{"id":81132,"date":"2021-10-19T12:18:44","date_gmt":"2021-10-19T16:18:44","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=81132"},"modified":"2021-10-19T12:18:46","modified_gmt":"2021-10-19T16:18:46","slug":"daenisches-schiller-institut-veranstaltet-internationales-seminar-zum-wiederaufbau-afghanistans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2021\/10\/19\/daenisches-schiller-institut-veranstaltet-internationales-seminar-zum-wiederaufbau-afghanistans\/","title":{"rendered":"D\u00e4nisches Schiller-Institut veranstaltet internationales Seminar zum Wiederaufbau Afghanistans"},"content":{"rendered":"\n<p>Angesichts der akuten humanit\u00e4ren Krise f\u00fcr die afghanische Bev\u00f6lkerung und der Notwendigkeit umfassender wirtschaftlicher Entwicklung nach 20 Jahren US-NATO-Krieg veranstaltete das d\u00e4nische Schiller-Institut am 11.10. eine kombinierte Pr\u00e4senz- und Livestream-Konferenz mit dem Titel \u201eAfghanistan: Was nun? Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung\u201c. Die Redner, die pers\u00f6nlich nach Kopenhagen anreisten, waren Hussein Askary, S\u00fcdwestasien-Koordinator des Schiller-Instituts, Professor Pino Arlacchi aus Italien, der \u00fcber umfangreiche Erfahrungen in Afghanistan verf\u00fcgt, und S.E. Ahmad Farooq, Botschafter Pakistans in D\u00e4nemark.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Botschaften Chinas und des Iran in D\u00e4nemark sowie die afghanische Botschaft aus Norwegen sandten dem Seminar Erkl\u00e4rungen und einen eigenen Bericht. Unter den internationalen G\u00e4sten waren Vertreter aus S\u00fcdwestasien, Asien, Afrika und europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Die Vorsitzende des internationalen Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, k\u00fcndigte in ihrer Botschaft an die Konferenz den internationalen Aktionstag am 14.10. an, um die Freigabe afghanischer Guthaben aus westlichen (vor allem US-) Banken zu fordern.<\/p>\n\n\n\n<p>Askary, der auch Vorstandsmitglied des schwedischen Belt and Road Institute (BRIX) ist, beschrieb das Potential des Programms des Schiller-Instituts f\u00fcr \u201eFrieden durch wirtschaftliche Entwicklung\u201c, das nach dem Zusammenbruch des Systems der permanenten Kriege f\u00fcr Afghanistan und weit dar\u00fcber hinaus Wirklichkeit werden k\u00f6nnte. Es w\u00e4re katastrophal, wenn westliche Regierungen weiter das Verm\u00f6gen Afghanistans einfrieren und Entwicklungshilfe zur\u00fcckhalten, nur um zu beweisen, da\u00df die Taliban unf\u00e4hig sind, das Land zu regieren. Vielmehr sei es jetzt an der Zeit, Afghanistan in die beeindruckende wirtschaftliche Entwicklung der Region mit Chinas G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative (BRI) einzubinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Arlacchi, 1997-2002 Exekutivdirektor des UN-B\u00fcros f\u00fcr Drogen- und Verbrechensbek\u00e4mpfung (UNODC), ehemaliges Mitglied und Afghanistan-Berichterstatter des Europaparlaments, ist derzeit Professor f\u00fcr Soziologie an der Universit\u00e4t Sassari in Italien. Helga Zepp-LaRouche wirbt daf\u00fcr, Arlacchi mit der Leitung einer globalen Hilfs- und Entwicklungsmobilisierung f\u00fcr Afghanistan zu beauftragen.<\/p>\n\n\n\n<p>Er gab einen Insiderbericht dar\u00fcber, wie er w\u00e4hrend seines UN-Mandats vor 2001 erfolgreich \u00fcber die Unterbindung der Opiumproduktion in Afghanistan verhandelt hatte, wie die USA und Gro\u00dfbritannien diese Politik nach Kriegsbeginn aufgaben, und wie man die Opiumproduktion heute beenden kann. Arlacchi betonte, die westlichen L\u00e4nder sollten die neue Regierung anerkennen, da diese die Kontrolle \u00fcber das Land \u00fcbernommen habe. Wenn man sie als Sieger des Konflikts respektvoll behandele, k\u00f6nne man \u00fcber alle wichtigen Fragen verhandeln, angefangen bei den Frauenrechten.<\/p>\n\n\n\n<p>Ahmad Farooq sprach \u00fcber die komplexen Beziehungen zwischen Pakistan und Afghanistan und stellte fest, es sei seit langem klar gewesen, da\u00df die von den USA gef\u00fchrte milit\u00e4rische Option scheitern w\u00fcrde. Man brauche eine geo\u00f6konomische Strategie, wie sie Pakistans Ministerpr\u00e4sident Imran Khan fordere, um Afghanistan zu entwickeln und es mit den umliegenden L\u00e4ndern zu verbinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Reden, Botschaften sowie Ausz\u00fcge aus der Diskussion erscheinen im englischen Original in der kommenden Ausgabe von <em>EIR Online <\/em>(<em>https:\/\/larouchepub.com<\/em>).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Afghanistan: What now? 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