{"id":68664,"date":"2021-02-13T06:42:39","date_gmt":"2021-02-13T11:42:39","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2021\/02\/13\/larouche-in-the-universities-an-example-of-true-agape-what-really-is-power\/"},"modified":"2021-02-16T06:50:31","modified_gmt":"2021-02-16T11:50:31","slug":"larouche-in-the-universities-an-example-of-true-agape-what-really-is-power","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2021\/02\/13\/larouche-in-the-universities-an-example-of-true-agape-what-really-is-power\/","title":{"rendered":"Ein Beispiel f\u00fcr wahre Agape LaRouche in den Universit\u00e4ten \u2013 der wirkliche Begriff von Kraft"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die Internationale LaRouche-Jugendbewegung verfa\u00dfte anl\u00e4\u00dflich des zweiten Todestages von Lyndon H. LaRouche (8. September 1922 &#8211; 12. Februar 2019) die folgende Erkl\u00e4rung:<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Wir, Jugendliche aus aller Welt und Mitglieder des internationalen Schiller-Instituts, haben die Frage gestellt, ob in der akademischen und moralischen Erziehung der vielen jungen Menschen auf diesem Planeten wirklich das Richtige getan wird. Bei der Beantwortung dieser Frage sto\u00dfen wir auf das Paradox, da\u00df, wenn tats\u00e4chlich das Richtige getan w\u00fcrde, die schwere internationale Systemkrise, mit der wir es zu tun haben, nicht existierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Was durch Erziehung und Bildung in die K\u00f6pfe und Herzen unserer Jugend eingeht, gibt ihnen die Mittel an die Hand, um zu entscheiden, was sie mit ihrem Leben anfangen wollen, ob sie eine \u201eVerpflichtung gegen\u00fcber der Gesellschaft\u201c eingehen, um unser Universum zu verbessern. Wenn sie die Methode hinter Lyndon LaRouches Ideen kennenlernen, wird das Wort \u201eVerpflichtung\u201c sie nicht erschrecken. Sie werden darin die Verwirklichung ihrer Ideale sehen, wenn sie sich selbst st\u00e4ndig weiterentwickeln und damit auch den Vorteil ihrer Mitmenschen anstreben.<\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Sinne haben wir eine Initiative mit dem Titel \u201eLaRouche in den Universit\u00e4ten \u2013 der wirkliche Begriff von Kraft\u201c gestartet. Mit ihr wollen wir junge Studenten, Professoren und andere Interessierte mit der Methode und den Beitr\u00e4gen des amerikanischen \u00d6konomen Lyndon LaRouche vertraut machen. In alle Lehrpl\u00e4ne mu\u00df die Geschichte jener Ideen einflie\u00dfen, die es uns im Laufe der Entwicklung der menschlichen Zivilisation erm\u00f6glicht haben, aus existenziellen Krisen gest\u00e4rkt hervorzugehen und eine Renaissance auf h\u00f6herem Niveau zu schaffen. Dies sind das agapische Prinzip und die Ideen zur Staatskunst, die LaRouche zu Lebzeiten entwickelt und beigesteuert hat. Deshalb setzen wir heute, wo diese Ideen notwendiger denn je sind, dieses Projekt am zweiten Jahrestag seines Todes, am 12. Februar, in Gang.