{"id":94378,"date":"2023-01-13T16:17:36","date_gmt":"2023-01-13T21:17:36","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=94378"},"modified":"2023-01-13T16:17:38","modified_gmt":"2023-01-13T21:17:38","slug":"helga-zepp-larouche-scott-ritter-ray-mcgovern-wie-halten-sie-es-mit-dem-voelkerrecht-frau-merkel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2023\/01\/13\/helga-zepp-larouche-scott-ritter-ray-mcgovern-wie-halten-sie-es-mit-dem-voelkerrecht-frau-merkel\/","title":{"rendered":"Helga Zepp-LaRouche, Scott Ritter &#038; Ray McGovern: Wie halten Sie es mit dem V\u00f6lkerrecht, Frau Merkel?"},"content":{"rendered":"\n<p><em><strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong>, Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts und Vorsitzende der B\u00fcrgerrechtsbewegung Solidarit\u00e4t (B\u00fcSo), <strong>Scott Ritter<\/strong>, ehemaliger UN-Waffeninspekteur im Irak und <strong>Ray McGovern<\/strong>, Mitgr\u00fcnder der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) sprachen am 10. Januar w\u00e4hrend des Internet-Gespr\u00e4chs <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2023\/01\/05\/einladung-zum-internetgespraech-wie-halten-sie-es-mit-dem-voelkerrecht-frau-merkel\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2023\/01\/05\/einladung-zum-internetgespraech-wie-halten-sie-es-mit-dem-voelkerrecht-frau-merkel\/\" target=\"_blank\">\u201e<strong>Wie halten Sie es mit dem V\u00f6lkerrecht, Frau Merkel?\u201c<\/strong><\/a><\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-4-3 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"\u201eWie halten Sie es mit dem V\u00f6lkerrecht, Frau Merkel?\u201c\" width=\"960\" height=\"720\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/xMbnLVta0p8?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Texte der Reden<\/h2>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Helga Zepp-LaRouche<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Der Zweck dieser Video-Konferenz ist es, die Bev\u00f6lkerung im deutschsprachigen Raum &#8211; als Teil einer internationalen Mobilisierung &#8211; f\u00fcr eine sofortige diplomatische L\u00f6sung des Kriegs in der Ukraine zu gewinnen. Was die meisten B\u00fcrger nicht realisieren, und was von den konformen Massenmedien verschwiegen wird: Wir befinden uns in der existentiellen Gefahr, wo die Z\u00fcndschnur zum Dritten, thermonuklearen Krieg schon brennt, und damit die vollkommene Annihilation der Menschheit eine akute M\u00f6glichkeit geworden ist.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Selbst <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Der Spiegel <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">&#8211; das Magazin, das einst von den Briten die Lizenz erhielt &#8211; schreibt, da\u00df Deutschland mit der Entscheidung von Bundeskanzler Scholz, 40 Marder-Panzer an die Ukraine zu liefern, zur Kriegspartei geworden ist. In der Ukraine ist man sich laut <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Deutschlandradio <\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">sicher, da\u00df der Kampfpanzer Leopard II kurzfristig folgen wird. Andrij Melnik, der ukrainische Vizeau\u00dfenminister, verlangt Kriegsschiffe, U-Boote, Raketen. Der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow sieht die Ukraine als Erf\u00fcllungsgehilfe der NATO, die auf dem Gipfel im Sommer letzten Jahres Ru\u00dfland als die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung definiert hat. Im <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>TNS-TV<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> erkl\u00e4rte er Anfang Januar: \u201eHeute antwortet die Ukraine auf diese Bedrohung. Wir f\u00fchren die Mission der NATO aus, ohne da\u00df wir ihr Blut vergie\u00dfen. Wir vergie\u00dfen unser Blut, deshalb erwarten wir, da\u00df sie uns die Waffen daf\u00fcr liefern.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Das n\u00e4chste Ziel ist die Eroberung der Krim, eine absolute rote Linie f\u00fcr Ru\u00dfland, f\u00fcr das der ehemalige Oberkommandierende der US Streitkr\u00e4fte, Ben Hodges, die Versorgungswege wie die Kertsch-Br\u00fccke und den Landweg \u00fcber Mariupol zerst\u00f6ren will. Sprecher der ukrainischen Regierung sprechen offen \u00fcber Pl\u00e4ne, die 800.000 Russisch sprechenden Bewohner der Krim zu vertreiben.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Wir sind an einem totalen Konfrontationspunkt angelangt: Auf Grund einer langen Kette von Ereignissen ist Ru\u00dfland \u00fcberzeugt, da\u00df es im Westen niemand mehr gibt, mit dem sich Verhandlungen lohnen w\u00fcrden, und da\u00df die Entscheidung auf dem Kriegsschlachtfeld herbeigef\u00fchrt werden mu\u00df. Die Linie der NATO ist, da\u00df die Ukraine auf jeden Fall gewinnen mu\u00df &#8211; auch wenn dabei die gesamte ukrainische Bev\u00f6lkerung aufgerieben und das ganze Land dem Erdboden gleich gemacht wird &#8211; und da\u00df dazu alle Waffensysteme in die Ukraine gepumpt werden m\u00fcssen, die das erfordert. Der ukrainische Botschafter in London, Wadym Prystajko, sagte es offen gegen\u00fcber <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Newsweek<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">: \u201eWir befinden uns jetzt fast ein Jahr im Krieg. Wir verlieren Leute \u00fcberall. Wir propagieren nicht, wie viele Milit\u00e4r oder Zivilisten sind, aber die Zahlen sind enorm, unertr\u00e4glich&#8230; Der Westen hat jetzt eine einzigartige Chance. Es gibt nicht viele Nationen in der Welt, die bereit sind, so viele Leben zu opfern, Territorien und Jahrzehnte von Entwicklung, zu dem Zweck den Erzfeind zu besiegen.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Mit diesen zwei Positionen: Entscheidung auf dem Schlachtfeld, und Instrumentalisierung der Ukraine, um Ru\u00dfland \u201ezu ruinieren\u201c, wie Baerbock sagt, ist die unmittelbar bevorstehende atomare Katastrophe vorprogrammiert. Wenn Ru\u00dfland tats\u00e4chlich, wie Medwedjew sagt, seit Jahresanfang Zirkon-Raketen mit einer Hyperschall-Geschwindigkeit von Mach 9 vor den K\u00fcsten der NATO-L\u00e4nder plaziert hat, dann sind wir potentiell innerhalb von weniger als zehn Minuten beim Armageddon. Was dann passiert, hat der Nuklearwaffen-Experte Steven Starr in einem Video, das zeigt, wie ein globaler Atomkrieg ablaufen w\u00fcrde, plastisch dargestellt. Dieses Video mu\u00df weltweit verbreitet werden und jeder Erdenb\u00fcrger mu\u00df davon erfahren.