{"id":57613,"date":"2020-01-29T14:46:58","date_gmt":"2020-01-29T13:46:58","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=57613\/"},"modified":"2020-01-29T15:08:14","modified_gmt":"2020-01-29T14:08:14","slug":"zerstorung-beethovens-im-beethovenjahr-2020","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2020\/01\/29\/zerstorung-beethovens-im-beethovenjahr-2020\/","title":{"rendered":"Zerst\u00f6rung Beethovens im Beethovenjahr 2020?"},"content":{"rendered":"<div class=\"info-box\">\n<h3 class=\"info-box-title\" style=\"\"><\/h3>\n<div class=\"info-box-content\" style=\"\">\n<p><em>In einem vielbeachteten Appell erkl\u00e4rte Helga Zepp-Larouche, Vorsitzende des internationalen Schiller-Institutes, da\u00df die Zerst\u00f6rung der Oper &#8222;Fidelio&#8220; von L. van Beethoven\u00a0 in einer Auff\u00fchrung in Darmstadt einem Dammbruch gleichkomme.<\/em><\/p>\n<p><em>Hier wurde nicht nur durch die Regie der Sinn der Oper , sondern sogar\u00a0 auch die Musik entstellt.<\/em><\/p>\n<p><em>&#8222;Die Grenze des Zumutbaren ist endg\u00fcltig \u00fcberschritten&#8220;, erkl\u00e4rte Frau Zepp- LaRouche.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn dieser Zerst\u00f6rung nicht Einhalt geboten w\u00fcrde, wird sich die ganze Welt \u00fcber den &#8222;Eurotrash&#8220; lustig machen, wie dieses Genre inzwischen in vielen L\u00e4ndern genannt wird.<\/em><\/p>\n<p><em>Dieser Appell erregte schon international Aufsehen, wie z.B. in den USA, Italien und Holland.<\/em><\/p>\n<p><em>Wir bitten Sie, den nachfolgenden Appell zu unterst\u00fctzen, zu ver\u00f6ffenlichten und zu verbreiten.<\/em>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Hier als\u00a0<a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200127-SIFB_Von_der_Unf\u00e4higkeit.pdf\" target=\"_blank\">PDF im A4 Format<\/a>\u00a0zum Herunterladen.<br \/>\nHier als\u00a0<a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/20200127-SIFB_Von_der_Unf\u00e4higkeit_A3.pdf\" target=\"_blank\">PDF im A3 Format<\/a>\u00a0zum Herunterladen.<\/p>\n<div class=\"big-title\">\n<div class=\"bar\"><\/div>\n<h2><strong>Von der Unf\u00e4higkeit, Musik zu komponieren<\/strong><\/h2>\n<p class=\"sub-title\">Ein Offener Brief an die Klassikliebhaber Deutschlands im Beethoven-Jahr: Die Grenze des Zumutbaren ist endg\u00fcltig \u00fcberschritten!<\/p>\n<\/div>\n<p>Von Helga Zepp-LaRouche<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Der Menschheit W\u00fcrde ist in eure Hand gegeben,<br \/>\n<\/em><em>Bewahret sie!<br \/>\n<\/em><em>Sie sinkt mit euch! Mit euch wird sie sich heben!<\/em><\/p>\n<p><em>Friedrich von Schiller<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das erste, was man \u00fcber die Auff\u00fchrung von Beethovens <em>Fidelio<\/em> im Staatstheater Darmstadt in einer Inszenierung von Paul Georg Dittrich und einer musikalischen Bearbeitung des Finales durch Annette Schl\u00fcnz sagen kann: Sie ist grottenschlecht. Grottenschlecht vom musikalischen, vom k\u00fcnstlerischen, vom philosophischen und vom menschlichen Standpunkt. In einer langen Reihe von stupiden, geschmacklosen, repetitiven Auff\u00fchrungen des Regietheaters, wie sie seit mehr als einem halben Jahrhundert (!) auf die B\u00fchne gebracht werden &#8211; zun\u00e4chst beschr\u00e4nkt auf das Theater, und seit Jahren auch der Oper angetan -, war diese Auff\u00fchrung der absolute Tiefpunkt.