{"id":60226,"date":"2020-06-26T14:36:50","date_gmt":"2020-06-26T12:36:50","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2020\/06\/26\/conference-will-humanity-prosper-or-perish-the-future-demands-a-four-power-summit-now-2\/"},"modified":"2020-10-06T21:41:41","modified_gmt":"2020-10-06T19:41:41","slug":"conference-will-humanity-prosper-or-perish-the-future-demands-a-four-power-summit-now-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/06\/26\/conference-will-humanity-prosper-or-perish-the-future-demands-a-four-power-summit-now-2\/","title":{"rendered":"27. Juni Konferenz: Wird die Menschheit prosperieren oder untergehen? Die Zukunft erfordert ein sofortiges Vier-M\u00e4chte-Gipfeltreffen"},"content":{"rendered":"<h2><\/h2>\n<p>In einer ganzt\u00e4gigen Konferenz mit rund zwei Dutzend Rednern und Diskussionsteilnehmern in drei Vortragsrunden befa\u00dfte sich das Schiller-Institut am 27.6. mit den dringenden Problemen, derer sich die Staatschefs der wichtigsten Weltm\u00e4chte auf Sondergipfeln annehmen m\u00fcssen. Die dr\u00e4ngendsten sind: der notwendige Aufbau eines Welt-Gesundheitssystems, um die gegenw\u00e4rtige und zuk\u00fcnftige Pandemien angemessen zu bek\u00e4mpfen, eine ausreichende Versorgung aller L\u00e4nder und Menschen mit Nahrungsmitteln und Agrarerzeugnissen, frei von der Vormacht der gro\u00dfen Kartelle, und ein weltweites wirtschaftliches Entwicklungsprogramm im Geiste einer Win-Win-Kooperation, das Kriegen und Konflikten entgegenwirkt. Die Konferenz trug den Titel \u201eWird die Menschheit gedeihen oder untergehen? Die Zukunft verlangt jetzt einen Vier-M\u00e4chte-Gipfel\u201c (Ru\u00dfland, China, Indien und die USA).<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnderin und Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, setzte zu Beginn ihrer Grundsatzrede den Ton: \u201eWenn wir nicht sehr kurzfristig ein Neues Bretton-Woods-System einf\u00fchren, ganz so, wie Franklin D. Roosevelt es beabsichtigt hatte, droht die gegenw\u00e4rtige Tendenz zu immer mehr Konflikten auf der Welt &#8211; sowohl innenpolitisch in vielen Staaten der Welt, aber auch auf strategischer Ebene &#8211; zu einem gro\u00dfen neuen Weltkrieg zu eskalieren, einem Dritten Weltkrieg, der aufgrund der Existenz thermonuklearer Waffen die Vernichtung der menschlichen Gattung bedeuten w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p>In den anschlie\u00dfenden Podiumsrunden sprachen amtierende und ehemalige Regierungsvertreter aus Ru\u00dfland, den USA, China und Japan sowie f\u00fchrende Vertreter aus Politik und Gesellschaft \u00fcber die notwendigen Ma\u00dfnahmen, damit die Menschheit gedeihen kann (s.u.).<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">hier den Bericht weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Infrastruktur ist der Schl\u00fcssel zu einer gesunden Entwicklung<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Im ersten Panel erl\u00e4uterte Chinas Exekutivdirektor beim IWF, Dr. Jin Zhongxia, den Vorschlag, da\u00df alle multilateralen Kreditinstitute, wie die Weltbank, ihre Kreditvergabe (auch an die USA) jetzt stark ausweiten, um Infrastruktur wie Krankenh\u00e4user, Hochgeschwindigkeitsbahnen usw. zu bauen und die Regierungen mit Krediten zu unterst\u00fctzen. Der ehemalige Beamte im japanischen Finanzministerium und beim IWF Daisuke Kotegawa betonte, Japan strebe den Aufbau von Infrastruktur f\u00fcr die Industrialisierung in den Entwicklungsl\u00e4ndern an und k\u00f6nne dabei mit Chinas G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative zusammenarbeiten. Boris Meschtschanow, Botschaftsrat bei der russischen UN-Mission in New York, sprach von der Notwendigkeit des \u201eBaus neuer physischer Infrastruktur\u201c. Ru\u00dfland wolle Afrika dabei helfen, seine Stromkapazit\u00e4t rasch zu verdoppeln (was den Bau von mehr als 150.000 MW neuer Kapazit\u00e4t bedeutet). Ru\u00dfland wolle auch seine Nahrungsmittelexporte ausweiten, zumal es bereits ein f\u00fchrender Getreideexporteur ist.<\/p>\n<p>Zwei weitere Vortr\u00e4ge befa\u00dften sich mit Fragen der Gesundheitsf\u00fcrsorge. Dr. Joycelyn Elders, ehemalige\u00a0Surgeon General der Vereinigten Staaten (1993-94), schlug eine Art medizinisches Jugendkorps vor, um junge Amerikaner f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der COVID-19-Pandemie und den Aufbau der fehlenden \u00f6ffentlichen Gesundheitsinfrastruktur im Entwicklungssektor und auch in einigen \u201efortgeschrittenen\u201c Nationen zu gewinnen. Dazu geh\u00f6re eine Ausbildung in der medizinischen Versorgung und in den Grunds\u00e4tzen und Methoden des \u00f6ffentlichen Gesundheitswesens, und man k\u00f6nne auch auf den Bedarf einer umfassenden neuen Infrastruktur und Personalausstattung im Gesundheitswesen in Afrika abzielen. Vielleicht k\u00e4me ein \u201emedizinisches Friedenskorps\u201c in Frage, da die jungen Menschen eine Ausbildung erhalten w\u00fcrden, um international arbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Vizedirektor des Forschungsinstituts f\u00fcr Weltentwicklung des China Development Research Center, Ding Yifan, pr\u00e4sentierte eine \u201eChinesische Sicht auf ein Post-COVID-Paradigma\u201c. Er pl\u00e4dierte f\u00fcr internationale Zusammenarbeit und Einigkeit, um die Epidemie zu \u00fcberwinden. Die verschiedenen \u201eKonjunkturpakete\u201c, die jetzt umgesetzt werden, sollten nicht nur Soforthilfe f\u00fcr die von der Krise Betroffenen, sondern auch Mittel f\u00fcr Investitionen in die Infrastruktur bereitstellen.<\/p>\n<p>Der ehemalige B\u00fcrgermeister der Stadt Muscatine im US-Staat Iowa, DeWayne Hopkins, berichtete \u00fcber den kulturellen Austausch, der sich zwischen seiner Stadt und China nach dem ersten Besuch von Xi Jinping in diesem Teil des US-Farmg\u00fcrtels vor vielen Jahren entwickelt hat.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Das unver\u00e4u\u00dferliche Recht auf Nahrung und Gesundheitsversorgung<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Das zweite Panel konzentrierte sich auf den Vorschlag zur Schaffung von 1,5 Milliarden neuen, produktiven Arbeitspl\u00e4tzen weltweit. Jacques Cheminade, Vorsitzender der franz\u00f6sischen Partei Solidarit\u00e9 &amp; Progr\u00e8s, stellte in seiner Hauptrede fest, da\u00df zwei grundlegende Menschenrechte verteidigt werden m\u00fcssen &#8211; n\u00e4mlich, gut ern\u00e4hrt und gesund zu sein, um zum Gemeinwohl und zur Zukunft der Gesellschaft beitragen zu k\u00f6nnen. Leider seien unter der Finanzdiktatur der City und der Wall Street Zigmillionen Menschen von Hunger und Krankheit bedroht, w\u00e4hrend gleichzeitig die Bauern, die produzieren wollen, ruiniert werden.<\/p>\n<p>Diog\u00e8ne Senny, Gr\u00fcnder der Panafrikanischen Liga, prangerte die \u201eGeopolitik des Hungers und der Armut\u201c in Afrika an und betonte die Notwendigkeit von Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t in allen Nationen. Aus Argentinien schilderte Walter Formento, Direktor des Zentrums f\u00fcr politische und wirtschaftliche Studien, die erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung in S\u00fcdamerika bis zur Einf\u00fchrung des neoliberalen, monetaristischen Modells. Dr. Kirk Meighoo aus Trinidad und Tobago k\u00fcndigte an, seine Partei entwickle ein Programm f\u00fcr 150.000 neue produktive Arbeitspl\u00e4tze in dem kleinen Land von 1,3 Mio. Einwohnern, damit es ein Land der Produzenten statt nur der Empf\u00e4nger wird.<\/p>\n<p>Robert Baker, Landwirtschaftsexperte des Schiller-Instituts in den USA, beklagte, da\u00df eine Gruppe gegen die anderen ausgespielt wird &#8211; Bauern gegen Stadtbewohner, eine Nation gegen die andere -, damit das Kartellsystem der Finanziers umso leichter von allen \u201eGeld erntet\u201c. Der US-Farmer Mike Callicrate, Leiter der Organization for Competitive Markets, betonte, die gesamte heutige Struktur der Nahrungsmittelproduktion &#8211; mit riesigen multinationalen Kartellen, die Verarbeitung und Vertrieb steuern &#8211; m\u00fcsse aufgebrochen werden, um eine viel h\u00f6here Nahrungsmittelproduktion zu erm\u00f6glichen, der Landwirtschaft wieder zu Wohlstand zu verhelfen und viel mehr Hochtechnologie-Landwirte auf der ganzen Welt auszubilden.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die Aufgabe der Jungend<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Die Abschlu\u00dfrunde war dem Aufbau einer weltweiten Jugendbewegung gewidmet, die die Debatten und Aktionen zu allen diesen Themen vorantreibt. Nach einem Vortrag von Daniel Burke vom amerikanischen Schiller-Institut folgten Beitr\u00e4ge junger Leute aus Tansania, Jemen, Marokko, Mexiko, Kolumbien, Peru und Frankreich.<\/p>\n<p>Helga Zepp-LaRouche brachte in ihrer Rede die Dringlichkeit und Entschlossenheit bei dem Webinar auf den Punkt: \u201eWenn Millionen von Menschen der Hungertod droht, wie das Weltern\u00e4hrungsprogramm (WFP) warnt, warum k\u00f6nnen die Landwirte nicht die Nahrungsmittelproduktion verdoppeln und daf\u00fcr einen Parit\u00e4tspreis erhalten, der ihre Existenz garantiert, auch im Hinblick auf den zu erwartenden Anstieg der Weltbev\u00f6lkerungszahl auf \u00fcber neun Milliarden bis 2050? K\u00f6nnen wir uns nicht als die eine menschliche Gattung verstehen, und mit der gleichen Solidarit\u00e4t an den Baustellen der Menschheit Hilfe leisten, wie die gesamte chinesische Bev\u00f6lkerung den Menschen in Wuhan und der Hubei- Provinz geholfen hat? W\u00e4re es nicht h\u00f6chste Zeit, da\u00df wir damit aufh\u00f6ren, Trillionen-Betr\u00e4ge f\u00fcr die milit\u00e4rische Aufr\u00fcstung zu verschwenden, wie Pr\u00e4sident Trump\u00a0 gesagt hat, wenn wir diese Ressourcen gleichzeitig f\u00fcr die \u00dcberwindung von Hunger, Krankheit und Armut, f\u00fcr die Ausbildung der kreativen Potentiale der jetzigen und k\u00fcnftigen Generationen einsetzen k\u00f6nnten? Ich denke, es ist an der Zeit, da\u00df wir als Menschheit angesichts einer beispiellosen Katastrophe den qualitativen Schritt tun, das 21. Jahrhundert zum ersten wirklich menschlichen Jahrhundert zu machen!\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<ul class=\"tabs\" data-tab-id=\"\">\n<li><a href=\"#tab1\">Panel I<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#tab2\">Panel II<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#tab3\">Panel III<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"tab-container\">\n<div class=\"tab-content\">\n<h2>Panel I \u2014 \u201eStatt Geopolitik: Die Prinzipien der Staatskunst\u201c<\/h2>\n<p><em><strong>Historisches Video: Lyndon LaRouche<\/strong>:<\/em> Schiller- Institut Konferenz 2.-3. Juli 2011<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Lyndon LaRouche: Einleitung zur Konferenz am 27.6.2020\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/JYi9PbT5l5w?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><em><strong>Hauptrednerin: Helga Zepp-LaRouche,<\/strong> Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin des Schiller-Instituts<br \/>\n<\/em>Die Alternative zu einem finsteren Zeitalter und einem Dritten Weltkrieg\u201c<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Die Alternative zu einem dunklen Zeitalter und Weltkrieg\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/kBA5V7e-p0c?start=996&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><em>Dr. Jin Zhongxia, <\/em><\/strong><em>Exekutivdirektor f\u00fcr China, IWF; Washington, D.C., Vereinigte Staaten<br \/>\n<\/em><em>\u00a0<\/em>\u201eDie Grundlagen der philosophischen Beziehungen zwischen Ost und West\u201c<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Grundlagen der ost-westlichen philosophischen Beziehungen - Dr. Jin Zhongxia\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/NWpX3bhtWPY?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<hr \/>\n<p><em><strong>Boris Meschtschanow, <\/strong>Botschaftsrat der Mission der Russischen F\u00f6deration bei den Vereinten Nationen, New York City, Vereinigte Staaten:<strong><br \/>\n<\/strong><\/em>\u201eRu\u00dflands globale Wirtschaftsperspektive nach COVID-19\u201c<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Ru\u00dflands globale Wirtschaftsperspektive nach COVID-19\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/bDL_Y1PwnNc?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><em>Dr. Joycelyn Elders, <\/em><\/strong><em>ehemalige Surgeon General der Vereinigten Staaten<br \/>\n<\/em>\u201eWir brauchen Freiwillige f\u00fcr die medizinischen Hilfstruppen\u201c<\/p>\n<p><em><strong>Ding Yifan, <\/strong>Stellvertretender Direktor des Forschungsinstituts f\u00fcr Weltentwicklung am Chinesischen Zentrum f\u00fcr Entwicklungsforschung, China<br \/>\n<\/em>\u201eEine chinesische Perspektive auf ein Post-COVID-Paradigma\u201c<\/p>\n<p><strong><em>Daisuke Kotegawa, <\/em><\/strong><em>ehemaliger Exekutivdirektor f\u00fcr Japan beim IWF; Forschungsdirektor, The Canon Institute, Japan<br \/>\n<\/em>\u201eErinnerung an mein Engagement in der Wirtschaftshilfe\u201c<\/p>\n<p><em><strong>DeWayne Hopkins, <\/strong>ehemaliger B\u00fcrgermeister von Muscatine\/Iowa; <span style=\"font-size: medium;\">Mitglied des <\/span>Muscatine China Initiative Committee, Vereinigte Staaten<br \/>\n<\/em>\u201eEin Blick aus dem Farmg\u00fcrtel von Iowa: die kulturelle Verbindung zwischen Muscatine und China\u201c<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Panel I: &quot;Statt Geopolitik die Prinzipien der Staatskunst&quot;\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/VdjN0YftTP4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"tab-content\">\n<h2>Panel II \u2014 \u201eProduzenten der Welt, vereinigt euch! Warum ein Programm f\u00fcr 1,5 Milliarden produktive Arbeitspl\u00e4tze Krieg, Hunger, Armut und Krankheit beenden kann\u201c<\/h2>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Panel II: &quot;LaRouche-Plan f\u00fcr 1,5 Mrd. produktive Arbeitspl\u00e4tze&quot;\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/peLgTkegS-Q?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><em><strong>Jacques Cheminade, <\/strong>Pr\u00e4sident Solidarit\u00e9 &amp; Progr\u00e8s, Frankreich<br \/>\n<\/em>\u201eLebensmittelproduktion vereint die Welt\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\"><\/blockquote>\n<p>Wir alle sind uns der Tatsache bewu\u00dft, da\u00df die beiden ersten Menschenrechte, die gewahrt werden m\u00fcssen, das Recht auf Nahrung und auf Erhaltung eines guten gesunden Zustands sind, um zum Gemeinwohl und zur Zukunft unserer Gesellschaften beitragen zu k\u00f6nnen. Wenn wir die Welt so betrachten, wie sie ist, k\u00f6nnen wir nicht umhin zu erkennen, da\u00df diese beiden Menschenrechte kontinuierlich und st\u00e4ndig verletzt werden und da\u00df die gegenw\u00e4rtige Politik der wichtigsten Staaten und Institutionen, von einigen bemerkenswerten Ausnahmen abgesehen, uns in eine Welt f\u00fchrt, die noch viel schlimmer ist. Wir sind im Begriff, unmenschlich zu werden.<\/p>\n<p>Es geht also nicht darum, das Geschehen zu kommentieren oder sich zu beklagen, sondern darum, etwas dagegen zu unternehmen. Deshalb sind wir hier, um das Beste unserer Kulturen und unserer Nationen zu mobilisieren, um eine Welt zu schaffen, in der die wahren sch\u00f6pferischen Kr\u00e4fte der Menschheit gedeihen werden, allen Widrigkeiten zum Trotz. Das f\u00e4ngt bei der Nahrungsmittelproduktion an, die alle Menschen \u00fcber kulturelle und sprachliche Barrieren hinweg vereint. Es scheint ein Gemeinplatz zu sein, so etwas zu sagen, aber gerade die Tatsache, da\u00df wir moralisch und wirtschaftlich dazu gezwungen sind, zeigt den unmenschlichen Zustand, in den wir geraten sind &#8211; mit der unmittelbaren Gefahr, da\u00df hundert Millionen unserer Mitmenschen verhungern k\u00f6nnten, w\u00e4hrend die Bauern in einer malthusianischen Welt gefangen sind, in der sie buchst\u00e4blich ersticken.<\/p>\n<p>Wenn wir von dem ausgehen, was die Menschheit braucht, unter Ber\u00fccksichtigung der Erfordernisse einer quantitativ und qualitativ ausreichenden Ern\u00e4hrung f\u00fcr alle und der unabdingbaren Notwendigkeit, Nahrungsmittelreserven zu schaffen, m\u00fcssen wir als erstes die Nahrungsmittelproduktion verdoppeln. F\u00fcnf Milliarden Tonnen Getreide zu produzieren, bedeutet zum Beispiel, die derzeitige Welternte mehr als zu verdoppeln.<\/p>\n<p>Wir h\u00f6ren aus den Vereinigten Staaten: \u201eWir amerikanischen Bauern k\u00f6nnen die Welt ern\u00e4hren.\u201c In Europa h\u00f6ren wir: \u201eWir europ\u00e4ischen Landwirte k\u00f6nnen die Welt ern\u00e4hren.\u201c Und wir h\u00f6ren in der \u00fcbrigen Welt: \u201eAuch wir k\u00f6nnen unsere Ern\u00e4hrungssicherheit und -souver\u00e4nit\u00e4t sichern.\u201c Was geschieht also?<\/p>\n<p>Erstens wird die ganze Welt von der Finanzdiktatur der Wall Street und der Londoner City regiert, die sich um die Menschen als letztes sorgen und die sogar offen die Entv\u00f6lkerung der Welt betreiben. Da sie nach ihren eigenen Ma\u00dfst\u00e4ben nicht in der Lage sind, ihre Macht zu behalten und gleichzeitig die Welt zu ern\u00e4hren, ziehen sie es vor, ihre Macht zu behalten, und stellen sich eine Welt vor, in der weniger als zwei Milliarden Menschen leben. Daf\u00fcr lassen sie ihre Ideologen offen auftreten &#8211; unter schwarzen oder gr\u00fcnen Farben.<\/p>\n<p>Zweitens beherrschen oder steuern die Ausw\u00fcchse dieser Finanzdiktatur, die Lebensmittel- und Agrarkartelle, s\u00e4mtliche Transport-, Vertriebs- und Verkaufsketten f\u00fcr Lebensmittel, einschlie\u00dflich des Eigentums an weitl\u00e4ufigen L\u00e4ndereien.<\/p>\n<p>Drittens wird in der urbanen Dienstleistungswirtschaft, die in den westlichen L\u00e4ndern zahlenm\u00e4\u00dfig \u00fcberwiegt, eine produktionsfeindliche Ideologie gef\u00f6rdert, die zum einen auf ihre Unwissenheit dar\u00fcber setzt, was ein produktives Leben ist, und zum anderen auf ihren Kulturpessimismus, den die Medien und die Unterhaltungsbranche verbreiten.<\/p>\n<p>In unseren westlichen Staaten gab es keine Vorr\u00e4te an Masken oder Tests zur Bek\u00e4mpfung der Coronavirus-Pandemie, so wie es heute fast keine Getreidereserven mehr gibt, um der Nahrungsmittelknappheit zu begegnen: Die Welthandelsorganisation und die Kartelle \u00fcberlie\u00dfen es dem Markt. Infolgedessen verf\u00fcgt China \u00fcber Getreidevorr\u00e4te f\u00fcr ein Jahr f\u00fcr seinen Bedarf, Ru\u00dfland f\u00fcr sechs Monate, die Vereinigten Staaten viel weniger und die Europ\u00e4ische Union bestenfalls f\u00fcr 45 Tage! Im Rahmen ihres Green Deal hat die Europ\u00e4ische Kommission beschlossen, den Einsatz von Pestiziden um 50% zu reduzieren, den Einsatz von D\u00fcngemitteln um 20% und den Einsatz von antimikrobiellen Mitteln in der Viehzucht und Aquakultur um 50%. Sie rechnet damit, 25% des Landes in Biolandwirtschaft umzuwandeln, gegen\u00fcber 7,5% heute. Hier geht es darum, da\u00df sie unter dem Vorwand, sich um unser Wohl zu sorgen, die Befehle ihrer eigentlichen finanziellen Herren befolgen und die Produktionsmittel k\u00fcrzen, ohne eine Alternative zu bieten, um uns zu ern\u00e4hren.<\/p>\n<p>Es ist kriminell, keine Nahrungsmittelreserven zu unterhalten. Es ist kriminell, da\u00df die Agrarpreise unter die Produktionskosten gesenkt wurden. Es ist kriminell, da\u00df die Produzenten der Welt gegeneinander ausgespielt werden, um die ihnen gezahlten Preise zu dr\u00fccken, zugunsten der weltweiten Kartelle f\u00fcr Getreide, Fleisch, Saatgut, Meeresfr\u00fcchte etc. Es ist kriminell, da\u00df wir in den \u00e4rmsten L\u00e4ndern der Welt 70% der Ernte verloren gehen lassen, weil es keine K\u00fchlketten und zu viele Nagetiere gibt. Es ist kriminell, diese L\u00e4nder zu zwingen, mehr f\u00fcr den Schuldendienst an Finanzagenturen zu zahlen als f\u00fcr den Bau und Unterhalt von Krankenh\u00e4usern oder Schulen. Das ist, wie Lyndon LaRouche oft sagte, das Modell der privaten Britischen Ostindiengesellschaft, das \u00fcber die ganze Welt ausgebreitet ist und die Produktions-, Transport- und Handelsketten beherrscht.