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Nun hat Frau Merkel im Dezember 2022 in Interviews gegen\u00fcber <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Spiegel<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> und <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Zeit<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> gesagt, da\u00df die Minsk-Abkommen 2014 und 2015 nie dazu gedient haben sollen, den Konflikt in der Ukraine mit dem Donba\u00df zu befrieden, sondern lediglich den Zweck hatten, Zeit zur Aufr\u00fcstung und St\u00e4rkung der Ukraine f\u00fcr den letztlich unvermeidlichen Krieg mit Ru\u00dfland zu gewinnen. Der ehemalige franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Hollande best\u00e4tigte Merkels Aussage kurz danach, was der ukrainische ehemalige Pr\u00e4sident Poroschenko schon zuvor gesagt hatte.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Die Implikation von Merkels Behauptung ist ungeheuerlich. Wenn sie stimmt, dann waren alle die Aussagen von ihr selbst, von allen anderen EU-Chefs, den USA, etc. etc. die ganze \u00fcber Zeit gelogen. So sagte Merkel z.B. am 9. September 2015 im Bundestag:<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\">\u201e<span lang=\"de-DE\">Wir haben uns in den letzten Monaten immer und immer wieder daf\u00fcr eingesetzt, da\u00df die Krise in der Ukraine auf diplomatischem Weg gel\u00f6st werden kann. Das Ziel dabei ist, da\u00df die territoriale Integrit\u00e4t der Ukraine wiederhergestellt werden kann. Das Ma\u00dfnahmenpaket von Minsk wurde im Februar beschlossen. Es ist nach wie vor Richtschnur auf diesem Weg&#8230;<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Ich darf Ihnen sagen, da\u00df die Bundesregierung, der Bundesau\u00dfenminister und auch ich, gemeinsam immer und immer wieder &#8211; auch im Normandie-Format &#8211; zusammen mit dem franz\u00f6sischen Au\u00dfenminister und dem franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten dar\u00fcber wachen werden und Anstrengungen unternehmen werden, um diesen Proze\u00df voranzubringen, der jetzt auch in eine entscheidende politische Phase gekommen ist, was Verfassungs\u00e4nderungen anbelangt, was die Frage von Lokalwahlen anbelangt. Wir sind da l\u00e4ngst nicht \u00fcber den Berg. Aber wir werden in unseren Bem\u00fchungen nicht nachlassen, weil wir nur diesen diplomatischen Weg sehen, und den zu gehen m\u00fcssen wir immer und immer wieder versuchen.\u201c <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Merkel im Deutschen Bundestag, 23. November 2016:<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\">\u201e<span lang=\"de-DE\">Wir haben im Zusammenhang mit der Krim und der Ukraine den Bruch des V\u00f6lkerrechts und die Verletzung der territorialen Integrit\u00e4t eines Landes zu konstatieren. Leider sind unsere Gespr\u00e4che \u00fcber die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen noch nicht so weit gediehen, wie ich mir das w\u00fcnschen w\u00fcrde.\u201d<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Merkel beim Deutsch-Ukrainischen Wirtschaftsforum in Berlin, 29. 11. 2018:<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\">\u201e<span lang=\"de-DE\">Ich werde das Thema auch gegen\u00fcber dem russischen Pr\u00e4sidenten beim G20-Gipfel ansprechen. Wir werden daf\u00fcr sorgen. Wir haben trotzdem die Bitte, auch auf ukrainischer Seite klug zu sein, denn wir wissen, da\u00df wir die Dinge ja auch nur vern\u00fcnftig und nur im Gespr\u00e4ch miteinander l\u00f6sen k\u00f6nnen, weil es keine milit\u00e4rischen L\u00f6sungen all dieser Auseinandersetzungen gibt.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Merkel auf der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz, 23.2. 2019:<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\">\u201e<span lang=\"de-DE\">2014 erfolgte im M\u00e4rz die Annexion der Krim &#8211; ein klar v\u00f6lkerrechtswidriges Verhalten &#8211; und anschlie\u00dfend &#8211; Petro Poroschenko ist hier &#8211; der Angriff auf die Ostukraine; ein m\u00fchselig ausgehandelter Waffenstillstand, sozusagen fragil, stabil gehalten durch das Minsker Abkommen, mit dem Deutschland und Frankreich gemeinsam mit Ru\u00dfland und der Ukraine versuchen, den Konflikt zu l\u00f6sen. Allerdings m\u00fcssen wir sagen: Von einer L\u00f6sung sind wir weit entfernt; wir m\u00fcssen unbedingt weiterarbeiten.\u201d<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Alle politisch Verantwortlichen betonten in den vergangenen acht Jahren wiederholt nicht nur, da\u00df die Umsetzung der Minsk-Abkommen offizielle Politik des Westens sei &#8211; ohne das aber die beiden verantwortlichen Staaten Deutschland und Frankreich auch nur das geringste getan h\u00e4tten, die ukrainische Regierung zu deren Umsetzung zu bewegen -, sondern ebenso, da\u00df eine Aufhebung der Sanktionen gegen Ru\u00dfland von einer erfolgreichen Umsetzung der Minsk-Abkommen anh\u00e4nge.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Wenn es also wahr ist, was Merkel im Dezember sagte, dann waren die neun Sanktionspakete, die z.B. die EU in diesen Jahren gegen Ru\u00dfland verabschiedete und die Schritt um Schritt die russische Wirtschaft strangulieren &#8211; \u201eruinieren\u201c, wie Baerbock sagt \u2013 sollten, Teil dieser langen Vorbereitung auf den Krieg. Wie der franz\u00f6sische <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Figaro<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">-Journalist Georges Malbrunot im April 2022 in einem Interview mit <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>CNNews<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> berichtete, sah er mit eigenen Augen, da\u00df die USA damals schon bei der ukrainischen Armee \u201e<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>in charge<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">\u201c waren [das Kommando f\u00fchrten].