{"id":95232,"date":"2023-02-10T07:32:41","date_gmt":"2023-02-10T12:32:41","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=95232"},"modified":"2023-02-10T07:32:44","modified_gmt":"2023-02-10T12:32:44","slug":"konferenzbericht-zeitalter-der-vernunft-oder-vernichtung-der-menschheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2023\/02\/10\/konferenzbericht-zeitalter-der-vernunft-oder-vernichtung-der-menschheit\/","title":{"rendered":"Konferenzbericht: Zeitalter der Vernunft oder Vernichtung der Menschheit?"},"content":{"rendered":"\n<p>Wer dauerhaften Frieden will, mu\u00df die Ursachen beseitigen. Damit befa\u00dfte sich eine internationale Konferenz des Schiller-Instituts am 4. Februar.<\/p>\n\n\n\n<p>Bericht zur Internetkonferenz des internationalen Schiller-Instituts am 4. Februar 2023:  <em><strong><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2023\/01\/18\/internetkonferenz-das-zeitalter-der-vernunft-oder-die-ausloeschung-der-menschheit\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2023\/01\/18\/internetkonferenz-das-zeitalter-der-vernunft-oder-die-ausloeschung-der-menschheit\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zeitalter der Vernunft oder Vernichtung der Menschheit?<\/a><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Dennis Speed<\/strong><\/em> er\u00f6ffnete als Moderator die internationale Online-Konferenz des Schiller-Instituts am 4. Februar mit der Frage: \u201eWird dieses Jahrzehnt dasjenige sein, das ein neues Zeitalter der Vernunft einl\u00e4utet, oder wird es Zeuge der Vernichtung der Menschheit sein?\u201c Die Konferenz diene dazu, \u201eherauszufinden, wie ein atomarer dritter Weltkrieg vermieden werden kann.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Er erinnerte daran, da\u00df am 2. Februar der 80. Jahrestag des russisch-sowjetischen Sieges \u00fcber die Nazis in Stalingrad war, der gr\u00f6\u00dften Schlacht der Weltgeschichte und dem Wendepunkt im Zweiten Weltkrieg, der 100 Millionen Menschen das Leben kostete. Heute seien 50, 60 oder 70 mal soviele Menschen bedroht. \u201eWir m\u00fcssen lernen, wie beim Westf\u00e4lischen Frieden den Frieden ohne Vorbedingungen auszuhandeln. Wahrer Frieden erfordert die weltweite F\u00f6rderung des Allgemeinwohls der Menschheit und ihrer Nachkommen. Die Veteranen des Zweiten Weltkriegs h\u00e4tten gewu\u00dft, da\u00df wir den Krieg nur dann f\u00fcr immer abschaffen k\u00f6nnen, wenn wir eine gerechte Weltordnung schaffen, die den inh\u00e4renten Wert eines jeden Menschenlebens anerkennt. \u201eDas bedeutet, die objektiven Ursachen von Krieg zu beseitigen: Armut, Hunger, Unwissenheit und epidemische Krankheiten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Auf diese Einf\u00fchrung folgte ein Videoauszug aus einer Rede von <em><strong>Lyndon LaRouche<\/strong><\/em> aus dem Jahr 1997 \u00fcber die Gr\u00fcnde f\u00fcr seinen Vorschlag einer neuen, parallelen Doktrin der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion f\u00fcr \u201eGegenseitig gesichertes \u00dcberleben\u201c auf der Grundlage neuer physikalischer Prinzipien, der 1983 von US-Pr\u00e4sident Ronald Reagan als Strategische Verteidigungsinitiative (SDI) angenommen wurde. Doch da sein Vorschlag von der sowjetischen F\u00fchrung abgelehnt und von der anglophilen Fraktion in den USA unterminiert wurde, besteht die Gefahr eines Atomkrieges weiter, und sie ist, wie ein Redner auf der Konferenz am 4. Februar bemerkte, heute so hoch wie nie zuvor. Viele Redner erinnerten die Zuh\u00f6rer daran, da\u00df die Weltuntergangsuhr des <em>Bulletin of the Atomic Scientists<\/em> jetzt 90 Sekunden vor Zw\u00f6lf anzeigt.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Konferenz nahmen 25 Redner aus 17 L\u00e4ndern teil, die beiden Sitzungen wurden von Dennis Speed und Dennis Small vom Schiller-Institut moderiert. Acht Stunden lang wurde intensiv diskutiert, und die Teilnehmer aus Nord- und S\u00fcdamerika, Asien, Europa und Afrika standen live Rede und Antwort. Mehrere Teilnehmer gaben einen Ausblick auf die bevorstehende Kundgebung gegen den Atomkrieg am 19. Februar in Washington sowie Demonstrationen in anderen St\u00e4dten und L\u00e4ndern, und das internationale Publikum wurde aufgefordert, sich daran zu beteiligen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie kann der Dritte Weltkrieg vermieden werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Der