{"id":59471,"date":"2020-05-23T02:38:49","date_gmt":"2020-05-23T00:38:49","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2020\/05\/23\/stop-the-hunger-pandemic-save-farmers-deliver-the-food\/"},"modified":"2020-05-26T21:08:23","modified_gmt":"2020-05-26T19:08:23","slug":"stop-the-hunger-pandemic-save-farmers-deliver-the-food","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/05\/23\/stop-the-hunger-pandemic-save-farmers-deliver-the-food\/","title":{"rendered":"Stoppt die Hungerpandemie! Rettet die Landwirtschaft! Produziert Nahrungsmittel!"},"content":{"rendered":"<p><em>Die Landwirte-Kommission des internationalen Schiller-Instituts ver\u00f6ffentlichte am 20. Mai den folgenden Aufruf.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>\u201eWeltweit k\u00f6nnten in diesem Jahr bis zu 300.000 Menschen pro Tag durch Hungersnot sterben, wenn wir nicht eine Lebensmittelmobilisierung in Gang setzen, um dies zu stoppen. Dieses drohendes Unheil \u00fcbersteigt bei weitem die 315.000 Todesopfer, die bisher durch COVID-19 zu beklagen waren. Wir stehen vor einer Hungerpandemie ,biblischen Ausma\u00dfes&#8216;,\u201c erkl\u00e4rte David Beasley, Generaldirektor des UN-Weltern\u00e4hrungsprogramms (WFP) am 21. April in einer Warnung an den UN-Sicherheitsrat.<\/p>\n<p>Gleichzeitig vernichten die Farmer in den USA massenhaft ihre Viehbest\u00e4nde, ihre Milch und andere Nahrungsmittel. Bis September k\u00f6nnten dort 10 Mio. Schweine get\u00f6tet worden sein. Millionen von Eiern und H\u00fchnern wurden bereits vernichtet und Millionen Gallonen Milch weggesch\u00fcttet. Es ist nur zu gut bekannt, warum die Farmer dazu gezwungen sind, und dennoch l\u00e4\u00dft man es zu. Die Farmer selbst stehen vor dem Ruin, und das nicht nur in den USA. Dies mu\u00df aufh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Wir brauchen ein Sofortprogramm, um die Landwirte und die landwirtschaftlichen Kapazit\u00e4ten zu retten, damit Nahrungsmittel an alle geliefert werden k\u00f6nnen, die sie brauchen. Im Zuge dieser Notmobilisierung k\u00f6nnen wir die Abschaffung des globalistischen Kartellsystems einleiten, das die eigentliche Ursache f\u00fcr Seuchen und Verknappung ist. Die Politik hat versagt. An dieser Katastrophe ist nichts \u201eNat\u00fcrliches\u201c.<\/p>\n<p>In Afrika und S\u00fcdasien fallen Heuschrecken in einer zweiten Verw\u00fcstungswelle \u00fcber die Anbaufl\u00e4chen her, was l\u00e4ngst absehbar war und h\u00e4tte aufgehalten werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wenn diese Zerst\u00f6rung anhalten darf. Landwirte wollen Nahrungsmittel produzieren. Millionen von Menschenleben stehen auf dem Spiel.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Rettet die Landwirte, stoppt die Vernichtung von Lebensmitteln!<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>In den Vereinigten Staaten befinden sich die Schlachtkapazit\u00e4ten des Landes <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=4ZErz372yuk\" target=\"_blank\">in der Hand eines Kartells von f\u00fcnf multinationalen Nahrungsmittelkonzernen<\/a>, wo in weniger als 300 riesigen Schlachtanlagen 80% des Fleisches verwertet wird, w\u00e4hrend aus weiteren 2.000 Anlagen nur 20% kommen. Noch vor 30 Jahren waren mehr als 9.000 Anlagen aller Gr\u00f6\u00dfenordnungen in Betrieb. Die Arbeiter in den heutigen Mega-Anlagen sind unterbezahlt, arbeiten unter sklaven\u00e4hnlichen Bedingungen, haben meist keine Papiere und sind versch\u00fcchtert.