<\/p>\n<p>Als Hans Neuenfels im Sommer 1966 als 25 Jahre alter Dramaturg am Trierer Theater als Werbung f\u00fcr das \u201e1. Happening in Rheinland-Pfalz\u201c ein Flugblatt verteilen lie\u00df, wo er auch die Frage stellte: \u201eWarum sch\u00e4nden Sie nicht kleine M\u00e4dchen?\u201c, befand er sich durchaus in \u00dcbereinstimmung mit den \u00dcberzeugungen der 68er Bewegung, wie man sp\u00e4testens seit Cohn- Bendit wei\u00df. Seitdem &#8211; seit 53 Jahren! &#8211; kopulieren diverse Nackte, Rockerbanden, Schizophrene oder Nazi-Kost\u00fcmierte auf den B\u00fchnen und haben erfolgreich die St\u00fccke und Kompositionen der klassischen Dichter und Komponisten bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Originalit\u00e4t sieht anders aus.<\/p>\n<p>Die Darmst\u00e4dter <em>Fidelio<\/em>-Inszenierung pr\u00e4sentiert nicht nur eine Multimedia-Mischung von \u00e4sthetischen Abgeschmacktheiten, Brechtschen Entfremdungseffekten und einer \u00dcberlagerung der musikalischen Szenen des ersten Teils mit einer die ganze B\u00fchne ausf\u00fcllenden Leinwand, auf die Bilder und Filmausschnitte projiziert werden. Diese sollen den zeitgeschichtlichen Hintergrund illustrieren, vor dem acht Inszenierungen von 1805 bis heute stattgefunden haben. Der Gesamteindruck ist chaotisch, die S\u00e4nger, die gegen diese Clip-Gewitter ansingen m\u00fcssen, beginnen einem leid zu tun, so wie Leonore, die die ganze Zeit wie ein kopfloses Huhn um die B\u00fchne herumlaufen mu\u00df.<\/p>\n<p>Aber die wirkliche Monstrosit\u00e4t ereignet sich im zweiten Teil, als das Finale, die gro\u00dfartige Freiheitshymne der Oper, durch Einsch\u00fcbe von Kompositionen im Stil der Neuen Musik von Annette Schl\u00fcnz martialisch regelrecht zerhackt wird. Schl\u00fcnz beschreibt die von ihr komponierten Einsch\u00fcbe im Programmheft folgenderma\u00dfen:<\/p>\n<p>\u201eNach und nach ist so ein ,Heil-Chor\u2019 entstanden, der teilweise verstummt oder in dem nur einzelne Stimmen oder W\u00f6rter stehen geblieben sind. Manchmal radikalisiere ich auch Beethovens Instrumentation, um seine Ideen noch zu verst\u00e4rken oder ich wiederhole einzelne Takte und stoppe dann pl\u00f6tzlich. Ein ganz gro\u00dfer Wunsch von mir war es, Fremdklang mit einzuflechten und die Musik an manchen Stellen einzuf\u00e4rben. Die Trompetenfanfare, die schon vor Beginn der Vorstellung vom Balkon des Staatstheaters erklingt, greife ich auf und erweitere sie: Das ist das Signal, das zum Aufbruch ruft. Einige Instrumente und Musiker, die aus dem Orchesterklang herausfallen, werden sozusagen abtr\u00fcnnig und bringen etwas Neues herein. Das F-Dur Ensemblest\u00fcck &#8211; ein fantastisches St\u00fcck Musik mit einer Sakralit\u00e4t und Geschlossenheit, an die ich mich nie heranwagen w\u00fcrde &#8211; lasse ich hingegen unber\u00fchrt wie einen Edelstein stehen. Das anschlie\u00dfende Zwischenspiel mit meiner Musik, bei der unterschiedliche Kl\u00e4nge inklusive der Stimmen von acht Vokalsolistinnen durch den Raum geschickt werden, bricht die Beethoven\u2019sche Klangwelt vollends auf.\u201c<\/p>\n<p>Vom Standpunkt der maltr\u00e4tierten Zuschauer hatte der von Schl\u00fcnz zwischengeschobene Krach, bei dem S\u00e4nger und Instrumentalisten aus Pl\u00e4tzen mitten im Publikum und von allen Seiten ihren ohrenbet\u00e4ubenden Mist hinausposaunten, mit Musik nicht mehr das geringste zu tun: Die Grenze zur K\u00f6rperverletzung war eindeutig \u00fcberschritten.