erste Konferenzabschnitt befa\u00dfte sich mit der Frage, wie ein Dritter Weltkrieg abgewandt werden kann. Den Er\u00f6ffnungsvortrag hielt die Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, <em><strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong><\/em>. Sie demontierte treffend die verschiedenen Elemente des offiziellen, von Neokonservativen inspirierten \u201eNarrativs\u201c \u00fcber die Geschichte des Ukraine-Krieges und verspottete die \u201eLegionen geistig gest\u00f6rter Journalisten\u201c, die es wie besessen wiederholen. Ru\u00dfland habe im Juni die Hoffnung auf eine diplomatische L\u00f6sung aufgegeben, aber es sei erfreulich, da\u00df der neu gew\u00e4hlte brasilianische Pr\u00e4sident Luiz In\u00e1cio Lula da Silva einen \u201eFriedensclub\u201c bildet, der die Initiative des Papstes, der den Vatikan als Ort f\u00fcr bedingungslose Verhandlungen angeboten hat, st\u00e4rken wird. Die Unnachgiebigkeit und Kriegslust der anglo-amerikanischen Fraktion seien \u201eVersuche, die Kontrolle \u00fcber eine unipolare Welt zur\u00fcckzuerobern\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie schlo\u00df mit einem Verweis auf ihre \u201eZehn Prinzipien einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur\u201c und merkte an, das umstrittenste sei die Nummer 10: \u201eDie Grundannahme f\u00fcr das neue Paradigma ist, da\u00df der Mensch von Grund auf gut ist und f\u00e4hig ist, die Kreativit\u00e4t seines Geistes und die Sch\u00f6nheit seiner Seele unendlich zu vervollkommnen.\u201c Dieses zehnte Prinzip treffe den Kern unserer F\u00e4higkeit, die Krise zu l\u00f6sen. Nur die verschiedenen Formen des Oligarchismus beharrten darauf, da\u00df der Mensch immanent b\u00f6se sei, und deshalb m\u00fcssen wir \u201edie Welt ein f\u00fcr allemal vom Oligarchismus befreien\u201c. (<em>Den Text ihrer Ausf\u00fchrungen finden Sie auf den Seiten 1-3.<\/em>)<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Donald Ramotar<\/strong><\/em>, ehemaliger Staatspr\u00e4sident von Guyana, beklagte die vollst\u00e4ndige Kolonisierung Europas durch die USA mittels der EU. Die Haltung der USA gegen\u00fcber Europa habe Victoria Nuland vom US-Au\u00dfenministerium in ihrer ber\u00fcchtigten \u00c4u\u00dferung (\u201eF- the EU\u201c) treffend zum Ausdruck gebracht. Er berichtete dann \u00fcber die wachsende Bewegung, einen Ersatz f\u00fcr den Dollar als Grundlage des globalen Finanzsystems zu schaffen, einschlie\u00dflich einer m\u00f6glichen Rolle f\u00fcr den chinesischen Yen oder die M\u00f6glichkeit, da\u00df eine neue W\u00e4hrung Gestalt annimmt. Dies sei notwendig, weil die von den USA verh\u00e4ngten Finanzsanktionen wie ein Damoklesschwert \u00fcber den K\u00f6pfen der Nationen auf der ganzen Welt h\u00e4ngen. Die Schulden der USA seien 1,5 Mal gr\u00f6\u00dfer als ihr BIP, was in jedem anderen Land eine gro\u00dfe Krise w\u00e4re, doch die USA h\u00e4tten dies bisher dank der Dominanz des Dollars \u00fcberstanden. Wenn der Dollar im Welthandel an Bedeutung verliere, werde dies eine sehr gro\u00dfe Herausforderung f\u00fcr die Vorherrschaft der USA sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Er sagte weiter, man m\u00fcsse den sogenannten Demokratien die Masken der \u201eDemokratie und Menschenrechte\u201c herunterrei\u00dfen. Pr\u00e4sident Lula da Silvas Initiative eines \u201eFriedensclubs\u201c gebe dem Globalen S\u00fcden einen Platz am Tisch. Helga Zepp-LaRouches Initiative, Frieden und Entwicklung miteinander zu verbinden, sei grunds\u00e4tzlich richtig und m\u00fcsse auf die Tagesordnung gesetzt werden. Ramotar bat dringend um Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Friedensinitiative des Papstes.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Ray McGovern<\/strong><\/em>, ehemaliger leitender Analyst der U.S. Central Intelligence Agency und Gr\u00fcndungsmitglied der \u201eGeheimdienstveteranen f\u00fcr Vernunft\u201c (Veteran Intelligence Professionals for Sanity, VIPS), betitelte seinen Vortrag mit \u201eErkenne, wo du stehst &#8211; und bleibe dort!