissenschaftlichen Institute teilnehmen. Es wird eine eingehende Diskussion sein, und ich m\u00f6chte Sie darauf aufmerksam machen.<\/p>\n<p class=\"western\">Seit einigen Jahren befindet sich das Weltfinanzsystem in einer Krise. Jeder erinnert sich an die Krise von 1997, die globale Krise, die in S\u00fcdostasien begann und dann 1998 Ru\u00dfland erfa\u00dfte. Seitdem ist die finanzielle Situation in der Welt noch instabiler geworden, und diese Instabilit\u00e4t wird von ganz objektiven Problemen und Gesetzen bestimmt.<\/p>\n<p class=\"western\">Zuallererst gibt es ein ungeheures Ausma\u00df an Finanzspekulationen, die durch die Weigerung der Federal Reserve, den Dollar in Gold umzutauschen, und die gleichzeitige Umwandlung des Dollars in die Weltreservew\u00e4hrung m\u00f6glich wurden. Seit 1971 gab es eine ungehemmte Expansion der US-W\u00e4hrung auf den Finanzm\u00e4rkten, und die eng mit dem Federal Reserve System verbundenen Mega-Spekulanten nutzen diese \u201eweichen\u201c &#8211; wie wir sie nennen &#8211; Haushaltszw\u00e4nge aus, d.h. die M\u00f6glichkeit einer unendlichen Kreditausweitung, um Superprofite aus der Finanzspekulation zu ziehen.<\/p>\n<p class=\"western\">Und in den letzten Jahren haben sich alle Arten von Finanzpyramiden entwickelt; Beispiele daf\u00fcr haben wir in Ru\u00dfland deutlich gesehen, aber sie sind von globalem Ausma\u00df und treten weltweit auf. Dieser Zustand der Instabilit\u00e4t, der durch die ungebremste Expansion der US-W\u00e4hrung auf den Weltm\u00e4rkten verursacht wird, f\u00fchrt dazu, da\u00df man die heutige Weltwirtschaft, insbesondere den Finanzsektor, als \u201eSeifenblasen\u201c-Wirtschaft bezeichnen kann. Das hei\u00dft, es handelt sich um eine Art k\u00fcnstlich gest\u00fctzter Finanzspekulation, die von den gro\u00dfen Finanzunternehmen betrieben wird und deren Ziel entweder einfach die Erzielung von Superprofiten aus einer Ver\u00e4nderung der Wirtschaftslage oder die Erzielung von Superprofiten aus der Destabilisierung der nationalen Finanzsysteme sein kann&#8230;<\/p>\n<p class=\"western\">Aber dieses Spiel kann nicht unbegrenzt fortgesetzt werden, und wir sehen heute, da\u00df die Wellen der Selbstzerst\u00f6rung, die unweigerlich aus dieser Art von Wirtschaftssystem entstehen, sozusagen ihr Zentrum erreicht haben &#8211; die Wirtschaft der Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p class=\"western\">Im vergangenen Jahr gab es mehrere schwere Krisen in den US-Finanzm\u00e4rkten, von denen jede einzelne, w\u00e4re sie vor 10 Jahren geschehen, f\u00fcr gro\u00dfe Aufregung und endlose Diskussionen in der Presse gesorgt h\u00e4tte. Leider sind wir heute schon so sehr an Turbulenzen im Finanzsystem gew\u00f6hnt, da\u00df wir nicht einmal mehr auf Verluste achten, die auf Billionen von Dollar gesch\u00e4tzt werden. Die Finanzkrise ist also in ihre dauerhafte Phase eingetreten. Sie hat eine Tendenz zur Vertiefung. Viele gelehrte Fachleute, insbesondere Herr LaRouche, den wir zur Teilnahme an der parlamentarischen Anh\u00f6rung eingeladen haben, zeigen in ihren Arbeiten, da\u00df der Zusammenbruch dieses Systems der Finanzspekulation unvermeidlich ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir haben es also mit einer objektiven Realit\u00e4t zu tun. Unter den Bedingungen der Liberalisierung und Offenheit der russischen Wirtschaft m\u00fcssen wir uns gegen die f\u00fcr Ru\u00dfland ung\u00fcnstigen Auswirkungen der Finanzkrise sch\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"western\">Ru\u00dfland: ein unverzichtbares Bindeglied zwischen Europa und Asien<\/p>\n<p class=\"western\"><i><b>Lyndon LaRouche:<\/b><\/i> Kein neues W\u00e4hrungssystem kann ohne einen entsprechenden wirtschaftspolitischen Motor funktionieren &#8211; langfristige Ziele. Alle gro\u00dfen wirtschaftlichen Entwicklungsziele haben mindestens ein Vierteljahrhundert gebraucht, um sich zu verwirklichen.<\/p>\n<p class=\"western\">Die gr\u00f6\u00dfte Chance der Welt f\u00fcr einen wirtschaftlichen Aufschwung der Welt liegt heute in Eurasien. Ein Beispiel: S\u00fcd- und Zentralasien, oder S\u00fcd- und Nordasien, sind heute im wesentlichen W\u00fcsten. Sie sind bewohnt, aber sie sind nicht entwickelt. F\u00fcr Ru\u00dfland und f\u00fcr Zentralasien ist die Entwicklung Zentralasiens und sogar der Tundra-Region Nordasiens entscheidend f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p class=\"western\">Um diese Ressourcen zu erschlie\u00dfen, m\u00fcssen wir zun\u00e4chst \u00fcber die grundlegende wirtschaftliche Infrastruktur verf\u00fcgen, um sie effizient ausbeuten zu k\u00f6nnen. Westeuropa verf\u00fcgt zwar \u00fcber ein wirtschaftliches Potential, ist aber derzeit bankrott; es kann in seinem derzeitigen Zustand nicht \u00fcberleben.<\/p>\n<p class=\"western\">Die gr\u00f6\u00dfte Konzentration der Weltbev\u00f6lkerung befindet sich in Zentral-, Ost- und S\u00fcdasien. Es gibt dort einigen technologischen Fortschritt &#8211; China und Indien haben Fortschritte gemacht, aber diese Technologie reicht nicht aus, um die Bed\u00fcrfnisse dieser gesamten Region zu befriedigen. Das weitere \u00dcberleben der westeurop\u00e4ischen Volkswirtschaften h\u00e4ngt davon ab, ob es gelingt, diese M\u00e4rkte f\u00fcr Hochtechnologie in Asien zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"western\">F\u00fcr die n\u00e4chsten 25 Jahre stellt Eurasien als Kontinent das gr\u00f6\u00dfte Wachstumspotential f\u00fcr die Welt insgesamt dar. Aus diesem Grund ist Ru\u00dfland als einzige wirklich eurasische Nation das notwendige und unverzichtbare Bindeglied zwischen der global erweiterten europ\u00e4ischen Zivilisation als Ganzes und Ost-, S\u00fcd- und S\u00fcdostasien. Ohne diese koordinierende Rolle Ru\u00dflands w\u00e4re die Art der Verwirklichung, die ich als notwendig erachte, nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p class=\"western\">Um die Sicherheit in Eurasien zu gew\u00e4hrleisten, damit die Unsicherheit nicht die M\u00f6glichkeit der wirtschaftlichen Entwicklung zunichte macht, m\u00fcssen wir auch einen Dialog der Kulturen f\u00fchren, wie der iranische Pr\u00e4sident Chatami in einer k\u00fcrzlich in Berlin gehaltenen Rede vorgeschlagen hat. Wenn man sich Asien anschaut, dann ist Ru\u00dfland zum Teil eine europ\u00e4ische Kultur, auch wenn es eine eurasische Nation ist. Der gr\u00f6\u00dfte Teil der Welt, wie z.B. Amerika, wird von einer global ausgedehnten europ\u00e4ischen Kultur beherrscht&#8230;<\/p>\n<p class=\"western\">Der Punkt ist also, man mu\u00df sich der Gefahr, der Bedrohung durch religi\u00f6se und \u00e4hnliche Formen ethnischer Kriege als St\u00f6rung des Potentials f\u00fcr zuk\u00fcnftigen Frieden und wirtschaftliche Sicherheit in Eurasien bewu\u00dft sein. Und deshalb m\u00fcssen wir den Vorschlag akzeptieren, den der iranische Pr\u00e4sident Chatami bei seinem j\u00fcngsten Besuch in Berlin gemacht hat: Wir m\u00fcssen verstehen, da\u00df wir, um wirtschaftliche Sicherheit zu erreichen, Sicherheit durch einen Dialog der Kulturen erreichen m\u00fcssen, der verhindert, da\u00df Dinge wie Religionskriege die vor uns liegenden M\u00f6glichkeiten zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"western\">Und nun zum letzten Punkt: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, da\u00df dieser gro\u00dfartige Wiederaufbau der Weltwirtschaft Erfolg hat? Die j\u00fcngste Vereinbarung von Pr\u00e4sident Putin in Schanghai, eine neue Beratergruppe zu bilden, ist ein wichtiger Schritt in die von mir aufgezeigte Richtung. Es ist nicht der letzte Schritt, aber es ist ein wichtiger Schritt, der an das ankn\u00fcpft, was Primakow als Premierminister auf den Weg gebracht hat: die Idee einer Dreiecksbeziehung Ru\u00dfland-China-Indien, um die Nationen in Eurasien zusammenzubringen. Das ist ein erster Schritt. Die Gespr\u00e4che zwischen dem russischen Pr\u00e4sidenten und der deutschen Regierung und deutschen Kreisen sind ein weiterer Aspekt des gleichen eurasischen Potentials.<\/p>\n<p class=\"western\">Und jetzt kommt der letzte Haken: Welche Rolle spielen die Vereinigten Staaten bei all dem? Der neue Pr\u00e4sident [George W. Bush] ist eine Katastrophe. Allerdings gibt es einige Verbesserungen, seit er Pr\u00e4sident ist: Die Demokraten haben den Senat \u00fcbernommen; eine betr\u00e4chtliche Anzahl von Republikanern ist in Aufruhr; jede Politik, die der Pr\u00e4sident vorgeschlagen hat, ist bereits gescheitert. Die Kluft zwischen den Vereinigten Staaten und Europa vertieft sich immer mehr. Viele von uns in den Vereinigten Staaten, die politischen Einflu\u00df haben, sind sehr besorgt \u00fcber diese Situation, und wir gewinnen an Boden. Wir k\u00f6nnen also unser Ziel erreichen, aber das wird nur durch eine Reihe von Krisen geschehen.<\/p>\n<p class=\"western\">Alles, was ich sagen kann, ist, da\u00df die Situation aus meiner Sicht klar ist; die Alternative ist klar; und was wir tun m\u00fcssen, ist klar. Wir m\u00fcssen uns selbst dar\u00fcber im Klaren sein, was wir tun m\u00fcssen: Dann, denke ich, k\u00f6nnten wir Erfolg haben. Ich danke Ihnen. &#8230;<\/p>\n<p class=\"western\"><i><b>Helga Zepp-LaRouche:<\/b><\/i> Da ich deutsche Staatsb\u00fcrgerin bin, m\u00f6chte ich noch hinzuf\u00fcgen, warum es im fundamentalen Eigeninteresse Deutschlands liegt, nicht nur mit Ru\u00dfland, sondern mit allen L\u00e4ndern der Eurasischen Landbr\u00fccke zusammenzuarbeiten. Die Situation der deutschen Wirtschaft und des Finanzsystems ist nicht weniger dramatisch als die von Herrn Glasjew f\u00fcr Ru\u00dfland oder von Herrn LaRouche f\u00fcr die ganze Welt beschriebene Lage. Der faktische Bankrott der Hauptstadt Berlin und der Bankrott der Berliner Bankgesellschaft und der f\u00fcnf beteiligten Banken ist eigentlich der Zustand aller deutschen Banken.<\/p>\n<p class=\"western\">Derzeit liegt die Inflationsrate in Deutschland bei 3,6%. Laut Bundesverfassungsgericht darf die Inflation bei der Euro-Einf\u00fchrung nur 3% betragen. Es k\u00f6nnte also sehr bald zu Verfassungsklagen kommen, um die Einf\u00fchrung des Euro zu verhindern. Zumal hinter den Kulissen in Regierungs- und Finanzkreisen Panik herrscht, da\u00df zu den mehreren hundert Milliarden D-Mark in den Zentralbanken noch rund 200 Milliarden D-Mark in bar vorhanden sind, was voraussichtlich zu einem totalen Chaos bei der Umstellung f\u00fchren wird. Deutschland wird also im zweiten, dritten und vierten Quartal dieses Jahres von einer Kombination aus zunehmender Hyperinflationstendenz, Depression und Chaos bei der Euro-Umstellung betroffen sein.<\/p>\n<p class=\"western\">In diesem Chaos wird der Euro m\u00f6glicherweise nicht zustande kommen, was f\u00fcr das \u00dcberleben Deutschlands und Westeuropas das Beste w\u00e4re, was passieren k\u00f6nnte. Die Beibehaltung souver\u00e4ner nationaler W\u00e4hrungen im Rahmen wirtschaftlicher Zusammenarbeit der eurasischen Landbr\u00fccke dient nicht nur den Interessen Deutschlands, sondern denen aller europ\u00e4ischen L\u00e4nder.<\/p>\n<p class=\"western\">Deutschland ist wirtschaftlich auf die Ausweitung der Exportm\u00e4rkte angewiesen. Die Globalisierung hat die traditionellen Exportm\u00e4rkte Deutschlands zerst\u00f6rt: Afrika liegt im Sterben, Lateinamerika ist dabei, den Weg Afrikas zu gehen, und viele Regionen der Welt st\u00fcrzen in die Katastrophe. Die Zusammenarbeit Deutschlands mit Eurasien, mit der Entwicklung der Eurasischen Landbr\u00fccke, ist ein wirtschaftliches Eigeninteresse Deutschlands. Auf einer tieferen Ebene liegt es im Sicherheitsinteresse Deutschlands, denn wir in Deutschland erinnern uns sehr gut an den Zusammenhang zwischen Depression und Krieg. W\u00e4ren die 1931 bestehenden Pl\u00e4ne zur \u00dcberwindung der Depression, die es in Deutschland um Dr. Walter Lautenbach und die Friedrich-List-Gesellschaft gab, umgesetzt worden, h\u00e4tte die Machtergreifung der Nationalsozialisten verhindert werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Heute besteht an vielen Orten die Gefahr von Kriegen, im Nahen Osten, in Afrika, in vielen anderen Regionen der Welt, und ich denke, es bedarf heute einer Vision aller L\u00e4nder Eurasiens, gemeinsam eine friedliche Ordnung zu erreichen und nicht in den Krieg zu verfallen.<\/p>\n<p class=\"western\">Deshalb arbeite ich daran, alle positiven Kr\u00e4fte in Deutschland und anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern daf\u00fcr zu gewinnen, in den kommenden Monaten Teil eines solchen B\u00fcndnisses f\u00fcr ein neues Finanzsystem und eine Eurasische Landbr\u00fccke als Eckpfeiler f\u00fcr ein globales Wiederaufbauprogramm zu werden. Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Dennis Small<\/strong> (USA), Executive Intelligence Review (USA): <a href=\"https:\/\/youtu.be\/jHn6YosAJLI\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>&#8222;Die fehlende Zutat: LaRouches Prinzip der Physischen \u00d6konomie.&#8220;<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Dennis Small lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Die fehlende Zutat:<\/p>\n<p class=\"western\">LaRouches Prinzipien der physischen \u00d6konomie<\/p>\n<p class=\"western\">Von Dennis Small<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Dennis Small ist Ibero-Amerika-Redakteur und Mitglied der Redaktionsleitung des <\/i>Executive Intelligence Review<i>. Er er\u00f6ffnete mit dem folgenden Vortrag am 16. April den dritten Abschnitt der Internetkonferenz des Schiller-Instituts. (\u00dcbersetzung aus dem Englischen, die Zwischen\u00fcberschriften wurden hinzugef\u00fcgt.<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">Guten Morgen und guten Nachmittag. In der historischen Pressekonferenz, die Lyndon LaRouche am 28. Juni 2001 gab, einen Tag bevor er und Helga Zepp-LaRouche vor dem Wirtschaftsausschu\u00df der russischen Duma aussagten, sagte er in der Erkl\u00e4rung, die Sie soeben geh\u00f6rt haben, gleich zu Beginn folgendes, und ich m\u00f6chte Ihnen diesen Satz noch einmal vorlesen. Er sagte: \u201eKein neues W\u00e4hrungssystem kann ohne entsprechende wirtschaftspolitische Impulse und langfristige Ziele funktionieren.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Ich wiederhole das, weil das eigentlich der Ausgangspunkt f\u00fcr die Diskussion in diesem Panel ist. Schon am n\u00e4chsten Tag kam LaRouche in seinen Duma-Bemerkungen neben dem Zusammenbruch des transatlantischen Finanzsystems auf die gleiche zentrale Frage zur\u00fcck: Was gibt einem Wirtschaftssystem und seiner W\u00e4hrung einen Wert? Ich zitiere:<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eDie Neuordnung des Weltw\u00e4hrungs- und Finanzsystems mu\u00df auf einer gro\u00dfangelegten, langfristigen Zusammenarbeit bei der Entwicklung der Infrastruktur innerhalb und zwischen den Nationen beruhen, wobei der Schwerpunkt auf den angenommenen Zielen des wissenschaftlichen und technischen Fortschritts liegen mu\u00df. Dreh- und Angelpunkt f\u00fcr das weltweite Wirtschaftswachstum sollte ein neues System der transkontinentalen Zusammenarbeit zwischen den souver\u00e4nen Nationalstaaten des eurasischen Kontinents sein, &#8230; aber die ganze Welt wird davon profitieren, wenn sie sich als Partner an diesen Bem\u00fchungen beteiligt.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Etwa 21 Jahre sp\u00e4ter, am 12. September 2022, schickte derselbe Dr. Sergej Glasjew, der bekannte und bedeutende russische Wirtschaftswissenschaftler, der damals Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der Duma war, eine Botschaft an Helga Zepp-LaRouche zum 100. Geburtstag von Lyndon LaRouche. Eines der wichtigen Dinge, die er darin sagte, war folgendes, ich zitiere:<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eIn praktisch allen gro\u00dfen L\u00e4ndern der Welt, die sich heute erfolgreich entwickeln &#8211; vor allem in Indien und China &#8211; gibt es Anh\u00e4nger von LaRouche. Sie haben seine Gedanken und Ideen benutzt, um ihre Wirtschaftswunder zu schaffen. Es sind die Prinzipien der Physikalischen \u00d6konomie, die LaRouche vertritt, die heute dem chinesischen Wirtschaftswunder zugrunde liegen und die auch die Grundlage der indischen Wirtschaftsentwicklungspolitik sind. Die Anh\u00e4nger von LaRouche in diesen L\u00e4ndern \u00fcben einen fruchtbaren, sehr positiven und konstruktiven Einflu\u00df auf die Gestaltung der Wirtschaftspolitik in diesen f\u00fchrenden Nationen des neuen Weltwirtschaftsparadigmas aus.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Derivate und der Kollaps<\/p>\n<p class=\"western\">Ich m\u00f6chte Ihnen heute drei Punkte in dem Fall darlegen, den ich Ihnen heute vorstellen m\u00f6chte.<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Erstens: Wir befinden uns mitten in einem Zusammenbruch des transatlantischen Finanzsystems, der unaufhaltsam, unumkehrbar, dr\u00f6hnend und gef\u00e4hrlich ist.<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Zweitens: Es gibt bereits eine Lawine von Rufen und Aktionen zur Entdollarisierung, d.h. zur Abspaltung ganzer Nationen von dem spekulativen globalen System, das von der Londoner City und der Wall Street betrieben wird, die den Dollar f\u00fcr ihre Zwecke nutzen. Diese Bestrebungen zur Entdollarisierung sind bereits in vollem Gange, und ich w\u00fcrde sagen, da\u00df dies zum jetzigen Zeitpunkt eine beschlossene Sache ist. Das wird nicht aufh\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Der dritte Punkt, den ich ansprechen m\u00f6chte, und das ist wirklich die Schl\u00fcsselfrage, auf die ich Ihre Aufmerksamkeit lenken m\u00f6chte, ist, da\u00df wir uns mit der Frage auseinandersetzen m\u00fcssen, was die Grundlage dieses neuen Systems ist, das im Entstehen begriffen ist. Was ist die eigentliche Quelle des Wertes? Wie legen wir die Parit\u00e4ten, die Wechselkurse zwischen den W\u00e4hrungen fest? Wie stellen wir sicher, da\u00df sie nicht an Wert verlieren? Wie stellen wir sicher, da\u00df sie nicht selbst zu Spekulationsinstrumenten werden?<\/p>\n<p class=\"western\">Der entscheidende Punkt, der in vielen Diskussionen fehlt, selbst bei denen, die unbedingt vorankommen wollen, sind LaRouches Prinzipien der physischen \u00d6konomie. Das ist das zentrale Thema, auf das ich Ihre Aufmerksamkeit lenken m\u00f6chte.<\/p>\n<p class=\"western\">Zun\u00e4chst zur Frage des Zusammenbruchs: Wir haben es international nicht mit einem Schuldenproblem zu tun, sondern mit einem Derivateproblem. Wir haben es mit einer globalen Finanzblase von etwa 2 Billionen Dollar zu tun &#8211; und noch einmal f\u00fcr diejenigen unter Ihnen, die nicht genau wissen, wie gro\u00df eine Billion ist: Es ist eine 2 gefolgt von 15 Nullen. Und diese Blase basiert auf der Schuldenblase der Aktien, der Anleihen, der Verschuldung der Nationen, der Einzelpersonen usw. Es ist diese Derivatblase, die 2008 geplatzt ist, und die sogenannte \u201eL\u00f6sung\u201c, die von den Genies an der Wall Street und in der Londoner City angeboten wurde, lautete: \u201eF\u00fcttern wir einfach die Blase und machen sie gr\u00f6\u00dfer. Das sollte ganz gut funktionieren.\u201c Und hier sind wir nun, 30 Billionen Dollar der quantitativen Lockerung und anderer lustiger Geldsch\u00f6pfung sp\u00e4ter, und die Weltblase ist dabei zu platzen.<\/p>\n<p class=\"western\">Zuerst haben sie das Gaspedal durchgedr\u00fcckt, um diese Finanzblase weiter zu beschleunigen. Dann, vor etwa einem Jahr, als sie sahen, da\u00df dies wirklich v\u00f6llig au\u00dfer Kontrolle geraten w\u00fcrde, beschlossen sie: \u201eNun, versuchen wir, die Bremsen zu bet\u00e4tigen.\u201c Sie haben die Zinss\u00e4tze auf 4,5 bis 5 % angehoben, und das wiederum hat zu dem gef\u00fchrt, was wir eben just erlebt haben, n\u00e4mlich den Konkurs einiger mittlerer und gro\u00dfer Banken auf internationaler Ebene. Wir hatten die Krise der Silicon Valley Bank, die in Konkurs ging. Sie wurde gerettet, indem die Fed weit \u00fcber die gesetzlichen Grenzen hinaus &#8211; n\u00e4mlich 250.000 Dollar &#8211; einsprang und sagte: \u201eNein, wir retten alle. Es ist alles in Ordnung, macht euch keine Sorgen.\u201c Dabei handelte es sich um eine Bank, die sich an umfangreichen Spekulationen beteiligt hatte, insbesondere in der Technologieblase.<\/p>\n<p class=\"western\">Dann hatten wir den Fall der Credit Suisse, einer der gr\u00f6\u00dften Schweizer Banken, die eine gro\u00dfe Menge an Derivaten in ihren B\u00fcchern hatte. Sie ging v\u00f6llig bankrott. Sie wurde von der Schweizerischen Nationalbank mit etwa 270 Mrd. Dollar an Rettungsgeldern gerettet. Das wiederum wurde von der Federal Reserve gestoppt, die allen europ\u00e4ischen Zentralbanken Swap-Linien zur Verf\u00fcgung stellte, so wie wir es 2008 getan hatten, um das System zu retten. Dann wurde sie auf Anweisung der Schweizer und anderer Zentralbanken von der schweizerischen UBS \u00fcbernommen, wodurch eine riesige, v\u00f6llig bankrotte Bank entstand.<\/p>\n<p class=\"western\">Diese Angelegenheit der Credit Suisse macht deutlich, was das eigentliche Problem ist. Und wie ich schon sagte, geht es um Derivate. Betrachtet man die vier gr\u00f6\u00dften Banken in den Vereinigten Staaten in Bezug auf ihre Derivatbest\u00e4nde, so stellt man fest, da\u00df sie 173 Billionen Dollar an Derivaten besitzen, gegen\u00fcber 8 Billionen Dollar an Verm\u00f6genswerten.<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\">&#8212;&#8211;<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\"><em>EIR<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-96643\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Small1.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"337\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Small1.jpg 1275w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Small1-300x169.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Small1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Small1-768x432.jpg 768w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\">Abb. 1: Verm\u00f6genswerte und Derivaterisiken amerikanischer und chinesischer Banken (in Billionen $).