{"id":89777,"date":"2022-08-03T13:59:44","date_gmt":"2022-08-03T17:59:44","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=89777"},"modified":"2022-08-03T13:59:46","modified_gmt":"2022-08-03T17:59:46","slug":"botschafter-chas-freeman-ueber-pelosis-extreme-verantwortungslosigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2022\/08\/03\/botschafter-chas-freeman-ueber-pelosis-extreme-verantwortungslosigkeit\/","title":{"rendered":"Botschafter Chas Freeman \u00fcber Pelosis \u201eextreme Verantwortungslosigkeit\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p>2. August (EIRNS) &#8211; Botschafter Chas Freeman, Diplomat und hoher Beamter des US-Verteidigungsministeriums im Ruhestand und wahrscheinlich der f\u00fchrende Experte der USA in Fragen zu China und viele andere Regionen der Welt, bezeichnete in einem <a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2022\/08\/03\/interview-ambassador-chas-freeman-pelosis-extreme-irresponsibility\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2022\/08\/03\/interview-ambassador-chas-freeman-pelosis-extreme-irresponsibility\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Interview mit <em>EIR<\/em> und dem <em>Schiller-Institut<\/em><\/a> am 1. August den geplanten Besuch der Sprecherin des Repr\u00e4sentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan als \u201eeinen Akt extremer Verantwortungslosigkeit\u201c. Das vollst\u00e4ndige Interview finden Sie auf der Webseite des Schiller-Instituts.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Besuch werde Taiwan nicht helfen, sondern es stark gef\u00e4hrden, sagte Freeman. \u201eWas genau die Chinesen tun werden, wei\u00df niemand. Sie haben viele, viele M\u00f6glichkeiten, politisch, wirtschaftlich und milit\u00e4risch. Es ist klar, da\u00df die Sprecherin sich selbst in eine Lage gebracht hat, in der sie nicht mehr nicht fahren k\u00f6nnte. Ebenso hat sie Taiwan in eine Lage gebracht, in der es sie nicht mehr empfangen k\u00f6nnte. Und sie hat die chinesische Regierung in eine Lage gebracht, in der sie nicht eskalieren mu\u00df. Die traurige Realit\u00e4t ist, da sowohl das Wei\u00dfe Haus als auch das Milit\u00e4r in Washington diese Reise eher als sch\u00e4dlich denn als hilfreich ansehen. Aber das Wei\u00dfe Haus hat nicht den Mut gehabt, die Reise von Frau Pelosi zu blockieren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Blick auf die Ukraine sagte er: \u201eIch denke, die Frage der Ukraine und die Frage Taiwans haben insofern etwas gemeinsam, als es eine wichtige Lehre gibt, die wir aus den Geschehnissen in der Ukraine ziehen sollten: Wenn man sich \u00fcber die nachdr\u00fccklich ge\u00e4u\u00dferten Einw\u00e4nde einer Gro\u00dfmacht gegen das eigene Handeln hinwegsetzt, geschieht dies auf eigene Gefahr und auf die Gefahr derer, die man vorgibt zu sch\u00fctzen. Ru\u00dfland wurde zu seinem Vorgehen in der Ukraine provoziert, was sein Handeln in der Ukraine nicht rechtfertigt. Es war nicht gerechtfertigt, aber provoziert. Eine \u00e4hnliche M\u00f6glichkeit besteht im Fall von Taiwan\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Botschafter Freeman geht nicht davon aus, da\u00df China sofort handeln werde, sondern da\u00df es einige offene Schritte einleiten und bestimmte Forderungen stellen werde, w\u00e4hrend es sich auf milit\u00e4rische Ma\u00dfnahmen vorbereitet, die erst dann ergriffen werden, wenn es sicher ist, da\u00df sie erfolgreich sein werden. Viele in China, aber nicht alle, glauben inzwischen, so f\u00fcgte er hinzu, da\u00df eine friedliche Wiedervereinigung unm\u00f6glich sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt viele in Taiwan, insbesondere die auch auf dem Festland massiv vertretene Gesch\u00e4ftswelt, die keinen Krieg wollen, aber sie sind nicht an der Macht. Die regierende Demokratische Fortschrittspartei will die Unabh\u00e4ngigkeit und wird von den USA dazu gedr\u00e4ngt, sich auf Provokationen einzulassen.