\u201c &#8211; ein Zitat aus einer Rede von McGoverns Mentor Daniel Berrigan. McGovern forderte die Zuh\u00f6rer augenzwinkernd auf, \u201esich daran zu erinnern, da\u00df Zorn eine Tugend ist. Kein Geringerer als Thomas von Aquin hat das gesagt\u201c. Er mahnte jedoch, es m\u00fcsse genau das richtige Ma\u00df an Zorn sein, um dann einige seiner zahlreichen Interventionen bei \u00f6ffentlichen Veranstaltungen zu beschreiben, wo \u00f6ffentliche Amtstr\u00e4ger gelogen oder sich sonst unmoralisch verhalten hatten. F\u00fcr diese M\u00fchen belohne man ihn noch im hohen Alter mit Schl\u00e4gen und Gef\u00e4ngnisaufenthalten, aber \u201eim Gef\u00e4ngnis gibt es auch Gutes. Man lernt zu sp\u00fcren, was andere f\u00fchlen, wenn sie eingesperrt und unfrei sind.\u201c Er zeigte Fotos von sich, wie er gegen Hillary Clintons Rede \u00fcber Unterdr\u00fcckung im Iran und gegen die Ernennung der Folter-Aufseherin Gina Haspel zur CIA-Direktorin protestierte. Der Tod der jungen amerikanischen Freiwilligen Rachel Corrie, die von einem israelischen Bulldozer erdr\u00fcckt wurde, sei ein Beispiel f\u00fcr das, \u201ewas wir Katholiken ein Sakrament nennen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>McGovern zeigte dann noch ein zweimin\u00fctiges Video, in dem er den ber\u00fcchtigten kalifornischen Kongre\u00dfabgeordneten Adam Schiff wegen dessen Behauptung einer angeblichen Zusammenarbeit zwischen Ru\u00dfland und <em>WikiLeaks<\/em> zur Rede stellt, und Schiff ausweicht und sagt, er k\u00f6nne diese Frage (wegen Geheimhaltung) nicht beantworten. McGovern bemerkte dazu: \u201eEines, was Schiff gesagt hat, war wahr: Er konnte mir diese Information nicht mitteilen &#8211; weil sie nicht existiert!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Jack Gilroy<\/strong><\/em>, ein Aktivist von Pax Christi im US-Bundesstaat New York, von Pax Christi International und Vorstandsmitglied der New York Veterans for Peace, rief zur Unterst\u00fctzung der Friedensinitiativen von Papst Franziskus und Pr\u00e4sident Lula auf. Die Lieferung von noch mehr Waffen in die Ukraine hei\u00dfe Benzin in ein Feuer gie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Chas Freeman<\/strong><\/em> war US-Botschafter in Saudi-Arabien und ehemaliger stellvertretender Leiter der US-Mission in China. In einem l\u00e4ngeren Interview, aus dem Ausschnitte gezeigt wurden, \u00e4u\u00dferte er sich zu den j\u00fcngsten Entwicklungen im Ukraine-Krieg und sagte, Panzer seien Offensivwaffen, mit denen die Infanterie die feindlichen Linien durchbrechen kann. Deutsche Panzer an der Grenze zu Ru\u00dfland weckten in Ru\u00dfland und anderen L\u00e4ndern angesichts der deutschen Vergangenheit \u201eb\u00f6se Erinnerungen\u201c. Er betonte, wir st\u00fcnden kurz vor einem gro\u00dfen russischen Vorsto\u00df, lange bevor die Ukrainer zur Bedienung und Wartung dieser Panzer ausgebildet werden k\u00f6nnen. Mit Blick auf das breitere strategische Bild sagte er, Chinas Politik heute sei \u00e4hnlich wie die Au\u00dfenpolitik der Vereinigten Staaten im 19. Jahrhundert: zur\u00fcckhaltend bei milit\u00e4rischen Interventionen, aber offen f\u00fcr Gesch\u00e4fte.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. jur. <em><strong>Wolfgang Bittner<\/strong><\/em>, ein deutscher Jurist und Autor, lie\u00df die Geschichte des Ukraine-Konflikts Revue passieren. Er erinnerte daran, da\u00df zu dem Zeitpunkt, als US-Pr\u00e4sident Obama Ru\u00dfland ermahnte, die \u201eSouver\u00e4nit\u00e4t\u201c der Ukraine zu respektieren, der von den USA inszenierte Putsch in der Ukraine unter Mi\u00dfachtung ihrer Souver\u00e4nit\u00e4t bereits stattgefunden hatte. Kiew habe das Minsker Abkommen ignoriert. Putins Angebote, mit der Ukraine zu verhandeln, habe man als Propaganda abgetan. Die USA versuchten seit mehr als hundert Jahren, Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ru\u00dfland zu verhindern: \u201eDie USA wollen mit aller Macht ihren Anspruch auf Weltherrschaft durchsetzen\u201c, und \u201ediese Hybris geht von den Neokonservativen in Washington aus, mit den dortigen Finanz- und Wirtschaftseliten und mit ihrer Galionsfigur Joseph Biden, der f\u00fcr fast alle Konflikte und Kriege der letzten Jahrzehnte mitverantwortlich ist.