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Das ist unsere Petition:<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p><strong>Beginnen wir damit, die von Lyndon LaRouche entwickelte Methode in Akademien, Universit\u00e4ten, Foren, Kursen und Klassenzimmern zu vermitteln, und zwar durch Workshops, Seminare, Leistungskurse, Konferenzen, Wettbewerbe, Experimente, Wissenschafts- und Kunstmessen. \u00d6ffnen Sie Ihren Geist, setzen wir uns hin und diskutieren, wie wir zusammenarbeiten k\u00f6nnen, um die sch\u00f6pferischen F\u00e4higkeiten und das \u201espezifische Verm\u00f6gen kognitiven Erkennens\u201c im Individuum zu aktivieren und eine Dynamik des sokratischen Dialogs als Antwort auf die Suche nach L\u00f6sungen f\u00fcr die Paradoxe der gegenw\u00e4rtigen Krise zu schaffen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir stellen keine Forderungen. Wir bieten die M\u00f6glichkeit, jungen Menschen das zu geben, was ihnen durch das Naturrecht geh\u00f6rt. Das hei\u00dft, einen Wendepunkt in der Geschichte zu schaffen \u2013 eine Option, die sich von dem Pessimismus der heutigen Zeit unterscheidet.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Es stimmt, da\u00df das, was die jungen Menschen mit ihrer Bildung anfangen, nicht in unserer Hand liegt; aber zumindest sind wir mit uns im Frieden, das Richtige getan zu haben, den Jugendlichen den richtigen Weg gezeigt zu haben, der nicht in ihre Selbstzerst\u00f6rung f\u00fchrt.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das ist wahre Liebe zu den Mitmenschen \u2013 wahre Agap\u0113. Unsere Petition kommt nicht aus einem Gef\u00fchl, da\u00df wir von der Gesellschaft die Nase voll haben, oder aus Wut, Ha\u00df oder da\u00df wir uns in einer Opferrolle sehen. Sie ist vielmehr aus der Hoffnung geboren, durch unsere eigenen Anstrengungen ein w\u00fcrdiges Dasein f\u00fcr die Menschheit und alle Bewohner unseres Planeten zu schaffen. Dies sind die Ideen, f\u00fcr die Lyndon LaRouche zu Lebzeiten k\u00e4mpfte, und wir jungen Menschen haben die Verantwortung \u00fcbernommen, sie heute mit noch gr\u00f6\u00dferer Kraft zu verwirklichen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wenn wir die Gegenwart ver\u00e4ndern, er\u00f6ffnet sich eine Zukunft des Wohlergehens, aber auch eine Zukunft voller Paradoxe, die es f\u00fcr unsere zuk\u00fcnftigen Generationen zu l\u00f6sen gilt \u2013 eine Chance, das eigene Gl\u00fcck darin zu suchen, anderen n\u00fctzlich zu sein, statt nur an sich selbst zu denken.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der fr\u00fchere mexikanische Pr\u00e4sident Jos\u00e9 L\u00f3pez Portillo sagte 1998: \u201eJetzt ist es notwendig, da\u00df die Welt auf die <em>weisen Worte<\/em> von <em>Lyndon LaRouche<\/em> h\u00f6rt.\u201c Wir m\u00f6chten hinzuf\u00fcgen: \u201eJetzt ist es notwendig, da\u00df LaRouche in allen Bildungseinrichtungen Welt studiert wird.\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n<p><strong data-rich-text-format-boundary=\"true\">Schlie\u00dfen Sie sich unserer Inititative an!! <br \/><\/strong><\/p>\n<p><div class=\"hr\"><hr \/><\/div><\/p>\n<p><div class=\"one-third\"><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><i>Es folgen Ausz\u00fcge aus Lyndon LaRouches Dokument vom 11. Februar 2001 <a href=\"https:\/\/larouchepub.com\/lar\/2001\/2809_philosophy_victory.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u201eEine Philosophie des Sieges: K\u00f6nnen wir das Universum ver\u00e4ndern?