{"id":81173,"date":"2021-10-21T09:49:07","date_gmt":"2021-10-21T13:49:07","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=81173"},"modified":"2021-11-27T06:11:44","modified_gmt":"2021-11-27T11:11:44","slug":"internetkonferenz-am-13-und-14-november-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2021\/10\/21\/internetkonferenz-am-13-und-14-november-2021\/","title":{"rendered":"Internetkonferenz am 13. und 14. November 2021"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201eAlle moralischen Ressourcen der Menschheit m\u00fcssen mobilisiert werden: Die Menschheit mu\u00df die unsterbliche Spezies sein!\u201c<\/p><cite><br><br><strong>Internationale Internetkonferenz des Schiller-Instituts und des ICLC am 13. und 14. November 2021<\/strong><\/cite><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die deutsche Simultan\u00fcbersetzung wird hier in K\u00fcrze erscheinen und innerhalb der Rednerliste verlinkt werden. Die hier eingebetteten Videos sind die englischen Originale. <\/h2>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button has-custom-width wp-block-button__width-100\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-background-color has-background\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/mitglied-werden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Werden Sie Mitglied<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"710\" height=\"279\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image-710x279-1.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-81175\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image-710x279-1.png 710w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2021\/10\/image-710x279-1-300x118.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button has-custom-width wp-block-button__width-100\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-background-color has-background\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/mitglied-werden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Werden Sie Mitglied<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Erstes Panel: Samstag, 13. November, 16.00 Uhr (MEZ)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Kann eine strategische Krise zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten vermieden werden?\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Moderator: Dennis Speed, <\/strong>Schiller-Institut<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Johannes Brahms, <em>Von ewiger Liebe<\/em>, Op. 43 No. 1, Lisa Bryce, Soprano; Dura Jun, Klavier<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; \u201eKreativity als solche\u201d, <\/em>Lyndon H. LaRouche Jr. (1922-2019), Mitgr\u00fcnder des Schiller-Instituts<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; <\/em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=p5sZjGIZciA&amp;t=1s\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=p5sZjGIZciA&amp;t=1s\" target=\"_blank\"><em>\u201eEin schreckliches Ende oder ein neues Paradigma?\u201c<\/em>,<\/a> Helga Zepp-LaRouche, (Deutschland), Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin, Schiller-Institut <\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Im Wortlaut lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Ein schreckliches Ende oder ein neues Paradigma?<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Helga Zepp-LaRouche<\/p>\n<p class=\"vor\">Die Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin des Schiller-Instituts er\u00f6ffnete die Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 13. November mit dem folgenden Vortrag. Er wurde aus dem Englischen \u00fcbersetzt, Zwischen\u00fcberschriften sind hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n<p>Ich gr\u00fc\u00dfe Sie und freue mich sehr, da\u00df ich zu Ihnen sprechen kann, egal an welchem Ende der Welt, wo immer Sie diese Konferenz verfolgen. Denn wir befinden uns in einem \u00e4u\u00dferst entscheidenden Moment.<\/p>\n<p>Um mit einer optimistischen M\u00f6glichkeit, oder besser gesagt einem Gedankenexperiment zu beginnen: Es w\u00e4re eigentlich recht einfach, fast jedes der vielen Probleme, mit denen wir heute konfrontiert sind, zu l\u00f6sen, wenn die Mehrheit der Regierungen der europ\u00e4ischen Nationen und vielleicht sogar die US-Regierung sagen w\u00fcrde:<\/p>\n<p>\u201eOk, wir haben Mist gebaut, wir m\u00fcssen unsere Denkweise \u00e4ndern! Wir haben viele Fehler gemacht: Wir haben Investitionen in die grundlegende Infrastruktur vernachl\u00e4ssigt. Wir haben eine Politik gemacht, die Spekulation gegen\u00fcber der Realwirtschaft beg\u00fcnstigt. Wir haben zugelassen, da\u00df in einer Zeit einer Hungerkrise biblischen Ausma\u00dfes unsere Landwirte ruiniert werden. Wir h\u00e4tten wissen m\u00fcssen, da\u00df wir den Krieg in Afghanistan nicht gewinnen k\u00f6nnen, der sich zu einer Katastrophe entwickelt hat. Wir haben nichts getan, um zur \u00dcberwindung der Armut in Afrika beizutragen. Wir haben L\u00e4nder, die uns freundlich und offen gegen\u00fcberstanden, wie Ru\u00dfland und China, durch geopolitische Provokationen unn\u00f6tigerweise zu Gegnern gemacht. Wir scheinen unf\u00e4hig zu sein, die Pandemie in den Griff zu bekommen, weil wir die Privatisierung des Gesundheitswesens nicht r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht haben und uns in Sachen Impfstoffe nur um die reichen L\u00e4nder k\u00fcmmern. Wir haben unsere gro\u00dfen humanistischen klassischen Kulturen vernachl\u00e4ssigt. Wir haben zugelassen, da\u00df die K\u00f6pfe unserer Bev\u00f6lkerung mit einer v\u00f6llig verkommenen Unterhaltungsindustrie vergiftet werden. Wir haben zugelassen, da\u00df unsere Jugend am kommenden Weltuntergang verzweifelt, indem wir die Medien mit pseudowissenschaftlicher Propaganda \u00fcber das Klima berieseln.<\/p>\n<p>Weil wir erkennen, da\u00df wir dabei sind, das ganze System an die Wand zu fahren, \u00e4ndern wir uns, und wir schlie\u00dfen uns den L\u00e4ndern der G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative (BRI) an und arbeiten mit Ru\u00dfland, China und anderen Nationen zusammen, um all diese Probleme zu l\u00f6sen, was wir auch k\u00f6nnen, denn gemeinsam sind wir die kreative Gattung!\u201c<\/p>\n<p>Es w\u00e4re wirklich einfach. Aber ist es wahrscheinlich, da\u00df dies passieren wird? Leider nicht! Denn bisher haben die Institutionen des Westens, trotz eines politischen Versagens nach dem anderen, keinerlei F\u00e4higkeit gezeigt, ihre Fehler zu erkennen, einzugestehen und die entsprechenden Korrekturen vorzunehmen. Infolgedessen ist es wahrscheinlicher, da\u00df das gesamte transatlantische System kurz vor dem Zerfall steht!<\/p>\n<p>Erinnern Sie sich an diese S\u00e4tze: \u201eUnsere Republik geh\u00f6rt heute zu den zehn leistungsf\u00e4higsten Industrienationen der Welt, zu den knapp zwei Dutzend L\u00e4ndern mit dem h\u00f6chsten Lebensstandard\u2026\u201c? Der Mann, der diese Worte am 6. Oktober 1989 sprach, war Erich Honecker, zw\u00f6lf Tage sp\u00e4ter war er aus dem Amt und 34 Tage sp\u00e4ter \u00f6ffnete sich die Berliner Mauer.<\/p>\n<p>Damals warnte Papst Johannes Paul II., man solle aus dem Untergang des kommunistischen Systems nicht den Schlu\u00df ziehen, da\u00df das westliche liberale System moralisch \u00fcberlegen sei, und wenn jemand Zweifel habe, solle er sich die schrecklichen Zust\u00e4nde in den Entwicklungsl\u00e4ndern ansehen.<\/p>\n<p>In dieser Zeit habe ich viele Reden gehalten, in denen ich warnte, wenn man den Fehler machen w\u00fcrde, der ganzen Welt das neoliberale System \u00fcberzust\u00fclpen \u2013 und genau das wurde versucht und implizit in Fukuyamas Euphemismus vom \u201eEnde der Geschichte\u201c und explizit in der Idee einer \u201eunipolaren Welt\u201c gesagt \u2013, da\u00df dies zu einem noch dramatischeren Zusammenbruch des gesamten Systems f\u00fchren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ich denke, da\u00df wir uns jetzt an diesem Punkt befinden. Ich denke, wir stehen am Rande des systemischen Zusammenbruchs des neoliberalen Systems. Er wird eine andere Form annehmen als das Ende der DDR und dann der Sowjetunion, aber dieses System befindet sich in einem Proze\u00df der Selbstzerst\u00f6rung. Die existentielle Bedrohung f\u00fcr die westliche Welt geht nicht von den sogenannten \u201eautokratischen Systemen\u201c und \u201eDiktaturen\u201c des Planeten oder von irgendeinem \u00e4u\u00dferen Feind aus, sondern einzig und allein von der moralischen Dekadenz, die aus dem kulturellen Paradigmenwechsel resultiert, der in den 60er Jahren begann und von Lyndon LaRouche damals hellsichtig erkannt wurde, und dessen Langzeitwirkung wir heute erleben. Wenn es nicht zu einer pl\u00f6tzlichen Umkehr dieses Paradigmenwechsels kommt, wird das, was sie die \u201eregelbasierte Ordnung\u201c nennen, uns in ein finsteres Zeitalter mit sehr \u00e4hnlichen Merkmalen wie das 14. Jahrhundert st\u00fcrzen oder schlimmer noch, es wird zu totalem Chaos und Weltkrieg f\u00fchren.<\/p>\n<p>In den letzten zwei Wochen wurde auf der COP26-Konferenz in Glasgow versucht, die Nationen dieser Welt dazu zu n\u00f6tigen, Ma\u00dfnahmen zur Verringerung der CO<sub>2<\/sub>-Emissionen zu schlucken, die zu einem Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang in Milliardenh\u00f6he f\u00fchren und die Industrienationen in einen vorindustriellen Zustand zur\u00fcckversetzen w\u00fcrden, wenn sie umgesetzt werden. Es war gl\u00fccklicherweise ein umfassender Fehlschlag, da Ru\u00dfland, China und mehrere Entwicklungsl\u00e4nder offensichtlich die b\u00f6sartigen Absichten dieser Leute erkannt haben, nur untergeordnete Delegationen entsandten und v\u00f6llig andere Priorit\u00e4ten geltend machten, wie das Recht auf Entwicklung f\u00fcr ihre L\u00e4nder oder Energiesicherheit.<\/p>\n<p>Es f\u00e4llt auf, da\u00df von Seiten der Organisatoren nicht ein einziges Mal \u00fcber die katastrophalen Situationen auf der Welt gesprochen wurde, von der bereits bestehenden Hungersnot in vielen L\u00e4ndern oder dem Zusammenbruch der Gesundheitssysteme oder der Fl\u00fcchtlingskrise.<\/p>\n<p><i>(Sie zeigte an dieser Stelle ein kurzes Video von Demonstrationen fanatischer Klimaaktivisten.) <\/i><\/p>\n<p>Diese arme, irregef\u00fchrte Jugend, die von einer Finanzoligarchie in die Irre gef\u00fchrt wird, lebt eindeutig nicht in der realen Welt. Sie machen sich keine Gedanken \u00fcber die Realit\u00e4t des Massenhungers in den Entwicklungsl\u00e4ndern, \u00fcber den Zusammenbruch der Zivilisation. Nach mehreren Jahren apokalyptischer Szenarien, da\u00df \u201eder Planet \u00fcberkochen wird\u201c (Obama), oder da\u00df \u201euns nur noch zw\u00f6lf Jahre bleiben\u201c (Fridays for Future), oder sogar \u201enur noch 18 Monate\u201c (Prinz Charles vor 18 Monaten), hat ein massenpsychologischer Effekt schreckliche Auswirkungen hervorgerufen. Laut der britischen medizinischen Zeitschrift <i>The Lancet<\/i> hat die \u00d6ko-Angst vor allem bei Kindern und Jugendlichen zu einem dramatischen Anstieg von Depressionen, schlechter Stimmung, extremer psychischer Belastung und Selbstmorden gef\u00fchrt. Laut <i>The Lancet<\/i> ergab eine Umfrage unter 10.000 jungen Menschen zwischen 16 und 25 Jahren in zehn L\u00e4ndern, da\u00df 84% \u00fcber die globale Erw\u00e4rmung besorgt sind, 59% sogar sehr besorgt, und 40% wollen keine Kinder haben. <i>Le Figaro<\/i> berichtete dar\u00fcber und f\u00fcgte hinzu: \u201eJedes weniger geborene Kind w\u00fcrde den Aussto\u00df von 58 Tonnen CO<sub>2<\/sub> pro Jahr vermeiden (das sind 50 Hin- und R\u00fcckfl\u00fcge von Paris nach New York).\u201c<\/p>\n<h3>Reale Katastrophen<\/h3>\n<p>Stellen wir diesem von der Finanzoligarchie gesteuerten P\u00f6bel, der im Videoclip gezeigt wird, die Realit\u00e4t des Massenhungers in der Welt gegen\u00fcber.<\/p>\n<p>Am 8. November teilte das Weltern\u00e4hrungsprogramm in einer Dringlichkeitserkl\u00e4rung mit, da\u00df weltweit 45 Millionen Menschen am Rande des Verhungerns stehen: in Haiti, \u00c4thiopien, Somalia, Kenia, Burundi, Jemen, Syrien und Afghanistan. Diese Zahl steigt exponentiell an, weil die Preise f\u00fcr Treibstoff, Lebensmittel und D\u00fcngemittel gestiegen sind. David Beasley war gerade in Kabul, wo er sagte, da\u00df wir in Afghanistan mit der schlimmsten humanit\u00e4ren Krise der Welt konfrontiert sind. 95% der Bev\u00f6lkerung dort seien in den n\u00e4chsten sechs Monaten vom Hungertod bedroht, und es werde die H\u00f6lle auf Erden sein.<\/p>\n<p>Was ist die Reaktion im Westen? Nach 20 Jahren Krieg, der die USA 2 Billionen Dollar gekostet und das Land v\u00f6llig zerst\u00f6rt hat, werden jetzt 9 Milliarden Dollar vom US-Finanzministerium einbehalten, 430 Millionen von der Commerzbank, \u00e4hnliche Summen von der Bundesbank, der Bank f\u00fcr Internationalen Zahlungsausgleich usw. Sie argumentieren, da\u00df dieses Geld nicht ausgezahlt wird, wenn die Taliban nicht bestimmte Bedingungen erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Was glauben Sie, was passieren wird, wenn mehr als 30 Millionen Menschen in Afghanistan verhungern und erfrieren? Wie viele Millionen werden dann versuchen, nach Europa zu gelangen?<\/p>\n<p>Nach Angaben der Internationalen Organisation f\u00fcr Migration gab es Ende 2020 bereits 281 Mio. Migranten auf der Welt, plus etwa 55 Mio. vertriebene Migranten innerhalb der L\u00e4nder. Das macht 336 Millionen Fl\u00fcchtlinge, bei einer US-Bev\u00f6lkerung von 329,5 Millionen sind das 6 Millionen Menschen mehr als die gesamte US-Bev\u00f6lkerung! Das geschieht unter den Bedingungen einer Pandemie, die immer noch v\u00f6llig au\u00dfer Kontrolle ist.