<\/p>\n<p>Diese Krise sollte also die Gelegenheit sein, das absolute Recht auf die Produktion von Lebensmitteln anzuerkennen und das Kartellmonopolsystem abzuschaffen. Dies kann nat\u00fcrlich nicht als eine Sache an sich getan werden. Es verlangt die Schlie\u00dfung ihrer Geldquelle: die Herrschaft der Wall Street und der City des britischen Empire. Die kriminelle Politik im Bereich der Ern\u00e4hrung und Gesundheit ist in diesem Sinne f\u00fcr die Menschen die sichtbare Seite des Eisbergs der Oligarchie. Und das ist unsere Hauptwaffe, um sie zu bek\u00e4mpfen; um zu zeigen, da\u00df der Kampf f\u00fcr ein neues Glass-Steagall-Gesetz, eine \u00f6ffentliche Kreditpolitik, eine Nationalbank, keine technische Frage ist, sondern eine ganz konkrete Frage von Leben oder Tod. Das gegenw\u00e4rtige Finanzsystem kann nicht aufrechterhalten werden, wenn Recht und Ordnung ungerecht sind und zu einem System von Chaos und Unordnung mutierten, das auf einer \u201eAlles-Blase\u201c beruht, die um so mehr t\u00f6tet, je mehr sie sich aufbl\u00e4ht.<\/p>\n<p>Deshalb m\u00fcssen wir auf die Vier Gesetze von Lyndon LaRouche zur\u00fcckkommen und neu dar\u00fcber nachdenken, wie wir eine Strategie anregen k\u00f6nnen, die auf ihnen basiert, weil sie das \u00fcbergreifende architektonische Geh\u00e4use f\u00fcr eine Ver\u00e4nderung darstellen. Oder, um es konkreter auszudr\u00fccken: die einzige vorhandene Ausgangst\u00fcr aus dem gegenw\u00e4rtigen Feuer.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die Geschichte der Europ\u00e4ischen Agrarpolitik<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Da ich in Westeuropa bin, f\u00fchle ich mich verpflichtet, Ihnen \u00fcber etwas zu berichten, das einen guten Start hatte, aber scheiterte, weil sein Umfeld nicht von einem koh\u00e4renten Prinzip gepr\u00e4gt war, das LaRouches Vier Gesetzen entspricht: Ich spreche von der Europ\u00e4ischen Agrarpolitik, die am 30. Juli 1962 ins Leben gerufen wurde. Sie basierte auf vier Zielen: Steigerung der Produktivit\u00e4t, Sicherung eines angemessenen Lebensstandards f\u00fcr die Nahrungsmittelproduzenten, Festlegung einer Art von Parit\u00e4tspreis einschlie\u00dflich Reinvestitionen, Sicherung der Nahrungsmittelversorgung zu einem angemessenen Preis f\u00fcr die Verbraucher. Das funktionierte etwa 30 Jahre lang, auf der Grundlage eines autarken Binnenmarktes, mit einer produktiven Priorit\u00e4t, die mit dem industriellen Fortschritt verbunden war (moderne Traktoren, D\u00fcngemittel, Pestizide&#8230;), ebenso wie mit finanzieller Solidarit\u00e4t und einer europ\u00e4ischen Pr\u00e4ferenz. Die finanziellen Hilfen und Unterst\u00fctzungen wurden in Form eines dem Produzenten garantierten Mindestpreises, der sogenannten \u201eindirekten Beihilfen\u201c, gew\u00e4hrt. Dadurch wurden die Mitglieder des Gemeinsamen Marktes, wie er damals genannt wurde, autark, und Westeuropa entwickelte sich zum zweitgr\u00f6\u00dften Exporteur von Nahrungsmitteln weltweit. Die landwirtschaftlichen Betriebe wuchsen m\u00e4\u00dfig, und der gesamte Agrarsektor durchlief trotz seines tiefgreifenden und schnellen Wandels eine Periode relativen Wohlstands.<\/p>\n<p>Heute haben wir \u00fcberall in Europa Landwirte, die verzweifelt protestieren, die Geiseln der Banken sind und von Subventionen leben, die sich verschuldet haben, hart arbeiten und sehr wenig verdienen, w\u00e4hrend ihre S\u00f6hne und T\u00f6chter ihre H\u00f6fe verlassen haben, um in die St\u00e4dte zu gehen. Was ist geschehen?<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst wurde unter dem Druck der weltweiten Finanzderegulierung die Gemeinsame Agrarpolitik in den 90er Jahren ge\u00e4ndert, in einer Zeit, die vor allem in Frankreich, aber auch in ganz Westeuropa von Deindustrialisierung, Bankenherrschaft und Deregulierung gepr\u00e4gt war. Die indirekten Beihilfen, die auf Preisgarantien basierten, verschwanden und wurden durch sogenannte direkte Beihilfen ersetzt, die proportional zur Fl\u00e4che der Betriebe waren. Dies geschah unter dem Druck der Welthandelsorganisation unter dem Vorwand, \u201ePreisverzerrungen\u201c zu vermeiden. Infolgedessen gingen die von der Produktion abgekoppelten Beihilfen vor dem Hintergrund der sinkenden Kaufkraft f\u00fcr Nahrungsmittel haupts\u00e4chlich an die Gro\u00dfgrundbesitzer wie die K\u00f6nigin von England, den F\u00fcrsten von Monaco und den Herzog von Kent. Die kleinen und mittleren Landwirte wurden durch Preissenkungen und den R\u00fcckgang der Beihilfen stranguliert. Sie hatten nur die Wahl, entweder aufzugeben oder sich von den Banken weiter strangulieren zu lassen, einschlie\u00dflich der Bauernbank Cr\u00e9dit Agricole, die zu einer Bank wurde wie alle anderen &#8211; und f\u00fcr ihre alten Kunden noch schlimmer!<\/p>\n<p>Der Haushalt der Europ\u00e4ischen Union f\u00fcr die Landwirtschaft wurde in der Kaufkraft reduziert und sein Anteil am gesamten EU-Haushalt ist gefallen. Hinzu kommt die Verwundbarkeit aller Produzenten durch das System der schwankenden Wechselkurse, die mittleren oder kleinen Bauern gehen unter, und die gro\u00dfen werden mehr zu \u201eExperten\u201c der Chicagoer B\u00f6rse als zu echten Bauern!<\/p>\n<p>Heute ist besonders die Rede davon, die \u201edirekten\u201c Beihilfen auf der Grundlage der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4chen durch \u201eUmwelt- und Klimahilfen\u201c zu ersetzen, von denen nur die ganz Gro\u00dfen profitieren k\u00f6nnen. Das ist eine Politik f\u00fcr W\u00fcstenbildung und Entv\u00f6lkerung der Landwirtschaft vor dem Hintergrund einer \u201egr\u00fcnen\u201c Entv\u00f6lkerung der ganzen Welt. Innerhalb dieses Systems werden einige Heftpflaster-Ma\u00dfnahmen vorgeschlagen, die vielleicht relativ hilfreich, aber nicht geeignet sind, die Situation zu \u00e4ndern. So wird zum Beispiel vorgeschlagen, da\u00df die Verteilung der Beihilfen nicht auf der Fl\u00e4che der landwirtschaftlichen Betriebe, sondern auf der Anzahl der in diesen Betrieben t\u00e4tigen Personen basieren soll. Andere fordern Vorr\u00e4te f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssicherheit gegen die Instabilit\u00e4t der M\u00e4rkte, faire Preise und Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung des Welthungers. Gute Absichten, aber nichts, was dem Ausma\u00df der Herausforderung gerecht wird.<\/p>\n<p>Unser Engagement dagegen besteht darin, genau das zu tun &#8211; n\u00e4mlich das Problem an der Wurzel zu packen. Die Gemeinsame Agrarpolitik ist gescheitert, weil sie sich nicht mit ihrem globalen Umfeld befa\u00dft hat. Dasselbe gilt f\u00fcr die Parit\u00e4tspreise in den Vereinigten Staaten. Man kann so etwas nicht innerhalb eines Systems tun, das alle Voraussetzungen daf\u00fcr schafft, in die entgegengesetzte Richtung zu gehen. Zudem war die Gemeinsame Agrarpolitik selbst in ihren besten Jahren haupts\u00e4chlich defensiv, in franz\u00f6sischen Begriffen eine Art Maginot-Linie, die unter Angriffen von der Flanke oder von oben zum Scheitern verurteilt war. Und obwohl sie die Nahrungsmittelkrise innerhalb Westeuropas vor\u00fcbergehend l\u00f6ste, tat sie nichts daf\u00fcr, M\u00e4rkte und Nahrungsmittelvorr\u00e4te auf dem erforderlichen Niveau eines B\u00fcndnisses von Weltnationen zu organisieren.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Ziele und Vorbilder<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Offensichtlich haben wir jetzt mit den Vier Gesetzen von Lyndon LaRouche &#8211; nicht als Mantra, sondern als Fahrplan f\u00fcr den Kampf &#8211; die Mittel, um mit den bestehenden Spielregeln zu durchbrechen. Aber daf\u00fcr m\u00fcssen wir die V\u00f6lker der Welt inspirieren und Druck auf sie aus\u00fcben, damit sie Druck auf ihre Regierungen aus\u00fcben. Das ist f\u00fcr jeden von uns eine Frage von Leben oder Tod. Und man kann sie nur mit einem Gewinnergeist gewinnen, mit einem hartn\u00e4ckigen Engagement, das jeden Morgen erneuert wird.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich deshalb abschlie\u00dfend zwei Dinge sagen.<\/p>\n<p>Erstens \u00fcber den Weg, auf dem wir inspirieren k\u00f6nnen. Es gibt LaRouches Vier Gesetze als Bezugspunkt, die es im Hinblick auf die zahlreichen Herausforderungen in der Realit\u00e4t zu erforschen gilt. Sie werden in unseren beiden j\u00fcngsten Programmen angewandt: <a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/04\/17\/larouches-apollo-mission-zur-bekampfung-der-globalen-pandemie-aufbau-eines-weltgesundheitssystem\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>LaRouches ,Apollo-Mission\u2019 zur Bek\u00e4mpfung der globalen Pandemie: Aufbau eines Weltgesundheitssystem!<\/em><\/a><em>\u00a0&#8211; <\/em>und ich m\u00f6chte hinzuf\u00fcgen \u201eauch \u00fcber die Erde hinaus\u201c -, sowie den <a href=\"https:\/\/solidaritaet.com\/neuesol\/2020\/23\/laroucheplan1.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>LaRouche-Plan zur Wiederbelebung der US- und Weltwirtschaft: Die Welt braucht 1,5 Milliarden neue, produktive Arbeitspl\u00e4tze<\/em><\/a>.\u00a0Nur durch eine solche anti-provinzielle Organisation auf der Grundlage einer dynamischen Entwicklung k\u00f6nnen wir die Menschen inspirieren, die heute derma\u00dfen von Informationen \u00fcberschwemmt und permanent in Situationen geworfen werden, die sie zu emotionalen Ausfluchten verleiten. Nur durch unser pers\u00f6nliches Vorbild, das auf einer hartn\u00e4ckigen Zielorientierung beruht, k\u00f6nnen wir sie dazu bringen, freie Aktivisten zu werden.<\/p>\n<p>Zweitens m\u00f6chte ich Ihnen ein Beispiel daf\u00fcr geben, das in direktem Zusammenhang mit unserem Thema steht: Es handelt sich um die Maisons Familiales Rurales (Familienh\u00e4user auf dem Land), ein Projekt von Abt Granereau (gest. 2007), einem franz\u00f6sischen Landpfarrer, der eine neue Art des Lernens in den l\u00e4ndlichen Gebieten Frankreichs und im Ausland eingef\u00fchrt hat. Heute gibt es 432 dieser l\u00e4ndlichen H\u00e4user in Europa, 112 in Lateinamerika, 118 in Afrika (Mauretanien, Demokratische Republik Kongo, Guinea&#8230;) und im Indischen Ozean und ein paar in Asien. In Frankreich wird diese Ausbildung in Zusammenarbeit mit dem Staat und der lokalen Verwaltung durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Abt Granereau war der Sohn einer Bauernfamilie, der schon sehr fr\u00fch sowohl die napoleonische, pyramidenf\u00f6rmige Organisation des franz\u00f6sischen Bildungssystems in Frage stellte als auch die Tatsache, da\u00df das \u00f6ffentliche Bildungssystem die besten S\u00f6hne der Bauern veranla\u00dfte, die Landwirtschaft aufzugeben, vom Land wegzuziehen oft mit ihren traditionell orientierten Familien zu brechen. Er beschlo\u00df, das Problem zu l\u00f6sen, indem er ein eigenes neues System einf\u00fchrte, das die Familien sich leisten konnten, und wandte sich zur Inspiration an \u201eUnsere Liebe Frau von der sozialen Revolution\u201c. Seine Idee war es, die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler im Gymnasialalter eine Woche pro Monat in einem von ihm zur Verf\u00fcgung gestellten Erziehungsheim zur Berufsausbildung unweit ihres Wohnortes wohnen zu lassen und dieses gemeinsam mit den Familien, sp\u00e4ter mit den Lehrern zu leiten. Das Programm lief von November bis April, so da\u00df die Kinder die restliche Zeit auf dem Bauernhof mitarbeiten konnten. Die Ausbildung sollte von den Eltern bezahlt werden, und die Sch\u00fcler hatten den Status eines Lehrlings. In den drei anderen Wochen des Monats wurden den Sch\u00fclern t\u00e4glich zwei Stunden Hausaufgaben auferlegt.<\/p>\n<p>Der Schl\u00fcssel zum Erfolg war die assoziative Verantwortung der Familien, die Integration der Familie, die Achtung der individuellen Pers\u00f6nlichkeit jedes Sch\u00fclers oder Studenten und die F\u00f6rderung von Aktivit\u00e4ten zur sozialen Entwicklung, wie Besuche auf Bauernh\u00f6fen, die moderne Werkzeuge, Traktoren oder D\u00fcngemittel nutzten. Granereau begann 1935 mit drei Bauern, die sich zur Unterst\u00fctzung seines Projekts verpflichteten, und vier Lehrlingen. Und es gelang ihm in etwa 30 Jahren, das Schicksal des l\u00e4ndlichen Raumes zu ver\u00e4ndern und zu der Zeit seine Entw\u00fcrdigung zu vermeiden.<\/p>\n<p>Das Geheimnis hinter seiner Methode bestand darin, sehr rigoros zu sein und gleichzeitig die Sch\u00fcler zur Verantwortung zu ziehen. Bei jeder T\u00e4tigkeit wurde einer von ihnen dazu bestimmt, f\u00fcr alle anderen verantwortlich zu sein. Seine Verpflichtung bestand darin, allen eine gute Ausbildung auf hohem Niveau zu geben, indem er seinen Bauernbr\u00fcdern ihre W\u00fcrde zur\u00fcckgab, eine Kenntnis der neuen Produktionsmethoden im Rahmen einer Erziehung f\u00fcr die Seelen. F\u00fcr ihn mu\u00dfte ein guter Bauer das sein, was er \u201eeinen Wissenschaftler des Landes\u201c nannte.<\/p>\n<p>Als gen\u00fcgend Sch\u00fcler und Studenten kamen, trennte er die Funktionen des Lehrens unter einem guten und engagierten Lehrer der Purpan-Hochschule f\u00fcr Landwirtschaft in Toulouse von denen der Anleitung, diese war seine Vollzeitverantwortung. Granereau wollte \u201eBauernf\u00fchrer\u201c schaffen, die in die kommende neue Welt mit christlichen Prinzipien eintreten. Auf diesem Wege entwickelte er eine aktive Methode, die auf Forschen, Zusammenarbeit, Teilnahme und gegenseitigem Vertrauen beruht.<\/p>\n<p>Er selbst \u00e4nderte sich sein ganzes Leben lang: Er schuf eine Abteilung f\u00fcr junge Frauen und M\u00e4dchen, organisierte dann eine koedukative Schule, wobei er sorgf\u00e4ltig den gegenseitigen Respekt der beiden Geschlechter f\u00f6rderte, und schlie\u00dflich \u00f6ffnete er seine Schulen allen Familien, da er verstand, da\u00df der Begriff der Familie und des gegenseitigen Respekts im Mittelpunkt und \u00fcber den religi\u00f6sen Zugeh\u00f6rigkeiten stand. Viele Menschen waren dar\u00fcber schockiert, aber er war erfreut.<\/p>\n<p>Ich bin \u00fcberzeugt, da\u00df ein solcher Ansatz, der auf der Achtung jedes einzelnen Geistes und dem Dienst am anderen beruht, wohl\u00fcberlegt als Inspiration f\u00fcr unsere Erziehungsmethoden betrachtet werden sollte. Nat\u00fcrlich nicht, um ihn genau zu kopieren, sondern um seinem Geist der Erforschung und Kreativit\u00e4t zu folgen. In den L\u00e4ndern mit einer langj\u00e4hrigen landwirtschaftlichen Kultur, wie in Afrika, w\u00e4re das ein Modell, um den \u00dcbergang der landwirtschaftlichen Arbeit zu gew\u00e4hrleisten, wie es in Frankreich der Fall war.<\/p>\n<p>Der Fall Granereau ist auch ein guter Bezugspunkt daf\u00fcr, wie man Dinge ver\u00e4ndern kann. Wir selbst sollten viel mehr dar\u00fcber nachdenken, was LaRouche am Anfang getan hat: einige Personen in einem Pilotprojekt zusammenbringen, das sich nicht mit akademischen Fragen, sondern von oben betrachtet mit den wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit befa\u00dft, Memoranden verschicken und st\u00e4ndig Debatten ausl\u00f6sen. Dann hat man die beste Art der Begeisterung, wirklich \u00fcber ein Programm zu diskutieren und es zu bereichern, und sogar die noch h\u00f6here Begeisterung, es zu verwirklichen. Fangen wir an.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Diog\u00e8ne Senny, <\/em><\/strong><em>Gr\u00fcnder der Panafrikanischen Liga<br \/>\n<\/em>\u201eGedeihen oder vergehen: Eine Einf\u00fchrung in die Geopolitik von Hunger und Armut\u201c<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Sehr geehrte Referenten, liebe Teilnehmer, liebe G\u00e4ste, zun\u00e4chst m\u00f6chte ich dem Schiller-Institut meinen Dank daf\u00fcr aussprechen, da\u00df es mich in dieser ganz besonderen Zeit an dieser Diskussion beteiligt hat.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>I. Einf\u00fchrung<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Meine Damen und Herren, diese Konferenz ist alles andere als ein vor\u00fcbergehendes Ereignis, die Umst\u00e4nde, unter denen sie stattfindet, machen aus ihr einen historischen Moment, weil die enormen gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die mit COVID-19 verbunden sind, wie \u201eHerausforderungen\u201c und \u201eKriegserkl\u00e4rungen\u201c gegen Gesellschaften und Menschen im Sinne des britischen Historikers Arnold Toynbee sind.<\/p>\n<p>Ausnahmsweise werden wir die Themen Hunger, Armut und Gesundheit mit der Geschichte verbinden; nicht nur als Gedenken, sondern auch und vor allem, um die Geschichte als m\u00e4chtigste Manifestation der sozialen Energie und des \u00dcberlebenswillens des Menschen zu betrachten.<\/p>\n<p>Der <em>Storicismo<\/em>, wie die Italiener sagen w\u00fcrden &#8211; mit anderen Worten: Historismus -, ist der Akt, durch den man seine eigene Handlung, sein eigenes Denken, seine eigene Poesie schafft, indem man sich vom gegenw\u00e4rtigen Bewu\u00dftsein der Vergangenheit l\u00f6st. Wir wissen, da\u00df die Landwirtschaft der Welt mindestens 13 Milliarden Menschen, also das Doppelte der heutigen Weltbev\u00f6lkerung, ern\u00e4hren k\u00f6nnte. Deshalb ist die Vernichtung von zig Millionen Menschenleben, Frauen, M\u00e4nnern und Kindern durch Hunger eines so reichen Jahrhunderts unw\u00fcrdig! K\u00f6nnen wir ernsthaft \u00fcber Alternativen zu Hunger, Armut und Gesundheit nachdenken und gleichzeitig eine historische Amnesie in Fragen der wirtschaftlichen und sozialen Rechte der V\u00f6lker aufrechterhalten?<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>II.<\/strong> <strong>Kampf gegen das Vergessen<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Meine Damen und Herren, wer wei\u00df noch, da\u00df ein Drittel der zivilen und milit\u00e4rischen Todesf\u00e4lle im Zweiten Weltkrieg auf Unterern\u00e4hrung, Tuberkulose und An\u00e4mie zur\u00fcckzuf\u00fchren war? Wer erinnert sich daran, wie sich wegen des Hungers in den Kirchen von Amsterdam, Rotterdam und Den Haag die S\u00e4rge t\u00fcrmten? Und daran, besonders in Polen und Norwegen, da\u00df einige Familien \u00fcberlebten, indem sie Ratten und Baumrinde a\u00dfen?<\/p>\n<p>Wer erinnert sich noch daran, wie 1947, nur zwei Jahre nach diesen schrecklichen Ereignissen, der britische Botschafter in der Kommission f\u00fcr die Ausarbeitung der Allgemeinen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte aggressiv erkl\u00e4rte: \u201eWir wollen freie Menschen, keine wohlgen\u00e4hrten Sklaven!\u201c Wer erinnert sich an die direkte Antwort seines ukrainischen Amtskollegen: \u201eAuch freie Menschen k\u00f6nnen verhungern.\u201c<\/p>\n<p>Dieser Austausch veranschaulicht den Beginn einer neuen geopolitischen Ordnung, d.h. den Kalten Krieg, und die Niederlage der Anerkennung der wirtschaftlichen und sozialen Rechte in der Allgemeinen Erkl\u00e4rung der Menschenrechte vom 10. Dezember 1948.<\/p>\n<p>Aber wie kann man ernstlich glauben, da\u00df die b\u00fcrgerlichen und politischen Rechte ohne die wirtschaftlichen und sozialen Rechte wirksam sein k\u00f6nnen? Es dauerte 45 Jahre, fast ein halbes Jahrhundert, bis die UNO im Juni 1993 in Wien eine neue Erkl\u00e4rung verabschiedete, die alle Rechte &#8211; b\u00fcrgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle &#8211; unteilbar und voneinander abh\u00e4ngig anerkannte. Oh, wieviel Zeit wurde verschwendet!<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>III. Die Entt\u00e4uschungen am Ende des Kalten Krieges<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Meine Damen und Herren, die Hoffnung, die das Ende des Kalten Krieges in Bezug auf die wirtschaftlichen und sozialen Rechte geweckt hatte, ging sehr schnell verloren, weil die Macht der transkontinentalen agroindustriellen Unternehmen und Hedgefonds &#8211; der Fonds, die auf Nahrungsmittelpreise, Ackerland, Saatgut, D\u00fcngemittel, Kredite usw. spekulieren &#8211; auf der Erde betr\u00e4chtlich gr\u00f6\u00dfer ist als die Macht der Staaten. Hunger ist nicht unvermeidlich, er kommt durch organisiertes Verbrechen. 90% der Bauern im S\u00fcden der Erde verf\u00fcgen im 21. Jahrhundert nur \u00fcber folgende Arbeitsinstrumente: Hacke, Machete und Sense. FAO-Berichte in den 2010er Jahren zeigen, da\u00df 500 Millionen Bauern im S\u00fcden keinen Zugang zu hochwertigem Saatgut, Minerald\u00fcnger oder Dung haben und keine Tiere besitzen. Die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Bauern in Indien, Peru, Burkina Faso, Niger, Ecuador usw. hat keine Bew\u00e4sserungsanlagen.<\/p>\n<p>Wie kann man dann \u00fcberrascht sein, da\u00df ein Hektar Getreide den Bauern in Afrika etwa 700 Kilogramm liefert, aber ihren Kollegen in der Gironde in Frankreich 10.000 Kilogramm? Wie wir bereits gesagt haben, Hunger ist nicht unvermeidlich. Er ist das Ergebnis des Willens einiger weniger. Und es wird die Entschlossenheit von Menschen sein, die ihn besiegen wird.