{"id":64777,"date":"2020-11-29T08:45:17","date_gmt":"2020-11-29T13:45:17","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=64777"},"modified":"2020-12-28T11:27:30","modified_gmt":"2020-12-28T16:27:30","slug":"gandhis-vision-fuer-ein-neues-paradigma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/11\/29\/gandhis-vision-fuer-ein-neues-paradigma\/","title":{"rendered":"Gandhis Vision f\u00fcr ein neues Paradigma"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-center\"><strong>Gandhis Vision f\u00fcr ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen, ein Weltgesundheitssystem und<br>direkte gewaltfreie Aktionen in Zeiten des sozialen Zusammenbruchs<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Von Helga Zepp-LaRouche,<br>Pr\u00e4sidentin des Internationalen Schiller-Instituts<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Helga Zepp-LaRouche pr\u00e4sentierte dieses Papier als Beitrag zu der zweit\u00e4gigen internationalen Online-Konferenz der Association of Asian Scholars zum Thema \u201eGandhi neu \u00fcberdenken: Frieden, Gerechtigkeit und Entwicklung\u201c vom 30.-31. Oktober 2020, anl\u00e4\u00dflich der Feierlichkeiten zum 150. Geburtstag Mahatma Gandhis. Sie trug eine gek\u00fcrzte zehnmin\u00fctige Version des Beitrags vor und nahm auch an der Podiumsdiskussion teil.<\/em><\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Internationale Beziehungen<\/h3>\n\n\n\n<p>Mit der Ausbreitung der COVID-19-Pandemie auf der ganzen Welt sind alle die vielen inakzeptablen Probleme des systemischen Unrechts, die zuvor die Welt geplagt hatten \u2013 die Armut und Unterentwicklung, die in der gesamten Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg existierten \u2013, pl\u00f6tzlich explosionsartig aufgebrochen, und der d\u00fcnne Schleier, der die Zerbrechlichkeit des gegenw\u00e4rtigen globalen Systems die ganze Zeit \u00fcber verdeckt hatte, wurde weggerissen. Inzwischen hat die Pandemie mehr als eine Million Menschen hingerafft, und nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) droht sie mindestens eine weitere Million Menschen zu t\u00f6ten, bevor ein Impfstoff auf die gesamte Weltbev\u00f6lkerung angewendet werden kann, und es kann sogar noch schlimmer kommen.<sup>1&nbsp;<\/sup>Nach Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) werden in diesem Jahr 500 Millionen Arbeitspl\u00e4tze verloren gehen, und wenn sich die Prognose des Direktors des Weltern\u00e4hrungsprogramms (WFP), David Beasley,<sup>2<\/sup>&nbsp;als richtig erweist, k\u00f6nnten wir bald einer Hungersnot biblischen Ausma\u00dfes gegen\u00fcberstehen, die bis zu 300.000 Menschen pro Tag t\u00f6tet.<sup>3<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Das Weltfinanzsystem, das die Welt seit 1945 beherrscht und das zunehmend dereguliert wurde, seit Richard Nixon im August 1971 das urspr\u00fcngliche Bretton-Woods-System durch die Einf\u00fchrung frei schwankender Wechselkurse demontierte \u2013 ein Proze\u00df, der sich nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion beschleunigte \u2013, hatte bereits 2008 den Punkt des systemischen Zusammenbruchs erreicht. Die ganze Quantitative Lockerung der Zentralbanken seitdem hat die Finanzblase weiter vergr\u00f6\u00dfert, zum Vorteil der Reichen, die reicher werden, w\u00e4hrend die Mittelklasse schrumpft und die Armen \u00e4rmer werden. Dieselben Zentralbanken wollen nach der vom ehemaligen Chef der Bank von England, Mark Carney, erkl\u00e4rten Absicht nun einen \u201eRegimewechsel\u201c, bei dem sie die Regierungen bei der Festlegung der Finanz- und Haushaltspolitik abl\u00f6sen wollen.<sup>4<\/sup><\/p>\n\n\n\n<p>Um es nur kurz zu erw\u00e4hnen: Als Folge der Versch\u00e4rfung der transatlantischen Finanzkrise haben sich auch die verschiedenen Krisenherde bis zu einem sehr gef\u00e4hrlichen Punkt der Eskalation aufgeheizt \u2013 in einigen Regionen sogar bis zum Krieg, wie zwischen Aserbaidschan und Armenien, in anderen als laufende Regimewechsel-Operation, wie in Wei\u00dfru\u00dfland, und wiederum in anderen als potentiell hei\u00dfe Konflikte wie im S\u00fcdchinesischen Meer oder um Taiwan. In allen diesen Krisengebieten l\u00e4\u00dft sich die geopolitische Manipulation der modernen Form des Britischen Empire ablesen, das als Imperium in Form des Finanzsystems von Zentralbanken, Investmentbanken, Hedgefonds, Versicherungs- und R\u00fcckversicherungsgesellschaften usw. weiterbesteht. Die sichtbarste Manifestation dieses Imperiums sind die Londoner City und die Wall Street, die sich historisch als Juniorpartner der City entwickelt hat.<\/p>\n\n\n<p style=\"text-align: center;\"><em>gemeinfrei<\/em><\/p>\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/solidaritaet.com\/images23\/gandhi-salzmarsch-1930.jpg\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Mahatma Gandi beim \u201eSalzmarsch\u201c 1930, einer Protestaktion gegen die englischen Steuern auf Salz.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Frage ist also: Kann angesichts einer Welt, die in vielerlei Hinsicht v\u00f6llig au\u00dfer Kontrolle zu sein scheint und in der Zwang und Schikane an die Stelle von Diplomatie und Dialog getreten zu sein scheinen, Mahatma Gandhis Philosophie noch einen Weg f\u00fcr die Errichtung einer neuen Weltordnung aufzeigen? Es ist eine begr\u00fcndete Annahme, da\u00df Gandhi an diese Frage mit der gleichen inneren Zielstrebigkeit und Entschlossenheit herangehen w\u00fcrde, um die ganze Menschheit vom Joch der imperialen Unterdr\u00fcckung zu befreien, wie er zu seiner Zeit an die Frage der Befreiung Indiens von kolonialer Unterjochung heranging.