\u201c Laut Merkel, Hollande und Poroschenko war ein Krieg gegen Ru\u00dfland von Anfang an die Absicht hinter den Verhandlungen \u00fcber das Minsker Abkommen gewesen. Offenbar sp\u00fcrten US-Generalstabschef Milley und andere hochrangige Milit\u00e4rs allm\u00e4hlich die Inkompetenz der politischen Verantwortlichen. Mehr als die H\u00e4lfte der Menschheit wolle sich die Zumutungen und die Unterdr\u00fcckung durch die USA nicht l\u00e4nger gefallen lassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Geeint gegen den Krieg<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Diane Sare<\/strong><\/em>, Kandidatin f\u00fcr den US-Senat aus New York, f\u00fchrte anschlie\u00dfend ein Gespr\u00e4ch mit dem nationalen Vorsitzenden der People\u2018s Party, <em><strong>Nick Brana<\/strong><\/em>, und der Vorsitzenden des Nationalkomitees der Libertarian Party, <em><strong>Angela McArdle<\/strong><\/em>. Brana und McArdle sind die Hauptorganisatoren der Kundgebung \u201eRage Against the War Machine\u201c (Zorn gegen die Kriegsmaschinerie), die am 19. Februar am Lincoln Memorial in Washington stattfinden wird. Sare erinnerte die Zuschauer daran, da\u00df die Vereinigten Staaten die erste Nation waren, die das gr\u00f6\u00dfte Imperium der Geschichte, die Briten, besiegt hat. Das h\u00e4tten die Amerikaner sicher nicht getan, um die Verbrechen der Briten zu wiederholen, aber \u201ewir sind sehr weit vom Weg abgekommen\u201c. Brana bezeichnete die USA als ein \u201eImperium, das in militaristischer Wut zerf\u00e4llt, wie so viele Imperien davor\u201c. Brana und McArdle pl\u00e4dierten wortgewandt daf\u00fcr, da\u00df Menschen unterschiedlicher ideologischer Couleur ihre Differenzen beiseite legen und ihre Kr\u00e4fte b\u00fcndeln sollten, um sich dem Milit\u00e4risch-Industriellen Komplex entgegenzustellen. (<em>Den Wortlaut dieser Diskussion finden Sie auf den Seiten 6-7<\/em>.)<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgte eine Diskussionsrunde afroamerikanischer Geistlicher, darunter <em><strong>Robert Smith<\/strong><\/em>, Pastor der New Bethel Baptist Church in Detroit und Verantwortlicher der Auslandsmission (Foreign Mission Board) der National Baptist Convention, <em><strong>Kinzer Pointer<\/strong><\/em>, ehemaliger Pastor der Agape Fellowship Baptist Church und jetzt Pastor der Liberty Missionary Baptist Church in Buffalo, New York, und <em><strong>Dr. Ernest Johnson<\/strong><\/em>, Professor am Southern University Law Center und Pastor der Windows of Heaven Ministry in Baton Rouge, Louisiana. Pastor Smith stellte fest, es gebe st\u00e4ndig Kriege gegen dunkelh\u00e4utige Menschen auf der ganzen Welt, was als \u201eunwichtig\u201c gelte, aber die Ukraine sei eine Ausnahme, weil es sich dort um einen \u201eKrieg von Wei\u00dfen gegen Wei\u00dfe\u201c handele, der zur Gefahr einer nuklearen Konfrontation f\u00fchren kann. Wie seine beiden Kollegen rief er zur \u00f6kumenischen Zusammenarbeit gegen den Krieg und gegen die Ausbeutung Afrikas auf. Pfarrer Pointer erinnerte an Martin Luther Kings Rede vom 4. April 1967 \u00fcber das \u201eBrechen des Schweigens\u201c zum Vietnamkrieg und sagte, wir seien nun wieder an einem Punkt, wo es an der Zeit ist, das Schweigen zu brechen. Die USA wollten kein Geld f\u00fcr die Armen geben, g\u00e4ben aber voller Begeisterung Milliarden f\u00fcr einen ungerechten Krieg in der Ukraine, genau wie damals in Vietnam.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Sam Pitroda<\/strong><\/em> aus den USA und Indien, ein Telekommunikations- und IT-Innovator, der mehrere indische Regierungschefs beraten hat, pl\u00e4dierte daf\u00fcr, da\u00df wir unseren Schwerpunkt von milit\u00e4rischer St\u00e4rke auf die Bed\u00fcrfnisse der Menschen verlagern.<\/p>\n\n\n\n<p>Intensive Diskussion<\/p>\n\n\n\n<p>In der Diskussionsrunde bezeichnete Ray McGovern den Ukraine-Krieg als \u201edie Mutter aller Opportunit\u00e4tskosten\u201c, d.h., da\u00df das man das viele f\u00fcr den Krieg ausgegebene Geld f\u00fcr anderes viel sinnvoller einsetzen k\u00f6nnte. Donald Ramotar wies darauf hin, da\u00df als Nebenprodukt der Kriegshysterie die Meinungsfreiheit unterminiert werde: Frankreich und andere haben <em>RT<\/em> verboten, und in den sozialen Medien werden Stimmen, die gegen den Krieg sind, verteufelt. Wolfgang Bittner sagte: \u201eDas Ziel des Krieges ist eindeutig ein Regimewechsel in Moskau.\u201c Sp\u00e4ter f\u00fcgte er hinzu, er sei immer wieder erstaunt \u00fcber das intensive Engagement von Helga Zepp-LaRouche. Er dankte auch Scott Ritter und McGovern und f\u00fcgte hinzu, er wisse aus eigener Erfahrung, welche feindseligen Reaktionen man mit dem Aussprechen berechtigter Forderungen hervorrufen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Frage kam vom Pr\u00e4sidenten des Rotary Clubs in Kiew: Warum wurden die Bedenken und Vorschl\u00e4ge Ru\u00dflands so viele Jahre lang ignoriert, bis jetzt, \u201enachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist\u201c? Er fragte speziell nach Deutschland. Zepp-LaRouche antwortete, die Deutschen verhielten sich so, weil Deutschland immer noch ein besetztes Land sei. \u201eDie Deutschen brauchen einen Tritt in den Hintern.