<\/p>\n<p>Einige Beispiele sollen das r\u00e4uberische Verhalten der multinationalen agroindustriellen Unternehmen in Afrika veranschaulichen:<\/p>\n<p>In Kamerun: Wir erinnern uns an den bewundernswerten Kampf des Entwicklungsausschusses der Region N&#8217;do, der 2006 Bauernverb\u00e4nde und Zivilgesellschaft im Kampf gegen die von der kamerunischen Regierung genehmigte Inbesitznahme von 11.000 ha Ackerfl\u00e4chen durch die SOSUCAM (Soci\u00e9t\u00e9 Sucri\u00e8re du Cameroun) zusammengebracht hat. Es sei darauf hingewiesen, da\u00df die SOSUCAM Eigentum des franz\u00f6sischen Industriellen Alexandre Vilgrain ist und da\u00df diese Gesellschaft bereits 1965 10.000 Hektar in Kamerun erworben hatte. Hier ist das koloniale Kontinuum im wirtschaftlichen Bereich noch in vollem Gange.<\/p>\n<p>Im Senegal: Hier waren es die Grands Domaines du <em>S\u00e9n\u00e9gal<\/em> (GDS), im Besitz von franz\u00f6sischen, spanischen, marokkanischen und anderen Finanzgruppen, die Zehntausende Hektar Ackerland in Saint-Louis erwarben, wodurch den Bauern die notwendigen Fl\u00e4chen f\u00fcr die Grundnahrungsmittel genommen wurden. Wie in Kamerun organisieren sich die Bauern in Walo, die sich auf bescheidene Ernten auf nur ein Hektar Reis beschr\u00e4nken mu\u00dften, um mit viel W\u00fcrde Widerstand zu leisten.<\/p>\n<p>In Nigeria, Benin und Mali: Auch in Nigeria, Benin und Mali st\u00fctzen sich internationale Hedgefonds auf lokale Oligarchen, um Landraub zu organisieren. Auf diese Weise kamen die wohlhabenden H\u00e4ndler von Sokoto und Kano in den Besitz von Zigtausend Hektar Nahrungsmittelland.<\/p>\n<p>In Benin sind es die politischen und wirtschaftlichen Barone, die Landbesitz anh\u00e4ufen und freiwillig brachliegen lassen, w\u00e4hrend sie darauf warten, sie zu einem h\u00f6heren Preis weiterzuverkaufen, anstatt in der Region Zou, der ehemaligen Kornkammer des beninischen Weizens, zu investieren.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich stellen wir den gleichen Handelsmechanismus in Mali fest, wo wohlhabende Gesch\u00e4ftsleute aus Bamako als Zwischenh\u00e4ndler dienen und Ackerland zu niedrigen Preisen aufkaufen, um es zu H\u00f6chstpreisen an saudische Prinzen oder New Yorker Hedgefonds weiterzuverkaufen.<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, der Ruin der Wirtschaft und die Katastrophen, die sich nach der Coronavirus-Pandemie abzeichnen, sind Teil des sogenannten zyklischen Hungers. Seine Besonderheit liegt in der Pl\u00f6tzlichkeit und Unvorhersehbarkeit der un\u00fcbersehbaren Sch\u00e4den. Ihr spektakul\u00e4rer Charakter sollte uns jedoch nicht blind machen f\u00fcr diese wahren Ursachen. Was im Laufe dieses Vortrages beschrieben wurde, ist im Gegensatz dazu der strukturelle Hunger. Struktureller Hunger hat tiefe Wurzeln. Er ist dauerhaft und unspektakul\u00e4r und zerst\u00f6rt Millionen von Menschen psychisch und physisch. Struktureller Hunger sch\u00e4digt Millionen von unterern\u00e4hrten M\u00fcttern, die kranke Kinder zur Welt bringen.<\/p>\n<p>Meine Damen und Herren, wir m\u00f6chten der von dieser Konferenz vorgestellten Alternative \u201eprosperieren oder zugrunde gehen\u201c das Wort \u201eEinigkeit\u201c voranstellen. Denn f\u00fcr uns Pan-Afrikaner geht es bei der Frage des Hungers weniger um Ern\u00e4hrungssicherheit als um Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t. Nur die politische Einigkeit wird uns die Waffen geben, die wir brauchen, um die immense Ressource Ackerland auf dem gesamten afrikanischen Kontinent zu sch\u00fctzen. Zu diesem Preis wird die Ern\u00e4hrungssouver\u00e4nit\u00e4t f\u00fcr alle Afrikaner garantiert!<\/p>\n<p><em>Umoja Ni Nguvu<\/em> &#8211; Danke<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Walter Formento, <\/em><\/strong><em>Direktor des Zentrum f\u00fcr politische und wirtschaftliche Forschung, Argentinien<br \/>\n<\/em>\u201eS\u00fcdamerika auf der neuen multipolaren Stra\u00dfe\u201c<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Guten Tag, mein Name ist Walter Formento. Ich bin Direktor des Zentrums f\u00fcr Politik- und Wirtschaftsforschung (CIEPE) und auch Mitglied des lateinamerikanischen sozialwissenschaftlichen Netzwerks, das auf allen f\u00fcnf Kontinenten t\u00e4tig ist.<\/p>\n<p>Es bedeutet uns sehr viel, an dieser Konferenz teilzunehmen, und wir hoffen, da\u00df wir zu dem Dialog, der hier beginnt, beitragen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Hinblick auf die Entwicklung und die Beitr\u00e4ge der Neuen Seidenstra\u00dfe und der Weltlandbr\u00fccke, die uns alle verbindet, glauben wir, da\u00df S\u00fcdamerika &#8211; von Mexiko bis Argentinien und Brasilien, \u00fcber Kolumbien und Venezuela, Peru, Bolivien und Paraguay &#8211; in seiner hispanoamerikanischen und s\u00fcdamerikanischen Geschichte \u00fcber echte, konkrete F\u00e4higkeiten zum Aufbau von Souver\u00e4nit\u00e4t, strategischen Industrien, Wissenschaft und Technologie verf\u00fcgt &#8211; sowohl zum Beitragen als auch zum selber Aufnehmen. Dies stammt von jeder dieser Nationen einzeln, aber auch von einer organisierten plurinationalen s\u00fcdamerikanischen Gemeinschaft, die sich auf ihre gemeinsamen hispanoamerikanischen Urspr\u00fcnge st\u00fctzt, noch konkreter auf den Zeitraum 2001-2015 auf der Grundlage der UNASUR (Union S\u00fcdamerikanischer Nationen) und der CELAC (Gemeinschaft Lateinamerikanischer und Karibischer Staaten).<\/p>\n<p>Betrachten wir dies zun\u00e4chst von Argentinien aus: Diese s\u00fcdamerikanische Nation entwickelt ihre strategischen Industrien seit ihrem Kampf gegen die britischen Invasionen von 1805-1807. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte sich dieser Proze\u00df mit dem Aufbau seiner Erd\u00f6lindustrie und Wasserkraftprojekte fort, immer in Wechselwirkung mit dem internationalen Kontext und mit R\u00fcckmeldungen daraus.<\/p>\n<p>Nach der Gro\u00dfen Depression, verursacht durch die Systemkrise von 1929-1944, vertiefte Argentinien zusammen mit Chile und Brasilien &#8211; der ABC-Allianz &#8211; den Proze\u00df der souver\u00e4nen Entwicklung, indem es den Schienen-, See- und Flu\u00dftransport sowie die Automobil- und Flugzeugindustrie st\u00e4rkte, die dann zur Grundlage f\u00fcr die Entwicklung ihrer Luft- und Raumfahrtindustrie und ihrer U-Boot-Industrie wurden. Auch wenn diese Industrien internationale Beziehungen unterhielten, arbeiteten sie stets miteinander zusammen, was ihre eigene gemeinsame wissenschaftliche und technologische Entwicklung erm\u00f6glichte. Dies war einmal mehr eine Funktion des internationalen Kontextes, der f\u00fcr S\u00fcdamerika und insbesondere f\u00fcr Argentinien, Brasilien und Chile g\u00fcnstig war.<\/p>\n<p>Im Falle Argentiniens f\u00fchrte dieser positive Proze\u00df ab 1946 dazu, da\u00df zwischen 1963 und 1991 ein staatlich gef\u00fchrter, \u00f6ffentlich-privater industrieller, technologischer und wissenschaftlicher Verbund geschaffen wurde, in dem auf unserem Binnenmarkt 80 Prozent der f\u00fcr die nationale Entwicklung erforderlichen G\u00fcter und Dienstleistungen und Teile produziert wurden. Damit festigte sich auch eine Realit\u00e4t, in der 90 Prozent der Arbeitskr\u00e4fte feste Anstellungen hatten, mit einer starken universit\u00e4ren, technisch-professionellen Komponente, und auch die Arbeitslosen staatlich anerkannt wurden. Von einem Wertestandpunkt aus gesehen war dies eine integrierte und engagierte soziale Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Aus diesem Grund wei\u00df S\u00fcdamerika (oder Hispanoamerika) aufgrund seiner eigenen Erfahrungen um die wichtige Bedeutung der Entwicklung eines nationalen strategisch-industriellen-technologischen Komplexes, aber auch einer s\u00fcdamerikanischen Staatengemeinschaft.<\/p>\n<p>Der Krieg und die Niederlage, die die anglo-holl\u00e4ndische Oligarchie mit Sitz in London und New York Argentinien und S\u00fcdamerika aufzwang &#8211; und das mit aller Macht, beginnend mit dem Staatsstreich 1976 in Argentinien, gefolgt von der Zeit des Malwinen-Krieges und danach 1982-1991 -, setzten diesem vorteilhaften Kreislauf ein Ende und leiteten einen Zyklus des Verfalls ein, was der globale finanzielle Neoliberalismus verst\u00e4rkte.<\/p>\n<p>Wenn wir heute \u00fcber die Neue Seidenstra\u00dfe und das neue multipolare Finanzsystem und in diesem Zusammenhang \u00fcber die Weltlandbr\u00fccke und die St\u00e4rkung der produktiven F\u00e4higkeiten des Menschen und der Natur nachdenken, einschlie\u00dflich des Dialogs der Zivilisationen, dann sehen wir dies als vielversprechend und hoffnungsvoll an. Wir sind aufgerufen, uns zu engagieren, um zu diesen Initiativen zur F\u00f6rderung der Luft- und Raumfahrt, des Verkehrs und der neuen Energietechnologien beizutragen und sie weiterzugeben.<\/p>\n<p>In gewisser Weise sind wir bereits Teil davon. Da ist der [biozeanische, d.i. transkontinentale] Schienentransportkorridor von Brasilien \u00fcber Bolivien bis nach Peru. Wir sind auch an der Modernisierung einer Eisenbahnlinie beteiligt, die sich von Buenos Aires (mit seinen Fabriken und Werkst\u00e4tten f\u00fcr die Wartung von Anlagen und Eisenbahnwaggons) \u00fcber die Provinz Santa Fe bis nach C\u00f3rdoba, Chaco, Salta und Jujuy im Norden erstreckt und sich dann an die Hauptstrecke anschlie\u00dft. In einer gemeinsamen Anstrengung, bei der Ru\u00dfland zusammen mit Argentinien Komponenten und neue Technologien liefert, bauen wir ein modernes neues Eisenbahnnetz auf, das dieses Gebiet noch weiter entwickeln kann. Wir entwickeln auch Kernreaktoren mit chinesischer und argentinischer Technologie sowie neue Wasserkraftprojekte im s\u00fcdlichen Patagonien, in der N\u00e4he der Antarktis und der Inseln des S\u00fcdatlantiks mit ihrer nat\u00fcrlichen interozeanischen Route, die die drei gro\u00dfen Ozeane verbindet &#8211; den Indischen, den Pazifischen und den Atlantischen Ozean.<\/p>\n<p>Nach 2008-2010, bis ins Jahr 2014 hinein, l\u00e4hmte eine Finanzkrise, die sich um spekulativen Profit drehte, erneut die Welt. Doch heute gibt es eine andere Welt, die multipolare Welt der Weltlandbr\u00fccke, die Welt der Neuen Seidenstra\u00dfe, die sich f\u00fcr Wechselbeziehungen mit allen Kontinenten und mit allen Nationen f\u00fcr eine friedliche, harmonische Entwicklung einsetzt, die in eine neue Realit\u00e4t f\u00fcr alle Menschen &#8211; und f\u00fcr die Natur &#8211; integriert ist. Wir sind ein engagierter Teil dieses Prozesses; wir sehen uns &#8211; im Denken, in der Praxis und im Handeln &#8211; dazu verpflichtet, und das durch unsere gesamte Geschichte hindurch.<\/p>\n<p>Dies ist unser erster Beitrag zu den Konferenzen, die Sie bereits abgehalten haben, und er verbindet uns mit den f\u00fcnf Kontinenten und mit den Akteuren, die eine gro\u00dfe historische Macht darstellen in diesem neuen Einsatz f\u00fcr Menschlichkeit und Natur im Sinne einer sozialen und integralen Inklusion.<\/p>\n<p>Ich sende Ihnen eine herzliche \u201eAbrazo\u201c (Umarmung) und hoffe, bei der Beantwortung Ihrer Fragen noch mehr beitragen zu k\u00f6nnen. Ich danke Ihnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Dr. Kirk Meighoo, <\/em><\/strong><em>politischer \u00d6konom, Rundfunksprecher und ehemaliger Senator von Trinidad und Tobago<br \/>\n<\/em>\u201eDie wahre Bedeutung der Karibik f\u00fcr den Auf- und Umbau der modernen Weltwirtschaft\u201c<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Hallo, mein Name ist Dr. Kirk Meighoo, ich bin Volkswirt, Rundfunkmoderator und ehemaliger Senator von Trinidad und Tobago in der Karibik. Es ist mir eine gro\u00dfe Freude, Teil dieser Konferenz mit dem Schiller-Institut zu sein, und ich danke den Organisatoren f\u00fcr die Einladung.<\/p>\n<p>Ich bin seit einigen Jahren mit der LaRouche-Bewegung und dem Schiller-Institut bekannt. Es gibt so vieles, die wir gemeinsam haben, und es gibt eine Menge Projekte, bei denen ich m\u00f6chte, da\u00df wir zusammenarbeiten, und dies ist sicherlich eines davon.<\/p>\n<p>Ich bin auch Mitglied der offiziellen Oppositionspartei. In diesem Jahr stehen Wahlen an, und wir hoffen, die Regierung zu \u00fcbernehmen. Das Programm, das Manifest unserer Partei &#8211; das noch aus der Zeit vor der COVID-19-Krise stammt &#8211; sieht die Schaffung von 50.000 neuen Arbeitspl\u00e4tzen in der Wirtschaft vor. Auf unserer kleinen Insel leben 1,3 Millionen Menschen, die Zahl der Arbeitskr\u00e4fte betr\u00e4gt etwa 650.000. 50.000 w\u00e4re also eine gro\u00dfe Zahl. Doch mit dem COVID-19-Lockdown und dem, was dies unseren Volkswirtschaften und der gesamten Weltwirtschaft angetan hat, m\u00fcssen wir diese Zahl erh\u00f6hen, mindestens auf 150.000, und durch die Kombination mit dem Programm der LaRouche-Bewegung f\u00fcr 1,5 Milliarden produktive Arbeitspl\u00e4tze weltweit gibt es eine unglaubliche Synergie, die wir nutzen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Etwas, was mir f\u00fcr uns kleine Staaten in der Karibik immer Sorgen bereitet (wir sind mit \u00fcber einer Million Einwohnern noch eine der gr\u00f6\u00dferen Inseln, wie Jamaika mit etwas mehr als zwei Millionen, viele andere Inseln sind viel, viel kleiner): Es gibt eine Tendenz, da\u00df wir bei solchen Programmen \u00fcbersehen werden, und das ist einer der Gr\u00fcnde f\u00fcr unseren Mangel an Entwicklung hier. Aber es ist nicht nur eine Frage der mangelnden Entwicklung, es geht auch um die Art von Entwicklung, die wir hier erleben.<\/p>\n<p>Ich geh\u00f6re zu einer Tradition von Intellektuellen, die hier in den 1960er Jahren kurz nach unserer formellen Unabh\u00e4ngigkeit entstand und sich \u201eGruppe Neue Welt\u201c nennt. Die \u00dcberschneidungen mit der LaRouche-Bewegung in Bezug auf unsere Analyse, unsere Ziele und L\u00f6sungen sind einfach unglaublich. Ich fand das immer sehr erstaunlich, und es ist nur ein Beispiel mehr daf\u00fcr, da\u00df es nur eine Wahrheit gibt und da\u00df wir alle von unseren sehr unterschiedlichen Zeiten, R\u00e4umen und Umst\u00e4nden aus zu derselben Wahrheit gelangen k\u00f6nnen &#8211; dies ist sicherlich einer dieser F\u00e4lle.<\/p>\n<p>Der entscheidende Punkt zur Karibik ist: Wenn ich davon spreche, die Karibik in das globale Programm des Schiller-Instituts und der LaRouche-Bewegung einzubeziehen, ist das nicht nur eine Frage der Wohlt\u00e4tigkeit. Denn was die LaRouche-Bewegung vorschl\u00e4gt, ist ein Ende des transatlantischen Systems &#8211; das, was man traditionell \u201eImperialismus\u201c nennen k\u00f6nnte, das imperiale System, das Post-Kolumbus-System, wenn man es so nennen will -, und genau das fordern wir selbst seit Jahrzehnten.<\/p>\n<p>Denn sehen Sie, die Karibik hat einen besonderen Platz in diesem 500j\u00e4hrigen modernen Weltwirtschaftssystem, den wir verstehen m\u00fcssen, weil unsere Beteiligung daran zentral war. Die Karibik war der Ausgangspunkt der modernen Welt: sie ist der Ort, wo Kolumbus eintraf; sie ist der Ort, an dem die erste weltweite Produktion von Zucker, Rum, Alkohol usw. in die industrielle Revolution einflo\u00df, wodurch New York, Boston und die Ostk\u00fcste der Vereinigten Staaten reich wurden. Die Organisation dieser riesigen Plantagen in der Karibik war ein Vorl\u00e4ufer des industriellen Kapitalismus in Europa, und unsere gro\u00dfen Intellektuellen sprachen dar\u00fcber, wie Dr. Eric Williams, unser erster Premierminister, in seinem bahnbrechenden Buch von 1944, <em>Capitalism and Slavery <\/em>(\u201eKapitalismus und Sklaverei\u201c).<\/p>\n<p>Wir haben also eine lange eigene Erfahrung, wenn wir die Zust\u00e4nde analysieren. Denn die Karibik verk\u00f6rpert die dunkle Seite dieser Modernit\u00e4t. Nat\u00fcrlich hat die Moderne auch viel Gutes in die Welt gebracht. Aber in der Karibik ist diese Art von Wirtschaft jetzt, sagen wir, seit den 1980er und 90er Jahren, zum neoliberalen System geworden, doch das f\u00e4ngt in Wirklichkeit schon mit dem System der Sklaverei in der Karibik an. Denn \u00fcberlegen wir: Diese Volkswirtschaften gr\u00fcndeten auf Sklavenarbeit, d.h. auf importierter Landarbeit zu billigen oder gar keinen Kosten. Das hat die lokale Wirtschaft schrumpfen lassen. Wir haben hier nichts f\u00fcr uns selbst geschaffen. Alles drehte sich um die Zuckerproduktion; manchmal bauten einige auch andere Pflanzen an. Aber was auch immer die fr\u00fchen englischen Kolonisten hier f\u00fcr ihre eigene Entwicklung brauchten &#8211; Tabak, Nutzpflanzen usw., eigene Siedlungen, Kolonien im wahrsten Sinne des Wortes, die man irgendwo anlegt: Sie sind Teil des imperialen Systems, in dem die Karibik eine zentrale Rolle spielte, bei der globalen Zuckerproduktion, im Dreieckshandel, in dem wir eine zentrale Rolle spielten. Genau das ist es, was jetzt in der \u00fcbrigen Welt vor sich geht. Denn als das alles hier aufgebaut wurde, mu\u00dften die unabh\u00e4ngigen Bauern verdr\u00e4ngt werden. Alle unabh\u00e4ngigen Landbesitzer wurden aufgekauft, damit die gro\u00dfen Zuckerinteressen das ganze Land besitzen und die gesamte Produktion kontrollieren konnten, in einem globalen System des Rohstoffexports, in dem die Wertsch\u00f6pfung anderswo stattfindet und die gesamte Produktionskette aufgebrochen wird.<\/p>\n<p>Was bedeutete das? Das bedeutete, da\u00df hier nicht produziert wird. Und was bedeutete das? Das bedeutete, da\u00df wir mit der Metropole, aber nicht mit uns selbst verbunden waren. So ist es zum Beispiel f\u00fcr uns in Trinidad einfacher und billiger, nach New York zu fliegen, als auf eine Nachbarinsel wie Cura\u00e7ao oder sogar Antigua oder St. Kitts. Unsere Kommunikation und Infrastruktur f\u00fchrte immer in die Metropole. Es gab keine Binnenwirtschaft mit Produktion: Wir stellten keine eigene Kleidung her, wir erzeugten keine eigenen Lebensmittel, wir produzierten keine eigenen grundlegenden, lebensnotwendigen Waren und Dienstleistungen. Alles wurde importiert. Wir waren eine reine Import-Exportwirtschaft, und das sind wir immer noch, sei es im Tourismus, im Offshore-Banking oder bei \u00d6l und Gas, so wie es in Trinidad und Tobago gang und gebe ist.<\/p>\n<p>Wir k\u00e4mpfen also seit sehr langer Zeit mit diesem Problem. Wir haben einen gro\u00dfartigen Einblick in dieses Thema, den wir der Welt bieten k\u00f6nnen. Man sieht, da\u00df derselbe Proze\u00df auf der ganzen Welt in anderen L\u00e4ndern stattfindet. Offenbar wurde dieses fr\u00fche Modell, das in der Karibik vorexerziert wurde und das eine enorme Ungleichheit, ein enormes Elend und eine enorme Unterentwicklung hervorgebracht hat, auf jedes Land der Welt projiziert, so wie das transatlantische System auf jedes Land der Welt projiziert wurde.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sung der Probleme hier wird uns helfen, die Probleme f\u00fcr den Rest der Welt zu l\u00f6sen. Hier hat alles begonnen. Aufgrund unserer Gr\u00f6\u00dfe stellen sich uns einige Herausforderungen, aber es gibt auch Chancen. Unsere kleinen Gesellschaften in der Karibik sind wie die kleinen Stadtstaaten des antiken Griechenlands, in denen Platon und Aristoteles und die gro\u00dfen Philosophen wirkten. Oder wie in den florentinischen Stadtstaaten: Dort lebten maximal 40.000 Menschen. Wir leben in Gesellschaften mit menschlichen Ausma\u00dfen, wohingegen die riesigen Megast\u00e4dte, die Teil des gesamten transatlantischen Systems sind, haupts\u00e4chlich Finanzzentren mit ihren riesigen, globalen, gesichtslosen Konzernen, eine unmenschliche Umwelt sind. Und ich denke, es ist kein Zufall, da\u00df ein gro\u00dfer Teil der Gewalt, die wir auf der Welt sehen, in diesen gro\u00dfen St\u00e4dten geschieht, wo so viel Gesetzlosigkeit, so viel Entfremdung und Mangel an Menschlichkeit herrscht. In den sehr viel pers\u00f6nlicheren Gesellschaften, die wir hier in der Karibik haben, ist eine erstaunliche Kreativit\u00e4t entstanden, unsere winzigen Inseln haben so erstaunliche Denker wie V.S. Naipaul, Sir Arthur Lewis, Derek Walcott und C.L.R. James hervorgebracht.<\/p>\n<p>Dies ist also ein Pl\u00e4doyer, eine Mahnung, dar\u00fcber nachzudenken, wie wir diese abgelegenen Gebiete, die wie Ausrei\u00dfer aus dem Weltsystem erscheinen, die aber f\u00fcr die Entwicklung des modernen Weltsystems wesentlich waren, mitnehmen k\u00f6nnen. Und ich wage zu behaupten, da\u00df wir eine wesentliche Rolle dabei spielen k\u00f6nnen, dieses Weltsystem zu einem humaneren, globalen System umzugestalten.