<\/p>\n\n\n\n<p>Wenn wir in diesem Jahr den 75. Jahrestag der Verabschiedung der UN-Charta feiern, ist es dringender denn je, da\u00df wir die Prinzipien erneuern, auf denen die UN-Charta und die Allgemeine Erkl\u00e4rung der Menschenrechte (UDHR) gr\u00fcndeten. Es ist wichtig, die Welt daran zu erinnern, da\u00df Gandhis Philosophie der Gewaltlosigkeit und das praktische Vorbild seines Sieges \u00fcber das Britische Empire die wichtigsten Einfl\u00fcsse waren, die die Formulierung dieser bahnbrechenden Dokumente pr\u00e4gten. Er war die wichtigste Inspiration f\u00fcr den Kampf gegen den Kolonialismus und die intensiven Debatten um die indische Verfassung. Die indischen Vertreter, die sich an den verschiedenen Aspekten des Entwurfs der UDHR beteiligten \u2013 Begum Hamid Ali, Hansa Mehta, Lakshmi N. Menon und M.R. Masani \u2013, waren alle von Gandhis Ideen beeinflu\u00dft. Hansa Mehta geh\u00f6rte der Gruppe von Eleanor Roosevelt in der UN-Menschenrechtskommission an, die die UDHR formulierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Gandhis Konzept der Gewaltlosigkeit beeinflu\u00dfte auch sp\u00e4ter die F\u00fcnf Prinzipien der friedlichen Koexistenz \u2013 das Panchsheel-Abkommen \u2013, wie sie erstmals am 29. April 1954 im \u201eAbkommen \u00fcber Handel und Verkehr zwischen der Region Tibet und Indien\u201c formell zum Ausdruck kamen. In der Pr\u00e4ambel wurden diese Prinzipien festgeschrieben:<\/p>\n\n\n<ol>\n<li>gegenseitige Achtung der territorialen Integrit\u00e4t und Souver\u00e4nit\u00e4t des anderen;<\/li>\n<li>gegenseitiger Verzicht auf Aggression;<\/li>\n<li>gegenseitige Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten des anderen;<\/li>\n<li>Gleichheit und Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen; und<\/li>\n<li>friedliche Koexistenz.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n<p>Dieselbe Philosophie wurde auch auf der ersten Konferenz der unabh\u00e4ngigen asiatischen und afrikanischen Staaten in Bandung beibehalten, und unter der F\u00fchrung des indischen Ministerpr\u00e4sidenten J. Nehru und des chinesischen Ministerpr\u00e4sidenten Zhou Enlai wurden diese Prinzipien zu den Zehn Prinzipien von Bandung erweitert. Sie bildeten auch den v\u00f6lkerrechtlichen Kern der Konferenz der Blockfreien Bewegung 1961 in Belgrad.<\/p>\n\n\n\n<p>Es unterstreicht Nehrus Bescheidenheit und Integrit\u00e4t, wie er 1960 in einem Interview mit dem Herausgeber des Massenblatts&nbsp;<em>Blitz<\/em>, dem Journalisten RK Karanjia, antwortete, der in seiner Frage von der \u201e\u00c4ra Nehru\u201c gesprochen hatte, die nach 1947 eindeutig begonnen h\u00e4tte. Nehru sagte: \u201eIhre Verwendung von W\u00f6rtern wie ,Nehru-\u00c4ra\u2019 und ,Nehru-Politik\u2019 ist falsch. Ich m\u00f6chte meine Zeit als authentische Gandhi-\u00c4ra bezeichnen, und die Politik und Philosophie, die wir umzusetzen versuchen, sind die Politik und Philosophie, die Gandhi gelehrt hat.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im weiteren Verlauf des Interviews \u00e4u\u00dferte Karanjia die Vermutung, Nehru gehe \u00fcber das Prinzip der Gewaltlosigkeit hinaus, indem er als Antwort auf die Bedrohung durch die Atombombe die Prinzipien von Panchsheel und der friedlichen Koexistenz schuf. Nehru gab Gandhi in seiner Antwort erneut die Ehre: \u201eAll dies war Teil von Gandhis Philosophie. Tats\u00e4chlich ist der Weg des Panchsheel, des Friedens und der Toleranz, die Einstellung ,Leben und leben lassen\u2019, seit Ewigkeiten grundlegend f\u00fcr das indische Denken, und man findet es in allen Religionen. K\u00f6nige wie Ashoka praktizierten es, und Gandhiji integrierte es in die praktische Philosophie des Karma, die wir geerbt haben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Nehru f\u00fchrte weiter aus: Gandhis \u201eGedanken, Methoden und L\u00f6sungen haben dazu beigetragen, die Kluft zwischen der industriellen Revolution und dem Atomzeitalter zu \u00fcberbr\u00fccken&#8230;, schlie\u00dflich ist die einzig m\u00f6gliche Antwort auf die Atombombe Gewaltlosigkeit, nicht wahr?\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen hat das Nationalarchiv in Washington historische Dokumente ver\u00f6ffentlicht, aus denen hervorgeht, da\u00df der Atomwaffenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki am Ende des Zweiten Weltkriegs milit\u00e4risch v\u00f6llig unn\u00f6tig war. Der Krieg war praktisch beendet, Japan war durch die amerikanische Seeblockade und die russische Besetzung Koreas und Nordchinas von seinen Nachschublinien abgeschnitten. Trumans Entscheidung, die Bombe abzuwerfen \u2013 die von Churchill voll und ganz unterst\u00fctzt wurde \u2013, war zu diesem Zeitpunkt nur eine Demonstration des Prinzips der \u201eSchrecklichkeit\u201c im Hinblick auf die k\u00fcnftige anglo-amerikanische Politik gegen\u00fcber der Sowjetunion und als Test f\u00fcr ihre Auswirkungen auf die Zivilbev\u00f6lkerung. Dahinter steckte die allgemeine Strategie, die Bertrand Russell 1946 in seinem Artikel \u201eDie Atombombe und die Verh\u00fctung des Krieges\u201c im&nbsp;<em>Bulletin of the Atomic Scientists&nbsp;<\/em>ver\u00f6ffentlichte und die H.G. Wells bereits vor dem Zweiten Weltkrieg betont hatte: da\u00df es darum ging, die Erfahrung des Krieges so schrecklich zu machen, da\u00df jeder Feind gezwungen werden konnte, seine Souver\u00e4nit\u00e4t aufzugeben und sich faktisch einer Weltregierung zu unterwerfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Als Folge davon verloren mehr als 200.000 Menschen ihr Leben, und viele weitere erlitten dauerhafte gesundheitliche Sch\u00e4den.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum 75. Jahrestag der Bombardierung Hiroshimas und Nagasakis warnte k\u00fcrzlich der russische Au\u00dfenminister Lawrow vor einer \u00c4nderung der US-Milit\u00e4rdoktrin, die Atomwaffen als \u201eeinsetzbar\u201c betrachtet, was offensichtlich auf der Vorstellung beruht, da\u00df ein begrenzter Atomkrieg \u201egewinnbar\u201c w\u00e4re.