<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\">&#8212;&#8211;<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn wir uns nun die Verm\u00f6genswerte der Bank als einen Hund und die Derivate als einen Floh oder eine Zecke an diesem Hund vorstellen (<i>Abbildung 1, linke Seite<\/i>), dann sprechen wir von einem Verh\u00e4ltnis von 22 zu 1. Wenn Sie einen 22 Pfund schweren oder einen 20 Pfund schweren Hund haben, dann haben Sie es mit einer 400 Pfund schweren Zecke zu tun. Armer Hund, nicht wahr?<\/p>\n<p class=\"western\">Sehen Sie sich zum Vergleich einmal die Situation in China an (<i>Abbildung 1, rechte Seite<\/i>). Die Situation in China ist ganz anders. Die vier gr\u00f6\u00dften Banken dort haben 19 Billionen Dollar an Verm\u00f6genswerten, aber nur 7 Billionen Dollar an Derivaten. Das ist zwar immer noch zu viel, aber die Situation ist noch lange nicht au\u00dfer Kontrolle geraten.<\/p>\n<p class=\"western\">Glass-Steagall und Entdollarisierung<\/p>\n<p class=\"western\">Diese Tatsache ist jedem auf der Welt bekannt, der die Augen offen genug hat, um sie zu sehen, und dem es wichtig genug ist, sie zu sehen. Ein Land nach dem anderen erkennt dies an, und es findet ein Proze\u00df der Entdollarisierung statt, bei dem die Menschen sagen: \u201eWir sehen, da\u00df die Titanic sinkt. Wir wollen nicht mit ihr untergehen.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Ich denke, da\u00df dies aus drei Gr\u00fcnden geschieht.<\/p>\n<p class=\"western\">Erstens sehen sie, wie ich schon sagte, da\u00df die Titanic untergeht, und sie wollen nicht mit ihr untergehen.<\/p>\n<p class=\"western\">Zweitens sehen sie, da\u00df die gegen Ru\u00dfland verh\u00e4ngten Sanktionen Ru\u00dfland nicht zerst\u00f6rt haben. Wie ein hochrangiger brasilianischer Beamter k\u00fcrzlich sagte: \u201eWer hat Angst vor dem gro\u00dfen b\u00f6sen Wolf\u201c, was die Frage des Umgangs mit China usw. betrifft. Ru\u00dfland ist nicht untergegangen; sogar die Option, Ru\u00dfland aus dem SWIFT-System auszuschlie\u00dfen, hat nicht die erwartete Wirkung gezeigt.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber die andere Sache, die vor sich geht, ist, da\u00df es eine gewisse F\u00fchrung gibt. Xi Jinping, Putin, die Staats- und Regierungschefs von Brasilien, Saudi-Arabien, der T\u00fcrkei, Indonesien und anderen L\u00e4ndern haben Ideen vorgestellt, die eindeutig in Richtung einer st\u00e4rkeren Rolle der lokalen W\u00e4hrungen, der Nicht-Dollar-W\u00e4hrungen, gehen. Erstens durch Swaps, d.h. Swaps von Bank zu Bank, um Kreditlinien zu erhalten, zweitens durch den Handel, der zum Beispiel auf Yuan lautet. Und dann die Einrichtung umfassender Clearinghouse-Operationen, die nicht nur den Handel, sondern auch Investitionen in den jeweiligen Volkswirtschaften erm\u00f6glichen werden.<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\">&#8212;&#8211;<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\"><em>EIR<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-96633\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Small2-e1682522420713.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"303\" \/><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\">Abb. 2: Der chinesische Y\u00fcan wird zu einer globalen W\u00e4hrung<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\">&#8212;&#8211;<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn Sie einen Blick auf diese Karte (<i>Abbildung 2<\/i>) werfen, werden Sie feststellen, da\u00df die Zahl der beteiligten L\u00e4nder, die den Yuan auf die eine oder andere Weise nutzen, auf \u00fcber 30 gesch\u00e4tzt wird, und das ist weit mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung der Erde. Dies ist also ein Proze\u00df, der sich sehr schnell ausbreitet.<\/p>\n<p class=\"western\">Nun haben sich viele Menschen in den Vereinigten Staaten auf ihr hohes Ro\u00df gesetzt und gesagt: \u201eDas ist schrecklich, das ist ein Angriff auf uns. Das ist die Abschaffung des Dollars; ihr greift uns an. Wir m\u00fcssen das stoppen. China mu\u00df gestoppt werden; Ru\u00dfland mu\u00df gestoppt werden; Brasilien mu\u00df gestoppt werden; sie alle m\u00fcssen gestoppt werden.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Das ist Unsinn, denn Tatsache ist, da\u00df auch die Vereinigten Staaten ihren Dollar entdollarisieren sollten. Wenn wir mit diesem Dollar den Wall-Street-Dollar meinen, den Dollar der Londoner City, dann ist damit nicht der Dollar gemeint, der einst der Greenback oder die nationale W\u00e4hrung der Vereinigten Staaten war, um die nationale wirtschaftliche Entwicklung zu erm\u00f6glichen, sondern ein krebsartiges, spekulatives Tier, das unser Dollarsystem \u00fcbernommen hat; und es hat uns unter die Kontrolle der City of London und der Wall Street gebracht. Auch wir m\u00fcssen uns vom Wall-Street-Dollar befreien.<\/p>\n<p class=\"western\">Dieser Proze\u00df hat in den Vereinigten Staaten einen ganz bestimmten Namen und eine ganz bestimmte Geschichte. Man nennt ihn Franklin Delano Roosevelts Glass-Steagall-Prinzip. Denn das Glass-Steagall-Prinzip ist nichts anderes als die Ent-Wall-Street-Dollarisierung; es ist eine vollst\u00e4ndige Trennung zwischen dem spekulativen Dollar unter der Kontrolle der City of London und der Wall Street, nicht der Bev\u00f6lkerung der Vereinigten Staaten. Das auf der einen Seite und auf der anderen Seite das kommerzielle, produktive Bankwesen, in dem der Dollar wieder zur W\u00e4hrung der Vereinigten Staaten werden kann.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Frage ist nun, und das ist das Thema, dem ich meine Aufmerksamkeit schenken m\u00f6chte: Wie k\u00f6nnen wir dem einen Wert geben? Wie stellen wir sicher, da\u00df die neue W\u00e4hrung, die entwickelt wird &#8211; sei es der Yuan oder, was wahrscheinlicher ist, eine gemeinsame W\u00e4hrung der BRICS-Staaten, die aus dem bevorstehenden Gipfeltreffen der BRICS-Staaten im August in S\u00fcdafrika hervorgehen wird, weil ich glaube, da\u00df sich die Inder mit dieser W\u00e4hrung wohler f\u00fchlen w\u00fcrden als mit dem chinesischen Yuan: was immer es sein wird, der entscheidende Punkt ist nicht die W\u00e4hrung, sondern die Politik, die ihr Wert verleiht.<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eHandel ohne W\u00e4hrung\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Lyndon LaRouche hat sich mit diesem Thema in einer Studie eingehend besch\u00e4ftigt, die ich Ihnen als absolut grundlegend empfehlen m\u00f6chte. Sie hei\u00dft \u201eHandel ohne W\u00e4hrung\u201c.<sup>1<\/sup> In diesem Dokument geht LaRouche ausf\u00fchrlich auf dieses Thema ein.<\/p>\n<p class=\"western\">Lassen Sie mich einleitend von einem pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch berichten, das ich einmal mit Lyndon LaRouche hatte und das mir wirklich die Augen ge\u00f6ffnet hat. Ich sprach mit ihm \u00fcber die Frage, wie man Parit\u00e4ten zwischen den Vereinigten Staaten und anderen W\u00e4hrungen auf einer n\u00fctzlichen produktiven Basis herstellen kann. Ich hatte mich zum Beispiel mit dem mexikanischen Peso etwas eingehender besch\u00e4ftigt und ein Bild von Warenk\u00f6rben mit Konsum- und Produktionsg\u00fctern, Infrastrukturg\u00fctern und so weiter erstellt. Ich sprach das Thema mit LaRouche an und begann es zu diskutieren. Ich war noch nicht sehr weit in meiner Frage gekommen, als er sagte:<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eVergi\u00df es! Es spielt keine Rolle! Legen wir einfach eine bestimmte Parit\u00e4t fest, die uns vern\u00fcnftig erscheint, denn diese feste Parit\u00e4t, dieser feste Wechselkurs wird die Einf\u00fchrung einer Politik der Investitionen, der Hochtechnologie und des wissenschaftlichen Fortschritts erm\u00f6glichen, was das einzige ist, was jeder W\u00e4hrung einen Wert verleiht. Und dann, und nur dann, haben wir die Grundlage, um tats\u00e4chlich dar\u00fcber zu sprechen, wie hoch eine Parit\u00e4t sein sollte. Man darf es nicht mit Mathematik angehen, sondern mit physischer \u00d6konomie.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">H\u00f6ren wir uns nun an, was LaRouche selbst in diesem au\u00dfergew\u00f6hnlichen Dokument zu sagen hatte. Ich denke, das ist wichtig, denn wenn man sich die Situation in China anschaut, dann ist die St\u00e4rke des Yuan die St\u00e4rke der chinesischen Wirtschaft. Die Befreiung von 850 Millionen Menschen aus der Armut, der Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken, der wissenschaftliche Fortschritt und so weiter.<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\">&#8212;&#8211;<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\"><em>EIR<\/em><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-96623\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Small3-1024x716.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Small3-1024x716.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Small3-300x210.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Small3-768x537.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Small3.jpg 1150w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\">Abb 3: Anteil der BRICS-Plus an der physischen Wirtschaft (in % der Welt)<\/p>\n<p class=\"western\" style=\"text-align: center;\">&#8212;&#8211;<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn Sie sich den BRICS-L\u00e4ndern zuwenden, wie Sie in der Grafik auf Ihrem Bildschirm sehen k\u00f6nnen, gibt es in den BRICS+-L\u00e4ndern &#8211; den f\u00fcnf BRICS-L\u00e4ndern und weiteren neun oder so, f\u00fcr die wir Berechnungen angestellt haben &#8211; eine echte realwirtschaftliche Basis f\u00fcr physische wirtschaftliche Parameter, die sehr ermutigend sind (<i>Abbildung 3<\/i>). Mit 51% der Bev\u00f6lkerung produzieren diese L\u00e4nder 53% des Weizens, 77% der Kohle und 73% des Stahls. Sie haben einen sehr geringen Anteil an der Aktienmarktbewertung, was eine gute Sache ist. Aber das ist nicht der Wert, das ist die Plattform, von der aus der Wert abheben kann. Es ist eine ermutigende Plattform, aber die Rakete, die abheben mu\u00df, ist die Steigerung der Produktivit\u00e4t der physischen Wirtschaft; die Steigerung der Produktivkr\u00e4fte der Arbeit.<\/p>\n<p class=\"western\">LaRouche stellt diese Frage gleich zu Beginn seines Dokuments. Er sagt:<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eWas stellt den dauerhaften Wert dar, den man einer mittel- und langfristigen Kapitalbildung im G\u00fctersektor sinnvoll zugrunde legen kann? &#8230; Wenn gerade zweifelsfrei bewiesen wurde, da\u00df man dauerhafte wirtschaftliche Werte nicht von Geldmengen ableiten kann, wo liegt dann eine me\u00dfbare Bewertung wirtschaftlicher Aktivit\u00e4ten?\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Und dann wirft er die eigentliche Frage der potentiellen relativen Bev\u00f6lkerungsdichte auf, die, wie er selbst sagt, sein gro\u00dfer Durchbruch und seine Entdeckung in der Wirtschaftswissenschaft ist. Er sagt Folgendes:<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eDie grundlegende Berechnung, die in jeder vern\u00fcnftigen wirtschaftlichen Untersuchung angewendet werden mu\u00df, bezeichnet man am besten als die potentielle relative Bev\u00f6lkerungsdichte der Volkswirtschaft als ganzer. Die Messung, die aus diesem Standard gewonnen wird, beschreibt die Anstiegsrate oder das Absinken dieses Potentials. Dieses Ma\u00df bestimmt, was wir als Ausdruck eines zugrundeliegenden Begriffs wirtschaftlichen Wachstum verstehen sollten.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Nun gut, was verursacht dann die Zunahme der potentiellen relativen Bev\u00f6lkerungsdichte? LaRouche gibt die folgende Antwort:<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eIn der Wissenschaft der physikalischen \u00d6konomie, wie sie in den entsprechenden Arbeiten von Gottfried Wilhelm Leibniz zwischen 1671 und 1716 erstmals definiert wurde, besteht die Unterscheidung des Menschen von allen anderen Lebewesen darin, da\u00df nur die Menschheit ihre potentielle relative Bev\u00f6lkerungsdichte &#8211; ihre Macht &#8211; willentlich erh\u00f6hen kann. Dieser Willensakt bei der Erh\u00f6hung der Macht des Menschen \u00fcber das Universum dr\u00fcckt sich in der Entdeckung nachweisbarer universeller physikalischer Prinzipien aus.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Wie kann nun der tats\u00e4chliche Wert von W\u00e4hrungen und Tauschmitteln unter diesem Konzept der physischen \u00d6konomie &#8211; LaRouches Prinzipien &#8211; festgelegt werden? Er sagt:<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eEinen G\u00fcter-Warenkorb, wie ich ihn hier umrissen habe, mu\u00df man also als gemeinsame Verpflichtung verstehen, Gutes zu tun. Es geht demnach bei der Wirtschaft nicht darum, welchen Preis man einer Ware im einzelnen gibt, sondern um den guten Willen, der sich in der Methode ausdr\u00fcckt, sich auf einen vern\u00fcnftig gesch\u00e4tzten fairen Preis zu einigen. Mit dieser Grundlage wird ein vern\u00fcnftiger Preis f\u00fcr eine Einheit des G\u00fcter-Warenkorbes auch in der Praxis der richtige Preis sein.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Worauf will LaRouche hier hinaus? Da\u00df der Mensch als Gattung in einzigartiger Weise mit Kreativit\u00e4t ausgestattet ist, um universelle physikalische Prinzipien des Universums in seinem Sch\u00f6pfungsproze\u00df zu entdecken, und da\u00df der Mensch durch die Entdeckung dieser Prinzipien zu diesem Entwicklungsproze\u00df des Universums beitr\u00e4gt. Diese Kreativit\u00e4t, dieser freie Wille, sich kreativ zu bet\u00e4tigen, ist auch die Grundlage der Moral. Das Gute ist die moralische Entscheidung, so zu handeln, da\u00df die potentielle relative Bev\u00f6lkerungsdichte unserer gesamten Spezies \u00fcberall in allen L\u00e4ndern zum gegenseitigen Nutzen verbessert wird. Es ist also dieser Standpunkt, dieser Standpunkt der Philosophie, dieser Standpunkt der physischen \u00d6konomie, der die einzige Grundlage ist, auf der wir diskutieren k\u00f6nnen, wie wir tats\u00e4chlich eine neue Wirtschafts- und Entwicklungsarchitektur aufbauen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Wie im Fall von Riemanns Habilitationsschrift, in der er feststellte, da\u00df es notwendig sei, von der Mathematik zur Physik \u00fcberzugehen, um das Problem zu verstehen, m\u00fcssen wir, wenn wir verstehen wollen, was eine neue Architektur bedeutet, von den rein finanziellen und monet\u00e4ren \u00dcberlegungen zur physischen \u00d6konomie \u00fcbergehen, zu Lyndon LaRouches Wissenschaft der physischen \u00d6konomie. Ich danke Ihnen vielmals.<\/p>\n<p class=\"western\">Anmerkung:<\/p>\n<p class=\"western\">1. <span style=\"color: #0000ff;\"><a href=\"https:\/\/archive.schillerinstitute.com\/economy\/nbw\/nbw_trade_without_cur.html\"><i>https:\/\/archive.schillerinstitute.com\/economy\/nbw\/nbw_trade_without_cur.html<\/i><\/a><\/span>, dt. unter dem Titel \u201eWarenkorb statt W\u00e4hrungskorb\u201c in<b> <\/b>Neue Solidarit\u00e4t 33 und 34\/2000.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Kongre\u00dfabgeordneter Benjamin Robles<\/strong> (Mexiko); <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=eD0x3mTxIhQ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>\u201eDer Kampf f\u00fcr Nahrungsmittel, der Kampf f\u00fcr eine neue Weltordnung\u201c.<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Benjamin Robles lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Der Kampf um die Nahrung ist ein Kampf f\u00fcr eine neue Weltordnung<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Benjamin Robles<\/p>\n<p class=\"vor\">Benjamin Robles ist Abgeordneter des Mexikanischen Kongresses und Pr\u00e4sident des Nationalen Kollegiums der \u00d6konomen Mexikos. In der Internetkonferenz des Schiller-Instituts hielt er am 16. April den folgenden Vortrag. (\u00dcbersetzung aus dem Spanischen.)<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen. Guten Morgen, hier in Mexiko, und guten Tag an alle meine Freunde, die online zugeschaltet sind, Freunde aus der ganzen Welt! Weltb\u00fcrger, vereinigt euch!<\/p>\n<p>Wenn Sie mir gestatten, m\u00f6chte ich zu Beginn meiner Ausf\u00fchrungen den Aufruf vom 16. November letzten Jahres, 2022, an alle Gesetzgeber, Pr\u00e4sidenten von Nationen und Staatsoberh\u00e4upter der Welt wiederholen, sich dem Aufruf des Schiller-Instituts anzuschlie\u00dfen, die Gefahr einer nuklearen Konfrontation anzuprangern und zu beenden.<\/p>\n<p>Seitdem wurde durch die Identifizierung der Urspr\u00fcnge dieser Gefahr mehr Klarheit dar\u00fcber erlangt, warum die Friedensbem\u00fchungen vervielfacht werden m\u00fcssen, und es wurden die ersten Aktivit\u00e4ten f\u00fcr das in Gang gesetzt, was man eine neue Ordnung f\u00fcr Frieden und Fortschritt der V\u00f6lker nennen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Wir, die wir von Mexiko aus diese Aktionen verfolgen, sind mit den Ergebnissen ehrlich zufrieden. Aber wir m\u00fcssen auch feststellen, da\u00df die Atomkriegsgefahr und nun auch die Nahrungsmittelkatastrophe nicht gebannt sind, was uns zwingt, unser Tempo zu beschleunigen.<\/p>\n<p>Deshalb m\u00f6chte ich Sie alle \u00fcber die Geschehnisse in meinem Land und die ersten Aktivit\u00e4ten der Koordinierung mit den lateinamerikanischen L\u00e4ndern informieren. Ich m\u00f6chte Sie dar\u00fcber informieren, da\u00df ich vor einigen Tagen dem mexikanischen Pr\u00e4sidenten Andr\u00e9s Manuel L\u00f3pez Obrador in einem ausf\u00fchrlichen und respektvollen Schreiben dazu gratuliert habe, da\u00df er einen pers\u00f6nlichen Dialog mit den Pr\u00e4sidenten der Karibik und Lateinamerikas eingeleitet hat, um ausgehend von den L\u00e4ndern Lateinamerikas nach Wegen zur L\u00f6sung des Inflationsproblems in verschiedenen L\u00e4ndern der Welt zu suchen.<\/p>\n<p>Worauf beziehe ich mich dabei konkret? Auf zwei Dinge: auf die Probleme der zu geringen Produktion und Versorgung mit Nahrungsmitteln; und auf die Notwendigkeit eines gerechten Finanzsystems, eines demokratischen, integrativen und solidarischen Finanzsystems, das dieses und viele andere Probleme l\u00f6sen kann.<\/p>\n<p>Ich habe diese Gl\u00fcckw\u00fcnsche in meiner Eigenschaft als Pr\u00e4sident des Nationalen Kollegiums der \u00d6konomen Mexikos ausgesprochen. In diesem Zusammenhang m\u00f6chte ich darauf hinweisen, da\u00df wir mexikanischen Wirtschaftswissenschaftler bereits zum 1. Januar des Vorjahres, also 2022, \u00e4hnliche Ma\u00dfnahmen vorgeschlagen hatten. Wir haben zahlreiche Briefe an Pr\u00e4sident L\u00f3pez Obrador und an den Finanzminister unseres Landes geschickt, in denen wir Ideen und Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Inflation vorstellten \u2013 diesen ungew\u00f6hnlichen Preisanstieg, der in vielen Teilen der Welt auftrat, als die Wirtschaft wieder zu wachsen begann, nachdem sie aufgrund der Pandemie stagniert hatte.<\/p>\n<p>Erlauben Sie mir, da\u00df ich Ihnen ein wenig von der j\u00fcngsten Geschichte des Kampfes um Nahrungsmittel f\u00fcr das \u00dcberleben erz\u00e4hle, der sich hier in Mexiko abspielt, denn sie spiegelt den Gedanken wider, liebe Freunde, da\u00df wir eine weltweite Perspektive brauchen, um dieses Problem zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Im Januar 2022 schlugen wir mexikanischen \u00d6konomen dem Pr\u00e4sidenten L\u00f3pez Obrador einen kurzfristigen Anti-Inflationsplan vor, der neun Punkte enthielt, und zwar zu einer Zeit, als die Erzeugerpreise, wie ich schon sagte, noch recht stabil waren. Nur wenige glaubten damals, da\u00df es zu einer Inflationsspirale kommen w\u00fcrde, aber wie wir vorausgesagt hatten, begannen die Preise schon bald, innerhalb von drei Monaten, pl\u00f6tzlich zu steigen. Die Regierung leitete eine Eind\u00e4mmungsstrategie ein, die darin bestand, den Benzinpreis zu subventionieren und eine Vereinbarung mit den Unternehmern zu treffen, die Preise f\u00fcr Lebensmittel und andere grundlegende Konsumg\u00fcter einzufrieren. Wenig sp\u00e4ter beschlo\u00df die Regierung angesichts der drohenden Knappheit, die Grenzen f\u00fcr den Handel weiter zu \u00f6ffnen und die Z\u00f6lle auf eine Reihe weiterer Waren zu senken.<\/p>\n<p>Aber die Inflation lie\u00df nicht viel nach, sie machte kaum eine Pause, und die M\u00f6glichkeit eines Wachstums blieb in der Schwebe. Au\u00dferdem geschah all dies, w\u00e4hrend die Zinss\u00e4tze aggressiv angehoben wurden. Die Zentralbanker der Welt haben diesen geldpolitischen Weg eingeschlagen und die Zinsen deutlich erh\u00f6ht. Unter diesen Umst\u00e4nden rief Pr\u00e4sident L\u00f3pez Obrador am 5. April die lateinamerikanischen Nationen dazu auf, ein B\u00fcndnis f\u00fcr die Nahrungsmittelproduktion und f\u00fcr eine neue Weltfinanzordnung einzugehen.<\/p>\n<h3>Weltweite Neuordnung notwendig<\/h3>\n<p>Aber ich m\u00f6chte etwas hinzuf\u00fcgen, meine Freunde. Dies scheint mir zwar ein ausgezeichneter Schritt zu sein, aber es gibt andere Teile der Erde, wo die Situation der Nahrungsmittelarmut noch schlimmer ist, und deshalb ist eine weltweite Neuordnung dringend notwendig. Ich m\u00f6chte sagen, da\u00df ich als Wirtschaftswissenschaftler wei\u00df, wie wichtig es ist, die wachsende Inflation der Lebensmittelpreise auf der ganzen Welt zu analysieren, und auch, da\u00df wir etwas tun m\u00fcssen, um dieser Herausforderung zu begegnen. Und deshalb schlage ich vor, da\u00df wir gemeinsam einige Aktionen und Ma\u00dfnahmen in Erw\u00e4gung ziehen, so zum Beispiel:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<ol>\n<li>Schaffung einer internationalen Allianz zur Bek\u00e4mpfung der weltweiten Lebensmittelpreisinflation.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>Festlegung gemeinsamer Ziele und Rahmenbedingungen, um sicherzustellen, da\u00df alle Nationen an einem Strang ziehen.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>Durchf\u00fchrung detaillierter Studien und Analysen zum besseren Verst\u00e4ndnis der Ursachen f\u00fcr die Inflation der Lebensmittelpreise.