{"id":75020,"date":"2021-05-31T07:13:42","date_gmt":"2021-05-31T11:13:42","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=75020"},"modified":"2021-05-31T07:13:44","modified_gmt":"2021-05-31T11:13:44","slug":"lateinamerikanische-experten-draengen-den-atlantic-council-weg-mit-geopolitik-her-mit-impfstoffen-um-leben-zu-retten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2021\/05\/31\/lateinamerikanische-experten-draengen-den-atlantic-council-weg-mit-geopolitik-her-mit-impfstoffen-um-leben-zu-retten\/","title":{"rendered":"Lateinamerikanische Experten dr\u00e4ngen den Atlantic Council: Weg mit Geopolitik, her mit Impfstoffen, um Leben zu retten!"},"content":{"rendered":"\n<p>Am 24. Mai veranstaltete der Atlantic Council ein Webinar mit dem Titel: \u201eDer Wettlauf um Impfstoffe f\u00fcr Lateinamerika und die Karibik\u201c, an dem als besonderer Gast der Gesundheitsminister von Guyana, Dr. Frank Anthony, teilnahm, sowie drei Kommentatoren, n\u00e4mlich Chiles ehemaliger Botschafter in China, Jorge Heine, die Epidemiologin Dr. Jennifer Bouey von der RAND Corporation und Ernesto Londo\u00f1o, der Korrespondent der <em>New York Times<\/em> in Brasilien. Und obwohl der Atlantic Council sich bisher eifrig an dem j\u00fcngsten Gezeter von Medien und Denkfabriken beteiligte, die Chinas Impfstoffe als ein rein \u201ezynisches\u201c politisches Man\u00f6ver bezeichneten, um seinen Einfluss in Lateinamerika und der Karibik zu erh\u00f6hen, mu\u00dfte Moderator Pepe Zhang die Diskussion auf eine ausgewogene Art und Weise f\u00fchren \u2013 und konnte die Realit\u00e4t nicht direkt in Frage stellen, da\u00df Chinas Impfstoffe Leben in der Region retten, w\u00e4hrend die USA hier gar nicht aktiv sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Punkt kam in der Antwort auf eine von Zhangs sorgf\u00e4ltig formulierten Fragen, ob Chinas \u201eImpfstoffdiplomatie\u201c einen \u201eneuen Weg f\u00fcr ein Engagement\u201c in der Region darstelle, deutlich hervor. Botschafter Heine r\u00e4umte rasch mit dem von westlichen Medien und Washingtoner Denkfabriken verbreiteten Narrativ auf, da\u00df China seine Impfstoffe als politisches Druckmittel und zur \u201eBeherrschung\u201c einsetze, und erkl\u00e4rte, da\u00df hier das Timing entscheidend sei. Chinesische Impfstoffe k\u00e4men \u201ejetzt\u201c nach Lateinamerika, w\u00e4hrend die USA und die europ\u00e4ischen L\u00e4nder sie horteten und \u00fcber 2022 oder 2023 spr\u00e4chen. Das sei nicht gut, betonte er und bezeichnete die Diskussion in den westlichen Medien als absurd, in der die Wirksamkeit des Impfstoffs von Pfizer mit der von Chinas Sinopharm verglichen werde, deren Wirksamkeit angeblich bei 70% liege. \u201eDas ist Salongeschw\u00e4tz der reichen L\u00e4nder\u201c, erkl\u00e4rte er. Die Wertsch\u00e4tzung der chinesischen Impfstoffe in der Region sei sehr hoch, f\u00fcgte Heine hinzu. Lateinamerika sei \u201eGround Zero\u201c der COVID-Infektionen und Todesf\u00e4lle, und an den Umgang mit der Krise \u201ewird man sich noch sehr lange erinnern\u201c, warnte er. Die USA sollten sich daher beeilen und Impfstoffe \u201eschnell\u201c bereitstellen.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend er zun\u00e4chst einen sachlichen Bericht \u00fcber die Situation in Guyana und der umliegenden Region gab, machte Dr. Anthony den gleichen Punkt. China habe gro\u00dfe Mengen an Pers\u00f6nlicher Schutz- und Laborausr\u00fcstung sowie 20.000 Dosen Impfstoff von Sinopharm gespendet. (Anglo-amerikanische Medien l\u00fcgen, da\u00df China nie etwas spende). Indien spendete 800.000 Dosen. USAID bot einen Zuschuss an, \u201eaber keine Impfstoffe\u201c. Die Situation in der Region sei jetzt kritisch, warnte er, mit einem Anstieg der F\u00e4lle und Todesf\u00e4lle in Jamaika, Barbados und Trinidad &amp; Tobago. Guyana und die Region seien auch in eine tiefe Wirtschaftskrise getrieben worden. Die Quintessenz sei, da\u00df es nicht genug Impfstoffe gebe. Dies sei in der gesamten Karibik der Fall, betonte er, wo die Impfraten extrem niedrig seien. Er wies darauf hin, da\u00df es einfacher sei, die Impfstoffe von Sinopharm zu lagern, da sie nicht die gleichen K\u00fchlkettenvoraussetzungen ben\u00f6tigten, wie die von Pfizer. Pr\u00e4sident Biden habe 4.000 Dosen Impfstoffe von AstraZeneca an Mexiko und Kanada gespendet und biete S\u00fcdostasien mehr an, aber, so f\u00fcgte Dr. Anthony hinzu, \u201ewir befinden uns im Hinterhof der USA, und mit mehr Impfstoffen k\u00f6nnen wir die Situation herumdrehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Sogar der Korrespondent der <em>New York Times<\/em>, Ernesto Londo\u00f1o, merkte an, da\u00df die USA zwar davor warnten, da\u00df der Umgang mit China \u201eseinen Preis hat\u201c, aber die Realit\u00e4t sei, da\u00df China vielen L\u00e4ndern in der \u201eStunde der Not geholfen hat &#8230; sie waren zuerst da und haben einen Sieg errungen,\u201c w\u00e4hrend die USA Impfstoffe horteten. Und auf die Frage, ob es einen \u201egeopolitischen Wettbewerb\u201c zwischen China und den USA in der Region gebe, antwortete Dr. Jennifer Bouey (RAND Corporation), chinesisch-amerikanische Epidemiologin, die \u00fcber umfangreiche Erfahrungen in China verf\u00fcgt, da\u00df die aktuelle Situation eine Gelegenheit f\u00fcr die USA und China bieten k\u00f6nnte, zusammenzuarbeiten, wie sie es in der Vergangenheit getan h\u00e4tten, als sie bei SARS, der Vogelgrippe und Ebola zusammenarbeiteten, um \u201eein \u00f6ffentliches Gut zu schaffen\u201c. Der Pr\u00e4zedenzfall sei also gegeben. Abschlie\u00dfend bat Zhang jeden Teilnehmer, eine letzte Botschaft zu formulieren, worauf Heine antwortete: Bringt die US-Impfstoffe so schnell wie m\u00f6glich nach Lateinamerika; Londo\u00f1o: Angesichts der enormen Verluste muss die Hilfe bald kommen; Anthony: Bringt die Impfstoffe so schnell wie m\u00f6glich. Dr. Bouey: US-amerikanische, chinesische und lateinamerikanische Wissenschaftler k\u00f6nnen bei der L\u00f6sung der Krise zusammenarbeiten.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 24. 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