{"id":63060,"date":"2020-10-07T15:49:57","date_gmt":"2020-10-07T13:49:57","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=63060"},"modified":"2020-10-07T15:50:01","modified_gmt":"2020-10-07T13:50:01","slug":"imperialer-prozess-gegen-assange-eine-lebensgefaehrliche-ungerechtigkeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/10\/07\/imperialer-prozess-gegen-assange-eine-lebensgefaehrliche-ungerechtigkeit\/","title":{"rendered":"Imperialer Proze\u00df gegen Assange: Eine lebensgef\u00e4hrliche Ungerechtigkeit"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach fast vierw\u00f6chiger Beweisaufnahme erkl\u00e4rte die britische Richterin Vanessa Baraitser am 30. September, da\u00df sie ihr Urteil \u00fcber Julian Assange erst am 4. Januar 2021 verk\u00fcnden oder \u00fcber seine Auslieferung an die USA entscheiden werde. Sie erkl\u00e4rte: \u201eSofern kein weiterer Antrag auf Kaution gestellt wird, werden Sie aus denselben Gr\u00fcnden, die Ihnen zuvor mitgeteilt wurden, bis zum 4. Januar in Haft bleiben\u201c. Assange sa\u00df dabei hinter Panzerglas auf der Anklagebank ganz hinten im Saal, was normalerweise nur bei Strafprozessen gegen Terroristen und Gewaltt\u00e4ter \u00fcblich ist. Der Linguistiker Noam Chomsky hatte versucht, zugunsten von Assange auszusagen, aber die Richterin lehnte jede Aussage, die ein Linguistikprofessor machen k\u00f6nnte, als irrelevant ab.<br>Im Falle eines Schuldspruchs besteht eine gro\u00dfe Wahrscheinlichkeit, da\u00df Assange in ein Hochsicherheitsgef\u00e4ngnis in den USA \u00fcberstellt wird, wo den Gefangenen faktisch alle Menschenrechte entzogen werden und sie in strenger Einzelhaft verbleiben.<br>Der britische Menschenrechtsaktivist und ehemalige britische Botschafter in Usbekistan, Craig Murray, schrieb am 30. September eine &#8222;Momentaufnahme&#8220; des Unrechts, das in dem Proze\u00df im Londoner Old Bailey an Julian Assange ver\u00fcbt wird. Das Gericht habe, nachdem es sich vier Stunden lang irrelevante Meinungen von Rechtsexperten angeh\u00f6rt hatte, vier Minuten mit Chomskys wissenschaftlicher Auslegung \u00fcber die politische Bedeutung dieses Auslieferungsverfahrens besch\u00e4ftigt, um es ohne Pr\u00fcfung, Befragung oder Kontext rasch ins Gerichtsprotokoll aufzunehmen. Das Gericht folgt der Praxis, Zeugenaussagen anonym zu belassen, indem es lediglich eine sehr kurze \u201eKernaussage\u201c vortr\u00e4gt und laut Murray zul\u00e4\u00dft, da\u00df diese \u201eKernaussage\u201c von den Geheimdiensten vorab \u00fcberpr\u00fcft wird.<br>F\u00fcr weitere Informationen zum Hintergrund siehe: <a href=\"https:\/\/www.craigmurray.org.uk\/archives\/2019\/10\/assange-in-court\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">https:\/\/www.craigmurray.org.uk\/archives\/2019\/10\/assange-in-court\/<\/a><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach fast vierw\u00f6chiger Beweisaufnahme erkl\u00e4rte die britische Richterin Vanessa Baraitser am 30. September, da\u00df sie ihr Urteil \u00fcber Julian Assange erst am 4. Januar 2021 verk\u00fcnden oder \u00fcber seine Auslieferung an die USA entscheiden werde. 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