<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Putin kommentierte die Enth\u00fcllungen Merkels und Hollandes in seiner Weihnachtsansprache und gestern noch einmal, dies bedeute, da\u00df er die milit\u00e4rische Spezialoperation offensichtlich viel fr\u00fcher h\u00e4tte anfangen m\u00fcssen. Das Vertrauen sei nun so gut wie auf dem Nullpunkt. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Angesichts des Scherbenhaufens, den Merkels Bemerkungen angerichtet haben, ist die Frage: Haben alle Verantwortlichen, oder besser in dem Fall Unverantwortlichen, die ganze Zeit gelogen? Oder hat Frau Merkel, die in letzter Zeit wegen ihrer fr\u00fcheren Politik gegen\u00fcber Ru\u00dfland heftig angegriffen wurde, das jetzt alles nur gesagt, um ihr F\u00e4hnchen nach dem Wind zu h\u00e4ngen, weil die Kriegsvorbereitung in die Endphase eingetreten ist und selbst das kleinste Zugest\u00e4ndnis, Ru\u00dfland einmal als \u201ePartner\u201c gesehen zu haben, zugesch\u00fcttet werden mu\u00df, und sie lieber als Politikerin in die Geschichte eingehen wird, falls es eine solche noch geben wird, die zur Pompeo-Schule der Politik ( \u201ewir l\u00fcgen, wir betr\u00fcgen\u201c) geh\u00f6rt, als nicht konform mit den Kolonialherren zu erscheinen? <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Wir werden das ergr\u00fcnden m\u00fcssen. Ebenso, da\u00df die jetzige Regierung das Ende von Nordstream II damit begr\u00fcndet, da\u00df Ru\u00dfland das Minsker Abkommen gebrochen h\u00e4tte. Vielleicht h\u00e4ngt das ohrenbet\u00e4ubende Schweigen zu den Verursachern der Sabotage von Nordstream II ja auch damit zusammen, da\u00df Menschen, und insbesondere Anw\u00e4lte, dann sprachlos werden, wenn sie bef\u00fcrchten, da\u00df jedes Wort sie selbst in die Straftat impliziert.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Zu dem von der EU bei Strafe angeordneten offiziellen Mantra geh\u00f6rt es auch, nur vom \u201eunprovozierten Aggressionskrieg Ru\u00dflands\u201c zu sprechen. Wer etwa zu behaupten wagt, da\u00df der Konflikt in der Ukraine eine Vorgeschichte hat, angefangen mit dem Insistieren auf einer unipolaren Weltordnung nach dem Ende der Sowjetunion, den f\u00fcnf NATO-Osterweiterungen und vor allem dem vom Westen unterst\u00fctzten Maidan-Coup 2014, der wird als Putin-Agent denunziert oder kommt auf Listen, von denen schon einige Personen umgekommen sind.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Man mu\u00df dringend die Chronologie der namhaften Personen ver\u00f6ffentlichen, die in den letzten 32 Jahren gewarnt haben, wohin diese Politik gegen\u00fcber Ru\u00dfland f\u00fchren w\u00fcrde, einschlie\u00dflich George Kennans.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Ich kann ebenso nur die Lekt\u00fcre des Interviews empfehlen, da\u00df der urspr\u00fcnglich absolut prowestliche ehemalige Ministerpr\u00e4sident der Ukraine, Nikolai Asarow, 2016 am dritten Jahrestag des \u201eEuromaidans\u201c gegeben hat. In diesem Interview geht er ausf\u00fchrlich auf die Unterst\u00fctzung der USA und Europas f\u00fcr diesen Coup ein, und sagte &#8211; das ist extrem wichtig -da\u00df jede friedliche L\u00f6sung f\u00fcr den Konflikt damit beginnen mu\u00df, anzuerkennen, da\u00df es sich im Februar 2014 um einen Staatsstreich gehandelt hat, wof\u00fcr es \u00fcbrigens unanfechtbare Dokumentationen gibt.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Das Vermittlungsangebot des Vatikan annehmen<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Wenn wir zu diesem sp\u00e4ten Zeitpunkt, wenige Sekunden vor Zw\u00f6lf, noch einen Ausweg finden wollen, dann mu\u00df weltweit eine weite, \u00fcberw\u00e4ltigende \u00d6ffentlichkeit geschaffen werden, die verlangt, da\u00df eine diplomatische L\u00f6sung gefunden wird. Das Angebot von Papst Franziskus, die \u00d6rtlichkeiten des Vatikan f\u00fcr bedingungslose Verhandlungen anzubieten, ist die beste Option, andere Vermittlungsvorschl\u00e4ge, wie die von Pr\u00e4sident Lula und weiteren Staaten des Globalen S\u00fcdens, sowie die Bem\u00fchungen von Pr\u00e4sident Erdogan, m\u00fcssen um die Initiative des Vatikan geb\u00fcndelt werden. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Ich bitte Sie deshalb alle, unseren Offenen Brief der lateinamerikanischen Parlamentarier- Initiative an den Papst zu unterzeichnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Ich wei\u00df, da\u00df viele Milit\u00e4rs, in Ru\u00dfland, in Frankreich und anderswo die Ansicht vertreten, da\u00df es daf\u00fcr zu sp\u00e4t ist und da\u00df die Mittel des Krieges entscheiden m\u00fcssen. Ich denke, da\u00df dieses Risiko zu gro\u00df ist. Es kann ganz schnell zu einem globalen Atomkrieg f\u00fchren, \u00fcber dessen Ergebnis dann niemand mehr da sein wird, um dar\u00fcber zu diskutieren.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Wir brauchen statt dessen eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die das Interesse eines jeden Staates mit einschlie\u00dft, einschlie\u00dflich der Ukraine, Ru\u00dflands, Chinas und aller anderen Nationen. Ich habe dazu zehn Prinzipien in die Diskussion gebracht, die ich Sie alle bitte, zu lesen und zu diskutieren.<\/span><sup><span lang=\"de-DE\">1<\/span><\/sup><span lang=\"de-DE\"> Die wichtigste Idee davon ist, da\u00df wir als Menschen die kreative Gattung im Universum sind, und deshalb in der Lage, die h\u00f6here Ebene der Vernunft zu finden, auf der jedes Problem gel\u00f6st werden kann. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Der erste Schritt mu\u00df sein, das Angebot von Papst Franziskus anzunehmen, und ein weltweiter Chor von Stimmen mu\u00df fordern, da\u00df Verhandlungen ohne Vorbedingungen in Rom sofort beginnen m\u00fcssen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Pr\u00e4sident Putin sagte gestern, da\u00df Ru\u00dfland offen ist f\u00fcr Verhandlungen. Allerdings auch, da\u00df man bedenken m\u00fcsse, mit wem man es zu tun habe. Wie gesagt, wir stehen vor einem Scherbenhaufen des internationalen Vertrauens. Genau deshalb brauchen wir die weltweite Mobilisierung aller Menschen, die guten Willens sind, die in unseren Chor mit einstimmen.