\u201c Die Au\u00dfenministerin und der Wirtschaftsminister seien Werkzeuge der Kriegsmaschinerie.<\/p>\n\n\n\n<p>Ramotar kehrte zu wirtschaftlichen Fragen zur\u00fcck und sagte, der Anschein einer starken Wirtschaft in den USA sei tr\u00fcgerisch &#8211; dies sei auf die Dominanz des Dollars in der Welt zur\u00fcckzuf\u00fchren. Zepp-LaRouche betonte erneut, die eigentliche Wurzel der Weltkriegsgefahr liege im kollabierenden (westlichen) Finanzsystem. Die Entwicklungsl\u00e4nder erlebten eine Renaissance &#8211; \u201eder Geist von Bandung ist wieder aufgetaucht\u201c. Sie erinnerte an die Enzyklika <em>Populorum Progressio<\/em> von Papst Paul VI, in der er schrieb: \u201eEntwicklung ist der neue Name f\u00fcr Frieden\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Diane Sare wies darauf hin, da\u00df immer mehr Staats- und Regierungschefs von L\u00e4ndern, die wir als \u201eschwach\u201c bezeichnen w\u00fcrden, den Mut haben, \u201eNein\u201c zu den Anglo-Amerikanern zu sagen. Der Vorsitzende der Christdemokratischen Partei in Peru stellte dazu die Frage: \u201eWie stehen die Chancen, da\u00df die NATO-L\u00e4nder selbst Nein sagen?\u201c Angela McArdle antwortete, weil die USA \u201edie Rechnungen bezahlen\u201c, st\u00fcnden die Chancen nicht gut. McGovern war anderer Meinung und betonte, dies werde sich nach dem 19. Februar \u00e4ndern. Er erinnerte die Zuschauer daran, da\u00df die NATO bei ihren Entscheidungen Einstimmigkeit verlangt, und da\u00df die T\u00fcrkei, Kroatien und Ungarn sich zunehmend in den Weg stellen. Pr\u00e4sident Biden selbst habe auf einer Pressekonferenz vor einem Monat erkl\u00e4rt, man k\u00f6nne nur so weit gehen, wie es die NATO-L\u00e4nder zulassen, und damit m\u00f6glicherweise die Voraussetzungen f\u00fcr eine Deeskalation der amerikanischen Kriegstreiberei geschaffen. Zudem werde es bald eine russische milit\u00e4rische Offensive geben, die die h\u00e4ufige Behauptung, die Ukrainer w\u00fcrden gewinnen, L\u00fcgen strafen werde. Zur Begr\u00fcndung seines Optimismus zitierte er den bekannten j\u00fcdisch-amerikanischen Journalisten I.F. Stone: \u201eDie K\u00e4mpfe, die es wert sind, gek\u00e4mpft zu werden, das sind die K\u00e4mpfe, die man verliert und immer wieder verliert &#8211; bis dann eines Tages jemand gewinnt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sare setzte das Thema Optimismus fort und sagte: \u201eWenn wir nur eine politische Randgruppe sind, warum wurden dann Millionen von Dollar ausgegeben, um uns zu stoppen?\u201c Der gr\u00f6\u00dfte Fehler w\u00e4re es, die eigene Macht zu untersch\u00e4tzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ramotar sagte, er sei vielleicht altmodisch und das Internet sei eine gro\u00dfartige Sache, aber es gebe doch keinen Ersatz daf\u00fcr, andere pers\u00f6nlich zu treffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Helga Zepp-LaRouche schlo\u00df die Diskussionsrunde mit der Bemerkung, wir m\u00fc\u00dften an die verheerenden Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs erinnern. Junge Menschen h\u00e4tten eine falsche, k\u00fcnstliche Vorstellung vom Krieg, weil sie mit Videospielen aufgewachsen sind, die sie gegen\u00fcber dem T\u00f6ten von Menschen unempfindlich machen sollen. Die USA h\u00e4tten schon so lange keinen Krieg mehr auf ihrem Territorium erlebt, da\u00df die Menschen hier diese Erfahrung nicht kennen und es f\u00fcr sie irgendwie nicht real ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine neue Sicherheits- und Entwicklungs-Architektur<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Dennis Small<\/strong><\/em> er\u00f6ffnete die zweite Sitzung mit einer Karte der BRICS+ &#8211; der BRICS-Organisation und der wachsenden Zahl von Nationen, die ihr beitreten wollen -, als Zeichen der Hoffnung auf ein neues Paradigma zur Abl\u00f6sung des parasit\u00e4ren Systems der City und der Wall Street, das gegenw\u00e4rtig im Sterben liege. Es folgte ein Videoauszug aus einer Rede von <em><strong>Lyndon LaRouche<\/strong><\/em> aus dem Jahr 2004, in der er seine Warnungen vor dem unvermeidlichen Bankrott des gegenw\u00e4rtigen Finanzsystems wiederholt und den Unterschied zwischen Mensch und Tier herausarbeitet: die F\u00e4higkeit, universelle Prinzipien der Wissenschaft und der klassischen Kunst zu entdecken und anzuwenden.