<\/p>\n\n\n\n<p>Botschafter Freeman betonte, zwischen China und den USA bestehe ein enormer kultureller Unterschied, der in den USA nicht verstanden werde. China habe 14 Anrainerstaaten, von denen mehrere direkt vor der K\u00fcste liegen, sowie die Siebte Flotte der USA, die st\u00e4ndig pr\u00e4sent sei, w\u00e4hrend die USA zwei Anrainerstaaten h\u00e4tten und durch die Ozeane isoliert seien. China hat ein Drittel der Ackerfl\u00e4che der USA und eine viermal so gro\u00dfe Bev\u00f6lkerung, die ern\u00e4hrt werden m\u00fcsse. Die chinesische Geschichte ist \u201evoller Vorkommnisse von Massensterben durch Verhungern, politischen Umw\u00e4lzungen oder ausl\u00e4ndischen Invasionen. Die Chinesen wollen also eine Regierung, die etwas kann. Sie wollen eine starke Regierung, die die Verantwortung f\u00fcr die Aufrechterhaltung der Ordnung und f\u00fcr das Wohlergehen ihrer Familien \u00fcbernimmt. In den Vereinigten Staaten ist die Fehlerspanne riesengro\u00df: wir wollen eine Regierung, die nichts oder so wenig wie m\u00f6glich tut. ,Die beste Regierung ist die, die am wenigsten regiert&#8216;, sagte Thomas Jefferson. Kein Chinese w\u00fcrde so etwas jemals sagen&#8230;. Ich denke, in China ist man sich dar\u00fcber im klaren, da\u00df die Vereinigten Staaten in einzigartiger Weise gesegnet sind mit Ressourcen, Raum, Trennung vom Rest der Welt durch Ozeane, freundliche Nachbarn, von denen nur zwei direkt angrenzen. Und die Chinesen sind sich sehr wohl bewu\u00dft, da\u00df sie keinen dieser Vorteile genie\u00dfen. Das f\u00fchrt zu vielen Mi\u00dfverst\u00e4ndnissen zwischen den beiden L\u00e4ndern und veranla\u00dft einige Amerikaner, China als einen Fluch zu betrachten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Botschafter Freeman sagte, die von den USA angestrebte \u201eAbkopplung\u201c von China werde den USA genauso viel oder mehr Schaden zuf\u00fcgen als China. Er ist nicht so optimistisch, da\u00df die Nationen der Welt f\u00fcr ein Neues Bretton Woods System gewonnen werden k\u00f6nnten, verweist aber auf die Fortschritte der BRICS in Richtung einer neuen Handelsw\u00e4hrung au\u00dferhalb des Dollars. Wenn die Saudis zustimmen, da\u00df \u00d6l in anderen W\u00e4hrungen als dem Dollar gehandelt wird, wird der Dollar seiner Meinung nach zusammenbrechen.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2. August (EIRNS) &#8211; Botschafter Chas Freeman, Diplomat und hoher Beamter des US-Verteidigungsministeriums im Ruhestand und wahrscheinlich der f\u00fchrende Experte der USA in Fragen zu China und viele andere Regionen der Welt, bezeichnete in einem Interview mit EIR und dem Schiller-Institut am 1. August den&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":89674,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-89777","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein-de"],"featured_image_src":"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2022\/08\/Chas_W_Freeman-1.png","author_info":{"display_name":"madeleine","author_link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/author\/madeleine\/"},"modified_by":"madeleine","cc_featured_image_caption":{"caption_text":"","source_text":"","source_url":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=89777"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89777\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":89781,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/89777\/revisions\/89781"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/89674"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=89777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=89777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=89777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}