{"id":94474,"date":"2023-01-17T07:46:11","date_gmt":"2023-01-17T12:46:11","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=94474"},"modified":"2023-01-17T07:46:14","modified_gmt":"2023-01-17T12:46:14","slug":"helga-zepp-larouche-warum-befindet-sich-deutschland-im-griff-der-kriegstreiber","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2023\/01\/17\/helga-zepp-larouche-warum-befindet-sich-deutschland-im-griff-der-kriegstreiber\/","title":{"rendered":"Helga Zepp-LaRouche: Warum befindet sich Deutschland im Griff der Kriegstreiber?"},"content":{"rendered":"\n<p>S<em>ehen Sie hier die Rede von <strong>Helga Zepp-LaRouche <\/strong>am 14. Januar 2023 beim internationalen Schiller-Institut Symposium &#8222;Die wahre Mission von Dr. Martin Luther King, Jr wiederherstellen: Stoppt NATO&#8217;s Weltkrieg und zerlegt das internationale Attentatsb\u00fcro&#8220;.<strong> <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2023\/01\/13\/stop-natos-world-war-and-dismantle-the-international-assassination-bureau\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2023\/01\/13\/stop-natos-world-war-and-dismantle-the-international-assassination-bureau\/\" target=\"_blank\">Die vollst\u00e4ndige Konferenz finden Sie auf englisch hier.<\/a><\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Warum befindet sich Deutschland im Griff der Kriegstreiber\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/p8143VA5Xtk?start=240&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Im Wortlaut lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Da wir den Gedenktag f\u00fcr Martin Luther King begehen, ist es wichtig, \u00fcber die Frage nachzudenken, ob seine Methode der Gewaltlosigkeit heute noch relevant ist, in einem Moment, in dem die Welt eindeutig der Gefahr eines Atomkriegs gegen\u00fcbersteht. Als Nehru gefragt wurde, ob diese Methode angesichts von Atomwaffen noch g\u00fcltig sei, sagte er: \u201eAuf jeden Fall! Es gibt keine schlimmere Gewalt als die von Atomwaffen.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Die Frage, die man sich stellen mu\u00df, ist, warum z.B. die deutsche Regierung v\u00f6llig in der Hand jener Kriegstreiber zu sein scheint, die die Eskalation mit Ru\u00dfland und &#8211; hoffentlich nicht so bald &#8211; mit China vorantreiben. Aber es gibt einige, die das auch wollen. Was tun sie? Es ist so sehr gegen das deutsche Eigeninteresse!<\/p>\n<p class=\"western\">Im Zusammenhang mit dem, was bisher besprochen wurde, denke ich, da\u00df das, was vor etwas mehr als 30 Jahren geschah, absolut der Hinweis darauf ist, warum das deutsche wirtschaftliche und politische System im Moment nicht funktioniert; warum wir keine F\u00fchrung in der Regierung haben, die das Eigeninteresse Deutschlands wahren w\u00fcrde. Man mu\u00df in die Zeit der sp\u00e4ten 1970er Jahre zur\u00fcckblicken, als es in weniger als einem Jahr, von April 1977 bis M\u00e4rz 1978, eine Welle von Attentaten in Europa gab. Viele davon in Deutschland wurden von der sogenannten Roten Armee Fraktion, der Baader-Meinhof-Bande, ver\u00fcbt.