{"id":91915,"date":"2022-10-02T07:30:26","date_gmt":"2022-10-02T11:30:26","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=91915"},"modified":"2022-10-02T07:36:46","modified_gmt":"2022-10-02T11:36:46","slug":"natalja-witrenko-die-geschichte-spricht-uns-frei-und-wird-stolz-auf-uns-sein-das-verbot-unserer-partei-ist-ungerecht-und-unrechtmaessig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2022\/10\/02\/natalja-witrenko-die-geschichte-spricht-uns-frei-und-wird-stolz-auf-uns-sein-das-verbot-unserer-partei-ist-ungerecht-und-unrechtmaessig\/","title":{"rendered":"Natalja Vitrenko: \u201eDie Geschichte spricht uns frei und wird stolz auf uns sein. Das Verbot unserer Partei ist ungerecht und unrechtm\u00e4\u00dfig.\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Oct. 1, 2022 (EIRNS)- Die folgende Erkl\u00e4rung wurde am 30. September von Natalja Vitrenko ver\u00f6ffentlicht und ging beim Schiller-Institut ein. Wir hoffen, da\u00df wir bald mehr Details \u00fcber die ungeheuerlichen Verst\u00f6\u00dfe gegen ein ordnungsgem\u00e4\u00dfes Verfahren und &#8222;demokratische&#8220; Normen durch die ukrainische Pr\u00e4sidentschaft, das Justizministerium, den SBU und den Obersten Gerichtshof in diesem Fall erfahren werden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"has-text-align-center wp-block-heading\"><em>Botschaft an die Mitglieder der Sozialistischen Fortschrittspartei der Ukraine (PSPU), die Mitglieder des Zentralkomitees der PSPU und Freunde in aller Welt<\/em><\/h3>\n\n\n\n<p>Am 27. September 2022 hat das Verwaltungsberufungsgericht des Obersten Gerichtshofs der Ukraine in Kiew der Berufungsbeschwerde der PSPU teilweise stattgegeben, indem es aus dem Urteil des 8. Verwaltungsberufungsgerichts in Lviv&nbsp;vom 23. Juni 2022 einen Teil der verabscheuungsw\u00fcrdigen Anschuldigungen gestrichen hat, w\u00e4hrend es die Entscheidung \u00fcber das Verbot unserer Partei aufrecht erhielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich glaube, da\u00df dies nicht nur eine politisch motivierte Bestrafung unserer Partei ist, sondern auch alle Grundlagen der europ\u00e4ischen Demokratie mit F\u00fc\u00dfen tritt. Der in der Verfassung und in Konventionen verankerte Grundsatz des Vorrangs des Rechts wurde mit F\u00fc\u00dfen getreten &#8211; ein Grundsatz, der die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit, die Rechtssicherheit, das Verbot willk\u00fcrlicher Handlungen, den garantierten Zugang zu einem ordnungsgem\u00e4\u00dfen Verfahren durch unabh\u00e4ngige und faire Gerichte, die Achtung der Menschenrechte, das Verbot der Diskriminierung und die garantierte Gleichheit vor dem Gesetz beinhaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Berufungsbeschwerde der PSPU zerpfl\u00fcckte die Entscheidung des erstinstanzlichen Gerichts und zeigte, da\u00df sie rechtswidrig und unbegr\u00fcndet war. Unsere Gegner, vertreten durch das ukrainische Justizministerium (MinJust) und den ukrainischen Sicherheitsdienst (SBU), haben es in ihrer Klage, ihren schriftlichen Antworten auf die Berufungsbeschwerde der PSPU und ihren m\u00fcndlichen Argumenten vor dem Obersten Gerichtshof vers\u00e4umt, auch nur eine einzige rechtliche Begr\u00fcndung f\u00fcr die Ung\u00fcltigkeit ihrer Anschuldigungen gegen unsere Partei zu widerlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung des Obersten Gerichtshofs vom 27. September wurde von einem Gremium von Richtern unter dem Vorsitz von S. Utschanenko getroffen, gegen das die PSPU w\u00e4hrend der Sitzung offiziell Gr\u00fcnde f\u00fcr ein Mi\u00dftrauensvotum und f\u00fcr eine Verweisung des Falls an das gesamte Gericht vorbrachte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entscheidung, die PSPU zu verbieten, war eher politischer und diskriminierender Natur als rechtlicher Natur, da das Motiv f\u00fcr das Verbot der Partei auf politischen Anschuldigungen beruhte und nicht auf einer rechtlichen Begr\u00fcndung f\u00fcr Verst\u00f6\u00dfe der PSPU gegen die Verfassung der Ukraine oder die Europ\u00e4ische Menschenrechtskonvention.