\u201c<\/a> (engl.) Darin erl\u00e4utert LaRouche die oben erw\u00e4hnte Methode<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><\/div><br \/><div class=\"two-third last\"><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/gTf3HU88HJs\/maxresdefault.jpg\" width=\"317\" height=\"178\" \/><\/p>\n<p><\/div><div class=\"clearfix\"><\/div> Die wichtigste und grundlegendste Frage, die sich uns durch die herannahende Katastrophe stellt, ist: In welchem Ma\u00dfe, auf welche Art und Weise und mit welchen Mitteln kann der Mensch prinzipiell vorherige Kenntnis \u00fcber die Methode erlangen, mit der er die gegenw\u00e4rtige Richtung des Schicksals seiner Gesellschaft willentlich und gezielt zum Besseren ver\u00e4ndern kann? Und so sogar die schlimmste, scheinbar unvermeidliche Katastrophe zu \u00fcberwinden, wie sie uns gegenw\u00e4rtig droht?<\/p>\n<p>Aus Gr\u00fcnden, die ich in fr\u00fcheren Schriften ausf\u00fchrlich dargelegt habe, mu\u00df sich jede Er\u00f6rterung dieses Themas sinnvollerweise auf die Ansammlung von Wissen beziehen, die die Menschheit, und im engeren Sinne jede spezifische Kultur, bis zum Zeitpunkt der aktuellen Diskussion besa\u00df. Mit anderen Worten: Die Untersuchung von Sachverhalten, die die eingangs gestellte Methodenfrage betreffen, mu\u00df sich empirisch auf die Wirkungsgeschichte der bisher entwickelten Ideen beziehen, so wie Platon den Begriff Ideen und Leibniz die platonische Idee einer Monadologie definiert hat.<\/p>\n<p><div class=\"one-half\"><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/archive.schillerinstitute.com\/graphics\/Art_Work\/Plato_Aristotle.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"328\" \/><\/p>\n<p><\/div><br \/><div class=\"one-half last\"><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/www.solidaritaet.com\/images16\/mike-1.jpg\" width=\"219\" height=\"329\" \/><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><\/div><div class=\"clearfix\"><\/div> Das ist der Rahmen, in dem sich eine bestimmte Kultur zu einer bestimmten Zeit mit einer bestimmten Herausforderung f\u00fcr ihre weitere Existenz auseinandersetzen mu\u00df. Diese Herausforderung mu\u00df von dem Standpunkt betrachtet werden, da\u00df diese Kultur nicht nur im geographischen Kontext der Welt steht, sondern auch dem Erbe der kulturellen Entwicklung dieser Gesellschaft verpflichtet ist, das sich aus der gesamten Menschheitsgeschichte bis zu diesem Zeitpunkt angesammelt hat. Diese retrospektive Sichtweise definiert die breite Bedeutung historischen Spezifit\u00e4t&#8230;<\/p>\n<p><div class=\"one-half\"><\/p>\n<p>Wenn wir den Begriff \u201eIdee\u201c verwenden, wie es Platon, Kepler oder Leibniz tun w\u00fcrden, meinen wir entweder die Qualit\u00e4t der Idee, die mit einem universellen physikalischen Prinzip verbunden ist, wie z.B. Keplers urspr\u00fcngliche Entdeckung des Prinzips der universellen Gravitation, wie Kepler dies in seiner <i>Neuen Astronomie<\/i> Schritt f\u00fcr Schritt detailliert beschreibt, oder die Idee der Weitergabe einer solchen Idee an eine andere Person. Oder wir meinen die Vorstellung einer Idee, die in Entdeckungen eines universell g\u00fcltigen physikalischen Prinzips in nicht-lebenden wie in lebenden Prozessen steckt, und auch die Weitergabe von Ideen dieser spezifisch kognitiven Qualit\u00e4t, wie sie von Platon definiert wurden, von einer Person zur anderen.