<\/p>\n<p>An der Grenze zwischen Wei\u00dfru\u00dfland und Polen gibt es jetzt eine gro\u00dfe Krise mit mehreren tausend Fl\u00fcchtlingen, die bei eisigen Temperaturen keine Nahrung, kein Wasser und keine Unterkunft haben. Was tut die polnische Regierung? Sie hat 15.000 polnische Soldaten geschickt; sie hat Stacheldrahtz\u00e4une errichtet. Zusammen mit der EU werfen sie Lukaschenko vor, er sei ein Diktator, weil er diese Menschen absichtlich in einen \u201ehybriden Krieg\u201c geschickt habe. NATO-Generalsekret\u00e4r Stoltenberg ist bereits involviert und gibt Erkl\u00e4rungen ab. Es wird gefordert, die NATO solle Polen unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Der Vorwurf, diese Fl\u00fcchtlinge w\u00fcrden absichtlich \u201egeschickt\u201c, ist v\u00f6llig unzutreffend. Es handelt sich um Fl\u00fcchtlinge, die aus dem Irak, Syrien, dem Kongo, Kamerun und anderen L\u00e4ndern kommen. Es ist nicht Lukaschenkos Schuld, da\u00df sie dort sind, sondern die der USA und anderer L\u00e4nder, die 2003 einen Krieg gegen den Irak gef\u00fchrt haben, der auf L\u00fcgen basierte, und die sogenannten Caesar-Sanktionen gegen Syrien verh\u00e4ngt haben, um einen Regimewechsel gegen die Assad-Regierung herbeizuf\u00fchren, was laut Kardinal Zenari \u00fcber 90% der Bev\u00f6lkerung in Ern\u00e4hrungsunsicherheit und extreme Armut st\u00fcrzte.<\/p>\n<p>Dmitrij Poljanskij, Charg\u00e9 d&#8217;affaires der russischen Mission bei den Vereinten Nationen, berichtet, da\u00df viele Fl\u00fcchtlinge geschlagen und nach Wei\u00dfru\u00dfland zur\u00fcckgetrieben wurden \u2013 eine totale Schande, ein Versto\u00df gegen alle internationalen Konventionen! Offensichtlich sind das die \u201ewestlichen Werte\u201c der regelbasierten Ordnung geworden!<\/p>\n<p>Mitten in dieser Krise hat Bundespr\u00e4sident Steinmeier nichts Besseres zu tun, als die Oppositionsf\u00fchrerin Tichanowskaja zu empfangen, die bei der letzten Wahl 10% erhalten hat, aber von der EU als Siegerin anerkannt wird. Au\u00dfenminister Maas und die EU fordern weitere Sanktionen, und sie treffen sich morgen [14.11. \u2013 Red.], um dies wahrscheinlich zu beschlie\u00dfen. Lukaschenko hat gesagt, er werde das nicht akzeptieren und m\u00f6glicherweise die Energielieferungen durch Wei\u00dfru\u00dfland unterbrechen. In der EU gibt es gerade eine gro\u00dfe Debatte dar\u00fcber, ob sie den Bau eines befestigten \u00e4u\u00dferen Zauns um die EU finanzieren soll.<\/p>\n<p>Damit sind wir wieder bei der Dystopie aus dem Buch von Jean-Christophe Rufin aus dem Jahr 1991 <i>Das Reich und die neuen Barbaren<\/i>, in dem es um die Idee geht, einen neuen Limes um Europa zu errichten. S\u00fcdwestasien und Afrika werden zur <i>terra incognita<\/i>, zu gescheiterten Staaten erkl\u00e4rt, mit von der EU finanzierten Fl\u00fcchtlingslagern, die Papst Franziskus bereits mit Konzentrationslagern verglichen hat, und wo Frontex \u201ePushback-Operationen\u201c betreibt, bei denen in Kauf genommen wird, da\u00df viele Fl\u00fcchtlinge ertrinken oder auf andere Weise sterben.<\/p>\n<p>Wenn es eine hyperinflation\u00e4re Explosion des Finanzsystems gibt wie in der Weimarer Republik 1923, aber diesmal in allen L\u00e4ndern, die keine Kapitalkontrollen haben, und die Pl\u00e4ne des Great Reset umgesetzt werden, dann wird es eine V\u00f6lkerwanderung geben, wie wir sie zunehmend aus S\u00fcd- und Mittelamerika in die USA und aus dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika nach Europa erleben. Aber es werden nicht nur einige Migranten sein, sondern \u201eV\u00f6lkerwanderungen\u201c wie in der Antike.<\/p>\n<h3>Weltkriegsgefahr<\/h3>\n<p>Was die gr\u00f6\u00dfere strategische Situation zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten angeht: Wenn man versucht, die verwirrend widerspr\u00fcchlichen \u00c4u\u00dferungen der Biden-Administration \u00fcber das Verh\u00e4ltnis der USA zu China und Ru\u00dfland zu bewerten \u2013 die an einem Tag vielversprechend sind und am n\u00e4chsten Tag durch provokative Aktionen der USA um Taiwan oder die Ukraine und das Schwarze Meer entkr\u00e4ftet werden \u2013, dann sollte man die \u00c4u\u00dferungen des Kommandeurs des Strategischen Kommandos der USA, Admiral Charles Richard, nicht vergessen, der im Februar dieses Jahres in der Zeitschrift <i>Proceedings<\/i> schrieb:<\/p>\n<p>\u201eEs besteht die reale M\u00f6glichkeit, da\u00df eine regionale Krise mit Ru\u00dfland oder China schnell zu einem Konflikt mit Atomwaffen eskalieren k\u00f6nnte, wenn dem Regime oder Staat eine konventionelle Niederlage droht. Folglich mu\u00df das US-Milit\u00e4r seine Grundannahme von ,der Einsatz von Atomwaffen ist nicht m\u00f6glich\u2018 \u00e4ndern in ,der Einsatz von Atomwaffen ist eine sehr reale M\u00f6glichkeit\u2018.\u201c<\/p>\n<p>Das ist eine sehr bemerkenswerte Aussage. Wie wahrscheinlich ist es, da\u00df Ru\u00dfland oder China einen Konflikt um die hei\u00dfesten regionalen Krisenpotentiale verlieren, falls es zu konventionellen Milit\u00e4raktionen kommt? Was einen konventionellen Angriff auf Ru\u00dfland betrifft, so w\u00e4re Admiral Richard gut beraten, Leo Tolstois <i>Krieg und Frieden<\/i> \u00fcber die Napoleonischen Kriege zu lesen, erg\u00e4nzt durch die strategischen Studien von Friedrich Schillers Schwager, Ludwig von Wolzogen, der f\u00fcr die preu\u00dfischen Reformer und den russischen Zaren den Plan entwarf, wie man Napoleon in die Weiten Ru\u00dflands locken k\u00f6nnte, wo er an der logistischen und materiellen \u00dcberforderung zugrunde gehen w\u00fcrde. Am Ende dieses Feldzuges war Napoleons gigantisches Heer auf ein paar armselige Haufen zusammengeschrumpft, die es mit M\u00fche und Not in den Westen zur\u00fcck schafften.<\/p>\n<p>Bekanntlich hatten die Architekten des Zweiten Weltkriegs nichts aus diesem Pr\u00e4zedenzfall gelernt, und der \u201eGro\u00dfe Vaterl\u00e4ndische Krieg\u201c ist in den K\u00f6pfen der russischen Bev\u00f6lkerung noch sehr lebendig. Die US- und NATO-Streitkr\u00e4fte haben also mit Sicherheit studiert, wie ein konventioneller Krieg gegen Ru\u00dfland aussieht, und er ist keineswegs eine Option!<\/p>\n<p>Und vor kurzem, nach einigen sehr irritierenden Signalen aus den USA bez\u00fcglich ihrer Unterst\u00fctzung f\u00fcr eine m\u00f6gliche Unabh\u00e4ngigkeit Taiwans, die in Pr\u00e4sident Bidens \u201eVersprecher\u201c gipfelte, die USA w\u00fcrden Taiwan nach einem \u201e\u00dcberfall\u201c vom Festland aus verteidigen, waren die chinesischen Medien voller Artikel, in denen die Zuversicht ge\u00e4u\u00dfert wurde, da\u00df die PLA (Volksbefreiungsarmee) jeden konventionellen Krieg mit Leichtigkeit gewinnen w\u00fcrde. Tats\u00e4chlich: Wie sollte eine konventionelle Streitkraft der USA gegen eine hochmotivierte Bev\u00f6lkerung von 1,4 Milliarden Menschen gewinnen, die fest entschlossen ist, da\u00df sich das \u201eJahrhundert der Dem\u00fctigung\u201c, in dem fremde M\u00e4chte in ihr Land eindrangen und Gebiete an sich rissen, nie wiederholen wird \u2013 noch dazu, wenn die logistische Unterst\u00fctzung der anderen Seite mehr als 7000 Meilen entfernt ist?<\/p>\n<p>Zu Beginn dieses Jahres verwies Daniel Ellsberg anl\u00e4\u00dflich des 50. Jahrestages seiner Enth\u00fcllung der Pentagon-Papiere auf einen Vorschlag von John Foster Dulles, einen nuklearen Schlagabtausch mit Ru\u00dfland und China in der Stra\u00dfe von Taiwan einzuleiten, selbst auf Kosten der Vernichtung Taiwans, nur um die strategische \u201ePosition\u201c der USA zu wahren. Er zitierte eine teilweise freigegebene Studie der RAND Corporation mit dem Titel \u201eDie Krise an der Taiwan-Stra\u00dfe, eine dokumentierte Geschichte\u201c \u2013 ein Papier, das unseren heutigen Politikern, die wieder einmal in einen Weltkrieg hineinzuschlittern drohen, dringend als Lekt\u00fcre zu empfehlen ist.<\/p>\n<p>Ellsberg wies darauf hin, da\u00df heute m\u00f6glicherweise eine \u00e4hnliche Diskussion gef\u00fchrt wird, bezog sich auf das erw\u00e4hnte Zitat von Admiral Richard und \u00e4u\u00dferte seine Sorge, da\u00df die Zivilisation das Zeitalter der Atomwaffen nicht \u00fcberleben wird, wenn diese Diskussionen nicht rechtzeitig ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n<p>Zwar gibt es immer wieder winzige Anzeichen f\u00fcr eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den USA, Ru\u00dfland und China, wie z.B. das Gipfeltreffen zwischen Biden und Putin vor kurzem oder die strategischen Gespr\u00e4che in Genf oder die \u00c4u\u00dferung von NATO-Generalsekret\u00e4r Stoltenberg, da\u00df China nicht der Feind sei. Aber es dauert in der Regel nur etwa einen Tag, bis dieser Hoffnung eine kalte Dusche verpa\u00dft wird, durch eine provokative Aktion in Bezug auf Taiwan, die Ukraine oder die derzeitige Stationierung von Aufkl\u00e4rungsflugzeugen und US-Kriegsschiffen im Schwarzen Meer. Der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums Generalmajor Igor Konaschenkow warnte, Ru\u00dfland betrachte dies als eine \u201eStudie \u00fcber den voraussichtlichen Kriegsschauplatz f\u00fcr den Fall, da\u00df die Ukraine eine Machtl\u00f6sung f\u00fcr den Konflikt im S\u00fcdosten vorbereitet\u201c. Manchmal sind diese Aktionen h\u00f6chst provokativ und gef\u00e4hrlich f\u00fcr die regionale Sicherheit und strategische Stabilit\u00e4t, manchmal sind sie eher l\u00e4cherlich, wie wenn unsere unerschrockene Verteidigungsministerin AKK [Annegret Kramp-Karrenbauer] eine Fregatte in den Indopazifik schickt, um \u201eFlagge\u201c zu zeigen. Vielleicht hofft sie, da\u00df der Westen gewinnt, indem er die Chinesen dazu bringt, sich totzulachen!<\/p>\n<p>Aber die ernste Frage ist: Kann ein Krieg zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten vermieden werden? Der wahre Grund f\u00fcr all diese Spannungen ist der Aufstieg Chinas \u2013 ein Aufstieg, der nicht aufzuhalten ist, weil China in den letzten 40 Jahren wirtschaftlich im wesentlichen alles richtig gemacht hat. Es hat 850 Millionen B\u00fcrger aus der Armut befreit und dann durch die BRI den Entwicklungsl\u00e4ndern das chinesische Modell angeboten hat, um die Unterentwicklung zu \u00fcberwinden, die von den Kolonialm\u00e4chten hinterlassen wurde und durch den IWF, die Weltbank und das neoliberale Finanzsystem fortgesetzt wird.<\/p>\n<p>Da Armut und Hunger unbestritten zu den schlimmsten Menschenrechtsverletzungen geh\u00f6ren, hat China mehr f\u00fcr den Schutz der Menschenrechte getan als jedes andere Land der Welt. Aber genau das ist das \u201eVerbrechen\u201c, \u00fcber das sich die westliche Finanzoligarchie so aufregt. Wenn man Klaus Schwabs neuestes Buch <i>Stakeholder-Kapitalismus<\/i> liest, da spricht er es klar aus: Es sei der Kampf gegen die Armut und der Wunsch, ein anst\u00e4ndiges Leben zu f\u00fchren, der den Planeten zerst\u00f6rt! Und deshalb m\u00fcsse die Armutsbek\u00e4mpfung gestoppt werden, wenn man den Planeten retten will!<\/p>\n<p>Und weil China der Hauptverursacher daf\u00fcr ist, ist China der Feind, der einged\u00e4mmt werden mu\u00df, und daf\u00fcr braucht man einen \u201eRegimewechsel\u201c, wie es im Januar in dem \u201eL\u00e4ngeren Telegramm\u201c des Atlantic Council angedroht wurde. Also wird es als \u201eDiktatur\u201c, als \u201eautokratisches Regime\u201c usw. usw. bezeichnet.<\/p>\n<p>Tatsache ist jedoch, da\u00df China mit einer Bev\u00f6lkerung von 1,4 Milliarden Menschen bisher 4600 COVID-Tote zu beklagen hatte, verglichen mit 760.000 Toten in den USA mit einer Bev\u00f6lkerung von 329,5 Millionen Menschen, und Deutschland mit 97.300 Toten und 83,24 Millionen Menschen.<\/p>\n<p>Nach diesem Ma\u00dfstab sind die Kurt Schwabs dieser Welt die schlimmsten Menschenrechtsverletzer von allen \u2013 und das ist noch das Netteste, was man \u00fcber sie sagen kann!<\/p>\n<p>Anstatt uns also in einen Konflikt mit Ru\u00dfland und China hineinziehen zu lassen, der nur zur Zerst\u00f6rung aller f\u00fchren kann, sollten wir auf die eingangs erw\u00e4hnte Liste von Fehlern zur\u00fcckkommen und sie korrigieren.<\/p>\n<h3>Operation Ibn Sina<\/h3>\n<p>Angesichts des Ausma\u00dfes der Krise mu\u00df dies mit einem Notfallprogramm zur Rettung Afghanistans und Haitis beginnen, mit einem zweifachen Ansatz: ein sofortiges, dramatisches humanit\u00e4res Notfallprogramm f\u00fcr Lebensmittel, Medikamente, Treibstoff, Energie, Unterk\u00fcnfte. Dazu m\u00fcssen alle Gelder, die dem afghanischen Volk geh\u00f6ren, freigegeben werden, und die Geberl\u00e4nder m\u00fcssen sowohl f\u00fcr Afghanistan als auch f\u00fcr Haiti die Hilfe wiederaufnehmen. Und es mu\u00df volle internationale Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Integration Afghanistans in die BRI und ein echtes Wiederaufbauprogramm f\u00fcr Haiti geben.<\/p>\n<p>Alle Nachbarl\u00e4nder Afghanistans, die zentralasiatischen Republiken, Pakistan, Iran, Indien, Ru\u00dfland und China haben ein grundlegendes Interesse daran, Afghanistan zu retten und zu stabilisieren. Die USA und die NATO, die den Krieg 20 Jahre lang gef\u00fchrt und das Land in einem katastrophalen Zustand hinterlassen haben, haben die moralische Verpflichtung, sowohl zur Soforthilfe als auch zum wirtschaftlichen Aufbau des Landes beizutragen.<\/p>\n<p>Es sollte klar sein, wie Lyndon LaRouche schon 1973 mit seiner biologischen Taskforce betonte, da\u00df diese Pandemie und andere, sich bereits abzeichnende nur dann in den Griff zu bekommen sind, wenn die schreckliche Unterentwicklung gro\u00dfer Teile des Planeten endg\u00fcltig \u00fcberwunden wird. Das mu\u00df nun erreicht werden, indem wir mit dem Aufbau eines modernen Gesundheitssystems in jedem einzelnen Land beginnen, mit oberster Priorit\u00e4t in Afghanistan und Haiti, aber auch im Jemen, in Syrien und in all den anderen L\u00e4ndern, die es bitter n\u00f6tig haben.<\/p>\n<p>F\u00fcr Afghanistan sollten wir das \u201eOperation Ibn Sina\u201c nennen, denn diese herausragende Pers\u00f6nlichkeit Ibn Sina oder Avicenna, wie er im Westen genannt wird, steht f\u00fcr die stolzeste Tradition dieses Landes. Es gibt verschiedene, widerspr\u00fcchliche historische Quellen, ob nur der Vater Abdulla in Balch geboren wurde oder auch Ibn Sina selbst \u2013 Balch liegt in Afghanistan, aber es werden auch andere Orte in Usbekistan oder Persien (Iran) genannt. Aber das spielt keine Rolle, er ist ein Sohn Baktriens, das zur Zeit der antiken griechischen Zivilisation das \u201eLand der tausend St\u00e4dte\u201c genannt wurde.