{"id":58860,"date":"2020-05-04T22:32:27","date_gmt":"2020-05-04T20:32:27","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=58860\/"},"modified":"2020-05-05T13:44:44","modified_gmt":"2020-05-05T11:44:44","slug":"athiopiens-premierminister-abiy-ahmed-bringt-die-frage-von-larouches-neuem-paradigma-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/05\/04\/athiopiens-premierminister-abiy-ahmed-bringt-die-frage-von-larouches-neuem-paradigma-auf\/","title":{"rendered":"\u00c4thiopiens Premierminister Abiy Ahmed bringt die Frage von LaRouches neuem Paradigma auf"},"content":{"rendered":"<p>Folgende Erkl\u00e4rung wurde am 1. Mai von \u00c4thiopiens Premierminister Abiy Ahmed verbreitet:<\/p>\n<p>\u201eDie Welt wird von der COVID-19-Pandemie nicht frei sein, solange nicht alle L\u00e4nder frei von dem Coronavirus sind, das die Pandemie verursacht. Diese einfache Tatsache unterstreicht die dringende Notwendigkeit f\u00fcr die internationale Geberkonferenz f\u00fcr einen Covid-19-Impfstoff am 4. Mai. Nur wenn jetzt gehandelt wird, damit die Entwicklungsl\u00e4nder zur Bek\u00e4mpfung der Krankheit bef\u00e4higt werden, kann die Welt eine zweite Welle des Virus in diesem Herbst vermeiden.<\/p>\n<p>Die Staats- und Regierungschefs der Afrikanischen Union begr\u00fc\u00dfen die Angebote f\u00fcr Testkits, Beatmungsger\u00e4te und pers\u00f6nliche Schutzausr\u00fcstung, die jetzt aus der entwickelten Welt eingehen. Aber wenn wir das Blatt gegen COVID-19 wenden wollen, m\u00fcssen die reichsten L\u00e4nder der Welt die Bitten der Entwicklungsl\u00e4nder f\u00fcr eine umfassende Strategie zur \u00dcberwindung der Doppelkrise des \u00f6ffentlichen Gesundheitswesens und der Wirtschaft, mit der wir konfrontiert sind, erh\u00f6ren und darauf reagieren.<\/p>\n<p>Bis heute herrscht eine gro\u00dfe Diskrepanz zwischen der Rhetorik der F\u00fchrer der reichen L\u00e4nder &#8211; da\u00df dies eine existentielle, globale Jahrhundertkrise sei &#8211; und der Unterst\u00fctzung f\u00fcr die armen L\u00e4nder der Welt, die anscheinend nicht in Betracht gezogen werden soll. In der Tat gaben die afrikanischen L\u00e4nder bis letzte Woche mehr f\u00fcr Schuldenzahlungen als f\u00fcr die Gesundheitsversorgung aus.<\/p>\n<p>In 34 der 45 L\u00e4nder Subsahara-Afrikas liegen die j\u00e4hrlichen Pro-Kopf-Gesundheitsausgaben unter 200 Dollar &#8211; und erreichen in vielen dieser L\u00e4nder kaum 50 Dollar. Ein derart niedriges Ausgabenniveau macht es unm\u00f6glich, Krankenhausbetten zur Akutversorgung, Beatmungsger\u00e4te und die Medikamente zu finanzieren, die zur Bek\u00e4mpfung von Krankheiten wie COVID-19 ben\u00f6tigt werden. Die Bezahlung von \u00c4rzten, Krankenschwestern, R\u00f6ntgenassistenten und anderen Mitarbeitern der Gesundheitsberufe zusammen mit ihrer Ausr\u00fcstung kann fast wie ein Luxus erscheinen.<\/p>\n<p>Noch schlimmer ist, da\u00df viele der Ma\u00dfnahmen, die den reicheren Volkswirtschaften zur Linderung der Krankheit zur Verf\u00fcgung stehen \u2013 Lockdowns, die Aufforderung zu Hause zu bleiben und selbst h\u00e4ufiges H\u00e4ndewaschen \u2013 in einem Gro\u00dfteil der Entwicklungsl\u00e4nder nicht ohne weiteres umgesetzt werden k\u00f6nnen. In den oft \u00fcbervollen St\u00e4dten ist eine soziale Distanzierung so gut wie unm\u00f6glich, und es gibt nicht gen\u00fcgend Ressourcen, um angemessene sanit\u00e4re Einrichtungen und in vielen F\u00e4llen flie\u00dfendes Wasser, das die Menschen brauchen, bereitzustellen.