<\/span><\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Scott Ritter<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Ich danke Ihnen sehr f\u00fcr die Einladung. Ich danke Ihnen, Helga, f\u00fcr Ihre inspirierenden einleitenden Worte.<\/p>\n<p class=\"western\">In einer perfekten Welt w\u00e4re ein solches Ergebnis, wie Helga es anstrebt, nicht nur m\u00f6glich, sondern sogar w\u00fcnschenswert. Aber wir leben nicht in einer perfekten Welt, und ich bin in einer Position, in der ich das Vertrauen in den Westen, sich als verantwortungsvoller Partner f\u00fcr den Frieden zu verhalten, verloren habe.<\/p>\n<p class=\"western\">Es ist nicht nur ein Mangel an Vertrauen in die Regierungsinstitutionen, sondern offen gesagt habe ich auch das Vertrauen in die Menschen im Westen verloren. Sie sind so eingenommen von ihrem konsumorientierten Lebensstil, da\u00df sie praktisch jede S\u00fcnde verzeihen, die ihre Regierungen begehen, einschlie\u00dflich der S\u00fcnde der L\u00fcge, des Betrugs nicht nur an anderen, sondern an den eigenen Leuten. Solange die Regierung f\u00fcr niedrige Energiepreise, erschwingliche Lebensmittel und ein Mindestma\u00df an Bequemlichkeit sorgt, wird ihr alles verziehen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das sehen wir auch an der Haltung des Westens gegen\u00fcber Ru\u00dfland, wo jede L\u00fcge, jede Verdrehung der Wahrheit f\u00fcr bare M\u00fcnze genommen wird und jeder Vertrauensbruch als ganz etwas ganz Normales akzeptiert wird. Die Russen werden verteufelt, so weit, da\u00df ein Volk von mehr als 158 Millionen Menschen auf eine einzige Person &#8211; Wladimir Putin &#8211; reduziert wird, von dem der Westen zudem nicht einmal wei\u00df, wie er ihn richtig definieren soll. Der Westen ist unf\u00e4hig, Putin in einen angemessenen historischen Kontext zu stellen; er ist unf\u00e4hig, ihn als Produkt der modernen russischen Gesellschaft zu w\u00fcrdigen; und so ist er auch unf\u00e4hig, sich ihm gegen\u00fcber verantwortungsvoll zu verhalten, wenn es darum geht, die Probleme zu l\u00f6sen, mit denen wir heute in der Welt konfrontiert sind.<\/p>\n<p class=\"western\">Nur Angela Merkel kann die Frage beantworten, ob sie heute eine L\u00fcgnerin ist oder ob sie schon immer eine L\u00fcgnerin war. Aber so oder so ist sie eine L\u00fcgnerin. Es gibt einen Grundsatz in der amerikanischen Rechtsprechung: einmal gelogen, immer gelogen. Nachdem sie sich einmal als L\u00fcgnerin erwiesen hat, kann man ihr nicht mehr trauen. Das gleiche gilt f\u00fcr die Franzosen, f\u00fcr die Vereinigten Staaten, f\u00fcr den gesamten Westen.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir verlangen von Ru\u00dfland, da\u00df es mit L\u00fcgnern verhandelt, da\u00df es seine nationalen Sicherheitsinteressen aufs Spiel setzt in der Hoffnung, da\u00df die L\u00fcgner nicht mehr l\u00fcgen. Das ist aus russischer Sicht ein unverantwortlicher und unrealistischer Vorschlag.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich wei\u00df, da\u00df wir im Westen das gerne h\u00e4tten, aber wir sagen damit: \u201eWir haben versagt, und nun sind wir v\u00f6llig auf den guten Willen der Russen angewiesen, um wenigstens noch etwas zu retten.\u201c Da\u00df die Russen sich an den Verhandlungstisch setzen und alles verzeihen und guten Willen unterstellen &#8211; ich glaube nicht, da\u00df Ru\u00dfland das tun kann, und ich glaube auch nicht, da\u00df Ru\u00dfland dazu bereit ist.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich glaube sogar, da\u00df Ru\u00dfland genau in die entgegengesetzte Richtung geht. Weil man dem Westen in seiner jetzigen Form nicht trauen kann, geht Ru\u00dflands Politik einen Weg, der dem entspricht, was hochrangige westliche Vertreter, u.a. der NATO-Generalsekret\u00e4r, gesagt haben, n\u00e4mlich, da\u00df die Situation in der Ukraine auf dem Schlachtfeld entschieden wird. Ru\u00dfland denkt genauso: Die Situation wird auf dem Schlachtfeld entschieden.<\/p>\n<p class=\"western\">Das Beste, worauf der Westen hoffen kann, ist meiner Ansicht nach, da\u00df Ru\u00dfland ein Treffen einberuft, das an das Treffen im September 1945 in der Bucht von Tokio erinnern wird &#8211; das Treffen an Deck des Schlachtschiffs <i>Missouri<\/i>, wo dem besiegten japanischen Feind die M\u00f6glichkeit gegeben wurde, Dokumente der bedingungslosen Kapitulation zu unterzeichnen &#8211; oder zu sterben. So wird Ru\u00dfland der Ukraine die M\u00f6glichkeit geben, Dokumente der bedingungslosen Kapitulation zu unterzeichnen oder zu sterben. Das Beste, worauf der Westen hoffen kann, ist ein fr\u00fchzeitiges Eingreifen, bei dem Ru\u00dfland davon \u00fcberzeugt werden kann, da\u00df es in seinem besten Interesse liegt, diese Bedingungen eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter anzubieten.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber auch das wird nach einem von Ru\u00dfland diktierten Zeitplan geschehen. Was wird der Punkt sein, der Einschnitt, an dem Ru\u00dfland bereit ist, den Weg zum milit\u00e4rischen Sieg zu unterbrechen und die M\u00f6glichkeit einer bedingungslosen Kapitulation anzubieten? Nur Ru\u00dfland kann diese Entscheidung treffen; der Westen hat keine Stimme mehr. Der Westen verdient keine Stimme mehr, der Westen sollte keine Stimme mehr haben, der Westen z\u00e4hlt nicht mehr! Die einzige Partei, die heute z\u00e4hlt, wenn es um die L\u00f6sung des Ukraine-Konflikts geht, ist Ru\u00dfland.<\/p>\n<p class=\"western\">Deshalb denke ich, da\u00df wir verpflichtet sind, mit den Russen zusammenzuarbeiten, um ihnen zu signalisieren, da\u00df wir Vertrauen in ihre Menschlichkeit haben, Vertrauen in ihre Reife als Nation. Wir vertrauen auf die Reife ihrer F\u00fchrung, da\u00df sie es nicht \u00fcbertreiben wird, da\u00df sie das Notwendige tun wird, um Frieden und Sicherheit zu russischen Bedingungen zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p class=\"western\">Und wir sollten dabei nicht vergessen, da\u00df die russischen Bedingungen keine Bedingungen sind, mit denen der Westen nicht leben kann. Ru\u00dfland hat seine Bedingungen schon definiert. Seit dem 17. Dezember 2021 hat es zwei Vertragsentw\u00fcrfe vorgelegt &#8211; einen f\u00fcr die NATO und einen f\u00fcr die Vereinigten Staaten -, in denen es sehr detailliert die Bedingungen darlegt, unter denen Ru\u00dfland und der Westen einen neuen europ\u00e4ischen Sicherheitsrahmen definieren sollen. Ein Vertrag, der keine Aufl\u00f6sung der NATO und keine Kapitulation des Westens voraussetzt. Der Rahmen verpflichtet den Westen lediglich dazu, Ru\u00dflands legitime nationale Sicherheitsinteressen zu respektieren, so wie Ru\u00dfland die legitimen nationalen Sicherheitsinteressen des Westens respektieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich glaube, wenn der Westen Ru\u00dfland signalisiert, da\u00df solche Bedingungen in einem Umfeld nach dem Ukraine-Konflikt akzeptabel w\u00e4ren, dann ist das die Grundlage f\u00fcr k\u00fcnftige Verhandlungen.