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>Entwicklung einer makro\u00f6konomischen Politik, die die wirtschaftliche Stabilit\u00e4t f\u00f6rdert und die Inflation eind\u00e4mmt.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>Auflegung von Programmen zur F\u00f6rderung der Entwicklung der Landwirtschaft in den Regionen mit den h\u00f6chsten Inflationsraten.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>F\u00f6rderung von Investitionen in die landwirtschaftliche Infrastruktur und Technologie, um die Produktivit\u00e4t zu steigern und die Kosten zu senken.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>Einf\u00fchrung von Ma\u00dfnahmen zur Preiskontrolle, um zu gew\u00e4hrleisten, da\u00df die Verbraucher Zugang zu Lebensmitteln zu erschwinglichen Preisen haben.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>Entwicklung eines Systems zur \u00dcberwachung der Lebensmittelpreise, um Preiserh\u00f6hungen rasch zu erkennen und die erforderlichen Ma\u00dfnahmen zu ergreifen.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>Einrichtung von Kommunikationskan\u00e4len mit Kleinerzeugern und Landwirten, um ihre Probleme und Bed\u00fcrfnisse zu verstehen und neue Vorschl\u00e4ge in dieser Hinsicht zu machen.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>F\u00f6rderung des fairen Handels, um sicherzustellen, da\u00df die Erzeuger f\u00fcr ihre Arbeit angemessen entlohnt werden.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>Durchf\u00fchrung von Ma\u00dfnahmen zur Unterst\u00fctzung von Landwirten, die aufgrund von externen Faktoren wie dem Klimawandel Verluste erleiden.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>Einf\u00fchrung von Ma\u00dfnahmen zur Verringerung der Lebensmittelverschwendung und zur Steigerung der Effizienz in der Lieferkette.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>Entwicklung von finanziellen Bildungs- und Ausbildungsprogrammen f\u00fcr Erzeuger und f\u00fcr Personen, die f\u00fcr die Verteilung von Lebensmitteln zust\u00e4ndig sind.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>F\u00f6rderung des Einsatzes von IT- und Kommunikationstechnologien zur Verbesserung der Effizienz der Versorgungskette.\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>Einrichtung sozialer Sicherheitsnetze f\u00fcr diejenigen, die von der Lebensmittelpreisinflation am st\u00e4rksten betroffen sind. Und, nat\u00fcrlich,\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<li>F\u00f6rderung von Investitionen in Forschung und Entwicklung.\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p>Dies sind einige der Ma\u00dfnahmen, die ich zur Diskussion stelle, so da\u00df wir sie in naher Zukunft er\u00f6rtern und bereichern k\u00f6nnen. Es sollte eine akademische, vor allem wirtschaftswissenschaftliche Diskussion sein, damit wir dazu beitragen k\u00f6nnen, das weltweite Ph\u00e4nomen des ungew\u00f6hnlichen Preisanstiegs nach der COVID-19-Pandemie, das wir erleben, zu bew\u00e4ltigen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte nun meine Ausf\u00fchrungen nicht l\u00e4nger ausdehnen. Ich gr\u00fc\u00dfe Sie, liebe Freunde aus aller Welt, und verabschiede mich mit der Anregung, da\u00df diese Konferenz eine Erkl\u00e4rung an die lateinamerikanischen Pr\u00e4sidenten abgeben k\u00f6nnte, an die Gremien, die am 5. und 6. Mai in Mexiko zusammenkommen werden, um diese Strategische Allianz der lateinamerikanischen L\u00e4nder gegen die Inflation weiter zu konkretisieren. Meines Erachtens k\u00f6nnte es sich sogar lohnen, dar\u00fcber zu diskutieren, ob Delegierte von uns bei diesem Gipfel anwesend sein k\u00f6nnen oder nicht.<\/p>\n<p>Und so verabschiede ich mich mit dem Satz, den ich hier in meinem Land oft benutze: Der Kampf wird weitergehen \u2013 jawohl, er wird weitergehen \u2013, bis sich die Dinge \u00e4ndern! Vielen Dank f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit und herzliche Gr\u00fc\u00dfe.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=yr7A3djWFkE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Bob Baker<\/strong><\/a> (USA) und andere, internationale Landwirtebewegung ( <a href=\"https:\/\/youtu.be\/IptsK_eeeGs\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Dr. Jaap Hanekamp<\/strong><\/a> (Niederlande) Chemiker, Professor, University College Roosevelt; &#8222;Schlu\u00df mit dem Stickstoff-&#8218;Scientismus&#8216;-Schrecken; Nahrungsmittel produzieren&#8220;; <a href=\"https:\/\/youtu.be\/r7Gpr3goKl0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Philippe Gr\u00e9goire<\/strong><\/a> (Frankreich) Pr\u00e4sident der Nationalen Bewegung der Rinderz\u00fcchter aus unseren Regionen: &#8222;Zusammenarbeit, nicht Wettbewerb f\u00fcr die Entwicklung jedes Landes&#8220;; <strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/DyrXZ9Y1Jy0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Bill Bullard<\/a><\/strong> (USA) CEO von R-CALF USA &#8222;Wir Lebensmittelproduzenten stehen zusammen&#8220;; <a href=\"https:\/\/youtu.be\/zanuUygPQJg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>James &#8222;Jim&#8220; Moore<\/strong><\/a> (USA) Ehemaliger Pr\u00e4sident der Alaska Trollers Association: &#8222;Anti-Monopol-Zusammenarbeit, plus Wissenschaft und Moral bedeuten Nahrung f\u00fcr alle&#8220;.)<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Beitr\u00e4ge der internationalen Landwirtschaftsvertreter lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Im Rahmen des dritten Konferenzabschnitts wurden die folgenden f\u00fcnf Videobeitr\u00e4ge von Rednern aus den USA, den Niederlanden und Frankreich zur Lage der Nahrungsmittelproduzenten gezeigt.<\/p>\n<p class=\"western\">Bob Baker, Landwirtekommission des Schiller-Instituts<\/p>\n<p class=\"western\">Hallo, ich bin Bob Baker von der Landwirtekommission des Schiller-Instituts. Ich gr\u00fc\u00dfe Sie alle. Letzten Monat konnte ich pers\u00f6nlich die Unterst\u00fctzung der amerikanischen Landwirte und Viehz\u00fcchter f\u00fcr die Massenprotestkundgebung der niederl\u00e4ndischen Landwirte, Fischer und vieler anderer Demonstranten in Den Haag \u00fcbermitteln. Die niederl\u00e4ndische Regierung hatte verf\u00fcgt, ihre Arbeiten stark einzuschr\u00e4nken, mit der Begr\u00fcndung, da\u00df die Stickstoffemissionen aus der Lebensmittelproduktion die Erde ruinieren.<\/p>\n<p class=\"western\">Im M\u00e4rz hatte ich dann die M\u00f6glichkeit, w\u00e4hrend der Woche nationaler Proteste in Deutschland pers\u00f6nlich mit f\u00fchrenden Landwirten zusammenzutreffen. Sie veranstalteten Lagerfeuer, Traktorenkorsos, Kundgebungen und Bootsaktionen. Die Regierung hatte ihnen befohlen, weniger Chemikalien zu verwenden; sie hatte den Fischern vorgeschrieben, andere Netze zu benutzen; weniger Landnutzung; weniger Fleischtiere zu halten und so weiter, mit der Behauptung, die Nahrungsmittelproduktion sei sch\u00e4dlich.<\/p>\n<p class=\"western\">Das gleiche gilt f\u00fcr viele andere Orte, von den Traktoren, die in diesem Winter in Paris auf den Stra\u00dfen waren, bis zu den Viehz\u00fcchtern auf ihren Pferden in Madrid. Auf dem amerikanischen Kontinent spielt der Lebensmittelhandel verr\u00fcckt. In Mexiko, der Heimat des Mais, wird gesagt: \u201eIhr m\u00fc\u00dft euren Mais aus den USA beziehen.\u201c Den US-Viehz\u00fcchtern wird gesagt: \u201eRindfleisch mu\u00df aus Afrika und S\u00fcdamerika importiert werden.\u201c Die US-Viehz\u00fcchter k\u00e4mpfen f\u00fcr das Recht auf wahrheitsgem\u00e4\u00dfe US-Verpackungsetiketten auf dem Fleisch, auf denen das Herkunftsland des importierten Fleisches angegeben ist. Sie k\u00e4mpfen gegen staatliche Ohrmarken an jedem ihrer Tiere, die sie kontrollieren und abschaffen sollen.<\/p>\n<p class=\"western\">In der Zwischenzeit hungern Millionen von Menschen. Ganze Nationen wurden daran gehindert, \u00fcberhaupt landwirtschaftliche Produktivit\u00e4t und Technologie zu entwickeln.<\/p>\n<p class=\"western\">Aus dem Gesamtbild stechen drei Punkte hervor, was wir tun m\u00fcssen, um diese Situation zu beenden:<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Erstens darf es keine K\u00fcrzungen der Nahrungsmittelproduktion geben, nirgendwo. Dies ist notwendig, w\u00e4hrend Vorkehrungen f\u00fcr ein neues, der Produktion dienendes Kreditsystem getroffen werden. Es hat ein finanzieller und logistischer Zusammenbruch begonnen, wie wir ihn noch nie erlebt haben. Wir m\u00fcssen dies zum Anla\u00df nehmen, ein neues System einzuf\u00fchren, wie wir es noch nie gesehen haben &#8211; das richtige System.<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Zweitens mu\u00df damit aufgeh\u00f6rt werden, eine Nation gegen eine andere bei der Nahrungsmittelproduktion und -versorgung auszuspielen. Alle Nationen haben das Recht auf Selbstbestimmung ihrer eigenen nationalen Interessen in der Nahrungsmittelproduktion und im Handel.<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Drittens mu\u00df der Zugang zu wissenschaftlicher Nahrungsmittelproduktion \u00fcberall so schnell wie m\u00f6glich erfolgen. Das bedeutet Infrastruktur, Lagerung, Transport, Forschung und Entwicklung und vieles mehr f\u00fcr jedes Land der Welt.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich rufe Landwirte, Viehz\u00fcchter, Fischer, Wissenschaftler und alle anderen auf, sich zusammenzuschlie\u00dfen. Wir haben zusammen mit dem Schiller-Institut eine Agrarkommission ins Leben gerufen, in der f\u00fchrende Landwirte aus der ganzen Welt zusammenarbeiten. Die Lebensmittelproduzenten haben die moralische Autorit\u00e4t und Verantwortung, in dieser Krise die F\u00fchrung zu \u00fcbernehmen. Es gibt kein gemeinsameres Interesse der gesamten Menschheit als unsere t\u00e4gliche Nahrung. Bitte kontaktieren Sie mich; ich m\u00f6chte mit Ihnen zusammenarbeiten. Ich danke Ihnen vielmals.<\/p>\n<p class=\"western\">Professor Jaap Hanekamp, Niederlande<\/p>\n<p class=\"western\">Hallo, mein Name ist Jaap Hanekamp. Ich bin der Autor des Artikels \u00fcber die Stickstoffkrise in den Niederlanden, der im Magazin <i>EIR<\/i>, aber auch in meinem Blog <i>jaaphanekamp.com<\/i> ver\u00f6ffentlicht wurde. Von Beruf bin ich Chemiker, aber ich habe vor acht Jahren auch eine Dissertation in Theologie und Philosophie \u00fcber Utopie geschrieben.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich sehe die Stickstoffkrise als eine utopische Entwicklung in den Niederlanden und im Ausland. In dieser utopischen Entwicklung spielt die Wissenschaft als Szientismus eine Schl\u00fcsselrolle. Szientismus ist nichts anderes als der Glaube, da\u00df nur die wissenschaftliche Forschung wirkliches Wissen liefert. Dies ist nat\u00fcrlich eine inkoh\u00e4rente Position, die jedoch von der sogenannten \u201eExpertokratie\u201c vertreten wird, die eine wichtige Rolle bei der Politikgestaltung in der Welt spielt.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich habe diese Entwicklung in meiner Dissertation vor acht Jahren kritisiert, aber auch heute in meinem Blogpost. Ich glaube, da\u00df diese Kritik in der Welt immer mehr an Bedeutung gewinnt. Ich danke Ihnen f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit und w\u00fcnsche Ihnen viel Freude bei Ihrer Konferenz.<\/p>\n<p class=\"western\">Philippe Gr\u00e9goire, Landwirt in Frankreich<\/p>\n<p class=\"western\">Hallo an alle. Herzlich willkommen. Ich m\u00f6chte etwas \u00fcber die Landwirtschaft sagen, und um zusammenzufassen, was ich zu sagen habe, werde ich nicht mit der aktuellen Situation beginnen &#8211; die jeder kennt &#8211; sondern mit dem Vorschlag, da\u00df es f\u00fcr mich am einfachsten ist, mich von der Charta von Havanna vom 24. M\u00e4rz 1948 inspirieren zu lassen; einer Charta, die weder das neoliberale, extrem liberale amerikanische System, das die Industrien und die Landwirte zerst\u00f6rte, noch das russische Modell anerkennen wollte, das sowjetische System, das den Landwirten das Land und ihr Recht auf Eigentum wegnahm und das gescheitert ist. Die Charta von Havanna, um die es sich handelt, werde ich kurz erl\u00e4utern, und dann werde ich den Link in diese Sendung einf\u00fcgen, damit die Leute sie nachlesen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Grunds\u00e4tzlich war sie v\u00f6llig gegen den Freihandel, gegen das, was heute die Welthandelsorganisation ist. Sie schlug einen Ansatz vor, der sich sehr von dem derzeitigen System unterscheidet, n\u00e4mlich die Entwicklung jedes Landes auf der Grundlage von Zusammenarbeit und nicht von Wettbewerb.<\/p>\n<p class=\"western\">Dies sind die wichtigsten Punkte, die in der Charta von Havanna vorgeschlagen werden:<\/p>\n<p class=\"western\">Das Gleichgewicht der Zahlungsbilanz &#8211; niemand sollte ein Haushaltsungleichgewicht haben. Dies ist sehr wichtig, wenn man das derzeitige Ungleichgewicht betrachtet. Zum Beispiel durch den Euro, durch die Zielvorgaben f\u00fcr Defizite, die zum Beispiel zwischen Italien und Deutschland sehr gro\u00df sind.<\/p>\n<p class=\"western\">Der zweite Punkt ist die Zusammenarbeit zu priorisieren; die Mitgliedstaaten werden in Bezug auf die sozio-\u00f6konomische Gesundheit im Rahmen eines Vorschlags zur Annahme von Arbeitsnormen, die ehrlich und gerecht auf jedem Kontinent sind, mit den Vereinten Nationen kooperieren; wenn nicht, kann der Austausch nicht ehrlich sein.<\/p>\n<p class=\"western\">Dann ist die Kapitalkontrolle sehr wichtig. Die Mitgliedsstaaten sollten alle Ma\u00dfnahmen ergreifen, um zu verhindern, da\u00df Investitionen im Ausland als Interventionsinstrumente eingesetzt werden. Gr\u00fcnes Licht f\u00fcr staatliche Interventionen, um keinen Scheinwettbewerb zu organisieren. Pr\u00e4ferenzabkommen sind in einem kooperativen Rahmen m\u00f6glich; Subventionen sind unter bestimmten Umst\u00e4nden erlaubt. Das Verbot des Dumpings von Produkten, die m\u00f6gliche Beschr\u00e4nkung von Produktionsmengen; \u00dcberproduktion kann unter bestimmten Umst\u00e4nden beseitigt werden, und die Produktion von Grundnahrungsmitteln sollte als eine besondere Kategorie betrachtet werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Daher k\u00f6nnen die Staaten die Preise und den Handel unabh\u00e4ngig von den Preisen auf den internationalen M\u00e4rkten stabilisieren, um die Einfuhr von illoyalen Importen zu vermeiden. Es ist einfach keine Dumping-Politik erlaubt; wir akzeptieren nicht das Prinzip des niedrigsten Bieters von Ricardo.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich bin der Meinung, da\u00df wir den Gesamtrahmen der Charta von Havanna anheben und verbessern k\u00f6nnen. Sie gibt den Bauern heute ein Wirtschaftsmodell an die Hand.<\/p>\n<p class=\"western\">Von den 1940er bis zu den 1980er Jahren hat es eine starke Umstrukturierung der landwirtschaftlichen Arbeit gegeben. Zwischen den 1980er Jahren und 2000 wurden die Produktionsmittel von Genossenschaften und privaten Unternehmen \u00fcbernommen. Seit 2000 haben wir eine sehr schnelle, vollst\u00e4ndige finanzielle \u00dcbernahme, die von multinationalen Unternehmen und Verb\u00e4nden kontrolliert wird.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Landwirtschaft h\u00e4tte nie industrialisiert werden d\u00fcrfen, denn jetzt hat der Sektor einen anderen Charakter. Es gibt jetzt das, was man das Monopol der Produktionsfaktoren nennt. Wir arbeiten mit lebenden Tieren, nicht wie Politiker, die ihr M\u00e4ntelchen nach dem Wind h\u00e4ngen. Wir arbeiten mit dem Klima; wir bauen Pflanzen an, die erst sechs bis neun Monate sp\u00e4ter geerntet werden. Wir k\u00f6nnen kein Agrarmodell industrialisieren. Wir m\u00fcssen uns um das Monopol der Produktionsfaktoren k\u00fcmmern.<\/p>\n<p class=\"western\">Dann verschlimmert die aktuelle Politik den Freihandel noch mit L\u00fcgen. Man erz\u00e4hlt uns, da\u00df Macron nach China gefahren ist, da\u00df wir Vertr\u00e4ge f\u00fcr den Export von Milch oder Schweinefleisch bekommen haben. Das ist keine gute Sache. Jedes Mal, wenn so etwas gemacht wird, stellen wir fest, da\u00df am Ende nicht die Erzeuger reich werden oder den Gewinn bekommen, sondern nur die gro\u00dfen Unternehmen.<\/p>\n<p class=\"western\">Es geht wirklich darum, das Einkommen der Erzeuger zu erh\u00f6hen. Die Produktionsmengen sind vorhanden; wir m\u00fcssen aufh\u00f6ren, sie zu verschwenden. Im gegenw\u00e4rtigen System werden etwa 30% aller produzierten G\u00fcter verschwendet. Es geht also nicht um die Mengen, wir m\u00fcssen sie nur rationeller gestalten. Wir m\u00fcssen die Fl\u00e4chen bew\u00e4ssern, die es brauchen, und keine absoluten Projekte durchf\u00fchren, wie wir sie heute in Frankreich sehen.<\/p>\n<p class=\"western\">Der letzte Punkt ist die Aufmerksamkeit. Wir sind in den letzten 40 Jahren von einer Landwirtschaftspresse manipuliert worden, die L\u00fcgen verbreitet, die uns sagen, da\u00df jeder Landwirt immer gr\u00f6\u00dfer werden mu\u00df, um uns als kleine Soldaten in der Armee des Agrobusiness zu manipulieren.<\/p>\n<p class=\"western\">Achten Sie auf die Botschaft. Uns wird gesagt, da\u00df wir die Gr\u00fcnen angreifen sollen. Wir sollten nat\u00fcrlich das Essen von Insekten und synthetischem Fleisch angreifen. Dies wird von einigen Leuten vorangetrieben, und die Gr\u00fcnen treiben unrealistische und gef\u00e4hrliche Projekte voran. Wir werden manipuliert, um Spaltungen unter uns zu erzeugen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das wahre Problem sind nicht die Gr\u00fcnen, das wahre Problem sind die L\u00f6hne der Landwirte. Das wirkliche Problem sind nicht die Gr\u00fcnen, die unrealistische Projekte haben, die von den wirklichen Problemen ablenken. Das ist alles eine Ablenkung von der Debatte. Also, liebe Landwirte, verschwenden Sie nicht Ihre Zeit, das ist nicht die Debatte.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich danke Ihnen f\u00fcr diesen kurzen Beitrag. Ich m\u00f6chte nur noch eines hinzuf\u00fcgen, n\u00e4mlich die Frage der W\u00e4hrung in Frankreich, des Euro. Der Euro ist eine W\u00e4hrung, die f\u00fcr den Agrarhandel nicht funktionieren kann, denn er ist eine Waffe f\u00fcr Exporte und Importe, nichts anderes.<\/p>\n<p class=\"western\">Schlu\u00dffolgerung: Die Charta von Havanna ist die Grundlage, um die Landwirte am Leben zu erhalten, und wir m\u00fcssen die Preise und Produktionsmengen in jedem Land von unabh\u00e4ngigen Personen verwalten, unabh\u00e4ngig von Gewerkschaften und politischen Parteien. Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Bill Billard, Vorsitzender von R-CALF USA<\/p>\n<p class=\"western\">Hallo, ich bin Bill Bullard, Vorsitzender von R-CALF USA, mit etwa 5.000 rinderproduzierenden Mitgliedern in fast allen Bundesstaaten unserer Union. Wir sind die gr\u00f6\u00dfte reine Rinderhandelsorganisation in den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir haben die mutigen und effektiven Bem\u00fchungen unserer europ\u00e4ischen Kollegen beobachtet, den Landwirten und Viehz\u00fcchtern angesichts eines finsteren globalen Komplotts, ihnen alles zu rauben, und die k\u00e4mpfen daf\u00fcr, ihre Freiheit zur\u00fcckzubekommen. Sie werden erfolgreich sein, was es ihnen erm\u00f6glichen wird, sich wieder dem zu widmen, was sie am besten k\u00f6nnen: sichere, gesunde und erschwingliche Lebensmittel im \u00dcberflu\u00df zu produzieren.<\/p>\n<p class=\"western\">Es ist eine tragische Ironie, da\u00df Landwirte und Viehz\u00fcchter f\u00fcr das Recht k\u00e4mpfen m\u00fcssen, die von allen ben\u00f6tigten Lebensmittel zu produzieren. Und wir wissen die Bereitschaft unserer europ\u00e4ischen Kollegen, dies zu tun, sehr zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p class=\"western\">Jim Moore, Berufsfischer aus Alaska<\/p>\n<p class=\"western\">Guten Morgen! Ich bin Jim Moore. Ich bin Berufsfischer. Ich lebe im S\u00fcdosten Alaskas. Ich bin sehr dankbar, da\u00df ich eingeladen wurde, einen kleinen Teil dieser wunderbaren Konferenz mitzugestalten. Wir wollen eine sch\u00f6ne Zukunft f\u00fcr unsere Kinder, und wir w\u00e4ren dazu in der Lage &#8211; aber wir m\u00fcssen handeln.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich habe vorhin \u00fcber eine ironische Sache nachgedacht, n\u00e4mlich da\u00df in einer Welt, in der Millionen von Menschen verhungern &#8211; und das sollte bei unserem Stand der Technik und des Fortschritts niemals der Fall sein -, eine T\u00e4tigkeit in einer nahrungsmittelproduzierenden Branche wie der unseren oder in der Landwirtschaft ein ziemlich sicherer Job sein sollte. Aber das ist nicht der Fall. Wir k\u00e4mpfen um unser \u00dcberleben, ironischerweise.<\/p>\n<p class=\"western\">Die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr unsere Fischereiindustrie im S\u00fcdosten Alaskas &#8211; ich arbeite \u00fcberwiegend als Angler, als Langleiner, ein Schleppangler ist jemand, der Haken durch das Wasser zieht und die Fische zum Anbei\u00dfen bringt. Die Zielfischart ist der Lachs. Dieser Industriezweig, von dem wahrscheinlich 1500 Familien leben, steht vor dem Aus. Sie soll zerst\u00f6rt werden, und zwar durch eine Klage, die von einer extremen westlichen Umweltgruppe, einer radikalen Umweltschutzgruppe, ausgeht.<\/p>\n<p class=\"western\">Wie k\u00f6nnen sie das tun? Es \u00fcbersteigt die Vorstellungskraft eines jeden, da\u00df sie mit dieser Klage, die sie gewinnen, soweit kommen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das Problem r\u00fchrt daher, da\u00df wir in den 1970er Jahren Gesetze hatten, das Gesetz \u00fcber bedrohte Arten, das Umweltschutzgesetz und all diese Dinge. Wir hielten das damals f\u00fcr eine wirklich gute Idee, und es gab einige gute Absichten, aber es wurde zu einer Waffe. Sie wird heute dazu benutzt, die Industrie und kritische Infrastrukturen lahmzulegen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das ist das Problem, auf das ich hinweisen m\u00f6chte, da\u00df wir etwas tun m\u00fcssen. Denn ein als Waffe eingesetztes Umweltschutzgesetz stellt nicht nur eine unmittelbare Bedrohung dar, indem es die Lebensmittelproduktion unterbricht, sondern wenn die schweren M\u00e4ngel in der Gesetzgebung jetzt nicht behoben werden, wird die landesweite Modernisierung der Infrastruktur, die notwendig ist, um die Wirtschaft auf eine solide Grundlage zu stellen, so gut wie unm\u00f6glich sein.