<sup>5<\/sup>&nbsp;Dies ist offenbar ein Verweis auf den W76-2-Sprengkopf mit geringer Sprengkraft, der jetzt auf U-Booten der Ohio-Klasse eingesetzt wird.<sup>6<\/sup>&nbsp;Ernstzunehmende Atomwaffenexperten, wie der MIT-Professor Theodore Postol, argumentieren jedoch \u00fcberzeugend, da\u00df es in der Natur von Atomwaffen liegt, da\u00df sie alle eingesetzt werden, sobald es zum Einsatz einer einzigen Waffe kommt. Im Zeitalter der thermonuklearen Waffen w\u00fcrde dies nat\u00fcrlich die Vernichtung der menschlichen Gattung bedeuten.<\/p>\n\n\n\n<p>Um auf die vorhin gestellte Frage zur\u00fcckzukommen: Ist Gandhis Philosophie der Gewaltlosigkeit angesichts dieser existentiellen Frage f\u00fcr die gesamte Menschheit noch anwendbar?<\/p>\n\n\n\n<p>Die Antwort lautet ja, aber es erfordert den gleichen furchtlosen Einsatz, das Joch des Imperiums abzuwerfen, wie er sein Handeln lenkte. In Gandhis Namen mu\u00df daher in allen L\u00e4ndern eine Kampagne gegen die Bedrohung der Existenz der Menschheit durch Atomwaffen und f\u00fcr die Notwendigkeit ihrer vollst\u00e4ndigen Beseitigung beginnen. Dieses Ziel steht im Einklang mit den Prinzipien, die die UNO von Anfang hatte, denn seit der ersten Resolution der Vollversammlung 1946 gibt es die Forderung nach weltweiter nuklearer Abr\u00fcstung. Seitdem hat es zahlreiche diplomatische Bem\u00fchungen unter der F\u00fchrung der UNO gegeben, die auf die Beseitigung von Atomwaffen und allen anderen Massenvernichtungswaffen abzielten.<\/p>\n\n\n\n<p>Heute existieren mehr als 13.000 Atomwaffen, die sich im Besitz von acht L\u00e4ndern befinden; wenn es jemals zum Einsatz k\u00e4me, w\u00fcrde dieses Arsenal ausreichen, die Weltbev\u00f6lkerung mehrmals zu vernichten. Doch mit dem Ausstieg aus dem ABM-Vertrag, dem INF-Vertrag, dem Open-Sky-Vertrag und der unmittelbaren Gefahr, da\u00df der letzte Atomwaffenkontrollvertrag, der Neue START-Vertrag, im Februar 2021 ausl\u00e4uft, besteht die Gefahr, da\u00df die beiden gr\u00f6\u00dften strategischen Atomwaffenarsenale der Welt zum ersten Mal seit den 1970er Jahren nicht mehr geb\u00e4ndigt sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Weil die bisherigen R\u00fcstungskontrollabkommen wegfallen, \u00e4u\u00dfern viele Experten die Sorge, da\u00df die gegenw\u00e4rtige Lage gef\u00e4hrlicher ist als selbst auf dem H\u00f6hepunkt des Kalten Krieges, als sogar noch in der Kubakrise die Kommunikation zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow funktionierte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wiederaufbau der R\u00fcstungskontrolle ist zwar dringend notwendig, um die Gefahr eines au\u00dfer Kontrolle geratenen Wettr\u00fcstens einzud\u00e4mmen; aber das eigentliche Ziel, die endg\u00fcltige Abschaffung der Atomwaffen, kann wahrscheinlich nur erreicht werden, wenn sie durch neue Technologien auf der Grundlage neuer physikalischer Prinzipien technologisch obsolet gemacht werden k\u00f6nnen und diese neuen Technologien von allen Atomm\u00e4chten in Zusammenarbeit umgesetzt werden, wie es der amerikanische Staatsmann Lyndon LaRouche der Reagan-Administration und der Sowjetunion vorgeschlagen hat, woraus dann die Strategische Verteidigungsinitiative (SDI) wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die UN-Vollversammlung hat in ihrer Resolution 68\/32 vom Dezember 2013 den 26. September zum \u201eInternationalen Tag f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Abschaffung der Kernwaffen\u201c erkl\u00e4rt und diesen Tag seither jedes Jahr begangen. Aber angesichts der drohenden Gefahr, die sich aus einer zunehmenden geopolitischen Konfrontation zwischen der NATO und den USA auf der einen Seite und Ru\u00dfland und China auf der anderen Seite ergibt, kann die Kampagne f\u00fcr die vollst\u00e4ndige Abschaffung der Atomwaffen nicht auf einen Tag reduziert werden, sondern sie mu\u00df zu einer fortw\u00e4hrenden, beschleunigten Kampagne an jedem Tag, in jedem Land und auf allen Ebenen der Gesellschaft werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Gandhi glaubte immer daran, da\u00df die Jugend jedes Landes Berge versetzen kann und da\u00df sie daf\u00fcr verantwortlich ist, ihre L\u00e4nder zu erheben und zu entwickeln. Es war seine feste \u00dcberzeugung, da\u00df es gerade die F\u00fchrung der kommenden Generation ist, die alle Schichten der Gesellschaft zusammenbringen kann. Angesichts der Gefahr eines Atomkrieges ist es daher von h\u00f6chster Dringlichkeit, die Jugend der Welt an die Botschaft des Friedens und der Gewaltlosigkeit zu erinnern, an Mahatma Gandhi und sein gro\u00dfes Geschenk des&nbsp;<em>Ahimsa<\/em>&nbsp;(gewaltloser Kampf), das er der Menschheit gemacht hat. Die Renaissance von&nbsp;<em>Ahimsa<\/em>&nbsp;wird auch der Weg sein, auf dem junge Menschen von Gandhis Idee von Spiritualit\u00e4t und Selbstreinigung lernen k\u00f6nnen \u2013 als ein Weg, sich vom Joch der Gedankenkontrolle durch alle Arten von Abh\u00e4ngigkeiten, seien es Drogen, Alkohol oder exzessiver Internetkonsum, zu befreien.