<\/p>\n<p class=\"western\">Was diese Leute taten, indem sie f\u00fchrende Pers\u00f6nlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft ermordeten, wurde von Experten als \u201eStrategie der Spannung\u201c bezeichnet. Diese Strategie der Spannung, k\u00f6nnte man auch sagen, war eine Strategie, die darauf abzielte, der F\u00fchrung der Gesellschaft so viel Angst einzujagen, da\u00df sie sich auf keinen Fall auf den Aufbau eines Wirtschaftssystems einlassen w\u00fcrde, das sich in irgendeiner Weise von dem der Londoner City oder der Wall Street unterscheiden w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"western\">Wenn man sich diese Attentate anschaut, und das waren viele, dann wurden deren Charakter und Methoden in einer Art angewandt &#8211; das war den Analysten damals schon klar &#8211; die ohne die Zusammenarbeit der Geheimdienste nicht m\u00f6glich gewesen w\u00e4ren.<\/p>\n<p class=\"western\">Um nur ein paar Beispiele zu nennen: Am 7. April 1977 wurde Generalbundesanwalt Siegfried Buback in Karlsruhe von dieser RAF, der Roten Armee Fraktion, ermordet. Am 30. April 1977 wurde J\u00fcrgen Ponto, der Chef der Dresdner Bank, in der N\u00e4he seines Hauses auf grausame Weise get\u00f6tet. Ich habe diese Zeit unmittelbar miterlebt, weil ich dabei war, diesen Dr. Richeb\u00e4cher, der der wichtigste Helfer oder Mitarbeiter von Dr. Ponto war, f\u00fcr ein Treffen zwischen Ponto und meinem verstorbenen Ehemann Lyndon LaRouche zu gewinnen. Das hatte nat\u00fcrlich enorme Auswirkungen auf unser Leben, denn wenn jemand ermordet wird, in dessen N\u00e4he man sich aufh\u00e4lt, hat das eine ganz besondere Wirkung. Dann, am 16. M\u00e4rz 1978, wurde Aldo Moro, der Vorsitzende der Christdemokraten in Italien, erst entf\u00fchrt und dann ermordet. Es gab noch viele andere &#8211; Schleyer und Buback, viele andere, auf die ich jetzt nicht eingehen will. Am 30. November 1989, das ist jetzt etwa ein Jahrzehnt sp\u00e4ter, wurde Alfred Herrhausen, der damalige Chef der Deutschen Bank, in Bad Homburg in der N\u00e4he seines Hauses ermordet. Dann war da noch Detlev Rohwedder, der Chef der Treuhand, am 21. April 1991.<\/p>\n<p class=\"western\">Angesichts der heutigen Ereignisse &#8211; wenn man bedenkt, da\u00df ein enormer Druck besteht, wenn es nach den verantwortlichen Leuten geht, die Beziehungen zwischen Deutschland und Ru\u00dfland f\u00fcr immer zu kappen und ein Sanktionsregime durchzusetzen, um diese Nord-Stream-Pipeline zu sabotieren; wenn man den k\u00fcrzlich ausgebrochenen Skandal bedenkt, bei dem klar wurde, da\u00df [die ehemalige deutsche Bundeskanzlerin] Merkel und [der ehemalige franz\u00f6sische Pr\u00e4sident] Hollande in Bezug auf ihre Absichten bez\u00fcglich des Minsk-Prozesses gelogen haben; das Bestreben, Europa vollst\u00e4ndig von Ru\u00dfland und China abzukoppeln &#8211; mu\u00df man auf die Zeit der Ermordung von Menschen wie Herrhausen und Rohwedder zur\u00fcckblicken, um zu verstehen, warum dies m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Der gemeinsame Nenner der Mordanschl\u00e4ge<\/p>\n<p class=\"western\">Oberst Fletcher Prouty, der ber\u00fchmte Mr. X in dem Film \u201eJFK\u201c, gab kurz nach der Ermordung von Herrhausen der italienischen Zeitung l\u2018Unit\u00e0 ein Interview. In diesem Interview sagte er, da\u00df der gemeinsame Nenner aller Attentate dieser Zeit, einschlie\u00dflich des