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte Ihnen f\u00fcr die Gelegenheit danken, hier sprechen zu d\u00fcrfen. Ich freue mich auf Fragen und darauf, mit Ihnen in Verbindung zu bleiben und k\u00fcnftig zusammenarbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Herzlichen Dank.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><em><strong>Robert L. Baker, <\/strong>Schiller-Institut, Vereinigte Staaten<br \/>\n<\/em>\u201eWir m\u00fcssen die weltweite Produktion von Nahrungsmitteln verdoppeln\u201c<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Ich danke Ihnen, Dennis Speed und Frau LaRouche, den Podiumsteilnehmern und Teilnehmern.<\/p>\n<p>Schauen Sie sich den Zustand der Landwirtschaft und der Weltern\u00e4hrung an: Man sieht gewaltige St\u00f6rungen. Nur eine kleine Mikrobe, das neuartige Coronavirus, das das bereits zusammengebrochene System \u00fcberrollt hat, hat schon zu schrecklichen Dingen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im Fleischsektor gibt es eine Katastrophe. Die gro\u00dfen Schlachth\u00e4user von Australien \u00fcber Deutschland bis Amerika sind am Boden, weil die Arbeiter krank sind und unter schlechten Bedingungen leben. Massen von Fleischtieren sitzen fest. Die Farmer wurden hart getroffen. Sie mu\u00dften ihr eigenes Vieh notschlachten.<\/p>\n<p>Es gibt eine Katastrophe im Obst und Gem\u00fcsesektor. Tausende von Arbeitern, die zwischen verschiedenen L\u00e4ndern hin und herreisen und unter harten und schlechten Bedingungen auf den Feldern und in den Obstplantagen arbeiten, sind krank, von Kalifornien \u00fcber Spanien bis in den Nahen Osten. Es ist so schlimm, da\u00df die \u00c4rzte ohne Grenzen letzten Monat nach Florida kamen, um Tausende arme Landarbeiter zu versorgen, die nirgendwo hingehen konnten. In Kanada sind 60.000 dieser Arbeiter &#8211; die H\u00e4lfte davon Mexikaner &#8211; krank, aber da die Krankheit so viele Mexikaner in Kanada heimsucht, hat die mexikanische Regierung diese Woche ihre Heimreise ausgesetzt, bis eine L\u00f6sung gefunden ist.<\/p>\n<p>Es gibt eine Katastrophe bei den grundlegenden Lebensmitteln wie Weizen, Mais, Reis, zum Gl\u00fcck nicht wegen eines katastrophalen Ernteausfalls irgendwo &#8211; mit der gro\u00dfen, schrecklichen Ausnahme der Heuschrecken in Afrika und S\u00fcdasien -, sondern einfach deshalb, weil wir viel zu wenig anbauen.<\/p>\n<p>Lyndon LaRouche pflegte zu sagen, da\u00df man bei der Frage, wieviel Nahrung die Welt braucht, von 24 Scheffeln (ca. 850 kg) pro Person und Jahr ausgehen sollte. Das w\u00fcrde bedeuten, da\u00df wir eine Welternte von f\u00fcnf Milliarden Tonnen (von allen Getreidesorten zusammen) haben sollten. Das w\u00e4re genug f\u00fcr den direkten Verzehr von Brot, Nudeln, Tortillas &#8211; was immer Sie wollen &#8211; und Milch, Fleisch, Eier und so weiter. Hinzu kommen weitere 25% f\u00fcr Reserven.<\/p>\n<p>Die Krise hat ein biblisches Ausma\u00df, wie die \u201esieben magere Jahre und sieben fette Jahre\u201c. Wir sollten \u00fcberall auf der Welt Lagersilos und Lagerh\u00e4user haben, mit Getreide, K\u00e4se, Butter, Zucker und anderen Grundnahrungsmitteln, Vorr\u00e4te f\u00fcr den Fall von St\u00fcrmen, Epidemien, Br\u00e4nden, Heuschrecken.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen die Nahrungsmittelproduktion verdoppeln.<\/p>\n<p>Stattdessen haben wir seit Jahrzehnte eine \u201eHungerpolitik\u201c, wie man es nennen sollte. Die Kreise der Londoner City und der Wall Street haben die Agrar- und Nahrungsmittelkette so extrem kartelliert, da\u00df sie \u201eGeld ernten\u201c k\u00f6nnen. <em>Sie ernten <\/em><em>Geld<\/em>. Sie entscheiden, wo und wie etwas produziert wird und wer essen darf oder nicht. Sie zocken die Bauern mit Preisen unter den Produktionskosten ab und erwirtschaften Rekordgewinne beim Verbraucher, indem sie den Verkaufspreis in die H\u00f6he treiben. Und auf diese Weise verursachen sie Hunger.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-60881\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker1-300x208.jpg\" alt=\"Baker1\" width=\"300\" height=\"208\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker1-300x208.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker1-768x532.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker1-1024x710.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><em>FSIN-GRFC, M\u00e4rz 2020<\/em><br \/>\n<em>Weltkarte des Hungers: Gesch\u00e4tzte Anzahl der Menschen in den jeweiligen L\u00e4ndern,\u00a0die unmittelbare Lebensmittelhilfen ben\u00f6tigen, um zu \u00fcberleben.<\/em><\/p>\n<p>Kein Wunder, da\u00df wir anf\u00e4llig sind f\u00fcr Heuschrecken und Krankheiten.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-60891\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker2-300x154.jpg\" alt=\"Baker2\" width=\"300\" height=\"154\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker2-300x154.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker2-768x394.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker2.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><em>FAO: Verbreitung der Heuschrecken im Juni 2020.<\/em><\/p>\n<p>Die Heuschrecken in S\u00fcdasien und Ostafrika ziehen jetzt nach Westen. Bis August k\u00f6nnten sie Mauretanien erreichen. Dem mu\u00df Einhalt geboten werden. Ein Kollege aus Colorado wird heute mehr \u00fcber die schlechten physischen Bedingungen sprechen, die damit zusammenh\u00e4ngen, da\u00df wir nur Geld ernten statt Nahrungsmittel. Und wir werden bald etwas \u00fcber den mexikanischen Getreideg\u00fcrtel h\u00f6ren.<\/p>\n<p>Wie sind wir auf diesen Weg geraten? Es liegt <em>nicht<\/em> daran, da\u00df wir keine Ressourcen hatten. Wir befinden uns im Zeitalter des Astronauten-Landwirts.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-60901\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker3-300x169.jpg\" alt=\"Baker3\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker3-300x169.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker3-768x432.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker3-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Baker3.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><em>Bob Baker: Die heutigen \u201eAstronauten-Landwirte\u201c setzen computergesteuerte Traktoren ein und nutzen Satellitendaten, um den Anbau zu optimieren.<\/em><\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen Nahrung f\u00fcr alle produzieren. Und es war auch nicht so, da\u00df jemand uns allen eine Pille gegeben hat, die uns dumm macht &#8211; es sei denn, man bezieht das auf unser Zeitalter der Unterhaltungs- und Nachrichtenmedien. Wir werden alle gegeneinander ausgespielt, und das mu\u00df aufh\u00f6ren: Bauern gegen Stadtbewohner, ein Land gegen das andere. Im Weltnahrungsmittelhandel ist viel von \u201eWettbewerb\u201c die Rede, und \u00fcber \u201egleiche Wettbewerbsbedingungen\u201c. Das ist alles Unsinn! Das hier ist kein Spiel, das ist kein Spielplatz. Es geht um Nahrungsmittel! Das sind Mittel zum <em>Leben!<\/em><\/p>\n<p>Denken Sie an Pr\u00e4sident Abraham Lincoln in den 1860er Jahren, als die gesamte Nation der Vereinigten Staaten gegeneinander ausgespielt wurde. Die Briten schickten Truppen, um die neue Nation zu zerschlagen. Dennoch f\u00fchrten Lincoln und andere w\u00e4hrend des B\u00fcrgerkriegs und der Depression in nur einem Jahr Ma\u00dfnahmen f\u00fcr Wissenschaft und Hoffnung ein. Sie gr\u00fcndeten (durch die Landvergabe mit dem Land-Grant-System) wissenschaftsbasierte landwirtschaftliche Colleges, besiedelten den gesamten Mittleren Westen mit dem Homestead Act, durchzogen das Land mit einer neuen Eisenbahn und neuen Entwicklungskorridoren und vergaben eine neue Form von Kredit, die Greenbacks (Dollar-Papiergeld).<\/p>\n<p>In der gleichen Tradition ging hundert Jahre sp\u00e4ter eine wissenschaftliche Gr\u00fcne Revolution von Mexiko und den USA und internationalen Wissenschaftlern aus, die Indien 1974 und China 1984 zur Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln machte. La\u00dft uns die ganze Welt zu Selbstversorgern mit Lebensmitteln machen! Beginnen wir jetzt gleich mit Afrika mit einem Notprogramm. Und dann er\u00f6ffnen wir uns das Universum!<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Michael Callicrate, <\/em><\/strong><em>Vorstand der Organisation f\u00fcr wettbewerbsf\u00e4hige M\u00e4rkte, Eigent\u00fcmer Ranch Foods Direct, Vereinigte Staaten<br \/>\n<\/em>\u201eLebensmittel vereinen Menschen rund um den Planeten\u201c<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Ich hei\u00dfe Mike Callicrate, ich bin aus Colorado Springs, Colorado. Ich habe eine Firma namens Ranch Foods Direct. Ich z\u00fcchte auch Vieh auf meinem Betrieb im Nordwesten von Kansas, das tue ich seit 45 Jahren. Mein Schwerpunkt liegt haupts\u00e4chlich darauf, zu versuchen, ein alternatives Ern\u00e4hrungssystem zu dem industriellen System aufzubauen, das wir jetzt haben.<\/p>\n<p>Wenn mir die Frage gestellt wird: \u201eProsperieren oder untergehen?\u201c [das Thema der Konferenz], dann denke ich an David Montgomerys Buch <em>Dirt<\/em> (Staub). Montgomery spricht in seinem Buch \u00fcber die Erosion der Zivilisationen und die Bedeutung des Bodens. Ohne Boden gibt es im Grunde kein Leben. Deshalb werde ich die Frage \u201eWird die Menschheit prosperieren oder untergehen?\u201c aus dieser Perspektive betrachten, weil ich glaube, da\u00df der Boden f\u00fcr unser \u00dcberleben als menschliche Wesen entscheidend ist. Verarmung und Ern\u00e4hrung einer Zivilisation h\u00e4ngt direkt mit der Sicherung und Industrialisierung der Lebensmittelversorgung zusammen. Die Konzentration von Macht und Reichtum ist die gr\u00f6\u00dfte Bedrohung f\u00fcr jede freie Gesellschaft. Anstatt neuen Reichtum aus gesundem Boden zu schaffen, laugt das gegenw\u00e4rtige System unser Land zum kurzfristigen Nutzen einiger weniger globaler Konzerne aus und zerst\u00f6rt es.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-60913\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate1-300x169.jpg\" alt=\"Callicrate1\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate1-300x169.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate1-768x433.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate1.jpg 950w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><em>\u201eEine Nation, die ihre B\u00f6den zerst\u00f6rt, zerst\u00f6rt sich selbst.\u201c (Franklin D. Roosevelt): Diese Staubwolke erstreckte sich 2013 \u00fcber rund 300 km, sie war 7 km breit und 4 km hoch, und trug den Mutterboden mit 85 km\/h davon.<\/em><\/p>\n<p>Dies ist ein Foto aus dem Nordwesten von Kansas, wo ich lebe. Es wurde am 24. Dezember 2013, an Heiligabend aufgenommen. Die Staubwolke erstreckte sich 200 Meilen von Colorado Springs bis zur Grenze von Kansas. Sie war bis zur Spitze etwa 4000 Meter hoch, fast 7 km breit und bewegte sich mit 85 km pro Stunde. Das ist guter Boden, der hier wegweht &#8211; das ist die Zerst\u00f6rung der Zivilisation, die derzeit stattfindet. Ein Gro\u00dfteil des Mutterbodens im \u00f6stlichen Colorado ist bereits verschwunden. Ich fliege regelm\u00e4\u00dfig hin und her zwischen meiner l\u00e4ndlichen Gemeinde St. Francis in Kansas und dem Stadtzentrum von Colorado Springs, wo wir unser Fleisch, das wir erzeugen, vermarkten. In den \u00f6stlichen Ebenen von Colorado sieht man das Abtragen dieser B\u00f6den, das Sterben des Mutterbodens. Fr\u00fcher, als er noch fruchtbar war, wuchsen dort gesunde Pflanzen, die das Vieh ern\u00e4hrten, das wiederum Nahrung f\u00fcr den menschlichen Verzehr wurde.<\/p>\n<p>Wir brauchen auch unsere Wasserressourcen auf. In der Serie <em>VICE <\/em>im Sender <em>HBO <\/em>gibt es einen Dokumentarfilm mit dem Titel <em>Meathooked &#8211; End of Water<\/em> (\u201eAm Fleischerhaken &#8211; das Ende des Wassers\u201c), worin es um den Verbrauch und die Ersch\u00f6pfung der weltweiten Wasservorr\u00e4te geht. Das ist ein weiterer Hinweis darauf, da\u00df die Menschheit untergehen wird, wenn wir unser Verhalten nicht \u00e4ndern. Wir pumpen das kostbare fossile Wasser aus dem Ogallala-Aquifer ab &#8211; um nur eine von vielen Wasseradern auf der ganzen Welt zu nennen, die zum Nutzen der industriellen Landwirtschaft leergepumpt werden. Wiederum ein Beispiel f\u00fcr das Abtragen.<\/p>\n<p>Wir verw\u00fcsten die Umwelt; wir bauen Massentierfarmen in tiefgelegenen Gebieten. Diese tiefliegenden Gebiete an der Ostk\u00fcste von North Carolina und South Carolina sind Orte, an denen es sehr viel regnet. Die Anlagen werden in tiefgelegenen Gebieten errichtet, weil es billiges Land ist. Es ist auch der Ort, wo die billigsten Arbeitskr\u00e4fte wohnen. Es geht also um die Ausbeutung der Umwelt und der Arbeiter.<\/p>\n<p>Stellen Sie sich vor, Sie w\u00e4ren ein Tier in einer dieser Einrichtungen, in einem dieser St\u00e4lle. Im Hurrikan <em>Florence<\/em> wurden die Betriebsanlagen \u00fcberflutetet, und anstatt die Tiere herauszulassen, \u00fcberlie\u00df man sie ihrem Schicksal. Man lie\u00df die Tiere im Stall, wo sie verhungerten und sich gegenseitig auffra\u00dfen, bis sie starben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-60923\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate2-300x199.jpg\" alt=\"Callicrate2\" width=\"300\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate2-300x199.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate2-768x508.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate2-1024x678.jpg 1024w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate2.jpg 1079w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><em>Rick Dove: Industrielle Schweinezucht im \u00dcberschwemmungsgebiet des Hurrikan Florence: In jedem der St\u00e4lle starben 2500 Schweine, die aufgrund des Hochwassers nicht gef\u00fcttert werden konnten.<\/em><\/p>\n<p>Hier sieht man den fr\u00fcheren Hurrikan <em>Floyd<\/em>, bei dem die Tiere herausgelassen wurden. Wir haben es mit einer totalen Mi\u00dfachtung der Tiere zu tun, ein weiteres Anzeichen f\u00fcr ein versagendes System in einer versagenden Gesellschaft. Franz von Assisi hat gesagt: \u201eWenn es Menschen gibt, die irgendeines der Gesch\u00f6pfe Gottes vom Schutz des Mitleids und Erbarmens ausschlie\u00dfen, dann wird es auch Menschen geben, die mit ihren Mitmenschen in gleicher Weise umgehen.\u201c Das ist sicherlich das, was wir heute erleben.<\/p>\n<p>\u201eDas globale Kartell des gesteuerten Nahrungsmittelsystems zehrt die Menschen auf, anstatt sie zu erhalten und zu ern\u00e4hren. Das Ergebnis ist ein Ern\u00e4hrungssystem, das an der Spitze Geld und Macht und am unteren Ende Armut konzentriert, w\u00e4hrend es gleichzeitig den Zugang zu Nahrungsmitteln, deren Qualit\u00e4t und Sicherheit gef\u00e4hrdet.\u201c Das ist ein Zitat von Albert Krebs vom <em>Agribusiness Examiner<\/em>.<\/p>\n<p>Mit Hilfe der amerikanischen Regierung haben globale Gangster unsere Landwirtschaft in eine riesige Agrarindustrie verwandelt. Lernen Sie Verbrecher wie Wesley und Joesely Batista von JBS kennen, die im Gef\u00e4ngnis sa\u00dfen, aber vor kurzem wieder eingeladen wurden, das gr\u00f6\u00dfte Fleischunternehmen der Welt, JBS, zu leiten, weil sie als unentbehrlich galten. JBS hat seinen Hauptsitz in Greeley\/Colorado und war eine der vier gro\u00dfen Schlachtereiketten, gegen die jetzt ermittelt wird, weil sie die Preise f\u00fcr die Viehz\u00fcchter senkten, aber gleichzeitig die Preise f\u00fcr die Verbraucher erh\u00f6hten. Solche M\u00e4nner haben eigentlich in lebenswichtigen Branchen nichts zu suchen, erst recht nicht in der Nahrungsmittelindustrie; aber unser Staat erlaubt ihnen, ihre Gesch\u00e4fte zu machen.<\/p>\n<p>Allan Savory [ein bekannter Autor und Viehz\u00fcchter] hat es meines Erachtens gut ausgedr\u00fcckt. Er sagte: \u201eWir haben vom US-Landwirtschaftsministerium mehr zu bef\u00fcrchten als von jeder ausl\u00e4ndischen Macht.\u201c Das US-Landwirtschaftsministerium weigert sich, gesetzlich zu verhindern, da\u00df die Batista-Br\u00fcder zusammen mit Tyson, Cargill und Marfrig (einem weiteren brasilianischen Unternehmen) ein Monopol bilden. Das US-Landwirtschaftsministerium macht den kleinen Betrieben das Leben extrem schwierig; es macht ihnen den Betrieb unm\u00f6glich und bevorzugt die gr\u00f6\u00dften Fleischbetriebe, die beim COVID-19-Ausbruch v\u00f6llig versagt haben.<\/p>\n<p>Das industrielle Lebensmittelsystem ist beim COVID-19-Test durchgefallen. Es ist nicht widerstandsf\u00e4hig. Es entnimmt, es erzeugt nicht und baut nichts auf, es entnimmt nur. Es zerst\u00f6rt unsere Mechanismen, mit denen wir Wohlstand schaffen, n\u00e4mlich den Boden.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-60933\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate3-300x154.jpg\" alt=\"Callicrate3\" width=\"300\" height=\"154\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate3-300x154.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate3-768x395.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Callicrate3.jpg 1014w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><em>Ranch Food Direct: Lebensmittelhandel in Zeiten von COVID-19: W\u00e4hrend die Produktion der Gro\u00dfschlachtbetriebe zum Stillstand kam, so da\u00df die Regale in den Superm\u00e4rkten leer blieben (rechts), lief der Handel der Selbstvermarkter-Organisation Ranch Food Direct ungest\u00f6rt weiter (links).<\/em><\/p>\n<p>Auf der linken Seite\u00a0sehen Sie mein Gesch\u00e4ft in Colorado Springs. Auf der rechten Seite sehen Sie die gro\u00dfen Kaufh\u00e4user in Colorado Springs am selben Tag, dem 13. M\u00e4rz 2020. Die Regale dort waren v\u00f6llig leer; es gab kein Fleisch. Doch in meinem Gesch\u00e4ft auf der linken Seite, das \u00fcber eine 350 km lange Lieferkette von St. Francis bis Colorado Springs versorgt wird, sehen Sie volle Regale. Bis jetzt hat sich unsere Lieferkette gut gehalten. Wir pferchen keine Arbeiter ein; wir bleiben gesund in unserem Betrieb.<\/p>\n<p>Sehen wir also, was meiner Meinung nach getan werden sollte. Ich denke, wir sollten zu einer regenerativen Landwirtschaft und Viehzucht zur\u00fcckkehren. Zu nachhaltigen Betrieben, die von den Verbrauchern unterst\u00fctzt werden und die sich um den Boden, die Gemeinschaft vor Ort, die Menschen und die Umwelt im allgemeinen k\u00fcmmern. Deshalb habe ich das Callicrate-Konzept f\u00fcr regenerativen Anbau und Viehzucht entwickelt, bei dem es sich im Grunde um eine Kreislaufwirtschaft handelt und nicht um eine lineare Wirtschaft, die nur entnimmt. Es ist eine Kreislaufwirtschaft, die in den Boden, in die Gemeinschaft und in die Menschen zur\u00fcckf\u00fchrt. Wir beginnen also mit dem Boden, und wir kehren zum Boden zur\u00fcck. Entscheidend f\u00fcr das Funktionieren dieses Konzepts ist, da\u00df wir Zugang zu einem Markt erhalten, der uns das abnimmt, was wir produzieren.<\/p>\n<p>\u201eDer Boden ist das gro\u00dfe Bindeglied des Lebens; der Ursprung und das Ziel von allem. Er ist der Heiler und Wiederhersteller und Wiederaufbereiter, durch den Krankheit in Gesundheit, Alter in Jugend, Tod in Leben \u00fcbergeht. Wenn wir ihn nicht richtig pflegen, gibt es keine Gemeinschaft, denn wenn wir ihn nicht richtig pflegen, gibt es kein Leben.\u201c (Wendell Berry, <em>The Unsettling of America: Culture and Agriculture <\/em>[\u201eDie Ersch\u00fctterung Amerikas: Kultur und Landwirtschaft\u201c])<\/p>\n<p>Die Schaffung einer Gemeinschaft rund um die Ern\u00e4hrung vor Ort wird f\u00fcr diesen neuen, regenerativen Ansatz in der Landwirtschaft und in den Lebensmittelsystemen von entscheidender Bedeutung sein. Dann k\u00f6nnen landwirtschaftliche Familienbetriebe, Viehz\u00fcchter und Kleinbetriebe gedeihen, und die Verbraucher haben Zugang zu sicheren, zuverl\u00e4ssigen und gesunden Lebensmitteln.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><em><strong>Alicia D\u00edaz Brown, <\/strong>B\u00fcrgerbewegung f\u00fcr Wasser, Sonora, Mexiko<br \/>\n<\/em>\u201eKehren wir zur\u00fcck zu den besten Momenten in den Beziehungen zwischen den USA und Mexiko\u201c<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Wir danken dem Schiller-Institut und seiner Pr\u00e4sidentin, Helga Zepp-LaRouche, da\u00df sie uns die Gelegenheit geben, an diesem internationalen Treffen teilzunehmen, bei dem das Problem der Nahrungsmittelproduktion besondere Bedeutung einnimmt. In jeder Zivilisationskrise taucht die Bedrohung durch Hunger, Epidemien und Krieg auf. Deshalb begr\u00fc\u00dfen wir sehr den Titel dieses Treffens: Wird die Menschheit prosperieren oder untergehen?