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich sage nicht, da\u00df der Gedanke an eine Intervention des Vatikans falsch ist, das vergesse ich nicht. Ich sage nur, da\u00df der Zeitpunkt nicht der richtige ist. Vielleicht kann der Vatikan der neutrale Ort sein, an dem ein neuer europ\u00e4ischer Sicherheitsrahmen zwischen einem siegreichen Ru\u00dfland und einem besiegten Westen ausgehandelt werden kann.<\/p>\n<p class=\"western\">Aber im gegenw\u00e4rtigen Stadium wird es keine Chance f\u00fcr eine Intervention geben, solange dieses Krebsgeschw\u00fcr, das die Ukraine geworden ist &#8211; das Krebsgeschw\u00fcr, das vom Westen geschaffen, bewaffnet und motiviert wurde &#8211; nicht ausgemerzt und f\u00fcr immer aus der menschlichen Gesellschaft entfernt worden ist. Und das kann nur Ru\u00dfland tun. Eine Verhandlungsl\u00f6sung wird es nicht geben.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich denke, das ist eine realistische Einsch\u00e4tzung der Lage. Ich bef\u00fcrchte auch, da\u00df jeder Versuch, Ru\u00dfland zu einer Verhandlungsl\u00f6sung zu zwingen, nach hinten losgehen und nur eine h\u00e4rtere Reaktion Ru\u00dflands nach sich ziehen w\u00fcrde. Jeder Versuch des Westens, Ru\u00dfland mit Waffengewalt zu etwas zu zwingen, w\u00fcrde zu einer Eskalation f\u00fchren, die sehr wohl in einem allgemeinen Atomkrieg enden k\u00f6nnte.<\/p>\n<p class=\"western\">Daher halte ich Verhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt sogar f\u00fcr die denkbar schlechteste Vorgehensweise. Das Beste, worauf man hoffen kann, ist, den Westen dazu zu bringen, die Bewaffnung der Ukraine einzustellen; den Westen dazu zu bringen, die Vorstellung eines m\u00f6glichen ukrainischen Sieges aufzugeben; den Westen dazu zu bringen, zu akzeptieren, da\u00df man den Schaden, der dem ukrainischen Volk und der ukrainischen Nation schon zugef\u00fcgt wurde, m\u00f6glichst klein h\u00e4lt, indem man sich in die Unvermeidlichkeit eines russischen Sieges f\u00fcgt und hofft, da\u00df Ru\u00dfland vor der totalen Zerst\u00f6rung des ukrainischen Staates Halt macht.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich danke Ihnen sehr. Ich danke Ihnen f\u00fcr die Einladung und w\u00fcnsche Ihnen eine sehr erfolgreiche Konferenz.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Ray McGovern<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<p class=\"western\">Hier sind Worte von George P. Shultz, den ich sehr respektiere und dem ich jeden zweiten Morgen einen Lagebericht gab, als er Au\u00dfenminister war. Lassen Sie mich Ihnen vorlesen, was Minister Shultz sagte, der das reife Alter von 100 Jahren erreichte. Er sagte:<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\">\u201e<span lang=\"de-DE\">Ich m\u00f6chte einige \u00dcberlegungen anstellen, um zu untermauern, was wir f\u00fcr das Wichtigste in menschlichen und internationalen Angelegenheiten halten, und das ist die Frage des Vertrauens. Vertrauen ist in internationalen Angelegenheiten genauso wichtig wie in menschlichen Angelegenheiten. Wir alle wissen, da\u00df gute Beziehungen gedeihen, wenn Nachbarn einander vertrauen, und da\u00df das Leben miserabel werden kann, wenn Mi\u00dftrauen und Zweifel an die Stelle von Vertrauen treten. Es kann sogar eine Entscheidung zwischen Krieg und Frieden auf der Grundlage von Vertrauen geben, und das wird die Nationen und die Beziehungen zwischen den Nationen pr\u00e4gen.\u201c<\/span><sup><span lang=\"de-DE\"> 1<\/span><\/sup><\/p>\n<p class=\"western\">Das sagte er im November 2020, kurz bevor er starb.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Nun hat Lawrow zu Botschafter Burns gesagt: \u201eSehen Sie, ,Njet\u2018 bedeutet ,Njet\u2018. Wenn Sie die Ukraine in die NATO aufnehmen, ist das f\u00fcr uns eine rote Linie. Wir werden wahrscheinlich einmarschieren m\u00fcssen. Es wird dort einen B\u00fcrgerkrieg geben. Tun Sie das nicht! ,Njet\u2018 hei\u00dft ,Njet\u2018.\u201c Woher wissen wir das? Wir kennen das entsprechende Kabel der Moskauer Botschaft, und wenn ich eines dieser Kabel gesehen habe &#8211; ich habe insgesamt etwa 400.000 bis 500.000 davon gesehen -, dann wei\u00df ich, da\u00df es echt ist. Und was hier steht, ist das, was Botschafter Burns berichtet hat: Das war am 1. Februar 2008. Zwei Monate sp\u00e4ter, am 3. April 2008, erkl\u00e4rte die NATO in ihrer \u201eWeisheit\u201c, da\u00df die Ukraine und Georgien Mitglieder der NATO werden sollen.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Weiter geht es im M\u00e4rz 2012: Obama spricht mit Medwedew, dem damaligen Pr\u00e4sidenten Ru\u00dflands, und das wird bei einem Gipfel in Seoul in S\u00fcdkorea am Mikrofon aufgeschnappt: Medwedew sagt: \u201eH\u00f6ren Sie, Wladimir m\u00f6chte, da\u00df Sie \u00fcber dieses Raketensystem in Osteuropa sprechen. Er ist sehr daran interessiert. K\u00f6nnen wir dar\u00fcber reden?\u201c Und Obama antwortet: \u201eNun, lassen Sie uns warten, bis ich meine Wiederwahl gewonnen habe, dann k\u00f6nnen wir dar\u00fcber reden.\u201c Und danach hat Obama offenbar sein Versprechen vergessen, und gab keine wirklichen Verhandlungen.<\/p>\n<p class=\"western\">Nun gut, es gab einen, man k\u00f6nnte sagen, Kurzauftritt von Vertrauen. Und das war im September 2013, als Obama pers\u00f6nlich zusammen mit Wladimir Putin pers\u00f6nlich einen Krieg in Syrien verhindert hatte. Es war einfach: Sie einigten sich darauf, alle syrischen Chemiewaffen auf einem daf\u00fcr ausger\u00fcsteten Schiff, einem US-Schiff unter UN-Aufsicht, zu vernichten. Es gab keinen Krieg. Die Neokonservativen, die diesen Krieg wollten, waren dar\u00fcber sehr w\u00fctend.