<\/p>\n<p>Die Situation ist die gleiche in Deutschland, in Spanien, Brasilien und vielen anderen L\u00e4ndern. In Deutschland wurden im Mai gro\u00dfe Schlachtbetriebe in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen wegen COVID-19-Infektionen geschlossen, Hunderte von Arbeitern erkrankten, andere wurden in ihren sch\u00e4bigen Unterk\u00fcnften unter Quarant\u00e4ne gestellt &#8211; meist niedrig bezahlte Arbeitskr\u00e4fte aus Ungarn, Bulgarien und Polen. Ihre Lage ist \u00fcberall typisch f\u00fcr das globale Fleischkartell.<\/p>\n<p>Als sich COVID-19 in den riesigen US-Fleischverarbeitungsbetrieben verbreitete, wurden Tausende von Arbeitern infiziert; Dutzende sind gestorben. Die Fabriken wurden geschlossen. Am 27. April wurden sie per Regierungsanordnung &#8211; unter neuen Sicherheitsbestimmungen &#8211; wiederer\u00f6ffnet, aber von der Regierung wurden keine weiteren Schritte eingeleitet. Auch die Unternehmen ergriffen keine geeigneten Ma\u00dfnahmen. Dutzende Schlachth\u00f6fe bleiben geschlossen oder wurden nur teilweise wiederer\u00f6ffnet. Der R\u00fcckstau an \u201egestrandeten\u201c, marktreifen Tieren geht in die Millionen. Die Landwirte haben keine M\u00f6glichkeit, ihre schlachtreifen Tiere weiter zu versorgen, und erhalten keinen Ersatz f\u00fcr ihre Verluste. Die Selbstmordrate in den Agrarregionen sind die h\u00f6chsten im ganzen Land. Die USA werden in den kommenden Monaten ein Viertel oder mehr ihrer landwirtschaftlichen Betriebe und Viehz\u00fcchter verlieren.<\/p>\n<p>Gravierende St\u00f6rungen gibt es bei Milch und anderen verderblichen G\u00fctern, deren Verarbeitung und Vermarktung ebenfalls von den Kartellen kontrolliert werden und auf gleiche unsichere Weise konzentriert sind.<\/p>\n<p>Sofortma\u00dfnahmen m\u00fcssen umgehend ergriffen werden! In den USA bedeutet dies sofortige Finanzhilfen des Bundes an die Landwirte und das Eingreifen des Army Corps of Engineers, der Federal Emergency Management Agency und anderer Beh\u00f6rden, um alle lebensmittelverarbeitenden Einrichtungen zu desinfizieren und neu aufzustellen, damit sie sicher und optimal arbeiten k\u00f6nnen. Angemessene Arbeitsbedingungen m\u00fcssen geschaffen und entsprechende L\u00f6hne bezahlt werden. Zus\u00e4tzliche Arbeitsteams m\u00fcssen eingestellt werden. Kredite und Zusch\u00fcsse f\u00fcr Erweiterungskapazit\u00e4ten m\u00fcssen bereitgestellt werden. Zus\u00e4tzliche Gefrier- und Lagerkapazit\u00e4ten k\u00f6nnen in geschlossenen Einrichtungen wie Schulen geschaffen werden.