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich zitiere hier eine der Anschuldigungen des MinJust, unterst\u00fctzt vom SBU, in ihrer Klageschrift: \u201eDie Partei protestiert gegen den Beitritt der Ukraine zur NATO und zur EU, gegen die Rehabilitierung der K\u00e4mpfer der OUN-UPA [Organisation Ukrainischer Nationalisten und Ukrainische Aufst\u00e4ndische Armee], erkl\u00e4rt die Treue zur ostslawischen Kultur und zur kanonischen Orthodoxie und stellt sich die Ukraine in einer zwischenstaatlichen Union mit Ru\u00dfland und Wei\u00dfru\u00dfland vor.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist f\u00fcr jede ehrliche Menschenrechtsorganisation und jeden europ\u00e4ischen Juristen absolut klar, da\u00df solche politisch motivierten Anschuldigungen der ukrainischen Regierung als Grundlage f\u00fcr ein Parteiverbot nach der ukrainischen Verfassung (Art. 37), der Europ\u00e4ischen Menschenrechtskonvention (Art. 11, S. 2), der Rechtsprechung des Europ\u00e4ischen Gerichtshofs oder der Venedig-Kommission der OSZE unzul\u00e4ssig sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Von Anfang an, als ihre Partei 1996 gegr\u00fcndet wurde, boten die Progressiven Sozialisten der Ukraine eine Strategie f\u00fcr die Innen- und Au\u00dfenpolitik an, die auf der Erkl\u00e4rung der staatlichen Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine (1990) und der Erkl\u00e4rung der Rechte der Nationalit\u00e4ten der Ukraine (1991) basierte, die vom ukrainischen Parlament verabschiedet wurden und die den wesentlichen Charakter der nationalen Souver\u00e4nit\u00e4t definierten, nachdem die Erkl\u00e4rung der staatlichen Souver\u00e4nit\u00e4t der Ukraine in den gesamtukrainischen Referenden vom 17. M\u00e4rz 1991 und 1. Dezember 1991 unterst\u00fctzt worden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Hintergrund der Trag\u00f6die des Zerfalls der UdSSR garantierten nur die vom ukrainischen Volk erkl\u00e4rten Grunds\u00e4tze, n\u00e4mlich<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>ein neutraler, blockfreier Status f\u00fcr das Land,<\/li><li>die Unzul\u00e4ssigkeit des Verkaufs von Grund und Boden und der Pl\u00fcnderung (in Form von Privatisierung) von Wirtschaftskapazit\u00e4ten, die dem gesamten Volk geh\u00f6ren,<\/li><li>gleiche Rechte f\u00fcr alle B\u00fcrger der Ukraine unabh\u00e4ngig von ihrer ethnischen Zugeh\u00f6rigkeit, ihrem Glauben, ihrer Sprachpr\u00e4ferenz oder ihrer kulturellen Tradition,<\/li><li>und der gleichberechtigte Beitritt der Ukraine zu einer neuen zwischenstaatlichen Union mit den Republiken der ehemaligen UdSSR<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>eine friedliche Koexistenz mit den ehemaligen Sowjetrepubliken und eine erfolgreiche Entwicklung der Ukraine als unabh\u00e4ngiger, souver\u00e4ner Staat. Sie boten der Ukraine territoriale Integrit\u00e4t innerhalb ihrer Grenzen von 1991 und eine Sicherheitsgarantie gegen\u00fcber allen f\u00fchrenden L\u00e4ndern der Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies erkl\u00e4rt den Ha\u00df gegen unsere Partei von Seiten des Weltimperialismus und des ukrainischen Nationalismus (Faschismus). Sie haben uns immer bek\u00e4mpft, weil wir uns offen gegen das Modell des peripheren, kolonialen Kapitalismus gewehrt haben, das der IWF [Internationaler W\u00e4hrungsfonds] der Ukraine auferlegt hat; wir haben uns gegen die Privatisierung, die Schaffung einer Oligarchie, die