<\/p>\n<p><\/div><br \/><div class=\"one-half last\"><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/archive.schillerinstitute.com\/graphics\/photos\/hist_other\/Kepler_Johannes-2.jpg\" \/><\/p>\n<p><\/div><div class=\"clearfix\"><\/div><\/p>\n<p><div class=\"one-half\"><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" src=\"https:\/\/archive.schillerinstitute.com\/graphics\/photos\/youth\/2005\/lym_webcast_sing_Sigerson.jpg\" width=\"316\" height=\"255\" \/><\/p>\n<p><\/div><br \/><div class=\"one-half last\"> Das gleiche Prinzip kommt in jeder Auff\u00fchrung von J.S. Bachs Johannes- und Matth\u00e4us-Passion zum Ausdruck, wenn sie so aufgef\u00fchrt werden, wie Bach die organische Beteiligung zwischen Komponist, Solisten, Chor und Gemeinde beabsichtigte. Die Absicht ist, da\u00df alle \u2013 Komponist, Solisten, Chor und Gemeinde \u2013 am <span style=\"color: #000000;\">Wiedererleben <\/span>dieser Passion innerhalb ihrer eigenen kognitiven Erfahrungen teilhaben k\u00f6nnen. Mozarts Gro\u00dfe Messe, sein sp\u00e4teres Requiem und Beethovens Messen sind Kunstwerke einer Art, die eine wahrhaftige kognitive Erfahrung des Wiedererlebens der Geschichte bewirken, wie sie vom Komponisten, den Ausf\u00fchrenden und den Zuh\u00f6rern geteilt wird.\u00a0<\/div><div class=\"clearfix\"><\/div> <\/p>\n<p>Das ist keine Fiktion und keine blo\u00dfe Unterhaltung, sondern unterstreicht die kognitive Realit\u00e4t der Geschichte \u2013 anstatt nur <span style=\"color: #000000;\">d\u00fcmmlich-reduktionistisch die Schatten an der Wand einer schwach vom Feuerschein erleuchteten H\u00f6hle wahrzunehmen oder verdunkelt im Spiegel der Sinneswahrnehmung zu sehen. <\/span>Die h\u00f6here Wahrhaftigkeit gro\u00dfer klassischer Kunst besteht in diesem Sinne darin, da\u00df sie eine wesentliche Funktion erf\u00fcllt, n\u00e4mlich dem Publikum die kognitive Erfahrung des historischen Gegenstands zu erm\u00f6glichen, auf den sich die Kunst oder eine geeignete Form von Gottesdienst bezieht&#8230;<\/p>\n<p>Letzteres werden andere weitergegeben, und zwar in Form von spezifisch kognitiven Wissensqualit\u00e4ten&#8230; Die Best\u00e4tigung definiert sich danach, wie sie dazu beitr\u00e4gt, die Macht der Gesellschaft in und \u00fcber das Universum physisch zu erh\u00f6hen. Typischerweise mi\u00dft man dies pro Kopf und pro Quadratkilometer eines normierten Querschnitts der Erdoberfl\u00e4che.<\/p>\n<p>Auf heute bezogen k\u00f6nnen wir sagen, da\u00df wir die Absicht eines bestimmten Verfassers kennen, weil er uns derart durch jene spezifische kognitive Erkenntnisf\u00e4higkeit zwingt, in unseren eigenen kognitiven Prozessen die Entdeckung einer experimentell \u00fcberpr\u00fcfbaren Idee zu replizieren. Dieses Prinzip bestimmt die Art und Weise, wie Ideen, wie Platon sie definiert, unter lebenden Menschen ausgetauscht werden; genauso werden auch Ideen als Ideen von der Vergangenheit in die Gegenwart und in die Zukunft mitgeteilt.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu jenem einzelnen Wahrnehmungsschritt, durch den wir Objekte mit Hilfe von Sinneswahrnehmungen zu erkennen lernen (d.h. die rohe empirische Vorstellung von \u201eSinnesgewi\u00dfheit\u201c), erfordert der individuelle Erkenntnisakt einer Idee drei Schritte.<\/p>\n<p>Erstens: Es mu\u00df ein wahres ontologisches Paradox erkannt werden.<\/p>\n<p>Zweitens: Es mu\u00df in einem Hypotheseschritt ein universelles Wirkprinzip entdeckt werden, wodurch das Paradox aufgel\u00f6st wird.<\/p>\n<p>Drittens: Die Entdeckung mu\u00df experimentell \u00fcberpr\u00fcft werden. Mit anderen Worten, der Test mu\u00df zeigen, ob das hypothetische Prinzip universell ist oder nicht. Wenn nicht, ist es kein Prinzip.