<\/p>\n<p>Es geht darum, so viele Nahrungsmittel wie m\u00f6glich vor der Zerst\u00f6rung zu retten und Landwirte und Viehz\u00fcchter \u00fcberall auf der Welt zu sch\u00fctzen. Lebensmittel m\u00fcssen dorthin kommen, wo sie gebraucht werden. Die Milcherzeugung befindet sich in der Krise. Erweitern wir alle M\u00f6glichkeiten, Milch mit l\u00e4ngerer Haltbarkeit und Verteilung zu verarbeiten, einschlie\u00dflich K\u00e4se, Milchpulver und ultrahocherhitzte pasteurisierte Produkte. Die Farmer m\u00fcssen angemessen bezahlt und die Herden erhalten werden. Es gibt keine \u201eSchwemme\u201c &#8211; weder bei Milch, Schweinefleisch, Getreide, noch irgendeinem anderen Nahrungsmittel, wie uns das Gerede von den \u201efreien M\u00e4rkten\u201c glauben machen will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Nahrungsmittelhilfen und Verdoppelung der landwirtschaftlichen Kapazit\u00e4ten<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Schon vor der COVID-19-Pandemie mu\u00dften 821 Mio. Menschen auf der Welt ohne zuverl\u00e4ssige t\u00e4gliche Nahrung auskommen, was gew\u00f6hnlich als \u201eErn\u00e4hrungsunsicherheit\u201c bezeichnet wird. Das Weltern\u00e4hrungsprogramm (WFP) lieferte Nahrungsmittelhilfe direkt an 100 Mio. Menschen, die ohne diese Hilfe umkommen w\u00fcrden. Inzwischen geht das WFP davon aus, da\u00df die Zahl der Menschen mit akutem Nahrungsmittelbedarf in diesem Jahr auf bis zu 265 Mio. und m\u00f6glicherweise noch viel mehr ansteigen wird. Davon leben 194 Mio. in 37 afrikanischen L\u00e4ndern; 62 Mio. in 10 asiatischen L\u00e4ndern; und 33 Mio. in 6 L\u00e4ndern S\u00fcdamerikas und der Karibik.<\/p>\n<p>Die Produktion mu\u00df angekurbelt werden. Der Umfang an Nahrungsmittelhilfen f\u00fcr diese Anzahl von Menschen betr\u00e4gt 50 Mio. Tonnen, nur auf die Getreidemenge bezogen. Dies entspricht 20% des in den letzten Jahren auf dem Weltmarkt gehandelten Getreides. Die Landfl\u00e4che, die ben\u00f6tigt wird, um so viel Getreide zu produzieren, entspricht der Gr\u00f6\u00dfe Belgiens. Es m\u00fcssen mehr Nahrungsmittel angebaut werden. Das WFP hat in diesem Jahr einen Aufruf f\u00fcr Nahrungsmittelhilfe in H\u00f6he von 12 Mrd.$ herausgegeben, was weit \u00fcber dem letztj\u00e4hrigen Aufruf von 8 Mrd.$ liegt. Aber selbst wenn die Mittel auf wundersame Weise zusammenkommen sollten, wird es \u00fcberhaupt gen\u00fcgend Nahrungsmittel geben?<\/p>\n<p>Setzen wir uns f\u00fcr das Ziel ein, die weltweite Nahrungsmittelproduktion so bald wie m\u00f6glich zu verdoppeln. Statt der derzeitigen j\u00e4hrlichen Getreideernte von 2,5-2,7 Mrd. Tonnen mu\u00df die Welternte auf 5 Mrd. Tonnen gesteigert werden, um allen Menschen eine qualitativ hochwertige Ern\u00e4hrung zu bieten, das Bev\u00f6lkerungswachstum zu unterst\u00fctzen und Nahrungsmittelreserven anzulegen.<\/p>\n<p>Das Schiller-Institut hatte dies bereits vor zw\u00f6lf Jahren gefordert, und w\u00e4ren diese Ziele erreicht worden, best\u00fcnde heute keine Gefahr einer Hungerpandemie. <a href=\"https:\/\/schiller-institut.de\/seiten\/pdf\/agrarproduktion.pdf\" target=\"_blank\">Am 3. Mai 2008 hatte die Gr\u00fcndungspr\u00e4sidentin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, erkl\u00e4rt<\/a>: \u201eEs wird f\u00fcr die ganze Welt fatal sein, wenn es uns in den n\u00e4chsten Tagen und Wochen nicht gelingt, die Globalisierung als gescheitert zu erkl\u00e4ren und alles in Bewegung zu setzen, um die landwirtschaftlichen Produktionskapazit\u00e4ten in k\u00fcrzester Zeit zu verdoppeln!