<\/p>\n<p>Ibn Sina, der 980 n.Chr. geboren wurde und 1037 starb, gilt allgemein als Vater der modernen Medizin. Er war auch ein Philosoph, Geologe und Astronom. Er untersuchte Erdbeben und Wolkengebilde. Er entwickelte Methoden der Chemie, wie zum Beispiel die Herstellung von Schwefel. Er war auch ein begabter Dichter und schrieb Dramen. Aber vor allem in der Medizin erzielte er absolut revolution\u00e4re Durchbr\u00fcche. Er erkannte zum Beispiel die Funktion der verschiedenen Organe, den Puls, die Verbindung zwischen den Nerven und die Bewegung der Muskeln. Er entdeckte Meningitis, Brustkrebs, Gelbsucht, Blasensteine. Er erstellte einen ganzen Katalog von Medikamenten. Er war der erste, der die Psychotherapie entwickelte. Er schrieb ein Kompendium \u00fcber die Seele \u2013 eine Abhandlung dar\u00fcber, wie die Heilung der Seele erfolgen kann, die Heilung von Zweifel und Verzweiflung. Er schrieb mehr als 200 B\u00fccher, vielleicht sogar doppelt so viele. Sein Kanon der Medizin war das Standardwerk f\u00fcr \u00c4rzte in Europa bis zum 17. Jahrhundert, teilweise sogar bis zum 19. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Ibn Sina entwickelte auch eine umfassende metaphysische Konzeption in der Tradition von Platon, al-Farabi und al-Kindi. Er entwickelte das \u00e4u\u00dferst wichtige Konzept der \u201enotwendigen Existenz\u201c; das <i>Wajib al-Wujud<\/i>, was im Arabischen \u201eGott\u201c bezeichnet. Alle anderen Existenzen existieren nach diesem Konzept der notwendigen Existenz nur, weil Gott sie m\u00f6glich macht. Diese Idee Ibn Sinas hat viele Denker in den verschiedensten Religionen beeinflu\u00dft. Auch Dante, der ihn im <i>Convivio<\/i> und in der <i>G\u00f6ttlichen Kom\u00f6die<\/i> erw\u00e4hnt, sowie Nikolaus von Kues sch\u00e4tzten ihn hoch ein, in mehreren Texten wie seiner <i>Verteidigung der Docta Ignorantia<\/i> gegen Professor Wenck und dessen Kritik. Cusa schreibt: \u201eVor Avicenna bem\u00fchte sich der g\u00f6ttliche Platon im <i>Parmenides<\/i> sehr, den Weg zu Gott zu \u00f6ffnen, denn ein Bild erreicht als Abbild nicht die Wahrheit seines Vorbilds.\u201c<\/p>\n<p>Afghanistan braucht dringend moderne Krankenh\u00e4user, die, wie die Chinesen in Wuhan bewiesen haben, in zwei Wochen gebaut werden k\u00f6nnen, und modern ausgebildete \u00c4rzte und Krankenschwestern, und wie k\u00f6nnte man diesem Bem\u00fchen einen besseren Namen geben, als es nach Ibn Sina zu benennen, um an die Tradition eines der gro\u00dfen Denker der Weltgeschichte zu erinnern! Avicenna ist gleichzeitig das Bindeglied zwischen der humanistischen Tradition der europ\u00e4ischen und der islamischen Welt, da er die Ideen der antiken griechischen Philosophie in sein Werk einflie\u00dfen lie\u00df, die einen gro\u00dfen internationalen Einflu\u00df auf ihn hatte.<\/p>\n<p>Wir sollten uns also bem\u00fchen, die internationale Hilfe und die Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln, um in seinem Namen ein modernes Gesundheitssystem auf Notfallbasis aufzubauen!<\/p>\n<p>Die Operation Ibn Sina mu\u00df auch zum Kristallisationskeim f\u00fcr die Zusammenarbeit zwischen Ru\u00dfland, China, den USA und den europ\u00e4ischen Nationen bei den Bem\u00fchungen um die Rettung Afghanistans werden. Wenn es gelingt, in dieser gemeinsamen Mission das geopolitische Denken zu \u00fcberwinden, dann kann das einer der dringend notwendigen vertrauensbildenden Schritte sein, um ein neues Modell der internationalen Beziehungen auf strategischer Ebene zu schaffen!<\/p>\n<p>Um all die Probleme \u201ebiblischen Ausma\u00dfes\u201c, wie David Beasley vom WFP sie nennt \u2013 den Welthunger, die Pandemien, die Migrantenkrisen, die Armut und Unterentwicklung von Milliarden Menschen \u2013 anzugehen und zu l\u00f6sen, ist die Zusammenarbeit mit der BRI der einzig praktikable und bereits verf\u00fcgbare L\u00f6sungsrahmen. Anstatt also das pomp\u00f6se \u201eGlobal Gateway\u201c vorzuschlagen \u2013 das von der Leyen in den n\u00e4chsten Tagen bei ihrem Besuch in Washington vorstellen will und das laut <i>Handelsblatt<\/i> weit hinter den selbstgesteckten Erwartungen zur\u00fcckbleibt, keine konkreten Projekte auff\u00fchrt und eine verpa\u00dfte Chance ist \u2013, sollten die europ\u00e4ischen Nationen und die USA die Win-Win-Kooperation f\u00fcr eine Zukunftsgemeinschaft akzeptieren, von der Pr\u00e4sident Xi Jinping spricht.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich einen letzten Punkt ansprechen. Um diese beispiellose und vielschichtige Krise zu \u00fcberwinden, brauchen wir nicht nur ein v\u00f6llig neues Paradigma in den internationalen Beziehungen, eine unvoreingenommene Untersuchung, was China wirtschaftlich richtig macht und warum der Westen nicht in der Lage oder nicht willens war, den sogenannten Entwicklungssektor zu entwickeln.<\/p>\n<p>Vor allem braucht man eine ernsthafte Untersuchung, wie es meinem verstorbenen Mann Lyndon LaRouche m\u00f6glich war, alle Aspekte der gegenw\u00e4rtigen Krise vorherzusehen. Denn er f\u00fchrte sie vorausschauend schon auf den kulturellen Paradigmenwechsel von 1964-72 zur\u00fcck, als eine \u201eNew Age\u201c-Gegenkultur eingef\u00fchrt wurde, vor der er in zahlreichen Artikeln warnte \u2013 so auch in einem Artikel 1998 \u201eWie man in einer Krisenzeit denken sollte\u201c: da\u00df dieses Paradigma, wenn es nicht umgekehrt wird, die Existenz der Weltzivilisation bedrohen w\u00fcrde. Darin identifizierte er die Ausbreitung verschiedener Formen des Kulturrelativismus der Selbsterfahrungsgruppen und der Regenbogenkoalition als \u201eSpaltung aller gegen alle, nach jedem erkennbaren Unterschied der ethnischen Herkunft, des Geschlechts oder was auch immer\u201c, als das Prinzip des \u201eAlles ist erlaubt\u201c, das die Gesellschaft von innen heraus zerst\u00f6ren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Denken Sie an den Videoclip, den wir zu Beginn meiner Ausf\u00fchrungen gesehen haben, mit dem dionysischen Mob, der in der Tat den Verdacht aufkommen lassen k\u00f6nnte, da\u00df \u201eK\u00f6rperfresser\u201c aus dem All den Geist dieser jungen Leute \u00fcbernommen haben, die zwar noch den K\u00f6rper von Menschen haben, deren Gehirn aber eindeutig nicht von dieser Gattung ist.<\/p>\n<p>Es ist daher eine Herausforderung f\u00fcr seri\u00f6se Wissenschaftler auf der ganzen Welt, zu untersuchen, warum Lyndon LaRouche den Zeitpunkt und den Charakter der gegenw\u00e4rtigen weltweiten Finanz-, Geld- und Wirtschaftskrise so treffend vorausgesagt hat, sowie seine Methode der physischen \u00d6konomie, wenn wir unseren Planeten so entwickeln wollen, da\u00df er f\u00fcr alle heute und in Zukunft lebenden Menschen lebenswert ist.<\/p>\n<p>In diesem Sinne: La\u00dft uns auf der freudigen Grundlage handeln, da\u00df wir die einzigartig sch\u00f6pferische Spezies im Universum sind, da\u00df wir nicht erdgebunden sind, sondern die potentiell unsterbliche Spezies im Universum!<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p><em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Sf9pmJq8GUE\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Sf9pmJq8GUE\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eBeziehungen der Gro\u00dfm\u00e4chte und Globale Entwicklung\u201c,<\/a> <\/em>Chen Xiaohan (China), stellvertretende Generalsekret\u00e4rin, Chinesische Volksvereinigung f\u00fcr Frieden und Abr\u00fcstung (CPAPD)<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Im Wortlaut lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>\u201eDie Beziehungen der Gro\u00dfm\u00e4chte und Globale Entwicklung\u201c<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Chen Xiaohan<\/p>\n<p class=\"vor\">Chen Xiaohan ist stellv. Generalsekret\u00e4rin der Chinesischen Volksvereinigung f\u00fcr Frieden und Abr\u00fcstung.<\/p>\n<p>Liebe Pr\u00e4sidentin Helga Zepp-LaRouche, meine Damen und Herren, liebe Freunde, Guten Tag!<\/p>\n<p>Ich bin Chen Xiaohan, stellvertretender Generalsekret\u00e4r der Chinese People&#8217;s Association for Peace and Disarmament (CPAPD). Als Vertreterin unserer Vereinigung f\u00fchle ich mich sehr geehrt, an diesem Webinar teilzunehmen.<\/p>\n<p>Gegenw\u00e4rtig sind der hundertj\u00e4hrige Wandel und die Pandemie miteinander verflochten und \u00fcberlagern sich, der Wettbewerb zwischen den gro\u00dfen L\u00e4ndern wird intensiver, das Defizit der Global Governance wird akut, regionale Krisenherde flammen immer wieder auf, die neue milit\u00e4rische Revolution entwickelt sich sprunghaft, und traditionelle und nicht-traditionelle Sicherheitsfragen sind miteinander verwoben. Die ganze Welt ist in eine Zeit der Turbulenzen und Ver\u00e4nderungen eingetreten.<\/p>\n<p>In der Zwischenzeit hat die COVID-19-Pandemie das Verst\u00e4ndnis der L\u00e4nder in der Welt daf\u00fcr vertieft, da\u00df sie im selben Boot sitzen und in Wohl und Wehe zusammenstehen. Die neue Situation bringt neue Chancen, aber auch neue Herausforderungen mit sich. Alle L\u00e4nder, insbesondere die gro\u00dfen L\u00e4nder, m\u00fcssen ihre Koordinierung und Zusammenarbeit verst\u00e4rken, gro\u00dfen Sicherheitsrisiken gemeinsam vorbeugen und die Neugestaltung der internationalen Sicherheitsordnung aktiv vorantreiben, um dauerhaften Frieden und Wohlstand zu erreichen.<\/p>\n<p>China und Europa m\u00fcssen als zwei wichtige Kr\u00e4fte, M\u00e4rkte und Zivilisationen in der Welt ihrer Verantwortung gerecht werden und zusammenarbeiten, um die Multipolarisierung der Welt, die wirtschaftliche Globalisierung und die Demokratisierung der internationalen Beziehungen voranzutreiben, um der turbulenten und sich ver\u00e4ndernden Welt mehr Stabilit\u00e4t und positive Energie zu verleihen. Die chinesisch-europ\u00e4ischen Beziehungen, die sich auf eine solide \u00f6ffentliche Unterst\u00fctzung, breite gemeinsame Interessen und \u00e4hnliche strategische Ziele st\u00fctzen, haben sich \u00fcber Jahrzehnte bew\u00e4hrt. China und Europa sollten am Dialog und an der Zusammenarbeit festhalten, das gegenseitige Vertrauen f\u00f6rdern und Differenzen ausr\u00e4umen; sie sollten Entwicklungsstrategien miteinander verkn\u00fcpfen, den wirtschaftlichen Aufschwung gemeinsam vorantreiben und die Zusammenarbeit in allen Bereichen kontinuierlich vertiefen; sie sollten den Aufbau von Partnerschaften f\u00fcr Frieden, Wachstum, Reformen und Zivilisation ernsthaft vorantreiben; sie sollten einen echten Multilateralismus wahren und die internationale Gemeinschaft ermutigen, bei der Bew\u00e4ltigung gemeinsamer Herausforderungen wie Epidemien gro\u00dfen Ausma\u00dfes, Klimawandel und Erhaltung der biologischen Vielfalt zusammenzuarbeiten.<\/p>\n<p>Wie ich bereits erw\u00e4hnte, hat Pr\u00e4sidentin Helga Zepp-LaRouche in Ihrem Interview mit <i>CGTN<\/i> vor nicht allzu langer Zeit ausdr\u00fccklich auf Ihr Verst\u00e4ndnis f\u00fcr den Proze\u00df der Volksdemokratie in China als Ganze hingewiesen, was ich sehr sch\u00e4tze. Dem m\u00f6chte ich ein paar Worte hinzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Wie Pr\u00e4sident Xi Jinping betont hat, dient die Demokratie weder der Zierde noch der Zurschaustellung, sondern der L\u00f6sung der Probleme, die das Volk l\u00f6sen mu\u00df. Die Demokratie ist das Recht aller V\u00f6lker und nicht das Monopol einiger weniger Nationen. Ob ein Land demokratisch ist oder nicht, sollte von seiner eigenen Bev\u00f6lkerung beurteilt werden und nicht von einigen wenigen Au\u00dfenstehenden; es sollte von der internationalen Gemeinschaft beurteilt werden und nicht von einigen wenigen Selbstgerechten. Es gibt viele Wege zur Verwirklichung der Demokratie, und es kann kein Patentrezept geben. Es ist undemokratisch, die vielf\u00e4ltigen politischen Systeme der Welt mit einem einzigen Ma\u00dfstab zu messen und die bunten politischen Zivilisationen der Menschheit mit eint\u00f6nigen Augen zu betrachten.<\/p>\n<p>Der Proze\u00df der Volksdemokratie als Ganze in China ist in den nationalen Gegebenheiten Chinas verwurzelt und verf\u00fcgt nicht nur \u00fcber ein vollst\u00e4ndiges System, sondern auch \u00fcber eine umfassende Beteiligung in der Praxis. Daher hat sie den Proze\u00df der Demokratie und das Ergebnis der Demokratie, die Verfahrensdemokratie und die substantielle Demokratie, die direkte Demokratie und die indirekte Demokratie, die Einheit der Volksdemokratie und den nationalen Willen verwirklicht. Sie ist eine vollwertige, in alle Richtungen wirkende und allumfassende Demokratie, die die aufrichtige Unterst\u00fctzung des gesamten chinesischen Volkes gewonnen hat und die chinesische Erfahrung und Weisheit in das politische System der Welt und die politische Zivilisation der Menschheit einbringt.<\/p>\n<p>Aus Zeitgr\u00fcnden kann ich nicht n\u00e4her auf Chinas demokratisches System eingehen, m\u00f6chte aber zwei Beispiele anf\u00fchren. Zum einen hat die chinesische Regierung bei der Ausarbeitung des 14. F\u00fcnfjahresplans sehr darauf geachtet, Meinungen aus allen Bereichen unserer Gesellschaft einzuholen. Mehr als eine Million Meinungen und Vorschl\u00e4ge wurden online gesammelt. Zum anderen habe ich selbst gerade bei der Wahl der Abgeordneten f\u00fcr den Volkskongre\u00df des Haidian-Distrikts in Peking meine Stimme abgegeben und damit meine heilige Pflicht gem\u00e4\u00df der Verfassung erf\u00fcllt und den Abgeordneten gew\u00e4hlt, den ich unterst\u00fctze.<\/p>\n<p>Liebe Freunde, China setzt sich f\u00fcr das Wohlergehen des chinesischen Volkes ein und hofft, da\u00df alle anderen V\u00f6lker der Welt ein besseres Leben f\u00fchren werden. Die Entwicklungsl\u00e4nder sind mit zahlreichen politischen, wirtschaftlichen, sozialen und existentiellen Krisen konfrontiert, die die Umsetzung der Agenda 2030 und die nachhaltige Entwicklung vor gro\u00dfe Herausforderungen stellen. In der Zwischenzeit haben die industrielle Revolution, die digitale Wirtschaft, die gr\u00fcne Entwicklung und neue Gesch\u00e4ftsformen und -modelle, die durch die Pandemie entstanden sind, neue M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder geschaffen, eine sprunghafte Entwicklung zu erreichen.