Attentats auf Kennedy und des Attentats auf Enrico Mattei, darin bestand, da\u00df die Attentatsopfer sich nicht der bestehenden Weltordnung unterworfen hatten, die von einer kleinen Machtelite beherrscht wurde und wird. Prouty sagte &#8211; und das hat er uns gesagt; wir waren mit ihm in Kontakt &#8211; er sagte, die Bedeutung der Ermordung von Herrhausen f\u00fcr Deutschland und sogar f\u00fcr die Welt sei so gro\u00df wie die [der Ermordung] von Kennedy, wenn man bedenkt, da\u00df damals (im November 1989) die Welt am Rande des Zusammenbruchs der Sowjetunion stand. Osteuropa befand sich in einem gewaltigen Umbruch, und in Deutschland stand die Wiedervereinigung bevor, die in der gesamten Geschichte der Nachkriegszeit einen Weg darstellte.<\/p>\n<p class=\"western\">Prouty erz\u00e4hlte uns, da\u00df seiner Meinung nach der Schl\u00fcssel zum Herrhausen-Attentat eine Rede war, die er eine Woche sp\u00e4ter in New York vor dem American Council on Germany halten sollte. Er hatte geplant, eine Vision zur Neugestaltung der Ost-West-Beziehungen vorzustellen, die den Entwicklungen nach 1989 eine dramatisch andere Richtung gegeben h\u00e4tte.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir haben nicht den Text der Rede, die er in New York halten sollte, aber wir haben einen Hinweis darauf, in welche Richtung sie gegangen w\u00e4re, denn er war damals der einzige Bankier &#8211; und eigentlich die einzige f\u00fchrende Pers\u00f6nlichkeit &#8211; die die Idee hatte, da\u00df Polen, das im Rahmen des Comecon damals enorme wirtschaftliche Schwierigkeiten hatte, mit deutscher Hilfe aufgebaut werden sollte, mit der Methode der Kreditanstalt f\u00fcr Wiederaufbau, einer staatlichen Bank, die nach dem Vorbild von Roosevelts Reconstruction Finance Corporation ma\u00dfgeblich am Wiederaufbau Deutschlands in der Nachkriegszeit beteiligt gewesen war. Auf diese Weise trug sie ma\u00dfgeblich zum deutschen Wirtschaftswunder bei.<\/p>\n<p class=\"western\">Lyndon LaRouche, mein verstorbener Ehemann, hatte bereits 1988 vorausgesagt, da\u00df die deutsche Wiedervereinigung bald kommen w\u00fcrde; da\u00df Berlin die Hauptstadt sein w\u00fcrde. Das war ein Jahr, bevor alles passierte. Und schon damals hatte er in absolut vision\u00e4rer Weise vorgeschlagen, das wiedervereinigte Deutschland solle Polen mit der Methode der physischen Wirtschaft und der modernen Wissenschaft und Technologie entwickeln, und diese Entwicklung solle zum Modell f\u00fcr die anderen Comecon-Staaten werden. Dies w\u00e4re nat\u00fcrlich ein v\u00f6llig anderer Ansatz f\u00fcr die wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen, die dann schlie\u00dflich zum Zusammenbruch der Sowjetunion f\u00fchrten.<\/p>\n<p class=\"western\">Herrhausen hatte eine \u00e4hnliche Idee. Wir haben uns nie mit Herrhausen beraten; ich wei\u00df nicht, ob er von Lyns Theorien wu\u00dfte oder nicht, aber er dachte in die gleiche Richtung. Herrhausen berichtete auch schon 1987 in einer Sitzung mit dem Pr\u00e4sidium der Deutschen Bank, wie tief beeindruckt er von seinem Gespr\u00e4ch mit dem mexikanischen Pr\u00e4sidenten Miguel de la Madrid war, mit dem er die Schuldenkrise in den Entwicklungsl\u00e4ndern besprach, die sehr akut geworden war. Herrhausen sagte, diese Situation erlaube es nicht mehr, dar\u00fcber zu schweigen, und man m\u00fcsse \u00fcber einen teilweisen Schuldenerla\u00df nachdenken.