<\/p>\n<p class=\"western\">Warum erw\u00e4hne ich das? Weil dies das letzte Aufblitzen von Vertrauen war.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Wladimir Putin ver\u00f6ffentlichte am 12. September 2013 in der <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>New York Times<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> einen Gastkommentar, in dem er sinngem\u00e4\u00df schrieb: Ich begr\u00fc\u00dfe es wirklich, einen Krieg in Syrien zu vermeiden. Ich sch\u00e4tze wirklich das wachsende Vertrauen, nicht nur zwischen unseren Nationen, sondern auch zwischen mir und Pr\u00e4sident Obama pers\u00f6nlich. Es gibt nur eine Sache, in der ich mit Pr\u00e4sident Obama nicht \u00fcbereinstimme; er sagte erst letzte Woche in einer Rede, die Vereinigten Staaten seien \u201eau\u00dfergew\u00f6hnlich\u201c. Dem kann ich nicht zustimmen, ich glaube nicht, da\u00df irgendein Land au\u00dfergew\u00f6hnlich ist &#8211; schreibt Putin -, ich denke, es gibt gro\u00dfe L\u00e4nder, kleine L\u00e4nder, L\u00e4nder, die der Demokratie n\u00e4her sind, andere L\u00e4nder, die ihr nicht so nahe sind &#8211; aber wenn Gott auf die Welt herabschaut, betrachtet er alle Nationen als gleich.<\/span><sup><span lang=\"de-DE\">2<\/span><\/sup><\/p>\n<p class=\"western\">Nun, das war der Schl\u00fcssel. Der amerikanische Exzeptionalismus sollte sich durchsetzen, und es dauerte nur etwa sechs Monate, bis die Neocons, die tats\u00e4chlich Obamas und Bidens Politik steuerten, einen Putsch auf dem Maidan in Kiew inszenierten, die ordnungsgem\u00e4\u00df gebildete, ordnungsgem\u00e4\u00df gew\u00e4hlte Regierung von Kiew st\u00fcrzten und eine Gruppe einsetzten, die stark von Nazi-Freunden beeinflu\u00dft war. Das war der Ausl\u00f6ser des Ganzen, und dar\u00fcber h\u00f6rt man in der westlichen Presse nichts &#8211; das ist sehr merkw\u00fcrdig. Das war also das letzte bi\u00dfchen Vertrauen. Nach dem Staatsstreich am 22. Februar 2014 war das Vertrauen weg.<\/p>\n<p class=\"western\">Der Maidan-Putsch von 2014 und die Folgen<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Falls Sie noch Zweifel daran haben sollten, da\u00df die USA diesen Staatsstreichs inszeniert haben: Der Grund, warum er als der krasseste Staatsstreich der Geschichte gilt, ist der, da\u00df die Verschw\u00f6rer zweieinhalb Wochen vor dem Staatsstreich in einem Telefongespr\u00e4ch abgeh\u00f6rt wurden, das auf <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>YouTube<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> ver\u00f6ffentlicht wurde! Eine der Verschw\u00f6rerinnen, die damalige stellvertretende US-Au\u00dfenministerin f\u00fcr europ\u00e4ische Angelegenheiten, Victoria Nuland, sagte: \u201eWir werden ,Yats\u2018 (Jazenjuk) reinbringen, wir bringen Jazenjuk an die Macht. Vizepr\u00e4sident Biden wird kommen, um das zu konsolidieren.\u201c Und dann fragte unser Botschafter in Kiew [Geoffrey Pyatt], was denn mit der EU w\u00e4re, das werde ihnen nicht gefallen. Und sie benutzte das ber\u00fchmte Wort, das mit \u201ef\u201c anf\u00e4ngt, das ich hier nicht verwenden werde. Sie sagte: \u201eF- die EU!\u201c Nun, ich denke, Deutschland ist Teil der EU, ebenso wie Frankreich. Doch niemand beschwerte sich, soweit ich wei\u00df. Wenn das jemand zu mir sagen w\u00fcrde, dann w\u00fcrde ich protestieren.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Aber was geschah dann? Kiew wurde von diesen Leuten besetzt. Die Krim wurde annektiert, was angesichts der Provokationen zu erwarten war. Und das ganze wurde einfach provoziert. Die Annexion der Krim: Wenn Sie nicht glauben, da\u00df das provoziert wurde, dann ist es egal, was John McCain oder andere zu der Zeit sagten. Es wurde ganz sicher durch den Putsch in Kiew provoziert! Ich habe einen Brief an den Herausgeber der <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Washington Post<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\"> geschrieben, in dem es hei\u00dft: Sehen Sie, McCain liegt hier wirklich falsch. Es gibt nicht den geringsten Beweis daf\u00fcr, da\u00df Putin die Krim vor dem Putsch am 22. Februar 2014 in der Ukraine annektieren wollte.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Nun, als n\u00e4chstes kam Minsk, und es wurde hier wirklich sehr gut erkl\u00e4rt, was in Minsk passiert ist. Man sieht den Verrat, man sieht die Prahlerei: \u201eWow! War das nicht clever? Wir haben die Russen abgewehrt. Die Ukraine war nicht in der Lage, den Russen die Stirn zu bieten. Aber wir haben John Brennan, den CIA-Chef, im April 2014 nach Kiew geschickt, und er gab ihnen gr\u00fcnes Licht: Macht weiter und blutet diese Leute in Lugansk und Donezk aus, la\u00dft sie richtig sch\u00f6n bluten, und dann machen wir in Minsk eine vorget\u00e4uschte Vereinbarung.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Wir haben dar\u00fcber gesprochen, was in Minsk passiert ist, und wie Angela Merkel und Fran\u00e7ois Hollande und Poroschenko selbst gesagt haben, so etwas sei ein guter alter Trick. Und wir wissen, wie Putin dar\u00fcber denkt.<\/p>\n<p class=\"western\">Wir werden sich die Deutschen verhalten?<\/p>\n<p class=\"western\">Ich m\u00f6chte mich jetzt einfach auf das konzentrieren, was ich \u00fcber die Reaktion in Europa und speziell in Deutschland wei\u00df &#8211; ich habe f\u00fcnf Jahre lang in Deutschland gelebt, ich habe dort gedient. Ich wei\u00df ein wenig \u00fcber die deutsche Geschichte, vielleicht sogar mehr als ein wenig. Und ich w\u00fcrde gerne dar\u00fcber nachdenken, wo wir jetzt in Bezug auf das deutsche Volk und seine Regierung stehen.