<\/p>\n<p>Was mu\u00df also getan werden? Zuallererst brauchen die Regierungen Afrikas einen sofortigen Zuflu\u00df an Geld, um Investitionen in die Gesundheitsversorgung und soziale Sicherheitsnetze zu erm\u00f6glichen. Der wirksamste Ansatzpunkt hierf\u00fcr ist ein Schuldenerla\u00df. Bisher ist ein Erla\u00df bilateraler Schulden f\u00fcr die 173 Mitglieder der Internationalen Entwicklungsorganisation (der Weltbank, die f\u00fcr die \u00e4rmsten Entwicklungsl\u00e4nder zu Vorzugsbedingungen Kredite vergibt) nur bis Dezember m\u00f6glich. Um unseren unmittelbaren Bedarf zu decken und vorausschauend planen zu k\u00f6nnen, brauchen wir eine Vereinbarung \u00fcber den Schuldenerla\u00df nicht nur f\u00fcr dieses, sondern auch f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr.<\/p>\n<p>\u00dcber den Schuldenerla\u00df hinaus m\u00fcssen die Zuschu\u00df- und Darlehensobergrenzen des Internationalen W\u00e4hrungsfonds, der Weltbank und anderer multilateraler Entwicklungsbanken erheblich angehoben werden. Und eine Ausgabe von internationalen Geldern &#8211; den Sonderziehungsrechten des IWF &#8211; zur Beschaffung von 1,5 Billionen Dollar mu\u00df bald erfolgen.<\/p>\n<p>Wir in Afrika bitten um diese Unterst\u00fctzung nicht nur f\u00fcr uns selbst, obwohl unser Bedarf in dieser Krise vielleicht gr\u00f6\u00dfer als je zuvor ist. Wir in Afrika bitten die entwickelten L\u00e4nder (einschlie\u00dflich China) um Hilfe, damit wir unser Bestes tun k\u00f6nnen, um die ganze Welt vor einer R\u00fcckkehr dieser Gei\u00dfel zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>Aber die Zeit ist knapp. Afrika mag einer der letzten Orte auf der Erde sein, der von COVID-19 heimgesucht wird, aber die Krankheit ist so m\u00e4chtig und t\u00f6dlich wie eh und je. Wenn wir die Bedrohung \u00fcberwinden wollen, mu\u00df jedes Land alles in seiner Macht Stehende tun, um die Suche nach einem Impfstoff zu beschleunigen und sicherzustellen, da\u00df er \u00fcberall verf\u00fcgbar ist.<\/p>\n<p>Zu diesem Zweck ben\u00f6tigt die <em>Coalition for Epidemic Preparedness Innovations<\/em> ausreichende Finanzmittel &#8211; 3 Milliarden Dollar sofort, mehr im Jahr 2021 und dar\u00fcber hinaus &#8211; nicht nur, um einen Impfstoff f\u00fcr diejenigen zu entwickeln und herzustellen, die ihn sich leisten k\u00f6nnen, sondern auch, um in der Lage zu sein, ihn weltweit gerecht zu verteilen. Und die Impfallianz Gavi braucht die Mittel, um dies zu gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>Ebenso k\u00f6nnte eine koordinierte globale Anstrengung die Produktion von Schutzmasken, Testkits und Beatmungsger\u00e4ten, die in jedem Land und auf jedem Kontinent ben\u00f6tigt werden, erheblich beschleunigen und sicherstellen, da\u00df diese lebenswichtigen G\u00fcter gerecht verteilt und nicht von den wenigen Reichen gehortet werden. L\u00e4nder, in denen es nur wenige Corona-F\u00e4lle gibt und in denen der H\u00f6hepunkt der Pandemie \u00fcberschritten ist, sollten bereit sein, \u00e4rmeren L\u00e4ndern zu helfen, indem sie ihnen lebensrettende Ger\u00e4te schicken. Und mit Blick auf die Zukunft sollten wir die Vorr\u00e4te f\u00fcr Notf\u00e4lle aufstocken, damit wir uns gegenseitig helfen k\u00f6nnen, wenn wir das n\u00e4chste Mal am meisten Hilfe ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>All diese Themen stehen auf der Tagesordnung der globalen Geberkonferenz am 4. Mai. Wir bitten alle L\u00e4nder, die dazu in der Lage sind, sich daran zu beteiligen, zuzuh\u00f6ren, Ratschl\u00e4ge zu erteilen und, was am wichtigsten ist, die n\u00f6tigen Mittel zur Verf\u00fcgung zu stellen.\u201c<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Folgende Erkl\u00e4rung wurde am 1. Mai von \u00c4thiopiens Premierminister Abiy Ahmed verbreitet: \u201eDie Welt wird von der COVID-19-Pandemie nicht frei sein, solange nicht alle L\u00e4nder frei von dem Coronavirus sind, das die Pandemie verursacht. 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