<\/p>\n<p>Mein Name ist Alicia D\u00edaz Brown, ich lebe im Yaqui-Tal im S\u00fcden des Bundesstaates Sonora in Mexiko. Ich geh\u00f6re zu einer Familie landwirtschaftlicher Produzenten, die Pioniere in diesem Tal sind, und ich bin Mitglied der Landwirtschaftlichen Kreditgenossenschaft Yaqui und der B\u00fcrgerbewegung f\u00fcr Wasser.<\/p>\n<p>Ich besch\u00e4ftige mich seit vielen Jahren mit Diskussionen \u00fcber Probleme im Zusammenhang mit der Getreideerzeugung, aber in den letzten zehn Jahren habe ich mich intensiver eingesetzt, weil die Politik in Mexiko den l\u00e4ndlichen Raum str\u00e4flich vernachl\u00e4ssigt. Es ist n\u00e4mlich vorgesehen, Wasser aus dieser Region zu entnehmen, um es f\u00fcr \u201eprofitablere\u201c Aktivit\u00e4ten umzuleiten, auch wenn das bedeutet, die Anbaufl\u00e4chen und damit die Nahrungsmittelproduktion zu verringern. Es ist ihnen egal, ob eine Region darunter leidet, aus der 50 Prozent der Weizenproduktion des Landes und ein bedeutender Anteil der Maisproduktion stammt.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-60945\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Wallace-Borlaug-300x178.jpg\" alt=\"Wallace-Borlaug\" width=\"300\" height=\"178\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Wallace-Borlaug-300x178.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Wallace-Borlaug.jpg 575w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><em>CIMMYT: Dr. Norman Borlaug zeigt US-Vizepr\u00e4sident Henry Wallace und dem mexikanischen Landwirtschaftsminister neuentwickelte Weizensorten.<\/em><\/p>\n<p>K\u00fcrzlich habe ich ein Foto gesehen (<em>siehe<\/em> <em>Abbildung<\/em>), das einen sehr bewegenden Moment historischer N\u00e4he und gemeinsamer Ziele einf\u00e4ngt, als Mexiko und die Vereinigten Staaten gemeinsam an der gro\u00dfen Aufgabe arbeiteten, Nahrungsmittel zu produzieren, um den Hunger in der Welt zu lindern. Das Bild f\u00fchrt uns zur\u00fcck in die 1940er Jahre, es zeigt den damaligen US-Vizepr\u00e4sidenten Henry Wallace bei der Weizenernte in der mexikanischen Region Texcoco, wo er in Begleitung des mexikanischen Landwirtschaftsministers und Ex-Pr\u00e4sidenten L\u00e1zaro C\u00e1rdenas technische Erl\u00e4uterungen von Dr. Norman Borlaug erh\u00e4lt. Damals war die Regierung von Pr\u00e4sident \u00c1vila Camacho gerade neu im Amt.<\/p>\n<p>Das war eine Zeit, in der Mexiko und die Vereinigten Staaten \u00fcber Regierungen mit ausreichendem gesellschaftlichen R\u00fcckhalt verf\u00fcgten, um das Prinzip des Gemeinwohls durchzusetzen. Diese Bem\u00fchungen gipfelten in der Gr\u00fcnen Revolution, deren Verbesserungen in der Saatgutgenetik erhebliche Ertragssteigerungen pro Hektar erm\u00f6glichten, vor allem bei Weizen und Mais. Davon profitierte die ganze Welt; der Hunger von vielen hundert Millionen Menschen wurde eine Zeit lang gelindert, und es erwies sich als ein grundlegendes Experiment, um die malthusianischen und bev\u00f6lkerungsfeindlichen Theorien zu widerlegen, die Hunger und Hungertod als unabwendbares Schicksal hinstellten.<\/p>\n<p>Das Yaqui-Tal in Sonora und die Region Texcoco im Bundesstaat Mexiko waren Versuchszentren, in denen Borlaug seine eigenen Forschungen und Entdeckungen mit mexikanischen Forschern und Produzenten teilte, vor allem aber auch seine menschliche \u00dcberzeugung, da\u00df man mit dem systematischen Einsatz der Wissenschaft die Produktion st\u00e4ndig steigern und pflanzliche Krankheiten wie die Kraut- und Knollenf\u00e4ule bek\u00e4mpfen kann. Sie bewiesen, da\u00df Hunger kein unabwendbares \u00dcbel ist, sondern die Folge falscher Wirtschafts- und Vermarktungsmethoden.<\/p>\n<p>Mexiko und die Vereinigten Staaten teilen sich also die Ehre, da\u00df wir zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Geschichte in der Lage waren, den Hunger in der Welt zu lindern, weil dieses Wissen nach Indien und in die besonders vom Hunger betroffenen L\u00e4nder des afrikanischen Kontinents gebracht wurde.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die Mission wurde aufgegeben<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Aber wir haben diese Mission aufgegeben, und die Nahrungsmittelproduktion wie auch andere strategische Bereiche unserer Volkswirtschaften wurden durch die Kartellierung der Wirtschaft und durch finanzielle Kriterien abgew\u00fcrgt, wo der Profit an erster Stelle steht und die reale Produktion kein moralischer Imperativ mehr ist, sondern zu einem optionalen Element der Finanzspekulation wird. Diese Politik setzte sich Anfang der 90er Jahre durch und pr\u00e4gt die Freihandelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der letzten 30 Jahre fehlte der nationalen Getreideproduktion in Mexiko eine Preispolitik, die dem Produzenten eine Kapitalisierung garantierte. Die Parit\u00e4tspreise wurden abgeschafft &#8211; sie waren der Grundstein daf\u00fcr gewesen, da\u00df das Land in der Lage war, bei Weizen, Mais, Bohnen und Reis einen bedeutenden Grad der Selbstversorgung zu erreichen. Der Staat zog sich aus dem Vermarktungsproze\u00df zur\u00fcck, der Binnenmarkt wurde aufgegeben, und die nationale Produktion ging in die H\u00e4nde internationaler Konzerne \u00fcber, die den Welthandel monopolisieren und an der Warenb\u00f6rse in Chicago auf die Getreidepreise spekulieren.<\/p>\n<p>Das Ergebnis all dessen ist, da\u00df Mexiko zu einem Getreide-Einfuhrland geworden ist. Die derzeitige Regierung spricht von \u201eNahrungsmittel-Selbstversorgung\u201c, aber sie verwechselt dies mit Eigenverbrauch, und sie verteilt die Ressourcen auf Regionen des Landes, die nur das konsumieren, was sie produzieren, die aber nicht in der Lage sind, soviel Nahrungsmittel zu produzieren, wie das Land braucht. Die Regionen mit den gr\u00f6\u00dften Produktionskapazit\u00e4ten bei Weizen und Mais wurden der Gnade der gro\u00dfen Konzerne \u00fcberlassen, die die internationalen M\u00e4rkte beherrschen. Ausgleichszahlungen, die ihnen das \u00dcberleben erm\u00f6glichten, wurden gestrichen.<\/p>\n<p>Den mexikanischen Erzeugern wird weisgemacht, diese Politik sei im Interesse der nordamerikanischen Produzenten. Aber auf unserem Treffen hier sehen wir, da\u00df echte US-amerikanische Produzenten \u00fcber die gleichen Probleme klagen. Wenn diese Politik also den Erzeugern in beiden L\u00e4ndern schadet, sollten wir uns fragen: Wer sind unter diesen Spielregeln die gro\u00dfen Gewinner und Raubtiere?<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Gewinner und Raubtiere haben mit der Nahrungsmittelproduktion nichts zu tun; sie spekulieren mit den erzeugten Produkten. Sie steuern die Preise an der Chicagoer Warenb\u00f6rse, und sie haben den Markt in ein diktatorisches Instrument verwandelt. Sie sind nicht an der Produktion interessiert. Ihre bevorzugte Welt ist eine Welt der Knappheit und des Hungers. Und was noch trauriger ist, unsere Regierungen haben diesen Interessen nachgegeben. Auf diese Weise verlieren die USA, Mexiko und die ganze Welt.<\/p>\n<p>Wenn Regierungen klein beigeben, haben wir B\u00fcrger die moralische und politische Pflicht, das Prinzip des Gemeinwohls durchzusetzen. Eingangs erw\u00e4hnte ich das Foto, das von einem historischen Moment vortrefflicher Beziehungen zwischen Mexiko und den Vereinigten Staaten zeugt. Gegenw\u00e4rtig gibt es in unseren Regierungen niemanden von der moralischen Statur und dem Mut der Menschen, die auf diesem Foto abgebildet sind.<\/p>\n<p>Genau aus diesem Grund glaube ich, da\u00df es jetzt an der Zeit ist, da\u00df die B\u00fcrger ihre Regierungen dazu bringen, sich der Herausforderung zu stellen. M\u00f6ge dieses Treffen dazu dienen, ein B\u00fcndnis mexikanischer und nordamerikanischer Produzenten zu kn\u00fcpfen, die den erforderlichen politischen und moralischen Druck auf unsere Regierungen aufbauen k\u00f6nnen, und auf diese Weise gemeinsame Ziele festzulegen:<\/p>\n<p>&#8211; wie die Nahrungsmittelproduktion gesteigert werden kann;<\/p>\n<p>&#8211; wie Parit\u00e4tspreise wieder eingef\u00fchrt werden k\u00f6nnen;<\/p>\n<p>&#8211; wie die Ertr\u00e4ge pro Hektar erh\u00f6ht werden k\u00f6nnen;<\/p>\n<p>&#8211; wie gro\u00dfe grenz\u00fcberschreitende Infrastrukturprojekte zur Bereitstellung von mehr Wasser und Energie verwirklicht werden k\u00f6nnen, die es uns erm\u00f6glichen, die Anbaufl\u00e4chen erheblich zu vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<p>Dies sind einige der Aufgaben, die vor uns liegen. Aber am dringendsten ist es, der Welt zu sagen, da\u00df wir neue Beziehungen eingeleitet haben, da\u00df wir sie aufrechterhalten werden und da\u00df wir den historischen Impuls der besten Momente der mexikanisch-amerikanischen Beziehungen wieder aufnehmen werden, um die erforderlichen Vereinbarungen zwischen den Weltm\u00e4chten zu fordern, die moralisch verpflichtet sind, die Menschheit aus der Unsicherheit zu befreien, in die uns die schockierende Wirtschaftskrise mit ihren Gefahren von Pandemien, Hunger und Krieg versetzt hat.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen vielmals.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Mark Sweazy,<\/strong>\u00a0ehem. f\u00fchrendes Mitglied der Automobilarbeiter-Gewerkschaft UAW. F\u00fcr die Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 27. Juni 2020 \u00fcbermittelte er den folgenden Videobeitrag.<br \/>\n&#8222;Gebt Amerikas Arbeitskr\u00e4ften eine Kultur des wissenschaftlichen Fortschritts zur\u00fcck!&#8220;<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Hallo und willkommen! Mein Name ist Mark Sweazy. Ich bin ehemaliger Pr\u00e4sident der Ortsgruppe 969 der Gewerkschaft United Auto Workers in Columbus\/Ohio. Ich wei\u00df viel \u00fcber das US-Arbeitsministerium und dar\u00fcber, wie die Arbeit in den Vereinigten Staaten organisiert ist. Mit der internationalen Gewerkschaft leitete ich sechs Jahre lang die Treffen der 21 Delphi [Autoteile]-Werke in Detroit. Wenn wir zusammenkamen, haben wir nat\u00fcrlich \u00fcber unsere Probleme und die Zukunft diskutiert. Wir sahen, da\u00df die T\u00fcr f\u00fcr unsere Zukunft verschlossen war. 17 der 21 Werke wurden dicht gemacht. Das hat das Leben der Menschen f\u00fcr immer ver\u00e4ndert. Ich habe auch gelernt, da\u00df unsere Geschichte, von der wir hier einiges geh\u00f6rt haben, uns lehrt, da\u00df K\u00e4mpfe, Konflikte und Kriege meist negative Folgen haben und nur selten zu einem positiven oder guten Ergebnis f\u00fchren. Wir haben uns diesen Dingen \u00fcber einen bestimmten Zeitraum hinweg gestellt.<\/p>\n<p>Womit wir es heute zu tun haben, ist die Notwendigkeit, die Menschen wieder in Arbeit zu bringen, unabh\u00e4ngig davon, wo sie leben oder was sie tun. Wir m\u00fcssen die Menschen wieder in Arbeit bringen, damit wir ihnen ein besseres Leben erm\u00f6glichen, ein besseres Leben f\u00fcr ihre Familien und ein besseres Leben f\u00fcr die Gegend, in der sie leben. Das ist eine weltweite Frage; es geht nicht nur um einen Ort oder eine Region eines Landes, sondern um eine weltweite Situation.<\/p>\n<p>Ich hoffe, Sie verstehen diese kurze Vorrede, denn das ist wichtig und betrifft jeden einzelnen von uns. Wir wollen stolz auf etwas sein, wollen etwas schaffen &#8211; wir wollen wieder Fachkr\u00e4fte ausbilden, so wie sie in der Vergangenheit bei Infrastrukturprojekten hervorgebracht wurden. Wir wollen die Menschen wieder in Arbeit bringen, unabh\u00e4ngig vom Beruf. Man kann an einem Ort anfangen und an einen anderen wechseln. Niemand sagt, da\u00df Besch\u00e4ftigte immer weiter das gleiche tun m\u00fcssen, wenn sie nicht stolz darauf sind oder wenn sie ihren Job nicht m\u00f6gen. Sie k\u00f6nnen sich jederzeit umschulen und f\u00fcr eine andere T\u00e4tigkeit ausbilden lassen. Das sollte man im Kopf behalten.<\/p>\n<p>Welche Belohnungen erwarten wir? Unsere Belohnungen im Leben stehen in direktem Verh\u00e4ltnis zu dem, was wir beitragen. Wenn wir also etwas zum Leben beitragen, werden wir die Belohnungen sehen. Das ist mir wichtig, denn es gibt nichts Lohnenderes, als einen Menschen zu sehen, der Freude an dem hat, was er tut, und die Tatsache, da\u00df das, was er tut, f\u00fcr unsere Kultur produktiv ist. Es gibt nichts Schlimmeres, als Menschen zu sehen, die keine Chancen haben.<\/p>\n<p>Als ich einmal Mexiko besucht habe &#8211; Mexiko-Stadt, Monterrey usw., insgesamt neun St\u00e4dte in Mexiko -, sah ich Menschen, die eine Ausbildung oder sogar einen Hochschulabschlu\u00df hatten. Aber sie hatten keine Arbeitsm\u00f6glichkeit, und das brach mir das Herz. Ich sah diesen Hochschulabsolventen in die Augen und sagte: \u201eSeid ihr gl\u00fccklich?\u201c Sie sahen mich an und fragten zur\u00fcck, warum ich sie so etwas frage. Es gibt keine M\u00f6glichkeiten, in Mexiko zu arbeiten; es ist eine verdammte Schande! Sehr wenige. Es gibt Taxifahrer, die Anw\u00e4lte sein sollten. Es gibt Taxifahrer, die Ingenieure h\u00e4tten sein k\u00f6nnen. Es gibt Taxifahrer, die \u00c4rzte h\u00e4tten sein k\u00f6nnen. Das ist unvorstellbar. In dem Land, aus dem ich komme, den Vereinigten Staaten, kann ich mir nat\u00fcrlich nicht vorstellen, da\u00df jemand die Schule besucht und eine Ausbildung macht, aber keine M\u00f6glichkeit hat, diese Ausbildung zu nutzen.<\/p>\n<p>Wir brauchen weltweite Chancen f\u00fcr berufliche Ausbildung. Nicht nur f\u00fcr Arbeiter, auch in den Handwerksberufen, im Werkzeugmaschinenbau, in Technikzentren und dem Bauhandwerk, beispielsweise Klempnerei, Rohrleitungsbau und Schwei\u00dfen. Die M\u00f6glichkeiten sind endlos. Dadurch k\u00f6nnen die Gewerkschaften nur gewinnen, genauso wie auch alle Unabh\u00e4ngigen gewinnen werden, die ohne Gewerkschaft arbeiten. Und wer ist am Ende der wahre Gewinner? Es sind die Gemeinden und die Familien. Die Gelegenheit ist da; wir m\u00fcssen nur danach suchen. Wir m\u00fcssen sie ehrlich wahrnehmen. Dies ist kein Projekt, das sechs Monate, ein oder zwei Jahre dauern wird. Wir sprechen von Projekten \u00fcber 10 bis 20 Jahre.<\/p>\n<p>Die LaRouche-Organisation listet Projekte f\u00fcr ganze Welt auf. Nat\u00fcrlich steht Helga jetzt an der Spitze, und sie ist eine gute Leiterin. Wir wollen unsere F\u00fchrungsrolle auch weiterhin wahrnehmen und Menschen in Arbeit bringen, damit wir vern\u00fcnftige Arbeitspl\u00e4tze haben. Die Menschen tun f\u00fcr ihre Familien, was sie k\u00f6nnen, und m\u00f6glicherweise werden wir in ein paar Jahren die Ergebnisse sehen. Alle werden davon profitieren. Die Gewerkschaften werden davon profitieren, die Unabh\u00e4ngigen werden davon profitieren, alle werden von dieser Vielfalt profitieren. Es bieten sich gro\u00dfartige Gelegenheiten f\u00fcr diejenigen, die besch\u00e4ftigt werden m\u00fcssen, und das ist jeder, der eine High School oder eine Technische Hochschule oder was immer absolviert. Kn\u00fcpfen wir daran an. Leute im Alter von 30, 40, 50 Jahren sind auf Arbeitssuche. Jeder wei\u00df das, es ist kein Geheimnis. Und nicht nur in unserem Land. Die Vorteile sind also gr\u00f6\u00dfer, als wir uns jemals vorstellen k\u00f6nnen, und was f\u00fcr eine Chance haben wir heute, dies zu tun!<\/p>\n<p>Unsere Welt verdient heute, morgen und in der Zukunft eine sofortige Anstrengung, um dieses Programm oder vergleichbare Programme umzusetzen. Die Chance liegt also bei uns; die harte Arbeit steht noch aus, aber sie kann getan werden. Und ich m\u00f6chte, da\u00df das jeder versteht. Die Arbeit kann getan werden, die Infrastrukturprojekte liegen vor uns.<\/p>\n<p>Nehmen wir also unsere Schaufeln in die Hand, schieben wir unsere St\u00fchle beiseite, stehen wir auf und gehen wieder an die Arbeit. Ich glaube, wir werden nicht nur ein besseres Leben, sondern auch eine bessere Zukunft f\u00fcr unsere Nationen haben, wenn wir gemeinsam an der L\u00f6sung einiger dieser weltweiten Probleme arbeiten, die nur durch Zusammenarbeit gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. F\u00fcr mich ist die wahre Antwort weltweite Zusammenarbeit, die brauchen wir heute mehr denn je: Zusammenarbeit, Solidarit\u00e4t und die Hoffnung, da\u00df wir dank der Geschehnisse in Arbeit bleiben k\u00f6nnen. Dieses Programm ist der Anfang. Wenn wir sp\u00e4ter darauf zur\u00fcckblicken, k\u00f6nnen wir sagen: \u201eSeht, daran war ich von Anfang an beteiligt!\u201c Das ist f\u00fcr mich der lohnendste Aspekt, den wir heute f\u00fcr jede unserer Nationen erkennen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte Sie nicht weiter an Ihre Sitze fesseln und hoffe, da\u00df Sie einiges davon beherzigen; ich bete, da\u00df Sie es tun werden. Denn es ist notwendig und erforderlich. Ich m\u00f6chte Ihnen danken, machen Sie es gut, und denken Sie daran, da\u00df die LaRouche-Organisation f\u00fcr Sie da ist. Alles, was Sie tun m\u00fcssen, ist, Fragen zu stellen &#8211; sie werden Ihnen eine Antwort geben. Ich danke Ihnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"tab-content\">\n<h2>Panel III \u2014 \u201eDie Aufgabe der Jugend\u201c<\/h2>\n<p><iframe loading=\"lazy\" title=\"Panel III: &quot;Die Aufgabe der Jugend&quot;\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/qOW9yUm2s1A?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><em>Zu Beginn wurde der folgende Ausschnitt aus einer Rede eingespielt, die <strong>Lyndon LaRouche<\/strong> 2003 vor Mitgliedern der LaRouche-Jugendbewegung gehalten hatte.<br \/>\n<\/em>&#8222;Nur eine Jugendbewegung kann die Dinge \u00e4ndern&#8220;<em><br \/>\n<\/em><\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Historisch betrachtet, kann nur eine bestimmte Art von Jugendbewegung die Dinge \u00e4ndern. Ihr und alle in eurer Generation, die noch leben und lebensf\u00e4hig sind, sehen sich mit der Tatsache konfrontiert, da\u00df die Generation eurer Eltern euch eine Welt ohne Zukunft hinterl\u00e4\u00dft. Mit dieser Kultur, die heute vorherrscht, k\u00f6nnt man sich nicht arrangieren. Es gibt keine M\u00f6glichkeit. Denn ihr k\u00f6nnt darin nicht \u00fcberleben!<\/p>\n<p>Also, ihr wi\u00dft das. Was werdet ihr dagegen tun? Ihr wi\u00dft, da\u00df ihr keine Zukunft habt, wenn ihr die Gesellschaft nicht ver\u00e4ndern k\u00f6nnt. Aber ihr seid eine Generation, die sich in der politischen Entscheidungsfindung der Gesellschaft in einer entscheidenden Position befindet.<\/p>\n<p>Also m\u00fc\u00dft ihr wie Missionare hinausgehen und anfangen, die tote Generation, die Generation eurer Eltern, in der Gesellschaft zu organisieren. Und ihr seht die Wirkung, die ihr habt, wenn ihr an diese verschiedenen Orte geht, wie den Campus, den Landtag oder den Kongre\u00df. Seht die Wirkung, die ihr habt. Wenn ihr zu viert, zu f\u00fcnft oder zu sechst kommt und wi\u00dft, wovon ihr redet &#8211; das ist mehr, als die meisten dieser Gesetzgeber und andere tun k\u00f6nnen -, dann habt ihr eine Wirkung auf sie!<\/p>\n<p>Was dann geschieht, ist keine Zauberei, es ist ein Prinzip. Ob es die Menschen wissen oder nicht, der Unterschied zwischen dem Menschen und einem Affen besteht darin, da\u00df die menschliche Spezies das tun kann, was kein Affe, kein Menschenaffe und kein Al Gore tun kann: wirklich g\u00fcltige Ideen von Prinzipien aufnehmen und sie an die n\u00e4chste Generation weitergeben. Das ist der Unterschied zwischen dem Menschen und dem Affen. Der Mensch ist in der Lage, universelle physikalische Prinzipien zu entdecken, durch eine Entdeckungsmethode, die durch Platons Dialoge veranschaulicht wird, oder durch den Fall von Kepler, den Fall von Gau\u00df oder den Fall von Leibniz. Der Mensch kann das tun, und er kann diese Entdeckungen \u00fcber das, was da drau\u00dfen in Bezug auf die Prinzipien im Universum existiert, weitergeben. Er kann es an neue Generationen weitergeben.<\/p>\n<p>Diese Entdeckungen und ihre Weitergabe erh\u00f6hen die Macht des Menschen im Universum, pro Kopf und pro Quadratkilometer. Daher ist das wichtigste am Menschen: die Gesellschaft.<\/p>\n<p>Wir alle sterben. Jeder wird sterben. Das sterbliche Leben eines jeden wird zu einem Ende kommen. Ihr habt also ein sterbliches Leben &#8211; was werdet ihr daraus machen? Wie lang es ist, ist nicht das wichtigste. Es geht darum, was ihr aus diesem Leben macht und hinterla\u00dft.