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund hat unser Pr\u00e4sident Xi Jinping in der Generaldebatte der 76. Sitzung der UN-Vollversammlung die globale Entwicklungsinitiative vorgestellt, die dazu aufruft, das Konzept, die Entwicklung an die erste Stelle und den Menschen an die erste Stelle zu setzen, beizubehalten und Vorschl\u00e4ge und Pl\u00e4ne f\u00fcr die Zusammenarbeit in acht Schl\u00fcsselbereichen vorzulegen, darunter Armutsbek\u00e4mpfung, Ern\u00e4hrungssicherheit, Bek\u00e4mpfung von Epidemien und Impfungen, Entwicklungsfinanzierung, Klimawandel und gr\u00fcne Entwicklung, Industrialisierung, digitale Wirtschaft und Konnektivit\u00e4t. Wir fordern eine gleichberechtigte und ausgewogene globale Entwicklungspartnerschaft, um den Entwicklungsl\u00e4ndern neue Impulse zur Beschleunigung der Entwicklung zu geben. Die internationale Gemeinschaft sollte f\u00fcr einen echten Multilateralismus eintreten und zusammenarbeiten, um globale Risiken und Herausforderungen wie COVID-19 und den Klimawandel anzugehen.<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, liebe Freunde, Unsere Vereinigung mi\u00dft der Friedens- und Sicherheitsforschung gro\u00dfe Bedeutung bei und hat u.a. den Internationalen Tag des Friedens, den Online-Dialog zwischen chinesischen und US-amerikanischen Wissenschaftlern und den Online-Dialog zwischen chinesischen und europ\u00e4ischen Wissenschaftlern veranstaltet und einen intensiven Austausch \u00fcber die internationale strategische Sicherheit, die regionale Sicherheitslage, die globale Sicherheitsordnung, die R\u00fcstungskontrolle, die Abr\u00fcstung und die Nichtweiterverbreitung von Waffen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Noch einmal m\u00f6chte ich Pr\u00e4sidentin Helga, unserer alten Freundin, und dem Schiller-Institut f\u00fcr dieses gut organisierte Webinar danken! Wir hoffen, den Austausch mit dem Schiller-Institut zu konsolidieren und die Kommunikation mit allen Teilnehmern zu f\u00f6rdern, damit wir uns gemeinsam f\u00fcr Frieden und Stabilit\u00e4t in der Welt und das Wohlergehen der Menschheit einsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen!<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p><em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YGmdyQeQQUI&amp;t=1s\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=YGmdyQeQQUI&amp;t=1s\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eDie Lage in Afghanistan nach dem Abzug der ausl\u00e4ndischen Truppen\u201c<\/a>, <\/em>Botschafterin Anna Ewstignejewa (Russische F\u00f6deration), Stellvertretende St\u00e4ndige Vertreterin der Russischen Mission bei der UN<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Im Wortlaut lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Die Lage in Afghanistan nach dem Abzug der ausl\u00e4ndischen Truppen<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Botschafterin Anna Ewstignejewa<\/p>\n<p class=\"vor\">Anna Ewstignejewa ist Stellvertretende St\u00e4ndige Vertreterin der Russischen Mission bei den Vereinten Nationen.<\/p>\n<p>Vielen Dank, da\u00df Sie mich wieder zu dieser Veranstaltung eingeladen haben. Es ist mir immer eine Freude und Ehre, an Konferenzen und Webinaren des Schiller-Instituts teilzunehmen, einem alten Freund unseres Landes. Und das Thema ist f\u00fcr uns sehr wichtig, der Titel des heutigen Panels lautet: \u201eKann eine strategische Krise zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten vermieden werden?\u201c<\/p>\n<p>Aufgrund der Berichte, die mir hier in New York als russische Delegierte im UN-Sicherheitsrat vorliegen, und auch in Anbetracht der Bedeutung der Situation in Afghanistan f\u00fcr die Region und f\u00fcr die Lage zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten, werde ich mich darauf konzentrieren.<\/p>\n<p>Ich habe bereits auf einer Ihrer Veranstaltungen im Sommer \u00fcber Afghanistan gesprochen, und seit ich das letzte Mal hier gesprochen habe, hat sich die Situation dramatisch ver\u00e4ndert, und Afghanistan hat einen gro\u00dfen und schnellen Wandel durchgemacht: Ex-Pr\u00e4sident Ghani ist aus dem Land geflohen, die Regierung ist zusammengebrochen, und die Taliban haben Mitte August die Macht \u00fcbernommen. Nach 20 Jahren Pr\u00e4senz haben die USA und ihre Verb\u00fcndeten das Land Ende jenes Monats endg\u00fcltig verlassen.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir hier sprechen, ist die Situation, die Realit\u00e4t vor Ort, v\u00f6llig neu. Niemand hatte erwartet, da\u00df sich die Situation so entwickeln w\u00fcrde, vor allem die R\u00fcckkehr der Taliban nach der Niederlage [der USA] war so schnell und unerwartet f\u00fcr alle. Es ist jedoch eine objektive Realit\u00e4t. Die Mitglieder der internationalen Gemeinschaft m\u00fcssen sich auf die eine oder andere Weise damit auseinandersetzen, und das haben wir hier in der UNO und im Sicherheitsrat sehr gut gesehen. Man konnte es auch an den Medienberichten aus den Hauptst\u00e4dten sehen, da\u00df fast niemand darauf gefa\u00dft war, auch nicht in Washington. Die Verwirrung dar\u00fcber, was zu tun ist, war so offensichtlich, da\u00df ich mir nicht sicher bin, ob wir dieses Stadium bereits hinter uns gelassen haben und ob vor Ort in den wichtigen Hauptst\u00e4dten und auch in Afghanistan in dieser Hinsicht mehr Klarheit herrscht.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Zukunft halte ich es f\u00fcr wichtiger festzustellen, da\u00df die Taliban bei ihrer Machtergreifung selbst nicht darauf vorbereitet waren, die Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen, vor denen das Land steht. Auf der einen Seite ist es f\u00fcr sie eindeutig eine Chance, ein neues Kapitel in der Geschichte aufzuschlagen und sich der internationalen Gemeinschaft wieder als friedlicher und verantwortungsbewu\u00dfter Staat anzuschlie\u00dfen. Gleichzeitig ist aber auch klar, da\u00df sie nicht in der Lage sind, die Probleme des Landes allein zu bew\u00e4ltigen. Leider gibt es in Afghanistan keine Einigkeit und keinen Frieden. Die Terroristen sind auf dem Vormarsch, und es ist absolut kein Geld da, um die Bed\u00fcrfnisse der einfachen Menschen zu befriedigen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich senden die neuen afghanischen Beh\u00f6rden trotz der Art und Weise, wie sie an die Macht gekommen sind, jetzt positive Signale aus, um ihre Absicht zu bekunden, die Ordnung wiederherzustellen, eine integrative Regierung zu bilden, den Terrorismus und den Drogenhandel zu bek\u00e4mpfen. Sie zeigen ihren Willen und ihre Bereitschaft, die Zusammenarbeit mit den L\u00e4ndern der Region und der internationalen Gemeinschaft, einschlie\u00dflich der wichtigsten Geber, zu verbessern.<\/p>\n<p>Wir sollten jedoch nicht naiv sein: Es sind immer noch die Taliban, die wir seit Jahren kennen. Deshalb haben wir in verschiedenen Foren und Gespr\u00e4chen in der ganzen Welt darauf hingewiesen, da\u00df die neuen Beh\u00f6rden in Afghanistan die von ihnen selbst eingegangenen Verpflichtungen einhalten sollten, und da\u00df diese Zusagen durch Taten erg\u00e4nzt werden sollten.<\/p>\n<p>In diesem Sinne gibt es keinen gro\u00dfen Unterschied zu dem, was wir von unseren Partnern h\u00f6ren. Die Botschaft, da\u00df die Taliban ihre Verpflichtungen einhalten sollten, h\u00f6ren wir von den Vereinigten Staaten, der Europ\u00e4ischen Union, China und den L\u00e4ndern der Region. Nat\u00fcrlich sagen wir das auch. Aber es ist v\u00f6llig klar, da\u00df Stabilit\u00e4t in Afghanistan letztlich im Interesse aller liegt.<\/p>\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen f\u00fcr die Stabilit\u00e4t des Landes ist der Terrorismus. In letzter Zeit hat sich gezeigt, da\u00df die Aktivit\u00e4ten von ISIL besonders besorgniserregend sind. Die j\u00fcngsten Terroranschl\u00e4ge sind verabscheuungsw\u00fcrdige terroristische Akte, und es ist klar, da\u00df ISIL versucht, seine Macht und seinen Einflu\u00df im Land zu demonstrieren und die ethnischen und religi\u00f6sen Spaltungen in diesem armen Land zu beeinflussen und zu vertiefen.<\/p>\n<p>Das ist auch f\u00fcr uns von gro\u00dfer Bedeutung, da wir und unsere zentralasiatischen Partner uns nahe stehen. Es besteht die Gefahr eines \u00dcbergreifens auf die Region. Die Drogenproduktion geht damit Hand in Hand, denn sie ist eine der Hauptfinanzquellen f\u00fcr terroristische Aktivit\u00e4ten. Das mu\u00df unterbunden werden. Abgesehen davon hat Afghanistan auch mit massiver Korruption, wirtschaftlicher und finanzieller Abh\u00e4ngigkeit, Menschenrechtsproblemen und anderen Problemen zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Es ist offensichtlich, da\u00df das Land fr\u00fcher viele Dinge mit Finanzspritzen von au\u00dfen gehandhabt hat. Jetzt ist dieser Geldflu\u00df fast vollst\u00e4ndig versiegt. Es gibt keinen Haushalt, kein Geld f\u00fcr die Grundversorgung, keine Geh\u00e4lter f\u00fcr Polizei, Lehrer und \u00c4rzte. Die humanit\u00e4re Hilfe, auch wenn sie aufgestockt wurde, ist kein Allheilmittel, um das Problem nachhaltig zu l\u00f6sen; sie ist nur ein kurzfristiges Pflaster.<\/p>\n<p>Es ist jedoch sehr wichtig zu betonen, da\u00df diese Herausforderungen und Bedrohungen in Afghanistan schon lange bestehen. Sie bestehen in dem Land schon seit Jahren, und man ist sich inzwischen dar\u00fcber im klaren, da\u00df diese Probleme in all den Jahren der internationalen Pr\u00e4senz einfach ignoriert wurden. Trotzdem sehen wir in Afghanistan keine eigenst\u00e4ndige Wirtschaft und keinen eigenst\u00e4ndigen Staat. Wenn die internationale Gemeinschaft nicht entsprechend und schnell auf die Situation reagiert, wird Afghanistan weiter in den Abgrund rutschen. Sehr gef\u00e4hrlich ist auch, da\u00df es die Region mitrei\u00dfen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Obwohl die Lage in Afghanistan relativ einheitlich beurteilt wird, gibt es hier, wie ich bereits sagte, verschiedene Nuancen. Es gibt Nuancen in den Botschaften der verschiedenen Akteure an die Taliban. Es besteht definitiv ein tiefes Mi\u00dftrauen gegen\u00fcber den Taliban und ein noch gr\u00f6\u00dferes Mi\u00dftrauen zwischen den Hauptakteuren. Ganz abgesehen davon, da\u00df wir wissen, da\u00df alle versuchen, ihre geopolitischen Interessen in bester Weise zu sichern, die \u00fcber Afghanistan und die Stabilit\u00e4t in der Region hinausgehen.<\/p>\n<p>Aber wir arbeiten immer noch in der Troika und der erweiterten Troika zusammen, und beim letzten Mal wurde ausf\u00fchrlich dar\u00fcber gesprochen. Es ist ein sehr wichtiger Teil unserer Position in Afghanistan, da\u00df dieses Format Ru\u00dfland, die USA, China und Pakistan umfa\u00dft. Es ist jetzt das wichtigste Format f\u00fcr die Entscheidungsfindung, insbesondere im politischen Bereich.<\/p>\n<p>Aber es sollte auf jeden Fall durch ein breiteres Format erg\u00e4nzt werden, das wir in Moskau auch haben, ein Format, das regionale Akteure und auch Vertreter der Taliban einbezieht. Vor kurzem, vor etwa einem Monat, fand ein Treffen des Moskauer Formats statt, und es wurde best\u00e4tigt, da\u00df es eine einzigartige Plattform f\u00fcr alle regionalen Akteure und die politische F\u00fchrung Afghanistans ist, um die Herausforderungen und akuten Probleme im Land und in der Region zu er\u00f6rtern.<\/p>\n<p>In Bezug auf die westlichen Partner mu\u00df ich sagen, da\u00df wir bisher nur das altbekannte Rezept h\u00f6ren: Druck aus\u00fcben, je mehr, desto besser, Sanktionen aufrechterhalten \u2013 Erpressung mit humanit\u00e4rer und wirtschaftlicher Hilfe. Das ist die Rhetorik, die wir von denen h\u00f6ren, die das Land so unverantwortlich und so abrupt verlassen haben.<\/p>\n<p>Unserer Ansicht nach ist klar, da\u00df alle Versuche, zu diktieren und zu manipulieren, die Situation kaum beeinflussen k\u00f6nnen, denn die Taliban haben sich daran gew\u00f6hnt, unter restriktiven Bedingungen zu leben. Aber was wir tun m\u00fcssen, ist, auf die W\u00fcnsche der Menschen einzugehen, die einen funktionierenden Staat haben und tats\u00e4chlich Hilfe bekommen wollen: Nahrungsmittel, Geh\u00e4lter, Bildung und all diese Dinge. Unserer Ansicht nach m\u00fcssen wir also pragmatisch vorgehen. Wir haben bereits dar\u00fcber gesprochen, und da ist Ru\u00dfland sehr konsequent.<\/p>\n<p>Wir sollten nicht wieder die gleichen Fehler begehen, und wir rufen unsere westlichen Partner auf, wie wir in Ru\u00dfland sagen: \u201eTritt nicht auf die Harke\u201c, denn sie wird dich immer wieder am Kopf treffen. Die Demokratisierungspl\u00e4ne sind in Afghanistan wie in vielen anderen Teilen der Welt gescheitert, so da\u00df es wahrscheinlich an der Zeit ist, das alte Rezept zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Wie Helga (Zepp-LaRouche) bereits sagte, ist es von grundlegender Bedeutung, da\u00df wir jetzt humanit\u00e4re Hilfe leisten, da\u00df die akuten Probleme ohne Verz\u00f6gerungen gel\u00f6st werden. Die UNO f\u00fchrt dabei den Vorsitz und versucht, die humanit\u00e4re Hilfe zu verst\u00e4rken. Es gibt ein Sanktionsregime, das die Aufstockung der humanit\u00e4ren Hilfe behindert. Es geht nicht darum, die Sanktionen aufzuheben, sie zu \u00e4ndern oder sie in kurzer Zeit zu \u00fcberpr\u00fcfen. Aber es ist wichtig, Entscheidungen \u00fcber Ausnahmen zu treffen, die es Wirtschaftsakteuren und humanit\u00e4ren Organisationen erm\u00f6glichen, vor Ort besser zu arbeiten.<\/p>\n<p>Es ist von grundlegender Bedeutung, da\u00df Beschl\u00fcsse zur Freigabe der Verm\u00f6genswerte gefa\u00dft werden. Wie ich bereits sagte, ist die humanit\u00e4re Hilfe nur ein Pflaster. Es sollte Geld in das Land flie\u00dfen, damit die Geh\u00e4lter gezahlt werden k\u00f6nnen, auch wenn viele Menschen f\u00fcr den Staat arbeiten und das f\u00fcr die Amerikaner ein gro\u00dfes Hindernis ist. Lehrer, \u00c4rzte, Menschen, die f\u00fcr die Grundversorgung arbeiten, sollten ihr Geld bekommen. Andernfalls besteht die gro\u00dfe Gefahr, da\u00df das Land zusammenbricht und noch mehr Menschen aus dem Land fliehen. Es ist wichtig, da\u00df wir unser Bestes tun, um eine gut ausgebildete Bev\u00f6lkerung zu erhalten, Menschen, die sozusagen Afghanistans Intelligenz darstellen, diejenigen, die das Land noch nicht verlassen haben. Denn ohne sie wird es schwierig sein, \u00fcber ein stabiles Afghanistan zu sprechen.<\/p>\n<p>Ich wei\u00df, da\u00df es Bem\u00fchungen seitens der Vereinigten Staaten gibt, diese Probleme zu l\u00f6sen, aber es ist sehr traurig, da\u00df die Gelder der Weltbank und die anderen Verm\u00f6genswerte noch nicht freigegeben wurden. Es liegt ganz in ihren H\u00e4nden, aber es besteht die Hoffnung, da\u00df sie verstehen, welche Risiken es mit sich bringt, wenn sie nicht schnell handeln.