{"id":76450,"date":"2021-07-09T04:43:30","date_gmt":"2021-07-09T08:43:30","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=76450"},"modified":"2021-09-27T17:12:20","modified_gmt":"2021-09-27T21:12:20","slug":"brzezinskis-alptraum-ein-khyber-pass-entwicklungskorridor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2021\/07\/09\/brzezinskis-alptraum-ein-khyber-pass-entwicklungskorridor\/","title":{"rendered":"Brzezinskis Alptraum: ein `Khyber-Pass-Entwicklungskorridor&#8216;"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Besetzung Afghanistans durch die Vereinigten Staaten\/NATO, die letzte, lange Spur der nutzlosen Verschwendung von Blut und Sch\u00e4tzen in diesem leidenden Land, geht jetzt zu Ende. Es ist jedoch auch ein alternativer Ansatz zum Frieden durch wirtschaftliche Entwicklung denkbar, der jetzt gelingen k\u00f6nnte, wenn die <em>conditio sine qua non<\/em>, die Lyndon LaRouche vor Jahren deutlich machte, in die Tat umgesetzt w\u00fcrde. Die Gro\u00dfm\u00e4chte in der Region \u2013 China, Ru\u00dfland und Indien \u2013 sollten mit den Vereinigten Staaten in Kontakt treten, und zwar nicht mit ihren Spezialeinheiten, sondern mit ihren Ingenieuren und ihren Krediten, um diesen Erfolg zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Dies wurde von LaRouches <em><a href=\"https:\/\/shop.eir.de\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/shop.eir.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Executive Intelligence Review<\/a><\/em> bereits 1997 in Sonderberichten vorgeschlagen. Es wurde durch Regimewechsel-Kriege in der gesamten Region sabotiert. 2014 wurde es erneut<a href=\"https:\/\/www.solidaritaet.com\/neuesol\/2014\/18\/krupnow.htm\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.solidaritaet.com\/neuesol\/2014\/18\/krupnow.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> von Ru\u00dfland vorgeschlagen<\/a> \u2013 ein Konzept zur Entwicklung der afghanischen Region, \u00fcber das <em>EIR<\/em> in seinem Sonderbericht <a href=\"https:\/\/shop.eir.de\/produkt\/die-neue-seidenstrasse-wird-zur-weltlandbruecke-pdf\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/shop.eir.de\/produkt\/die-neue-seidenstrasse-wird-zur-weltlandbruecke-pdf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eDie Neue Seidenstra\u00dfe wird zur Weltlandbr\u00fccke\u201c<\/a> von 2014 berichtete \u2013 wurde aber wiederum durch Ru\u00dflands Ausschlu\u00df aus der G8 nach dem Ukraine-Putsch verhindert. Dahinter verbirgt sich der Plan des britischen Geheimdienstes unter Federf\u00fchrung Bernard Lewis\u2018, der von Zbigniew Brzezinski in seiner Funktion als Nationaler Sicherheitsberater unter Jimmy Carter \u00fcbernommen wurde, diese Region als \u201eKrisenbogen\u201c, als permanente Kriegs- und Terrorwaffe gegen Ru\u00dfland und China einzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wichtige Nationen in der Region zusammenarbeiten, bietet die Belt and Road Initiative, die urspr\u00fcnglich als von China initiiertes Landbr\u00fccken-Infrastrukturprojekt quer durch Eurasien konzipiert wurde, an dem aber inzwischen mehr als 100 L\u00e4nder beteiligt sind, dem Land Afghanistan, einschlie\u00dflich der Taliban, wirtschaftliche Entwicklungsvorteile und -perspektiven.<\/p>\n\n\n\n<p>Die offensichtliche Frage ist, warum die U.S.\/NATO-Besatzung so lange darauf beharrte, die Regierung Afghanistans zu blockieren und Verhandlungen zur Belt and Road Initiative aufzunehmen, wo das Land sich doch eindeutig offen daf\u00fcr zeigt und der dringende Bedarf an Entwicklung besteht, wie wir hier ausf\u00fchren werden.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Railway-technology.com<\/em>, <em>Belt and Road News<\/em> und <em>The Diplomat<\/em> haben alle k\u00fcrzlich \u00fcber die im Februar 2021 von den Au\u00dfenministern Pakistans, Afghanistans und Usbekistans getroffene Vereinbarung berichtet, eine Eisenbahnlinie f\u00fcr gesch\u00e4tzte 4,8 Milliarden US-Dollar von Taschkent, Usbekistans n\u00f6rdlichster Gro\u00df- und Hauptstadt, \u00fcber Mazar-e-Sharif und Kabul in Afghanistan, nach Peshawar in Pakistan zu bauen. Usbekistan \u2013 laut <em>The Diplomat<\/em> der Initiator des Plans \u2013 schlug vor, die Weltbank um die Finanzierung zu bitten, und dieser Antrag wurde im April gestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Au\u00dferdem wurde vor kurzem zwischen Vertretern Pakistans und Afghanistans ein Autobahnprojekt Peshawar-Kabul-Dushanbe vereinbart. Dieses von Pakistan unter dem Namen Khyber-Pass-Wirtschaftskorridor geplante Projekt, das als Ableger des China-Pakistan-Wirtschaftskorridors (CPEC) konzipiert ist, geht auf eine Machbarkeitsstudie vom M\u00e4rz 