{"id":68908,"date":"2021-02-17T07:27:47","date_gmt":"2021-02-17T12:27:47","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2021\/02\/17\/naval-war-college-professor-warns-of-nuclear-war-danger\/"},"modified":"2021-02-18T10:58:18","modified_gmt":"2021-02-18T15:58:18","slug":"naval-war-college-professor-warns-of-nuclear-war-danger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2021\/02\/17\/naval-war-college-professor-warns-of-nuclear-war-danger\/","title":{"rendered":"Naval War College Professor warnt vor Atomkriegsgefahr"},"content":{"rendered":"\n<p>Lyle J. Goldstein, Forschungsprofessor am U.S. Naval War College und Gr\u00fcnder des dortigen China Maritime Studies Institute, hat sich in letzter Zeit mehrfach zu der anhaltenden Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und Ru\u00dfland ge\u00e4u\u00dfert. Am 5. Februar wurde er von Radiomoderator Scott Horton interviewt und ver\u00f6ffentlichte am 3. Februar einen Gastkommentar in der <em>Washington Times<\/em>, in dem er vor der Gefahr eines Atomkrieges warnte. Darin lobte Goldstein die Verl\u00e4ngerung des neuen START-R\u00fcstungsabkommens, warnte aber: \u201eEs w\u00e4re t\u00f6richt, uns auf die Schulter zu klopfen und zu glauben, wir h\u00e4tten die schwelende Vollkatastrophe der amerikanisch-russischen Beziehungen wirklich stabilisiert.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eHerr Biden machte im Oktober 2020 seine Ansicht deutlich, da\u00df Ru\u00dfland die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr die nationale Sicherheit der USA darstelle. Nach den Berichten vom Dezember, wonach Ru\u00dfland einen weitreichenden Hacker-Angriff auf die US-Regierung ver\u00fcbt habe, kann man davon ausgehen, da\u00df Moskau und Washington praktisch auf Kriegsfu\u00df bleiben\u201c, schrieb Goldstein. \u201eDer russische Verteidigungsminister enth\u00fcllte kurz vor Weihnachten, da\u00df kriegerische Ann\u00e4herungen des US-Milit\u00e4rs an die Grenze Ru\u00dflands im Vergleich zum Vorjahr um 15% zugenommen h\u00e4tten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWestliche Medien sind momentan auf das Schicksal des russischen Oppositionsf\u00fchrers Alexej Nawalny und die damit verbundenen Proteste fixiert\u201c, bemerkte Goldstein. \u201eAllerdings hat diese Vermischung von innenpolitischen Themen, zusammen mit den verschiedenen Cyber-Komplikationen, einen beunruhigenden &#8218;perfekten Sturm&#8216; f\u00fcr die Beziehungen zwischen den USA und Ru\u00dfland geschaffen.\u201c Goldstein wies die Behauptungen \u00fcber russische Cyber-Angriffe und angebliche russische Bem\u00fchungen, \u201eAmerika zu spalten\u201c, als \u201eDummheit\u201c zur\u00fcck. Stattdessen sollten wir uns \u201eeiner wirklich ernsten nationalen Sicherheitsbedrohung zuwenden, n\u00e4mlich der Frage der Atomwaffen in den Beziehungen zwischen den USA und Ru\u00dfland.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht nur hochkar\u00e4tige russische \u00dcbungen der Nuklearstreitkr\u00e4fte, sondern \u201eauch unn\u00f6tige amerikanische und NATO-Provokationen tragen eindeutig zu erh\u00f6hten Spannungen mit Moskau bei.\u201c Dies geschehe nicht nur an den Grenzen Ru\u00dflands, sondern auch in der Ukraine und in Syrien, wo US\/NATO-Truppen in unmittelbarer N\u00e4he zu russischen Streitkr\u00e4ften operieren. \u201eDie Biden-Administration k\u00f6nnte tats\u00e4chlich versuchen, diese h\u00f6chst kritische bilaterale Beziehung zu verbessern. Der neue Pr\u00e4sident k\u00f6nnte als ersten konstruktiven Schritt seinen Beauftragten befehlen, Ru\u00dfland nicht mehr als &#8218;Gegner&#8216;, geschweige denn als &#8218;herausragende Bedrohung&#8216; zu bezeichnen\u201c, schreibt Goldstein. \u201eEine solche Rhetorik mag momentane psychologische Bed\u00fcrfnisse bedienen (z.B. die Suche nach \u00e4u\u00dferen S\u00fcndenb\u00f6cken) und den Aktienkurs verschiedener R\u00fcstungsunternehmen anschwellen lassen, aber sie sch\u00fcrt auch milit\u00e4rischen Spannungen, die offensichtlich und zunehmend gef\u00e4hrlich sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Goldstein merkt an, da\u00df es im Westen einige gibt, die einen \u201eMaidan\u201c in Moskau begr\u00fc\u00dfen w\u00fcrden, aber \u201eein von Chaos und Gewalt gezeichnetes Ru\u00dfland w\u00fcrde tats\u00e4chlich \u00fcberhaupt nicht mit den Interessen der USA \u00fcbereinstimmen.\u201c Er schlussfolgert: \u201eDie Amerikaner sollten bedenken, da\u00df Ru\u00dflands massive Nuklearstreitkr\u00e4fte unter einheitlicher, stabiler und rationaler Kontrolle stehen \u2013 nicht in den F\u00e4ngen eines zerbrechenden Staates sind, dem die M\u00f6glichkeit eines B\u00fcrgerkriegs droht. Dar\u00fcber hinaus wird ein stabiles und wohlhabendes Russland auch entscheidend sein f\u00fcr die Erholung der Welt von der Wirtschaftskrise, die durch die globale Pandemie verursacht wurde.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im Interview mit Scott Horton merkte Goldstein an, da\u00df der Kalte Krieg pl\u00f6tzlich endete und Triumpfgehabe von Seiten der USA die Antwort war. Die Macht sei uns zu Kopf gestiegen, seit dem Zusammenbruch der UdSSR k\u00f6nnten wir genauso gut \u00fcber die Tr\u00fcmmer herrschen, sagte er (paraphrasiert &#8211; d. Red.). Diese Art von umk\u00e4mpfter Zone, in der es ein Machtvakuum gab (womit er sich auf die ehemaligen Sowjetrepubliken entlang der \u00f6stlichen und s\u00fcdlichen Peripherie Ru\u00dflands bezog), und die NATO sagte, wir werden uns darum k\u00fcmmern. Die Macht Ru\u00dflands sei in dieser Region w\u00e4hrend f\u00fcnf Jahrhunderten lang hin und her gependelt, sagte Goldstein, und es sei ein Spiel mit dem Feuer, zu versuchen zu kl\u00e4ren, wo diese Macht ende. Das Engagement der NATO in Belarus, warnte er, sei eine sehr gef\u00e4hrliche Situation und k\u00f6nne zu einem NATO-Ru\u00dfland-Konflikt f\u00fchren. \u201eWir sollten uns gut \u00fcberlegen, wie wir das vermeiden k\u00f6nnen\u201c, sagte er. Die USA haben kein nationales Interesse in Belarus und es gibt keinen Grund, dar\u00fcber nachzudenken, wie die USA in Belarus und der Ukraine Gewalt anwenden w\u00fcrden. Es gebe derzeit keine glaubw\u00fcrdige Bedrohung f\u00fcr das Baltikum, sagte er.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lyle J. 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