<\/p>\n<p class=\"western\">Es wird in verschiedenen B\u00fcchern und sogar in einer Fernsehsendung berichtet, da\u00df er einen Sturm der Ablehnung bei seinen Kollegen erntete. Es gibt eine Sendung des Fernsehsenders ARTE, die am 18. November 2002 \u00fcber Herrhausen ausgestrahlt wurde. Darin wird berichtet, da\u00df ein katholischer Priester, der mit Herrhausen eng befreundet war, sagte, Herrhausen habe ihm gesagt, er k\u00f6nne nicht l\u00e4nger ein System decken, in dem einige wenige Menschen gigantische Profite machen und ein gro\u00dfer Teil der Menschheit es nicht schafft. Er sagte, dieses System k\u00f6nne sich nicht durchsetzen, und deshalb sei er f\u00fcr einen Schuldenerla\u00df.<\/p>\n<p class=\"western\">Das war nun offensichtlich schon die Kardinals\u00fcnde, die ihn das Leben kosten w\u00fcrde. Am 28. November, etwas mehr als zwei Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer, ver\u00f6ffentlichte Helmut Kohl sein ber\u00fchmtes Zehn-Punkte-Programm, einen Vorschlag f\u00fcr die Konf\u00f6deration der beiden deutschen Staaten. Darin war noch nicht von der Wiedervereinigung die Rede, sondern von einer Konf\u00f6deration. Dies war wahrscheinlich der einzige kleine Schritt, den ein deutscher Bundeskanzler in der Nachkriegsgeschichte in Richtung Souver\u00e4nit\u00e4t machte, denn er verk\u00fcndete dieses Programm, ohne es mit seinem Koalitionspartner Genscher oder den Alliierten zu besprechen.<\/p>\n<p class=\"western\">Zwei Tage sp\u00e4ter, am 30. November, wurde Herrhausen, der wohl beste und engste Berater Helmut Kohls, ermordet. Unter f\u00fchrenden Schichten in Deutschland wurde dies damals allgemein als Botschaft verstanden: \u201eWagt es nicht, in Richtung einer souver\u00e4nen deutschen Politik zu gehen.\u201c Einige Tage sp\u00e4ter wurde Kohl bei einem EU-Treffen in Stra\u00dfburg wegen dieses Zehn-Punkte-Programms angegriffen. Kohl berichtete sp\u00e4ter, da\u00df dieses Treffen in Stra\u00dfburg die schw\u00e4rzesten Stunden seines Lebens waren.<\/p>\n<p class=\"western\">Danach war Deutschland gezwungen, dem Diktat der Finanzoligarchie zu folgen, den Euro zu akzeptieren, die D-Mark aufzugeben und sich dem Maastrichter Diktat zu unterwerfen, das im Grunde genommen von der Idee geleitet war, Deutschland in die supranationale Struktur der EU-Kommission einzubinden. Und damit war die einmalige Chance, die die deutsche Einheit darstellte, dahin.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Chance von 1989<\/p>\n<p class=\"western\">Damals gab es die Chance, eine Friedensordnung zu schaffen, denn als die Sowjetunion zusammenbrach, gab es keinen Feind mehr. Man h\u00e4tte die Welt neu ordnen k\u00f6nnen, man h\u00e4tte Ru\u00dfland in die NATO integrieren k\u00f6nnen, was Ru\u00dfland sogar irgendwann vorgeschlagen hatte. Man h\u00e4tte eine neue Sicherheitsarchitektur schaffen k\u00f6nnen, die die Grundlage f\u00fcr den Frieden gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir, die LaRouche-Bewegung, schlugen zuerst das Produktive Dreieck vor, die Idee, den Wirtschaftsraum