{"id":75750,"date":"2021-06-23T15:08:11","date_gmt":"2021-06-23T19:08:11","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=75750"},"modified":"2021-06-23T15:08:14","modified_gmt":"2021-06-23T19:08:14","slug":"afrika-wird-von-dritter-covid-welle-getroffen-eine-gerechte-impfstoffverteilung-haette-sie-verhindern-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2021\/06\/23\/afrika-wird-von-dritter-covid-welle-getroffen-eine-gerechte-impfstoffverteilung-haette-sie-verhindern-koennen\/","title":{"rendered":"Afrika wird von dritter Covid-Welle getroffen; eine gerechte Impfstoffverteilung h\u00e4tte sie verhindern k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"\n<p>Afrika ist jetzt offiziell von der dritten Pandemiewelle betroffen. In dieser Wintersaison auf der S\u00fcdhalbkugel sind wenige Erleichterungen in Sicht und es gibt neue, ansteckendere Varianten, mit denen umgegangen werden mu\u00df. \u201eDie Zahl der Neuinfektionen ist in der letzten Woche innerhalb des Kontinents um fast 30% gestiegen und die Zahl der Todesf\u00e4lle um 15%\u201c, sagte die WHO-Regionaldirektorin f\u00fcr Afrika, Dr. Matshidiso Moeti, in ihrer w\u00f6chentlichen Pressekonferenz am 17. Juni. \u201eDie Gefahr einer dritten Welle ist real und nimmt zu.\u201c Lediglich 1% der afrikanischen Bev\u00f6lkerung sei bisher geimpft worden, was an den massiven logistischen H\u00fcrden sowie der mangelnden Zug\u00e4nglichkeit und Finanzierung von Impfstoffen liege.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Binnenland Uganda ist der neueste Krisenherd \u2013 in der Nation mit fast 50 Millionen Einwohnern sind die F\u00e4lle in der letzten Woche um 131% gestiegen, in Namibia, der Demokratischen Republik Kongo und Angola gab es jeweils geringere Anstiegsraten. Viele der Opfer sind jetzt j\u00fcnger und ein viel h\u00f6herer Prozentsatz von ihnen ben\u00f6tigt nun Sauerstoff zur Behandlung. Ugandas Krankenh\u00e4user sto\u00dfen an ihre Kapazit\u00e4tsgrenzen und das Land hat die Nachbarstaaten um Hilfslieferungen gebeten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine weitere Nation, die erneut ungewollt im Rampenlicht steht, ist S\u00fcdafrika, wo sich Pr\u00e4sident Cyril Ramaphosa am 15. Juni gezwungen sah, eine nationale Ansprache zu halten, um den erneuten Lockdown der Stufe 3 zu erkl\u00e4ren. \u201eEine dritte Welle von Infektionen ist \u00fcber uns gekommen\u201c, sagte der Pr\u00e4sident. Allein in den letzten zwei Wochen \u201ehat sich die durchschnittliche Zahl der t\u00e4glichen Neuinfektionen verdoppelt. Zuvor verzeichneten wir t\u00e4glich rund 3.700 Infektionen. In den letzten sieben Tagen haben wir durchschnittlich 7.500 t\u00e4gliche Infektionen registriert. Die Krankenhauseinweisungen aufgrund von COVID-19 sind in den letzten 14 Tagen 59% h\u00f6her als in den vorangegangenen 14 Tagen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Erneut auf die erh\u00f6hte Bedrohung durch Varianten verweisend, sagte Ramaphosa: \u201eDie durchschnittliche Zahl der Menschen, die t\u00e4glich an COVID-19 sterben, ist von 535 vor zwei Wochen auf 791 in den letzten sieben Tagen gestiegen <em>\u2013 um 48%<\/em>.\u201c Obwohl S\u00fcdafrika im letzten Jahr effektiv reagiert und Notfallkapazit\u00e4ten aufgebaut hat, befinden sich vier der bev\u00f6lkerungsreichsten Provinzen offiziell in einer dritten Welle, wobei Gauteng \u2013 die urbanste und bev\u00f6lkerungsreichste \u2013 f\u00fcr fast zwei Drittel der neuen F\u00e4lle der letzten Woche verantwortlich ist. \u201eDer Anstieg der Infektionen &#8230; ist jetzt schneller und steiler\u201c, sagte er, und \u201einnerhalb weniger Tage ist es wahrscheinlich, da\u00df die Zahl der neuen F\u00e4lle in Gauteng den H\u00f6hepunkt der zweiten Welle \u00fcbertreffen wird.\u201c Und der Winter f\u00e4ngt gerade erst an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Verabreichung von Impfstoffen in S\u00fcdafrika wurde empfindlich behindert, zum einen durch die Verweigerung des AstraZeneca-Impfstoffs aus Indien (als dieses mit seiner eigenen Krise konfrontiert war), zum anderen durch die Komplikationen rund um die Version von Johnson &amp; Johnson, von denen beide diese Krise h\u00e4tten verhindern k\u00f6nnen. Impfstoffe sind \u201edie eine Statistik, die einen klaren Grund zur Hoffnung gibt\u201c, sagte Ramaphosa. Letztes Jahr (w\u00e4hrend der zweiten Welle) hatten sich Hunderte von Mitarbeitern im Gesundheitswesen infiziert, als die \u201es\u00fcdafrikanische Variante\u201c zum ersten Mal aufgetreten war. \u201eIn den letzten sieben Tagen\u201c, sagte er, \u201ewurden nur 64 Mitarbeiter des Gesundheitswesens infiziert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird erwartet, da\u00df S\u00fcdafrika ab Ende der Woche seine eigenen Impfstoffe von Johnson &amp; Johnson produziert.<\/p>\n\n\n<p><div class=\"call-to-action-big\"><h2><b>F\u00fcr das Gemeinwohl aller, statt dem Nutzen Weniger!<\/b><\/h2><p class=\"excerpt\">Internationale Schiller-Institut\/ICLC Internetkonferenz, 26. und 27. Juni 2021<\/p><p><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/internationale-schiller-institut-internetkonferenz-26-u-27-juni-2021\/\" class=\"custom-button large\" data-newwindow=\"true\">Zur Anmeldung \u2192<\/a><\/p><\/div><\/p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Afrika ist jetzt offiziell von der dritten Pandemiewelle betroffen. 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