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Jacques Cheminade<\/strong><\/em>, Vorsitzender der Partei Solidarit\u00e9 et Progr\u00e8s in Frankreich und ehemaliger franz\u00f6sischer Pr\u00e4sidentschaftskandidat, beschrieb, wie die transatlantischen Volkswirtschaften heute auf die Kriegsproduktion ausgerichtet sind, auf Kosten der Bed\u00fcrfnisse ihrer Bev\u00f6lkerung. \u201eSeien wir ehrlich: In Wahrheit ist es eine Kultur des Todes&#8230; Wenn wir nicht handeln, werden wir zu Kollaborateuren des B\u00f6sen.\u201c Er legte schockierende Zahlen zur Armut in Europa vor. Zu der allgegenw\u00e4rtige Propaganda sagte er: \u201eUnsere Herausforderung besteht darin, diesen ganzen Mist ein f\u00fcr allemal loszuwerden.\u201c Er zitierte aus Lyndon LaRouches Buch <em>Die n\u00e4chsten 50 Jahre der Erde<\/em>, in dem LaRouche eine R\u00fcckkehr zu den Prinzipien des Westf\u00e4lischen Friedens von 1648 fordert. In diesem Buch legt LaRouche auch das prometheische Prinzip dar, Entdeckungen physikalischer Prinzipien zu nutzen, um die relative potentielle Bev\u00f6lkerungsdichte zu erh\u00f6hen. Cheminade bestand darauf, da\u00df wir den Menschen, die \u201eangewidert sind von der Umwandlung der NATO in ein Angriffsb\u00fcndnis\u201c, inhaltliche F\u00fchrung anbieten m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgten zwei wichtige Pers\u00f6nlichkeiten aus Iberoamerika. <em><strong>Celeste S\u00e1enz de Miera<\/strong><\/em>, Generalsekret\u00e4rin des mexikanischen Journalistenclubs, erinnerte an eine Zeit, in der Aufrufe zum Weltfrieden eine Formalit\u00e4t waren, so da\u00df man sie sogar von Teilnehmerinnen an Sch\u00f6nheitswettbewerben erwartete. Aber heute sei die Angelegenheit viel ernster, denn ein neuer Weltkrieg k\u00f6nnte zur Apokalypse werden. <em><strong>Julio De Vido<\/strong><\/em> aus Argentinien, ehemaliger Minister f\u00fcr Wirtschaft und \u00f6ffentliche Arbeiten in den Regierungen von Nestor Kirchner und Cristina Fernandez de Kirchner sowie ehemaliger Kongre\u00dfabgeordneter, kritisierte, da\u00df uns eine verzerrte Sicht der Geschichte als eine \u201eAbfolge von Kriegen\u201c beigebracht werde. Einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr den Krieg in der Ukraine sei die Verfolgung der russischsprachigen Minderheiten. BRICS+ biete den Regionen des S\u00fcdens die M\u00f6glichkeit, das neue Paradigma mitzugestalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Frieden hei\u00dft Entwicklung: Beispiele aus Afrika\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Prof. Liu Haifang<\/strong><\/em>, au\u00dferordentliche Professorin an der School of International Studies und Direktorin des Zentrums f\u00fcr Afrikastudien an der Universit\u00e4t Peking, er\u00f6ffnete eine Podiumsdiskussion \u00fcber die Situation in Afrika, indem sie die Notwendigkeit einer trilateralen Zusammenarbeit zwischen Afrika, China und dem Westen betonte. Chinas Auffassung von Friedenskonsolidierung ziele darauf ab, die eigentlichen Ursachen &#8211; soziale, politische und wirtschaftliche &#8211; von Konflikten zu l\u00f6sen, im Gegensatz zum liberalen Ansatz der westlichen L\u00e4nder, der UN und der Weltbank. China f\u00f6rdere Selbstversorgung und Unabh\u00e4ngigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der ugandische Rechtsanwalt <em><strong>Elison Karuhanga<\/strong><\/em>, ein ausgebildeter \u00d6l- und Gasanwalt, hielt einen sehr polemischen Vortrag. Er berichtete, da\u00df Uganda 6,5 Milliarden Barrel \u00d6l entdeckt hat und Pipelines (EACOP-East Africa Crude Oil Pipeline) und eine Raffinerie gebaut werden. Uganda habe sich in der Verfassung zu einer sauberen Umwelt verpflichtet, aber \u201edas bedeutet nicht die Erhaltung der Armut\u201c. Er beschrieb die Taktik der Klimaschutz-Ideologen folgenderma\u00dfen: Investitionen in \u00d6l und Gas stoppen, damit \u00d6l- und Gaspreise steigen, bis erneuerbare Energien wettbewerbsf\u00e4hig werden. \u201eDie Menschen, die f\u00fcr diese Wende bezahlen, werden die Armen sein. Es ist eine Wende, die die etablierten Unternehmen beg\u00fcnstigt.