Finanzspekulation, das Modell der billigen Arbeitskr\u00e4fte, die Kapitalflucht, die Flucht der Arbeitskr\u00e4fte, den Verkauf von Land, die Ausrottung der russischen Sprache und der Sprachen ethnischer Minderheiten, die Umschreibung der Geschichte, die Herabw\u00fcrdigung des Sieges des sowjetischen Volkes im Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieg und die Heroisierung der Kollaborateure der OUN-UPA ausgesprochen, und wir waren gegen die Entfesselung des Terrors gegen die kanonische orthodoxe Kirche durch staatliche Stellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin stolz auf unsere Partei und auf jedes einzelne Mitglied, weil wir die einzige Partei in der Ukraine gewesen sind, die ein wissenschaftlich fundiertes, umfassendes Reformprogramm f\u00fcr das Land vorgeschlagen hat. Ich bin sicher, da\u00df die Umsetzung unseres Programms die gegenw\u00e4rtige Trag\u00f6die des Krieges, die Zerst\u00f6rung der Wirtschaft, das Aussterben der Bev\u00f6lkerung und die territorialen Verluste verhindert h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Weder ich, noch die F\u00fchrer unserer Parteiorganisationen, noch die Mitglieder der PSPU haben jemals zu einem gewaltsamen Umsturz der verfassungsm\u00e4\u00dfigen Ordnung oder zu irgendeiner Art von Gewalt aufgerufen. Die Ziele und die T\u00e4tigkeit unserer Partei hielten sich an alle Normen und Grunds\u00e4tze der Demokratie. Weder das MinJust noch der SBU haben vor Gericht auch nur einen einzigen Beweis f\u00fcr das Gegenteil vorgelegt. Wir waren bereit, unsere Ziele durch den Wettbewerb bei Wahlen zu erreichen. Im Kampf gegen uns wurden jedoch Terrorismus, F\u00e4lschungen, gewaltsame Besetzungen, Verleumdungen und Drohungen eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Partei hat mich viermal als Kandidat f\u00fcr die Pr\u00e4sidentschaft der Ukraine nominiert: 1999, 2004, 2009 und 2019. Die Machthaber erlaubten mir nur 1999 und 2004, an den Wahlen teilzunehmen. Im Jahr 1999, als noch einige Merkmale der Demokratie in der Ukraine vorhanden waren, waren die Kraft unserer Ideen und die Unterst\u00fctzung durch die Bev\u00f6lkerung so gro\u00df, da\u00df soziologische Umfragen voraussagten, da\u00df ich den amtierenden Pr\u00e4sidenten L. Kutschma im zweiten Wahlgang besiegen w\u00fcrde. Doch der Terroranschlag auf mich am 2. Oktober 1999 in Krivoy Rog, als zwei RGD-5-Granaten auf mich und meine Unterst\u00fctzer geworfen wurden, wurde von meinen Gegnern genutzt, um die W\u00e4hler zu ver\u00e4ngstigen und so wurde ich des Sieges beraubt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Parlamentswahlen 2002 und 2006 wurde unserer Partei der Sieg durch Wahlbetrug gestohlen. Aber die Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung f\u00fcr die Ideen und Aktionen der PSPU war damals sehr gro\u00df, denn als wir 1998 als Fraktion in die Oberste Rada der Ukraine einzogen, hatten wir unsere k\u00e4mpferischen Qualit\u00e4ten, unsere Aufgabenorientierung und unser Engagement f\u00fcr Prinzipien unter Beweis gestellt. Die Mitglieder unserer Partei, die in die lokalen Selbstverwaltungsorgane gew\u00e4hlt wurden, haben den gleichen aufopferungsvollen Kampf gef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin jedem Mitglied der PSPU dankbar, das in unseren Reihen selbstlos und mit ganzem Herzen f\u00fcr die Rettung der Ukraine und die Umgestaltung der Welt gek\u00e4mpft hat. Ich bin auch den Millionen von Menschen dankbar, die unseren heiligen Kampf unterst\u00fctzt haben, indem sie f\u00fcr uns gestimmt haben. Eine tiefe Verbeugung vor Ihnen allen!