<\/p>\n\n\n\n<p>Angesichts all dieser Gefahren ist es sehr klar, da\u00df die Menschheit einer entscheidenden Pr\u00fcfung unterzogen wird: Werden wir, als die bisher einzige sch\u00f6pferische Gattung, die im Universum bekannt ist, f\u00e4hig sein, uns selbst eine Weltordnung zu geben, die die langfristige \u00dcberlebensf\u00e4higkeit der Menschheit garantiert? Wir brauchen daher dringend eine internationale Debatte \u00fcber die Notwendigkeit, zu den Prinzipien von Panchsheel als Grundlage der internationalen Ordnung zur\u00fcckzukehren. Diese Prinzipien m\u00fcssen vertieft werden, weil ihre ontologische Verbindung mit der kosmischen Ordnung nachgewiesen werden kann. In allen gro\u00dfen Kulturen und Religionen gibt es Bez\u00fcge auf die Substanz dieser Prinzipien, auch wenn die Sprache, in der sie ausgedr\u00fcckt werden, unterschiedlich ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dieser Grundlage m\u00fcssen wir ein neues Paradigma in den Beziehungen zwischen den Nationen etablieren, bei dem das Interesse des anderen das Interesse jedes einzelnen ist. Das Gemeinwohl der Menschheit als Ganzes mu\u00df das Leitprinzip sein, gegen das kein nationales Interesse im Widerspruch stehen darf. Wenn sich alle Nationen auf diese Weise auf die gemeinsamen Ziele der Menschheit konzentrieren, werden wir eine neue \u00c4ra der menschlichen Zivilisation erreichen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ein Weltgesundheitssystem<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Coronavirus-Pandemie, die jetzt auf der ganzen Welt w\u00fctet, hat den Schleier vom gegenw\u00e4rtigen Weltsystem gerissen und gezeigt, wie dramatisch unterentwickelt viele L\u00e4nder sind. COVID-19 hat bereits mehr als eine Million Menschenleben gekostet und wird nach Angaben der WHO aller Wahrscheinlichkeit nach eine weitere Million Menschenleben fordern, bevor ein Impfstoff entwickelt und in jedem Winkel der Welt verabreicht worden ist.    <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>\u00a9 LaRouchePAC<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/solidaritaet.com\/images23\/arbeitskraefte.jpg\"><em>&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Mehr als 1,5 Milliarden Menschen arbeiten im \u201einformellen Sektor\u201c und sind besonders stark von den wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie betroffen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Aber es trifft nicht nur die Menschen, die an COVID-19 gestorben sind oder daran langfristige medizinische Sch\u00e4den davontragen. Die andere gro\u00dfe Kategorie von Opfern sind die zwei Milliarden Menschen, die nach Angaben der IAO in der sogenannten informellen Wirtschaft arbeiten \u2013 einschlie\u00dflich der Subsistenz-Landwirtschaft mit ihrer entsetzlich niedrigen Produktivit\u00e4t \u2013 und denen nun infolge von Lockdowns oder Unterbrechungen der Produktions- und Versorgungsketten der pl\u00f6tzliche Verlust ihres Einkommens droht. Nach Angaben der IAO werden bis Ende des Jahres 500 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren. In Afrika liegt die reale Arbeitslosigkeit bei 65% und in Lateinamerika bei 42%, wenn man nicht nur die offiziellen Arbeitslosenstatistiken z\u00e4hlt, sondern auch die gro\u00dfe Zahl von Menschen, die sich t\u00e4glich bem\u00fchen, irgendwie an Geld zu kommen, damit sie und ihre Familien essen k\u00f6nnen, die aber eigentlich nichts produzieren. Die Jugend der Welt ist von dieser \u201einformellen\u201c Wirtschaft oder besser gesagt \u201eSchattenwirtschaft\u201c besonders betroffen. In der Altersgruppe der 15- bis 24j\u00e4hrigen sind 77% aller Arbeitspl\u00e4tze \u201einformell\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Pandemie hat auch die landwirtschaftliche Produktion in vielen Teilen der Welt schwer beeintr\u00e4chtigt, sei es, weil COVID-19 die Arbeitskr\u00e4fte in Gro\u00dfschlachtereien trifft, weil Viehz\u00fcchter gezwungen sind, ihre Herden zu t\u00f6ten, oder weil Bauern in armen L\u00e4ndern selbst von der Krankheit betroffen sind. Dadurch droht der Welt auch eine Hungerkatastrophe, die laut David Beasley vom WFP bald \u201ebiblische Ausma\u00dfe\u201c erreichen kann, indem bis zu 300.000 Menschen am Tag verhungern.<\/p>\n\n\n\n<p>Gandhis Prinzip des&nbsp;<em>Sarvodaya<\/em>&nbsp;hatte gro\u00dfen Einflu\u00df auf die UN-Agenda f\u00fcr nachhaltige Entwicklung 2030 mit ihrem Leitgedanken \u201eniemanden zur\u00fccklassen\u201c und dem Ziel \u201edie am weitesten Zur\u00fcckbleibenden als erste zu erreichen\u201c. Das au\u00dfergew\u00f6hnliche Ausma\u00df der COVID-19-Krise erfordert es, den Zeitplan zur Erreichung dieser Ziele zu beschleunigen. Die Umsetzung von&nbsp;<em>Sarvodaya<\/em>&nbsp;bedeutet, da\u00df der dringendste, erste Schritt der Aufbau eines Weltgesundheitssystems sein mu\u00df, ohne das wir diese Pandemie und die Gefahr k\u00fcnftiger Pandemien nicht \u00fcberwinden k\u00f6nnen. Gandhi sagte, Armut sei die schlimmste Form der Gewalt, und der Fortschritt der Gesellschaft m\u00fcsse sich nach dem Zustand der Schw\u00e4chsten und Verletzlichsten richten. F\u00fcr den Fall der Pandemie liegt dies auf der Hand: Sie wird nicht vorbei sein, bis sie in jedem einzelnen Land besiegt ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>\u00a9 CGTN<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/solidaritaet.com\/images23\/huoshenshan-krankenhaus.jpg\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Das Huoshenshan-Krankenhaus in Wuhan wurde innerhalb von zehn Tagen gebaut und in Betrieb genommen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt eine wichtige Lehre, die aus der gegenw\u00e4rtigen Krise zu ziehen ist: Das Coronavirus w\u00e4re nicht zu einer Pandemie geworden, wenn alle Staaten \u00fcber ein modernes Gesundheitssystem verf\u00fcgt h\u00e4tten. Nach dem Ausbruch in den Provinzen Wuhan und Hebei war das chinesische Gesundheitssystem in der Lage, sich zu r\u00fcsten, in wenigen Wochen rasch neue Krankenh\u00e4user zu bauen und medizinisches Fachpersonal aus dem ganzen Land zu mobilisieren. Nach zwei Monaten hatte China die Pandemie im Wesentlichen unter Kontrolle und konnte seitdem einen neuen Ausbruch verhindern. Wenn jedes andere Land die gleichen M\u00f6glichkeiten gehabt h\u00e4tte, dann w\u00e4re daraus keine au\u00dfer Kontrolle geratene Pandemie geworden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Pandemie sind nicht in erster Linie medizinischer, sondern wirtschaftlicher Natur. 