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir brauchen diese Infrastruktur, um in der Lage zu sein &#8211; nun, Sie wissen ja, Frieden ist gleichbedeutend mit Entwicklung, und wir k\u00f6nnen uns in dieser Situation nicht entwickeln. Ich kann mir nicht vorstellen, da\u00df die gro\u00dfen Projekte der Vergangenheit unserer Nation, wie die <i>Tennesse Valley Authority<\/i> oder die <i>Four Corners Rural Electrification<\/i> oder die Transkontinentale Eisenbahn, jemals unter der Zwangsjacke dieser hyperprotektionistischen Nullwachstumsgesetze in ihrer jetzigen Form h\u00e4tten stattfinden k\u00f6nnten. W\u00e4re es jetzt nicht an der Zeit, einige \u00c4nderungen vorzunehmen?<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Julio De Vido<\/strong> (Argentinien), ehemaliger Minister f\u00fcr Planung und \u00f6ffentliche Investitionen, ehemaliger Kongre\u00dfabgeordneter, <strong><em><a href=\"https:\/\/youtu.be\/RDh6nrW-rCc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Die Zukunft fordert uns heraus: Anpassungsf\u00e4higkeit oder echte Transformation&#8220;<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Julio de Vido lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Die Zukunft fordert uns heraus: \u201eBelastbarkeit\u201c oder echte Transformation?<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Von Julio De Vido<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Julio De Vido war argentinischer Minister f\u00fcr Planung und \u00f6ffentliche Investitionen und Kongre\u00dfabgeordneter. (\u00dcbersetzung aus dem Spanischen.) <\/i><\/p>\n<p class=\"western\">Ich m\u00f6chte dem Schiller-Institut und insbesondere Helga Zepp-LaRouche und Dennis Small f\u00fcr die M\u00f6glichkeit danken, heute an dieser Versammlung teilzunehmen und Ihnen in diesem Video einige kurze Gedanken mit auf den Weg zu geben.<\/p>\n<p class=\"western\">Der Titel meines Vortrags geht zur\u00fcck auf eine Aussage von Dennis Small in seinem Wochenbericht vom 7. April sowie auf einen Vorschlag der gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Direktorin des IWF, Kristalina Georgieva, und den Bericht des IWF f\u00fcr die derzeit stattfindenden \u201eFr\u00fchjahrskonferenzen\u201c, deren vorgebliche Botschaft es ist, die wirtschaftliche Belastbarkeit zu st\u00e4rken und das Wachstum zu stimulieren.<\/p>\n<p class=\"western\">Diese beiden Thesen lassen sich nat\u00fcrlich nicht miteinander verbinden. Ein Festhalten am Kurs der multilateralen Kreditorganisationen, die versuchen, die Finanzierung f\u00fcr bereits verschuldete L\u00e4nder wie Argentinien auszuweiten, indem sie \u00fcberarbeitete Verschuldungsziele und neue Instrumente vorschlagen, um die Anpassungsmechanismen stets auf die Erwartungen der von ihnen unterst\u00fctzten Investoren auszurichten, kann nicht der Weg zu einer L\u00f6sung sein.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir alle wissen, da\u00df der Begriff Belastbarkeit oder Resilienz aus verschiedenen Bereichen wie Psychologie, psychische Gesundheit, Soziologie, P\u00e4dagogik usw. stammt. Er bezieht sich auf eine Realit\u00e4t voller Ungewi\u00dfheiten, auf die Lebenslinien von Menschen, die traumatische Situationen von betr\u00e4chtlicher Dauer und Intensit\u00e4t durchlebt haben, solche Aggressionen erfolgreich \u00fcberwunden haben und durch diese Pfeile und Schleudern in Bezug auf Reife und Wachstum gest\u00e4rkt worden sind.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Die falsche Vorstellung des IWF, die Schuldnerl\u00e4nder h\u00e4tten die Schrumpfung der regionalen Volkswirtschaften aufgrund steigender globaler Kosten erlitten oder erduldet, kann niemals eine Voraussetzung f\u00fcr nachhaltiges Wachstum oder soziale Gerechtigkeit sein und wird auch nicht die Auswirkungen auf die schwachen Bev\u00f6lkerungsgruppen mildern. Im Gegenteil, unsere V\u00f6lker haben sich tolerant verhalten und unsere Regierungen haben sich bisher gehorsam an die Vorgaben des IWF gehalten.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Das Rezept h\u00e4tte statt dessen lauten m\u00fcssen: vorbeugen, erkennen und rechtzeitig eingreifen, zusammen mit der sogenannten Wachstumsf\u00f6rderung, um den Zustand von sozialer Entrechtung, Risiko und Verwundbarkeit in Bezug auf ihre Rechte zu korrigieren, was in diesem Zusammenhang an erster Stelle stehen sollte, anstatt mehr Druck f\u00fcr \u201eAnpassungen\u201c auf die Schuldnerl\u00e4nder auszu\u00fcben.<\/p>\n<p class=\"western\">Mit solchen Werturteilen wird eine unkritische Anpassung der Schuldnerl\u00e4nder angestrebt, etwas, was f\u00fcr uns bereits ein selbstverst\u00e4ndlicher Teil unserer Existenz ist, wie es beispielsweise in den 90er Jahren geschah, als nach dem Drehbuch des Washingtoner Konsenses bestimmte Regionen als \u201enicht lebensf\u00e4hig\u201c eingestuft wurden.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Welthegemonie der wichtigsten Industrienationen des 20. Jahrhunderts, der Vereinigten Staaten und ihrer europ\u00e4ischen Partner, hat die Kontrolle \u00fcber die Weltwirtschaftsordnung behalten, indem man die Herrschaft der m\u00e4chtigsten Institutionen \u00fcber die kommerziellen, politischen und finanziellen Beziehungen der \u00fcbrigen Welt aufrechterhalten hat.<\/p>\n<p class=\"western\">Dieser hegemoniale Proze\u00df, der durch das Bretton-Woods-System mit der Schaffung von Institutionen wie IWF, Weltbank (urspr\u00fcnglich Internationale Bank f\u00fcr Wiederaufbau und Entwicklung), GATT und seiner gesamten Palette an Handels- und Zollstandards (nach dem Ende der ITO 1947 und der Eingliederung in die WTO im Jahr 1995) eingeleitet und durch den \u201eWashingtoner Konsens\u201c und das Ende des Kalten Krieges noch versch\u00e4rft wurde, kann politische und wirtschaftliche Beziehungen nur unter dem Aspekt der Herrschaft begreifen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das \u00fcberholte System der multilateralen Kreditinstitutionen erdr\u00fcckt immer noch die L\u00e4nder, insbesondere die Entwicklungsl\u00e4nder, und steht mit seinen hegemonialen Anspr\u00fcchen nach wie vor im Widerspruch zu verschiedenen Teilen der Welt. Um Doktrinen aufzugeben, die in jedem internationalen Abkommen enthalten sind, brauchen wir eine Revision und einen Drehpunktwechsel f\u00fcr die globale Integration &#8211; nicht nur im Hinblick auf die Einbindung ausl\u00e4ndischer Investitionen in unsere Volkswirtschaften, sondern auch auf die Mobilisierung unserer M\u00e4rkte, und vor allem auf die F\u00e4higkeit der Regierungen der L\u00e4nder dieser Region, der ich angeh\u00f6re, in diesem neuen Weltszenario zu man\u00f6vrieren. Denn es ist klar, da\u00df diese Ver\u00e4nderungen in der Weltwirtschaft uns neue Wachstumsm\u00f6glichkeiten bieten.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich habe bereits in fr\u00fcheren Beitr\u00e4gen darauf hingewiesen, da\u00df die \u201egr\u00fcne\u201c Produktion und die erneuerbaren Energien, die auch heute noch als \u201eNotwendigkeit\u201c angepriesen werden, nicht die erwarteten Ergebnisse in Bezug auf den Handel und die Warenausfuhr gebracht haben und sich weiterhin auf den Handel mit Rohstoffen konzentrieren, was zu einem R\u00fcckgang der Industrialisierungstendenzen in unserer Region gef\u00fchrt hat und Finanzstr\u00f6me in Steuerparadiese gelenkt hat.<\/p>\n<p class=\"western\">Diese neuen \u201eneokolonialen Imperative\u201c kann man heute in den Putschen in Bolivien, Peru und der Situation um das Volk der Mapuche in Argentinien sehen, erleben und dokumentieren, wo das eindeutige Ziel darin besteht, Konflikte zu bewaffnen und zu finanzieren, institutionelle Handlungsunf\u00e4higkeit in unserer Region und unseren L\u00e4ndern zu provozieren und einen Proze\u00df des Zerfalls und des Verlusts der Kontrolle \u00fcber unsere nat\u00fcrlichen Ressourcen anzuheizen.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich habe an dieser Stelle und bei anderen Gelegenheiten vorgeschlagen, da\u00df transformative Ma\u00dfnahmen, wie wir sie in Argentinien von 2003 bis 2012 umgesetzt haben, mit einer schrittweisen Entdollarisierung unserer Volkswirtschaften einhergehen m\u00fcssen, damit die Grundausgaben, die Kapitalausgaben, die Ausgaben f\u00fcr wesentliche \u00f6ffentliche Dienstleistungen und die Warenkosten im allgemeinen, die beim heutigen Lohngef\u00e4lle eine wichtige Rolle spielen, unsere W\u00e4hrung widerspiegeln k\u00f6nnen. Solange das nicht geschieht, gibt es keine Chance auf politische Stabilit\u00e4t und klare Spielregeln. Und das wird nicht durch F\u00f6rderung der \u201eBelastbarkeit\u201c erreicht, sondern vielmehr, wie Dennis Small in seinem Wochenbericht vom 7. April hervorhob, als er vorschlug, Titel 14 der neuen au\u00dfenpolitischen Erkl\u00e4rung der Russischen F\u00f6deration zur Kenntnis zu nehmen, n\u00e4mlich die Verteidigung des Rechts auf Existenz und der Freiheit zur Entwicklung, und zu diesem Zweck eindeutig alle verf\u00fcgbaren Mittel zu nutzen.<\/p>\n<p class=\"western\">Wie Dennis in Bezug auf den Fall der Credit Suisse betonte, steht die Souver\u00e4nit\u00e4t eines Landes auf dem Spiel, wenn es sich dem Finanzkasino unterwirft.<\/p>\n<p class=\"western\">Das Streben nach Transaktionen in lokalen W\u00e4hrungen sollte das Gebot der Stunde sein, und sie sollten auf der Grundlage einer Bewertung der nat\u00fcrlichen Ressourcen eines jeden Landes, die die physische Wirtschaft eines souver\u00e4nen Staates ausmachen, erfolgen.<\/p>\n<p class=\"western\">Meines Erachtens ist die Entdollarisierung der regionalen Volkswirtschaften die einzige M\u00f6glichkeit, die von den Vereinigten Staaten aufgezwungene \u201eunipolare Welt\u201c zu beenden. Auf dem Weg dahin spielen die internationale Zusammenarbeit im Rahmen der Neuen Seidenstra\u00dfe und die St\u00e4rkung der BRICS eine gro\u00dfe Rolle und kann viel zu einer solchen Aufl\u00f6sung der Bl\u00f6cke beitragen.<\/p>\n<p class=\"western\">Die BRICS und die Entwicklungsl\u00e4nder m\u00fcssen ihre eigene Finanzarena entwickeln, ihre eigenen Kreditmechanismen schaffen und versuchen, die Welt auf Multilateralismus und eine umfassende Reform der lateinamerikanischen Wirtschaftsinfrastruktur auszurichten; dies wird eine st\u00e4rkere regionale Integration und S\u00fcd-S\u00fcd-Kooperation f\u00f6rdern, wo der Zustand der unausgewogenen Produktionsstrukturen zum Ma\u00dfstab und Ausgangspunkt einer neuen Realit\u00e4t wird, die wir f\u00fcr die Herausforderung einer transformativen Zukunft leben und gestalten m\u00fcssen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Marcos de Oliveira<\/strong> (Brasilien), Herausgeber, <em>Monitor Mercantil, <strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/FNBaPLm9WPc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Brasilien ist zur\u00fcck&#8220;<\/a><\/strong><\/em><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Marcos de Oliveira lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Brasilien ist zur\u00fcck!<\/p>\n<p class=\"western\">Von Marcos de Oliveira<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Marcos de Oliveira ist Herausgeber der brasilianischen Wirtschaftszeitung Monitor Mercantil. (\u00dcbersetzung aus dem Englischen.)<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">Ich gr\u00fc\u00dfe alle Teilnehmer der Konferenz und danke dem Schiller-Institut f\u00fcr die Einladung zur Teilnahme an diesem wichtigen Treffen.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Welt befindet sich in einer angespannten und intensiven Phase. Die Weltordnung, die auf dem Dollar und der Vorherrschaft des Finanzkapitalismus mit der Dominanz des anglo-amerikanischen Imperiums aufbaut, wird von neuen und alten Akteuren in Frage gestellt. Noch wichtiger ist, da\u00df diese Ordnung unter ihren eigenen Widerspr\u00fcchen zusammenbricht.<\/p>\n<p class=\"western\">Bei einem k\u00fcrzlichen Besuch in Ru\u00dfland betonte der chinesische Pr\u00e4sident Xi Jinping, da\u00df wir Ver\u00e4nderungen erleben, wie wir sie seit hundert Jahren nicht mehr gesehen haben. \u201eUnd wir treiben diese Ver\u00e4nderungen gemeinsam voran\u201c, sagte Xi zu Putin.<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eDie Krise besteht gerade darin, da\u00df das Alte stirbt und das Neue nicht geboren werden kann; in diesem Interregnum zeigen sich die verschiedensten Krankheitssymptome\u201c, schrieb Antonio Gramsci.<\/p>\n<p class=\"western\">Lassen Sie uns ein wenig \u00fcber die Rolle Brasiliens und seinen Beitrag zur Entwicklung der Welt auf ein neues Niveau sprechen.<\/p>\n<p class=\"western\">Zun\u00e4chst ist es wichtig, sich die j\u00fcngsten politischen Entwicklungen in Brasilien vor Augen zu f\u00fchren. Seit Lula zum ersten Mal gew\u00e4hlt wurde und 2003 sein Amt antrat &#8211; und obwohl er nie radikale Ver\u00e4nderungen in der wirtschaftlichen und politischen F\u00fchrung durchgesetzt hat -, leidet er unter einer Kampagne der Destabilisierung.<\/p>\n<p class=\"western\">2005 machten die Konzernmedien auf den sogenannten \u201eMensal\u00e3o\u201c aufmerksam, eine monatliche Zahlung an die Parlamentarier zur Genehmigung von Regierungsprojekten.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Angriffe versch\u00e4rften sich in der zweiten Amtszeit, die 2007 begann und von Fortschritten in der Wirtschaftspolitik als Reaktion auf die Finanzkrise 2007\/2008 gepr\u00e4gt war. Unter der Nachfolgerin Dilma Rousseff im Pr\u00e4sidentenamt fanden die Aktionstage vom Juni 2013 statt, eine Art \u201eFarbrevolution\u201c, gefolgt von der Operation Lava Jato, einem Angriff mit mehreren Zielen, der gr\u00f6\u00dftenteils in den Vereinigten Staaten geplant wurde.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Folge dieser Angriffe war der Putsch gegen Dilma Anfang 2016. Von da an kam es zu R\u00fcckschl\u00e4gen in den Bereichen Wirtschaft, Politik, Arbeit und soziale Rechte. Die Autonomie der Zentralbank wurde genehmigt, wodurch die Wirtschaftspolitik vor \u00c4nderungen an der Wahlurne gesch\u00fctzt wurde.<\/p>\n<p class=\"western\">Es waren also 20 Jahre der Angriffe. Lulas Sieg 2022 und sein Amtsantritt 2023 finden in einem anderen Kontext statt, mit weniger Unterst\u00fctzung und weniger Handlungsspielraum. Er mu\u00df sich mit steuerlichen und finanziellen Zw\u00e4ngen auseinandersetzen, mit einem feindlich gesinnten Kongre\u00df &#8211; in dem der Sprecher eine enge Verbindung zu den spekulativsten Bankern hat &#8211; und mit einem Putschversuch am 8. Januar.<\/p>\n<p class=\"western\">Letztere Tatsache ist bemerkenswert, denn sie er\u00f6ffnet einerseits die M\u00f6glichkeit, gegen die Kr\u00e4fte des Systems zu k\u00e4mpfen, die bei den Wahlen besiegt wurden, andererseits ist sie ein Damoklesschwert \u00fcber dem Haupt der Regierung. Die Eskalation der Handlungen gegen die gew\u00e4hlte Regierung tr\u00e4gt die Handschrift der USA, ebenso wie der R\u00fcckzug des brasilianischen Milit\u00e4rs bei der Unterst\u00fctzung des Putsches &#8211; ein R\u00fcckzug, der in Anbetracht der Position der US-Regierung erfolgte.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Partnerschaft mit China<\/p>\n<p class=\"western\">Lula wird von innen und au\u00dfen unter Druck gesetzt. Angesichts dessen und der Ereignisse in der Welt erscheint die Suche nach einer internationalen L\u00f6sung als eine grundlegende Alternative f\u00fcr die neu vereidigte Regierung. Ebenso wird die R\u00fcckkehr Brasiliens auf die Weltb\u00fchne begr\u00fc\u00dft, aber auch von den Oppositionspolen, die sich gebildet haben, angefochten.<\/p>\n<p class=\"western\">Man beachte, da\u00df Lula als erstes in die Vereinigten Staaten reiste, ein politisches Engagement mit geringem wirtschaftlichem Nutzen, und dann nach China. Die Reise in das Land von Xi Jinping mu\u00dfte aufgrund von Lulas gesundheitlichen Problemen verschoben werden. Die neue Agenda, die in k\u00fcrzester Zeit aufgestellt wurde, zeigt jedoch, welche Bedeutung beide L\u00e4nder dem Treffen beimessen.<\/p>\n<p class=\"western\">F\u00fcr Brasilien ist die Partnerschaft mit China sowohl eine Chance als auch eine Notwendigkeit. Sie erm\u00f6glicht politische Vorteile und \u00f6ffnet die T\u00fcr f\u00fcr Investitionen, die zur \u00dcberwindung interner Zw\u00e4nge notwendig sind, wozu Lula weder die Kraft noch den Willen zu haben scheint. Wenn die Investitionen in der von der Regierung erwarteten H\u00f6he und Form erfolgen, k\u00f6nnten sie die Werte verdoppeln, die die Regierung Lula in vier Jahren zu investieren hat.<\/p>\n<p class=\"western\">Lula sagte: \u201eIch m\u00f6chte, da\u00df die Chinesen verstehen, da\u00df ihre Investitionen hier hochwillkommen sind. Aber nicht, um unsere Unternehmen zu kaufen&#8230; Was wir brauchen, ist nicht der Verkauf der Verm\u00f6genswerte, die wir haben, sondern der Aufbau neuer Verm\u00f6genswerte. Das ist es, wovon ich meine Freunde in China \u00fcberzeugen m\u00f6chte.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Die Partnerschaft mit China ist strategisch, wirtschaftlich und technologisch. Zu den bereits unterzeichneten oder noch umzusetzenden Abkommen geh\u00f6ren Landwirtschaft, erneuerbare Energien, 6G, Internet, Telekommunikation und die Unterst\u00fctzung brasilianischer Start-ups in China.<\/p>\n<p class=\"western\">Noch wichtiger ist, da\u00df die Reise das Bekenntnis Brasiliens zur G\u00fcrtel- und Stra\u00dfeninitiative (Belt and Road Initiative, BRI) markieren soll, die China erwartet, wenn es zu Investitionen beitragen will.<\/p>\n<p class=\"western\">F\u00fcr die Chinesen ist Brasilien aufgrund seiner F\u00fchrungsrolle in Lateinamerika von strategischer Bedeutung. Im Jahr 2022 investierte China 8,4 Milliarden US-Dollar in Europa, 4,7 Milliarden Dollar in den USA und zwischen 7 und 10 Milliarden Dollar in Lateinamerika. Allein Brasilien hatte 2021 5,9 Milliarden Dollar von den Chinesen erhalten. Der chinesische Pr\u00e4sident Xi Jinping hat Lateinamerika seit seinem Amtsantritt im Jahr 2013 bereits elf Mal besucht. Zwischen 2000 und 2022 ist der Handel zwischen China und Lateinamerika um das 26-fache gestiegen.<\/p>\n<p class=\"western\">Um den Einflu\u00df des Dollars zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, wurde im M\u00e4rz ein Abkommen zwischen der brasilianischen und der chinesischen Regierung bekanntgegeben, das es Exporteuren erm\u00f6glicht, Gesch\u00e4fte ohne die amerikanische W\u00e4hrung zu t\u00e4tigen. Die Bocom BBM Bank &#8211; ein traditionelles brasilianisches Finanzinstitut, in dem starke chinesische Banken das Sagen haben &#8211; wurde als erstes Finanzinstitut in Lateinamerika in das grenz\u00fcberschreitende Interbank-Zahlungssystem CIPS aufgenommen.<\/p>\n<p class=\"western\">Laut einem Bericht der Zentralbank von Ende 2022 hat der Yuan den Euro \u00fcberholt und ist nun die zweitwichtigste W\u00e4hrung in den internationalen Reserven Brasiliens. Der Yuan macht 5,37% der Gesamtreserven aus und \u00fcbertrifft damit den Anteil des Euro, der 4,74% betr\u00e4gt. Der Dollar dominiert weiterhin und macht 80,42% aus.<\/p>\n<p class=\"western\">Noch wichtiger ist die Einigkeit der BRICS-Staaten. Obwohl die Idee einer digitalen W\u00e4hrung f\u00fcr Transaktionen der L\u00e4nder des Blocks noch in den Kinderschuhen steckt und Ru\u00dfland mehr Interesse zeigt als andere L\u00e4nder, stellen die BRICS eine wichtige wirtschaftliche und geopolitische Kraft dar, die sich dem US\/NATO-Block entgegenstellt. Auf seiner Reise nach China betonte Lula die Bedeutung einer Alternative zum Dollar f\u00fcr den Handelsaustausch zwischen den BRICS-Staaten.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Russische Akademie arbeitet an einem Entwurf f\u00fcr ein internationales Abkommen zur Einf\u00fchrung einer neuen Weltw\u00e4hrung f\u00fcr Finanzabrechnungen, die auf modernen Technologien wie Blockchain basiert und mit den nationalen W\u00e4hrungen der teilnehmenden L\u00e4nder und den handelbaren G\u00fctern, die deren Wert bestimmen, verbunden ist. Ein \u00e4hnliches Konzept wurde k\u00fcrzlich in einem Artikel des brasilianischen Finanzministers Fernando Haddad und der Nummer zwei im Ministerium, Gabriel Galipolo, vorgestellt.<\/p>\n<p class=\"western\">Ein schwieriger \u00dcbergang<\/p>\n<p class=\"western\">Der von den Vereinigten Staaten angef\u00fchrte Block wird der Belagerung des Dollars nicht tatenlos zusehen. Die herrschende Elite in den Kernl\u00e4ndern versucht, Ver\u00e4nderungen zu verhindern und andere L\u00e4nder nicht in die \u201efalsche\u201c Richtung laufen zu lassen. Brasilien wurde im Mai erneut zur Teilnahme am G7-Treffen in Japan eingeladen (das letzte Mal war es 2009, w\u00e4hrend der zweiten Lula-Regierung).<\/p>\n<p class=\"western\">Wie eingangs erw\u00e4hnt, werden die USA in Brasilien immer in der Lage sein, Drohungen auszusprechen, die die Lula-Regierung in die Enge treiben.<\/p>\n<p class=\"western\">In der sich abzeichnenden neuen Weltordnung mu\u00df Brasilien seine Politik der Blockfreiheit beibehalten und versuchen, die globalen Widerspr\u00fcche zu nutzen. F\u00fcr David Deccache, Wirtschaftswissenschaftler an einer brasilianischen Bundesuniversit\u00e4t (UFF) und parlamentarischer Berater, garantiert das Abkommen mit China eine Diversifizierung des geopolitischen Risikos f\u00fcr Brasilien, da es nicht mehr nur ein, sondern zwei optionale Systeme f\u00fcr seine Operationen hat. Somit ist Brasilien nicht mehr vollst\u00e4ndig der Hegemonie des Dollars unterworfen.<\/p>\n<p class=\"western\">Der republikanische US-Senator aus Florida, Marco Rubio, hat gewarnt, die Ann\u00e4herung zwischen Brasilien und China sei ein weiteres Zeichen f\u00fcr die \u201eEntdollarisierung\u201c der Welt. Der Niedergang des Dollars und die Suche nach Alternativen sind gr\u00f6\u00dftenteils auf die US-Sanktionen gegen Ru\u00dfland zur\u00fcckzuf\u00fchren, in deren Rahmen russische Guthaben in H\u00f6he von rund 300 Milliarden Dollar von westlichen Banken eingefroren wurden.