<\/p>\n\n\n\n<p>Die Position unserer Partei war immer ein Hindernis f\u00fcr die F\u00e4higkeit der herrschenden Regierungen, das Land auszupl\u00fcndern, die Bev\u00f6lkerung der Ukraine gnadenlos auszubeuten und eine Innen- und Au\u00dfenpolitik zu betreiben, die nicht den Interessen des eigenen Volkes, sondern denen der westlichen Imperialisten dient.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Verfassung der Ukraine liegt die Verantwortung f\u00fcr den Frieden und f\u00fcr das Leben, die W\u00fcrde und die Gesundheit der B\u00fcrger bei den Institutionen der Staatsmacht, an deren Spitze der Pr\u00e4sident steht. Die ukrainische Regierung, die ihrer Verantwortung nicht gerecht wird und eine verabscheuungsw\u00fcrdige Gedankenkontrolle betreibt, hat mit dem Beschlu\u00df des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates (NSDC) der Ukraine vom 18. M\u00e4rz 2022, der vom Pr\u00e4sidenten der Ukraine mit seinem Dekret vom 19. M\u00e4rz 2022 umgesetzt wurde, ein verlogenes Machwerk ver\u00f6ffentlicht, um die T\u00e4tigkeit mehrerer Parteien in der Ukraine, einschlie\u00dflich der unseren, zu unterbinden. Und um uns daran zu hindern, unsere Rechte, Freiheiten und rechtlichen Interessen vor Zivil- und Verwaltungsgerichten zu verteidigen, beschlo\u00df das 8. administrative Berufungsgericht von Lviv am 20. Mai 2022, das Bankkonto der PSPU einzufrieren. Damit wurde uns die M\u00f6glichkeit genommen, die Entscheidung des NSDC, den Erla\u00df des ukrainischen Pr\u00e4sidenten und die gesamte \u201eBeweisgrundlage\u201c, die dem Gericht vom Justizministerium und dem SBU vorgelegt wurde, vor Gericht als unwahr anzufechten.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter Versto\u00df gegen Artikel 55 der ukrainischen Verfassung und Artikel 6 der Europ\u00e4ischen Konvention wurde uns der Zugang zum Gericht verwehrt, weil es der PSPU nicht m\u00f6glich war, die Gerichtsgeb\u00fchren von ihrem Bankkonto zu bezahlen. Unser Ziel w\u00e4re es gewesen, auf der Grundlage unserer eigenen Klagen die falschen Informationen zu widerlegen, die vom MinJust und dem SBU als Grundlage f\u00fcr das Verbot der PSPU vorgelegt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Durch die Sperrung unseres Bankkontos wurde die PSPU auch des Rechts beraubt, einen Anwalt zu beauftragen. Wladimir Martschenko und ich waren gezwungen, den gesamten, anstrengenden Rechtsstreit selbst zu f\u00fchren. Er vertrat die Interessen der PSPU vor dem Obersten Gerichtshof.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Oberste Gerichtshof weigerte sich, die folgenden Beweisdokumente zuzulassen: die Erkl\u00e4rung des ZK der PSPU &#8211; \u201e<em>Die ukrainische Demokratie mu\u00df vom Obersten Gericht gegen die Diktatur der Regierung verteidigt werden<\/em>\u201c &#8211; sowie die Erkl\u00e4rungen der Vorsitzenden der PSPU, Volksabgeordnete der Ukraine (1995-2002) N. Witrenko &#8211; \u201e<em>Ich verteidige Frieden, Sozialismus und Demokratie, nicht Krieg, Nazismus und Kapitalismus<\/em>\u201c -, des Ersten Stellvertretenden Vorsitzenden der PSPU, Volksabgeordneter der Ukraine (1990-2002) W. Martschenko &#8211; \u201e<em>Das Oberste Gericht ist die letzte Hoffnung f\u00fcr die Verteidigung der Demokratie gegen die willk\u00fcrlichen Handlungen des Justizministers und des SBU sowie gegen die Errichtung einer Diktatur<\/em>\u201c -, des Mitglieds des ZK der PSPU, Abgeordnete des Regionalrats von Mykolaiv 2006-2010 Larisa Schesler &#8211; \u201e<em>Beziehungen zwischen der Ukraine und Ru\u00dfland. Ich habe ein Recht auf meine Meinung<\/em>\u201c -, und des Mitglieds des ZK der PSPU, Abgeordneter des Gemeinderats von Romny in den Jahren 2002-2010 und herausragenden Sportlers unserer Zeit Sergej Gawras &#8211; \u201e<em>Ich lege Zeugnis ab vor Gott, dem Gericht und der Geschichte. Das Zeugnis eines Champions<\/em>\u201c. Das Gericht war in Panik \u00fcber die