<\/p>\n<p class=\"western\">Ich habe hier ein sehr, sehr lehrreiches Buch. Es ist von Sebastian Haffner, dem Pseudonym von Raimund Pretzel. Er war 1933 Richter in Ausbildung in Berlin. Er war ein Augenzeuge von so vielem, was dort geschah. Und er schrieb ein Tagebuch, das erst nach seinem Tod von seinen Kindern entdeckt wurde. Er war ein ziemlich ber\u00fchmter Journalist oder Schriftsteller in Deutschland nach dem Krieg &#8211; Sebastian Haffner. Und was er geschrieben hat, ist f\u00fcr mich sehr aufschlu\u00dfreich, und es wirft wirklich ernste Fragen auf. Hier ist es: Er spricht dar\u00fcber, was 1933 geschah, und wie alle pl\u00f6tzlich einknickten:<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\">\u201e<span lang=\"de-DE\">Wie kann man es erkl\u00e4ren, das scheinbar Unerkl\u00e4rliche? Die v\u00f6llige Abwesenheit von einem festen, durch Druck und Zug von au\u00dfen nicht zu ersch\u00fctternden Kern? Eine H\u00e4rte, eine allerinnerste, gerade erst in der Stunde der Pr\u00fcfung mobilisierbaren Reserve an Stolz, Selbstgewi\u00dfheit, W\u00fcrde: das haben die Deutschen nicht. Der M\u00e4rz 1933 hat es bewiesen. Im Augenblick der Herausforderung erfolgte in Deutschland ein Nachgeben und Kapitulieren, kurz und gut: ein Nervenzusammenbruch.\u201c<\/span><sup><span lang=\"de-DE\">3<\/span><\/sup><\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Das war 1933. Das ist jetzt 90 Jahre her. Jetzt sind es mehr als 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Ich wei\u00df nicht, ob Raimund Pretzels Diagnose dessen, was die meisten Deutschen 1933 f\u00fchlten, richtig ist oder nicht. Aber ich habe noch keine bessere Erkl\u00e4rung f\u00fcr \u201edas scheinbar Unerkl\u00e4rliche erkl\u00e4ren\u201c gesehen. <\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Und so frage ich mich, ob man nicht 90 Jahre zur\u00fcckblicken kann, um zu erkennen, wer hier wen betr\u00fcgt? Sich hinstellen und Fragen stellen?<\/p>\n<p class=\"western\">Ich habe Fragen, die Ihre Au\u00dfenministerin stellen k\u00f6nnte. Die eine w\u00e4re, sich an Washington zu wenden: \u201eWissen Sie, wer Nord Stream 2 in die Luft gejagt hat? Ich meine, John Brennan sagt, es waren wahrscheinlich die Russen. Es macht nicht viel Sinn, da\u00df es die Russen waren, aber wissen Sie&#8230;? Aber wir wissen es nicht.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Ich bin sicher, da\u00df wir es wissen. Hat Baerbock Angst zu fragen?<\/p>\n<p class=\"western\">Erlebnisse mit deutschen Politikern<\/p>\n<p class=\"western\">Nun, ich habe drei Dinge, auf die ich hinweisen m\u00f6chte, und das geht auf das Jahr 2016 zur\u00fcck, das letzte Mal, als ich wichtige Leute in Deutschland getroffen habe. Wenn man \u201eBeziehungen\u201c hat, wie es so sch\u00f6n hei\u00dft, dann kann man wichtige Leute treffen.<\/p>\n<p class=\"western\">Das erste Treffen wurde von meinem guten Freund Norman Birnbaum vermittelt, der ein wirklich enger Freund von einem Mann namens Frank-Walter Steinmeier war. Steinmeier wies einen seiner obersten Mitarbeiter an, mich zu empfangen und \u00fcber alles zu sprechen, wor\u00fcber ich sprechen wollte. Und so gingen ein Kollege und ich in dieses sehr edle B\u00fcro, ein sehr hoher Beamter, vielleicht nicht der Stellvertreter, aber nahe dran, das sah man an der Gr\u00f6\u00dfe des B\u00fcros. Und wir fingen an zu reden. Ich bin es gewohnt, offene Worte zu verwenden, wie Sie vielleicht wissen &#8211; und wir sprachen \u00fcber den Putsch, den Staatsstreich in Kiew. Sein Name war Philip Ackermann. Er sah mich an und fragte: \u201eWelcher Putsch?\u201c Und ich antwortete: \u201eNun, der Putsch am 22. Februar 2014. Steinmeier, Ihr Chef, war doch dabei.\u201c \u201eWelcher Putsch?\u201c Da stand ich auf und ging raus. Das war das eine Beispiel.<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Sp\u00e4ter wurde ich vom Vorsitzenden des Verteidigungsausschusses des Bundestages empfangen. Sein Name war Wolfgang Hellmich, ein sehr netter Kerl. Auch hier hatten wir die \u201eBeziehungen\u201c genutzt. Es war zuf\u00e4llig der Tag, an dem die <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>Operation Anaconda<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">, das gr\u00f6\u00dfte Man\u00f6ver seit dem Zweiten Weltkrieg begonnen hatte: verb\u00fcndete Streitkr\u00e4fte, NATO-Truppen in unmittelbarer N\u00e4he der russischen Grenze. Und so fragte ich ihn: \u201eSir, was halten Sie von Anaconda?\u201c, und er schaute irgendwohin und sagte: \u201eAch! Deutschland ist nicht beteiligt.\u201c Und ich sagte: \u201eAber Herr Hellmich, Ihre Soldaten sind daran beteiligt.\u201c \u201eAh, ja, aber es ist nicht &#8211; \u00e4h, \u00e4hm&#8230;\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Nun, mindestens aus seiner K\u00f6rpersprache ging klar hervor, da\u00df er strikt dagegen war, da\u00df er es f\u00fcr t\u00f6richt hielt. Und in der Tat, es war t\u00f6richt, in h\u00f6chstem Ma\u00dfe. Eine vergleichbare Aufstellung der Kr\u00e4fte wie vor Hitlers Einmarsch in Osteuropa.<\/p>\n<p class=\"western\">Also war meine Frage: \u201eNun, Herr Hellmich, k\u00f6nnen Sie nichts dagegen tun?\u201c Und die Antwort war die, die ich erwartet hatte: \u201eNein.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Auf derselben Reise wurde ich gebeten, auf einer Fraktionssitzung der Partei Die Linke zu sprechen. Ich hatte zehn Minuten Zeit. Der Abschu\u00df von [Malaysian Airlines] MH17 am 17. Juli 2014 war damals in aller Munde. Und so habe ich ihnen erkl\u00e4rt, da\u00df es berechtigte, sehr berechtigte Zweifel daran gibt, wer das Flugzeug abgeschossen hat, und da\u00df ich \u00fcberzeugt bin &#8211; lassen Sie es mich so ausdr\u00fccken -, wenn die von den USA behaupteten Beweise stichhaltig w\u00e4ren, dann w\u00fcrden sie die auch vorlegen! Schlie\u00dflich hatte der damalige Au\u00dfenminister Kerry in einem seiner Interviews gesagt: \u201eWir haben den Start der Rakete gesehen, wir haben die Flugbahn gesehen, wir haben den Einschlag gesehen, wir haben das Flugzeug vom Radarschirm verschwinden sehen. Es ist also wirklich kein Geheimnis, woher es kam.\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Nun gut: Zeigen Sie uns diese Beweise! Lange Rede, kurzer Sinn: Ich habe auf der Fraktionssitzung der Linken gesagt, da\u00df es Beweise gibt. Ich bin mir zu 90% sicher: Ich wei\u00df genug \u00fcber die F\u00e4higkeiten der US-Geheimdienste in diesem Bereich, um zu wissen, da\u00df die Vereinigten Staaten wissen, wer das Flugzeug abgeschossen hat. Warum str\u00e4uben sie sich dann, die Beweise zu ver\u00f6ffentlichen?<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Ich hatte erwartet, da\u00df sie sagen w\u00fcrden: \u201eWow, da m\u00fcssen wir nachhaken!\u201c Doch statt dessen hie\u00df es: \u201eKommen wir zum n\u00e4chsten Tagesordnungspunkt.