2015 zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn die Schienen- und Stra\u00dfenentwicklungen kombiniert werden, ist das ein wirksamer Beginn eines Nord-S\u00fcd-Transport- und Wirtschaftsentwicklungskorridors, der von der eurasischen Hauptlandbr\u00fccke im Norden bis zum Indischen Ozean im S\u00fcden verl\u00e4uft. Dies gilt, obwohl die Kernstrecke Kabul-Peshawar durch den Khyber-Pass in Ost-West-Richtung verl\u00e4uft. Taschkent wird den Korridor im Norden \u00fcber sekund\u00e4re Eisenbahnlinien mit dem G\u00fcterumschlagplatz in Khorgos in Kasachstan verbinden, der an der Hauptstrecke der Eurasischen Landbr\u00fccke zwischen dem Hafen Lanzhou in China und Ru\u00dfland bzw. Europa liegt. Peshawar wird \u00fcber den China-Pakistan-Wirtschaftskorridor (CPEC) direkt mit Pakistans wachsendem Hafen Gwadar am Indischen Ozean verbunden \u2013 und nat\u00fcrlich wieder mit Chinas s\u00fcdlichem industriellen Kernland. Mazar-e-Sharif im \u00e4u\u00dfersten Norden Afghanistans ist derzeit die einzige afghanische Stadt mit einem Bahnanschlu\u00df, haupts\u00e4chlilch nach Usbekistan.<\/p>\n\n\n\n<p>Innerhalb Afghanistans selbst w\u00fcrde dieser Schienen-Stra\u00dfen-Korridor den nord\u00f6stlichen Quadranten der Afghanistan-Ringstra\u00dfe zu einem gesch\u00fctzten Teil dieses internationalen Korridors machen; und \u00fcber Mazar-e-Sharif w\u00fcrde er die tadschikische Hauptstadt Duschanbe anbinden, die \u00f6stlich dieses Korridors liegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gro\u00dfen Wirtschaftsm\u00e4chte m\u00fcssen sich von Spannungen, Anklagen und Konfrontationen abwenden und zusammenarbeiten, damit dieses Potential endlich Frieden und Entwicklung in Afghanistan erm\u00f6glicht. Die Eisenbahnlinie von Peschawar nach Taschkent und m\u00f6glicherweise nordw\u00e4rts nach Ru\u00dfland wird ernstzunehmende logistisch-technische Herausforderungen stellen, die nur die chinesischen Eisenbahnbauunternehmen l\u00f6sen k\u00f6nnen. Das Darlehen der Weltbank wird nur gew\u00e4hrt werden, wenn die Vereinigten Staaten zustimmen, den Plan zu unterst\u00fctzen, und dann kann sich die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) an der Bereitstellung weiterer Kredite beteiligen. Die Entwicklung entlang des Korridors wird umfangreiche zus\u00e4tzliche Stromerzeugungskapazit\u00e4ten erfordern, die am besten in Form von Kernkraftwerken von Ru\u00dflands weltweit f\u00fchrendem Atomexporteur Rosatom bereitgestellt werden k\u00f6nnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das sind lediglich die Anf\u00e4nge des Bedarfs an Strom, Wassermanagement, Transport und der jetzt dringend notwendigen Gesundheitsversorgung. Dies ist der Ausweg aus der st\u00e4ndigen Kriegsf\u00fchrung entlang des \u201eKrisenbogens\u201c, den LaRouche erstmals 1998 in seiner viel beachteten Videoproduktion <em>Sturm \u00fcber Asien<\/em> aufzeigte.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/helga-zepp-larouche\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/helga-zepp-larouche\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Helga Zepp-LaRouche<\/a> schreibt in der Einleitung zu dem 2010 von der <a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/bueso.de\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/bueso.de\/\" target=\"_blank\"><em>B\u00fcrgerrechtsbewegung Solidarit\u00e4t <\/em><\/a>ver\u00f6ffentlichten Wei\u00dfbuch <em><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/bueso.de\/afghanistan-totenacker-imperien-1\" target=\"_blank\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/bueso.de\/afghanistan-totenacker-imperien-1\">Afghanistan: Totenacker der Imperien<\/a><\/em>: &#8222;Es gibt keinen einzigen Grund, warum auch nur ein einziger Bundeswehrsoldat auch nur einen Tag l\u00e4nger in Afghanistan eingesetzt bleiben sollte. Denn dieser Krieg, der \u00fcberhaupt nie h\u00e4tte angefangen werden d\u00fcrfen und von dessen angeblichen Kriegszielen nach neun langen Jahren niemand mehr spricht, ist nichts weiter als eine Falle f\u00fcr 42 der 43 am Einsatz beteiligten Nationen &#8211; ein Konflikt, der nicht zuletzt dazu dient, den dritten Opiumkrieg des britischen Empires zu unterst\u00fctzen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Der Sturm \u00fcber Asien \u2013 Eine geopolitische Analyse mit Lyndon LaRouche\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/vM-co36si7I?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Besetzung Afghanistans durch die Vereinigten Staaten\/NATO, die letzte, lange Spur der nutzlosen Verschwendung von Blut und Sch\u00e4tzen in diesem leidenden Land, geht jetzt zu Ende. 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