\u201c<\/p>\n<p>Aber das Monopolsystem der Kartelle hat sich seit der Finanzkrise 2007-08 nur noch weiter verst\u00e4rkt. Das verlogene Narrativ der Kartelle besagt, \u00fcbersch\u00fcssige Produktion bedeute niedrige Erzeugerpreise und den Bankrott der Landwirte, w\u00e4hrend die globale Lebensmittelbeschaffung durch die Kartelle der Bev\u00f6lkerung besser diene als nationale Nahrungsmittelautarkie. Die heutige Krise straft diesen Behauptungen L\u00fcgen.<\/p>\n<p>Setzen wir alle Mittel ein, um die Produktion der ben\u00f6tigten Nahrungsmittelmengen sicherzustellen, um eine Hungerpandemie zu vermeiden, insbesondere indem wir die Erntesaison auf der S\u00fcdhalbkugel und die Fr\u00fchjahrsaussaat im Norden sowie die vor uns liegenden wechselnden Erntezyklen gezielt nutzen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Stoppt die Heuschreckenplage in Afrika!<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Setzen wir alle Mittel ein, um die zweite Welle der Heuschreckenplage zu stoppen, die sich von Ostafrika bis nach Indien ausbreitet. Die Ernteausf\u00e4lle sind schrecklich. An einem Tag kann ein kleiner Heuschreckenschwarm einen Quadratkilometer Ernte vernichten &#8211; Nahrung f\u00fcr 35.000 Menschen. Zur Erntezeit im Juni und Juli wird die zweite Generation der Heuschreckenschw\u00e4rme herangereift und zu gro\u00dfer Zerst\u00f6rung f\u00e4hig sein; 42 Mio. Menschen in zehn L\u00e4ndern leben in der betroffenen Zone vom Jemen bis nach Tansania im S\u00fcden. Der Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) ist es gelungen, 720.000 Tonnen Nahrungsmittel in der Region zu retten, mit denen 5 Mio. Menschen ein Jahr lang versorgt werden sollen.<\/p>\n<p>Es m\u00fcssen Flugzeuge, Chemikalien und Piloten f\u00fcr das Verspr\u00fchen von Insektiziden aus der Luft, der Hauptmethode zur Bek\u00e4mpfung der Heuschrecken, bereitgestellt werden. Die FAO hat daf\u00fcr 150 Mio.$ gefordert, aber die Zusagen bleiben weit unter diesem Betrag. Ohne entsprechende Ma\u00dfnahmen werden sich die Heuschrecken in diesem Sommer westw\u00e4rts bis in die Sahelzone ausbreiten. Mit Spr\u00fchflugzeugen, Drohnen und milit\u00e4rischem Fachwissen kann diese Gei\u00dfel beendet werden. Wer zul\u00e4\u00dft, da\u00df nichts unternommen wird, begeht V\u00f6lkermord.<\/p>\n<p>Wir brauchen ein Schuldenmoratorium und einen Schuldenerla\u00df f\u00fcr den gesamten afrikanischen Kontinent. In dieser Zeit des Kampfes gegen die Pandemie und den Hunger d\u00fcrfen keine knappen nationalen Ressourcen zur Schuldentilgung eingesetzt werden.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Schritt ist die Vergabe von Krediten, um Entwicklungsprojekte einzuleiten, die das enorme landwirtschaftliche Potential des Kontinents zu entfalten. Afrika verf\u00fcgt \u00fcber die H\u00e4lfte der Agrarfl\u00e4chen der Welt, die noch f\u00fcr Ackerbau und Weidewirtschaft genutzt werden k\u00f6nnen. Das wird der Agrarg\u00fcrtel der ganzen Welt sein.<\/p>\n<p>Aber die agro-industrielle Wirtschaft Afrikas ist durch das monetaristische System der Londoner City und der Wall Street bewu\u00dft klein gehalten worden. Vor 30 Jahren war der Kontinent nur zu 25% auf Importe von Grundnahrungsmitteln angewiesen, was heute auf 40% angewachsen ist. Die Kartelle dominieren diesen Handel, w\u00e4hrend sie von billig produzierten afrikanischen Lebensmitteln profitieren, die nach Europa geschickt werden &#8211; Fr\u00fcchte, Gem\u00fcse, Blumen, Fisch. Nach dem gleichen Muster schicken die Kartelle auf dem amerikanischen Kontinent Nahrungsmittel aus L\u00e4ndern, die arm gehalten werden und selbst dringend Nahrungsmittelhilfe ben\u00f6tigen, wie Guatemala und Haiti, in die Vereinigten Staaten. 