<\/p>\n<p>Aber es gibt Raum f\u00fcr Zusammenarbeit. Wenn wir das Mi\u00dftrauen zumindest bis zu einem gewissen Grad \u00fcberwinden, wenn man nicht in Forderungen an die Taliban verharrt und eine pragmatische Haltung im Geiste der Zusammenarbeit einnimmt, dann k\u00f6nnen wir meiner Meinung nach das Blatt wenden und die Dinge verbessern. Aber wir m\u00fcssen schnell handeln, und zwar in gutem Glauben.<\/p>\n<p>Ich bedanke mich noch einmal ganz herzlich f\u00fcr die Einladung. Ich w\u00fcnsche dem Schiller-Institut alles Gute und bin bereit, sp\u00e4ter Fragen zu beantworten. Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p><em>&#8211; <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=l5l1eqFwArY&amp;t=1s\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=l5l1eqFwArY&amp;t=1s\" target=\"_blank\">\u201eGibt es einen Weg, die Beziehung zwischen den USA und Ru\u00dfland zu verbessern?\u201c<\/a>, <\/em>Dr. Andrej Kortunow (Ru\u00dfland), Generaldirektor des russischen Rates f\u00fcr Internationale Angelegenheiten (RIAC)<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Im Wortlaut lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Gibt es einen Weg zur Verbesserung der Beziehungen <br \/>zwischen den Vereinigten Staaten und Ru\u00dfland?<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Andrej Kortunow<\/p>\n<p class=\"vor\">Andrej Kortunow ist Generaldirektor des Russischen Rates f\u00fcr Internationale Angelegenheiten (RIAC).<\/p>\n<p>Es ist mir eine Ehre und ein Vergn\u00fcgen, an dieser Konferenz und speziell an dieser Sitzung teilzunehmen. Es wurde hier schon viel gesagt, und ich denke, mein Hauptbeitrag zur Diskussion besteht darin, da\u00df ich etwas Geschlechtervielfalt in eine sonst rein weibliche Runde einbringe. Lassen Sie mich also versuchen, Ihnen einige meiner Ansichten \u00fcber den aktuellen Stand der bilateralen Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und der Russischen F\u00f6deration mitzuteilen: Wohin gehen wir?<\/p>\n<p>Doch bevor ich das tue, m\u00f6chte ich mir erlauben, auf das Verm\u00e4chtnis von Friedrich Schiller zur\u00fcckzukommen. Da es sich um das Friedrich-Schiller-Institut und die Friedrich-Schiller-Konferenz handelt, halte ich es f\u00fcr angemessen, an die Weisheit des gro\u00dfen deutschen Denkers zu erinnern. Normalerweise erinnern wir uns an Schiller als Dichter und Schriftsteller, aber er war eindeutig mehr als das. Er war ein Vision\u00e4r, er war ein Philosoph, er war ein Lehrer und Erzieher. Er hat eine Reihe wichtiger Schriften \u00fcber Aufkl\u00e4rung und Erziehung verfa\u00dft.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte auf eines davon zur\u00fcckkommen, es tr\u00e4gt den Titel <i>\u00dcber die \u00e4sthetische Erziehung des Menschen<\/i>. Ich erinnere mich nicht mehr an das genaue Zitat, aber ich erinnere mich an den Sinn seiner Botschaft. Er schrieb: \u201eLebe mit deinem Jahrhundert, aber sei nicht sein Gesch\u00f6pf; leiste deinen Zeitgenossen, was sie bed\u00fcrfen, nicht was sie loben.\u201c<\/p>\n<p>Ich denke, das ist eine sehr wichtige Botschaft, die f\u00fcr die heutige Situation in den internationalen Beziehungen sehr relevant ist. Die politischen F\u00fchrer von heute versuchen in der Regel, ihren W\u00e4hlern das zu bieten, was diese wollen, und nicht das, was sie wirklich brauchen. Sie versuchen, den Meinungsumfragen zu folgen; sie versuchen, die Stimmungsschwankungen in der \u00d6ffentlichkeit widerzuspiegeln.<\/p>\n<p>Ich frage mich, ob wir das wirklich F\u00fchrung nennen k\u00f6nnen. Die F\u00fchrung sollte in der Lage sein, Schritte zu unternehmen, die als unpopul\u00e4r oder riskant empfunden werden, und Schritte, die viele ablehnen w\u00fcrden. Wer F\u00fchrung bieten will, mu\u00df seiner W\u00e4hlerschaft manchmal den R\u00fccken zuwenden. Man sollte der W\u00e4hlerschaft vorangehen, nicht ihr hinterherlaufen.<\/p>\n<p>Daran sollten wir denken, wenn wir \u00fcber die aktuelle US-Politik sprechen, auch \u00fcber die US-Politik gegen\u00fcber der Russischen F\u00f6deration. Wir n\u00e4hern uns einem kleinen Jubil\u00e4um: Sechs Monate sind vergangen, seit sich Pr\u00e4sident Biden und Pr\u00e4sident Putin in Genf getroffen haben. Das war Mitte Juni dieses Jahres. Viele Menschen hatten gehofft, da\u00df dieses Treffen vielleicht einen Wendepunkt in den Beziehungen markieren w\u00fcrde \u2013 vielleicht w\u00fcrden beide Seiten beginnen, sich von der Krise zu l\u00f6sen, von dieser sehr schwierigen Beziehung, die sie mindestens einige Jahre lang hatten.<\/p>\n<p>Und man kann in der Tat behaupten, da\u00df es in den letzten sechs Monaten einige positive Ver\u00e4nderungen in den Beziehungen gegeben hat. Am wichtigsten ist, da\u00df die R\u00fcstungskontrollverhandlungen zwischen Ru\u00dfland und den Vereinigten Staaten wieder aufgenommen wurden. Es ist ein harter Kampf, denn es gibt sehr unterschiedliche Ans\u00e4tze, wie man \u00fcber das neue START-Abkommen hinaus vorgehen sollte. Ru\u00dfland besteht darauf, \u00fcber strategische Waffen im allgemeinen zu sprechen, sowohl \u00fcber nukleare als auch \u00fcber nicht-nukleare, w\u00e4hrend die Vereinigten Staaten sich lieber ganz auf Kernwaffen konzentrieren w\u00fcrden, sowohl strategische als auch nicht-strategische. Aber wie dem auch sei, der Dialog wird fortgesetzt und wird hoffentlich noch vor dem Auslaufen des neuen START-Abkommens Fr\u00fcchte tragen.<\/p>\n<p>Wir f\u00fchren auch allgemeinere Gespr\u00e4che mit den Vereinigten Staaten \u00fcber strategische Stabilit\u00e4t. Auch hier ist der Dialog nicht einfach. Ich denke, da\u00df die Ausgangspositionen sehr unterschiedlich sind, und es ist eine ziemliche Herausforderung, die unterschiedlichen Auffassungen von strategischer Stabilit\u00e4t in Einklang zu bringen. Nichtsdestotrotz halte ich es f\u00fcr sehr wichtig, da\u00df dieser Dialog fortgesetzt wird, und wir hoffen, da\u00df er produktiv sein wird und zu einer gemeinsamen strategischen Kultur des 21. Jahrhunderts f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Zu guter Letzt m\u00f6chte ich noch die Bedeutung des amerikanisch-russischen Dialogs \u00fcber Cybersicherheit hervorheben. Viele Menschen waren sehr pessimistisch, was diese Initiative anging; sie dachten, sie w\u00fcrde schon kurz nach dem Beginn scheitern. Aber es scheint, da\u00df der Dialog weitergeht und nicht hoffnungslos ist.<\/p>\n<p>Es w\u00e4re jedoch falsch zu behaupten, es habe einen Durchbruch gegeben und die Regierung habe sich dramatisch zum Besseren ver\u00e4ndert. Das ist leider nicht der Fall. Wir sehen, wie der diplomatische Krieg zwischen Ru\u00dfland und den Vereinigten Staaten weitergeht. Es gibt immer weniger Diplomaten in der russischen Botschaft in Washington und in der US-Botschaft in Moskau. Es besteht definitiv ein ernsthafter Informationskrieg zwischen den beiden Staaten, und erst k\u00fcrzlich haben die Vereinigten Staaten Ru\u00dfland beschuldigt, Truppen an der ukrainischen Grenze zu stationieren, was Moskau strikt dementiert. Nebenbei gesagt bestreitet zu diesem Zeitpunkt selbst die Ukraine diese Vorw\u00fcrfe der Vereinigten Staaten. Die Vereinigten Staaten haben immer mehr Sanktionen gegen Ru\u00dfland verh\u00e4ngt, und wir haben in vielen regionalen Fragen recht unterschiedliche Positionen.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte also sagen, das Glas ist halb voll, oder es ist halb leer. Ich denke, die letzten sechs Monate haben gezeigt, da\u00df ein \u201eNeustart\u201c nicht m\u00f6glich ist; eine Entspannung ist in absehbarer Zeit nicht zu erwarten. Das liegt vor allem daran, da\u00df beide Seiten grundverschiedene Ansichten \u00fcber die Welt, \u00fcber das internationale System haben \u2013 dar\u00fcber, was fair ist und was nicht, was in den internationalen Beziehungen legitim ist und was nicht. Dennoch glaube ich, da\u00df es selbst unter den gegenw\u00e4rtig recht schwierigen Umst\u00e4nden M\u00f6glichkeiten gibt, voranzukommen.<\/p>\n<p>Obwohl die Vereinigten Staaten ihre Eind\u00e4mmungspolitik gegen China und Ru\u00dfland fortsetzen werden, denke ich, da\u00df sowohl China als auch Ru\u00dfland die M\u00f6glichkeit haben, in bestimmten Fragen Vereinbarungen mit den Vereinigten Staaten zu treffen.<\/p>\n<p>Ein gutes Beispiel, an das ich laut denken m\u00f6chte, ist die Vereinbarung aller drei Gro\u00dfm\u00e4chte, die Resolution des UN-Sicherheitsrats von 2020 \u00fcber humanit\u00e4re Korridore in Syrien zu verl\u00e4ngern. Ich denke, das war eine wichtige Entscheidung, die es erm\u00f6glicht hat, einen Konflikt und wohl auch eine humanit\u00e4re Katastrophe in der Provinz Idlib zu vermeiden.<\/p>\n<p>Wenn wir in der Lage sind, uns in Bezug auf Syrien zu einigen, k\u00f6nnten wir uns wahrscheinlich auch in Bezug auf Afghanistan einigen. Ich schlie\u00dfe mich den Ausf\u00fchrungen der Stellvertretenden St\u00e4ndigen Vertreterin der Mission der Russischen F\u00f6deration bei den Vereinten Nationen (<i>siehe die <a href=\"https:\/\/solidaritaet.com\/neuesol\/2021abo\/47\/ewstignejewa.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Rede von Anna Ewstignejewa<\/a> in dieser Ausgabe, Red.<\/i>) voll und ganz an, aber die Standpunkte zu Afghanistan liegen leider immer noch sehr weit auseinander, und eine Ann\u00e4herung dieser Standpunkte w\u00e4re eine ziemlich schwierige und wichtige Aufgabe.<\/p>\n<p>Aber ich glaube, da\u00df wir mit den Vereinigten Staaten in bestimmten regionalen Fragen weiter zusammenarbeiten k\u00f6nnen; Afghanistan ist eine davon, aber wir k\u00f6nnen auch \u00fcber das iranische Nuklearportfolio, die Arktis und Nordkorea sprechen. Und das ist definitiv etwas, wo Ru\u00dfland, die Vereinigten Staaten und China, wenn nicht gemeinsame Interessen, so doch zumindest \u00fcberlappende Interessen finden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chsten Monate werden entscheidend sein und uns zeigen, ob wir in globalen Fragen wie der Nichtverbreitung von Kernwaffen und dem Klimawandel zusammenarbeiten k\u00f6nnen. Ich denke auch, da\u00df es noch nicht zu sp\u00e4t ist, eine fruchtbare Zusammenarbeit bei der COVID-19-Pandemie zu beginnen, zumindest was die gegenseitige Anerkennung von Impfstoffen und die Unterst\u00fctzung des globalen S\u00fcdens bei der Herstellung und Verteilung von Impfstoffen an die \u00e4rmsten Bev\u00f6lkerungsschichten angeht.<\/p>\n<p>Das ist machbar, wird aber nichts an der prim\u00e4r kontroversen Natur der amerikanisch-russischen Beziehungen \u00e4ndern. Ich denke, da\u00df diese Beziehungen auch in den kommenden Jahren ziemlich angespannt sein werden. Ich rechne nicht mit einer dramatischen Ver\u00e4nderung dieser Beziehungen, zumindest nicht vor dem Jahr 2024, in dem wir vielleicht einen Generationswechsel in der US-Politik beobachten k\u00f6nnen, wenn andere Leute ins Wei\u00dfe Haus und auch auf den Capitol Hill kommen.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich zum Abschlu\u00df meines kurzen Vortrags noch einmal auf Friedrich Schiller zur\u00fcckkommen. Ich denke, da\u00df es f\u00fcr die f\u00fchrenden Politiker unserer Zeit von entscheidender Bedeutung ist, \u00fcber ihre allt\u00e4glichen institutionellen Interessen, \u00fcber ihre unmittelbaren Wahlkreise oder Interessengruppen hinauszugehen und nicht nur im Sinne eng definierter nationaler Interessen ihres jeweiligen Landes zu denken, sondern vielmehr im Sinne globaler Kommentare.<\/p>\n<p>Mir ist klar, da\u00df das naiv und nicht sehr praktisch klingen mag, aber nur so k\u00f6nnen wir das \u00dcberleben unserer Gattung sichern. Andernfalls, f\u00fcrchte ich, steuern wir auf eine epische Katastrophe mit unvorhersehbaren Folgen zu. Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p><em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jv6PeaAkEcE&amp;t=55s\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jv6PeaAkEcE&amp;t=55s\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eDie Beziehungen US-China: Potential f\u00fcr Kriegsvermeidung und Zusammenarbeit\u201c<\/a>, <\/em>Oberst a.D. Richard H. Black (USA), ehemaliger Leiter der Strafrechtsabteilung der Armee, B\u00fcro des Generalanwalts im Pentagon<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Im Wortlaut lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Die Beziehungen US-China: <br \/>Potential f\u00fcr Kriegsvermeidung und Zusammenarbeit<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Senator Richard Black<\/p>\n<p class=\"vor\">Oberst a.D. Richard H. Black war Leiter der Strafrechtsabteilung der US-Armee im B\u00fcro des Generalanwalts im Pentagon und Landessenator von Virginia.<\/p>\n<p>Ich bin Senator Black. Lassen Sie mich zun\u00e4chst sagen, da\u00df ich einen milit\u00e4rischen Hintergrund habe. Ich war in schweren Bodenk\u00e4mpfen mit der 1. Marinedivision und wurde verwundet. Meine beiden Funker wurden im Kampf neben mir get\u00f6tet. Ich war Hubschrauberpilot und flog 269 Kampfeins\u00e4tze. Viermal wurde ich von Bodenfeuer getroffen. Nach dem Jurastudium diente ich als JAG-Offizier (in der Generalanwaltschaft der US-Armee) und war schlie\u00dflich Leiter der Strafrechts-Abteilung, wo ich vor dem Kongre\u00df aussagte und Exekutivverordnungen zur Unterzeichnung durch den Pr\u00e4sidenten vorbereitete.<\/p>\n<p>Ich erw\u00e4hne dies alles nur, um zu zeigen, da\u00df ich patriotisch bin; ich habe Blut f\u00fcr mein Land vergossen. Aber ich habe kein Interesse daran, f\u00fcr die Verteidigung Taiwans oder f\u00fcr den Ruhm der globalen Oligarchen zu k\u00e4mpfen, die so sehr vom Krieg profitieren.<\/p>\n<p>Ich bin besorgt \u00fcber die wachsenden sino-amerikanischen Spannungen, und ich stimme nicht mit denen \u00fcberein, die meinen, die Vereinigten Staaten m\u00fc\u00dften ihre Hegemonie in Asien sichern.<\/p>\n<h3>Die Ein-China-Politik beibehalten<\/h3>\n<p>Lassen Sie mich also zun\u00e4chst die Situation mit Taiwan betrachten. China betrachtet Taiwan als lebenswichtiges nationales Interesse, und da die USA seit Jahrzehnten eine Ein-China-Politik verfolgen, ist es gef\u00e4hrlich, ihre langj\u00e4hrige Politik, die Taiwan einfach als integralen Bestandteil Chinas anerkennt, umzukehren.