1973 betraute Lyndon LaRouche eine \u201eBiologische Taskforce\u201c mit der Aufgabe, die Auswirkungen der IWF-Auflagen auf die Entwicklungsl\u00e4nder zu untersuchen. Diese Arbeitsgruppe kam zu dem Schlu\u00df, da\u00df das Blockieren von Investitionen der sogenannten \u201eDritten Welt\u201c in Infrastruktur, Gesundheit und Bildung, um der Schuldentilgung Vorrang zu geben, auf Dauer zum Auftreten alter und neuer Krankheiten und Pandemien f\u00fchren w\u00fcrde. Die durch Hunger, Mangel an sauberem Wasser, Mangel an medizinischen Einrichtungen usw. verursachte Schw\u00e4chung des Immunsystems ganzer Generationen auf mehreren Kontinenten w\u00fcrde zwangsl\u00e4ufig in einem biologischen Holocaust resultieren. Wenn man die vielen Industrialisierungsprogramme f\u00fcr Afrika, Lateinamerika, Asien und auch die armen Regionen Europas und der Vereinigten Staaten, die LaRouche und seine Bewegung seit den siebziger Jahren ausgearbeitet haben, umgesetzt h\u00e4tte, dann k\u00f6nnte sich heute jeder Mensch auf diesem Planeten eines menschenw\u00fcrdigen Lebens erfreuen.<\/p>\n\n\n\n<p>Um Gandhis&nbsp;<em>Sarvodaya<\/em>-Prinzip heute anwenden zu k\u00f6nnen, brauchen wir eine koordinierte internationale Anstrengung, um in jedem Land der Welt ein modernes Gesundheitssystem aufzubauen, auf dem Niveau des US-amerikanischen Gesundheitssystems bei der Anwendung des Hill-Burton-Standards und des deutschen und des franz\u00f6sischen Gesundheitssystems vor der Privatisierungswelle, mit der ab den 1970er Jahren Habgier und Profitdenken an die Stelle das Gemeinwohlprinzips traten. Auch das Gesundheitssystem von Wuhan ist ein guter Bezugspunkt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Aufbau solcher Gesundheitssysteme mu\u00df dann der Ausgangspunkt daf\u00fcr sein, die neue Weltwirtschaftsordnung aufzubauen, f\u00fcr die die Blockfreien-Bewegung seit den 1950er Jahren k\u00e4mpft. Die Motivation f\u00fcr die Industriel\u00e4nder, sich am Aufbau dieses Weltgesundheitssystems zu beteiligen, wird ihr eigenes Interesse sein: Diese Pandemie und k\u00fcnftige Pandemien, vor denen Virologen und Epidemiologen jetzt warnen, werden mit Sicherheit kommen, und wir werden sie nicht eind\u00e4mmen k\u00f6nnen, wenn nicht alle und besonders auch die \u00e4rmsten L\u00e4nder mit dem Notwendigen ausger\u00fcstet sind, um die Bedrohung zu \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber man kann nat\u00fcrlich kein Krankenhaus bauen, wenn kein sauberes Wasser, keine sanit\u00e4ren Anlagen, Stromversorgung, Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur usw. vorhanden sind. Heute haben mehr als zwei Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, ausreichenden sanit\u00e4ren Anlagen oder beidem.<\/p>\n\n\n\n<p>Die dringende Notwendigkeit eines Gesundheitssystems mit modernen Kliniken, die \u00fcber das Internet an die beste professionelle Versorgung in Kliniken in fortgeschrittenen L\u00e4ndern angeschlossen werden k\u00f6nnen, mit umfassenden medizinischen Versorgungsstationen in l\u00e4ndlichen Gebieten sowie medizinischen Forschungszentren wird daher der Katalysator f\u00fcr Entwicklungsprogramme sein, wie man sie schon vor vielen Jahrzehnten h\u00e4tte realisieren sollen. Weil dies nicht passiert ist, sterben jedes Jahr 800.000 Kinder unter f\u00fcnf Jahren an Durchfallerkrankungen. Die ordnungsgem\u00e4\u00dfe Entsorgung von Abw\u00e4ssern und das Kl\u00e4ren von Trinkwasser sind eine absolut unerl\u00e4\u00dfliche Voraussetzung, um das Leben von Milliarden von Menschen zu retten. Als \u00dcberbr\u00fcckungsma\u00dfnahme k\u00f6nnen tempor\u00e4re sanit\u00e4re Einrichtungen in Massenproduktion hergestellt und in den Entwicklungsl\u00e4ndern verteilt werden, bis eine dauerhafte Infrastruktur aufgebaut ist. Der Aufbau dieser Infrastruktur wird vielen Millionen Menschen in allen beteiligten L\u00e4ndern eine sinnvolle Besch\u00e4ftigung bieten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Welt verf\u00fcgt derzeit \u00fcber einen Bestand von 18,6 Millionen Krankenhausbetten, was ein enormes Defizit darstellt. Der Hill-Burton-Standard in den USA sah 4,4 Krankenhausbetten auf tausend Einwohner vor. Derzeit sind es in den USA 2,8 Krankenhausbetten auf tausend Menschen, in S\u00fcdasien 0,7 und in Nigeria 0,5. Um den Standard von 4,5 auf tausend Einwohner zu erreichen, m\u00fc\u00dfte man die Zahl der Krankenhausbetten auf 35 Millionen steigern, also fast doppelt so viel wie heute. Dies erfordert den Bau von 35.200 neuen modernen Krankenh\u00e4usern, insbesondere in Afrika, Asien und Lateinamerika.<\/p>\n\n\n\n<p>Weitere konkrete Aspekte, die man sich zum Ziel setzen mu\u00df, sind die [Corona]-Testkapazit\u00e4ten, die je nach Gr\u00f6\u00dfe der Bev\u00f6lkerung auf mehrere Millionen pro Tag erh\u00f6ht werden m\u00fcssen, zun\u00e4chst durch Notfalleinfuhren und dann so schnell wie m\u00f6glich durch den Aufbau von Fertigungskapazit\u00e4ten. Weiterhin brauchen wir: Personal zum Nachverfolgen der Kontakte, das geschult und eingestellt werden mu\u00df, Mund-Nasen-Schutzmasken und anspruchsvollere Schutzausr\u00fcstung (PSA), die zur Verf\u00fcgung gestellt werden m\u00fcssen, damit eine dramatisch erh\u00f6hte Anzahl von Besch\u00e4ftigten im Gesundheitswesen ihre Arbeit sicher ausf\u00fchren kann. Beatmungsger\u00e4te m\u00fcssen in ausreichender Menge zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Die Forschung an Medikamenten und Impfstoffen mu\u00df finanziert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>All diese Ma\u00dfnahmen an sich reichen jedoch nicht aus, um die Leben zu retten, wir brauchen dazu eine erheblich gr\u00f6\u00dfere Zahl von \u00c4rzten, Krankenschwestern und anderem medizinischem Personal. Mehr dazu im folgenden Abschnitt. Aber wie wir gesehen haben, ist das&nbsp;<em>Sarvodaya<\/em>-Prinzip