<\/p>\n<p class=\"western\">Die USA sind in der Vergangenheit gegen L\u00e4nder in den Krieg gezogen, die die Hegemonie des Dollars in Frage stellten, wie z.B. der Irak und Libyen. Gegenw\u00e4rtig f\u00fchren sie \u00fcber die Ukraine einen Krieg gegen Ru\u00dfland, mit Zielen, die \u00fcber die Bestrafung f\u00fcr die Infragestellung des Dollars hinausgehen, insbesondere will man die Vorherrschaft \u00fcber Westeuropa erhalten.<\/p>\n<p class=\"western\">Pr\u00e4sident Lula hat auf der Weltb\u00fchne den Vorschlag unterbreitet, eine Gruppe f\u00fcr den Frieden zu bilden, und er wird bei Xi Jinping auf diesem Thema bestehen. Es ist schwierig, das umzusetzen, aber es ist eine der wenigen Initiativen der blockfreien L\u00e4nder, um einen Ausweg aus dem Krieg in der Ukraine zu finden.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Gegner der multipolaren Welt reagieren. Der japanische Premierminister reiste in die Ukraine. Im Abschlu\u00dfkommuniqu\u00e9 betonten Fumio Kishida und Selenskyj \u201edie Untrennbarkeit der euro-atlantischen und indo-pazifischen Sicherheit\u201c und \u201edie Bedeutung von Frieden und Stabilit\u00e4t in der Stra\u00dfe von Taiwan\u201c.<\/p>\n<p class=\"western\">In der Peripherie, insbesondere in Asien, bildet sich eine neue Weltwirtschaftsordnung heraus, deren Hauptziel die Steigerung des \u00f6ffentlichen Wohlstands ist. China w\u00e4chst seit \u00fcber 30 Jahren dreimal schneller als die US-Wirtschaft. China, Indien und Indochina sind ein Gebiet, das bereits mehr produziert als die USA und die Europ\u00e4ische Union.<\/p>\n<p class=\"western\">Das nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffene Finanzsystem sorgte daf\u00fcr, da\u00df das privilegierte Zentrum auf Kosten der Mehrheit der Welt finanziert wurde. Heute ist dieses Finanzsystem am Zusammenbrechen. Ein \u00dcbergang wird nicht einfach sein. Wir sprechen hier von Hunderten von Billionen Dollar an Schrottpapieren. Wir sprechen auch \u00fcber die schwere Verarmung der US-Bev\u00f6lkerung. Situationen wie diese haben in der Vergangenheit zu Kriegen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p class=\"western\">Die internationale Verwendung des Dollars ist der letzte Pfeiler des US-Imperialismus. Zu Beginn dieser Erkl\u00e4rung erinnerte ich an die Aussage von Xi Jinping gegen\u00fcber Putin, da\u00df wir Ver\u00e4nderungen erleben, wie wir sie seit hundert Jahren nicht mehr erlebt haben. Vor einhundert Jahren lebten wir in einer Zeit zwischen zwei Weltkriegen und erlebten das Ende des britischen Kolonialismus. Wird es uns gelingen, einen weiteren Weltkrieg zu vermeiden? Ich hoffe es!<\/p>\n<p class=\"western\">Ich danke Ihnen allen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Pedro P\u00e1ez<\/strong> (Ecuador); ehemaliger Minister f\u00fcr Wirtschaft (2007-2008), <strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/RqmOskUBSUc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>\u201eDrei Grundpfeiler der Alternative zum bankrotten System der Finanzspekulation\u201c.<\/em><\/a><\/strong><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Pedro P\u00e1ez lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\"><em class=\"western\">Drei Grundpfeiler der Alternative zum bankrotten System der Finanzspekulation<\/em><\/p>\n<p class=\"western\">Von Pedro P\u00e1ez<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Pedro Paez war Minister f\u00fcr Wirtschaft (2007-08) in Ecuador. (\u00dcbersetzung aus dem Spanischen.)<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">Herzliche Gr\u00fc\u00dfe und Dank an diejenigen, die mich freundlicherweise zu dieser Veranstaltung eingeladen haben, und meine Gl\u00fcckw\u00fcnsche, denn es sollte mehr Initiativen wie diese aus den unterschiedlichsten wirtschaftlichen und politischen Perspektiven und an den verschiedensten geographischen Orten geben.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Weltlage ist sehr fragil. Wir befinden uns inmitten einer strukturellen Krise der kapitalistischen \u00dcberproduktion, die bereits ein Problem damit hatte, ihr gigantisches Produktionspotential zu bew\u00e4ltigen. Der Kapitalismus ist zum Gefangenen seines eigenen produktiven Erfolgs geworden und \u00fcberschwemmt die Welt mit Waren, die zu billig sind f\u00fcr die Profitraten, die von den gro\u00dfen Monopolen verlangt werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Dar\u00fcber hinaus hat der Weg, den die anglo-amerikanische Achse, die anglo-amerikanische Hegemonie auf der Flucht vor diesen Profitproblemen eingeschlagen hat, zu einer sich selbst verst\u00e4rkenden, parasit\u00e4ren Aufbl\u00e4hung des Spekulationssystems gef\u00fchrt, das sich auf ein globales Finanznetz st\u00fctzt, dessen Zentrum im ehemaligen britischen Empire liegt, mit zwei gigantischen Zentren in der City of London und der Wall Street. Die Aussichten auf ein Fortbestehen dieses Systems sind angesichts der r\u00e4uberischen und \u00e4u\u00dferst kriminalit\u00e4tsanf\u00e4lligen Weise, wie derartige Finanzgesch\u00e4fte betrieben werden, sehr, sehr schlecht.<\/p>\n<p class=\"western\">\u00c4hnliche Perioden des Kapitalismus mit diesen \u00dcberproduktionskrisen \u00f6ffneten die T\u00fcren f\u00fcr den Ersten und Zweiten Weltkrieg im Rahmen eines imperialen Machtkampfs, der Millionen von Toten forderte. Jetzt ist die Situation noch schlimmer geworden, nicht nur wegen der Existenz von Massenvernichtungswaffen mit einer in der Geschichte beispiellosen Zerst\u00f6rungskraft, sondern auch, weil diese parasit\u00e4re Aufbl\u00e4hung des Finanzsystems die Grundlagen des Zusammenlebens und der westlichen Zivilisation, selbst aus kapitalistischer Sicht, untergraben hat. Die Entwicklung der Finanzderivate des Schattenbankwesens, der Schattenhaushalte und der Offshore-Steuerparadiese hat die grundlegenden Elemente der Organisation und des Zusammenhalts der Nationalstaaten zerst\u00f6rt und auch die Grundprinzipien des Privateigentums und sogar der doppelten Buchf\u00fchrung besch\u00e4digt. Die Art und Weise, wie Finanzderivate funktionieren, f\u00fchrt zu einer inh\u00e4renten Destabilisierung in einem wachsenden Schneeballsystem, das keine Chance hat, aufrechterhalten zu werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Aus diesem Grund kann die Agenda der imperialen M\u00e4chte f\u00fcr unsere V\u00f6lker nur auf Destabilisierung, Chaos und Krieg ausgerichtet sein. Deshalb ist es f\u00fcr die Schaffung eines dauerhaften Friedens, eines nachhaltigen Friedens gerade jetzt erforderlich, verschiedene M\u00f6glichkeiten zur Finanzierung dessen zu schaffen, was wir als Demokratisierung des wissenschaftlichen und technologischen Fortschritts bezeichnen k\u00f6nnten. Der kontinuierliche technologische Fortschritt seit den 1960er Jahren ist zum Fluch f\u00fcr die Rentabilit\u00e4t bestimmter Monopole geworden, aber dieser Fortschritt bietet die materielle Grundlage f\u00fcr den Aufbau eines anderen Modells der Menschheit, eines anderen Systems des Zusammenlebens aller V\u00f6lker der Welt, einer neuen Form der Zivilisation, die andere Str\u00f6mungen nicht nur des religi\u00f6sen, sondern auch des philosophischen und politischen Denkens tr\u00e4gt, die die Br\u00fcderlichkeit der Menschen auf eine h\u00f6here Ebene heben.<\/p>\n<p class=\"western\">Eine andere Art von Menschheitsgeschichte ist m\u00f6glich, die von den Peripherien und vom Zentrum aus, von jeder Region aus geschaffen werden kann, als Voraussetzung f\u00fcr die F\u00e4higkeit, einen echten Fortschritt in der Infrastruktur und die Entwicklung menschlicher Talente zu finanzieren, die diesen technologischen Fortschritt f\u00fcr alle V\u00f6lker m\u00f6glich machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Dies wird genau dadurch m\u00f6glich, indem die Finanzarchitektur ver\u00e4ndert wird, die die angloamerikanische Spekulationsoligarchie mit der Zerst\u00f6rung des Bretton-Woods-Systems 1971 eingef\u00fchrt hat &#8211; durch ihre neoliberale Politik, durch Deregulierung und durch die neue F\u00e4higkeit dieser Finanzinnovationen, die Welt der Produktion, die Welt des Lebens zu ersticken.<\/p>\n<p class=\"western\">Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, neue Kapazit\u00e4ten auf der Grundlage von W\u00e4hrungs- und Finanzvereinbarungen und regionalen Bl\u00f6cken zu schaffen, um Initiativen sowohl des \u00f6ffentlichen als auch des privaten Sektors, der Gro\u00dfunternehmen und anderer Formen der organisierten Produktion zu f\u00f6rdern und zu unterst\u00fctzen, damit die Menschen ihre F\u00e4higkeit entwickeln k\u00f6nnen, nicht nur ihre eigene Wirtschaft und die ihrer Gemeinschaft zu verteidigen, sondern auch nach besseren Lebensbedingungen zu streben.<\/p>\n<p class=\"western\">Drei S\u00e4ulen<\/p>\n<p class=\"western\">Drei S\u00e4ulen sind grundlegend. Der Ansatz, den wir hier in Lateinamerika seit mehr als 15 Jahren verfolgen, hat sich als tragf\u00e4hig erwiesen, sowohl im Zusammenhang mit den politischen Niederlagen, die sich hier in S\u00fcdamerika ereignet haben, als auch vor allem durch die Erfahrungen mit den neuen Informations- und Kommunikationstechnologien und den digitalen W\u00e4hrungen und den neuen Fortschritten in der Informatik.<\/p>\n<p class=\"western\">Wesentlich ist eine andere Art von W\u00e4hrung,<i> <\/i>die nicht auf Spekulation, nicht auf Ausbeutung, nicht auf imperialen Mechanismen basiert, wie sie vom Weltmonopol des Dollars &#8211; mit seinen exorbitanten Privilegien, mit seinen Auslandsschuldenfallen &#8211; eingesetzt werden. Dazu geh\u00f6ren aber auch andere M\u00e4chte wie Frankreich mit seiner Herrschaft \u00fcber einen gro\u00dfen Teil des franz\u00f6sischsprachigen Afrikas, mit seinen kolonialen Mechanismen im ehemaligen Indochina. All dies mu\u00df \u00fcberwunden werden, um eine andere Art von W\u00e4hrung zu schaffen, die nicht nur ein Mechanismus ist, um zwischen den V\u00f6lkern zu kommunizieren, sondern auch um die Arbeit und den Reichtum der verschiedenen Nationen anzuerkennen.<\/p>\n<p class=\"western\">Eine andere Art von internationalem Handel ist jetzt m\u00f6glich, gerade durch den Einsatz regionaler Mechanismen, von Clearingstellen f\u00fcr Zahlungen, die es uns erlauben, die Koh\u00e4renz zwischen Produktion und Konsum in nahegelegenen geographischen Gebieten wiederherzustellen und damit die Grundlage f\u00fcr den Frieden zu schaffen, um die milit\u00e4risch-industriellen Komplexe der imperialen L\u00e4nder davon abzuhalten, von Chaos und Ha\u00df zwischen den V\u00f6lkern zu profitieren.<\/p>\n<p class=\"western\">Die produktive Zusammenarbeit bei der sozialen und geographischen Integration wird neue Bedingungen f\u00fcr die produktive Entwicklung schaffen. Deshalb ist eine neuartige Bank f\u00fcr eine andere Entwicklung unerl\u00e4\u00dflich, wie sie hier in Lateinamerika mit der Bank des S\u00fcdens vorgeschlagen wurde und wie sie jetzt mit der BRICS-Bank, der Asiatischen Infrastruktur-Investitionsbank und anderen Initiativen Realit\u00e4t ist, die die M\u00f6glichkeiten einer multipolaren Welt aufzeigen, in der die Demokratisierung des technologischen Fortschritts Wirklichkeit wird.<\/p>\n<p class=\"western\">Und schlie\u00dflich ist es von entscheidender Bedeutung, eine Alternative, eine Reihe, ein Netzwerk von Alternativen aufzubauen, um der Erpressungsmacht des Internationalen W\u00e4hrungsfonds mit seinen Konditionalit\u00e4ten und Stabilisierungsprogrammen und seinen Mechanismen zur Kartellierung des Zugangs zu internationalen Finanzierungsmechanismen, insbesondere f\u00fcr den globalen S\u00fcden, entgegenzuwirken.<\/p>\n<p class=\"western\">Hinzu kommt die Schaffung verschiedener Arten von Stabilisierungs- und Verteidigungsfonds f\u00fcr die L\u00e4nder, um der Volatilit\u00e4t und Wildheit zu begegnen, mit der die internationalen M\u00e4rkte unsere Volkswirtschaften beeinflussen, was sich in einigen F\u00e4llen durch die Sanktionssysteme des atlantischen B\u00fcndnisses &#8211; explizit oder nicht &#8211; zu wahren Wirtschaftskriegen gegen jede Opposition, jede Alternative entwickelt, die einen souver\u00e4nen Proze\u00df in unseren L\u00e4ndern aufbauen will.<\/p>\n<p class=\"western\">Die drei S\u00e4ulen sind also folgende:<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; eine neue Art von Bank f\u00fcr eine neue Art von Entwicklung;<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; neue Arten von Stabilisierungs- und Schutzfonds f\u00fcr unsere Volkswirtschaften gegen den Einsatz von W\u00e4hrung und Finanzen als Waffe, die die anglo-amerikanischen M\u00e4chte perfektioniert haben;<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; und ein neues W\u00e4hrungskonzept, das auf monet\u00e4ren Vereinbarungen von Clearing-H\u00e4usern f\u00fcr regionale Zahlungen basiert, die zu einem weltweiten Clearing-House-System zusammengeschlossen werden k\u00f6nnen, das auch verhindern k\u00f6nnte, da\u00df eine andere Art von einseitiger, unipolarer Hegemonie entsteht, wie sie mit Bretton Woods etabliert wurde, und welches statt dessen die T\u00fcren f\u00fcr ein multipolares Management \u00f6ffnen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"western\">Diese drei S\u00e4ulen w\u00e4ren die Grundlage f\u00fcr den Aufbau eines neuen Friedens, den Aufbau einer neuen Zivilisation.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich danke Ihnen vielmals.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Diog\u00e8ne Senny<\/strong> (Kongo); Generalsekret\u00e4r der Panafrikanischen Liga &#8211; UMOJA; <strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/FzLO60wGfWE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>\u201eStreichung der Schulden, um eine afrikanischen Renaissance zu schaffen\u201c.<\/em><\/a><\/strong><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Diog\u00e8ne Senny lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Streicht die Schulden f\u00fcr eine Renaissance Afrikas!<\/p>\n<p class=\"western\">Von Diog\u00e8ne Senny, Generalsekret\u00e4r der Panafrikanischen Liga UMOJA<\/p>\n<p class=\"western\">Liebe Redner, liebe Teilnehmer, liebe G\u00e4ste, im Namen unserer Organisation danke ich dem Schiller-Institut f\u00fcr die Einladung, aus dem Kongo an diesem Moment der Reflexion und des Austauschs teilzunehmen. Ich m\u00f6chte auch allen Rednern f\u00fcr die Qualit\u00e4t ihrer Beitr\u00e4ge danken, bevor ich das Wort ergreife.<\/p>\n<p class=\"western\">Unser Beitrag tr\u00e4gt den Titel \u201eAlternativen zu anr\u00fcchigen und illegitimen afrikanischen Schulden\u201c. Nach einer kurzen historischen Erinnerung an die Urspr\u00fcnge der verh\u00e4ngnisvollen Schulden, die das Schicksal der afrikanischen V\u00f6lker plagen, werden wir dann die richtig-falschen L\u00f6sungen der internationalen M\u00e4chte betrachten, um schlie\u00dflich zu den Alternativen zu den anr\u00fcchigen und illegitimen Schulden zu kommen.<\/p>\n<p class=\"western\">Kurze historische Erinnerung an die Urspr\u00fcnge der Verschuldung<\/p>\n<p class=\"western\">Die afrikanischen Schulden haben ihren Ursprung in den Mechanismen der Herrschaft und Ausbeutung, die im wesentlichen von den ehemaligen Kolonialm\u00e4chten unter Komplizenschaft einer afrikanischen Minderheitselite entwickelt wurden.<\/p>\n<p class=\"western\">Tats\u00e4chlich standen die ehemaligen Kolonialm\u00e4chte an der Wende zur afrikanischen Unabh\u00e4ngigkeit in den 1960er Jahren vor zwei gro\u00dfen Herausforderungen &#8211; die Kontrolle \u00fcber die ehemaligen Kolonien zu behalten, indem sie den Aufstieg patriotischer panafrikanischer Pers\u00f6nlichkeiten mit allen Mitteln verhinderten, und gleichzeitig mit Unterst\u00fctzung der Vereinigten Staaten zu verhindern, da\u00df die Sowjetunion Verb\u00fcndete in Afrika hat und somit Zugang zu Mineralien und anderen strategischen Ressourcen erh\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"western\">Nachdem trotz einiger Ausnahmen nominell mit dem Osten verb\u00fcndeter L\u00e4nder diese beiden Herausforderungen gemeistert waren &#8211; u.a. mit der symboltr\u00e4chtigen Ermordung von Patrice Lumumba 1961 und seiner Ersetzung durch Joseph-D\u00e9sir\u00e9 Mobutu -, waren die Bedingungen f\u00fcr die massive und anr\u00fcchige Verschuldung Afrikas erf\u00fcllt. Und wie jeder wei\u00df, verf\u00fcgte der Westen dank dreier historischer Ph\u00e4nomene \u00fcber enorme finanzielle Mittel, um seine \u00dcbernahme Afrikas zu erreichen:<\/p>\n<p class=\"western\">1. <i>Die Privatbanken und das Eurodollar-Ph\u00e4nomen &#8211; <\/i>gekennzeichnet durch ein massives Abw\u00e4lzen amerikanischer Dollarkredite, die nach dem Marshallplan in die Vereinigten Staaten h\u00e4tten zur\u00fccklaufen m\u00fcssen, auf Afrika, beg\u00fcnstigt durch selbstgef\u00e4llige, gleichgeschaltete und habgierige Regime, zum Nachteil ihrer Bev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p class=\"western\">2. <i>Der \u00d6lschock von 1973 und das Ph\u00e4nomen der Petrodollars<\/i> &#8211; gekennzeichnet durch eine pl\u00f6tzliche Vervierfachung der \u00d6lpreise, deren Einnahmen in westlichen Banken deponiert wurden. So kamen zu den Eurodollars noch die \u00d6ldollars hinzu, die nach Afrika flie\u00dfen, nat\u00fcrlich mit der Komplizenschaft der selbstgef\u00e4lligen und habgierigen afrikanischen Regime.<\/p>\n<p class=\"western\">3. <i>Die bilaterale Verschuldung und das Ph\u00e4nomen der gebundenen Entwicklungshilfe<\/i> &#8211; hierbei handelt es sich um eine Art indirekte Subventionierung gro\u00dfer westlicher Unternehmen, deren Gewinne von der afrikanischen Bev\u00f6lkerung bezahlt werden. Es ging darum, Absatzm\u00e4rkte f\u00fcr Waren zu finden, die im Westen aufgrund des Kaufkraftverlustes am Ende der \u201e30 Glorreichen Jahre\u201c [der Nachkriegsjahrzehnte] keine Abnehmer mehr fanden.<\/p>\n<p class=\"western\">Nach den nominellen Unabh\u00e4ngigkeiten wurde die \u201eschl\u00fcsselfertige Entwicklung\u201c, die der Westen Afrika auferlegte, begleitet, gef\u00f6rdert und gestaltet von Horden von S\u00f6ldnern, die man \u201etechnische Helfer\u201c nannte. Diese hervorragend bezahlten \u201etechnischen Attent\u00e4ter\u201c besetzten die afrikanischen Pr\u00e4sidentschaften und Kabinette wie Entwicklungs-Zauberer. Angesichts des Zustands Afrikas spricht ihr massives Versagen, wie jedermann sieht, f\u00fcr sich selbst. Wir ersparen Ihnen die Litanei all der richtig-falschen L\u00f6sungen in den 60 Jahren seit der Unabh\u00e4ngigkeit und wollen stellvertretend nur zwei davon aus den letzten beiden Jahrzehnten nennen:<\/p>\n<p class=\"western\">1. <i>Die Chirac-Steuer auf Flugtickets<\/i>. Worum geht es dabei? Im Kampf gegen AIDS, Malaria und Tuberkulose &#8211; drei Pandemien, denen weltweit und besonders in Afrika Millionen zum Opfer fallen &#8211; griff Jacques Chirac 2006 in Begleitung des UN-Generalsekret\u00e4rs Kofi Annan einen Vorschlag der franz\u00f6sischen \u201eVereinigung f\u00fcr die Besteuerung von Finanztransaktionen und B\u00fcrgeraktionen\u201c (ATTAC) auf, jedes Flugticket zwischen 1 und 40 Euro zu besteuern. Dieser Beitrag sollte 200 Millionen Euro pro Jahr einbringen. Es gen\u00fcgt ein Blick auf die Trag\u00f6dien, die diese drei Pandemien 2023, also 17 Jahre sp\u00e4ter, verursachen sollten, um den offensichtlichen Mi\u00dferfolg dieser Ma\u00dfnahme zu erkennen.<\/p>\n<p class=\"western\">2. <i>\u00d6ffentlich-private Partnerschaften<\/i>: Im Mai 2021 versammelte Emmanuel Macron 21 afrikanische Staatschefs und Leiter der wichtigsten internationalen Finanz- und Handelsorganisationen, um auf den Schock zu reagieren, den COVID-19 f\u00fcr die afrikanischen Volkswirtschaften bedeutete. Der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident k\u00fcndigte eine Art \u201eafrikanischen New Deal\u201c an. Eines der Mittel der Wahl f\u00fcr diese Initiative sind \u00d6ffentlich-Private Partnerschaften, also Vereinbarungen, mit denen die Finanzierung und Verwaltung \u00f6ffentlicher Dienstleistungen privaten Anbietern anvertraut wird.<\/p>\n<p class=\"western\">Obwohl man diese in Europa f\u00fcr minderwertig erkl\u00e4rt &#8211; so der Europ\u00e4ische Rechnungshof, der darin \u201ekeine wirtschaftlich tragf\u00e4hige Option f\u00fcr die Bereitstellung \u00f6ffentlicher Infrastruktur\u201c sieht, und der Rechnungshof in Frankreich, der die Kosten und \u201efinanzielle Untragbarkeit\u201c kritisierte, weshalb Emmanuel Macrons Regierung sie aufgab -, werden \u00d6PPs in afrikanischen L\u00e4ndern weiter massiv gef\u00f6rdert, auch von Frankreich \u00fcber die Franz\u00f6sische Entwicklungsagentur (AFD).<\/p>\n<p class=\"western\">Warum wird etwas, was man in Europa und Frankreich f\u00fcr minderwertig erkl\u00e4rt, in Afrika gef\u00f6rdert, wo die Regierungen ganze Ministerien f\u00fcr diese ber\u00fchmten \u00d6ffentlich-Privaten Partnerschaften schaffen?<\/p>\n<p class=\"western\">Alternativen zu den anr\u00fcchigen und illegitimen Schulden<\/p>\n<p class=\"western\">So paradox es auch erscheinen mag, die Frage der Schulden und damit der Entwicklung ist in erster Linie eine grunds\u00e4tzlich politische Frage. Wir werden hier nicht alle Alternativen zu den anr\u00fcchigen und illegitimen Schulden aufz\u00e4hlen, aber wir wollen einige Beispiele nennen, wenn auch nur f\u00fcr das frankophone Afrika und speziell die L\u00e4nder der Franc-Zone:<\/p>\n<p class=\"western\">1. <i>Schlu\u00df mit der Unterst\u00fctzung von Diktaturen<\/i>: Wie wir gerade angedeutet haben, ist die Frage der Verschuldung in der Tat eine grunds\u00e4tzlich politische Frage. Diktatorische politische Regime, die alles andere als aufgekl\u00e4rt sind, erhalten ihre Macht, indem sie den Reichtum des Landes ver\u00e4u\u00dfern und so der \u00f6ffentlichen Politik eine ausreichende Finanzierung vorenthalten. Als Folge davon wird der R\u00fcckgriff auf illegitime Schulden, ohne Kontrolle durch demokratische Institutionen, zur Regel.