2019 wurde erstmals Rindfleisch aus Afrika nach Europa und in diesem Jahr in die Vereinigten Staaten exportiert. Namibia, das f\u00fcr seinen Grundverbrauch zu 60% von Importen abh\u00e4ngig ist, exportiert nun Rindfleisch, das dringend in Afrika selbst ben\u00f6tigt wird.<\/p>\n<p>Gro\u00dfprojekte m\u00fcssen angeschoben werden. Das <a href=\"https:\/\/youtu.be\/6ZTGK6sso84\" target=\"_blank\"><i>Transaqua-Projekt<\/i><\/a>, ein Priorit\u00e4tsprojekt f\u00fcr den ganzen Kontinent, wird die Wasserversorgung des Tschadseebeckens wiederherstellen, wovon die gesamte Subsahara-Region profitiert, indem Wasser aus dem Kongobecken umgeleitet wird, das dadurch selbst eine neue Transport-, Energie-, Landwirtschafts- und Wasser-Infrastruktur erhalten wird. Kernkraft- und Entsalzungsanlagen am Mittelmeer und in anderen K\u00fcstenregionen werden eine neue ergiebige Wasserversorgung schaffen. Mit diesen Vorhaben werden auch die Gr\u00fcnde f\u00fcr nationale Konflikte \u00fcber die Nutzung knapper Ressourcen verschwinden.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/6ZTGK6sso84?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Die Politik souver\u00e4ner Regierungen<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Nahrung ist ein Menschenrecht. Sobald Regierungen ihre Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber Nahrung und Landwirtschaft geltend machen, werden wir die Hungerkatastrophe besiegen und eine neue \u00c4ra der Nahrungsmittelversorgung f\u00fcr alle er\u00f6ffnen. Drei wichtige Aktionsbereiche:<\/p>\n<p><b>1. Anti-Trust-Ma\u00dfnahmen:<\/b> Zerschlagung der Lebensmittel- und Agrarmonopole (Chemikalien, D\u00fcngemittel, Saatgut) und der Handelskartelle. Kurzfristige Berufung auf die nationale Sicherheit, um gegen Kartellpraktiken vorzugehen, mit denen Ma\u00dfnahmen zur Bek\u00e4mpfung des Nahrungsmittelnotstands blockiert werden. Und dann Anwendung von Kartellgesetzen und Vollzugsverordnungen in ganzer Breite. Jedes Land hat diese Befugnis, und die meisten haben damit Erfahrung. Einige Regierungen k\u00f6nnen Lebensmittelunternehmen verstaatlichen. R\u00fcckkehr zu einer Politik der Nahrungsmittelreserven sowie regional verteilter Nahrungsmittelverarbeitung, moderner Nahrungsmittelkonservierung &#8211; einschlie\u00dflich Bestrahlung &#8211; und diversifizierter Landwirtschaft. Austritt aus der Welthandelsorganisation, deren Grundsatz darin besteht, die nationale Souver\u00e4nit\u00e4t \u00fcber die Lebensmittel auszuschalten.<\/p>\n<p>Der Weltgetreidehandel wird inzwischen vom \u201eABCD-Kartell\u201c beherrscht, auf das 90% des gesamten Getreidehandels entfallen &#8211; ADM, Bunge, Cargill, Louis Dreyfus. Im Zuge der Machtkonsolidierung dieser Kartelle wurden souver\u00e4ne nationale Getreidebeh\u00f6rden abgeschafft; von den einzelnen L\u00e4ndern kontrollierte Nahrungsmittelreserven wurden beseitigt; Monokulturen mit nur einer Getreidekultur wurden durchgesetzt. Auch ein Weltfleischkartell von multinationalen Megakonzernen gibt in den meisten L\u00e4ndern den Ton an. In den USA sind die f\u00fcnf wichtigsten Firmen, die die Fleischverarbeitung und -vermarktung kontrollieren, JBS (mit Hauptsitz in Brasilien); Cargill (USA); Tyson Foods (USA); National Beef (Marfrig, mit Sitz in Brasilien); und Smithfield (WH Holdings, China). Ihre g\u00e4ngigen Vorgehensweisen haben die Katastrophe heraufbeschworen.