nicht nur nobel, es ist f\u00fcr das \u00dcberleben der menschlichen Gattung unverzichtbar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Direkte Aktion heute<\/h3>\n\n\n\n<p>Auf der ganzen Welt gibt es zahlreiche politische F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten und Bewegungen, die von Mahatma Gandhi inspiriert wurden und werden. Aber die vielleicht konsequentesten unter ihnen waren bisher die ber\u00fchmten amerikanischen B\u00fcrgerrechtsf\u00fchrer Martin Luther King, Amelia Boynton Robinson und James Bevel, die das Prinzip der Gewaltlosigkeit in ihrem Kampf gegen die \u00dcberreste der Sklaverei, Rassismus und Rassentrennung \u00fcbernahmen, was 1964 zur Unterzeichnung des Civil Rights Act durch Pr\u00e4sident Lyndon B. Johnson f\u00fchrte. Was sie inspirierte, war Gandhis Auffassung von Gewaltlosigkeit als&nbsp;<em>Satyagraha<\/em>: die Idee, da\u00df man die Macht der Liebe und Wahrheitssuche bewu\u00dft in sich selbst entwickeln mu\u00df, so da\u00df es unm\u00f6glich wird, sich an irgendeinem \u00dcbel zu beteiligen, weil man Geist und Seele durch Selbstreinigung von der Gefahr, m\u00f6glicherweise korrumpiert zu werden, vollst\u00e4ndig befreit hat. King wandte die Methode der gewaltfreien Aktion zum ersten Mal 1955 beim Busboykott von Montgomery an, \u00fcber den King schrieb: \u201eW\u00e4hrend des Boykotts von Montgomery war Indiens Gandhi das Vorbild unserer Methode der gewaltfreien Ver\u00e4nderung der Gesellschaft.\u201c Und sp\u00e4ter sollte er dar\u00fcber sagen: \u201eIch erkannte zum ersten Mal, da\u00df die christliche Doktrin der N\u00e4chstenliebe, wenn sie mit Gandhis Methode der Gewaltlosigkeit arbeitet, eine der wirksamsten Waffen ist, die den unterdr\u00fcckten Menschen in ihrem Freiheitskampf zur Verf\u00fcgung steht.&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>NARA<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/solidaritaet.com\/images23\/martin-luther-king.jpg\">&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\"><em>Dr. Martin Luther King 1963 beim Marsch f\u00fcr Arbeit und Freiheit.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>1959 reisten King und seine Frau Loretta f\u00fcnf Wochen lang nach Indien, um Gandhis Denken n\u00e4her kennenzulernen. Viele Menschen in Indien wu\u00dften von dem Busboykott von Montgomery. King traf zahlreiche Familienmitglieder Gandhis, indische Aktivisten und Politiker, darunter Ministerpr\u00e4sident Jawaharlal Nehru. Diese Reise spielte eine gro\u00dfe Rolle bei der sp\u00e4teren Entwicklung der B\u00fcrgerrechtsbewegung in den USA, und King wurde quasi zum moralischen Gewissen Amerikas. Er war auf dem besten Wege, v\u00f6llig berechtigt Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten zu werden, als er ermordet wurde. King, Malcom X, John F. Kennedy und Robert Kennedy wurden umgebracht, und die wahren Hintergr\u00fcnde ihrer Ermordung wurden weitgehend vertuscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Morde an diesen vier Pers\u00f6nlichkeiten, die f\u00fcr einen ungeheuren kulturellen Optimismus, f\u00fcr den festen Glauben an menschliche Sch\u00f6pferkraft, Freiheit und Gerechtigkeit standen, wie auch die anschlie\u00dfende Vertuschung hatten einen gro\u00dfen Einflu\u00df auf den Paradigmenwechsel, der seither im Wertesystem der USA stattgefunden hat, sowie auf den Wandel von einem grundlegenden Optimismus, was der Mensch bei der Gestaltung einer besseren Zukunft f\u00fcr die Menschheit erreichen kann, bis hin zu dem gegenw\u00e4rtigen sozialen Chaos. Zahlreiche f\u00fchrende B\u00fcrgerrechtler, die mit King zusammengearbeitet hatten, lieferten der Autorin im Laufe der Jahre ein ausf\u00fchrliches Bild von der Realit\u00e4t der Existenz zweier Amerikas: n\u00e4mlich einem wei\u00dfen Amerika, das von der wei\u00dfen Bev\u00f6lkerung als das einzige wahrgenommen wird, und einem schwarzen Amerika, das sich der Existenz dieser beiden Welten v\u00f6llig bewu\u00dft ist und das in einigen Gegenden in Bezug auf Lebensstandard, Zugang zu Nahrung, Wohnqualit\u00e4t und Gesundheitsversorgung usw. eher wie Enklaven der Dritten Welt aussieht.<\/p>\n\n\n\n<p>In der letzten Zeit hat nach einer ganzen Serie von Polizistenmorden an schwarzen B\u00fcrgern \u2013 zus\u00e4tzlich zu der hohen Rate an Kriminalit\u00e4t und Schie\u00dfereien unter Schwarzen \u2013 der acht Minuten lange, grausame Mord eines Polizisten an dem Afroamerikaner George Lloyd, der mit einem Smartphone in aller sichtbaren Brutalit\u00e4t gefilmt und \u00fcber das Internet weltweit verbreitet wurde, eine Protestwelle in zahlreichen amerikanischen St\u00e4dten ausgel\u00f6st. Anfangs waren die meisten Demonstranten wirklich Menschen, die aufgebracht waren \u00fcber die Manifestation des Rassismus, den kein Schwarzer in Amerika leugnet, wenn er nicht korrumpiert ist und der relativ kleinen Oberschicht in Medien, Public Relations, Hochschulen und Intelligenzia angeh\u00f6rt, die \u201ees geschafft haben\u201c und daher wie das Establishment denken.