{"id":76239,"date":"2021-07-05T09:55:26","date_gmt":"2021-07-05T13:55:26","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=76239"},"modified":"2021-07-05T10:34:49","modified_gmt":"2021-07-05T14:34:49","slug":"g20-gipfel-in-matera-lange-rhetorik-zu-wenig-loesungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2021\/07\/05\/g20-gipfel-in-matera-lange-rhetorik-zu-wenig-loesungen\/","title":{"rendered":"G20-Gipfel in Matera: Lange Rhetorik, zu wenig L\u00f6sungen"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Au\u00dfen- und Entwicklungsminister der G20 und Vertreter von UN-Organisationen trafen sich heute zu einem eint\u00e4gigen Gipfel in Matera, Italien, zu dem der italienische Au\u00dfenminister Luigi Di Maio eingeladen hatte, da Italien derzeit die rotierende Pr\u00e4sidentschaft der Gruppe innehat. Einige der Minister erschienen pers\u00f6nlich, die Minister Chinas, Ru\u00dflands, Brasiliens und anderer L\u00e4nder nahmen jedoch virtuell teil. Der Hauptschwerpunkt des Gipfels, dessen einfallsloser Titel \u201eMensch, Planet, Wohlstand\u201c lautete, war der Kampf gegen die COVID-19-Pandemie sowie gegen Ern\u00e4hrungsunsicherheit, Hunger, Armut, Krankheiten und die F\u00f6rderung von \u201enachhaltiger Entwicklung\u201c und \u201enachhaltigen\u201c Gesundheitssystemen \u2013 vor allem f\u00fcr Afrika. Di Maio sagte in der abschlie\u00dfenden Pressekonferenz, die G20 habe eine besondere Verantwortung dabei, Afrika zu helfen, eine \u201eschwierige Phase\u201c zu \u00fcberwinden. Dies m\u00fcsse so geschehen, da\u00df die Menschen nicht das Bed\u00fcrfnis h\u00e4tten, ihre L\u00e4nder zu verlassen und nach Europa zu migrieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.g20.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Matera-Declaration.pdf\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.g20.org\/wp-content\/uploads\/2021\/06\/Matera-Declaration.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201eMatera Declaration on Food Security, Nutrition and Food Systems\u201c<\/a> (Matera-Erkl\u00e4rung \u00fcber Ern\u00e4hrungssicherheit, Ern\u00e4hrung und Nahrungsmittelsysteme) k\u00fcndigt eine Reihe von Initiativen an, um die dringendsten Probleme des Entwicklungssektors anzugehen, jedoch alle verpackt im Gewande der \u201eNachhaltigkeit\u201c, des Respekts f\u00fcr biologische Vielfalt und Geschlechtergleichsetzung, sowie Anpassung der \u201eLandwirtschaft und Nahrungsmittelsysteme an den Klimawandel\u201c. Die Erkl\u00e4rung endet mit einem Aufruf zu einer \u201eglobalen Mobilisierung\u201c, um diese Probleme zu l\u00f6sen, w\u00e4hrend sie keine der L\u00f6sungen pr\u00e4sentiert, die tats\u00e4chlich zu Ergebnissen f\u00fchren k\u00f6nnten. Dieses Dokument schreit f\u00f6rmlich nach den programmatischen Vorschl\u00e4gen des Schiller-Instituts und der LaRouche Organisation (TLO) zum Aufbau eines globalen Gesundheitssystems, zur Bankrottreorganisation des globalen Finanzsystems und zum Wiederaufbau der Weltwirtschaft mit gro\u00dfen Infrastrukturprojekten.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Konferenz selbst gab es viel Rhetorik \u00fcber \u201eMultilateralismus\u201c, lautstark vorgetragen von US-Au\u00dfenminister Tony Blinken, der die Dreistigkeit besa\u00df, zu sagen, da\u00df die USA die multilateralen Bem\u00fchungen um die Verteilung von Impfstoffen anf\u00fchrten, worauf der chinesische Staatsrat und Au\u00dfenminister Wang Yi als Antwort twitterte, da\u00df \u201eMultilateralismus kein hochtrabender Slogan ist, geschweige denn eine sch\u00f6ne Geschenkverpackung f\u00fcr den Einsatz unilateraler Handlungen.\u201c In seinen \u00f6ffentlichen \u00c4u\u00dferungen forderte Wang ein Ende des \u201eNullsummenspiels\u201c in den Au\u00dfenbeziehungen. Bei der Bek\u00e4mpfung der Pandemie sei es beispielsweise f\u00fcr alle von Vorteil, wenn jene Nationen, die \u00fcber Impfstoffe und Impfstoffkapazit\u00e4ten verf\u00fcgen, ihre Exportbeschr\u00e4nkungen aufheben w\u00fcrden. Ideologische Hindernisse sollten beseitigt und die Arbeit aufgenommen werden, um die Impfstoffproduktion und die Versorgungsketten zu stabilisieren, betonte er. Der deutsche Au\u00dfenminister Heiko Maas ignorierte diesen Ratschlag, als er beklagte, da\u00df Ru\u00dfland und China ihre \u201eImpfstoffdiplomatie\u201c nur als politisches Druckmittel in den L\u00e4ndern, die sie unterst\u00fctzen, einsetzten. \u201eWir m\u00fcssen offen dar\u00fcber reden, da\u00df wir von ihrer Impfstoffdiplomatie nicht viel halten\u201c, wetterte er.<\/p>\n\n\n\n<p>Michele Geraci, ehemaliger Staatssekret\u00e4r im italienischen Ministerium f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung, sagte in einem Interview mit CGTN, da\u00df viel \u00fcber Multilateralismus geredet werde, aber wenn dies bedeute, da\u00df 200 Nationen ihr eigenes Ding machten und sich alle (aus der Kooperation) zur\u00fcckz\u00f6gen, funktioniere das nicht. Dies schade der Produktion, den zwischenmenschlichen Kontakten, der internationalen Bildung usw. Es bed\u00fcrfe echter Zusammenarbeit, betonte er.<\/p>\n\n\n\n<p>Di Maio und andere italienische Teilnehmer wiesen darauf hin, da\u00df im Hinblick auf den Gesundheitsschutz eine Reihe von internationalen Nahrungsmittel-Hilfsorganisationen in Rom ans\u00e4ssig seien \u2013 das Weltern\u00e4hrungsprogramm, die Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation usw. \u2013 und da\u00df diese zusammen mit Italien am 26. und 28. Juli Gastgeber des Vorgipfels der Weltern\u00e4hrungssysteme sein w\u00fcrden, der im September bei der UN stattfinden werde. Wie <em>EIR<\/em> hervorgehoben hatte, werde die Veranstaltung in Rom im Juli auf geradezu erschreckende Art und Weise als ein Treffen von \u201eInteressenvertretern\u201c organisiert sein \u2013 f\u00fcr Frauen, Jugend, Klima- und Biodiversit\u00e4tsgruppen usw. \u2013 deren angestrebte L\u00f6sungen sich um die Natur drehten, statt auf die Beendigung des Hungers ausgerichtet zu sein. Dies sei genau das Modell des Davoser Weltwirtschaftsforums, das Klaus Schwab im Januar angek\u00fcndigt habe.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Au\u00dfen- und Entwicklungsminister der G20 und Vertreter von UN-Organisationen trafen sich heute zu einem eint\u00e4gigen Gipfel in Matera, Italien, zu dem der italienische Au\u00dfenminister Luigi Di Maio eingeladen hatte, da Italien derzeit die rotierende Pr\u00e4sidentschaft der Gruppe innehat. 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