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Nixons historischer Besuch in der Volksrepublik China im Jahr 1972 f\u00fchrte zu einer dramatischen Verbesserung der Handels- und Sicherheitsbeziehungen, die den Lebensstandard sowohl f\u00fcr Amerikaner als auch f\u00fcr Chinesen enorm anhoben. Diese bedeutenden Errungenschaften basierten auf dem Shanghaier Kommuniqu\u00e9, das auch heute noch die Grundlage f\u00fcr die bilateralen Beziehungen bildet. Nixon und der chinesische Premierminister Zhou Enlai brachten ihre unterschiedlichen Auffassungen in der Taiwan-Frage in Einklang, indem sie eine Ein-China-Zwei-Systeme-Politik festlegten.<\/p>\n<p>Solange die Ann\u00e4herung mit Sensibilit\u00e4t und Respekt gehandhabt wurde, haben wir danach ein halbes Jahrhundert lang Frieden und Harmonie bewahrt.<\/p>\n<p>Bedenken Sie, da\u00df die USA 1971 der Vollversammlung der Vereinten Nationen erlaubten, die Resolution 2758 zu verabschieden, die die Volksrepublik China als einzigen legitimen Vertreter in den Vereinten Nationen anerkannte. Damit ersetzte die Regierung in Beijing die Republik China in Taiwan im m\u00e4chtigen f\u00fcnfk\u00f6pfigen UN-Sicherheitsrat. In der Folge wechselten die meisten L\u00e4nder ihre diplomatischen Beziehungen zu Beijing und weg von Taiwan. 1979 erkannten die USA die Volksrepublik China offiziell als rechtm\u00e4\u00dfige Regierung in Beijing an, und wir beendeten zu diesem Zeitpunkt die offiziellen Beziehungen zu Taiwan. Ich glaube, jeder erkannte, da\u00df China irgendwann, wenn auch in weiter Ferne, unter der Regierung der Volksrepublik China in Beijing wiedervereinigt werden w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das beispiellose Wachstum des Handels zwischen China und den Vereinigten Staaten f\u00fchrte unweigerlich zu einigen Meinungsverschiedenheiten. Pr\u00e4sident Trump warf sehr berechtigte Fragen zum geistigen Eigentum und zum Handelsgleichgewicht auf. Zun\u00e4chst wurden diese Fragen respektvoll behandelt, aber als der innenpolitische Druck zunahm, begannen sowohl Demokraten als auch Republikaner, eine militantere Haltung gegen\u00fcber China einzunehmen. Jede Partei beschuldigte die andere, China gegen\u00fcber weich zu sein. Schlie\u00dflich eskalierte dies, bis es zu einer schrillen Kakophonie feindseliger, unvern\u00fcnftiger Stimmen kam, die China aller m\u00f6glichen Dinge beschuldigten. Es gab \u00fcbertriebene Behauptungen \u00fcber die chinesischen Absichten gegen\u00fcber Taiwan, die zu provokativen Milit\u00e4raktionen f\u00fchrten, einschlie\u00dflich der Entsendung von Schiffen der US-Marine in die Stra\u00dfe von Taiwan, die eine Machtdemonstration war, die im Wesentlichen darauf abzielte, China in Verlegenheit zu bringen.<\/p>\n<p>Die wachsenden sino-amerikanischen Spannungen haben beiden Seiten geschadet. Meines Erachtens w\u00e4re die amerikanische F\u00fchrung gut beraten, den Geist der Freundschaft wieder aufleben zu lassen, der das dauerhafteste Verm\u00e4chtnis von Pr\u00e4sident Richard M. Nixon an die Welt darstellte. Die Volksrepublik China w\u00e4re zweifellos erleichtert, wenn sich die Spannungen in der Taiwan-Frage abbauen w\u00fcrden, und die USA k\u00f6nnen dazu beitragen, indem sie einen weniger provokativen und vers\u00f6hnlicheren Ton anschlagen.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung der Ein-China-Frage liegt nicht in der Verantwortung der Vereinigten Staaten. Es handelt sich um eine interne Angelegenheit, die vom chinesischen Volk gel\u00f6st werden mu\u00df. Das chinesische Volk ist sehr geduldig, und wenn man es sich selbst \u00fcberl\u00e4\u00dft, wird es die Angelegenheit auf friedliche und f\u00fcr beide Seiten akzeptable Weise regeln.<\/p>\n<h3>Zur Frage der Uiguren<\/h3>\n<p>Lassen Sie mich kurz auf die Frage der Uiguren in der chinesischen Provinz Xinjiang eingehen. Viele Kriegsfanatiker versuchen, die Spannungen mit China zu erh\u00f6hen, und sie haben die Notlage der Uiguren aufgegriffen, um sie als sympathisch darzustellen.<\/p>\n<p>In Wirklichkeit ist die Situation viel komplexer. Die Provinz Xinjiang ist eine riesige, trockene Region im Nordwesten Chinas, die nur sehr d\u00fcnn besiedelt ist. Die Vereinigten Staaten haben Sanktionen gegen die Produktion von Waren verh\u00e4ngt, die von Uiguren in der Provinz hergestellt werden, was wiederum dazu gef\u00fchrt hat, da\u00df die Uiguren keine Arbeitspl\u00e4tze mehr haben und ihre Armut noch gr\u00f6\u00dfer geworden ist.<\/p>\n<p>So, wie die Vereinigten Staaten Ma\u00dfnahmen zur Abschreckung des Terrorismus ergriffen haben, die wir am 11. September 2001 und auch nach Pearl Harbor im Zweiten Weltkrieg erlebt haben, haben die Chinesen \u00e4hnliche Beweggr\u00fcnde, den Terrorismus zu unterdr\u00fccken und die Sicherheit ihres Volkes zu gew\u00e4hrleisten. Im Jahr 2014 \u00fcberfiel eine mit Messern bewaffnete Gruppe von Terroristen den Bahnhof von Kunming in der Provinz Yunnan. In einem viel beachteten und sehr brutalen Angriff stachen sie mit Messern auf Han-Chinesen ein. \u00dcber 170 Menschen wurden von den messerschwingenden Terroristen get\u00f6tet oder verwundet. Es handelte sich um uigurische Separatisten, die eine handgemalte Ostturkestan-Flagge trugen. Und sie schlachteten Dutzende von hilflosen Menschen ab. Diese K\u00e4mpfer beabsichtigen, eine brutale islamische Regierung aus dem 7. Jahrhundert zu \u00fcbernehmen, und sie sind auch entschlossen, alle Han-Chinesen aus dieser riesigen Provinz Chinas zu vertreiben.<\/p>\n<p>Die chinesische Regierung mu\u00dfte einfach reagieren; sie konnte auf keinen Fall akzeptieren, da\u00df ihr Volk abgeschlachtet und aus einem Teil ihres Landes vertrieben wurde.<\/p>\n<p>Berichte, wonach eine gro\u00dfe Zahl von Uiguren in Internierungslagern untergebracht wurde, m\u00fcssen etwas relativiert werden. Wenn man an den Zweiten Weltkrieg zur\u00fcckdenkt, der historisch gesehen noch gar nicht so lange zur\u00fcckliegt, so haben die Vereinigten Staaten nach dem Angriff auf Pearl Harbor alle Amerikaner japanischer Abstammung in abgelegene Internierungslager gebracht. Die Japan-Amerikaner waren damals nicht durch Gewalt gegen die amerikanische \u00d6ffentlichkeit aufgefallen, und dennoch war es unumstritten, sie in Internierungslager zu stecken. Sogar Nationen in S\u00fcd- und Mittelamerika und Kanada schlossen sich unserem Vorgehen an und brachten japanische B\u00fcrger in Internierungslagern unter.<\/p>\n<p>Ich denke also, da\u00df wir China gegen\u00fcber etwas weniger kritisch sein sollten, denn im Gegensatz zu ihrer Situation hatten uns die Japaner-Amerikaner nie etwas angetan. Die militanten Uiguren hingegen waren extrem gewaltt\u00e4tig und st\u00f6rend. Es gibt viele, viele sehr gute uigurische B\u00fcrger, aber das gewaltt\u00e4tige Element ist erheblich, und die chinesische Regierung mu\u00df einfach handeln und reagieren.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte erw\u00e4hnen, da\u00df es eine Brigade uigurischer K\u00e4mpfer gibt, die derzeit unter dem Kommando von Al-Qaida in der syrischen Provinz Idlib agiert. Sie befinden sich dort, um terroristische Taktiken zu erlernen, die sie schlie\u00dflich nach China zur\u00fcckbringen und dort zum Sturz der chinesischen Regierung einsetzen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Terrorismus ist eine sehr gef\u00e4hrliche Sache f\u00fcr alle Nationen, wie wir erfahren haben. Und ich denke, wir sollten davon absehen, die Central Intelligence Agency zu Ma\u00dfnahmen zu autorisieren, die die terroristischen Aktivit\u00e4ten der Uiguren im Nordwesten Chinas verst\u00e4rken w\u00fcrden. Und wir sollten die Uiguren nicht zu Spielfiguren in einem gef\u00e4hrlichen Spiel machen, das die Welt destabilisiert.<\/p>\n<h3>Das Quad-B\u00fcndnis<\/h3>\n<p>Lassen Sie mich abschlie\u00dfend noch kurz auf unsere Ma\u00dfnahmen im Rahmen des Quadrilateralen Sicherheitsdialogs, der so genannten Quad, eingehen. Die Vereinigten Staaten haben vor kurzem ein B\u00fcndnis aus den Vereinigten Staaten, Australien, Indien und Japan gebildet, das sich milit\u00e4risch koordiniert und China gegen\u00fcber zunehmend feindlich eingestellt ist. Es ist besorgniserregend zu sehen, wie dieses B\u00fcndnis zur gleichen Zeit Gestalt annimmt, in der das Au\u00dfenministerium und der US-Geheimdienst Central Intelligence Agency anscheinend im Stillen terroristische Aktivit\u00e4ten der Uiguren in China f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Ich glaube nicht, da\u00df es f\u00fcr die Vereinigten Staaten oder die Welt von Vorteil ist, Instabilit\u00e4t mit China zu sch\u00fcren. Es besteht die Gefahr, da\u00df dies zu einem gro\u00dfen Krieg eskaliert, der zu einem thermonuklearen Krieg wird. Die Spannungen, die sowohl mit Ru\u00dfland als auch mit China gesch\u00fcrt werden, sind gef\u00e4hrlich und kontraproduktiv. Die Nationen m\u00fcssen erkennen, da\u00df k\u00fcnftige globale Konflikte zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten wahrscheinlich zu einem thermonuklearen Krieg eskalieren werden. In diesem Fall ist das \u00dcberleben der Menschheit ungewi\u00df. Die Staats- und Regierungschefs der Welt m\u00fcssen mutige Schritte unternehmen, um den Handel zu normalisieren, den Terrorismus zu bek\u00e4mpfen und Nixons lang anhaltende Vision von Frieden und Wohlstand zwischen China und Amerika wiederherzustellen.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p><em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9oZk9Lj4h2s&amp;t=1s\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9oZk9Lj4h2s&amp;t=1s\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eDas \u00dcberleben der Welt h\u00e4ngt davon ab, ob die USA und China miteinander umgehen k\u00f6nnen\u201c<\/a>, <\/em>Dr. George Koo (USA), Vorsitzender der Burlingame Stiftung, internationaler Businessberater i.R.<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Im Wortlaut lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Das \u00dcberleben unserer Welt h\u00e4ngt davon ab, <br \/>ob die USA und China miteinander auskommen k\u00f6nnen<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Dr. George Koo<\/p>\n<p class=\"vor\">Dr. George Koo ist Vorsitzender der Burlingame-Stiftung und internationaler Unternehmensberater i.R.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen, Herr Vorsitzender. Ich wei\u00df die Gelegenheit zu sch\u00e4tzen, an dieser sehr wichtigen Konferenz teilnehmen zu k\u00f6nnen. Und ich m\u00f6chte dem Schiller-Institut daf\u00fcr danken, da\u00df es diese Konferenz organisiert hat.<\/p>\n<p>Mein Thema spiegelt meine Besorgnis wider: Ich bin sehr besorgt \u00fcber den Konflikt, der sich zwischen den Vereinigten Staaten und China entwickelt, und ich denke, das \u00dcberleben unserer Welt h\u00e4ngt davon ab, da\u00df die beiden L\u00e4nder miteinander auskommen.<\/p>\n<p>Die am h\u00e4ufigsten geh\u00f6rten Vorw\u00fcrfe, die die Vereinigten Staaten gegen China erheben, lassen sich wie folgt aufz\u00e4hlen:<\/p>\n<p>Erstens beschuldigen unsere (amerikanischen) Kongre\u00dfmitglieder, Senatoren und Abgeordnete, China der W\u00e4hrungsmanipulation, was ziemlich absurd ist, denn China hat den Wechselkurs an den Dollar gekoppelt, und der Grund f\u00fcr die Manipulation ist, da\u00df <i>wir<\/i> den Dollar absichtlich geschw\u00e4cht haben.<\/p>\n<p>Wir haben China auch, vor allem w\u00e4hrend der Trump-Pr\u00e4sidentschaft, unfaire Handelspraktiken vorgeworfen und deshalb Z\u00f6lle auf chinesische Waren erhoben. Das hat nichts zum Abbau des Handelsdefizits beigetragen. Es hat vielmehr die Inflation und die Lebenshaltungskosten f\u00fcr die amerikanische Bev\u00f6lkerung in die H\u00f6he getrieben. Aus grundlegender wirtschaftlicher Sicht war es nicht sinnvoll.<\/p>\n<p>Wir beschuldigen China auch, geistiges Eigentum zu stehlen. Nun, in den fr\u00fchen Gr\u00fcndertagen, als China begann, sich dem Westen zu \u00f6ffnen, verlangte es von ausl\u00e4ndischen Unternehmen, die in China Fu\u00df fassen wollten, die Gr\u00fcndung von Joint Ventures, und es f\u00f6rderte die Investition von Technologie und gesch\u00fctzter Technologie als Teil der Kapitalbeteiligung, bis zu 25% des Eigenkapitals. In diesem Sinne konnte China also Technologie einf\u00fchren, aber das war zu einer Zeit, als China sehr r\u00fcckst\u00e4ndig und arm war und erst herausfinden mu\u00dfte, wie man investieren und westliche Technologie einf\u00fchren konnte.<\/p>\n<p>Das ist nicht viel anders als in der fr\u00fchen nachkolonialen Zeit Amerikas, als man der britischen industriellen Revolution so weit hinterherhinkte, da\u00df Alexander Hamilton eigens amerikanische Landsleute nach London schickte, um Gesch\u00e4ftsgeheimnisse zu stehlen. Aber das ist schon lange her. Und es ist eine \u00dcbertreibung der Politiker in Washington, wenn sie behaupten, China habe den Vereinigten Staaten Technologie im Wert von Hunderten Milliarden Dollar \u201egestohlen\u201c. Tats\u00e4chlich hat China inzwischen seine eigene Technologie entwickelt und in vielen Bereichen den amerikanischen Wissensstand \u00fcbertroffen. Es ist doch ziemlich absurd zu behaupten, ein Unternehmen wie Huawei stehle Technologie, die die Vereinigten Staaten nie hatten!<\/p>\n<p>Und der vierte und beliebteste Vorwurf ist, da\u00df China Menschenrechtsverletzungen begehe. Aber wie kann jemand ma\u00dflose Menschenrechtsverletzungen begehen, wenn man 850 Millionen Menschen aus der Armut herausholt? China hat wiederholt gezeigt, da\u00df es sich um den Lebensunterhalt jedes B\u00fcrgers in China k\u00fcmmert, und mit seiner G\u00fcrtel- und Stra\u00dfeninitiative auf der ganzen Welt zeigt es, da\u00df es sich um den Lebensunterhalt aller Menschen auf der Welt k\u00fcmmert. Das steht in krassem Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, die f\u00fcr Demokratie und individuelle Freiheit werben, aber wohin sie auch gehen, folgen Tod und Zerst\u00f6rung. So wie, und das ist nat\u00fcrlich nur das j\u00fcngste Beispiel, das Ende des ewigen Krieges in Afghanistan.