<\/p>\n<p class=\"western\">2. <i>Kampf gegen Steuerparadiese<\/i>: In den Enth\u00fcllungen der Panamas Papers, die im Mai 2018 von der investigativen Webseite <i>Mondafrique <\/i>ver\u00f6ffentlicht wurden, tauchen allein sechs Kongolesen auf (f\u00fcnf Mitglieder des Politb\u00fcros und Zentralkomitees der Kongolesischen Arbeiterpartei und ein Mitarbeiter des Staatschefs), die auf Offshore-Konten rund 5500 Milliarden CFA-Francs [ca. 8,4 Mrd.\u20ac] halten, das entspricht 68% der 8130 Milliarden Schulden des Kongo und 79% des BIP zum 31. Dezember 2021. Und man sollte erw\u00e4hnen, da\u00df das noch nicht das gesamte Verm\u00f6gen ist, das diese kongolesischen Pers\u00f6nlichkeiten angeh\u00e4uft haben.<\/p>\n<p class=\"western\">3. <i>R\u00fcckgabe der W\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t<\/i>: Es ist angebracht, den ehemaligen franz\u00f6sischen Kolonien die W\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t zur\u00fcckzugeben, indem der CFA-Franc abgeschafft wird. Die angebliche \u201eAbschaffung\u201c des CFA-Franc (nur f\u00fcr die acht Mitgliedstaaten der Westafrikanischen Wirtschafts- und W\u00e4hrungsunion UEMOA), die von Frankreichs Nationalversammlung und Senat im Januar 2021 beschlossen wurde, hat die afrikanische \u00d6ffentlichkeit nicht \u00fcberzeugt.<\/p>\n<p class=\"western\">Dar\u00fcber hinaus wurde mit der Umbenennung in ECO versucht, die Bev\u00f6lkerung glauben zu machen, die beiden von den Afrikanern am meisten angeprangerten Bestimmungen seien abgeschafft &#8211; n\u00e4mlich die franz\u00f6sische Vertretung in den Entscheidungsgremien und dem Betriebskonto -, doch auch das nicht \u00fcberzeugend.<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Zusammengefa\u00dft:<\/i> Es gibt zahlreiche Alternativen zu den b\u00f6swilligen und illegitimen Schulden. Wir h\u00e4tten auch \u00fcber B\u00fcrgerbeteiligung (<i>Citizen Audit<\/i>) sprechen k\u00f6nnen, ein Instrument der staatlichen Souver\u00e4nit\u00e4t. So oder so werden im gegenw\u00e4rtigen, von Souver\u00e4nit\u00e4tsanspr\u00fcchen gepr\u00e4gten Kontext zweifellos alle Aspekte der Souver\u00e4nit\u00e4t der afrikanischen V\u00f6lker betroffen sein, die Schulden eingeschlossen. Schlie\u00dflich sind die afrikanischen Schulden eine eminent politische Frage!<\/p>\n<p class=\"western\">Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Dr. Mohammad A. Toor<\/strong> (Pakistan-USA), Vorstandsvorsitzender des Pakistanisch-Amerikanischen Kongresses, <a href=\"https:\/\/youtu.be\/Nu0WLD9DOgE\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>&#8222;Die Welt braucht das Entwicklungsmodel der BRI&#8220;<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong>Simon Miller<\/strong> (USA); LaRouche Jugendbewegung: <strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/lVwOa0GT1xc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><em>\u201eDer Great Stone Industriepark in Belarus und die Belt and Road Initiative (BRI)\u201c.<\/em><\/a><\/strong><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Simon Miller lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">\u201eDer Gro\u00dfe Stein in der neuen Seidenstra\u00dfe\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Von Simon Miller, LaRouche-Jugendbewegung<\/p>\n<p class=\"western\">Im Februar 1984, nach der R\u00fcckkehr von einem Besuch in mehreren Sonderwirtschaftszonen, \u00e4u\u00dferte sich Generalsekret\u00e4r Deng Xiaoping wie folgt \u00fcber die Sonderwirtschaftszone Shenzhen: \u201eIch war w\u00e4hrend meines Aufenthalts beeindruckt von der Prosperit\u00e4t der Sonderwirtschaftszone Shenzhen. Das Tempo der Bauarbeiten dort ist rasant. Es dauert nicht lange, ein hohes Geb\u00e4ude zu errichten; die Arbeiter stellen ein Stockwerk in ein paar Tagen fertig.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Es besteht kein Zweifel, da\u00df die un\u00fcbertroffene Effizienz und Integration, die in den Sonderwirtschaftszonen zu finden sind, entscheidend zu Chinas Erfolg in der wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen haben. Aber wie Generalsekret\u00e4r Xi Jinping sagte: \u201eEine einzige Blume macht noch keinen Fr\u00fchling, aber hundert Blumen in voller Bl\u00fcte bringen den Fr\u00fchling in den Garten.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Mit dieser Absicht, den Fr\u00fchling in die vielen G\u00e4rten der Welt zu bringen, hat China seine Politik ausgeweitet und auf der ganzen Welt Sonderwirtschaftszonen als Orte der multilateralen Zusammenarbeit er\u00f6ffnet, in denen die Entwicklung erbl\u00fchen kann.<\/p>\n<p class=\"western\">Eine dieser Zonen, der Great Stone Industrial Park in der N\u00e4he von Minsk, Wei\u00dfru\u00dfland, hat bereits begonnen, kr\u00e4ftig zu bl\u00fchen. Xi Jinping hat Great Stone wiederholt als \u201ePerle der neuen Seidenstra\u00dfe\u201c bezeichnet, und der wei\u00dfrussische Pr\u00e4sident Alexander Lukaschenko hat den Park f\u00fcr seine \u201ebesonderen finanziellen Bedingungen, die entwickelte Infrastruktur, die Logistik und die geographische Lage\u201c gelobt. Au\u00dferdem erkl\u00e4rte Lukaschenko: \u201eDer Park bietet gro\u00dfe Vorteile. Wir haben diesen Park mit dem Ziel eingerichtet, Spitzentechnologien ins Land zu holen. Wir werden unsere Leute darin unterrichten, mit diesen Technologien zu arbeiten. Und die Erfahrungen des Parks in industriellen Bereichen werden Belarus zugute kommen.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Die Planungen f\u00fcr ein Industrie-Joint-Venture zwischen China und Wei\u00dfru\u00dfland begannen 2010 nach dem Vorbild des Industrieparks in Suzhou, und 2015 wurde mit dem Bau des Parks in Great Stone begonnen. Bis 2018 zahlten die acht dort ans\u00e4ssigen Unternehmen 17 Millionen US-Dollar an j\u00e4hrlichen Steuern und schufen nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums 5.000 neue Arbeitspl\u00e4tze im verarbeitenden Gewerbe in Belarus. Inzwischen sind \u00fcber 100 Unternehmen im Park t\u00e4tig, die eine Vielzahl von Produkten herstellen, von Hightech-Chips und Telekommunikation bis hin zu Automobilteilen und Arzneimitteln.<\/p>\n<p class=\"western\">Der gr\u00f6\u00dfte Anreiz f\u00fcr den Industriepark Gro\u00dfer Stein ist sicherlich sein Zugang zu einer einzigartigen Infrastruktur durch die Belt and Road Initiative. Die Initiative besteht aus sechs Wirtschaftskorridoren, von denen einer als Neue Eurasische Landbr\u00fccke bekannt ist. Wei\u00dfru\u00dfland befindet sich an einem entscheidenden Punkt dieser Landbr\u00fccke und fungiert als \u201eBr\u00fcckenkopf\u201c (um Lukaschenkos eigene Worte zu verwenden), der viele L\u00e4nder miteinander verbindet, darunter auch diejenigen, an die es grenzt (Ru\u00dfland, Ukraine, Litauen, Lettland und Polen). Daher gibt es eine F\u00fclle neuer Infrastrukturen, einschlie\u00dflich der Eisenbahn und anderer Transportmittel, die f\u00fcr die Verteilung der vielen Fr\u00fcchte der bl\u00fchenden Blume des \u201eGro\u00dfen Steins\u201c genutzt werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Der Great-Stone-Industriepark ist ein erstaunliches Beispiel, das studiert werden sollte. Wir k\u00f6nnen uns von diesem Projekt inspirieren lassen, und zwar nicht nur in Bezug auf effiziente Produktion oder Verteilung &#8211; verstehen Sie mich nicht falsch, beides ist dort in gro\u00dfem Masse vorhanden -, sondern auch als Beispiel f\u00fcr die Art von Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen, die f\u00fcr die Entwicklung der gesamten Welt notwendig sein wird. Die Handelsrouten der alten Seidenstra\u00dfe werden nicht nur deshalb so gesch\u00e4tzt, weil sie eine Brutst\u00e4tte des wirtschaftlichen Austauschs waren, sondern auch wegen des technologischen, k\u00fcnstlerischen und kulturellen Austauschs, den sie ebenfalls f\u00f6rderten.<\/p>\n<p class=\"western\">In einer Rede, die Xi Jinping im M\u00e4rz 2014 in Berlin hielt, zitierte er Gottfried Leibniz, den Begr\u00fcnder der physikalischen \u00d6konomie, mit den Worten: \u201eNur das Teilen unserer Talente wird die Lampe der Weisheit entz\u00fcnden.\u201c Was wir in Great Stone oder in Suzhou oder Shenzhen sehen, ist die gemeinsame Nutzung von Talenten, Wissen und Technologie. Und bald werden wir hoffentlich sehen, da\u00df dieses Teilen mehr und mehr geschieht.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>Diskussion<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">PANEL 4: 18.30 Uhr (MESZ)<\/h4>\n\n\n\n<p><strong><em>Die notwendigen philosophischen Grundlagen f\u00fcr das neue Paradigma<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Moderator: <strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/oawL2HyOr-0\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/oawL2HyOr-0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Helga Zepp-LaRouche<\/a>, Schiller-Institut (Deutschland)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, hat im vergangenen November zehn Prinzipien als Grundlage f\u00fcr eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur vorgeschlagen. Dazu geh\u00f6rt die Notwendigkeit, die realwirtschaftlichen Aktivit\u00e4ten des Menschen mit den Gesetzen des physikalischen Universums in Einklang zu bringen. Auch m\u00fcssen wir uns mit den philosophischen Grundfragen des Menschenbildes befassen, der Idee, da\u00df der Mensch von Natur aus gut ist und da\u00df alles B\u00f6se das Ergebnis mangelnder Entwicklung ist \u2013 und deshalb beseitigt werden kann.<\/p>\n\n\n<p><strong>Jacques Cheminade<\/strong> (Frankreich), Pr\u00e4sident, Solidarit\u00e9 et Progr\u00e8s, ehemaliger franz\u00f6sischer Pr\u00e4sientschaftskandidat: <a href=\"https:\/\/youtu.be\/KJ9X--wHY6I\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>&#8222;Die Macht menschlicher Arbeit in einer Zeit des epochalen Wandels&#8220;<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Jacques Cheminade lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Die Macht menschlicher Arbeit in einer Zeit des epochalen Wandels<\/p>\n<p class=\"western\">Von Jacques Cheminade<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Jacques Cheminade ist Pr\u00e4sident der Partei Solidarit\u00e9 et Progr\u00e8s und ehemaliger Pr\u00e4sidentschaftskandidat in Frankreich. (\u00dcbersetzung aus dem Englischen.) <\/i><\/p>\n<p class=\"western\">Die Macht menschlicher Arbeit zu mobilisieren, ist unsere unmittelbare Aufgabe, um eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur f\u00fcr uns alle zu schaffen. Sowohl die Nationen der globalen Mehrheit der Welt als auch die V\u00f6lker des westlichen Teils der Welt streben nach der existentiellen, unmittelbaren Notwendigkeit, voranzukommen. Das ist der eigentliche Sinn, warum wir auf den Stra\u00dfen Europas demonstrieren.<\/p>\n<p class=\"western\">Im Gegensatz dazu betreiben die Finanzeliten des globalen Nordens eine Politik des sozialen Krieges gegen ihre eigene Bev\u00f6lkerung und der Aufr\u00fcstung gegen die Nationen, die sich ihnen widersetzen. Ihre Politik ist eine Bedrohung f\u00fcr uns alle: Angesichts der Krise ihres r\u00e4uberischen Finanzsystems handeln sie wie verwundete Tiger, die zu Menschenfressern werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Unsere wichtigste Waffe gegen sie ist unser Menschenbild, da\u00df der Mensch von Natur aus gut ist. Die Errungenschaften der menschlichen Arbeit verk\u00f6rpern und beweisen unsere sch\u00f6pferische Kraft! Nichtsdestotrotz versuchen die oligarchischen Eliten mit allen Mitteln, Arbeit auf ein Machtgleichgewicht innerhalb ihres etablierten Umfelds zu reduzieren, das durch die Herrschaft des Geldes und der Preise vordefiniert ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Der Zweck meines Beitrags ist daher, die Macht der menschlichen Arbeit wieder davon frei zu machen. Erstens ist sie menschlich, weil sie weder tierisch noch mechanistisch ist. In einer Koltan- oder Goldmine physisch ausgebeutet zu werden, ist keine menschliche Arbeit, sondern koloniale Sklaverei. Menschliche Arbeit besteht darin, die Natur f\u00fcr einen n\u00fctzlichen sozialen Zweck physisch umzuwandeln, und nicht darin, eine Aufgabe zu erf\u00fcllen, um eine Gegenleistung zu erhalten. Die Arbeit eines Menschen entwickelt und erweitert seine sch\u00f6pferischen Kr\u00e4fte. Sie ist kein Selbstzweck, sondern ein Beitrag zu unserem Gemeinwohl und unserer sozialen Zukunft. Arbeit ist ein Menschenrecht auf Entfaltung, nicht ein Preis.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber das zu sagen, reicht nicht aus. Die notwendigen philosophischen Grundlagen f\u00fcr ein neues Paradigma erfordern eine viel tiefere Untersuchung dessen, was menschlich ist. Der beste Verweis darauf, den ich finden konnte, ist eine Reihe von Vortr\u00e4gen, die Lyndon LaRouche am 25. April 1984 \u00fcber die Macht der Arbeit, das Naturrecht und den technischen Fortschritt gehalten hat.<sup>1<\/sup><\/p>\n<p class=\"western\">LaRouche geht von der Notwendigkeit aus, die potentielle relative Bev\u00f6lkerungsdichte einer Gesellschaft zu erh\u00f6hen, um ihren Niedergang zu verhindern. Potentiell bedeutet \u00fcber das Niveau der gegenw\u00e4rtigen Bev\u00f6lkerung hinaus. Es ist die Entdeckung neuer physikalischer Prinzipien und ihre Anwendung zur F\u00f6rderung des technischen Fortschritts, der die Produktivkraft der Arbeit pro Mensch und pro Landfl\u00e4che erh\u00f6ht. Denn der Mensch hat die besondere F\u00e4higkeit, seine Umwelt zu verbessern und die Energieflu\u00dfdichte und die Tragf\u00e4higkeit seines Universums zu erh\u00f6hen!<\/p>\n<p class=\"western\">Sehen wir uns dagegen den gegenw\u00e4rtigen Zustand unseres transatlantischen Universums an. Es ist potentiell dem Untergang geweiht! Unter der Herrschaft einer Finanzoligarchie, die immer mehr Geld schafft, ohne wirkliches, physisches Wachstum zu erzeugen, wurde dieses Potential zerst\u00f6rt. Das politische Ziel unseres Kampfes ist klar.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber gehen wir mit Lyndon LaRouche einen Schritt weiter. Ein Tier oder ein Oligarch kann seine Umgebung nicht zum Besten ver\u00e4ndern. Wir werden sehen, da\u00df K\u00fcnstliche Intelligenz Daten besser verarbeiten kann als der Mensch, aber sie kann keine Ver\u00e4nderung bewirken. Menschliche Arbeit kann das. Weil sie Hypothesen aufstellt. Sie hat die Macht, das Universum zu ver\u00e4ndern und zu verbessern, indem sie die Spielregeln in Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur \u00e4ndert und gegebene Zw\u00e4nge durchbricht!<\/p>\n<p class=\"western\">LaRouche definiert drei Ebenen von Hypothesen, die die menschliche Arbeit zu etwas Einzigartigem machen.<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Einfache Hypothesen sind mit den bestehenden Axiomen und Hypothesen vereinbar, sie werden sozusagen \u201enebenbei entdeckt\u201c.<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; H\u00f6here Hypothesen st\u00fcrzen bestehende Axiome und Postulate akzeptierter wissenschaftlicher oder anderer Meinungen um. Es ist die Art des Denkens, mit der alle wissenschaftlichen Entdeckungen nachvollzogen werden k\u00f6nnen und sich der Weg f\u00fcr die Entdeckung neuer physikalischer Prinzipien \u00f6ffnet. Diese werden dann im Rahmen des technischen Fortschritts angewandt, so da\u00df sie potentiell jeder Mensch verstehen und gesellschaftlich umsetzen kann. Ihre soziale Umsetzung verk\u00f6rpert die Macht der menschlichen Arbeit, die relative potentielle Bev\u00f6lkerungsdichte zu erh\u00f6hen.<\/p>\n<p class=\"western\">&#8211; Die Hypothese der h\u00f6heren Hypothese ist ein Prinzip, das erfolgreich aufeinanderfolgende wissenschaftliche Revolutionen hervorbringt. Es ist der Bereich, den Wladimir Wernadskij die Noosph\u00e4re nennt, die F\u00e4higkeit der menschlichen Arbeit, zur geologischen Kraft zu werden, die die Erde in \u00dcbereinstimmung mit den Gesetzen des physikalischen Universums formt.<\/p>\n<p class=\"western\">Gehen wir noch einen Schritt weiter: die sogenannte Revolution der K\u00fcnstlichen Intelligenz. Die KI verarbeitet Daten und stellt logische Zusammenh\u00e4nge her, indem sie \u201elernt\u201c, in Bereichen mit einer sehr gro\u00dfen, aber endlichen Anzahl von F\u00e4llen zu induzieren und zu deduzieren. Sie wei\u00df nicht, was sie wirklich physisch tut, sie ist sich ihrer selbst nicht bewu\u00dft. Es stimmt, sie kann einen menschlichen Gegner beim Schach oder Go besiegen. Das ist bereits geschehen. Das ist Logik. Aber im Bereich physisch unsteter Prozesse &#8211; der sch\u00f6pferischen menschlichen Arbeit &#8211; kommt sie nicht voran, denn sie bleibt ein sehr ausgefeiltes statistisches Modell, das Korrelationen zwischen Werteskalen quantifiziert.<\/p>\n<p class=\"western\">F\u00fcr die KI ist eine Metapher &#8211; ein Bedeutungswechsel von einer Ebene des Denkens zu einer h\u00f6heren &#8211; wie f\u00fcr ein Huhn, das ein Korn aus wei\u00dfem Ton findet. Die KI kann die Ebene der h\u00f6heren Hypothese nicht erreichen! Das bedeutet, da\u00df die KI besser als der Mensch das verarbeiten kann, was nicht menschlich ist, n\u00e4mlich den stupiden Bereich der Daten. Maschinelles Lernen und Deep Learning erm\u00f6glichen es ihr, bereits Bekanntes zu erforschen und in diesem Bereich Sinnvolles hervorzubringen &#8211; aber niemals Metaphern, niemals ein neues physikalisches Prinzip.<\/p>\n<p class=\"western\">Wie LaRouche einmal sagte, Geld sei ein Idiot, so ist die KI ein weiterer Idiot, ein <i>idiota senza mente<\/i>, ein Datenanalytiker unter dem Einflu\u00df elektronischer Steroide.<\/p>\n<p class=\"western\">Ist das eine gute oder schlechte Nachricht? Das ist eine Frage der Intention. Eine sehr schlechte Nachricht, wenn die KI in den H\u00e4nden derer bleibt, die versuchen, kreatives menschliches Denken auf einer noch raffinierteren Ebene menschlichen Verhaltens zu kontrollieren, dem oligarchischen Spiel, Menschen zu Nicht-Menschen zu machen &#8211; menschliche Arbeit durch die algorithmische Kontrolle von Bildern, Fake News und Finanzoperationen zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p class=\"western\">In diesem Sinne ist der wahre Feind menschlichen Wissens und menschlicher Arbeit nicht die Unwissenheit, sondern &#8211; wie Sokrates wu\u00dfte &#8211; die Illusion des Wissens.<\/p>\n<p class=\"western\">Eine sehr gute Nachricht, wenn die KI unter der Kontrolle der Macht menschlicher Arbeit steht. Die KI ist ein sehr n\u00fctzlicher Helfer, nicht nur um zeitraubende Aufgaben zu erledigen, sondern auch um selbst in einem Bereich bekannter logischer Beziehungen voranzukommen.<\/p>\n<p class=\"western\">So dauert beispielsweise die Kommunikation mit einem Rover auf dem Mars in beide Richtungen mehr als eine halbe Stunde. Die KI kann die Maschine so trainieren, da\u00df sie mit allem rechnen kann, was zu erwarten ist, au\u00dfer wenn ein unerwartetes, unlogisches Ereignis eintritt! Sehr n\u00fctzlich. Es stimmt, da\u00df die KI viele von Menschen ausgef\u00fchrte Arbeiten ersetzen wird. Aber diese Jobs sind nicht die kreative Arbeit des Menschen! Es sind also nicht-kreative T\u00e4tigkeiten, die ersetzt werden. Vor allem b\u00fcrokratische Jobs, wie die der Strategieberater, der McKinseys, der B\u00f6rsenh\u00e4ndler, der Anw\u00e4lte, der Powerpoint-Experten, all der Hochstapler, die vorgeben, die Spielregeln zu beherrschen, aber in Wirklichkeit Profiteure sind.<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn wir den Bereich der KI kontrollieren, wird unsere Arbeit menschlich sein, denn unser geistloser Assistent wird das Unkreative erledigen! Die entscheidende politische Frage ist, wer die Kreditvergabe kontrolliert und zu welchem Zweck.<\/p>\n<p class=\"western\">Es gibt noch mehr zu sagen. Entscheidend ist das Bewu\u00dftsein, da\u00df unsere Arbeit wirklich menschlich ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich habe nicht genug Zeit, um darauf einzugehen. Daher m\u00f6chte ich Ihnen nur raten, Nikolaus von Kues zu lesen, den besten philosophischen Freund von Helga Zepp-LaRouche.<\/p>\n<p class=\"western\">Nur ein Beispiel: In <i>De Beryllo<\/i> (1458) lehrt er uns unter anderem den wahren Weg menschlicher Erkenntnis, befreit vom sterilen aristotelischen Prinzip des Widerspruchs, um in den Bereich des Intellekts jenseits der Vernunft vorzudringen, wo der menschliche Geist den Zusammenfall der Gegens\u00e4tze begreift und f\u00e4hig wird, eine h\u00f6here Ebene des Handelns zu erreichen. Die Metapher f\u00fcr diese sch\u00f6pferische Einsicht in das, was er sp\u00e4ter <i>posse ipsum<\/i>, das <i>K\u00f6nnen an sich<\/i>, nannte, ist der Beryll, ein Halbedelstein, aus dem zu seiner Zeit Brillengl\u00e4ser geschliffen wurden. Die menschlichen Augen w\u00fcrden so mit dem intellektuellen Beryll ausgestattet, der es dem Geist erm\u00f6glicht, den Zusammenfall von Gegens\u00e4tzen zu erfassen.<\/p>\n<p class=\"western\">Heute wendet Helga Zepp-LaRouche diesen Ansatz auf die L\u00f6sung menschlicher Konflikte an, um \u201evon oben\u201c die zerst\u00f6rerische Logik von Block gegen Block zu \u00fcberwinden. Aus unserem eigenen Denken heraus und indem wir auf die Gedanken der anderen h\u00f6ren, erstellen wir im Geiste des Westf\u00e4lischen Friedens (1648) mit unserer sch\u00f6pferischen Arbeit den Fahrplan, um aus dem Dilemma herauszukommen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das ist die h\u00f6chste Stufe der Erkenntnis, der sch\u00f6pferischen Intuition, die eine Friedensdynamik hervorbringt, die nicht auf Daten oder zusammengestellten Pl\u00e4nen beruht, sondern auf Prinzipien, die die Macht der menschlichen Arbeit erzeugen. Der heutige Wandel in der Welt ist die beste Gelegenheit f\u00fcr uns alle, Akteure dieses Wandels zum Guten zu werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Lassen Sie mich mit einem Zitat von Bernhard Riemann \u00fcber den Begriff der \u201eGeistesmasse\u201c schlie\u00dfen:<\/p>\n<p class=\"western\">\u201eDie Seele ist eine compacte, aufs Engste und auf die mannigfaltigste Weise in sich verbundene Geistesmasse. Sie w\u00e4chst best\u00e4ndig durch eintretende Geistesmassen, und hierauf beruht ihre Fortbildung.