zwischen Paris, Berlin und Wien zu integrieren. Als die Sowjetunion 1991 zusammenbrach, haben wir dieses Programm zur Eurasischen Landbr\u00fccke erweitert, die dann viele Jahre sp\u00e4ter zur Neuen Seidenstra\u00dfe wurde und heute die Belt and Road Initiative ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Das h\u00e4tte schon 1991 die Grundlage f\u00fcr eine neue Friedensordnung sein k\u00f6nnen, aber das war nicht im Sinne der Machthaber. Erinnern Sie sich an Margaret Thatcher, die Deutschland damals das Vierte Reich nannte? Nun, Kohl war kein neuer Hitler, das war v\u00f6llig absurd. Aber sie mochte die deutsche Wiedervereinigung nicht. Mitterrand &#8211; wir wissen nur von Jacques Attali, dem Berater von Mitterrand, da\u00df Mitterrand Deutschland angeblich mit Krieg gedroht habe, wenn es den Euro nicht annehmen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"western\">Was war das f\u00fcr ein Spiel? Sie wollten mit allen Mitteln verhindern, da\u00df ein souver\u00e4nes, vereinigtes Deutschland eine Partnerschaft mit Ru\u00dfland eingeht. Es gab 1991 eine Studie der CIA, die besagte, da\u00df die russischen Wissenschaftler besser ausgebildet waren und die russischen Arbeitskr\u00e4fte besser ausgebildet waren als die der Vereinigten Staaten. Ru\u00dfland verf\u00fcge \u00fcber mehr Rohstoffe, und deshalb m\u00fcsse die wirtschaftliche Entwicklung Ru\u00dflands unterdr\u00fcckt werden, sonst entstehe auf den Weltm\u00e4rkten ein Konkurrent, der nicht zu b\u00e4ndigen sei.<\/p>\n<p class=\"western\">Sie f\u00fchrten dann die Schocktherapie ein, die die russische Industriekapazit\u00e4t zwischen 1991 und 1994 auf 30 % reduzierte. Der russische Wirtschaftswissenschaftler Sergei Glasjew hat \u00fcber diese Zeit ein Buch geschrieben, das er Genozid nannte und das wir damals ver\u00f6ffentlicht haben. Es sollte auf jeden Fall verhindert werden, da\u00df sich das deutsche wissenschaftlich-technische Potential der deutschen Industrie mit dem Potential Ru\u00dflands verb\u00fcndet.<\/p>\n<p class=\"western\">Das war der Grund, warum Herrhausen umgebracht wurde, und kurz danach Detlev Rohwedder, ein sehr ber\u00fchmter und sehr anst\u00e4ndiger Industrieller in der Tradition des rheinischen Kapitalismus. Er war Chef der Treuhand geworden, der Organisation, die die Staatsbetriebe der DDR privatisieren sollte, die im Sozialismus in \u00f6ffentlicher Hand waren. Er sollte sie privatisieren, aber dann wurde ihm klar, da\u00df die sozialen Folgen dieser r\u00fccksichtslosen Privatisierung, die vorgeschlagen wurde, absolut inakzeptabel waren. Er sagte, nein, so machen wir das nicht, und er pr\u00e4gte den ber\u00fchmten Slogan \u201eErst sanieren, dann privatisieren\u201c, um es sozialvertr\u00e4glich zu machen.<\/p>\n<p class=\"western\">Er und auch Herrhausen wurden von der Phantom-RAF umgebracht, der \u201edritten Generation\u201c der Roten Armee Fraktion, die niemand je gesehen hat. Es gab sogar Fernsehsendungen im 1. Kanal des deutschen Fernsehens, in denen gesagt wurde, es sei zweifelhaft, da\u00df sie jemals existiert habe. Es kann sehr gut sein, da\u00df sie eine Fiktion der Geheimdienste war, um die M\u00f6glichkeit zu haben, diese Leute zu ermorden.