<\/p>\n<p>China wird auch vorgeworfen, es sei eine Bedrohung f\u00fcr die nationale Sicherheit der USA, und infolgedessen werden ethnische chinesische Amerikaner, die in den Vereinigten Staaten im Bereich von Wissenschaft und Technologie arbeiten, vom FBI schikaniert, ohne ordnungsgem\u00e4\u00dfes Verfahren verhaftet, ihre Karrieren und Existenzen zerst\u00f6rt. Und dann l\u00e4\u00dft das Justizministerium h\u00e4ufig ohne jegliche Entschuldigung oder Entsch\u00e4digungsangebot alle Anklagen fallen und \u00fcberl\u00e4\u00dft diese Menschen ihrem Schicksal.<\/p>\n<p>Eine andere Art, mit China als \u201eBedrohung der nationalen Sicherheit\u201c umzugehen, ist unsere sogenannte \u201eFreiheit der Seefahrt\u201c im S\u00fcdchinesischen Meer. Wir drohen China, indem wir an der K\u00fcste patrouillieren; fr\u00fcher haben wir auch den chinesischen Luftraum \u00fcberflogen, um auszuspionieren, was dort vor sich geht. Und jetzt beschuldigen wir sie, eine Bedrohung zu sein! Vor allem, wenn wir eine Provokation machen und sie darauf reagieren, hei\u00dft es: \u201eSeht her, ihre Reaktion ist eine Provokation.\u201c<\/p>\n<p>Der wichtigste Vorwurf in Bezug auf die nationale Sicherheit betrifft das, was wir uns in Taiwan herausnehmen, vor allem, als Pompeo Au\u00dfenminister war, was aber von der derzeitigen Biden-Regierung fortgesetzt wurde. Wir scheinen das Shanghaier Kommuniqu\u00e9, das bei Nixons Besuch in China unterzeichnet wurde und in dem anerkannt wird, da\u00df Taiwan schon immer zu China geh\u00f6rte, nicht zu respektieren und anzuerkennen. Wir ermutigen die Regierung in Taipeh, die von der DPP [Demokratische Fortschrittspartei] angef\u00fchrt wird, zu der \u00dcberlegung, die Amerikaner k\u00e4men ihnen zu Hilfe, wenn sie zu weit gehen sollten. Und das ist ein drittes Gleis, das unsere Sicherheit \u2013 die Sicherheit der ganzen Welt \u2013 gef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich hei\u00dft es auch, man k\u00f6nne China nicht trauen, weil es nicht wie eine \u201ewestliche Demokratie\u201c ist. Ach ja! Wissen Sie, wenn die Vereinigten Staaten ein Modell f\u00fcr westliche Demokratie sind, dann geben wir ein schreckliches Beispiel ab: K\u00fcrzlich ergab eine Umfrage von Pew Research, da\u00df etwa 80% der Befragten u.a. in L\u00e4ndern wie Gro\u00dfbritannien, Deutschland und Frankreich der Meinung sind, da\u00df die Vereinigten Staaten kein w\u00fcrdiges Demokratiemodell mehr sind. Und es waren auch 80% der Menschen in den Vereinigten Staaten! Das zeigt nur, wie weit Amerika sich von sich selbst entfernt hat.<\/p>\n<h3>Der wahre Grund f\u00fcr die Vorw\u00fcrfe<\/h3>\n<p>Der wahre Grund, warum China als Gegner und Bedrohung angesehen wird, ist der, da\u00df die chinesische Wirtschaft die amerikanische zu \u00fcberholen droht, und das scheint etwas zu sein, was die Leute in Washington nicht ertragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Was G\u00fcrtel und Stra\u00dfe betrifft, hat China sich durch die vielen sinnvollen Infrastrukturinvestitionen nach der Finanzkrise von 2008 qualifiziert. Sie haben Br\u00fccken gebaut, sie haben Autobahnen gebaut, sie haben Hochgeschwindigkeitsbahnen gebaut. Jetzt tragen sie ihr Know-how in den Rest der Welt und bieten es an, um anderen L\u00e4ndern zu helfen.<\/p>\n<p>Ein einfaches Beispiel soll verdeutlichen, wie effektiv sie waren: In Hanoi haben sie innerhalb von sieben Jahren eine U-Bahn mit Hochbahn gebaut. Es handelt sich um eine 13,5 km lange Strecke mit zw\u00f6lf Stationen, die in sieben Jahren fertiggestellt wurde und jetzt in Betrieb ist.<\/p>\n<p>Auch Japan hat sich f\u00fcr eine U-Bahnlinie beworben: Der Bau wurde begonnen und l\u00e4uft seit neun Jahren, sie ist immer noch nur zu 87% fertig, und die Kosten\u00fcberschreitung hat die g\u00fcnstige Finanzierung, die Japan urspr\u00fcnglich angeboten hatte, zunichte gemacht.<\/p>\n<p>Ich mu\u00df also fragen: Ist China qualifiziert, dem Rest der Welt zu n\u00fctzen? K\u00f6nnen die USA ein konkurrenzf\u00e4higes Angebot zur aktuellen G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative (BRI) machen?<\/p>\n<p>Vielleicht ja, vielleicht nein. Auf jeden Fall soll die BRI keine Situation mit Gewinnern und Verlierern sein. Sie soll eine Win-Win-Situation f\u00fcr alle sein.<\/p>\n<p>Und wohin gehen die beiden L\u00e4nder jetzt? Die Vereinigten Staaten drohen, China den Zugang zu amerikanischer Technologie zu verwehren, die Verweigerung von Halbleitern f\u00fcr Huawei ist wohl das offensichtlichste Beispiel.<\/p>\n<p>Dadurch wird China gezwungen, seinen eigenen Weg zu gehen, und mit seinen Ressourcen und seiner Motivation wird es fr\u00fcher oder sp\u00e4ter in der Lage sein, seine eigene, einheimische Technologie zu entwickeln. Und das ist ein Ergebnis, bei dem man nur verlieren kann. Denn Unternehmen wie TSMC werden einen gro\u00dfen Teil ihres Marktes an China verlieren, wenn China seine eigene Technologie entwickeln kann. Beide M\u00e4rkte werden kleiner sein als der Gesamtmarkt, und das ist ein Verlustgesch\u00e4ft.<\/p>\n<p>Der andere Unterschied besteht darin, da\u00df China ein Einparteiensystem ist, und sobald ein Konsens besteht, werden die Dinge angepackt und erledigt. Sie handeln schnell. Die Vereinigten Staaten, insbesondere die letzten drei Regierungen von Obama \u00fcber Trump bis Biden, waren sehr gut darin, Dinge auf die lange Bank zu schieben. Kein Politiker will das Offensichtliche sagen und \u00fcber gemeinsame Ziele und gemeinsame Interessen sprechen. Sie sind immer darauf aus, auf das andere Land zu schimpfen.<\/p>\n<p>Nun sehen wir, wie sich die Welt von der amerikanischen Hegemonie wegbewegt und auf eine multipolare Welt zubewegt. Doch die Vereinigten Staaten scheinen diesen Trend nicht zu verstehen und zu erkennen. Wir scheinen unsere Energie darauf zu verwenden, zu versuchen, China den Kopf unter Wasser zu halten, anstatt zu versuchen, aus eigener Kraft zu konkurrieren.<\/p>\n<p>Unterdessen konzentriert sich China auf die Entwicklung seiner Technologie und die Entwicklung seiner Wirtschaft. Es steht au\u00dfer Frage, da\u00df Chinas Wirtschaft, wenn sie die amerikanische nicht schon \u00fcberholt hat, auf jeden Fall die Kaufkraftparit\u00e4t erreicht hat, und es ist unvermeidlich, da\u00df sie mit ihrer Bev\u00f6lkerungszahl die Gr\u00f6\u00dfe der US-Wirtschaft bald \u00fcbertreffen wird.<\/p>\n<p>Ich denke, es ist ganz offensichtlich, da\u00df die beiden gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften zusammenarbeiten m\u00fcssen. Es gibt so viele globale Probleme, die Zusammenarbeit statt Konkurrenz erfordern; die L\u00e4nder m\u00fcssen \u00fcber Win-Win-Ergebnisse nachdenken. Zum Beispiel, um globale Stabilit\u00e4t zu erm\u00f6glichen und einen nuklearen Winter zu vermeiden. Zum Beispiel, um die Fl\u00fcchtlingsstr\u00f6me unter Kontrolle zu bringen und den Menschenhandel zu stoppen, um Pandemien zu bek\u00e4mpfen und zu verhindern, um von der Aufr\u00fcstung auf die F\u00f6rderung des menschlichen Lebens und der Menschenw\u00fcrde umzuschwenken und um den globalen Terrorismus gemeinsam zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Kurzum, ich m\u00f6chte nur betonen: Es ist f\u00fcr uns alle wichtig, zu erkennen und zu verstehen, da\u00df der einzige Weg, wie alle gewinnen k\u00f6nnen, darin besteht, da\u00df die beiden L\u00e4nder mit dem Unsinn des Kalten Krieges aufh\u00f6ren und herausfinden, wie sie zusammenarbeiten k\u00f6nnen. Es kann einfach nicht funktionieren, da\u00df man sich ein Thema aussucht, bei dem man China anschw\u00e4rzt und auf es einpr\u00fcgelt, und dann ein anderes Thema, bei dem man zusammenarbeiten will.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen vielmals, ich wei\u00df die Gelegenheit zu sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p><em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=g-HjS4Vgi-s\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=g-HjS4Vgi-s\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201e\u0414\u043e\u0301\u0431\u0440\u043e\u0435 \u0431\u0440\u0430\u0301\u0442\u0441\u0442\u0432\u043e \u2014 \u043b\u0443\u0301\u0447\u0448\u0435\u0435 \u0431\u043e\u0433\u0430\u0301\u0442\u0441\u0442\u0432\u043e \u2013 Br\u00fcderlichkeit ist der beste Reichtum\u201c<\/a>, <\/em>Kirk Wiebe (USA), ehemaliger leitender Analyst, Nationale Sicherheitsbeh\u00f6rde (NSA), Mitglied in Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)<\/p>\n\n\n<p><div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Im Wortlaut lesen<\/span><\/a><div class=\"toggle-content\"><\/p>\n<h2>Br\u00fcderlichkeit ist der gr\u00f6\u00dfte Reichtum<\/h2>\n<p class=\"autor\">Von Kirk Wiebe<\/p>\n<p class=\"vor\">Kirk Wiebe ist ehemaliger Leitender Analyst der Nationalen Sicherheitsbeh\u00f6rde (NSA) der USA und Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS).<\/p>\n<p>Hallo, mein Name ist Kirk Wiebe. Ich freue mich, in dieser Er\u00f6ffnungssitzung der Konferenz des Schiller-Instituts sprechen zu d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Ich bin stolzes Mitglied der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (Geheimdienst-Veteranen f\u00fcr Vernunft, VIPS). Wie der Name schon sagt, sind wir zutiefst besorgt dar\u00fcber, wie nachrichtendienstliche Vers\u00e4umnisse und die Manipulation der Wahrheit katastrophale Folgen haben k\u00f6nnen. Das ist im Irakkrieg 2003 geschehen. Davor war es geschehen, als die Anschl\u00e4ge vom 11. September (2001) nicht verhindert wurden, was den 20j\u00e4hrigen Afghanistankrieg zur Folge hatte.<\/p>\n<p>Bill Binney und ich sind am 31. Oktober 2001 aus der Nationalen Sicherheitsbeh\u00f6rde ausgetreten, weil man uns daran gehindert hatte, Mittel einzusetzen, die uns vor dem 11. September zur Verf\u00fcgung standen und die diese Terroranschl\u00e4ge h\u00e4tten verhindern k\u00f6nnen. Korrupte Elemente in unseren Geheimdiensten und unserer Regierung haben uns daran gehindert, sie wurden nie zur Rechenschaft gezogen. Die Folge war, da\u00df Billionen von Dollar und Millionen von Menschenleben auf beiden Seiten in den daraus resultierenden Kriegen verloren gingen.<\/p>\n<p>Noch wichtiger ist, da\u00df die Welt in den letzten 20 Jahren nicht sicherer, sondern unsicherer geworden ist. Ich bin der Meinung, da\u00df jedes Gerede \u00fcber eine m\u00f6gliche milit\u00e4rische Konfrontation oder einen Krieg mit Ru\u00dfland, China oder anderen L\u00e4ndern gr\u00fcndlich mit dem amerikanischen Volk diskutiert werden mu\u00df, was bisher nie der Fall war. Und das m\u00fcssen Personen wie ich tun, die in der Lage sind, aufzudecken, wie diese Entscheidungen tats\u00e4chlich getroffen werden \u2013 Entscheidungen, die oft das Gegenteil von dem sind, was im wahren Interesse der Vereinigten Staaten liegt.<\/p>\n<p>In meiner Zeit bei der National Security Agency habe ich mich auf Geheimdienstinformationen \u00fcber Ru\u00dfland spezialisiert. Vor vier Jahren, auf dem H\u00f6hepunkt des Russiagate-Schwindels, kamen Bill Binney und ich nach New York City und sprachen \u00fcber unsere Ansicht, da\u00df die Behauptung, Ru\u00dfland h\u00e4tte das Demokratische Nationalkomitee gehackt, in keiner Weise durch Beweise untermauert war. Wir sind der Meinung, da\u00df der Fall Julian Assange und \u2013 in anderer Weise \u2013 der Fall Ed Snowden, wenn er von der Welt\u00f6ffentlichkeit und besonders von der v\u00f6llig uninformierten amerikanischen Bev\u00f6lkerung zur Kenntnis genommen w\u00fcrde, die Geheimnisse aufkl\u00e4ren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Meiner Ansicht nach gibt es keine Anzeichen daf\u00fcr, da\u00df Ru\u00dfland einen Krieg will, und ich bezweifle sehr, da\u00df China einen Krieg mit den Vereinigten Staaten will. Aber es besteht auch kein Zweifel daran, da\u00df die Trag\u00f6die in Afghanistan, die Trag\u00f6die im Irak und andere t\u00f6dliche Expeditionen, einschlie\u00dflich unserer Rolle in Libyen und Syrien, nicht die Unterst\u00fctzung des amerikanischen Volkes gehabt h\u00e4tten, wenn man die Ereignisse vom 11. September 2001 verhindert h\u00e4tte \u2013 und Bill Binney, Diane Roark und andere wissen sehr gut, da\u00df man sie h\u00e4tte verhindern k\u00f6nnen. Die Vernunft mu\u00df siegen.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich meinen russischen Gespr\u00e4chspartnern sagen, was ich k\u00fcrzlich am Teardrop Memorial in Bayonne, New Jersey, gesagt habe, das die russische Nation den Vereinigten Staaten zum Gedenken an die Opfer des 11. September gewidmet hat.<\/p>\n<p><i>(auf Russisch:)<\/i><\/p>\n<p>Sehr geehrte russische Freunde!<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte folgendes sagen: Wir sind hier alle in einer Atmosph\u00e4re der Br\u00fcderlichkeit, der Freundschaft und \u2013 ja \u2013 der Liebe versammelt. Wir Amerikaner danken Ihnen aufrichtig f\u00fcr dieses wunderbare, sch\u00f6ne und inspirierende Denkmal \u2013 ein Mahnmal f\u00fcr all jene, die an jenem tragischen Tag vor 20 Jahren starben oder verletzt wurden. Seien Sie gewi\u00df, da\u00df wir Ihnen stets als Weggef\u00e4hrten im Kampf f\u00fcr die Wahrheit und im Kampf gegen den Terrorismus zur Seite stehen werden. Ich danke Ihnen f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>\n<p><\/div><\/div><\/p>\n\n\n<p>&#8211; <em>Gr\u00fc\u00dfe an die Konferenz, <\/em>Gen. Edwin De La Fuenta Jeria, ehem. Oberkommandeur der bolivianischen Streitkr\u00e4fte<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; Frage- und Antwort-Periode <\/em>mit (u.a.) Madison Tang, CODEPINK, Dr. Nikolay Megits, Pr\u00e4sident, Institute of Eastern Europe and Central Asia und Earl Rasmussen, The Eurasia Center<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Can a Strategic Crisis Between the Major Powers Be Avoided? \u2014 Panel 1\" src=\"https:\/\/vimeo.com\/event\/1497312\/embed\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Zweites Panel: Samstag, 13. November, 20.00 Uhr (MEZ)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Die Wissenschaft der physischen Wirtschaft\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Moderator: Claudio Celani <\/strong>(Italien), Executive Intelligence Review (E.I.R.)