{"id":84510,"date":"2022-02-04T01:46:40","date_gmt":"2022-02-04T06:46:40","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=84510"},"modified":"2022-02-04T01:46:42","modified_gmt":"2022-02-04T06:46:42","slug":"russischer-gesandter-warnt-vor-explosionen-in-afghanistan-wenn-keine-wirtschaftshilfe-geschickt-wird","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2022\/02\/04\/russischer-gesandter-warnt-vor-explosionen-in-afghanistan-wenn-keine-wirtschaftshilfe-geschickt-wird\/","title":{"rendered":"Russischer Gesandter warnt vor Explosionen in Afghanistan, wenn keine Wirtschaftshilfe geschickt wird"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Mitglieder der \u201eErweiterten Troika\u201c &#8211; Ru\u00dfland, China, Pakistan und die USA \u2013 ein diplomatisches Format, das zur Koordinierung der Afghanistan-Politik eingerichtet wurde, arbeiten derzeit den Termin f\u00fcr ihr n\u00e4chstes Treffen aus, das vor Ende Februar 2022 stattfinden soll, so der russische Sondergesandte des Pr\u00e4sidenten f\u00fcr Afghanistan und Direktor der zweiten Asienabteilung des Au\u00dfenministeriums, Zamir Kabulov, gegen\u00fcber der Nachrichtenagentur <em>TASS<\/em> am 31. Januar. Er berichtete auch, da\u00df eine Reihe anderer Nationen, darunter Japan, sich darauf vorbereiteten, ihre Botschaften in Kabul wieder zu er\u00f6ffnen, was dazu beitragen werde, die Situation in Afghanistan schrittweise zu normalisieren und gleichzeitig die Grundlage f\u00fcr eine Wiederherstellung der Beziehungen zwischen der neuen F\u00fchrung des Landes und anderen L\u00e4ndern zu schaffen, so Kabulov.<\/p>\n\n\n\n<p>Ru\u00dfland konzentriere seine Bem\u00fchungen auf den \u201eAbschlu\u00df des innerafghanischen Friedensprozesses\u201c, der laut Kabulow u.a. eine \u201eethnisch ausgewogene Regierung\u201c erfordere, sowie auf die Frage, wie die internationale Gemeinschaft \u201ean der umfassenden Rehabilitierung\u201c Afghanistans nach dem Konflikt mitwirken k\u00f6nne. Um den Friedensproze\u00df zu f\u00f6rdern, w\u00e4re Ru\u00dfland gerne dazu bereit, in Moskau Gespr\u00e4che zwischen Vertretern der Taliban-Regierung und einheimischen Oppositionskr\u00e4ften auszurichten, falls diese dies w\u00fcnschten, sagte der Gesandte gegen\u00fcber <em>TASS<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt Berichte dar\u00fcber, da\u00df solche Gespr\u00e4che bereits begonnen h\u00e4tten. Eine Quelle, die einer tadschikisch-afghanischen Gruppierung mit dem Namen \u201eWiderstandsfront\u201c unter der F\u00fchrung von Ahmad Massoud nahesteht, sagte gestern der afghanischen Nachrichtenagentur <em>Tolo News<\/em>, Ru\u00dfland habe k\u00fcrzlich in Moskau ein Treffen zwischen Massoud und dem Ersten Stellvertretenden Ministerpr\u00e4sidenten der Taliban-Regierung, Mullah Abdul Ghani Baradar, vermittelt. Das Treffen wurde jedoch bisher nicht best\u00e4tigt; es gebe \u201ekeine offiziellen Informationen &#8230; \u00fcber die Reise von Mullah Abdul Ghani Baradar in irgendein Land\u201c, so ein Pressesprecher der Regierung gegen\u00fcber <em>Tolo News<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p>Massoud traf sich vor einigen Wochen in Teheran mit dem amtierenden afghanischen Au\u00dfenminister Mutaqqui zu einem Gespr\u00e4ch, das allerdings laut Kabulow gegen\u00fcber <em>TASS<\/em> \u201eergebnislos\u201c verlaufen sei. Dennoch, so Kabulow, \u201estimmt allein die Tatsache, da\u00df ein solches Treffen stattfand, optimistisch. Es war ein Hinweis darauf, da\u00df die Taliban-Beh\u00f6rden ernsthaft dar\u00fcber nachgedacht haben, die neue Regierung in ethnischer und politischer Hinsicht ausgewogener zu gestalten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Doch ohne Wirtschaftshilfe k\u00f6nnte Afghanistan in die Luft fliegen, warnte er. Als die Taliban an die Macht kamen, sei der Terrorismus stark zur\u00fcckgegangen, sagte er gegen\u00fcber <em>TASS<\/em>. \u201eIm Herbst jedoch, als das Geld in Afghanistan knapp wurde, begann das Anti-Terror-Potenzial der Taliban zu schw\u00e4cheln, und Terroristen aller Art tauchten wieder auf. Wegen des Winters ist der Terrorismus jetzt etwas abgeflaut, aber im Fr\u00fchjahr\u201c, so warnte er, sei die \u201eWahrscheinlichkeit\u201c eines \u201egro\u00df angelegten Widerstands\u201c nicht auszuschlie\u00dfen. Kabulow verwies auf das Potenzial interethnischer Konflikte, \u201edie mit aktiven bewaffneten Aktionen verbunden sind\u201c, und betonte: \u201eEs ist wichtig, da\u00df die Taliban-Bewegung und die internationale Gemeinschaft im Moment gr\u00f6\u00dfte Anstrengungen unternehmen, um vor allem die soziale und wirtschaftliche Lage im Land zu stabilisieren.\u201c<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Mitglieder der \u201eErweiterten Troika\u201c &#8211; Ru\u00dfland, China, Pakistan und die USA \u2013 ein diplomatisches Format, das zur Koordinierung der Afghanistan-Politik eingerichtet wurde, arbeiten derzeit den Termin f\u00fcr ihr n\u00e4chstes Treffen aus, das vor Ende Februar 2022 stattfinden soll, so der russische Sondergesandte des Pr\u00e4sidenten&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":84501,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[651,652,653,649,671,37],"tags":[],"class_list":["post-84510","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-651","category-652","category-653","category-649","category-671","category-allgemein-de"],"featured_image_src":"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Kabulov_Afghanis-desperate.png","author_info":{"display_name":"madeleine","author_link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/author\/madeleine\/"},"modified_by":"madeleine","cc_featured_image_caption":{"caption_text":"","source_text":"","source_url":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84510","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=84510"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84510\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":84511,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/84510\/revisions\/84511"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/84501"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=84510"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=84510"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=84510"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}