<\/p>\n<p class=\"western\">Nachdem Rohwedder ermordet worden war, \u00fcbernahm Birgit Breuel, die Tochter eines Bankiers, die Treuhand und setzte r\u00fccksichtslos auf die Privatisierung der volkseigenen Betriebe. Die Auswirkungen auf die Menschen in Ostdeutschland sind bis heute sp\u00fcrbar: Viele von ihnen &#8211; ich habe mit einigen gesprochen &#8211; hatten das Gef\u00fchl, da\u00df ihnen ihr ganzes Leben gestohlen wurde; ihre Identit\u00e4t des DDR-Lebens, in dem sie jahrzehntelang aufgewachsen waren, wurde gestohlen. Dennoch gibt es mehrere Organisationen, die den 3. Oktober, den nationalen Feiertag zur Feier der deutschen Wiedervereinigung, nicht akzeptieren.<\/p>\n<p class=\"western\">Herrhausen hatte am 28. November, dem Tag, an dem Kohl das Zehn-Punkte-Programm verk\u00fcndete, vor dem Pr\u00e4sidium seiner Bank erkl\u00e4rt, er wolle eine tiefgreifende Umstrukturierung des Finanzsystems betreiben, um die Schuldenkrise der Dritten Welt zu beheben. In B\u00fcchern und auch von seiner Frau wird berichtet, da\u00df Rolf Breuer, der damalige Chef der Deutschen Bank, und die anderen Kollegen des Pr\u00e4sidiums seine Ideen v\u00f6llig ablehnten. Frau Herrhausen berichtet, da\u00df ihr Mann an diesem Abend v\u00f6llig deprimiert nach Hause kam, und am Morgen vor dem Attentat sagte Herrhausen: \u201eIch wei\u00df nicht, ob ich das \u00fcberleben werde.\u201c Etwa eine Stunde sp\u00e4ter wurde er ermordet.<\/p>\n<p class=\"western\">Herrschaft der Angst<\/p>\n<p class=\"western\">Diese Mordserie ver\u00e4nderte das politische Leben in Deutschland, und seitdem herrscht die Angst vor. Und heute herrscht in Deutschland ein Klima, in dem man sich nicht traut, von der offiziellen Linie abzuweichen. Im Moment hat Deutschland jegliche Souver\u00e4nit\u00e4t verloren. Deutschland befindet sich im Moment v\u00f6llig im Griff der NATO und verfolgt eine Politik, die meiner Meinung nach die Gefahr einer Eskalation bis hin zu einem Atomkrieg birgt.<\/p>\n<p class=\"western\">Der Grund, warum wir an diese Zeit zur\u00fcckdenken m\u00fcssen, und auch daran, was FDR sagte, da\u00df wir nichts zu f\u00fcrchten haben, au\u00dfer der Furcht selbst, ist, da\u00df wir uns gerade am Rande eines Atomkriegs befinden. Aber wir k\u00f6nnten auch am Rande einer v\u00f6llig neuen Weltwirtschaftsordnung stehen, in der viele L\u00e4nder des globalen S\u00fcdens bereits eine Politik in der Tradition von Mahatma Gandhi, der Bewegung der Blockfreien, von Martin Luther King, der Gewaltlosigkeit und der Win-Win-Zusammenarbeit zwischen souver\u00e4nen Staaten verfolgen. Ich denke, wenn wir das Andenken an Menschen wie Mahatma Gandhi, der ebenfalls get\u00f6tet wurde, ehren wollen; an Menschen, die f\u00fcr eine neue Weltwirtschaftsordnung gek\u00e4mpft haben, die die Armut in den Entwicklungsl\u00e4ndern beseitigt, wie es Herrhausen vorhatte, und wie mein verstorbener Ehemann sicherlich der prominenteste K\u00e4mpfer zu Lebzeiten war, dann sollten wir wirklich die Lehren daraus ziehen und alles tun, was wir k\u00f6nnen, um eine gerechte, neue Weltwirtschaftsordnung zu schaffen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehen Sie hier die Rede von Helga Zepp-LaRouche am 14. 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