{"id":89773,"date":"2022-08-03T13:54:55","date_gmt":"2022-08-03T17:54:55","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=89773"},"modified":"2022-08-03T13:54:57","modified_gmt":"2022-08-03T17:54:57","slug":"ueberregionale-konnektivitaetsprojekte-auf-der-afghanistan-konferenz-eroertert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2022\/08\/03\/ueberregionale-konnektivitaetsprojekte-auf-der-afghanistan-konferenz-eroertert\/","title":{"rendered":"\u00dcberregionale Konnektivit\u00e4tsprojekte auf der Afghanistan-Konferenz er\u00f6rtert"},"content":{"rendered":"\n<p>1. August (EIRNS) &#8211; Als Organisator und Gastgeber einer Konferenz, die am 26.-27. Juli in Taschkent mit dem Titel \u201eAfghanistan: Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung\u201c stattfand, hat die usbekische Regierung einen zusammenfassenden Bericht \u00fcber die wichtigsten Diskussionsinhalte der Konferenz erstellt, wobei der Schwerpunkt auf wichtigen Infrastrukturprojekten zur Verbesserung der regionalen Konnektivit\u00e4t lag.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/thediplomaticinsight.com\/statement-by-uzbekistan-on-international-conference-on-afghanistan\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/thediplomaticinsight.com\/statement-by-uzbekistan-on-international-conference-on-afghanistan\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Der am 27. Juli in <em>The Diplomat<\/em> ver\u00f6ffentlichte Bericht<\/a> unterstreicht die Erkenntnis der Teilnehmer, da\u00df ein dauerhafter Frieden nur durch die Stabilisierung und Erholung der afghanischen Wirtschaft erreicht werden k\u00f6nne. Daher sei es notwendig, so der Bericht, \u201edie Integration Afghanistans in interregionale Wirtschaftsprozesse zu f\u00f6rdern und die Umsetzung gesellschaftlich bedeutsamer Infrastrukturprojekte zu unterst\u00fctzen, einschlie\u00dflich der Schaffung von \u00fcberregionalen Verkehrs-, Energie- und anderen Korridoren.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Dazu geh\u00f6rt das vom usbekischen Pr\u00e4sidenten Shavkat Mirziyoyev vorgeschlagene Projekt, den Bau einer transafghanischen Eisenbahnlinie voranzutreiben, um S\u00fcdasien \u00fcber Afghanistan anbinden zu k\u00f6nnen. Zu den weiteren Projekten geh\u00f6ren der Bau einer Hochspannungsleitung zwischen Surkhan und Pol-e-Chomri (Usbekistan-Afghanistan), die Einrichtung eines G\u00fctertransport- und Logistikzentrums in Termez (Usbekistan) sowie die Umwandlung des Ausbildungszentrums in Termez in ein Zentrum zur Ausbildung afghanischer Facharbeiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Laut <em>The Diplomat<\/em> ist Usbekistan der Hauptf\u00f6rderer der 573 km langen transafghanischen Eisenbahnlinie. Sie wurde erstmals im Dezember 2018 vorgeschlagen und w\u00fcrde das afghanische Schienennetz von Mazar-e-Sharif \u2013 einem regionalen Knotenpunkt im Norden Afghanistans in der N\u00e4he sowohl Usbekistans als auch Tadschikistans \u2013 nach Kabul und dann in die Provinz Nangarhar im Osten Afghanistans verl\u00e4ngern, wo die Eisenbahn die Grenze zu Pakistan bei Torkham \u00fcberqueren und \u00fcber Peshawar nach Pakistan f\u00fchren w\u00fcrde. Dort werden die G\u00fcter entladen und an das pakistanische Schienennetz angeschlossen, von wo aus sie zu den H\u00e4fen von Karatschi, Gwadar und Qasim gelangen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Bahnstrecke h\u00e4tte eine gesch\u00e4tzte Kapazit\u00e4t von 20 Millionen Tonnen Fracht pro Jahr und w\u00fcrde die Fahrtzeit von Usbekistan nach Pakistan von 35 Tagen auf 3 bis 5 Tage verk\u00fcrzen, berichtet <em>The Diplomat<\/em>. Zur Verwirklichung des Projekts sind viele Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen, darunter sehr schwierige geografische Verh\u00e4ltnisse, Sicherheitsfragen, unterschiedliche Spurweiten und nicht zuletzt die Finanzierung in H\u00f6he von 4,8 Milliarden Dollar.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres wichtiges Projekt ist das Strom\u00fcbertragungs- und -handelsprojekt zwischen Zentralasien und S\u00fcdasien (CASA-1000), ein 1,2 Milliarden Dollar teures Vorhaben, das 1.300 MW Strom aus Tadschikistan und Kirgisistan nach Afghanistan und Pakistan bringen w\u00fcrde. Aufgrund ihrer Wasserkraftanlagen verf\u00fcgen Tadschikistan und Kirgisistan \u00fcber \u00fcbersch\u00fcssigen Strom, den sie verkaufen k\u00f6nnen. Nach der Macht\u00fcbernahme durch die Taliban wurde das Projekt zwar auf Eis gelegt, doch inzwischen wurde der Bau wieder aufgenommen und soll bis 2024 abgeschlossen sein. Es wird von einem Konsortium internationaler Finanzorganisationen finanziert. <\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1. August (EIRNS) &#8211; Als Organisator und Gastgeber einer Konferenz, die am 26.-27. 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