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Felix Mendelssohn: Elijah, No. 14- Lord God of Abraham, Isaac and Israel, Kevin Thompson, Bass; Dura Jun, Piano<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KoLcybbSGNc&amp;t=9s\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=KoLcybbSGNc&amp;t=9s\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eDie hyperinflation\u00e4re Politik stoppen\u201c<\/a>, <\/em>Paul Gallagher (USA), Mitherausgeber, Executive Intelligence Review (EIR)<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-Kqj66091IY\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=-Kqj66091IY\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eDie drohende Katastrophe in Afghanistan verhindern\u201c,<\/a> <\/em>Dr. Pino Arlacchi (Italien), Soziologieprofessor, Sassari-Universit\u00e4t, ehemaliger Exekutivdirektor des UN-B\u00fcros f\u00fcr Drogenkontrolle und Verbrechensverh\u00fctung und ehemaliger Sonderberichterstatter des Europ\u00e4ischen Parlaments f\u00fcr Afghanistan<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6Wh_Zu6ZKzc\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=6Wh_Zu6ZKzc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eSozio\u00f6konomische Bedingungen in Afghanistan und die Rolle der internationalen Gemeinschaft\u201c<\/a>, <\/em>Amna Malik (Pakistan), Pr\u00e4sident, Center of Pakistan and International Relations (COPAIR)<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iOXg-Cy76f4\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iOXg-Cy76f4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eWie eine zusammenbrechende Wirtschaft und humanit\u00e4re Krise in Afghanistan vermieden werden kann\u201c,<\/a> <\/em>Dr. Shah Mehrabi (Afghanistan), Mitglied im Vorstand der Gouverneure der Zentralbank Afghanistans und Vositzender des Komitees zur Rechnungspr\u00fcfung<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; Frage- und Antwort-Periode <\/em>mit Helga Zepp-LaRouche, (Deutschland) Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin, Schiller-Institut, und Iliad Alexander Terra, (USA), Gr\u00fcnder und Pr\u00e4sident, Rat f\u00fcr Globale Beziehenungen (USA)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fVapeDfKPLA\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=fVapeDfKPLA\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>\u201eEine Strategie zur Zerschlagung von Dope Inc. im 21. Jahrhundert\u201c<\/em>,<\/a> Dennis Small (USA), Leiter der Nachrichtenabteilung f\u00fcr Lateinamerika, Executive Intelligence Review (EIR)<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bu-FQRLNlSY\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bu-FQRLNlSY\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eMacht den Plan des Schiller-Instituts zur Entwicklung Haitis \u00fcberall bekannt\u201c<\/a><\/em>, Billy Anders Estim\u00e9 (Haiti), Mitgr\u00fcnder, Cafe Diplo Haiti<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=A9dCUOP23E4\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=A9dCUOP23E4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eInfrastruktur und Bildung: Der Schl\u00fcssel zu Entwicklung von Haiti und der Dominikanischen Republik\u201c<\/a>, <\/em>Domingo Reyes (Dominikanische Republik), Prof. em. f\u00fcr Wirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p><em>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hkM6rw_xWEc\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=hkM6rw_xWEc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eHaiti und Afghanistan: Die notwendigen Lehren zum Aufbau von Nationen, anstatt Chaos zu schaffen\u201c,<\/a><\/em> Eric Walcott \u2013 Direktor, Strategische Partnerschaften am am Institut f\u00fcr Karibikstudien, Washington, D.C.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZmtuqK2xQVg\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZmtuqK2xQVg\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>\u201eGru\u00dfbotschaft an das Schiller-Institut und die werten G\u00e4ste\u201c<\/em>,<\/a> Jhonny Estor (Haiti), Gr\u00fcnder, \u201eRenaissance Haiti\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7--tX4VXiAc\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=7--tX4VXiAc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eDie dringende Notwendigkeit eines Weltgesundheitssystems \u2013 Sich nicht zu k\u00fcmmern ist unverzeihlich\u201c,<\/a> <\/em>Dr. Joycelyn Elders (USA), ehemalige Surgeon General der USA<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yq5tApQ7XTw\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Yq5tApQ7XTw\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eDas Potential der Reservisteneinheiten des US-Milit\u00e4rs im wirtschaftlichen Wiederaufbau der USA und der ganzen Welt\u201c,<\/a> <\/em>Generalmajor (i.R.) Carroll D. Childers (USA) ehemaliger kommandierender General der einzigen leichten Division in den Reservekomponenten der Nationalgarde f\u00fcr VA, MD, MA, CT und NJ<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=u4DZFa9iw0g\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=u4DZFa9iw0g\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eKommunale Pflegehilfskr\u00e4fte in D.C. \u2013 ein Modell f\u00fcr die Welt\u201c,<\/a> <\/em>Dr. Walter Faggett (USA), ehem. medizinischer Chefkoordinator des Gesundheitsministeriums, Washington D.C., Beisitzender des Gesundheitsausschusses f\u00fcr DC Ward 8<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=m2zHrAwZaLo\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=m2zHrAwZaLo\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eGesundheitsversorgung ist ein Menschenrecht, kein Privileg\u201c,<\/a> <\/em>Dr. Ernest Johnson (USA), emeritierter Pr\u00e4sident NAACP, Anwalt, Professor f\u00fcr Recht, Southern University Law Center, Baton Rouge, L.A.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lyoBf-mBA2M\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=lyoBf-mBA2M\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eUnter dem Deckmantel des Naturschutzes droht Deutschland eine Hungersnot\u201c<\/a><\/em>, Alf Schmidt (Deutschland), unabh\u00e4ngiger Landwirt, Organisator der Bauernproteste in Berlin<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em>\u201eGr\u00fc\u00dfe von der Jahreskonferenz der Kansas Cattleman\u2019s Association\u201c<\/em>, Robert Baker (USA), Landwirtschaftsberater des Schiller-Instituts, Riley Robbins, Pr\u00e4sident der KCA, John Ney, Vizepr\u00e4sident der KCA<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"The Science of Physical Economy \u2014 Panel 2\" src=\"https:\/\/vimeo.com\/event\/1487218\/embed\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Drittes Panel: Sonntag, 14. November, 16.00 Uhr (MEZ)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Das Universum hat keine Grenzen des Wachstums\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Moderator: Megan Dobrodt, <\/strong>P\u00e4sidentin, US-Schiller-Institut<\/p>\n\n\n\n<p>-Ludwig van Beethoven: <em>Abendlied unter&#8217;m gestirnten Himmel<\/em>, WoO 150., John Sigerson, Tenor; Dura Jun, Klavier<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <a href=\"https:\/\/youtu.be\/Fkkzvo2eo8o\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/Fkkzvo2eo8o\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>\u201eDie Rolle der LaRouche-Bewegung, um den Malthusianismus zu besiegen\u201c<\/em>,<\/a> Jason Ross (USA), wissenschaftlicher Berater des Schiller\u2013Instituts<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/youtu.be\/NO_xHwjYg9w\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/NO_xHwjYg9w\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eBotschaft an die Jugend beim COP26-Gipfel\u201c<\/a><\/em>, Dr. Augustinus Berkhout (Niederlande), Professor em. f\u00fcr Geophysik, Technische Universit\u00e4t Delft, Mitglied der K\u00f6niglich-Niederl\u00e4ndischen Akademie der K\u00fcnste und Wissenschaften<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/youtu.be\/LS61UMX3KKM\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/LS61UMX3KKM\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eErdbebenprognosen an den Grenzen der Wissenschaft\u201c<\/a><\/em>, Prof. Sergej Pulinez (Ru\u00dfland), Forschungsleiter des Weltraumforschungsinstituts der Russische Akademie der Wissenschaften<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/youtu.be\/hL1wAxLoEj4\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/hL1wAxLoEj4\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201e\u00dcber Nachhaltigkeit\u201c<\/a><\/em>, Dr. Carl Otto Wei\u00df (Deutschland), ehemaliger Direktor und Professor an der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, Braunschweig,<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <a href=\"https:\/\/youtu.be\/zzP5s5vcrpo\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/zzP5s5vcrpo\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>\u201eEin Post-Mortem des COP26: \u00d6kokolonialismus durch Klimawahrheit beenden\u201c<\/em>,<\/a> Dr. Kelvin Kemm (S\u00fcdafrika), ehemaliger Vorstand der s\u00fcdafrikanischen Nuclear Energy Corporation (NECSA), Direktor und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Stratek Business Strategy Consultants in Pretoria, S.A.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <a href=\"https:\/\/youtu.be\/hZ4Eb3Jwdx0\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/hZ4Eb3Jwdx0\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>\u201eWissenschaft darf nicht als Waffe genutzt werden\u201c<\/em>,<\/a> Landessenator Mike Thomson, Kansas (USA), Vorsitzender des Senatsausschusses f\u00fcr Energieversorgung<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/youtu.be\/vLKohsjmucc\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/vLKohsjmucc\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eDie Klimamodelle der Nobelpreistr\u00e4ger sind falsch\u201c<\/a><\/em>, Prof. Franco Battaglia (Italien), Professor f\u00fcr Physikalische Chemie, Universit\u00e4t Modena; Mitglied des initiierenden Komitees der Erkl\u00e4rung \u201eKlima, eine Gegenstrom-Petition\u201c, Juli 2019<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"There Are No Limits to Growth in the Universe \u2014 Panel 3\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/gMtyQjyfanE?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Viertes Panel: Sonntag, 14. November, 20.00 Uhr (MEZ)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Die Sch\u00f6nheit der wahren menschlichen Kultur\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Moderator: Diane Sare,<\/strong> Schiller-Institut<\/p>\n\n\n\n<p>-Traditionaler Spiritual, arr. Moses Hogan: <em>He\u2019s Got the Whole World in His Hands Linda Childs,<\/em> Alto; Dura Jun, Klavier<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Ludwig van Beethoven: <em>Agnus Dei <\/em>, Missa Solemnis, Opus 123, Schiller Institute NYC Chorus<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=v16IZRSjRlw\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=v16IZRSjRlw\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> <em>\u201eDas Squid-Spiel und andere Dinge, die auf uns zukommen\u201c<\/em><\/a>, Jacques Cheminade (Frankreich), Pr\u00e4sident, Solidari\u00e9 et Progr\u00e8s<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <a href=\"https:\/\/youtu.be\/RtdJxcG5T18\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/youtu.be\/RtdJxcG5T18\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>\u201e\u00dcber die \u00e4sthetische Erziehung in China\u201c<\/em>,<\/a> Xu Wang (China), Exekutivdirektor des Boao Kultur- und Kreativ\u00e4tsinstituts<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sPLEgLY5Bps\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sPLEgLY5Bps\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eBildung: Ein Rennen gegen die Zeit\u201c<\/a><\/em>, Prof. Zaher Wahab (Afghanistan), emigrierter Professor f\u00fcr Bildung, Ehemaliger Berater des afghanischen Minsters f\u00fcr H\u00f6here Bildung<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RHoPMMTrVlU\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=RHoPMMTrVlU\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eDas chinesische Engagement f\u00fcr Bildung aus der Sicht eines amerikanischen Lehrers\u201c<\/a><\/em>, Denise Rainey (USA), Lehrerin und Schuldirektorin i.R., Rochester, N.Y.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nItQGHpHfZU\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=nItQGHpHfZU\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>\u201e\u00dcber Bildung\u201c<\/em>,<\/a> Prof. Dr. Ole Doering (Deutschland), Sinologe und Philosoph<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cEGSW7RS884\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=cEGSW7RS884\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eWie die Weltgesundheitsplattform die Zukunft des Westens retten wird\u201c<\/a><\/em>, Diane Sare, Gr\u00fcnderin des New Yorker Schiller-Institut Chores<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; <em>\u201eSchlu\u00dfbemerkungen\u201c<\/em>, Helga Zepp-LaRouche (Deutschland), Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin, Schiller-Institut<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-vimeo wp-block-embed-vimeo wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"The Beauty of True Human Culture \u2014 Panel 4\" src=\"https:\/\/vimeo.com\/event\/1487239\/embed\" width=\"640\" height=\"360\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button has-custom-width wp-block-button__width-100\"><a class=\"wp-block-button__link has-vivid-cyan-blue-background-color has-background\" href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/mitglied-werden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Werden Sie Mitglied<\/strong><\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eAlle moralischen Ressourcen der Menschheit m\u00fcssen mobilisiert werden: Die Menschheit mu\u00df die unsterbliche Spezies sein!\u201c Internationale Internetkonferenz des Schiller-Instituts und des ICLC am 13. und 14. 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