<\/p>\n<p>Da der erste und der dritte Schritt experimentell \u00fcberpr\u00fcfbar ist, erkennt eine zweite Person, die diese Schritte wiederholt, den gelungenen Gedankengang, der die hypothetische Entdeckung im Geist des urspr\u00fcnglichen Entdeckers hervorgebracht hat, im eigenen Geist wieder. Auf diese Weise l\u00e4\u00dft sich das Nichtwahrnehmbare erkennen, weil die Existenz dieser Idee effizient ist, um die Schatten an der Wand von Platons H\u00f6hle zu lenken. Diese Teilhabe am Akt der Entdeckung eines experimentell g\u00fcltigen Prinzips definiert eine Idee platonischen Typs. Die Idee eines Prinzips, die auf diese Weise erzeugt und bewiesen wird, stellt somit eine kommunizierbare und auch effiziente Idee f\u00fcr die Praxis dar, auch wenn die Idee selbst nicht f\u00fcr die blo\u00dfen Sinne sichtbar ist.<\/p>\n<p>Der Gegenstand von Geschichte, richtig verstanden, ist somit die Geschichte von Ideen, wie man sie entsprechend meiner Zusammenfassung hier definieren mu\u00df. Das einzig g\u00fcltige Konzept von Geschichte ist also eine Geschichte von Ideen.<\/p>\n<p>Anders gesagt, Entdecker der Vergangenheit k\u00f6nnen geistig mit uns durch die oben beschriebene dreistufige Methode kommunizieren, selbst wenn sie schon lange verstorben sind. So k\u00f6nnen auch wir geistig mit Personen kommunizieren, die noch lange nach unserem Tod gezeugt und geboren werden. Diese auf Ideen basierende Beziehung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist das \u00c4quivalent der Idee von Geschichte zur Geschichte der Ideen. Nicht durch das Lernen nach Ma\u00dfgabe der Sinnesgewi\u00dfheit, sondern nur durch die kognitive Kommunikation von Ideen platonischer Qualit\u00e4t stehen wir in einer effizienten Beziehung zur Menschheit als Ganzes, zu unseren Vorfahren, unseren Zeitgenossen und unserer Nachwelt.<\/p>\n<p>Hieraus ergibt sich die unverzichtbare Rolle einer klassisch-humanistischen Allgemeinbildung f\u00fcr alle Mitglieder unserer Gesellschaft. Das Hauptziel und die Funktion der Bildung mu\u00df es sein, vor allem die jungen Menschen in die Lage zu versetzen, die wichtigen kognitiven Erfahrungen vergangener Generationen nachzuerleben, insbesondere die gro\u00dfen Entdeckungen und die gro\u00dfen Krisen fr\u00fcherer Kulturen und V\u00f6lker. In der Suche nach kognitiven Wahrheiten im Rahmen einer klassisch-humanistisch Ideen-Erziehung der Jugend liegt die Grundlage f\u00fcr die moralische Entwicklung des Charakters junger Menschen und damit auch der Erwachsenen.<\/p>\n<p>Der \u00fcberlegene moralische Charakter eines Individuums, das die Vorz\u00fcge einer klassisch-humanistischen Erziehung genie\u00dft, dr\u00fcckt sich \u2013 im Gegensatz zu den heute \u00fcblichen Praktiken \u2013 nicht nur darin aus, da\u00df diese Personen in der Regel moralischer und geistig ges\u00fcnder sind als andere Teile der Bev\u00f6lkerung, sondern auch in h\u00f6heren intellektuellen Leistungen in allen Berufen, die sie ergreifen m\u00f6gen. Darum l\u00e4\u00dft eine historisch so definierte allgemeine kognitive Entwicklung auf einen induzierten Geisteszustand schlie\u00dfen, der als Ausdruck eines Prinzips der h\u00f6heren Hypothese verstanden werden kann \u2013 gew\u00f6hnlich verdeutlicht durch die F\u00e4higkeit des Individuums, ganze Abfolgen von Entdeckungen hervorzubringen.