<\/p>\n<p>Und was hinterl\u00e4\u00dft man? Man hinterl\u00e4\u00dft j\u00fcngere Menschen. Ihr hinterla\u00dft aufeinanderfolgende Generationen j\u00fcngerer Menschen. Man hinterl\u00e4\u00dft das, was man an sie weitergibt, was man zu ihrer Entwicklung beitr\u00e4gt, zu den Umst\u00e4nden ihrer Arbeit im Leben, zu den Bedingungen der Gesellschaft, die ihnen die M\u00f6glichkeit zum Leben gibt.<\/p>\n<p>Und wenn man weise ist und in seiner Generation lebt, denkt man an das Sterben. Nicht im Sinne von Morbidit\u00e4t, sondern man sagt: \u201eIch werde irgendwann sterben. Nun, solange ich noch hier bin, werde ich eine gewisse Arbeit erledigen. Und meine Aufgabe ist es, in dem Ma\u00dfe, wie ich dazu beitragen kann, zu garantieren, da\u00df die n\u00e4chste Generation alles haben wird, was wir an Wissen haben, und da\u00df die n\u00e4chste Generation ein besseres Leben haben wird, als wir es hatten. Und da\u00df k\u00fcnftige Generationen von dem profitieren werden, was wir in unserer Generation geleistet haben.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><em><strong>Helga Zepp-LaRouche, <\/strong>Schiller-Institut, Deutschland<br \/>\n<\/em>Einleitende Bemerkungen &#8222;Wir brauchen Lyndon LaRouches Agape&#8220;<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Ich m\u00f6chte Sie nur auf einen sehr wichtigen Text von Friedrich Schiller, nach dem das Schiller-Institut benannt ist, aufmerksam machen, n\u00e4mlich \u201eWas hei\u00dft und zu welchem Ende studiert man Universalgeschichte?\u201c Das war eine Rede, die Schiller 1789 vor Studenten in Jena gehalten hat, wo er vor einem Raum voller Studenten sprach, \u00e4hnlich wie Sie jetzt hier in diesem Webinar versammelt sind. Und er sagte: Wenn wir jetzt hier versammelt sind, m\u00fcssen Sie die gesamte Universalgeschichte ber\u00fccksichtigen &#8211; und das kann man durchaus auf unsere Situation hier beziehen. Sie alle kommen mit einer sehr spezifischen Geschichte, Familie, Hintergrund, kulturellen Erfahrungen, etwas, das Sie dazu bewogen hat, an diesem Webinar teilzunehmen. Und er sagt dann im Grunde: Das, was die Menschen zusammenbringt, qualifiziert sie in einzigartiger Weise dazu, auf den historischen Moment, in dem sie sich befinden, zu reagieren.<\/p>\n<p>Nun, wir w\u00e4ren nicht hier ohne den Mann, dem Sie gerade zugeh\u00f6rt haben, n\u00e4mlich meinen verstorbenen Ehemann Lyndon LaRouche, der wirklich der spektakul\u00e4rste und kenntnisreichste Mensch war &#8211; er wu\u00dfte so gut wie alles. Er kandidierte acht Mal f\u00fcr das Pr\u00e4sidentenamt, er war in der ganzen Welt bekannt. Wir trafen viele F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten in Indien, in Mexiko, in afrikanischen L\u00e4ndern, die alle eines zum Ausdruck brachten, n\u00e4mlich, da\u00df er der einzige Amerikaner war, dem sie vertrauen konnten. Und er hatte eine einzigartige Methode der wissenschaftlichen Erkenntnis, der Prognose entwickelt. Er hat jeden einzelnen Aspekt dieser Situation, in der wir uns befinden, vorausgesagt. Er sprach \u00fcber die Pandemie; er sprach \u00fcber den systemischen Zusammenbruch des Finanzsystems, als das absolut nicht offensichtlich war, weil angeblich alles gut lief. Aber wenn die Menschen auf ihn geh\u00f6rt h\u00e4tten, w\u00e4ren wir nicht in der Situation, in der wir uns jetzt befinden.<\/p>\n<p>Er hatte eine unglaubliche Vision, was die Menschheit erreichen sollte, die in einem wundersch\u00f6nen Film zum Ausdruck kommt, den er gedreht hat, \u201e<a href=\"https:\/\/larouchepac.com\/20170321\/woman-mars\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die Frau auf dem Mars<\/a>\u201c;\u00a0sie kommt in seiner Schrift <em>Die kommenden f\u00fcnfzig Jahre<\/em> zum Ausdruck. Das waren alles extrem vision\u00e4re Ideen, wohin die Menschheit gehen sollte.<\/p>\n<p>Aber ich m\u00f6chte eine Eigenschaft hervorheben, die ihn meiner Meinung nach von allen anderen Menschen unterscheidet, denn er hatte die unglaublichste Leidenschaft f\u00fcr die Menschheit. Und da es heute nicht mehr so in Mode ist, da\u00df junge Menschen eine Leidenschaft f\u00fcr die Menschheit haben sollten, m\u00f6chte ich Sie ermutigen, diesen speziellen Aspekt, die Agape von Lyndon LaRouche, aufzugreifen. Denn wenn wir die Zivilisation retten wollen &#8211; und Sie werden die Zivilisation retten, weil es Ihre Zukunft ist -, dann glaube ich, brauchen Sie genau diese unglaubliche Liebe zur Menschheit. Und dann gibt es kein Problem, das un\u00fcberwindbar ist. Das ist es, was ich Ihnen sagen wollte.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><em><strong>Hauptredner: Daniel Burke, <\/strong>Schiller-Institut, Vereinigte Staaten<br \/>\n<\/em>\u201eWenn ihr an ihrer Stelle w\u00e4rt, was w\u00fcrdet ihr tun?\u201c<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Das Schiller-Institut hat diese Konferenz mit dem dringenden Ziel einberufen, ein Gipfeltreffen der Staatschefs der sogenannten Vier M\u00e4chte zustande zu bringen: Ru\u00dfland, China, Indien und den Vereinigten Staaten.<\/p>\n<p>Ich richte meinen Vortrag an die Jugend der Welt, um sie zu ermutigen, selbst zu untersuchen, was der Charakter eines solchen Gipfels sein sollte. Denn wie kann man ernsthaft ein solches Treffen fordern, wenn man selbst keine Vorstellung hat, was es bewirken soll? Meine Frage lautet also: \u201eWenn ihr an ihrer Stelle sitzen w\u00fcrdet &#8211; oder stehen w\u00fcrdet -, was w\u00fcrdet ihr tun?\u201c<\/p>\n<p>Vielleicht ist es sinnvoll, mit der Frage zu beginnen, wer genau es ist, an dessen Stelle wir sind? Nicht im Sinne von: Wer sind Trump, Putin, Xi und Modi als Personen, sondern: Was ist ein Staatsmann und was sind seine Verpflichtungen? Welche Autorit\u00e4t wird euch \u00fcbertragen, wenn ihr ihren Platz einnehmt, und woher kommt diese Autorit\u00e4t?<\/p>\n<p>Einige Leute, wie vielleicht John Bolton, w\u00fcrden sagen, da\u00df die Autorit\u00e4t der US-Pr\u00e4sidentschaft in ihrer gewaltigen Macht liegt, in der milit\u00e4rischen Macht: die Macht zu t\u00f6ten. Das sind die Erben von Thrasymachos, regelrechte Satanisten, die faktisch den Begriff \u201eAutorit\u00e4t\u201c kaputtmachen, indem sie solche \u201eMacht\u201c zur h\u00f6chsten Qualit\u00e4t kr\u00f6nen &#8211; Macht ohne R\u00fccksicht auf ihren Urheber. Das ist genau der Begriff von Autorit\u00e4t, der ein Gipfeltreffen verhindert. Das ist wie Mike Pompeos Doktrin der Abschreckung: Bringt sie sofort um, dann k\u00f6nnen sie nichts Schlechtes tun!<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Amerikaner liegt die Quelle der Autorit\u00e4t eines Pr\u00e4sidenten im Begriff der \u201eDemokratie\u201c. Da wir unseren Pr\u00e4sidenten gew\u00e4hlt haben, erh\u00e4lt er seine Autorit\u00e4t vom Volk. Er sollte dessen Willen vertreten. Da gibt es die Leute, die am Auto einen Aufkleber haben: \u201eNicht <em>mein <\/em>Pr\u00e4sident!\u201c Was aber, wenn die B\u00fcrger in der Vergangenheit so irregef\u00fchrt wurden, da\u00df es nur noch ein Haufen degenerierter Verr\u00fcckter ist? Was, wenn ihr Wille darin besteht, Drogen zu nehmen und Videospiele zu spielen? Das w\u00e4re ein schreckliches Gipfeltreffen!<\/p>\n<p>Wenn wir unsere Herangehensweise \u00e4ndern und sagen, da\u00df die Autorit\u00e4t nicht vom \u201eWillen des Volkes\u201c, sondern von der \u201eZustimmung der Regierten\u201c herr\u00fchrt, dann stellt sich eine offensichtliche Frage: Auf welche Autorit\u00e4t beziehen die einzelnen Personen ihre Zustimmung?<\/p>\n<p>In der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung unserer Nation beantworteten wir diese Frage mit einem Appell an die unver\u00e4u\u00dferlichen Rechte, die allen Menschen von ihrem Sch\u00f6pfer verliehen wurden: das Recht auf Leben, Freiheit und das Streben nach Gl\u00fcckseligkeit. Letztlich leitet sich die Autorit\u00e4t des Pr\u00e4sidenten und die Autorit\u00e4t des Staatschefs jeder souver\u00e4nen Nation also nicht vom Volk ab, ja nicht einmal von der Verfassung oder der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung (die Worte springen dort nicht heraus, um ihm die Schl\u00fcssel zum Wei\u00dfen Haus zu geben), sondern von den nat\u00fcrlichen Rechten des menschlichen Individuums als lebendiges Abbild Gottes. Wenn Leben, Freiheit und das Streben nach Gl\u00fcck gef\u00f6rdert werden, sind die Verpflichtungen dieser Autorit\u00e4t erf\u00fcllt. Dasselbe Konzept kennt man in China unter der Bezeichnung \u201eMandat des Himmels\u201c.<\/p>\n<p>Das schafft ein weiteres Problem: Ihr m\u00fc\u00dft herausfinden, was das sein soll, die \u201eGl\u00fcckseligkeit\u201c! Wer deprimiert ist, kann damit nichts anfangen.<\/p>\n<p>Ich behaupte, das gr\u00f6\u00dfte Gl\u00fcck ist das, was unseren einzigartigen menschlichen Eigenschaften am ehesten entspricht. <em>Wir sind keine Tiere<\/em>! Wir sind <em>kreative <\/em>Gesch\u00f6pfe. Wir denken, wir entdecken, wir widmen uns der Zukunft &#8211; <em>nicht <\/em>der Gegenwart, sondern der Zukunft!<\/p>\n<p>Das kann euch von der Idee abbringen, da\u00df ihr wichtig w\u00e4ret, weil ihr jung seid! <em>Nein, <\/em>entscheidend ist, da\u00df ihr <em>Menschen<\/em> seid! Ich zitiere Herrn LaRouche: \u201eDas Naturgesetz ist die Hypothese, die dem notwendigen und hinreichenden Grund f\u00fcr das erfolgreiche Fortbestehen der Menschheit entspricht.\u201c Das hei\u00dft: der menschliche Fortschritt im Universum hin zu einer immer gr\u00f6\u00dferen Beherrschung von dessen Prinzipien ist eine wesentliche Funktion dieses Universums.<\/p>\n<p>Wie der deutsch-amerikanische Weltraumpionier Krafft Ehricke sagte: \u201eIndem er sich durch das Universum ausdehnt, erf\u00fcllt der Mensch sein Schicksal als ein Element des Lebens, das mit der Kraft der Vernunft und der Weisheit des moralischen Gesetzes in sich selbst ausgestattet ist.\u201c<\/p>\n<p>Daher denke ich, es ist <em>keine <\/em>\u00dcbertreibung, zu sagen, da\u00df die Autorit\u00e4t dieser vier Staatsf\u00fchrer, dieses neue Paradigma zu schaffen, von der Kolonisierung des Sonnensystems und implizit der Galaxis abh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Euer heutiges Handeln ist notwendig f\u00fcr die vor uns liegende Aufgabe, die von entscheidender Bedeutung daf\u00fcr sein wird, diese Zukunft zu schaffen. Wir m\u00fcssen die ungerechte Herrschaft des Thrasymachos \u00fcber die Weltpolitik aufheben! Seine Pal\u00e4ste in der Londoner City, in Lower Manhattan und jedem anderen internationalen Finanzzentrum sollten wieder in Besitz genommen werden, und seine Massenvernichtungswaffen &#8211; n\u00e4mlich die Finanzderivate &#8211; sollten tief in einer H\u00f6hle begraben werden, wo sie niemandem schaden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ein solches Vorgehen w\u00fcrde das Zeitalter des Prometheus entfesseln, in dem solche Wunder vollbracht werden wie die Freiheit von materieller Not f\u00fcr jedes Menschenkind. Und wenn der Mond und die Erde &#8211; die Percy Shelley zufolge schon immer verliebt waren &#8211; sich endlich verm\u00e4hlen, dann wird die Grundsteinlegung des ersten internationalen Monddorfes stattfinden. Und falls ihr denkt, ich sei zu optimistisch, denkt an die Worte von Lysander Spooner aus seiner Abhandlung von 1860 <em>Die Verfassungswidrigkeit der Sklaverei<\/em>:<\/p>\n<p>\u201eWillk\u00fcrliche Institutionen k\u00f6nnen das Naturrecht au\u00dfer Kraft setzen; aber es wird ihnen niemals beistehen oder sie aufrechterhalten. Dies hie\u00dfe, da\u00df es Widerstand gegen sich selbst leistet und sogar seine eigene Autorit\u00e4t leugnet. Es w\u00e4re der Fall eines Prinzips, das gegen sich selbst k\u00e4mpft und sich selbst \u00fcberwindet. Vielmehr w\u00fcrde es bei der ersten Gelegenheit seine Autorit\u00e4t geltend machen. In dem Augenblick, in dem das Willk\u00fcrrecht durch seine eigenen Beschr\u00e4nkungen erlischt, nimmt das Naturrecht seine Herrschaft wieder auf.\u201c<\/p>\n<p>Hier also finde ich die Aufgabe der Jugend. Betrachtet euch nicht als Jugend an sich, sondern als Praktizierende der nat\u00fcrlichen Rechte des Menschen &#8211; entdeckt selbst die Grenzen des Willk\u00fcrrechts der Oligarchie, das die Menschheit als ganzes daran hindert, im Einklang mit dem Naturrecht zu handeln.<\/p>\n<p>Wo liegen die Grenzen der Macht eines Tyrannen? Wo ist die schwache Flanke des Feindes?<\/p>\n<p>Ich glaube, sie liegt in der Schw\u00e4che des sogenannten postmodernen Paradigmas. Die \u201evorherrschende Meinung\u201c sagt uns, da\u00df wir frei von Urteilen, frei von Verantwortung, frei von Regeln oder Grenzen f\u00fcr unser Verhalten sein wollen. \u201eFreies W-LAN.\u201c Oder, immer beliebter, wir werden ermutigt, die Gesellschaft so zu f\u00fchren, wie die Big-Tech-Firmen die sozialen Medien f\u00fchren: \u201eBlockiert jeden, dessen Ansichten von euren abweichen, diese Leute sind nicht menschlich, ihr habt das Recht, ihr Leben zu ruinieren.\u201c<\/p>\n<p>Und \u00fcber der Erz\u00e4hlung stapelt sich die Meta-Erz\u00e4hlung: n\u00e4mlich, da\u00df das Universum als solches im Grunde unbekannt ist und da\u00df \u201eErz\u00e4hlungen\u201c die Art und Weise sind, wie wir unserem Leben einen Sinn aufzwingen &#8211; w\u00e4hrend wir alle mit einem wissenden Blick anerkennen, da\u00df das in Wirklichkeit sinnlos ist: \u201eDu kannst wissen, ob du Death Metal magst, Lo-Fi-Hip-Hop oder K-Pop, aber du kannst den Sinn deines Lebens in der Geschichte nicht wissen. Du kannst wissen, ob du dich als links-libert\u00e4r oder rechts-autorit\u00e4r identifizierst, aber du kannst nicht wissen, wie man die Armut beenden kann. Armut, menschliches Leid, das ist nur ein Teilchen des Potpourris, der millimetertiefen Collage von Erfahrungen, die unser Leben ausmachen.\u201c<\/p>\n<p>Diese betr\u00fcgerische und ziemlich satanische Sicht des Universums <em>ist <\/em>eine schwache Flanke. \u00dcberall auf der Welt haben sich die realen, physischen wirtschaftlichen Bedingungen durchgesetzt. Die Leidenschaften der Menschen brechen aus und werden manipuliert, um uns weiter zur massenhaften T\u00f6tung der verarmten Weltbev\u00f6lkerung zu treiben. Aber eine kleine Zahl von Menschen, die sich daf\u00fcr einsetzen, eine h\u00f6here, sch\u00f6nere Vorstellung von der Natur des Menschen zu entwickeln, kann einen deutlichen Ton angeben und den Kurs \u00e4ndern. Das ist kein hoffnungsvoller Wunsch, es ist die Hoffnung, auf die wir uns immer verlassen haben.<\/p>\n<p>Werdet ihr in euch den moralischen Kompa\u00df finden, um euch selbst und andere dazu zu bringen, die Prinzipien des Naturrechts zu entdecken?<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Carolina Dom\u00ednguez Cisneros, <\/em><\/strong><em>Mexiko;<\/em><strong><em> Sebasti\u00e1n Debernardi, <\/em><\/strong><em>Peru;<\/em><strong><em> Andr\u00e9s Carpintero, <\/em><\/strong><em>Kolumbien;<\/em><strong><em> Daniel Dufreine Ar\u00e9valo, <\/em><\/strong><em>Mexiko<\/em><strong><em><br \/>\n<\/em><\/strong>\u201eDie gro\u00dfen Ideen zur\u00fcckholen, die uns gestohlen wurden\u201c<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Carolina Dom\u00ednguez<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Guten Tag. Mein Name ist Carolina Dom\u00ednguez aus Mexiko. Ich m\u00f6chte Euch zu dieser internationalen Konferenz begr\u00fc\u00dfen, die ein Ergebnis der Bem\u00fchungen des Schiller-Instituts ist, dem ich seit einigen Jahren angeh\u00f6re. Ich m\u00f6chte mit euch unsere Begeisterung und Hoffnung auf den Aufbau einer internationalen Jugendbewegung teilen.<\/p>\n<p>Lyndon LaRouche und seine Bewegung, der wir angeh\u00f6ren, haben sein ganzes Leben lang die Idee verteidigt, eine Jugendbewegung zu schaffen, die sich mit den tiefgr\u00fcndigsten Ideen besch\u00e4ftigt, die die Menschheit hervorgebracht hat. Diese tiefgr\u00fcndigen Ideen stehen f\u00fcr die Schaffung neuer Institutionen. LaRouche sagte immer, wenn man einen Pr\u00e4sidenten ausbilden und eine Gesellschaft ver\u00e4ndern will, sollte man eine Jugendbewegung gr\u00fcnden. Und genau das haben wir getan.<\/p>\n<p>Die Jugendbewegung, die wir jetzt aufbauen, basiert auf der Idee, der Jugend das zu geben, was ihr an den Universit\u00e4ten, den Schulen und ganz allgemein gestohlen wurde: Man hat ihnen die Idee gestohlen, da\u00df sie das Universum kennenlernen k\u00f6nnen, da\u00df sie das Universum verstehen und die Prinzipien beherrschen k\u00f6nnen, die das Universum, in dem der Mensch lebt, regieren. Ihr k\u00f6nnt diese universellen Prinzipien nicht nur verstehen, sondern sie auch annehmen, beherrschen und zum Wohle der gesamten Gesellschaft anwenden.<\/p>\n<p>Wie Ihr w\u00e4hrend dieser Konferenz gesehen habt, ist es wichtig, da\u00df die Jugend und die neuen Generationen diese Konzepte beherrschen. Unsere Arbeit in Mexiko, Kolumbien, Peru, Chile, Argentinien, Venezuela und generell in den spanischsprachigen L\u00e4ndern besteht also darin, diese Jugendlichen, die daran interessiert sind, die Geschichte zu ver\u00e4ndern, und die sich an diesem internationalen Proze\u00df beteiligen wollen, mit anderen Jugendlichen zusammenzubringen, die nicht bereit sind, sich blo\u00df von den Medien sagen zu lassen, da\u00df es eine traurige Situation ist, da\u00df t\u00e4glich viele Menschen sterben, sondern die wissen, da\u00df sie es \u00e4ndern m\u00fcssen. Sie k\u00f6nnen nicht einfach darauf warten, eines Tages Teil dieser Statistiken zu sein, sondern sie m\u00fcssen handeln.<\/p>\n<p>Und das ist es, wozu die LaRouche-Bewegung da ist, um diesen Wegweiser zu geben. Wir halten w\u00f6chentliche Treffen ab, um Kepler zu studieren, den Astronomen, den uns LaRouche aufgerufen hat zu verstehen. Kepler hat gezeigt, wie Menschen in der Lage sind, diese Prinzipien zu verstehen, und er hat uns Dokumente hinterlassen, die es uns erm\u00f6glichen, seine Methode und sein Denken zu verstehen.<\/p>\n<p>Wir studieren auch Friedrich Schiller &#8211; gerade jetzt lesen wir die Briefe \u00fcber die \u00e4sthetische Erziehung des Menschen. Es hat die jungen Menschen v\u00f6llig verbl\u00fcfft, da\u00df ihnen alle diese Ideen an den Universit\u00e4ten vorenthalten wurden. Die J\u00fcngeren in diesen Versammlungen sind am meisten betroffen, weil sie denken, da\u00df ihre Ausbildung nur darin bestand, Dinge zu lernen, eine Pr\u00fcfung zu bestehen und sie dann wieder zu vergessen. Jetzt erkennen sie, indem sie sich an unserer Bewegung beteiligen, da\u00df das Wissen und die Methode, die sie lernen, n\u00fctzlich sind, um die Gesellschaft zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die Botschaft, die ich euch geben m\u00f6chte, lautet also, sich dieser Bewegung anzuschlie\u00dfen und sich an ihr zu beteiligen. Ich erwarte nicht, da\u00df ihr all den Ideen zustimmt, die auf diesen Podiumsdiskussionen diskutiert werden, aber ich glaube, wir alle haben irgendwann das Gef\u00fchl gehabt, da\u00df die Dinge nicht in Ordnung sind und da\u00df es notwendig ist, etwas zu tun und Verantwortung als junge Erwachsene zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Die folgenden Botschaften, die wir h\u00f6ren werden, stammen von jungen Menschen, die wir gebeten haben, zu kommentieren, was sie von der Arbeit halten, die wir mit ihnen geleistet haben &#8211; Jugendliche aus Peru, Kolumbien und Mexiko, die die Gelegenheit genutzt haben, die Ideen kennenzulernen, die ihnen in ihrer formalen Ausbildung gestohlen wurden.<\/p>\n<p>Deshalb lade ich euch ein, sich daran zu beteiligen. Wir haben jede Woche Treffen, und diese Bewegung w\u00e4chst. Die ganze Arbeit, die Lyndon LaRouche entwickelt hat, hat es uns erm\u00f6glicht, Ideen zu meistern, die uns helfen, die Geschichte zu ver\u00e4ndern, damit wir uns nicht mit einer v\u00f6llig ungewissen Zukunft abfinden m\u00fcssen. Das ist meine Botschaft an euch: Wir sind hier, damit alle Jugendlichen an diesem Proze\u00df teilnehmen k\u00f6nnen. Ich danke Ihnen vielmals.