\u201c Ich meine, das war doch keine Kleinigkeit! Denn es war ja nicht die Annexion der Krim, es war der Abschu\u00df von MH17, der zu den Sanktionen f\u00fchrte, diesen Sanktionen, die im gro\u00dfen Stil und sehr ernst von Europa und den Vereinigten Staaten gegen Ru\u00dfland verh\u00e4ngt wurden, weil sie Ru\u00dfland beziehungsweise die prorussischen Kr\u00e4fte f\u00fcr den Abschu\u00df verantwortlich machten.<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Was ich damit sagen will: Nach diesen drei Erfahrungen &#8211; mit Herrn Ackermann, mit der Fraktion Die Linke und mit Herrn Hellmich &#8211; frage ich mich, ob sich in den letzten 90 Jahren viel ver\u00e4ndert hat. Ich wei\u00df es nicht. Ich hoffe es. Aber wenn nicht, dann sind wir in gr\u00f6\u00dferen Schwierigkeiten, als irgend jemand wirklich erwartet, denn Deutschland ist wirklich der Dreh- und Angelpunkt.<\/p>\n<p class=\"western\">Die Welt ist heute eine ganz andere, der bl\u00fctenwei\u00dfe Westen steht gegen den Rest der Welt mit \u00fcberwiegend farbigen Menschen: China, Indien, der ganze Rest der Welt. Hier kann Deutschland als Dreh- und Angelpunkt fungieren, als ein rationales, interessiertes und wohlgesinntes Land agieren, jedenfalls nicht als feindseliges, und dazu mu\u00df es als erstes erkennen, was in der Ukraine vor sich geht und was die Gr\u00fcnde sind, warum Putin kein Vertrauen hat.<\/p>\n<p class=\"western\">Der letzte Punkt, den ich dazu sagen m\u00f6chte, ist der: Der NATO-Beitritt, das ist ja f\u00fcr die Ukraine eine gro\u00dfe Sache. Aber faktisch war die Ukraine bereits Mitglied der NATO, sie hatte die zweitst\u00e4rkste Armee in Europa, vom Westen ausgebildet und ausger\u00fcstet. Und sie hatte alles, was sie brauchte, um diesen unsinnigen Versuch zu unternehmen, nicht nur die \u00f6stlichen Gebiete, sondern auch die Krim zu erobern.<\/p>\n<p class=\"western\">Was wird aus unseren Kindern, wenn wir schweigen?<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">Was w\u00fcrde ich also zum Schlu\u00df sagen? Ich w\u00fcrde sehr gerne noch ein letztes Bild zeigen. Da ist es (<\/span><span lang=\"de-DE\"><i>siehe Abbildung<\/i><\/span><span lang=\"de-DE\">). Ich wollte, da\u00df Sie das sehen, denn das ist mir passiert, als ich mich im Kongre\u00df zu Wort meldete und sagte: \u201eWenn Sie die Nominierung von Gina Haspel, der ,obersten Folterin\u2018 im ersten ,black site\u2018 (Geheimgef\u00e4ngnis) der CIA genehmigen, dann ist das ein Schandfleck f\u00fcr die CIA und f\u00fcr unser Land.\u201c Ich meldete mich sehr lautstark zu Wort und rief: \u201eSie wissen, da\u00df sie diese Folterkammer geleitet hat, mit Waterboarding und anderen abscheulichen Verbrechen. Wollen Sie trotzdem ihre Nominierung genehmigen?\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"western\">Nun, Sie sehen, was mit mir geschah: Ich wurde buchst\u00e4blich zu Boden geworfen. Und nat\u00fcrlich haben sie es genehmigt! Also, Folter ja bitte! \u00dcbrigens ist morgen der Jahrestag davon, als die ersten Gefangenen nach Guantanamo gebracht wurden, ohne Rechtsmittel, ohne M\u00f6glichkeit, ihre Gefangenschaft anzufechten.<\/p>\n<p class=\"western\">Und so m\u00f6chte ich mit diesem Satz schlie\u00dfen: Daniel Berrigan, einer meiner F\u00f6rderer und Lehrer, hat das geschrieben, und es hat damit zu tun, was wir tun, au\u00dfer uns zu informieren und zu h\u00f6ren, was passiert. Das hat Dan geschrieben:<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\">\u201e<span lang=\"de-DE\">,Wir wollen Frieden!\u2018, rufen wir. Gleichzeitig soll aber alles normal bleiben. Wir wollen ungest\u00f6rt leben. Wir wollen nicht ins Gef\u00e4ngnis kommen oder beschimpft werden oder da\u00df Familie und Freunde sich von uns abwenden&#8230; Es gibt keinen Frieden, weil es keine Friedensstifter gibt. Es gibt keine Friedensstifter, weil das Schaffen von Frieden mindestens so kr\u00e4ftezehrend ist wie das Schaffen von Krieg &#8211; mindestens so anstrengend, mindestens so st\u00f6rend, mindestens so anf\u00e4llig f\u00fcr Schande, Gef\u00e4ngnis und Tod.\u201c <\/span><\/p>\n<p class=\"western\">So lauten die Worte von Daniel Berrigan.<\/p>\n<p class=\"western\">Zuletzt m\u00f6chte ich sagen: Als er in der Karwoche in S\u00fcdafrika sprach und den Menschen dort sagte, da\u00df sie f\u00fcr Rassengerechtigkeit k\u00e4mpfen m\u00fc\u00dften &#8211; das ist jetzt 40 Jahre her -, da kamen die Gl\u00e4ubigen nach seiner Predigt zu ihm und sagten: \u201eAber Pater Berrigan, wenn wir unsere Meinung sagen, dann werden wir vielleicht ins Gef\u00e4ngnis geworfen, und was wird dann aus unseren Kindern? Was ist mit unseren Kindern?\u201c Und Dan antwortete ohne zu z\u00f6gern: \u201eNun, wenn ihr nichts sagt, wenn ihr nicht verhaftet werdet &#8211; was wird dann aus euren Kindern?\u201c<\/p>\n<p class=\"western\">Ich denke, wir m\u00fcssen das tun, was 1933 nicht getan wurde. Wir d\u00fcrfen uns nicht von den M\u00e4chtigen l\u00e4hmen lassen. Wir m\u00fcssen unsere Stimme erheben und einen gewissen Glauben, eine gewisse Zuversicht haben &#8211; nicht nur die Amerikaner, sondern auch das deutsche Volk. Und wenn die Menschen erst einmal die Wahrheit kennen, dann wird die Wahrheit sie frei machen und einen Krieg verhindern.<\/p>\n<p class=\"western\">Und ich applaudiere Helga und anderen daf\u00fcr, da\u00df sie dieses Seminar zusammengestellt haben. Ich hoffe nur, da\u00df alle, die zuh\u00f6ren, dar\u00fcber nachdenken, was sie tun k\u00f6nnen, und sich nicht einfach zur\u00fccklehnen und sagen: \u201eAch, war das nicht interessant?\u201c, so wie es die Linke-Fraktion damals im Jahr 2016 tat. Ich danke Ihnen sehr herzlich.<\/p>\n<p class=\"western\">Anmerkungen:<\/p>\n<p class=\"western\" lang=\"en-US\"><span lang=\"de-DE\">1. Siehe <\/span><span lang=\"de-DE\"><i>https:\/\/afsa.org\/on-trust<\/i><\/span><\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Helga Zepp-LaRouche, Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts und Vorsitzende der B\u00fcrgerrechtsbewegung Solidarit\u00e4t (B\u00fcSo), Scott Ritter, ehemaliger UN-Waffeninspekteur im Irak und Ray McGovern, Mitgr\u00fcnder der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS) sprachen am 10. 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