<\/p>\n\n\n\n<p>Aber diese Proteste wurden sehr schnell von gewaltt\u00e4tigen Gruppierungen unterschiedlicher Couleur \u00fcbernommen. Der breitere Kontext f\u00fcr den Ausbruch von Unruhen ist der unerbittliche Krieg des angloamerikanischen neoliberalen Establishments und seiner Geheimdienste, die oft verk\u00fcrzt als \u201eDeep State\u201c bezeichnet werden, gegen den Pr\u00e4sidentschaftskandidaten und dann gegen den Pr\u00e4sidenten Donald Trump. Sein Wahlsieg 2016 stellte ihre Kontrolle \u00fcber die USA und damit die Sonderbeziehung zwischen Gro\u00dfbritannien und den USA, auf der die heutige Form des Britischen Empire und sein Ziel einer unipolaren Weltordnung beruhen, in Frage. Trump hatte es gewagt, zu versprechen, das Verh\u00e4ltnis zu Ru\u00dfland zu bereinigen, die \u201eendlosen Kriege\u201c zu beenden und den \u201evergessenen Menschen\u201c, die Hillary Clinton ver\u00e4chtlich die \u201eErb\u00e4rmlichen\u201c genannt hatte, eine Stimme zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unruhen, die in mehreren US-St\u00e4dten ausbrachen, wurden instrumentalisiert als Teil verschiedener Szenarien, tats\u00e4chlich die amerikanische Verfassung umzust\u00fcrzen. Interessengruppen wie das Transition Integrity Project (TIP) und verwandte Organisationen ver\u00f6ffentlichten Drehb\u00fccher, die Anla\u00df zu der Annahme geben, da\u00df die verschiedenen gewaltbereiten Kr\u00e4fte auf der Stra\u00dfe, wie Antifa, Black Lives Matter usw., tats\u00e4chlich eine Rolle bei den Vorw\u00e4nden f\u00fcr einen Milit\u00e4rputsch im Zusammenhang mit den US-Wahlen dienen k\u00f6nnten, wovor einige pensionierte Offiziere wie der ehemalige Chef der Strafrechtsabteilung der US-Armee im Pentagon Oberst Richard Black warnen. Dies hat zu der merkw\u00fcrdigen Situation gef\u00fchrt, da\u00df die Vertreter der einen Seite der politischen Gleichung diese Unruhen als \u201efriedliche Proteste\u201c bezeichnen, w\u00e4hrend die \u00fcberwiegende Mehrheit der afroamerikanischen und anderen B\u00fcrger der betroffenen St\u00e4dte diese Gewalt \u2013 die mit Vandalismus gegen Denkm\u00e4ler der amerikanischen Geschichte einhergeht, darunter sogar Helden im Kampf gegen die Sklaverei \u2013 v\u00f6llig ablehnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ideologie dieser Protestgruppen besteht gro\u00dfenteils aus Derivaten des Einflusses der Frankfurter Schule, ein von der CIA gef\u00f6rdertes Projekt des Kulturkriegs in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, das Werte wie \u201eharte Arbeit, rationales Denken, die Kernfamilie, Moral und Glaube an Gott\u201c als Merkmale einer \u201eautorit\u00e4ren Pers\u00f6nlichkeit\u201c verleumdete, die bek\u00e4mpft werden mu\u00dften. Das j\u00fcngste Ergebnis einer langen Kette solcher Wertewandel ist die LGTB-Kultur und die sogenannte \u201eIdentit\u00e4tspolitik\u201c, die die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen nach ihren sexuellen Pr\u00e4ferenzen oder kulturellen, ethnischen oder politischen Vorlieben scharf trennt. Die Folge dieser ver\u00e4nderten Sichtweise ist eine neue Rassentrennung und das v\u00f6llige Gegenteil von dem, wof\u00fcr Martin Luther King gek\u00e4mpft hatte, n\u00e4mlich da\u00df Menschen nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden sollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus diesen Gr\u00fcnden, und obwohl soziale Spannungen und eine politische Polarisierung herrschen, die jeden gesellschaftlichen Zusammenhalt und selbst die Grundlagen der USA als Verfassungsrepublik bedrohen, spricht bisher niemand vom unglaublich reichen Erbe Kings und der B\u00fcrgerrechtsbewegung. Es sollte jedoch offensichtlich sein, da\u00df die wesentlichen Wurzeln des Konflikts in den K\u00e4mpfen Gandhis und Kings liegen in den gleichen, faktisch un\u00fcberwindbaren Konflikten, auch wenn die historischen Pr\u00e4dikate sehr unterschiedlich sind. In allen diesen F\u00e4llen geht es um die gleiche Frage: um die Folgen einer imperialen Ordnung, die gro\u00dfen Teilen der Bev\u00f6lkerung die grundlegenden Menschenrechte verweigert, und um den Punkt, an dem dieses Unrecht unertr\u00e4glich wird, wie es in der amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung hei\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Geist Mahatma Gandhis und die Tradition Martin Luther Kings k\u00f6nnen auf ganz konkrete Weise den Weg zu einem konstruktiven Ansatz gegen\u00fcber gewaltt\u00e4tigen Demonstrationen weisen, in den Vereinigten Staaten, in Frankreich oder in jedem anderen Land, in dem solche stattfinden. Das&nbsp;<em>Sarvodaya<\/em>-Prinzip kann der Funke f\u00fcr eine gewaltfreie Strategie zur L\u00f6sung des Problems sein. Da es die jungen Menschen dieser Welt sind, deren Zukunft durch die Kombination von Pandemie und Wirtschaftskrise am meisten bedroht ist, mu\u00df es eine Perspektive geben, die das Problem der Pandemie angeht und ihnen gleichzeitig einen konkreten Weg zu produktiven Aufgaben \u00f6ffnet. Wie im zweiten Abschnitt dieses Artikels er\u00f6rtert wurde, k\u00f6nnen wir die COVID-19-Pandemie und k\u00fcnftige Pandemien nur bew\u00e4ltigen, wenn jedes Land der Erde \u00fcber ein modernes Gesundheitssystem verf\u00fcgt, und das erfordert viel gr\u00f6\u00dfere Kader an ausgebildetem medizinischem Personal, als derzeit verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegenw\u00e4rtig l\u00e4uft das Vorhaben, in den USA, Europa und Afrika ein <a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/10\/29\/statement-to-form-the-committee-for-the-coincidence-of-opposites-coincidentia-oppositorum\/\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/10\/29\/statement-to-form-the-committee-for-the-coincidence-of-opposites-coincidentia-oppositorum\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Komitee<\/a> einzurichten, das Partnerschaften zwischen Universit\u00e4ten, Kliniken, Krankenh\u00e4usern und medizinischen Einrichtungen organisieren soll. Die Aufgabe dieser Partnerschaften besteht darin, nach dem Vorbild von Pr\u00e4sident Roosevelts Civilian Conservation Corps (CCC) arbeitslose Jugendliche zun\u00e4chst zu medizinischen Hilfskr\u00e4ften und dann zu medizinischem Personal auszubilden. In \u00e4rmeren Bev\u00f6lkerungsschichten sind die notwendigen Gesundheitsma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung der Pandemie nicht unbedingt bekannt, so da\u00df der erste Schritt darin besteht, junge Menschen entsprechend auszubilden und in die Gemeinden und D\u00f6rfer zu entsenden, um der Bev\u00f6lkerung beizubringen, was zu tun ist.