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Sebasti\u00e1n Debernardi<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Guten Tag. Mein Name ist Sebasti\u00e1n Debernardi aus Lima in Peru. Ich m\u00f6chte Ihnen von einem Dialogtreffen berichten, das wir am 17. Juni unter Beteiligung von Jugendlichen des Schiller-Instituts aus Lateinamerika \u00fcber den Vorschlag zur Schaffung von 1,5 Milliarden neuen, produktiven Arbeitspl\u00e4tzen in der Welt durchgef\u00fchrt haben. Dieses Programm ist eine Antwort auf die weltweite Wirtschafts- und Gesundheitskrise und auf das dringende Bed\u00fcrfnis der gesamten Bev\u00f6lkerung nach mehr Entwicklung f\u00fcr ihr Leben und das ihrer Familien.<\/p>\n<p>Verschiedene Gro\u00dfprojekte, die das Schiller-Institut f\u00fcr unsere L\u00e4nder vorgeschlagen hat, k\u00f6nnen einen gro\u00dfen Unterschied machen, sowohl bei der Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen, die die Lebensqualit\u00e4t der Menschen verbessern &#8211; z.B. den Zugang zu einer besseren Bildung und Kultur, um sie durchf\u00fchren zu k\u00f6nnen -, als auch bei dem Nutzen, den sie kurzfristig bringen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Das Dialogtreffen war von einem gemeinsamen Optimismus gepr\u00e4gt, der aus der gemeinsamen Suche nach Antworten auf die Probleme der Zeit resultiert, die unsere L\u00e4nder \u00fcberw\u00e4ltigen. Und so trafen wir uns dieses Mal virtuell, in der Hoffnung, da\u00df wir uns dank der fertigen Gro\u00dfprojekte schon bald pers\u00f6nlich treffen k\u00f6nnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Andr\u00e9s Carpintero<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Hallo, Freunde. Mein Name ist Andr\u00e9s aus Bogota in Kolumbien. Ich m\u00f6chte euch einladen, die Vorschl\u00e4ge der Bewegung kennenzulernen, die Helga und Lyndon LaRouche ins Leben gerufen haben, um die wirtschaftliche und soziale Entropie umzukehren, die uns das heutige Chaos beschert hat. Wir m\u00fcssen lernen und uns die Werkzeuge aneignen, um eine saubere und nachhaltige Zukunft zu schaffen, die von Vernunft, Moral und Kunst inspiriert ist. Wir Jugendlichen werden die Welt der n\u00e4chsten 50 Jahre aufbauen. Schlie\u00dft euch dieser wunderbaren Bewegung an und beteiligt euch daran!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Rede von Daniel Dufreine Ar\u00e9valo<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Hallo, wie geht es Euch? Ich bin Daniel, und ich freue mich sehr, Euch aus Mexiko begr\u00fc\u00dfen zu d\u00fcrfen. Ich habe eine sehr wichtige Botschaft f\u00fcr euch, vor allem f\u00fcr die Jugend: Wir leben in einer Welt, die sich immer schneller ver\u00e4ndert, aber das einzige, was sich nicht ge\u00e4ndert hat, ist die Unterdr\u00fcckung durch die M\u00e4chtigen, die mit den Menschen der Welt spielen. Wir leben im wichtigsten Zeitalter der Menschheit, einer Menschheit, deren Zweck es ist, zu wachsen und die Aspekte des Lebens zu verbessern, die uns menschlich machen: Liebe, Leidenschaft, Freude und Methodik. Die M\u00e4chtigen haben uns all dies genommen, und sie werden dies auch weiterhin tun, wenn wir diese Realit\u00e4t nicht \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise gibt es einen Plan, einen Plan, der von den tiefgr\u00fcndigen \u00dcberlegungen von Lyndon LaRouche inspiriert ist und der im wesentlichen ein Erziehungsprogramm f\u00fcr den Kampf gegen die Probleme ist, die durch die kranken Ambitionen der Kreise der Wall Street und der City of London verursacht werden. Dieser Plan erfordert die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Zahl von jungen Menschen mit ihren Tr\u00e4umen und Hoffnungen, um eine bessere Welt zu schaffen, in der man leben und nicht nur \u00fcberleben kann.<\/p>\n<p>Dann wird das Glass-Steagall-Gesetz umgesetzt, die Banken werden unter Quarant\u00e4ne gestellt, weil sie bankrott sind, und die Blase der giftigen Derivate wird eingefroren. Wir werden fordern, da\u00df die Staats- und Regierungschefs Ru\u00dflands, Chinas, der Vereinigten Staaten und Indiens zusammenkommen, um \u00fcber die n\u00e4chste Phase des industriellen Wachstums zu entscheiden, die es uns erm\u00f6glicht, mehr zu wachsen und gleichzeitig weniger zu verbrauchen: die Welt mit Hunderttausenden Kilometern Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnstrecken verbinden und mehr als 1,5 Milliarden Arbeitspl\u00e4tze in der ganzen Welt schaffen.<\/p>\n<p>Die Zeit f\u00fcr die Ver\u00e4nderung der Welt ist gekommen, und wir brauchen euch jetzt. La\u00dft uns jetzt k\u00e4mpfen, um diese Realit\u00e4t m\u00f6glich zu machen. La\u00dft uns alle k\u00e4mpfen, um die Welt zu befreien, um nationale Barrieren abzubauen, um Ehrgeiz und Ha\u00df zu \u00fcberwinden. La\u00dft uns f\u00fcr die Welt der Vernunft k\u00e4mpfen, f\u00fcr eine Welt, in der die Wissenschaft und der Fortschritt uns alle zum Gl\u00fcck f\u00fchren. Br\u00fcder, im Namen der Freiheit m\u00fcssen wir uns alle vereinigen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p lang=\"en-GB\"><strong><em>Franklin Mireri, <\/em><\/strong><em>YouLead Partnerships Coordinator, Kenia<br \/>\n<\/em>\u201eWahre F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten sind der gr\u00f6\u00dfte Wunsch der Welt\u201c<\/p>\n<p lang=\"en-GB\">\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Meine Damen und Herren, liebe Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger der Welt, erlauben Sie mir, Sie in dem ber\u00fchmten Suaheli-Gru\u00df \u201eJambo!\u201c zu begr\u00fc\u00dfen, was einfach \u201eHallo\u201c bedeutet.<\/p>\n<p>Mein Name ist Franklin Mireri aus Kenia, ich vertrete das YouLead-Programm. YouLead ist Ostafrikas Modellprogramm f\u00fcr die Entwicklung junger F\u00fchrungskr\u00e4fte, das sich daf\u00fcr einsetzt, das Potential junger F\u00fchrungskr\u00e4fte f\u00fcr eine wohlhabende Region freizusetzen. YouLead ist ein kollektives Jugendprogramm, das vom MS Training Centre for Development Cooperation (MSTCDC) und dem Hauptquartier der Ostafrikanischen Gemeinschaft in Arusha in Tansania ausgerichtet wird. Es wird vom YouLead-Konsortium aus \u00fcber 25 staatlichen und nichtstaatlichen Partnern aus allen sechs Mitgliedstaaten der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) mitfinanziert und unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Wir sind uns der wunderbaren Arbeit bewu\u00dft, die das Schiller-Institut leistet, indem es sich daf\u00fcr einsetzt und mobilisiert, da\u00df die Regierungen definitiv auf die gegenw\u00e4rtigen Krisen reagieren &#8211; insbesondere durch die Bem\u00fchungen leidenschaftlicher junger Menschen auf der ganzen Welt, die sich verpflichtet haben, Verantwortung zu \u00fcbernehmen, um ihre Regierungen zum Handeln zu bewegen.<\/p>\n<p>Im vergangenen Monat hat YouLead als Konsortialorganisation in den sechs ostafrikanischen L\u00e4ndern einen unabh\u00e4ngigen Bericht \u00fcber die St\u00f6rungen des Coronavirus im Leben junger Ostafrikaner ver\u00f6ffentlicht. Die Studie, die zwischen M\u00e4rz und April durchgef\u00fchrt wurde, legte die erschreckenden sozio\u00f6konomischen Auswirkungen von COVID-19 auf die Lebensgrundlagen hier in Ostafrika offen: 59% der Befragten hatten \u00e4u\u00dferst schwerwiegende negative Auswirkungen auf ihr Einkommen &#8211; und dies gerade erst zu Beginn der Krise im M\u00e4rz; 57% hatten schwerwiegende Auswirkungen auf ihre Ausbildung erfahren, und 34% konnten aufgrund der Art ihrer Arbeit nicht von zu Hause aus arbeiten. Wir denken, da\u00df die wirtschaftlichen Auswirkungen in den Entwicklungsl\u00e4ndern am gravierendsten sein werden, da viele L\u00e4nder \u00fcber keine sozialen Sicherheitsnetze verf\u00fcgen.<\/p>\n<p>Bei YouLead entwickeln wir eine Online-Job-Plattform f\u00fcr junge Ostafrikaner, um die wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus zu mildern. Die Plattform wird qualifizierte Jugendliche und potentielle Arbeitgeber auf derselben Plattform zusammenbringen, der Schwerpunkt liegt dabei auf verifizierten F\u00e4higkeiten und einem Punktesystem aus erfolgreich abgeschlossenen Aufgaben, die Vertrauen schaffen.<\/p>\n<p>Die Schaffung von 1,5 Milliarden neuen Arbeitspl\u00e4tzen auf der ganzen Welt und die gezielte Finanzierung effizienter Gesundheitsinfrastruktur in jedem Land wird mehr als nur Reden erfordern. Leider sind viele der hehren Ideen, die in der Vergangenheit vorgebracht wurden, wie die Millenniums-Entwicklungsziele, dann die Ziele der nachhaltigen Entwicklung, die Globalen Ziele und die Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung der Auswirkungen des Klimawandels, durch den Mangel an F\u00fchrung aufgehalten worden.<\/p>\n<p>Was der Welt im Augenblick vor allem fehlt, sind wahre F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten, die sich nicht kaufen oder verkaufen lassen, Anf\u00fchrer, die der Not und den Bed\u00fcrfnissen ihrer B\u00fcrger und der Menschheit gegen\u00fcber wahrhaftig und ehrlich sind. F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten, die sich nicht davor f\u00fcrchten, straffreie Verbrechen und Knechtschaft beim Namen zu nennen, und die f\u00fcr das Recht noch eintreten, selbst wenn der Himmel einst\u00fcrzt.<\/p>\n<p>Erlauben Sie mir, zum Schlu\u00df einen ber\u00fchmten Suaheli-Satz zu zitieren: \u201eHakuna Matata\u201c, was soviel bedeutet wie \u201eAlles ist gut\u201c. Ich bin sicher, die meisten von Ihnen haben diesen Satz in vielen Zeichentrick- oder Animationsfilmen geh\u00f6rt. Der Satz appelliert an den optimistischen, g\u00fctigen Geist der Menschen auf der ganzen Welt.<\/p>\n<p>Die Wahrheit ist, da\u00df die Welt gegenw\u00e4rtig mit einer einzigartigen Kombination von Bedrohungen auf allen Seiten konfrontiert ist. Dies ist die Zeit f\u00fcr entschlossenes Handeln aller &#8211; jung und alt, reich und nicht so reich, von jeder Religion, Rasse und Herkunft. Wenn wir nicht entschlossen und gemeinsam handeln, werden die Folgen verheerend sein.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen.<\/p>\n<p lang=\"en-GB\"><\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Sarah Fahim, <\/em><\/strong><em>Studentin aus Marokko, studiert in Paris, Frankreich<\/em><\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Ich will meine Gedanken \u00fcber die Situation der Jugend und deren Schicksal in meinem Land und in ganz Afrika ausdr\u00fccken, denn viele der Ursachen sind dort auch heute noch pr\u00e4sent. Es sind also reale Ph\u00e4nomene, die die Ursache f\u00fcr das Scheitern dieser jungen Menschen beim Eintritt in die Berufswelt sind.<\/p>\n<p>Marokko ist ein gespaltenes Land. Die Politik hat aus dem staatlichen Bildungswesen leider etwas gemacht, was ausschlie\u00dflich den unterprivilegierten Gesellschaftsschichten vorbehalten ist. Es gibt viel zu viele Sch\u00fcler und Studenten, und sie wachsen in einem Schulsystem auf, das sie nicht aus der Armut heraus hin zum Erfolg f\u00fchrt. Es gibt viel zu wenige Lehrer, und diese werden noch durch mittelm\u00e4\u00dfige Bedingungen und Bildungsstrukturen entmutigt.<\/p>\n<p>Hinzu kommen Probleme mit der Sprache: In den Klassenzimmern der \u00f6ffentlichen Schulen wird Franz\u00f6sisch nicht gut unterrichtet, obwohl diese Sprache besonders seit dem franz\u00f6sischen Protektorat, das 1956 endete, auf dem heutigen Arbeitsmarkt unverzichtbar ist. Die Sprache wird ebenso wie die arabische Sprache t\u00e4glich im ganzen Land gesprochen. Diese jungen Menschen finden sich dann schlechter ausgebildet, sie werden beiseite gedr\u00e4ngt und sehen ihre Zukunft durch diese Bedingungen eingeengt.<\/p>\n<p>Gleichzeitig profitiert ein anderer Teil der Bev\u00f6lkerung von einem qualitativ hochstehenden Unterricht. Das Bildungssystem selbst war noch nie so weit entwickelt wie heute. Diese Minderheit hat Zugang zu einer Bildung, die zwar teuer ist, aber die Zulassung zu angesehenen Universit\u00e4ten sowie sehr gute Arbeitspl\u00e4tze, die besten des Landes, garantiert. Diese Entwicklung hat zu einer sehr realen Krise gef\u00fchrt, die durch den Verlust des Vertrauens in die Schule, ihre Rolle, ihre Effizienz und ihre Gleichberechtigung ausgel\u00f6st wurde. Die \u00f6ffentliche Schule, die Kinder mit unterschiedlichem Hintergrund zusammenbringen sollte, anstatt sie zu trennen, hat versagt.<\/p>\n<p>Diese Tatsache stellt eine echte Bedrohung f\u00fcr die Entwicklung Afrikas dar. Die Regierenden verlangen nicht mit der erforderlichen Dringlichkeit, da\u00df die Ausbildung junger Menschen ins Lot gebracht wird und in sie investiert wird, um ihnen eine Ausbildung zu bieten, die den sp\u00e4teren Zugang zu Arbeitspl\u00e4tzen gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Nur auf diese Weise werden die Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten geschaffen, wie sie im LaRouche-Plan erw\u00e4hnt werden. In der Tat m\u00fcssen wir uns daran erinnern, da\u00df die \u00d6konomen in den 60er Jahren eine positive Korrelation zwischen Humaninvestitionen und Wirtschaftswachstum hergestellt haben. Es hat sich gezeigt, da\u00df der Entwicklungsproze\u00df sowohl in den Industriel\u00e4ndern als auch in den Entwicklungsl\u00e4ndern strukturell mit einer allgemeinen Zunahme der F\u00e4higkeiten und des Bildungsniveaus der Bev\u00f6lkerung einhergeht. Der Kern der Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen liegt in der Bildung, sie ist eine der st\u00e4rksten Waffen gegen Massenarmut.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend wir uns f\u00fcr den afrikanischen Entwicklungsproze\u00df einsetzen, habe ich mich immer gefragt, ob es einen bewu\u00dften Willen gibt, Afrika wirtschaftliche Entwicklung und Bildung f\u00fcr seine Jugend vorzuenthalten? Kann Wissen gef\u00e4hrlich sein?<\/p>\n<p>Die Antwort auf diese Frage fand ich, als ich mich mit dem Kolonialismus auf diesem Kontinent besch\u00e4ftigte. Es ist wichtig zu verstehen, da\u00df in der heutigen Welt, wie LaRouches Studien und die Konferenzen unter der Leitung des Schiller-Instituts besagen, der Wohlstand eines jeden Landes zum Wohlergehen der gesamten Weltbev\u00f6lkerung beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich, mit 19 Jahren, besteht die einzige M\u00f6glichkeit, die Jugend vor diesem Teufelskreis zu bewahren, darin, sie auszubilden. Der Umgang mit sozialen Medien ist heute st\u00e4rker denn je verbreitet. Wir m\u00fcssen alle digitalen Ressourcen, zu denen wir Zugang haben, nutzen und uns dieses Potential zunutze machen. Mit rund 364 Millionen Afrikanern im Alter von 15 bis 35 Jahren hat dieser Kontinent die j\u00fcngste Bev\u00f6lkerung der Erde. Die Vereinten Nationen prognostizieren, da\u00df im Jahr 2030 \u00fcber 40% der jungen Bev\u00f6lkerung der Welt in Afrika leben werden. Die Herausforderung, wie diese neuen Menschen erfolgreich in die formelle Wirtschaft integriert werden k\u00f6nnen, mu\u00df f\u00fcr Regierungen, politische Entscheidungstr\u00e4ger und Entwicklungsfachleute zur obersten Priorit\u00e4t werden.<\/p>\n<p>Ich hatte das Gl\u00fcck, als Kind hart arbeitender Eltern geboren zu werden, die das Privileg hatten, mir eine Ausbildung anzubieten, die mir zum Erfolg verhelfen konnte. Ich m\u00f6chte, da\u00df diese Chance zu einem Recht wird. Die Kinder meines Landes, meines Kontinents, des gesamten Planeten verdienen diese Rechte. Aber gerade in der paradoxen Realit\u00e4t zwischen einer Jugend, die von unserem Bildungssystem sabotiert wird, und dem enormen Potential, das junge Menschen haben, ist es unsere Pflicht, sie mit dem Willen zum Handeln und im Bewu\u00dftsein der bevorstehenden K\u00e4mpfe mit den notwendigen Werkzeugen auszustatten, und dann werden die neuen Arbeitsm\u00f6glichkeiten ganz nat\u00fcrlich folgen. Ich danke Ihnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><em><strong>Ch\u00e9rine Sultan, <\/strong>Institut Schiller, Paris, Frankreich<\/em><\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Ich m\u00f6chte Sarah daf\u00fcr danken, da\u00df sie die Frage der Digitalisierung als Chance f\u00fcr die Entwicklung der Jugend entwickelt hat. Aber ich m\u00f6chte den negativen Aspekt der digitalen Kultur heute ansprechen und sehen, was wir dagegen tun k\u00f6nnen. Man k\u00f6nnte es so \u00fcberschreiben: \u201eDie Jugend und das Digitale und die Zukunft &#8211; wie kann man das Digitale nutzen?\u201c<\/p>\n<p>Man trifft oft Kinder, deren Eltern ihnen sagen: \u201eDu mu\u00dft deine Examen schaffen.\u201c Und wenn das Kind in der Schule gute Noten hat, sagen die Eltern: \u201eIch erlaube ihm eine Stunde Fernsehen, eine Stunde Internet, weil es das verdient hat.\u201c So ist es das ein Weg, Kinder zur Bildung zu bewegen.<\/p>\n<p>Das Problem ist, da\u00df die guten Noten in der Schule gar nicht so gut sind, weil das Bildungsniveau gesunken ist. Internationale Studien in der OECD \u00fcber die Kompetenzen von Kindern zeigen, da\u00df das Niveau sinkt und da\u00df es immer mehr Ungleichheit im Zugang zu einer guten Ausbildung gibt.<\/p>\n<p>Erfolg findet man daher nicht in der Schule, sondern in den sozialen Netzwerken. Das ist der neue Weg f\u00fcr viele junge Leute, Erfolg zu haben. Und das Ziel bei diesen Medien ist es, gesehen zu werden und viele Zuschauer zu haben. Die jungen Leute wollen \u201eInfluencer\u201c sein. Das ist zu einem Wettbewerb geworden, und das Negative dabei ist, da\u00df einige von ihnen von Firmen, die Verk\u00e4ufer brauchen, f\u00fcr Werbung benutzt werden &#8211; teilweise sogar gegen ihren Willen. Diese Firmen locken sie damit an, da\u00df sie Geld verdienen k\u00f6nnen, indem sie Produkte verkaufen, zum Beispiel Kosmetik, Kleidung, Getr\u00e4nke. Stellen Sie sich vor: Die sehr bekannten Influencer k\u00f6nnen 20.000 Dollar f\u00fcr ein paar Minuten Video bekommen, und einige von ihnen sind noch nicht einmal 18 Jahre alt, so da\u00df die Eltern beteiligt sind. Einige von ihnen sind sehr gl\u00fccklich \u00fcber dieses Geld, wegen der Arbeitslosigkeit. Das ist also eine gro\u00dfe Herausforderung.<\/p>\n<p>Aber ich stelle mir die Frage: Wer gewinnt, wer verdient wirklich daran? Selbst wenn sie dieses Geld bekommen, benutzen die Unternehmen diese jungen Leute, um Dinge zu verkaufen, und sie sparen Steuern und L\u00f6hne, indem sie die Werbung an Subunternehmer auslagern. Das ist ein gro\u00dfer Vorteil f\u00fcr diese Unternehmen, weil sie durch diese Videos mehr Menschen erreichen, als wenn sie in den U-Bahnstationen werben, weil sie sich so schnell im Internet verbreiten.<\/p>\n<p>Vielleicht kennen Sie Edward Bernays\u2019 (1891-1995) Schriften \u00fcber Propaganda: Er hat bereits das Konzept der Werbung entwickelt, diese Idee, Menschen zu kommerzialisieren, praktisch Menschen zu verkaufen.<\/p>\n<p>Eines der beliebtesten Hobbys der Jugend ist heute TikTok. TikTok ist eine der Hauptbesch\u00e4ftigungen von Kindern. Ich wei\u00df nicht, wie viele Millionen junge Menschen dieses Netzwerk abonniert haben. Viele junge Leute tanzen, man mu\u00df es schaffen, eine perfekte Tanzbewegung auf dem Video zu machen, die Anwendung hochzuladen und das Video zu teilen. Man kann das immer und immer wieder \u00fcben, bevor man es teilt. Und so wiederholen sie alle st\u00e4ndig diese Bewegungen. Jetzt gibt es Kinder im Klassenzimmer oder zu Hause, die diese Bewegungen immer wieder unbewu\u00dft ausf\u00fchren, es ist also eine Art Robotisierung der K\u00f6rperbewegung. Der Geist wird ausgeschaltet und das Gehirn wird programmiert.<\/p>\n<p>Das gleiche sehen wir mit Facebook oder Instagram, mit Selfies und Stories. Die Menschen teilen mehr und mehr ihre Bilder mit anderen, wenn sie reisen, aber letztendlich ist es in dem Moment nicht sie, sondern ihr Facebook-Konto, das diese L\u00e4nder besucht. Schlie\u00dflich werden die Menschen Sklaven der sozialen Netzwerke.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte man auch \u00fcber die jungen Leute sagen, die Influencer sein wollen. Sie sind tragikomische F\u00e4lle, einige behaupten vielleicht sogar, da\u00df sie ihre Kreativit\u00e4t entwickeln, solchen Argumenten begegnet man oft.<\/p>\n<p>Eine andere Art von Influencern erscheint vielleicht respektabler, weil sie gr\u00f6\u00dfere F\u00e4higkeiten und Kompetenzen haben. Ich rede von denen, die eine Chance haben, eine bessere Ausbildung zu erhalten, und die Firmengr\u00fcnder werden m\u00f6chten, so wie Steve Jobs, Bill Gates oder Elon Musk. Und das Problem ist, da\u00df selbst in dieser Welt der Startups, der kleinen, neugegr\u00fcndeten Unternehmen, die dort heranwachsen, eine Falle besteht. Denn man braucht am Anfang viel Geld, und die Finanzen kommen von den gro\u00dfen Unternehmen. Wer am Anfang kein Geld hat, das er investieren kann, mu\u00df sich den gro\u00dfen Unternehmen wie Google und Microsoft unterwerfen und f\u00fcr sie arbeiten.