Unf\u00e4higkeit des MinJust und des SBU, die in diesen Erkl\u00e4rungen vorgelegten Beweise \u00fcber die wahren Ziele und Aktivit\u00e4ten der PSPU zu widerlegen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz dazu erachtete das Gericht die vom SBU vorgelegten F\u00e4lschungen aus dem Internet als beweisw\u00fcrdig, ohne die Prim\u00e4rquellen zu untersuchen oder deren Wahrheitsgehalt zu best\u00e4tigen. Das Gericht akzeptierte auch ohne Beweise einige verzerrte Fragmente von Interviews von N. Witrenko und L. Schesler und die Unterstellung, die PSPU finanziere Terroristen, mache Propaganda f\u00fcr den Krieg und rechtfertige die Aktionen der Russischen F\u00f6deration.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Oberste Gerichtshof lehnte in politisch motivierter Diskriminierung der PSPU alle 19 Antr\u00e4ge unserer Partei ab, einschlie\u00dflich der Antr\u00e4ge auf Zugang zu Beweisen f\u00fcr die T\u00e4tigkeit der OUN-UPA, auf Best\u00e4tigung der von den Richtern festgestellten Rechtsverst\u00f6\u00dfe der PSPU, auf Rechtswidrigkeit des Dekrets des Pr\u00e4sidenten der Ukraine vom 19. M\u00e4rz 2022, auf Beantragung einer Feststellung der Verfassungsm\u00e4\u00dfigkeit dieses Dekrets beim Verfassungsgericht und andere. Vor Gericht wurde die ungeheuerliche Haltung des Justizministeriums und des SBU deutlich, da\u00df die Ukraine sich weigert, ihren Verpflichtungen aus der UN-Charta (Artikel 25) nachzukommen und somit die Resolution des UN-Sicherheitsrats zu den Minsker Vereinbarungen zu befolgen. Hinzu kommt die Weigerung, sich an die Charta und das Urteil des Internationalen Milit\u00e4rgerichtshofs in N\u00fcrnberg zu halten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Oberste Gerichtshof untersuchte in keiner Weise, ob die Rechtsnormen vom Gericht in Lviv beim Verbot der Partei rechtm\u00e4\u00dfig angewandt wurden. Das Gericht gab Wladimir Martschenko nur 20 Minuten Zeit, um unseren Fall vorzutragen. Es lie\u00df keine Argumente zu und berief sich dabei auf die Tatsache, da\u00df das Gericht das Verbot der Partei in einem vereinfachten Verfahren pr\u00fcfe. Stellen Sie sich das einmal vor: Eine Partei, also als Institution&nbsp;ein Fundament der Demokratie im Allgemeinen und der europ\u00e4ischen Demokratie im Besonderen, soll in einem vereinfachten Verfahren verboten werden! Ohne ordnungsgem\u00e4\u00dfe Untersuchung der Beweise oder Anwendung der Rechtsnormen!<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird interessant sein zu sehen, welche Schlu\u00dffolgerungen die Venedig-Kommission aus dem Beispiel des Verbots der PSPU in Bezug auf die Demokratie in der Ukraine zieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich bin \u00fcberzeugt, da\u00df es weder den Machthabern in der Ukraine noch dem Obersten Gerichtshof gelungen ist, unsere Ideen zu besiegen oder die Unrechtm\u00e4\u00dfigkeit unserer T\u00e4tigkeit zu beweisen. Ihr Verbot der Partei ist kein Punkt am Ende eines Satzes, sondern ein Komma. Die Geschichte spricht uns frei. Die wahren Schuldigen an der Trag\u00f6die des Krieges werden benannt werden. Wahrheit und Gerechtigkeit werden sich durchsetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Immer vorw\u00e4rts, zum Sieg!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Natalja Witrenko<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Volksabgeordnete der Ukraine, 1995-2002<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Doktor der Wirtschaftswissenschaften, Akademikerin<\/em><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oct. 1, 2022 (EIRNS)- Die folgende Erkl\u00e4rung wurde am 30. September von Natalja Vitrenko ver\u00f6ffentlicht und ging beim Schiller-Institut ein. 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