<\/p>\n<p>Ma\u00dfnahmen m\u00fcssen ergriffen werden, um alle anderen Finanzierungsinstrumente f\u00fcr Lebensmittel und Landwirtschaft zu beenden. Schlu\u00df mit der Spekulation mit Nahrungsmitteln an den wichtigsten B\u00f6rsen der Welt. Geldgeber und Handelskartelle m\u00fcssen aufh\u00f6ren, von armen L\u00e4ndern zu verlangen, Nahrungsmittel zu exportieren, um an Devisen zu kommen.<\/p>\n<p><b>2.<a href=\"https:\/\/larouchepub.com\/other\/2019\/4605-one_million_new_family_farms.html\" target=\"_blank\"> Unterst\u00fctzung von Familienbetrieben<\/a>:<\/b> Vergabe von Sofortbeihilfen f\u00fcr Landwirte &#8211; keine Zwangsvollstreckungen. Schuldenerlasse und Umschuldungen w\u00e4hrend dieser Notlage. Entsch\u00e4digung von Landwirten und Viehz\u00fcchtern f\u00fcr erlittene Verluste. Einf\u00fchrung eines Parit\u00e4tspreissystems f\u00fcr Agrarprodukte. Nutzung l\u00e4ngst bestehender Gesetze, die aber unter der Dominanz der Kartelle ignoriert werden: in Europa die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), in den USA die Commodity Credit Corp. (aus den 1930er Jahren) und andere Modelle und Initiativen.<\/p>\n<p>Schlu\u00df mit den agrarfeindlichen \u201egr\u00fcnen\u201c Bestimmungen und Schikanen, die zu Unrecht im Namen des Umwelt- und Klimaschutzes erlassen wurden. Umsetzung der \u00fcberf\u00e4lligen Infrastrukturprojekte auf allen Kontinenten, um Wasser, Strom und Transportm\u00f6glichkeiten zu schaffen, die f\u00fcr eine produktive Landwirtschaft unerl\u00e4\u00dflich sind.<\/p>\n<p>Schaffung der erforderlichen Kredite, indem entweder eine oder mehrere der bestehenden entwicklungsorientierten multilateralen Banken mit multinationaler Mitgliedschaft ausgebaut werden &#8211; z.B. die Neue Entwicklungsbank oder die Asiatische Infrastruktur-Investitionsbank (AIIB) &#8211; oder indem eine neue Einrichtung in Roosevelts Tradition der Bretton-Woods-Institutionen von 1944 geschaffen wird. Die heutige epochale Krise macht eine solche Strategie realistisch.<\/p>\n<p>Wir brauchen Millionen neue Landwirte auf jedem Kontinent. Wir brauchen spezielle Mittel, um das System der b\u00e4uerlichen Familienbetriebe durch direkte Zusch\u00fcsse, Steuerverg\u00fcnstigungen, umfangreiche Kredite und billiges Pachtland massiv auszudehnen &#8211; insbesondere f\u00fcr junge Landwirte und Viehz\u00fcchter. Die Innovations- und Tatkraft der b\u00e4uerlichen Familienmitglieder sind zusammen mit ihrem Lebensstandard, ihrer Bildung und der Wissenschaft die besten Garantien f\u00fcr die Ern\u00e4hrungssicherheit in jedem Land und weltweit.<\/p>\n<p>Vorbild sei das Modell des \u201eAstronauten-Landwirts\u201c, ausgestattet mit GPS-Systemen, Datennutzung, Mechanisierung und wissenschaftlichen Anbaumethoden. Farmer sind bereit und willens, als Botschafter zu wirken, um eine Landwirtschaft und Bruderschaft des Weltraumzeitalters zu verbreiten.