<\/p>\n<p>Die F\u00e4higkeit, diese kognitiven Entdeckungen universeller Prinzipien aufgabenorientiert mit anderen zu teilen, macht wirkliches Wissen \u00fcber das physikalische Universum zum bewu\u00dften Gegenstand. Die F\u00e4higkeit, eine solche Idee von anderen mit demselben kognitiven Ursprung zu unterscheiden, versetzt uns in die Lage, innerhalb eines sozialen Prozesses eine Idee von einer anderen als eine Existenzform von Ideen zu unterscheiden.<\/p>\n<p>Dieser soziale Aspekt des Prozesses kognitiver Ansammlung g\u00fcltiger Ideen \u00fcber aufeinanderfolgende Generationen hinweg definiert das, was man als klassische Prinzipien k\u00fcnstlerischer Komposition und Auff\u00fchrung bezeichnen kann. Die validierbaren Prinzipien klassischer k\u00fcnstlerischer Komposition bilden auch die Grundlage f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis von wirklicher Geschichte und Staatskunst.<\/p>\n<p>Die souver\u00e4ne Form einer modernen nationalstaatlichen Republik zeichnet sich dadurch aus, da\u00df sie die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung nicht mehr als menschliches Vieh betrachtet. Wenn die Regierung die Wirtschaftspolitik und damit zusammenh\u00e4ngende Angelegenheiten in diesem Sinne gestaltet, \u00fcbernimmt sie die Verantwortung f\u00fcr: a) die Sicherung der nationalen wirtschaftlichen Entwicklung, gemessen pro Kopf und pro Quadratkilometer; b) die Entwicklung der grundlegenden wirtschaftlichen Infrastruktur im gesamten nationalen Territorium; und c) die F\u00f6rderung des wissenschaftlichen Fortschritts und die Nutzung der daraus entstehenden Technologien, um die Weiterentwicklung der produktiven Arbeitskraft aller Haushalte zu unterst\u00fctzen, aus denen sich die Bev\u00f6lkerung zusammensetzt.<\/p>\n<p>Die Bl\u00fcte der klassischen Bildung und ihrer Anwendung in Wissenschaft und Kunst f\u00f6rdert sowohl das produktive Potential der Bev\u00f6lkerung als auch ihre Bereitschaft, an der Umsetzung entsprechender Verbesserungen der materiellen und kulturellen Lebensbedingungen praktisch mitzuwirken. Das menschliche Individuum ist von Natur aus sch\u00f6pferisch; das unterscheidet es von den Tieren. Wenn diese Eigenschaft des Individuums geweckt und gef\u00f6rdert wird, ist sie die Quelle st\u00e4ndiger weiterer revolution\u00e4rer Verbesserungen in den Lebensbedingungen der Menschheit. Das, was Platon und der Apostel Paulus als das Prinzip der Agap\u0113 bezeichnen, ist die Kraft der Menschheit, das Universum zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p><div class=\"one-half\"><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/i.ytimg.com\/vi\/XNXsLvJlwP0\/hqdefault.jpg\" width=\"304\" height=\"228\" \/><\/p>\n<p><\/div><br \/><div class=\"one-half last\"><\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter\" src=\"https:\/\/archive.schillerinstitute.com\/graphics\/Art_Work\/populationgrowthhistory.jpg\" width=\"338\" height=\"228\" \/><\/p>\n<p><\/div><div class=\"clearfix\"><\/div><\/p>\n<p><div class=\"hr to-top\"><hr \/><span class=\"to-top\">To Top<\/span><\/div><\/p>\n<p>\u00a0<\/p><!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Internationale LaRouche-Jugendbewegung verfa\u00dfte anl\u00e4\u00dflich des zweiten Todestages von Lyndon H. 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