<\/p>\n\n\n\n<p>In Tuskegee (Alabama), Tennessee und St. Louis (Missouri) laufen solche Aktivit\u00e4ten an, bei denen pensionierte \u00c4rzte, Mitarbeiter des Gesundheitswesens und die \u00f6rtliche Polizei in vertrauensbildende Ma\u00dfnahmen wie Hausbesuche einbezogen werden. Dies ist angesichts der allgemeinen Verwirrung in der Bev\u00f6lkerung infolge der Ausbreitung von Verschw\u00f6rungstheorien gegen Masken, Impfstoffe usw. sowie Unwissenheit \u00fcber die Ausbreitung von Infektionen von entscheidender Bedeutung. Gleichzeitig kann man bereits mit einer vertieften medizinischen Ausbildung dieser jungen Menschen zu \u00c4rzten, Krankenschwestern und Gesundheitspersonal beginnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Ziel ist ferner, rasch die Arbeit an Partnerschaftsprojekten mit Afrika f\u00fcr die gemeinsame Ausbildung und Entsendung amerikanischer, europ\u00e4ischer und afrikanischer Jugendlicher aufzunehmen, die mit Hilfe von medizinischem Personal, kirchlichen und Katastrophenschutzorganisationen aufgebaut und auch der hiesigen Bev\u00f6lkerung die gleichen Dienste anbieten k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wegen der Hungersnot mu\u00df die Verteilung von Nahrungsmitteln hinzukommen, und diese Arbeit wird rasch auf die Ausbildung in den Bereichen Infrastrukturaufbau, Landwirtschaft und Industrieprojekte ausgeweitet werden. Es gibt viele junge und alte Landwirte in verschiedenen L\u00e4ndern, die darauf reagieren und die es als eine Ehre betrachten w\u00fcrden, in einem Krisenmoment wie diesem zu helfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Aufruf zur Schaffung dieses Komitees hei\u00dft es: \u201eSobald diese Projekte konkrete Formen annehmen, werden sie den Enthusiasmus entfachen, den alle gro\u00dfen Pionierprojekte trotz des Ernstes der Lage hervorrufen k\u00f6nnen, und sie werden vielen jungen Menschen, die sonst in soziale Revolten und gewaltt\u00e4tige Aktivit\u00e4ten hineingezogen w\u00fcrden, eine Zukunftsperspektive bieten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt, kann eine solche private Initiative der direkten Aktion in der Tradition der gewaltlosen Aktionen von Mahatma Gandhi und Martin Luther King die vor uns liegende gewaltige Herausforderung nicht alleine l\u00f6sen. Sie kann aber ein praktisches Beispiel daf\u00fcr liefern, wie Menschen guten Willens in einer ansonsten verzweifelten Situation eingreifen und die erforderliche L\u00f6sung aufzeigen k\u00f6nnen. Diese konkreten Beispiele werden dann die Regierungen ermutigen oder unter Druck setzen, ihre Kr\u00e4fte zu b\u00fcndeln und durch ein neues Kreditsystem den n\u00f6tigen Rahmen zu schaffen, um die Unterentwicklung in den Entwicklungsl\u00e4ndern dauerhaft zu \u00fcberwinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese vielschichtige Initiative wird vieles auf einmal erreichen: Sie wird den Menschen gegen die Pandemie helfen, sie wird eine Zukunft f\u00fcr die Jugend schaffen und sie wird dazu beitragen, die Armut zu \u00fcberwinden, indem sie eine echte wirtschaftliche Entwicklung in Gang setzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese drei Beispiele \u2013 der Paradigmenwechsel in den internationalen Beziehungen, die Notwendigkeit eines Weltgesundheitssystems und die direkte Aktion f\u00fcr die Jugend \u2013 zeigen uns die eminente Bedeutung und unbedingte Relevanz von Gandhis Philosophie f\u00fcr die Bew\u00e4ltigung der gr\u00f6\u00dften Herausforderungen unserer Zeit. Seine Idee der Selbstveredelung kann auch die Grundlage f\u00fcr einen Dialog der Kulturen unter allen Philosophen und Dichtern sein, die ein vergleichbares erhabenes Menschenbild haben. Ein solcher Dialog wird dazu beitragen, eine kulturelle Renaissance zu katalysieren, die so dringend notwendig ist, um die Welt aus der gegenw\u00e4rtigen Zivilisationskrise, in der wir uns befinden, zu retten. Das wichtigste ist es aber, in den Menschen die N\u00e4chstenliebe zu entfachen, f\u00fcr die Gandhi steht, damit mehr Menschen gro\u00dfe Seelen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gandhis Vision f\u00fcr ein neues Paradigma in den internationalen Beziehungen, ein Weltgesundheitssystem unddirekte gewaltfreie Aktionen in Zeiten des sozialen Zusammenbruchs Von Helga Zepp-LaRouche,Pr\u00e4sidentin des Internationalen Schiller-Instituts Helga Zepp-LaRouche pr\u00e4sentierte dieses Papier als Beitrag zu der zweit\u00e4gigen internationalen Online-Konferenz der Association of Asian Scholars zum Thema&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":34,"featured_media":64069,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[37,542],"tags":[],"class_list":["post-64777","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein-de","category-hzl-text-de"],"featured_image_src":"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20201107-gandhi.jpg","author_info":{"display_name":"madeleine","author_link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/author\/madeleine\/"},"modified_by":"madeleine","cc_featured_image_caption":{"caption_text":"","source_text":"","source_url":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64777","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/34"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64777"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64777\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":65775,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64777\/revisions\/65775"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/64069"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64777"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64777"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64777"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}