<\/p>\n<p><b>3. Internationale Zusammenarbeit:<\/b> Einleitung einer internationalen Zusammenarbeit, um all dies umzusetzen und in den kommenden Wochen die notwendigen Nahrungsmittelhilfen zu gew\u00e4hrleisten und Millionen von Menschenleben zu retten; wir brauchen ein neues Paradigma der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und der Beziehungen zwischen den Gro\u00dfm\u00e4chten. China ist in Afrika im Rahmen der Belt and Road Initiative bereits mit Wasser-, Strom- und Eisenbahnprojekten t\u00e4tig, die mit dem<a href=\"https:\/\/au.int\/en\/agenda2063\" target=\"_blank\"> Programm Africa 2063<\/a> abgestimmt sind. Ru\u00dfland ist in \u00c4gypten mit Kernkraft- und Entsalzungspl\u00e4nen und anderen Projekten aktiv. F\u00fcgen wir hinzu, was die Vereinigten Staaten als gr\u00f6\u00dfter Nahrungsmittelgeber der Welt tun k\u00f6nnen, und eine neue \u00c4ra der strategischen Zusammenarbeit beginnt.<\/p>\n<p>Wir rufen die Staatsf\u00fchrer der Gro\u00dfm\u00e4chte &#8211; die Pr\u00e4sidenten Donald Trump, Xi Jinping, Wladimir Putin, Premierminister Narendra Modi und andere, die dazu bereit sind &#8211; auf, eine Zusammenarbeit gegen die Hungerpandemie einzuleiten. Dies mu\u00df auf der Tagesordnung eines fr\u00fchestm\u00f6glichen Gipfeltreffens stehen!<\/p>\n<p>\u201e<em>Unser t\u00e4gliches Brot<\/em> gib uns heute\u201c, ist eine universelle Bitte. Wir m\u00fcssen eine Antwort auf dieses Gebet geben!<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Landwirte-Kommission des internationalen Schiller-Instituts ver\u00f6ffentlichte am 20. Mai den folgenden Aufruf. \u00a0 \u201eWeltweit k\u00f6nnten in diesem Jahr bis zu 300.000 Menschen pro Tag durch Hungersnot sterben, wenn wir nicht eine Lebensmittelmobilisierung in Gang setzen, um dies zu stoppen. Dieses drohendes Unheil \u00fcbersteigt bei weitem&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":26,"featured_media":59391,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"no","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[37,551,563],"tags":[],"class_list":["post-59471","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein-de","category-updates-development-de","category-activity-initiatives-de"],"featured_image_src":"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/20200522-mmbfr.jpg","author_info":{"display_name":"Jason Ross","author_link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/author\/jason\/"},"modified_by":"madeleine","cc_featured_image_caption":{"caption_text":"","source_text":"","source_url":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59471","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/26"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=59471"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59471\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":59474,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/59471\/revisions\/59474"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/59391"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=59471"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=59471"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=59471"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}