<\/p>\n<p>In Frankreich gibt es etwas, was kurz \u201eStation F\u201c genannt wird, das ist ein Gr\u00fcnderzentrum. Da gehen viele junge Leute hin, die mit einem Unternehmen beginnen wollen, und um dort hinein zu kommen, m\u00fcssen Sie Miete zahlen, Sie m\u00fcssen Zugang zu Auftr\u00e4gen haben, und deshalb sind sie oft abh\u00e4ngig von einem der gro\u00dfen \u201eGAFAM\u201c &#8211; Google, Apple, Facebook, Amazon und Microsoft. Und wenn sie klug genug sind, etwas Neues zu entwickeln, wird ihnen die gro\u00dfe Firma helfen, aber dann sind sie von diesen Unternehmen abh\u00e4ngig. Diese gro\u00dfen Unternehmen nutzen also ihre Kompetenz aus, indem sie so die Forschung und Entwicklung auslagern &#8211; wie wir es bei der Werbung gesehen haben &#8211; und eine Menge Geld sparen.<\/p>\n<p>All dies stellt das soziale Modell unserer Volkswirtschaften in Frage, ganz abgesehen vom Gemeinsinn, und es f\u00fchrt zu einer Haltung \u201eJeder ist sich selbst der N\u00e4chste\u201c. Die eigentliche Frage ist: Woher sollen die inspirierenden Genies von Morgen kommen, die informierten Politiker? Denn heute gibt es viele Politiker, die entmutigend sind, sie zeigen viel Mittelm\u00e4\u00dfigkeit.<\/p>\n<p>Wer also wirklich diese Kreativit\u00e4t entwickeln will, die viele junge Leute in Tik-Tok oder Startups suchen, der sollte damit anfangen, sich unserem Chor anzuschlie\u00dfen, wenn er die Kreativit\u00e4t in der Kunst sucht, und er sollte studieren, wie Kepler das Sonnensystem entdeckt hat. An diesen Dingen arbeiten wir, das pr\u00e4gt unsere F\u00e4higkeit, zum Beispiel die Vier Gesetze zu verstehen, die LaRouche entwickelt hat. Und damit m\u00f6chte ich Ihnen danken.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><em><strong>Lissie Brobjerg, <\/strong>Schiller-Institut, Vereinigte Staaten<br \/>\n<\/em>\u201eSind Sie eine gro\u00dfe geologische Kraft?\u201c<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>\u201eDie No\u00f6sph\u00e4re ist ein neues geologisches Ph\u00e4nomen auf unserem Planeten. In ihr wird der Mensch zum ersten Mal zu einer umfassenden geologischen Kraft. Er kann und mu\u00df seine Lebensumwelt durch seine Arbeit und sein Denken neu aufbauen, sie im Vergleich mit der Vergangenheit radikal umgestalten. Vor ihm er\u00f6ffnen sich gr\u00f6\u00dfere und umfassendere sch\u00f6pferische M\u00f6glichkeiten.\u201c (<em>Wladimir Wernadskij)<\/em><\/p>\n<p>Was wird Ihre Rolle bei der geologischen Gestaltung der Zukunft sein? Wie werden zuk\u00fcnftige Geologen in ihren Studien \u00fcber geologische Ph\u00e4nomene die unwiderlegbare Spur Ihres Lebens sehen? Wird der Boden nur Ihre biologischen \u00dcberreste offenbaren &#8211; oder eine gro\u00dfe poetische geologische Kraft?<\/p>\n<p>Wernadskij revolutionierte das Studium der Natur des Lebens. Als er die chemische Zusammensetzung des Bodens untersuchte, entdeckte er, da\u00df alle Organismen eine Wanderung von Atomen erzeugen, die den K\u00f6rper durch Atmung, Stoffwechselaktivit\u00e4t und Fortpflanzung durchlaufen. Dieser Proze\u00df neigt dazu, sich in h\u00f6chstem Ma\u00dfe zu manifestieren. Zudem weist die Evolution der Arten eine Richtung auf, die nicht zuf\u00e4llig ist, sondern die biogene Wanderung der Atome verst\u00e4rkt. Betrachtet man die Anh\u00e4ufung von Fossilien und das Leben im Ozean, so erkennt man im Laufe der geologischen Zeit eine stetige Zunahme der Biomasse, des Fleischgehalts (k\u00f6stlichere Meeresfr\u00fcchte), der Zunahme der Biomasse, der Stoffwechselaktivit\u00e4t, der energetischen Lebensweise (wie Pr\u00e4dation und Schwimmf\u00e4higkeit) und des Nahrungsangebots. Sehen wir uns einige Beispiele daf\u00fcr an.<\/p>\n<p>Vor 400 Millionen Jahren dominierte die Schwammklasse <em>Sclerospongia<\/em>. Danach nahm sie ab und die Klassen <em>Demospongia <\/em>(Hornkieselschwamm) und <em>Hexactinnellida<\/em> (Glasschwamm) \u00fcbernahmen die Vorherrschaft. Das lebende Gewebe der alten Klasse beschr\u00e4nkte sich auf eine d\u00fcnne Schicht au\u00dferhalb eines zweidimensionalen Skeletts, die neuen Klassen hatten aufrechte, ineinandergreifende dreidimensionale Skelettstrukturen entwickelt, die es ihnen erm\u00f6glichten, Meeresgebiete mit starker Str\u00f6mung zu besiedeln, die Wasserstr\u00f6mung zur Ern\u00e4hrung zu nutzen und dadurch ihre biogene Migration zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Die vorherrschenden Korallen waren zu der gleichen Zeit die Ordnungen <em>Tabulata <\/em>und <em>Rugosa. <\/em>Nachdem sie ausstarben, wurde die Ordnung <em>Scleratinia <\/em>(Steinkorallen) die vorherrschende Koralle. W\u00e4hrend die alten Ordnungen kaum in der Lage waren, sich am Tr\u00e4germaterial anzuheften, was sie anf\u00e4llig f\u00fcr St\u00f6rungen machte, konnte <em>Scleratinia<\/em> durch die F\u00e4higkeit, sich am Tr\u00e4germaterial festzuhalten und gro\u00dfe Kolonien zu bilden, selbst schwere St\u00fcrme \u00fcberleben. Solche Gemeinschaften gingen eine Symbiose mit Mikroorganismen ein, die es ihnen erm\u00f6glichte, in n\u00e4hrstoffarmen Umgebungen zu \u00fcberleben. Auch in <em>Brachiopoda <\/em>(Armf\u00fc\u00dfer)<em>.<\/em><\/p>\n<p>Dies sind Beispiele daf\u00fcr, da\u00df das Leben auf maximale Gestaltung und Evolution ausgerichtet ist, gesteuert durch die Zunahme der biogenen Migration von Atomen in der Biosph\u00e4re. Die Noosph\u00e4re, der Bereich des menschlichen Geistes, ist in der Lage, diese Zunahme \u00fcber Kognition statt \u00fcber die Biologie zu steuern. In den Worten Werndskijs: Seit dem Erscheinen der zivilisierten Menschheit vor Zehntausenden von Jahren \u201ewandelt sich das Antlitz der Erde und die unber\u00fchrte Natur verschwindet\u201c. Durch unser Denken sind wir wie keine andere Gattung in der Lage, die chemische Zusammensetzung des Universums durch au\u00dfergew\u00f6hnliche individuelle Beitr\u00e4ge zu ver\u00e4ndern, und das schon \u00fcber kurze Zeitr\u00e4ume.<\/p>\n<p>Soll sich also Ihr Leben haupts\u00e4chlich in der Biosph\u00e4re oder in der Noosph\u00e4re abspielen?<\/p>\n<p>Was w\u00fcrde Shakespeare sagen?<\/p>\n<p>\u201eBist viel zu sch\u00f6n, dem eignen Selbst zu sterben;<br \/>\ndrum mach die W\u00fcrmer nicht zu deinen Erben.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Areej Atef, <\/em><\/strong><em>Vizepr\u00e4sidentin des Bildungsausschusses des BRICS-Jugendparlaments, Sana&#8217;a, Jemen<br \/>\n<\/em>\u201eDie Jugend der Welt steht zwei Weltsystemen gegen\u00fcber: Das Alte und das Neue\u201c<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Ich danke Ihnen, da\u00df Sie mir die Gelegenheit geben, mit Ihnen \u00fcber die Jugend in der Gegenwart und in der Zukunft zu sprechen. Ich bin Areej Atef, Vizepr\u00e4sidentin des Bildungsausschusses im BRICS-Jugendparlament. Die Erfahrung, die wir im BRICS-Jugendparlament gesammelt haben, hat uns die F\u00e4higkeit verliehen, zwei Weltsysteme zu erkennen: das alte und das neue. Alles verf\u00fcgbare Wissen \u00fcber LaRouches \u201ef\u00fcnf Schl\u00fcssel\u201c, die BRICS-L\u00e4nder und ihre Definition hat den Jemen erreicht &#8211; in englischer und in arabischer Sprache.<\/p>\n<p>Ich bin im BRICS-Jugendparlament f\u00fcr die Gesundheitserziehung verantwortlich, und ich vertraue darauf, da\u00df alle jungen Menschen beiderlei Geschlechts den Willen haben, sich dem Krieg gegen politische Viren zu stellen, so wie sie t\u00f6dlichen Viren begegnen w\u00fcrden. Dazu dient die richtige Gesundheitserziehung, die auf der physischen \u00d6konomie aufbaut, wie wir sie von dem verstorbenen Lyndon LaRouche gelernt haben.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte etwas zur Sch\u00f6nheit des Jemen sagen: Die Zivilisation des Jemen hat einen wunderbaren Duft. Diese Zivilisation ist die Identit\u00e4t, die die Berichte (<em>der LaRouche-Organisation, Red.<\/em>) \u00fcber das \u201eGl\u00fcckliche Wirtschaftswunder\u201c ausgel\u00f6st hat, weil dies die Verbindung des alten Weihrauchhandels mit der Neuen Seidenstra\u00dfe ist. Es handelt sich um einen Musterbericht, dessen Regeln alle L\u00e4nder befolgen sollten.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich Ihnen mitteilen, da\u00df wir am kommenden Dienstag [30.6. 2020] den Weltparlamentariertag begehen werden. Die Welt feiert diesen Tag seit 2018, damit die Entwicklung der parlamentarischen Arbeit gef\u00f6rdert werden kann. Wenn die Welt diesen Tag feiert, sollte die Blockade des Jemen durch das Feindb\u00fcndnis aufgehoben werden, damit wir die Ziele der nachhaltigen Entwicklung national und international erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong><em>Jose Vega,<\/em><\/strong><em> Bronx, NY<br \/>\n<\/em>\u201e\u00dcber Sternen mu\u00df er wohnen: Ein neues Weltraum-CCC\u201c<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Ich m\u00f6chte mit einem Zitat von Schiller beginnen, das sp\u00e4ter von Beethoven vertont wurde:<\/p>\n<p>Seid umschlungen Millionen!<br \/>\nDiesen Ku\u00df der ganzen Welt!<br \/>\nBr\u00fcder &#8211; \u00fcberm Sternenzelt<br \/>\nmu\u00df ein lieber Vater wohnen.<br \/>\nIhr st\u00fcrzt nieder, Millionen?<br \/>\nAhndest du den Sch\u00f6pfer, Welt?<br \/>\nSuch\u2019 ihn \u00fcberm Sternenzelt,<br \/>\n\u00fcber Sternen mu\u00df er wohnen.<\/p>\n<p>Ich glaube, nicht einmal Beethoven war sich dessen bewu\u00dft, aber er hatte schon lange vor Kennedy ein Weltraumprogramm im Kopf. Beethovens gesamte 9. Sinfonie dient dazu, mit Hilfe der klassischen Komposition die Ideen und das Wesen von Schillers Gedicht zu entwickeln, n\u00e4mlich die Sch\u00f6nheit der Menschheit nach dem Bild des Sch\u00f6pfers. Beethoven f\u00fchlte sich unglaublich herausgefordert, dieses Gedicht zu vertonen. Er sagte, vielleicht sei es gar nicht m\u00f6glich, eine Symphonie zu schaffen, die so sch\u00f6n ist wie das Gedicht. Beethovens Komposition der 9. Sinfonie \u00e4hnelt insofern dem Apollo-Raumfahrtprogramm, als sie vom Komponisten neue kreative Entdeckungen verlangte, die eine solche Komposition \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich machen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>In unserem Bestreben, einen liebenden Vater \u00fcber dem Sternenhimmel zu suchen, m\u00fcssen wir neue Entdeckungen machen, die es uns erm\u00f6glichen, weiter und schneller als je zuvor voranzukommen. Aber was braucht es, um dies tats\u00e4chlich zu erreichen? Martin Luther King schrieb in seinem Brief aus einem Gef\u00e4ngnis in Birmingham: \u201eDer menschliche Fortschritt rollt nie auf R\u00e4dern der Unvermeidlichkeit heran; er kommt durch den unerm\u00fcdlichen Einsatz von Menschen, Mitarbeiter Gottes zu werden, und ohne diese harte Arbeit wird die Zeit selbst zu einem Verb\u00fcndeten der Kr\u00e4fte der sozialen Stagnation.\u201c Was bedeutet das, Mitarbeiter Gottes zu sein? Es verlangt, da\u00df man alles einsetzt, was man hat, egal wie gro\u00df oder klein es ist. Das erfordert gro\u00dfes Denken, das Gegenteil von Kleinkariertheit.<\/p>\n<p>Denken wir an die \u00e4rmsten Bezirke in den Vereinigten Staaten, mit den h\u00f6chsten COVID-\u00dcbertragungs- und Infektionsraten, dem h\u00f6chsten Armutsanteil und den meisten Drogenkonsumenten und auch der h\u00f6chsten Zahl an \u201eunentbehrlichen Besch\u00e4ftigten\u201c. Wie soll jemand, der unter diesen Bedingungen lebt, mir glauben, wenn ich ihm sage, da\u00df die Menschheit gr\u00f6\u00dfer ist als das und da\u00df in ihm das Potential f\u00fcr Gro\u00dfes steckt? Ehrlich gesagt, wir haben alle keine Wahl mehr. Sie m\u00fcssen mir glauben, denn wenn sie es nicht tun, werden Amerika und die ganze Welt um sie herum kollabieren. Der Kampf f\u00fcr eine ehrliche Zukunft beginnt bei denen, die sie am meisten brauchen. Denn in ihnen beginnt die wirkliche Zukunft.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen eine Politik nach dem Vorbild des New Deal fordern, eine neue Art von Civil Conservation Corps (<em>Besch\u00e4ftigungsprogramm f\u00fcr junge Amerikaner unter Pr\u00e4sident F.D. Roosevelt, Red.<\/em>), das sich Space Civilization Construction Corps nennen wird. Darin kann jeder zwischen 18 und 26 Jahren sein gottgegebenes Recht nutzen, seine kreativen F\u00e4higkeiten zu entwickeln, um eine Zukunft hervorzubringen, die diesen Namen verdient.<\/p>\n<p>Stellen wir uns vor, Leute, die dieses Programm durchlaufen, sind jetzt dabei, in ihren Gemeinden Krankenh\u00e4user zu bauen, in denen noch lange nach ihrem Tod Millionen von Menschen geboren werden, oder Schulen, in denen diese Millionen eine \u00e4hnliche Ausbildung wie sie selbst erhalten. Diese Menschen arbeiten auch daran, Kraftwerke mit einer so hohen Energieflu\u00dfdichte zu entwickeln, da\u00df das Verschicken einer monatlichen Stromrechnung teurer w\u00e4re als der Strom, der Ihr Haus versorgt. Aber dann gehen sie aus ihren Heimatgemeinden und sogar ihrem Heimatland hinaus. Wenn sie \u00e4lter werden und \u00fcberall auf der Welt andere Programme umgesetzt werden, werden sie Lehrer, die ihr Wissen weitergeben, so da\u00df diejenigen, die sie unterrichten, dann f\u00fcr die Welt das tun k\u00f6nnen, was die urspr\u00fcngliche Gruppe f\u00fcr ihr Land getan hat. Ich bin ziemlich \u00fcberzeugt, da\u00df Martin Luther King mir zustimmen w\u00fcrde, wenn ich sage, da\u00df dies eine der h\u00f6chsten Formen der Gewaltlosigkeit ist.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mit einem Zitat aus Beethovens Chorfantasie schlie\u00dfen: \u201eWenn sich Lieb&#8216; und Kraft verm\u00e4hlen, lohnt den Menschen G\u00f6tter-Gunst.\u201c Sind Sie nach dem Gesagten bereit, Mitarbeiter Gottes zu werden?<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Videoeinladung zum <strong>Jugendaktionstag<\/strong>\u00a0<em>&#8222;Schafft ein Weltraum-Jugendkorps zur Erhaltung der Zivilisation!&#8220;<\/em><\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier den Text lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>An der Ecke der 140th Street und St. Anne\u2019s Avenue [in New York] finden Sie die St. Anne\u2019s-Kirche, eine Kirche, die dort seit 1841 steht. Dort liegt Gouverneur Morris begraben, einer unserer Gr\u00fcnderv\u00e4ter, der die Verfassung und die Pr\u00e4ambel mit verfa\u00dft hat und mit Hamilton f\u00fcr die \u00c4chtung der Sklaverei k\u00e4mpfte.<\/p>\n<p>Ich habe Morris besucht, weil ich glaube, da\u00df wir seine Heimatstadt aus \u00e4rmsten Verh\u00e4ltnissen herausholen und zu einem Raumfahrtzentrum machen k\u00f6nnen, wo Menschen im Alter von 18 bis 26 Jahren daf\u00fcr verantwortlich sind, da\u00df jeden Tag Raketenstarts ins All stattfinden.<\/p>\n<p>Das ist keine neue Idee, sondern nur die Variation einer Ma\u00dfnahme, die schon einmal angewendet wurde. Sie geht zur\u00fcck auf die Zeit, als Roosevelt das Civil Conservation Corps (CCC) gr\u00fcndete, als eines von vielen Arbeitsprogrammen als Teil des New Deal, der die Produktionskapazit\u00e4ten der Vereinigten Staaten v\u00f6llig umgestaltete und eine neue Generation von Facharbeitern schuf. Am CCC nahmen insgesamt drei Millionen Menschen teil, im Durchschnitt etwa 300.000 Menschen pro Jahr. Darunter waren etwa 5% der jungen M\u00e4nner des Landes, die sich f\u00fcr das Programm angemeldet haben, das etwa 3.000.000 Personen umfa\u00dfte.<\/p>\n<p>Aber ich spreche nicht von irgendeinem gew\u00f6hnlichen Hilfsprogramm, sondern von einem, das buchst\u00e4blich die Menschheit von der Erde in das Universum hebt und dar\u00fcber hinaus, in Form eines neuen, revolution\u00e4ren<em> Space Civilization Construction Corps<\/em>. Die Jugend braucht eine neue Inspiration in ihrem Leben, in Form einer nationalen Mission, die uns zur\u00fcck auf den Mond und schlie\u00dflich zum Mars und dar\u00fcber hinaus f\u00fchrt, wie es NASA-Chef Jim Bridenstine im Artemis-Programm dargestellt hat.<\/p>\n<p>Die amerikanische Jugend wird im Rahmen dieses Programms an den Grenzen der wissenschaftlichen Forschung stehen und Teil einer Arbeitswelt werden, die die Produktivit\u00e4t vollst\u00e4ndig umwandeln wird, in dem neue F\u00e4higkeiten bei der Herstellung, Verarbeitung und anderen Formen der Arbeit entwickelt werden. Das war die Absicht von Gouverneur Morris, als er die Pr\u00e4ambel der Verfassung der Vereinigten Staaten schrieb.<\/p>\n<p>Die Menschheit steht vor einer gro\u00dfen Mission, einer Mission, von der man noch in Hunderten von Jahren sprechen wird. Das ist das Gemeinwohl. Das sind die Vereinigten Staaten, die nicht als ein Ort auf der Landkarte begonnen haben, sondern als eine Idee in den K\u00f6pfen der gr\u00f6\u00dften Denker der Geschichte, die ihr Leben der Verbesserung des Lebensstandards von Menschen widmeten, die weit nach ihnen leben w\u00fcrden.<\/p>\n<p><em>Das Video endet mit einer Filmaufnahme des Starts der Apollo-11-Mission: <\/em><\/p>\n<p>\u201eNull! Alle Triebwerke laufen. Liftoff! Liftoff, 32 Minuten nach der vollen Stunde. Liftoff von Apollo 11!\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Der heute 82j\u00e4hrige <strong>Theo Mitchell<\/strong>, ehemaliger Landessenator in S\u00fcd-Carolina, sagte im Rahmen der Abschlu\u00dfdiskussion der Internetkonferenz des Schiller-Instituts am 27. Juni 2020 folgendes:<br \/>\n&#8222;Rehabilitiert Lyndon LaRouche!&#8220;<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Hier die Rede lesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Ich danke Ihnen, danke vielmals. Ich m\u00f6chte meiner guten Freundin Helga meinen Respekt und meine Hochachtung zollen f\u00fcr den Mut, dieses Podium, diese Konferenz einzuberufen &#8211; und nat\u00fcrlich Lyn, meinem langj\u00e4hrigen Freund, meine Anerkennung f\u00fcr seinen Beitrag und seine Weitsicht und seine Perspektive, die auch heute noch g\u00fcltig ist. Es macht wirklich stutzig, zu sehen, da\u00df wir in einer Zeit und unter einer Regierung leben, die kaum Interesse daran hat, das Richtige zu tun, ganz besonders f\u00fcr die Rehabilitierung von Lyndon LaRouche.<\/p>\n<p>Ich bin schon seit geraumer Zeit f\u00fcr das Schiller-Institut aktiv. Wir haben uns mit der \u201eOperation Fruehmenschen\u201c und den Menschenrechtsverletzungen gegen\u00fcber Lyndon besch\u00e4ftigt. Die Operation Fruehmenschen richtete sich bekanntlich gegen die afroamerikanischen Mandatstr\u00e4ger. Es ist uns gelungen, sie zum Stillstand zu bringen, zu stoppen. Man wei\u00df nicht, wof\u00fcr Lyn den Preis bezahlt hat, er war ja unschuldig inhaftiert. Das war Machtmi\u00dfbrauch. Der ehemalige Generalstaatsanwalt Ramsey Clark sagte, es sei der chronischste Fall von Mi\u00dfbrauch des sogenannten Justizsystems, den er je gesehen habe. Und dieser Mann war fr\u00fcher als Justizminister in der Regierung im Amt. Deshalb sprach er sich zur Unterst\u00fctzung von Lyn aus. Das taten wir alle.<\/p>\n<p>Wir sind alle gl\u00fccklich zu wissen, da\u00df es so viele junge Menschen gibt, die jetzt Teil dieser Saga sind. Es gibt viel zu tun, aber wir m\u00fcssen immer daran denken: Um die Gerechtigkeit, die Lyn verdient, und seine Rehabilitierung zu erlangen, m\u00fcssen wir Menschen f\u00fcr den Dienst f\u00fcr diese Welt rekrutieren. Wie k\u00f6nnen wir handeln, wenn es immer noch Mi\u00dfbrauch gibt? Ganz gleich, wor\u00fcber Sie sprechen, was die Vier-M\u00e4chte-Konferenzen betrifft, die da oben werden keinen Cent und keine Zeit f\u00fcr Lyndon LaRouche geben, besonders nicht diese Regierung. Das ist ein Programm, das wir auf keinen Fall vergessen d\u00fcrfen. Es ist etwas, an dem wir weiter arbeiten m\u00fcssen. Offensichtlich gibt es Mi\u00dfbrauch bei der Polizei &#8211; George Floyd und der Fall in Atlanta, Herr Ahmaud Arbery, das ist Mi\u00dfbrauch. Der schwarze Mann ist immer noch zum Abschu\u00df freigegeben. Daher frage ich dieses angesehene Gremium, welche Vorschl\u00e4ge Sie haben, wenn \u00fcberhaupt, um uns zu retten? Ich danke Ihnen. Rehabilitieren Sie unseren guten Freund Lyndon H. LaRouche junior!<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer ganzt\u00e4gigen Konferenz mit rund zwei Dutzend Rednern und Diskussionsteilnehmern in drei Vortragsrunden befa\u00dfte sich das Schiller-Institut am 27.6. mit den dringenden Problemen, derer sich die Staatschefs der wichtigsten Weltm\u00e4chte auf Sondergipfeln annehmen m\u00fcssen. 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