{"id":75508,"date":"2021-06-18T06:21:48","date_gmt":"2021-06-18T10:21:48","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=75508"},"modified":"2021-06-18T06:21:50","modified_gmt":"2021-06-18T10:21:50","slug":"praezedenzfall-fuer-europa-schweiz-lehnt-co2-gesetz-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2021\/06\/18\/praezedenzfall-fuer-europa-schweiz-lehnt-co2-gesetz-ab\/","title":{"rendered":"Pr\u00e4zedenzfall f\u00fcr Europa? Schweiz lehnt CO2-Gesetz ab"},"content":{"rendered":"\n<p>In einer Volksabstimmung am 13.6. haben die Schweizer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger das neue<\/p>\n\n\n\n<p>Klimagesetz, das \u201eCO2-Gesetz\u201c, mit einer Mehrheit von 51,5% abgelehnt.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend die Gegner die Sektkorken knallen lie\u00dfen, sprach die Klimalobby von einem \u201eschwarzen Tag\u201c und \u201eScherbenhaufen f\u00fcr den Schweizer Klimaschutz\u201c, so die Finanz- und Wirtschaftsseite Cash.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Gesetz h\u00e4tte durch h\u00f6here Steuern und Abgaben auf die Nutzung fossiler Brennstoffe einen steilen Anstieg der ohnehin schon hohen Lebenshaltungskosten verursacht, da h\u00f6here Treibstoffpreise, Steuern und Energiekosten jeden getroffen h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend in den Gro\u00dfst\u00e4dten das \u201eJa\u201c gewann, sprach sich die Landbev\u00f6lkerung deutlich f\u00fcr ein \u201eNein\u201c aus, auch weil ein anderes, <a href=\"https:\/\/www.agrarheute.com\/politik\/volksabstimmung-schweizer-stellen-landwirte-582221\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.agrarheute.com\/politik\/volksabstimmung-schweizer-stellen-landwirte-582221\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">paralleles Referendum den Einsatz von k\u00fcnstlichen Pestiziden verboten h\u00e4tte<\/a>. <\/p>\n\n\n\n<p>Es wurde mit 61% abgelehnt. Die Schweizerische Volkspartei (SVP), die gr\u00f6\u00dfte Partei des Landes, mobilisierte f\u00fcr das \u201eNein\u201c zum CO2-Gesetz, die Liberalen (FDP) waren gespalten und eine betr\u00e4chtliche Fraktion stimmte ebenfalls dagegen. Hinzu kam die Opposition von Industrieverb\u00e4nden, darunter der Verband der Treibstoff-, Benzin- und Dieselh\u00e4ndler, der nationale Automobilclub sowie Swiss Aerodromes, die alles von kleinen Flugpl\u00e4tzen bis zu den internationalen Flugh\u00e4fen Z\u00fcrich und Basel vertreten. Und der Verband der Hauseigent\u00fcmer sowie kleinere Wirtschaftsverb\u00e4nde machten eine Kampagne, um die Mittelschicht f\u00fcr das Nein zu gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die SVP argumentierte, das CO2-Gesetz w\u00e4re nicht nur kostspielig, auch die Wirkung sei ungewi\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>Offensichtlich \u00fcberzeugte sie W\u00e4hler auch weit au\u00dferhalb ihrer normalen Unterst\u00fctzerbasis. <a href=\"https:\/\/www.svp.ch\/partei\/publikationen\/parteizeitung\/2021-2\/svp-klartext-januar-2021\/kampf-dem-co2-gesetz\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/www.svp.ch\/partei\/publikationen\/parteizeitung\/2021-2\/svp-klartext-januar-2021\/kampf-dem-co2-gesetz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Lesen Sie hier mehr.