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">\n<\/p><p class=\"western\"><a name=\"Bookmark\"><\/a>Es sind also neue Ideen, die unser gesamtes Wissen zum Klingen bringen und anregen. Helga Zepp-LaRouche und meine Frau Odile haben sich mit Johann Friedrich Herbarts Beitrag zur P\u00e4dagogik sch\u00f6pferischer F\u00e4higkeiten besch\u00e4ftigt, um die Seele des Sch\u00fclers zu bilden und nicht in ein vorgefertigtes Format zu zw\u00e4ngen, wie es heute der Fall ist. Menschliche Arbeit ist ein Experimentieren mit diesem st\u00e4ndigen Fortschritt, von dem das gesamte Leben der Menschheit und das Beste von uns den experimentellen Beweis liefert.<\/p>\n<p class=\"western\">Das ist es, was heute durch Krieg und wirtschaftliches Chaos bedroht ist. Werden wir uns dessen bewu\u00dfter. Mobilisieren wir mehr Menschen, die daran arbeiten, die Richtung in unserem transatlantischen Teil der Welt umzukehren und die Gegens\u00e4tze wieder zusammenzuf\u00fchren. Das ist eine Frage von Leben und Tod. Die Kraft der menschlichen Arbeit mu\u00df uns dazu inspirieren, in Metaphern zu denken und Hypothesen zu entwickeln, die \u00fcber eine sinnliche Erfahrung hinausgehen, die uns heute, wenn wir uns ihrer eigenen Logik \u00fcberlassen, pessimistisch und damit machtlos machen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"western\">Folgen wir dem Rat von Lyndon LaRouche, als er nach dem Geheimnis seiner Kreativit\u00e4t gefragt wurde: \u201eArbeit, Arbeit\u201c. Der entscheidende Augenblick der Geschichte, in dem wir leben, erfordert von uns die Mobilisierung unserer sch\u00f6pferischen menschlichen Arbeit, damit dieser gro\u00dfe Augenblick der Geschichte auf ein gr\u00f6\u00dferes Geschlecht trifft.<\/p>\n<p class=\"western\">Anmerkung:<\/p>\n<p class=\"western\">1. Siehe <span style=\"color: #0000ff;\"><span lang=\"zxx\"><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ja4KZqt3E88\"><i>https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Ja4KZqt3E88<\/i><\/a><\/span><\/span><\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Dr. Chandra Muzaffar<\/strong> (Malaysia), Gr\u00fcnder und Pr\u00e4sident, JUST International, <a href=\"https:\/\/youtu.be\/WLjb2QtwFew\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>\u201cDie Wichtigkeit der chinesischen und russischen Bem\u00fchungen in S\u00fcdwestasien und der Welt\u201d<\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Chandra Muzaffar lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Die Bedeutung der chinesischen und russischen Bem\u00fchungen in S\u00fcdwestasien und der Welt<\/p>\n<p class=\"western\">Von Dr. Chandra Muzaffar<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Dr. Chandra Muzaffar ist Gr\u00fcnder und Pr\u00e4sident der Organisation JUST International in Malaysia. (\u00dcbersetzung aus dem Englischen.)<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">Friede sei mit Ihnen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das Abkommen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran, das durch die Bem\u00fchungen der chinesischen Regierung zustande gekommen ist, k\u00f6nnte durchaus einen Wendepunkt in der Weltpolitik, einen Wendepunkt in den internationalen Beziehungen darstellen. Wir wissen, da\u00df alle drei beteiligten Parteien &#8211; die chinesische Regierung, die saudische Regierung und die iranische Regierung &#8211; mit der Umsetzung dieses Abkommens begonnen haben. Es gab Treffen in Teheran, in Riad und in Peking. Sie versuchen nun, einige der wichtigsten Aspekte dieser Entscheidung umzusetzen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das ist wichtig, denn es w\u00fcrde bedeuten, da\u00df die Feindseligkeit zwischen diesen beiden sehr wichtigen Nationen in der muslimischen Welt, Iran und Saudi-Arabien, nachlassen k\u00f6nnte. Und wenn dieser Wandel stattfindet, wenn sich ein gewisses Ma\u00df an Verst\u00e4ndnis entwickelt, dann denke ich, da\u00df sich das auf einen gro\u00dfen Teil der muslimischen Welt auswirken wird, weil diese beiden Nationen so wichtig sind. Und es gibt Stellvertreterkriege, Halbstellvertreterkriege in einer Reihe von L\u00e4ndern in der arabischen Welt und sogar au\u00dferhalb der arabischen Welt, die mit Saudi-Arabien und dem Iran verbunden sind &#8211; das k\u00f6nnte auch abnehmen. Und es k\u00f6nnte der Versuch unternommen werden, engere Verbindungen zwischen L\u00e4ndern wie Saudi-Arabien und Syrien, Syrien und der T\u00fcrkei, zwischen dem Libanon und Saudi-Arabien herzustellen.<\/p>\n<p class=\"western\">Diese Dinge k\u00f6nnten passieren &#8211; wir wissen es nicht, aber es besteht die M\u00f6glichkeit. Es ist auch m\u00f6glich, da\u00df diese von China herbeigef\u00fchrte Ann\u00e4herung letztendlich zu einem besseren Verst\u00e4ndnis der Beziehungen zwischen Israel und der arabischen Welt, insbesondere den Pal\u00e4stinensern, in der gesamten Region f\u00fchren k\u00f6nnte. Das kann passieren &#8211; wir wissen es nicht; es gibt diese M\u00f6glichkeiten. In der j\u00fcngeren Geschichte gab es in Westasien und Nordafrika keinen hoffnungsvolleren Moment, was die Schaffung einer Atmosph\u00e4re des Verst\u00e4ndnisses und der Freundschaft zwischen den verschiedenen Nationen angeht.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber es geht nicht nur um China. Ich denke, wir m\u00fcssen uns ansehen, was mit einer weiteren Gro\u00dfmacht passiert ist: Ru\u00dfland. Wie China ist auch Ru\u00dfland zu einem wichtigen Akteur in dieser Region geworden. In der Tat hat Ru\u00dfland eine viel l\u00e4ngere Beziehung zu dieser Region als China. Vergessen Sie nicht die Rolle, die Ru\u00dfland &#8211; damals noch die Sowjetunion &#8211; beim Bau des Assuan-Staudamms in \u00c4gypten gespielt hat, einem der gr\u00f6\u00dften Entwicklungsprojekte der Welt, das seit Jahrzehnten Millionen und Abermillionen von Menschen zugute gekommen ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Und Ru\u00dfland, das an den technischen Aspekten dieses Projekts beteiligt war, unterh\u00e4lt seit langem gute Beziehungen zu Syrien. Hafez Assad, der Vater von Bashar Assad, stand der Sowjetunion sehr nahe. Und wie wir wissen, war die Regierung von Bashar Assad in j\u00fcngster Zeit, als die syrische Regierung unter enormen Druck geriet, weil es zu einem Regimewechselversuch kam und alle m\u00f6glichen Kr\u00e4fte &#8211; Dschihadisten, Rebellen &#8211; beteiligt waren und Washington, Gro\u00dfbritannien, die T\u00fcrkei und andere all diese Gruppen unterst\u00fctzten, auf die Hilfe Ru\u00dflands angewiesen, um ihre Positionen zu stabilisieren, und die Russen spielten ab 2015 eine gro\u00dfe Rolle. Ru\u00dfland war also auch Teil dieser Region und hat in der Politik Westasiens und Nordafrikas zunehmend an Bedeutung gewonnen.<\/p>\n<p class=\"western\">F\u00fcr uns, die wir uns mit der Politik in dieser Region befassen, ist von Bedeutung, da\u00df sich diese beiden Gro\u00dfm\u00e4chte, China und Ru\u00dfland, in ihrem Umgang mit den L\u00e4ndern dieser Region in zweierlei Hinsicht von den Vereinigten Staaten von Amerika unterscheiden. Sie unterscheiden sich in dem Sinne, da\u00df sie nicht versuchen, die Region zu dominieren.<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn Sie sich zum Beispiel das j\u00fcngste Abkommen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran ansehen, so beruhte der Friedensplan auf einer \u00dcbereinkunft zwischen zwei F\u00fchrern in der Region, dem saudischen F\u00fchrer, K\u00f6nig Abdullah, und Rafsandschani, dem iranischen F\u00fchrer, die damals &#8211; vor einigen Jahren &#8211; eine \u00dcbereinkunft getroffen und ein Friedensabkommen ausgearbeitet hatten. Und China hat dieses Friedensabkommen wiederbelebt. Sie haben Saudi-Arabien und dem Iran nicht ihren Willen aufgezwungen: Sie haben die Vereinbarung wiederbelebt, und diese Vereinbarung wurde zur Grundlage des Abkommens, das wir jetzt erleben.<\/p>\n<p class=\"western\">Sie sehen also den unterschiedlichen Ansatz: Es geht nicht darum, seinen Willen aufzuzwingen, sondern darum, die Menschen selbst entscheiden zu lassen, und den Proze\u00df zu erleichtern. Genau das haben die Chinesen getan.<\/p>\n<p class=\"western\">Und nun zum Fall Ru\u00dfland: Abgesehen von seiner Beteiligung an den Entwicklungsprojekten sowohl in \u00c4gypten als auch in Syrien wissen wir, da\u00df Ru\u00dfland, als Syrien bedroht war, die Regierung unter enormen Druck geriet, sein milit\u00e4risches Engagement verst\u00e4rkte &#8211; es stimmt, es schickte Truppen und Kampfjets und alles andere. Aber in dem Moment, in dem die Regierung ihre Position stabilisieren konnte, haben sie ihre Truppenstationierung und ihr milit\u00e4risches Engagement reduziert, was wiederum eine gewisse Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Integrit\u00e4t, die territoriale Souver\u00e4nit\u00e4t Syriens zeigt. Und das ist etwas, was wir meiner Meinung nach im Auge behalten m\u00fcssen. Im Umgang mit anderen Nationalstaaten ist es so wichtig, deren Souver\u00e4nit\u00e4t, die Souver\u00e4nit\u00e4t der anderen Parteien, der anderen Staaten zu wahren. Und sowohl China als auch Ru\u00dfland scheinen daf\u00fcr empf\u00e4nglich zu sein.<\/p>\n<p class=\"western\">Und das ist meiner Meinung nach ein sehr wichtiger Grundsatz in den internationalen Beziehungen: Souver\u00e4nit\u00e4t anerkennen, Souver\u00e4nit\u00e4t sch\u00fctzen, mit Staaten umgehen, ihnen helfen, wenn Hilfe ben\u00f6tigt wird, aber ihre Souver\u00e4nit\u00e4t anerkennen und wahren. Und gleichzeitig, wenn man sich anschaut, was sie getan haben, im Falle Chinas, Friedenspl\u00e4ne, und im Falle Ru\u00dflands, Unterst\u00fctzung einer anderen Art, milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung, aber beide unter Ber\u00fccksichtigung des Willens der Bev\u00f6lkerung. Und das ist meiner Meinung nach von entscheidender Bedeutung.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich hoffe, da\u00df Ru\u00dfland und China, wenn sie weiterhin so mit den L\u00e4ndern in der Region umgehen, einen wichtigen Beitrag zu dieser Region leisten k\u00f6nnen. Vergessen Sie nicht, da\u00df diese Region lange Zeit das Zentrum der Konflikte in der Welt gewesen ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Dies k\u00f6nnte einen enormen Wandel, eine Transformation, bewirken, bei der sich alle L\u00e4nder dieser Region auf die wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Wandel konzentrieren k\u00f6nnen; sie k\u00f6nnen eine Atmosph\u00e4re schaffen, die sich von dem unterscheidet, was wir in den letzten Jahrzehnten erlebt haben. Und das ist es, was die Menschen brauchen. Das ist es, worauf die Menschen gewartet haben. Und deshalb halte ich es f\u00fcr so wichtig, da\u00df diese Ann\u00e4herung gelingt. Und es ist so wichtig, da\u00df auch diese beiden L\u00e4nder, China und Ru\u00dfland, die Empfindlichkeiten der Region und der Menschen verstehen und so handeln, da\u00df sie die unabh\u00e4ngige Integrit\u00e4t der Staaten in dieser Region und ihre eigene Entwicklung f\u00f6rdern. Und gleichzeitig w\u00fcrden sie zu einer neuen Weltordnung und einer anderen internationalen Atmosph\u00e4re beitragen.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich danke Ihnen vielmals.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/youtu.be\/gnLT8nZv8Z8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>Botschafter Chas Freeman<\/strong><\/a> (USA), ehemaliger Botschafter in Saudi-Arabien, ehemaliger stellvertretender Missionschef in China.<\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Chas Freman lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Chinas Diplomatie verdr\u00e4ngt den US-Militarismus in Nahost<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Von Botschafter a.D. Chas Freeman<\/p>\n<p class=\"western\"><i>Chas Freeman, ehemaliger Botschafter der Vereinigten Staaten in Saudi-Arabien und ehemaliger Gesch\u00e4ftstr\u00e4ger und stellvertretender Missionschef in der US-Botschaft in Peking, gab am 19. M\u00e4rz 2023 gegen\u00fcber EIR die folgende Erkl\u00e4rung zu den historischen chinesischen Verhandlungen \u00fcber ein Abkommen zwischen Saudi-Arabien und dem Iran ab.<\/i><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Nachdem Saudi-Arabien alle Alternativen ausgesch\u00f6pft hatte &#8211; darunter Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Regimewechsel, Sabotage, Stellvertreterkriege, Unterst\u00fctzung der US-Politik des \u201emaximalen Drucks\u201c auf den Iran und \u00c4chtung sowohl des Irans als auch Katars -, verlegte es sich auf Diplomatie mit dem Iran. Die Vereinigten Staaten konnten ihm dabei nicht helfen, weil Washington im Gegensatz zu Peking in den internationalen Beziehungen statt auf Dialog und gegenseitiges Entgegenkommen ausschlie\u00dflich auf Zwangsma\u00dfnahmen setzt und keine Beziehungen zu Teheran unterh\u00e4lt. Bei Treffen unter irakischer und omanischer Schirmherrschaft begann Riad, mit Teheran nach Wegen der Ann\u00e4herung, der Entspannung und der Beendigung des saudisch-iranischen Stellvertreterkriegs im Jemen zu suchen. Diese Gespr\u00e4che brachten zwar einige Fortschritte, reichten aber nicht aus, um eine Einigung zu erzielen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Peking hatte einige Jahre zuvor Grunds\u00e4tze f\u00fcr die Konfliktl\u00f6sung und ein kooperatives Sicherheitssystem am Persischen Golf vorgeschlagen. Au\u00dferdem hatte es ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis sowohl zu Riad als auch zu Teheran gepflegt. Damit war China die einzige Gro\u00dfmacht, die in der Lage war, zwischen den beiden L\u00e4ndern zu vermitteln. Peking hatte den Nahen Osten lange Zeit als eine amerikanische Einflu\u00dfsph\u00e4re betrachtet, in der es keine aktive politische Rolle spielen konnte. Die zunehmenden Bestrebungen der USA, sich aktiv gegen Chinas wirtschaftliche und technologische Entwicklung und gegen die Beilegung des andauernden chinesischen B\u00fcrgerkriegs zwischen Peking und Taipeh zu stellen, veranla\u00dften Peking jedoch, seine Achtung vor der amerikanischen Vormachtstellung in der Region nach und nach abzulegen und seine Zur\u00fcckhaltung bei der Durchsetzung seines eigenen Einflusses in der Region aufzugeben.<\/p>\n<p class=\"western\">China hat in diesem Fall bewiesen, da\u00df sein neu gewonnener globaler Einflu\u00df und seine diplomatischen F\u00e4higkeiten der gewaltigen Herausforderung gewachsen waren, einen ernsthaften Friedensproze\u00df im Nahen Osten voranzutreiben. Der Kontrast zum jahrzehntelangen amerikanischen Versagen im israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikt ist frappierend. Dies hat das weltweite Ansehen der chinesischen Diplomatie so weit gesteigert, da\u00df China nun bereit zu sein scheint, sich im noch schwierigeren Kontext des Ukraine-Krieges &#8211; einer Kombination aus einem B\u00fcrgerkrieg unter den Ukrainern, einem Krieg zwischen Kiew und Moskau, einem Stellvertreterkrieg zwischen den Vereinigten Staaten und der Russischen F\u00f6deration und einer Machtprobe um eine nicht konfrontative europ\u00e4ische Sicherheitsarchitektur &#8211; um Friedensstiftung zu bem\u00fchen.<\/p>\n<p class=\"western\">China hat deutlich gemacht, da\u00df es beabsichtigt, sich weiterhin f\u00fcr konkrete Vereinbarungen zur Umsetzung der Grunds\u00e4tze einzusetzen, auf die es sich mit Riad und Teheran geeinigt hat. All dies markiert praktisch das Ende der amerikanischen Hegemonie im Nahen Osten und den Aufstieg des chinesischen Einflusses zu einem glaubw\u00fcrdigen und konstruktiven Faktor in der Region. Es l\u00e4ge im Interesse der Vereinigten Staaten, Europas und anderer \u00e4u\u00dferer M\u00e4chte, China dabei zu unterst\u00fctzen, die saudisch-iranischen Verhandlungen zu einem nachhaltigen Frieden am Persischen Golf zu f\u00fchren.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Abdul Fatah Raufi: <\/strong><em><strong><a href=\"https:\/\/youtu.be\/l8ZJE7QOyw4\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&#8222;Das kommende afghanische Wirtschaftswunder&#8220;<\/a><br><\/strong><\/em><\/p>\n<p><strong>Prof. Cord Ebersp\u00e4cher<\/strong> (Deutschland), <a href=\"https:\/\/youtu.be\/0wbt8uhQelQ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em><em>\u201eDer unglaubliche Mangel an China-Kompetenz im Westen\u201c<\/em><\/em><\/strong><\/a><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Prof. Cord Ebersp\u00e4cher lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Prof. Cord Ebersp\u00e4cher<\/p>\n<p class=\"western\">Meine Damen und Herren, ich freue mich sehr, an dieser Konferenz teilnehmen zu k\u00f6nnen, und noch mehr freue ich mich, etwas beitragen zu k\u00f6nnen. Ich werde \u00fcber den erstaunlichen Mangel an China-Kompetenz im Westen sprechen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das Thema Chinakompetenz ist, nun ja, sehr wichtig und wird auch seit einigen Jahren intensiv diskutiert. Es ist in den letzten zehn Jahren ein ziemlich hei\u00dfes Thema in Deutschland gewesen. Und ich m\u00f6chte gerne mit Ihnen dar\u00fcber diskutieren, was eigentlich passiert ist und wo wir stehen.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Als Denkansto\u00df auf diesem Weg habe ich gerade von einer Webseite der Vereinigten Staaten das kurze Bild mit der chinesischen Bedrohung kopiert, und behalten Sie das einfach im Hinterkopf und die Frage: Sind wir bereits in ein Zeitalter der neuen Gelben Gefahr eingetreten? Das ist sehr weit jenseits jeglicher China-Kompetenzen, aber im Grunde dominiert von westlichen Narrativen, die China auf eine bestimmte Art und Weise portr\u00e4tieren. Der Wettbewerb mit China wird schon seit einigen Jahren als solcher betrachtet und diskutiert. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Ich habe Ihnen zwei Beispiele aus der deutschen Presse der letzten Jahre genannt, und es gab einen Grundkonsens in zwei Richtungen. Die eine ist, wie Sie auf der linken Seite sehen, wo sind die China-Kompetenzen? Und auf der anderen Seite, na ja, wir k\u00f6nnen nicht alles wissen. Wir sind uns also im Wesentlichen einig. Wir brauchen mehr. Eine Sache ist, da\u00df wir wegen der Rolle Chinas mehr wissen m\u00fcssen, ob es uns gef\u00e4llt oder nicht. Wir brauchen Chinakompetenzen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Die zweite \u00dcbereinstimmung ist, da\u00df es einen Mangel gibt, es gibt einen Mangel, und zwar im gesamten Bildungssystem auf der Ebene der Schulen, auf der Ebene der Universit\u00e4ten, aber auch in der B\u00fcrokratie, in den Kommunal-, Bundes- und Zentralregierungen, aber auch in vielen kompetenten Unternehmen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Der Grundkonsens in Deutschland war also wenigstens seit 2015, wir m\u00fcssen etwas tun und wir m\u00fcssen schnell etwas tun. Das ist in mehreren Berichten immer wieder ge\u00e4u\u00dfert worden. Es steht in mehreren Handreichungen, Memoranden, die den Regierungen \u00fcbergeben worden sind, die appelliert haben, tut etwas. Wir m\u00fcssen das \u00e4ndern. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Auf der anderen Seite, wenn man sich anschaut, wo wir stehen, wenn man sich zum Beispiel die Politik anschaut, wenn man sich zum Beispiel den deutschen Bundestag anschaut, dann gab es eine Umfrage der <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Frankfurter Allgemeinen Zeitung<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, einer der gro\u00dfen deutschen Zeitungen. Einer der Journalisten dieser Zeitung hat eine Umfrage unter den deutschen Parlamentariern gemacht, wer dort eigentlich Chinesisch spricht. Und das Ergebnis war, da\u00df von weit \u00fcber 700 Parlamentariern im Grunde genommen nur eineinhalb tats\u00e4chlich Chinesisch sprechen konnten. Der Halbe war ein Mitglied der Freien Demokraten, das tats\u00e4chlich einige Grundkurse in Chinesisch absolviert hatte. Und das einzige Mitglied des. Parlament, das Sie hier auf diesem Bild sehen, war Alice Vital vom rechten Fl\u00fcgel der AfD, der Alternative f\u00fcr Deutschland. Sie ist die einzige, die Chinesisch wirklich beherrscht.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Und die Frage ist, was sagt uns das \u00fcber die China-Kompetenz der deutschen Eliten, der deutschen Regierungen und der deutschen Entscheidungstr\u00e4ger in Deutschland? Denn wie wir gleich sehen werden, ist das Problem nicht nur, ob sie selbst \u00fcber China-Kompetenz verf\u00fcgen, sondern ob sie China-Experten fragen m\u00fcssen. Sind sie tats\u00e4chlich in der Lage, zu bewerten, was ihnen gesagt wird, was sie in den Zeitungen lesen? Das ist eine Frage, die noch beantwortet werden mu\u00df. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Also zur\u00fcck zu den Wurzeln der ganzen Frage: Was ist China-Kompetenz? Kanalkompetenz kann auf viele Arten definiert werden, und es h\u00e4ngt manchmal davon ab, wen man fragt, welche Antwort man erh\u00e4lt. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Eine M\u00f6glichkeit ist, da\u00df es sich um die F\u00e4higkeiten handelt, die notwendig sind, um ein realistisches und differenziertes Bild von China zu bekommen. Na, wunderbar. Oder, wie das deutsche Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung sagt, es sind Sprachkenntnisse, interkulturelle Kompetenzen, Verst\u00e4ndnis f\u00fcr rechtliche Rahmenbedingungen, sowie \u00fcber politische, wirtschaftliche, kulturelle und historische Hintergr\u00fcnde. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Was es kaum unter den modernen K\u00f6pfen gibt und meiner Meinung nach gr\u00fcndlich fehlt, ist, was in einer Quelle aus den 1960er Jahren betont wurde: es ist die F\u00e4higkeit, sich selbst in die Augen des anderen zu sehen. Das ist zum Beispiel eine Sache, von der ich glaube, da\u00df sie in unserem Umgang mit China in der heutigen Zeit tats\u00e4chlich grundlegend fehlt. Wir wollen und k\u00f6nnen uns wahrscheinlich nicht mit chinesischen Augen sehen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Und hier noch ein paar Denkanst\u00f6\u00dfe. Was sind die winzigen Kompetenzen, die Sie an einer Hand haben? Nat\u00fcrlich, die China-Experten. Wer ist eigentlich ein China-Experte? Das sind die Leute, die viel \u00fcber China gelesen haben. Ah, gut! Denn im Moment hat man den Eindruck, da\u00df es ein Meer von Leuten gibt, die China-Experten sind und die im Grunde genommen den Politikern etwas sagen k\u00f6nnen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Die Frage ist, welche Kompetenzen haben sie oder wie voreingenommen sind ihre Ansichten? Sind unsere Politiker manchmal in einer Echokammer gefangen, in der sie im Grunde genau die Leute einladen, die ihnen sagen, was sie h\u00f6ren wollen und was bereits in ihren K\u00f6pfen existiert? Aus welchen Quellen bezieht man sein Wissen, wenn man kein Chinesisch kann?<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Bekommt man sein Chinesisch aus dem Wissen \u00fcber China, aus den Zeitungen? In diesem Fall muss man sich also auf die Journalisten verlassen. Sind sie kompetent? Sind sie in China kompetent &#8211; oder sind sie eher voreingenommen oder kopieren sie im Grunde andere? <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Was ist mit den Erfahrungen, die China in den drei Jahren der Corona-Pandemie gemacht hat? Im Grunde genommen war niemand oder nur sehr wenige Leute in China. Wieviel echte China-Erfahrung haben sie also? Wieviel China-Erfahrung, wenn es darum geht, mit tats\u00e4chlich lebenden Chinesen zu verkehren, Erfahrungen zu sammeln? Denn manchmal hat man den Eindruck, da\u00df wir es eher mit Bildern zu tun haben, als mit lebenden. Menschlichen Wesen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Und schlie\u00dflich, was immer im Hintergrund lauert, ist die Rolle der Sprache. Und hier sind wir in einer sehr schlechten Situation. Einige andere europ\u00e4ische L\u00e4nder, wie Frankreich oder Italien, sind viel aktiver, wenn es darum geht, jungen Menschen Chinesisch beizubringen, w\u00e4hrend Deutschland in diesem Fall ziemlich weit zur\u00fcckliegt. Und in diesem Fall scheinen wir manchmal sogar hinter die Positionen zur\u00fcckzufallen, die wir in der Diplomatie schon hatten. Wenn wir uns den j\u00fcngsten Besuch des franz\u00f6sischen. Pr\u00e4sident Macron und Ursula von der Leyen, der Repr\u00e4sentantin der. Europ\u00e4ischen Union, in China betrachten, m\u00fcssen wir uns fragen, ist das nur China-Kompetenz oder ist das grunds\u00e4tzlich Kompetenz in internationalen Beziehungen? Wenn Sie zum Beispiel &#8211; wie im Fall von Ursula von der Leyen &#8211; unmittelbar vor Ihrem eigentlichen Besuch eine \u00f6ffentliche Rede halten, in der Sie Ihren Gastgeber grunds\u00e4tzlich beleidigen? Ihren Gastgeber, den Sie gleich sehen werden? Und dann erwarten Sie, da\u00df er tats\u00e4chlich mit Ihnen verhandeln wird? <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Ich glaube, das ist ein Grundgedanke. Man muss nur im Grunde genommen einen gesunden Menschenverstand haben und nicht einmal China-Kenntnisse. Zusammenfassend bin ich grunds\u00e4tzlich der Meinung, dass unsere politischen F\u00fchrer und wahrscheinlich auch die Experten, die ihnen davon erz\u00e4hlen, mehr China-Kompetenz br\u00e4uchten, um wirklich zu verstehen, wieviel wir \u00fcber China wissen m\u00fcssen. Ich danke Ihnen sehr.<\/span><\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><strong>Graham Fuller<\/strong> (USA), ehemaliger US-Diplomat, ehemaliger Vizevorsitzender des Nationalen Geheimdienstrates der CIA, <a href=\"https:\/\/youtu.be\/tqNww6IDq-A\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>\u201cChina \u00fcberwindet die \u201dBewaffnung&#8220; der US-Diplomatie durch Entwicklung&#8220;<\/em>.&nbsp;<\/strong><\/a><\/p>\n<p><strong><span style=\"color: #000000;\">Shakeel Ahmad Ramay<\/span><\/strong><em><span style=\"color: #000000;\"> (Pakistan), <\/span><\/em><span style=\"color: #000000;\">Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Asian Institute of Eco-Civilization Research and Development, <a href=\"https:\/\/youtu.be\/sZe9fU5hq-c\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong><em>&#8222;Ein Beitrag zur Diskussion von Prinzipien&#8220;. <\/em><\/strong><\/a><\/span><em><span style=\"color: #000000;\"><br><\/span><\/em><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Shakeel Ahmad Ramay lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Ein Beitrag zur Diskussion von Prinzipien<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\">Von Shakeel Ahmad Ramay<\/p>\n<p class=\"western\"><span lang=\"en-US\"><i>Shakeel Ramay ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Asian Institute of Eco-Civilization Research and Development in Pakistan. <\/i><\/span><i>(\u00dcbersetzung aus dem Englischen.)<\/i><\/p>\n<p class=\"western\">(Begr\u00fc\u00dfung auf Arabisch). Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich dem Schiller-Institut, insbesondere Frau Helga LaRouche, f\u00fcr die Einladung zu dieser wichtigen Veranstaltung danken. Ich denke, Madame LaRouche hat bereits viele Prinzipien dargelegt, die ber\u00fchmten Zehn Prinzipien, in denen sie treffend beschrieben hat, was diese Welt braucht und wie das neue System aufgebaut sein sollte.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber ich m\u00f6chte hier noch ein weiteres Prinzip hinzuf\u00fcgen: das Prinzip der Harmonie. Das Prinzip der Harmonie bedeutet, da\u00df wir Harmonie zwischen den Menschen schaffen m\u00fcssen, und wir m\u00fcssen Harmonie zwischen den Menschen und der Natur schaffen. Das sind die beiden Dinge, die wir in der heutigen Zeit brauchen.<\/p>\n<p class=\"western\">Dieses Prinzip der Harmonie sollte von zwei grundlegenden \u00c4nderungen begleitet oder unterst\u00fctzt werden.<\/p>\n<p class=\"western\">Beginnen wir mit der Wirtschaft. Sie ist wichtig, weil sie die Harmonie zwischen den Menschen bestimmt, die zwischenmenschliche Harmonie.<\/p>\n<p class=\"western\">Vor allem m\u00fcssen wir die Sicherheit von der Wirtschaft trennen<sup>.<\/sup> Was im Moment auf der ganzen Welt passiert, ist, da\u00df wir Wirtschaft und Sicherheit vermischen, und das bedeutet, da\u00df wir dem Milit\u00e4r und den Sicherheitsbeh\u00f6rden eine Rechtfertigung f\u00fcr ihre Einmischung geben. Das Milit\u00e4r und die entsprechenden Beh\u00f6rden mischen sich jetzt ein. So ist die Agenda f\u00fcr menschliche Entwicklung in den Hintergrund getreten, und das Problem der Sicherheit hat die Oberhand gewonnen. Deshalb sage ich, wir m\u00fcssen die Wirtschaft von der Sicherheit trennen.<\/p>\n<p class=\"western\">Warum sage ich \u201eWirtschaft und Sicherheit trennen\u201c? Weil das eine Idee und eine Politik ist, die vom Milit\u00e4risch-industriellen Komplex herkommt. Wenn man Wirtschaft und Sicherheit vermischt, dann schafft man eine Rechtfertigung f\u00fcr Einmischung, und wir k\u00f6nnen sehen, was deshalb in der ganzen Welt passiert.<\/p>\n<p class=\"western\">Das Buch <i>Economic Hit-Man<\/i> beschreibt genau, wie diese Kreise arbeiten, und das Ergebnis ist das, was wir heute erleben. Wir haben es nicht mit wirtschaftlichem Wettbewerb zu tun, sondern mit wirtschaftlichem Konflikt. Wenn L\u00e4nder sagen: \u201eMeine wirtschaftliche Sicherheit ist in Ordnung\u201c, dann bedeutet das, da\u00df sie den anderen angreifen. Sie reden von Sicherheit ihrer Wirtschaft, aber sie benutzen diesen Begriff der wirtschaftlichen Sicherheit, um andere L\u00e4nder anzugreifen und sie zu beherrschen.<\/p>\n<p class=\"western\">Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sie Finanzinstitutionen geschaffen, um L\u00e4nder zu kolonisieren. Wir haben gesehen, wie die westlichen Institutionen die Welt in eine Schuldenfalle gelockt haben. Viele Entwicklungsl\u00e4nder und arme L\u00e4nder sind aufgrund dieser Schuldenfalle mit harten Bedingungen konfrontiert. Das sehen wir in Afrika, in Asien und in Lateinamerika.<\/p>\n<p class=\"western\">Die eine Seite sind also die Finanzinstrumente, aber wenn sie damit nicht das gew\u00fcnschte Ergebnis erzielen k\u00f6nnen, insbesondere was die Ressourcen der L\u00e4nder angeht, dann verlegen sie sich auf die milit\u00e4rische L\u00f6sung. Und warum? Sie haben bereits die Wirtschaft mit dem Begriff der \u201eSicherheit\u201c belegt! Wenn man die Wirtschaft mit dem Begriff \u201eSicherheit\u201c beschreibt, dann kann man jede beliebige Ma\u00dfnahme ergreifen. Und sie haben ihrer Bev\u00f6lkerung Angst gemacht: \u201eWenn wir diese Ressourcen nicht erobern, dann bedeutet das, da\u00df euer Lebensstandard weg ist.\u201c Auf diese Weise haben sie eine Euphorie geschaffen, in der sie versuchen, den Begriff der \u201ewirtschaftlichen Sicherheit\u201c einzuf\u00fchren, um die Ressourcen der armen L\u00e4nder zu erobern. Und genau das tun sie.<\/p>\n<p class=\"western\">Schauen Sie sich Syrien an, was passiert dort? Und schauen Sie sich Libyen an, was ist dort passiert? Irak &#8211; man kann so viele Beispiele nennen. Man kann das Beispiel von Afghanistan anf\u00fchren; es gibt viele Beispiele aus der ganzen Welt.<\/p>\n<p class=\"western\">Deshalb sage ich, da\u00df wir eine Harmonie zwischen den Menschen schaffen m\u00fcssen; wir m\u00fcssen Wirtschaft und Sicherheit trennen. Das wird den L\u00e4ndern helfen, an der Entwicklung der Menschen zu arbeiten und wirtschaftliche Ziele f\u00fcr die Entwicklung der Menschen zu nutzen. Es wird helfen, die Herausforderungen in den Bereichen Armut, Gesundheit, Bildung und anderen anzugehen.<\/p>\n<p class=\"western\">Ausgewogene Klimapolitik<\/p>\n<p class=\"western\">Und zweitens denke ich, da\u00df wir ein Gleichgewicht zwischen den Ambitionen zur Bek\u00e4mpfung des Klimawandels und den Lebensbed\u00fcrfnissen der Menschen finden m\u00fcssen. Warum sage ich das? Weil wir auf der einen Seite sehen, da\u00df einige L\u00e4nder sehr danach streben, Zugang zu Elektrizit\u00e4t zu erhalten. Wenn Sie sich zum Beispiel afrikanische L\u00e4nder ansehen, wie hoch ist ihr Pro-Kopf-Verbrauch an Strom? In Niger, Tschad und einer Reihe anderer L\u00e4nder liegt der Pro-Kopf-Verbrauch vielleicht im zweistelligen Bereich, aber auf der anderen Seite liegt der Pro-Kopf-Verbrauch von Strom in Island bei \u00fcber 50.000 [kWh] pro Kopf. In den USA waren es fr\u00fcher 12.000, jetzt sind es mehr als 20.000. Ihr Pro-Kopf-Verbrauch liegt also weit vorne, und sie sind kein armes Land. Die armen L\u00e4nder brauchen mehr Strom und Energie, um ihren Traum von Entwicklung zu verwirklichen. Daf\u00fcr brauchen sie etwas Spielraum.<\/p>\n<p class=\"western\">Und hier kommt die Ausgewogenheit der Politik ins Spiel. Warum sage ich das? Ausgewogenheit bedeutet: Auf der einen Seite wird der Pro-Kopf-Verbrauch zur Aufrechterhaltung des Lebensstandards genutzt, zum Beispiel in Norwegen, in den USA, in Deutschland und anderen L\u00e4ndern. Sie m\u00fcssen ihren Pro-Kopf-Verbrauch senken, um ihn unter Kontrolle zu bringen &#8211; nur so viel, wie n\u00f6tig ist. Dieser Bedarf sollte gedeckt werden, und zwar aus sauberen Quellen.<\/p>\n<p class=\"western\">Und zum anderen, wenn die Entwicklungsl\u00e4nder, die armen L\u00e4nder, davon sprechen, da\u00df sie etwas Freiraum brauchen, dann sollten sie ermutigt werden, in Wasserkraft zu investieren; sie sollten ermutigt werden, in Kernenergie zu investieren. Und sie sollten bei diesen Aktivit\u00e4ten unterst\u00fctzt werden, denn das ist dringend notwendig. Aus diesem Grund sagte Pr\u00e4sident Xi Jinping einmal im Zusammenhang mit dem Klimawandel, man m\u00fcsse ein Gleichgewicht zwischen den ehrgeizigen Zielen der Kohlenstoffemissionen und den Lebensbed\u00fcrfnissen der Menschen schaffen. Weil er davon \u00fcberzeugt ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn man etwas tun will, braucht man die Unterst\u00fctzung der Gesellschaft. Wer sich nicht um die Lebensbed\u00fcrfnisse der Menschen k\u00fcmmert, der wird die Unterst\u00fctzung der Gesellschaft nicht bekommen. Ohne die Unterst\u00fctzung der Gesellschaft kann man keine erfolgreiche Politik machen. Deshalb sage ich, da\u00df wir ein Gleichgewicht schaffen m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich denke, wenn wir ein neues Sicherheitssystem und eine neue Entwicklung anstreben, dann wird uns vielleicht dieses Prinzip der Harmonie, unterst\u00fctzt durch diese beiden Ma\u00dfnahmen &#8211; die Trennung von Wirtschaft und Sicherheit und das Ausbalancieren des Klimaschutzes &#8211; dabei helfen, dies zu erreichen. Ich danke Ihnen vielmals.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>Diskussion<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Konzert: 22:00 Uhr (MESZ)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschlu\u00df an die Konferenz findet ein Konzert mit dem New Yorker Chor des Schiller-Instituts statt: \u201eLa\u00dft uns Frieden schaffen: H\u00e4ndels Messias\u201c \u2013 Online St. Paul &amp; St. Andrew. <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.sinycchorus.com\/events\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.sinycchorus.com\/events\" target=\"_blank\"><strong>Zur Ticketbestellung<\/strong><\/a> (ab 5$)<\/p>\n\n\n<p><div class=\"hr\"><hr \/><\/div><\/p>\n\n\n<p>Etwas mehr als ein Jahr, nachdem der Krieg in der Ukraine, der in Wirklichkeit bereits 2014 begonnen hatte, mit der russischen Milit\u00e4roperation eskaliert ist, wird deutlich, da\u00df es in Wirklichkeit nicht um die Ukraine geht. Es handelt sich um einen Stellvertreterkrieg zwischen den USA, Gro\u00dfbritannien und der NATO auf der einen Seite und Ru\u00dfland auf der anderen Seite &#8211; wobei sich auch ein Konflikt mit China abzeichnet. Das eigentliche Problem ist, da\u00df die Nationen des globalen S\u00fcdens versuchen, die koloniale Ordnung abzusch\u00fctteln, dieses Mal endg\u00fcltig, und sie sind jetzt die globale Mehrheit.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Anfang an hat das Schiller-Institut in einer Reihe von Konferenzen, beginnend am 9. April 2022, darauf hingewiesen, da\u00df die einzige L\u00f6sung f\u00fcr diese Krise in der Schaffung einer neuen globalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur besteht, die die Sicherheitsinteressen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten ber\u00fccksichtigt. Diese Ansicht wird von immer mehr Kr\u00e4ften in der Welt geteilt. J\u00fcngstes Beispiel daf\u00fcr ist der chinesische <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.fmprc.gov.cn\/mfa_eng\/wjdt_665385\/2649_665393\/202302\/t20230224_11030713.html\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.fmprc.gov.cn\/mfa_eng\/wjdt_665385\/2649_665393\/202302\/t20230224_11030713.html\" target=\"_blank\">12-Punkte-Vorschlag f\u00fcr den Frieden in der Ukraine<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Vor f\u00fcnf Monaten, am 7. Oktober 2022 hat das Schiller-Institut die aktuelle Runde der internationalen Konferenzen der \u201ePolitischen und gesellschaftlichen F\u00fchrer der Welt\u201c gestartet: \u201eStoppt die Atomkriegsgefahr jetzt!\u201c. Seitdem hat sich die Welt dramatisch ver\u00e4ndert. Es ist eine \u201etektonische Verschiebung\u201c in der Weltpolitik im Gange, bei der sich die Nationen des globalen S\u00fcdens gegen die unipolare Weltordnung der Kriege und der t\u00f6dlichen finanziellen Auspl\u00fcnderung durch die Finanzinteressen der Wall Street und der Londoner City erheben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Schwerpunkt der Weltentwicklung hat sich nun auf diese globale Mehrheit verlagert. Im Gegensatz zur Propaganda in den westlichen Massenmedien sind nicht Ru\u00dfland und China isoliert. Es ist die Politik des Westens, die von der Mehrheit der Weltbev\u00f6lkerung nicht mehr akzeptiert wird. Chinas 12-Punkte-Friedensvorschlag f\u00fcr die Ukraine wird derzeit breit diskutiert. Er deckt sich mit dem Angebot des Papstes, den Vatikan als Verhandlungsort ohne Vorbedingungen zu nutzen, mit dem Vorschlag des brasilianischen Pr\u00e4sidenten Lula, einen \u201eFriedensclub\u201c aus einer Reihe von Nationen des S\u00fcdens zu gr\u00fcnden, um eine Verhandlungsl\u00f6sung f\u00fcr den Krieg zu finden, und mit zahlreichen anderen Vorschl\u00e4gen auf internationaler Ebene.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, hat den chinesischen Vorschlag begr\u00fc\u00dft und ihre eigene Ausarbeitung von zehn Prinzipien, die einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zugrunde liegen sollten, als <a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2022\/11\/30\/zehn-prinzipien-fuer-eine-neue-internationale-sicherheits-und-entwicklungsarchitektur\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2022\/11\/30\/zehn-prinzipien-fuer-eine-neue-internationale-sicherheits-und-entwicklungsarchitektur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diskussionspapier<\/a> in diese Richtung angeboten. <\/p>\n\n\n\n<p>Die Tatsache, da\u00df die globalen NATO-Staaten, angef\u00fchrt von Gro\u00dfbritannien und den Vereinigten Staaten, Chinas Friedensvorschlag von vornherein ablehnten, fast bevor sie ihn zu Ende gelesen hatten, macht deutlich, da\u00df ihre eigentliche Politik, wie sie selbst \u00f6ffentlich erkl\u00e4rt haben, darin besteht, Ru\u00dfland und China zu zerst\u00fcckeln und einzud\u00e4mmen &#8211; bis hin zu einem nuklearen Showdown mit diesen Atomm\u00e4chten.<\/p>\n\n\n\n<p>Jedem Land, das sich dieser unipolaren Politik widersetzt, droht nun die \u201eNord Stream\u201c-Behandlung. Die Vertuschung der Verantwortung in diesem Fall bedeutet, da\u00df tats\u00e4chliche milit\u00e4rische Angriffe auf die zivile Infrastruktur nun \u00fcberall auf der Welt Freiwild sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Treibende Kraft der gesamten Kriegsgefahr ist die systemische Zusammenbruchskrise des transatlantischen Systems mit seinen zwei Billionen Dollar an unbezahlbaren Finanzanlagen. Die von der US-Notenbank durchgesetzte Politik der drastischen Zinserh\u00f6hungen bedeutet den drohenden Bankrott und den wirtschaftlichen und sozialen Zerfall der Nationen des S\u00fcdens.<\/p>\n\n\n\n<p>Deshalb sind der Kampf gegen die Gefahr eines Atomkrieges und der Kampf f\u00fcr die endg\u00fcltige Beendigung des Kolonialismus ein und derselbe Kampf. Sie werden zusammen gewonnen oder zusammen verloren werden. Und wenn die Westm\u00e4chte ihren derzeitigen Kurs fortsetzen, wird ein Atomkrieg immer wahrscheinlicher. Wenn wir uns nicht \u00e4ndern, werden wir ernten, was wir ges\u00e4t haben, und wir werden wahrscheinlich nicht einmal mehr da sein, um unseren Kindern und Enkeln die traurige Geschichte zu erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute ist \u00fcberdeutlich, da\u00df die Sicherheit Ru\u00dflands und der Ukraine untrennbar miteinander verbunden sind. Nur Ru\u00dfland kann die Sicherheit der Ukraine garantieren, und die Ukraine kann dazu beitragen, die Sicherheit Ru\u00dflands zu garantieren, indem sie unter anderem ihre Neutralit\u00e4t als Teil einer Verhandlungsl\u00f6sung des Konflikts festlegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 17. November 2022 ver\u00f6ffentlichten die Organisatoren der \u201eStoppt die Atomkriegsgefahr jetzt!\u201c-Konferenzen eine Erkl\u00e4rung und einen Aufruf zum Handeln, den wir an dieser Stelle noch einmal bekr\u00e4ftigen:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir erkennen an und betonen, da\u00df Ru\u00dfland ebenso wie die Vereinigten Staaten, die NATO, die Ukraine und alle anderen L\u00e4nder legitime Sicherheitsinteressen hat, die ber\u00fccksichtigt und zu einem der Eckpfeiler der neuen Sicherheitsarchitektur gemacht werden m\u00fcssen. Eine R\u00fcckkehr zu den erfolgreichen Grunds\u00e4tzen des Westf\u00e4lischen Friedens von 1648 \u2013 Achtung der Souver\u00e4nit\u00e4t, Engagement f\u00fcr das Wohl des anderen und Erla\u00df von Schulden, die eine echte wirtschaftliche Entwicklung unm\u00f6glich machen \u2013 ist die Art von Architektur, die wir heute suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gemeinwohl der einen Menschheit ist die zwingende Voraussetzung f\u00fcr das Wohl jeder einzelnen Nation. Auf diese Weise werden wir in der Lage sein, unter allen Nationen der Welt eine Organisation von B\u00fcrgern in kollektiver globaler Aktion aufzubauen und uns auf diese Weise als eine Kraft zu etablieren, die die internationale politische Debatte beeinflu\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir rufen alle Menschen guten Willens auf der ganzen Welt auf, sich \u2013 ungeachtet unserer vielf\u00e4ltigen und nat\u00fcrlichen Unterschiede \u2013 an diesem Proze\u00df der Beratung und der Suche nach friedlichen L\u00f6sungen zu beteiligen, einschlie\u00dflich einer gr\u00fcndlichen Pr\u00fcfung alternativer Wirtschaftspolitiken, um die Spekulation, die so viel Armut und Leid verursacht hat, durch ein System der Produktion und des Fortschritts zu ersetzen, das den Bed\u00fcrfnissen einer wachsenden Weltbev\u00f6lkerung gerecht wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Welt braucht dringend eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die die Interessen jedes einzelnen Landes auf dem Planeten vertritt. Helga Zepp-LaRouche hat zehn Prinzipien als Grundlage f\u00fcr eine solche Architektur vorgeschlagen. Die drei Initiativen von Pr\u00e4sident Xi Jinping \u2013 die Globale Sicherheitsinitiative (GSI), die Globale Entwicklungsinitiative (GDI) und die Globale Zivilisationsinitiative (GCI) \u2013 kommen diesem Konzept sehr nahe.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einladung zur zweit\u00e4gigen Konferenz des Schiller-Instituts: Ohne die Entwicklung aller Nationen kann es keinen dauerhaften Frieden auf dem Planeten geben B\u00fcrger der Welt, vereinigt euch! Was: F\u00fcnfte internationale Konferenz des Schiller-Instituts \u201eStoppt die Atomkriegsgefahr jetzt!\u201c Wann: 15. April 2023, 15.00-23.00 Uhr (MESZ) und 16. 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