\u201c Er versprach: \u201eEgal, was passiert, werden wir unsere Energieprojekte &#8230; auf die verantwortungsvollste Art und Weise entwickeln, die man sich vorstellen kann.\u201c Den Leuten, \u201edie in Privatjets zu uns fliegen, um uns Moralpredigten zu halten&#8230;, werden wir h\u00f6flich zuh\u00f6ren&#8230; Aber wir haben viel zu lange auf sie geh\u00f6rt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Prof. Yoro Diallo<\/strong><\/em> aus Mali ist gesch\u00e4ftsf\u00fchrender Direktor des Zentrums f\u00fcr frankophone Studien und Direktor des Afrikanischen Museums, Institut f\u00fcr Afrikastudien, an der Zhejiang Normal University in China. Er wies darauf hin, da\u00df die Volksrepublik China in ihrer Geschichte noch nie einen gr\u00f6\u00dferen Konflikt mit einem anderen Land ausgel\u00f6st hat. Er gab einen \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte der Zusammenarbeit zwischen China und Afrika im Bereich der afrikanischen Infrastruktur und Entwicklung. Nur 20% der afrikanischen Auslandsschulden entfielen auf China, und ein Gro\u00dfteil wurde bereits erlassen. China sei der gr\u00f6\u00dfte Geber von Stipendien und Ausbildung f\u00fcr afrikanische L\u00e4nder.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Dr. Fred M&#8217;membe<\/strong><\/em>, Pr\u00e4sident der Sozialistischen Partei Sambias, ehemaliger Herausgeber der <em>Zambia Post<\/em> und ehemaliger Pr\u00e4sidentschaftskandidat, gab einen \u00dcberblick \u00fcber die Geschichte der Unterst\u00fctzung Chinas f\u00fcr nationale Befreiungsbewegungen und antikoloniale Bewegungen in Afrika. Die Beziehung zwischen China und Afrika sei eine strategische Allianz. China selbst habe nie Kolonien gehabt, und es strebe Beziehungen an, von denen beide Seiten profitieren. \u201eHeute ist China die Zielscheibe Nummer Eins f\u00fcr die L\u00e4nder, die denken, sie allein h\u00e4tten das Recht, sich zu entwickeln. Sie werden bla\u00df vor Neid \u00fcber Chinas Erfolg.\u201c Doch China reagiere nicht in gleicher Weise, sondern sei in der Lage, \u201emit allen diesen Provokationen auf die reifste Weise umzugehen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2026 Asien \u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend wandte sich die Diskussion Asien zu. <em><strong>Abdul Fatah Raufi<\/strong><\/em> aus Afghanistan beschrieb sein Land als \u201eOpfer mehrerer Invasionen und Kriege, die aus engstirnigen geopolitischen Interessen gef\u00fchrt wurden\u201c. Er schilderte, welche Verw\u00fcstungen insbesondere die NATO-Invasion angerichtet hat. Sie habe in der Kultur des Landes soviel Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung hervorgerufen, da\u00df dort heute jeder Zehnte drogenabh\u00e4ngig ist.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Shakeel Ahmad Ramay<\/strong><\/em>, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Asian Institute of Eco-Civilization Research and Development in Pakistan, sagte, die beiden Grundpfeiler seien Entwicklung und Gerechtigkeit. Die Sicherheitsbed\u00fcrfnisse aller Nationen m\u00fc\u00dften ber\u00fccksichtigt werden. Armeen k\u00f6nnten nur Kriege gewinnen, Entwicklung k\u00f6nnen sie nicht gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Marcelo Mu\u00f1oz<\/strong><\/em>, Gr\u00fcnder und emeritierter Pr\u00e4sident der Denkfabrik C\u00e1tedra China in Spanien, betonte, es sei f\u00fcr Europa unm\u00f6glich, sich von China abzukoppeln, ohne in Armut zu versinken. Die L\u00e4nder, die an der G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative (BRI) teilnehmen, h\u00e4tten eine Billion Dollar pro Jahr investiert. Er stimmte mit LaRouche \u00fcberein, da\u00df die Philosophie die Grundlage des strategischen Denkens sein m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p>\u2026 und Iberoamerika<\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>Pedro Augusto Pinho<\/strong><\/em> aus Brasilien, Pr\u00e4sident der Vereinigung der Petrobras-Ingenieure (AEPET), lie\u00df die Ver\u00e4nderungen der letzten 70 Jahre Revue passieren: In den 1960er Jahren seien staatenlose Finanzinteressen zu einem wichtigen Faktor im Weltgeschehen geworden. In den 1980er Jahren h\u00e4tten sie die finanzielle Deregulierung vorangetrieben. Und mit dem Untergang der Sowjetunion h\u00e4tten sie begonnen, weltweit die Kontrolle zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es