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht das erste Mal, da\u00df die Schweizer die von der Klimawandel-Lobby geforderten \u00fcberm\u00e4\u00dfigen pers\u00f6nlichen Einschr\u00e4nkungen und wirtschaftlichen Einbu\u00dfen ablehnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2000 wurden drei Vorschl\u00e4ge zur Besteuerung nicht-erneuerbarer Energien abgelehnt, ebenso wie verschiedene andere Initiativen. Andererseits stimmte 2017 eine Mehrheit f\u00fcr den Ausstieg aus der Kernenergie, die in der Schweiz erhebliche Bedeutung hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Erst am 26.5. hatte sich die Regierung aus den Verhandlungen mit Br\u00fcssel \u00fcber einen Vertrag zur\u00fcckgezogen, der die Beziehungen zur EU ausgeweitet und den Verlust von Souver\u00e4nit\u00e4tsrechten beinhaltet h\u00e4tte, weil sie wu\u00dfte, da\u00df das Abkommen bei einem Referendum durchgefallen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage ist nun, ob das Votum in die EU weiterwirken wird, wo die Opposition gegen die Klimapolitik w\u00e4chst. Polen ist in Aufruhr, weil es gezwungen werden soll, die Kohleindustrie, die 65% des Stroms liefert, zu schlie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber der Schl\u00fcssel ist Deutschland, das die irrationalste Energiepolitik in ganz Europa hat und wo im September hei\u00df umk\u00e4mpfte Bundestagswahlen stattfinden. Bisher scheuen sich die Gegner der \u201eEnergiewende\u201c, diese \u00f6ffentlich anzuprangern, aber die Schweizer Entscheidung wird sie hoffentlich ermutigen. <\/p>\n\n\n\n<p>Es w\u00fcrden den Deutschen sicherlich helfen, sich wie die Schweizer an Friedrich Schillers Wilhelm Tell und den R\u00fctli-Schwur zu erinnern: <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">&#8230;<em><strong>&#8222;Nein, eine Grenze hat Tyrannenmacht,<br>Wenn der Gedr\u00fcckte nirgends Recht kann finden,<br>Wenn unertr\u00e4glich wird die Last &#8211; greift er<br>Hinauf getrosten Mutes in den Himmel,<br>Und holt herunter seine ew&#8217;gen Rechte,<br>Die droben hangen unver\u00e4usserlich<br>Und unzerbrechlich wie die Sterne selbst &#8211;<br>Der alte Urstand der Natur kehrt wieder,<br>Wo Mensch dem Menschen gegen\u00fcbersteht &#8211;<br>Zum letzten Mittel, wenn kein andres mehr<br>Verfangen will, ist ihm das Schwert gegeben &#8211;<br>Der G\u00fcter h\u00f6chstes d\u00fcrfen wir verteid&#8217;gen<br>Gegen Gewalt &#8211; Wir stehn vor unser Land,<br>Wir stehn vor unsre Weiber, unsre Kinder!&#8220;<\/strong><\/em>&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Wissenschaft des Klimawandels ist nicht gekl\u00e4rt<\/strong>, und vieles von dem, was pr\u00e4sentiert wird, basiert \u00fcberhaupt nicht auf Wissenschaft. F\u00fchrende Wissenschaftler mit der Integrit\u00e4t und dem Mut, sich gegen das gef\u00e4hrliche \u201epopulistische\u201c Dogma zu stellen, werden den sogenannten menschengemachten Klimawandel und die fortschrittlichsten wissenschaftlichen Aspekte, einschlie\u00dflich der wissenschaftlichen Erkenntnisse \u00fcber galaktische Oszillationen in den astronomischen Entwicklungen bei der kommenden Konferenz des Schiller-Instituts diskutieren. Der selbstm\u00f6rderische Kurs einiger europ\u00e4ischer Staaten, an der \u201eKernkraft-Nein-Danke\u201c-Haltung festzuhalten, wird ebenfalls er\u00f6rtert werden. \u00a0<\/p>\n\n\n<p><div class=\"call-to-action-big\"><h2><b>F\u00fcr das Gemeinwohl aller, statt dem Nutzen Weniger!<\/b><\/h2><p class=\"excerpt\">Internationale Schiller-Institut\/ICLC Internetkonferenz, 26. und 27. Juni 2021<\/p><p><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/internationale-schiller-institut-internetkonferenz-26-u-27-juni-2021\/\" class=\"custom-button large\" data-newwindow=\"true\">Zur Anmeldung \u2192<\/a><\/p><\/div><\/p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Volksabstimmung am 13.6. haben die Schweizer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger das neue Klimagesetz, das \u201eCO2-Gesetz\u201c, mit einer Mehrheit von 51,5% abgelehnt. 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