{"id":74562,"date":"2021-05-20T04:25:39","date_gmt":"2021-05-20T08:25:39","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=74562"},"modified":"2021-05-20T04:25:42","modified_gmt":"2021-05-20T08:25:42","slug":"mark-carney-afrika-wird-reich-durch-emissionsausgleich-und-entwicklungsverzicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2021\/05\/20\/mark-carney-afrika-wird-reich-durch-emissionsausgleich-und-entwicklungsverzicht\/","title":{"rendered":"Mark Carney: Afrika wird \u201ereich\u201c durch Emissionsausgleich und Entwicklungsverzicht"},"content":{"rendered":"\n<p>Auf der Veranstaltung \u201eThe Road to COP26: Opportunities, Challenges and the African Transition to Net-Zero\u201c am 22. April hat Mark Carney, UN-Sonderbeauftragter f\u00fcr Klimaschutz und fr\u00fcherer Gouverneur der englischen Zentralbank, seine moderne Version der kolonialen Besetzung Afrikas vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf eine Frage, ob Afrika Gelder aus dem \u201eEmissionsausgleich\u201c erhalten werde, sagte Carney, da\u00df der \u201eCarbon-offset-Markt\u201c bis Ende des Jahres eingerichtet sein werde. Afrika werde reich, indem es diesen \u201eAusgleich\u201c westlichen Unternehmen anbiete, die diese \u201eoffsets\u201c f\u00fcr ihre Kohlenstoffemissionen kaufen wollen. Carney sagte, er sei beeindruckt von dem \u201eunglaublichen Nutzen, der durch das bestehende nationale Kapital in Afrika entsteht, und die M\u00f6glichkeit der Emissionsreduzierung und das Wachstum durch Aufforstung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Was meint dieser Herr damit? Indem Afrika seine Ressourcen nicht entwickelt und keine B\u00e4ume f\u00e4llt \u2013 sondern sogar bestehende landwirtschaftliche Nutzfl\u00e4chen wieder aufforstet \u2013 , werde Afrika riesige Summen an \u201eKohlenstoffausgleichszahlungen\u201c erhalten. Wenn sich Afrika also nicht entwickelt, werde es Geld f\u00fcr \u201eEntwicklung\u201c bekommen und f\u00fcr immer ohne moderne Infrastruktur, Industrie oder Landwirtschaft bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Carney: \u201e90 % der Nachfrage nach Kohlenstoffausgleichszahlungen werden aus den fortgeschrittenen Volkswirtschaften kommen, und 90 % des Angebots werden aus den sich entwickelnden Volkswirtschaften kommen, einschlie\u00dflich Afrika. Dies ist ein Markt, der schnell auf 100 Milliarden Dollar pro Jahr anwachsen k\u00f6nnte.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnten die \u201efortschrittlichen Volkswirtschaften\u201c den Entwicklungsl\u00e4ndern nicht vertrauen, da\u00df diese ihre Versprechen einhalten. Deshalb brauche man eine neue Art von Kolonialherrschaft. Carney sagt: \u201eNat\u00fcrlich mu\u00df es Ehrlichkeit und ein gewisses Ma\u00df an Best\u00e4ndigkeit bei den Emissionsausgleichen geben, und diese Best\u00e4ndigkeit mu\u00df verifiziert und \u00fcberwacht werden. Dies ist ein privater Markt, also werden die offsets von privaten Unternehmen wie Microsoft gekauft. Sie werden diese Verpflichtungen nicht eingehen, wenn sie nicht wissen, da\u00df diese offsets in Ruanda oder an anderen Orten in Afrika dauerhaft sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wem, so kann man fragen, werde die Verantwortung zufallen, \u201ezu verifizieren und zu \u00fcberwachen\u201c, da\u00df kein afrikanisches Land seinen Vertrag bricht, seine Ressourcen nicht zu erschlie\u00dfen, und stattdessen W\u00e4lder abzuholzt, um Fabriken, Farmen oder neue St\u00e4dte zu bauen? Die gr\u00fcnen Kolonialherren werden mehr als bereit sein, diese wichtige Aufgabe zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auf der Veranstaltung \u201eThe Road to COP26: Opportunities, Challenges and the African Transition to Net-Zero\u201c am 22. April hat Mark Carney, UN-Sonderbeauftragter f\u00fcr Klimaschutz und fr\u00fcherer Gouverneur der englischen Zentralbank, seine moderne Version der kolonialen Besetzung Afrikas vorgestellt. 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