folgte ein Videomitschnitt eines Austauschs zwischen dem Aktivisten Gerald Belsky vom amerikanischen Schiller-Institut und dem australischen Botschafter a.D. <em><strong>John Lander<\/strong><\/em> auf einer internationalen Zoom-Konferenz. Lander sagte, Australien habe sich auf Druck der USA gegen die BRI gewandt. Der Westen k\u00e4mpfe darum, die geopolitische Kluft zwischen dem Westen (den imperialistischen L\u00e4ndern) und den \u00fcbrigen L\u00e4ndern aufrechtzuerhalten. Lander ist ehemaliger Botschafter im Iran, ehemaliger stellvertretender Leiter der Mission in China und ehemaliger Direktor der China-Abteilung im australischen Au\u00dfenministerium.<\/p>\n\n\n\n<p>Behandelt die Nationen nicht wie Kinder!<\/p>\n\n\n\n<p>In der abschlie\u00dfenden Diskussionsrunde beantworteten zwei Afrikaner Fragen zu Stellvertreterkriegen dem wie in der Ukraine und zur Ermordung des kongolesischen Ministerpr\u00e4sidenten Patrice Lumumba im Jahr 1961. Elison Karuhanga sagte: \u201eWir wollen keine N\u00fcrnberger Prozesse oder Kriegsverbrechertribunale gegen diejenigen, die uns kolonisiert haben, sondern wir blicken in die Zukunft&#8230; Uns geht es um die F\u00e4higkeit und das Recht, unsere L\u00e4nder weiterzuentwickeln, nicht um das Begleichen historischer Rechnungen.\u201c Dr. Fred M&#8217;membe betonte, da\u00df die afrikanischen Staaten vor der Berliner Konferenz von 1885 nicht als solche existierten und immer noch nicht als echte Nationen anerkannt werden. Heute werde ihnen gesagt, sie sollten sich nicht mit China, Ru\u00dfland oder dem Iran einlassen. \u201eMan behandelt uns immer noch wie Kinder, deren Freunde die Eltern ausw\u00e4hlen sollen&#8230; Wir w\u00e4hlen unsere eigenen Staatsf\u00fchrer, sie bringen sie um&#8230; Manchmal wenden sie sich gegen ihre eigenen Marionetten und bringen sie um.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Eine Frage kam per E-Mail aus Argentinien: \u201eWann h\u00f6ren wir auf, \u00fcber Nationen zu sprechen, und fangen an, \u00fcber die wirklichen M\u00e4chte zu sprechen, wie die Federal Reserve, die Wall Street und die Londoner City?\u201c Julio De Vido antwortete, LaRouche habe recht, wenn er sage, der Bankrott des Systems treibe die Welt in Richtung Krieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Mu\u00f1oz wies noch einmal auf die Bedeutung des Konfuzianismus f\u00fcr die chinesische Au\u00dfenpolitik hin und sagte, wenn die drei ma\u00dfgeblichen M\u00e4chte, USA, EU und China, den vom Konfuzianismus geforderten gegenseitigen Respekt praktizieren w\u00fcrden, dann g\u00e4be es den Krieg in der Ukraine nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Helga Zepp-LaRouche sagte abschlie\u00dfend, als jemand, der schon seit fast einem halben Jahrhundert f\u00fcr eine neue Weltwirtschaftsordnung k\u00e4mpft, sei sie besorgt, da\u00df ein paar Verr\u00fcckte die ganze Welt in die Luft jagen k\u00f6nnten, aber sie sei auch optimistisch, da\u00df wir gewinnen und innerhalb weniger Jahre die Armut auf der Welt \u00fcberwinden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie zitierte Konfuzius, man k\u00f6nne den Zustand eines Volkes an seiner Musik erkennen. \u201eDeshalb werden wir unsere Konferenz mit Musik abschlie\u00dfen.\u201c Die Konferenz endete mit einer Videomontage des Kanons <em>Dona Nobis Pacem<\/em>, von Aktivisten des Schiller-Instituts auf den Stra\u00dfen von St\u00e4dten in aller Welt gesungen. Es folgten weitere Videos von Auff\u00fchrungen hoffnungsvoller Lieder aus verschiedenen Kulturen, die auf Konferenzen des Schiller-Instituts im Laufe der Jahre aufgenommen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Der Bericht erscheint in der <strong>Neuen Solidarit\u00e4t,<\/strong> der deutschprachigen Wochenzeitung der LaRouche-Bewegung. Sie k\u00f6nnen die Pablikation<\/em><strong><em> <a href=\"https:\/\/www.eir.de\/abo\/nsabo\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.eir.de\/abo\/nsabo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hier beziehen<\/a><\/em>.<\/strong><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer dauerhaften Frieden will, mu\u00df die Ursachen beseitigen. Damit befa\u00dfte sich eine internationale Konferenz des Schiller-Instituts am 4. Februar. Bericht zur Internetkonferenz des internationalen Schiller-Instituts am 4. 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