<\/p>\n<p>Wie emotional gest\u00f6rt Schl\u00fcnz ist, wird aus ihren n\u00e4chsten S\u00e4tzen deutlich:<\/p>\n<p>\u201eBeim H\u00f6ren habe ich mir oft vorgestellt, ich w\u00fcrde an den Reglern eines Mischpults sitzen und die Geschwindigkeit noch weiter hochdrehen. Und da w\u00fcrde ich Beethoven einfach mal unterstellen, da\u00df er beim Komponieren im Sinn hatte, fast etwas zu \u00fcberdrehen. Das ist eine regelrechte Jubelmaschine! Mich erinnert das an Kinder, die vor Aufregung v\u00f6llig \u00fcberschnappen, weil sie nicht wissen, wie sie ihre Gef\u00fchle im Griff behalten sollen.\u201c<\/p>\n<p>Wenn hier irgend etwas \u00fcbergeschnappt ist, dann ist es die von Schl\u00fcnz hier demonstrierte Erb\u00e4rmlichkeit, ihre emotionale Impotenz, das Erhabene des Sieges der Liebe zwischen Leonore und Florestan zu begreifen. Mehr noch, sie kann diese Gr\u00f6\u00dfe offensichtlich nicht ertragen, ihre Vorstellung, mittels der Regler eines Mischpults die Geschwindigkeit der Musik hochdrehen zu wollen, ist der gleiche unkontrollierbare Ausraster, mit dem die M\u00f6rder des Ibykus sich selbst verraten, nachdem der Chor der Erinnyen die h\u00f6here Macht der Poesie im Theater von Korinth wachgerufen hat. Kleine, niedrig gesinnte Geister k\u00f6nnen weder gro\u00dfe Ideen noch erhabene Gef\u00fchle ertragen.<\/p>\n<p>Das gro\u00dfartige Finale des <em>Fidelio<\/em>, in dem Beethoven die \u00dcberwindung der Tyrannei durch den Mut der Gattenliebe zelebriert, ist Ausdruck der edelsten Humanit\u00e4t, bei der Liebe, Mut und Freiheitswille ihren musikalischen Ausdruck finden. In der Arie Leonores hei\u00dft es zuvor: \u201eIch wanke nicht, mich st\u00e4rkt die Pflicht der Gattenliebe.\u201c Beethoven w\u00e4hlte den Stoff der Oper als im Sinne Schillers gelungene Idealisierung einer historischen Begebenheit, der Befreiung des Helden der Amerikanischen Revolution und franz\u00f6sischen Republikaner, Marquis de La Fayette, durch seine Frau Adrienne. Darin kommt Beethovens eigene republikanische Gesinnung zum Ausdruck, wozu in der damaligen Zeit immer noch feudaler Strukturen und napoleonischer Feldz\u00fcge selber schon pers\u00f6nlicher Mut und Freiheitswille geh\u00f6rte.<\/p>\n<p>F\u00fcr die gest\u00f6rte Emotionalit\u00e4t der Vertreter der Frankfurter Schule und des liberalen Zeitgeistes sind solche zutiefst menschlichen Gef\u00fchle nicht mehr zug\u00e4nglich. Der Regisseur Paul-Georg Dittrich sagt in seinem Interview im Programmheft in aufschlu\u00dfreicher Weise, da\u00df ihm das Finale vorkommt \u201ewie eine Feier, bei der man gar nicht wei\u00df, was eigentlich gefeiert wird\u201c. Wenn Dittrich und Schl\u00fcnz das nicht wissen, hei\u00dft das aber noch lange nicht, da\u00df sie das Recht h\u00e4tten, auch den normalen Menschen den Zugang dazu durch die Dekonstruktion der Komposition Beethovens zu zerst\u00f6ren.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Im Geiste des \u201eKongre\u00df f\u00fcr kulturelle Freiheit\u201c<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Aber genau das war von Anfang an die Absicht der diversen Str\u00f6mungen, in deren Tradition sich Dittrich, Schl\u00fcnz und die ganze Inszenierung in Darmstadt befinden, einem Amalgam aus Adorno, der Eisler-Brecht-Schule und des Kongresses f\u00fcr kulturelle Freiheit. In einem bemerkenswerten Anflug wahrheitsgerechter Berichterstattung berichtete die <em>FAZ<\/em> am 12.11. 2017 in dem Artikel \u201eDie CIA und die Kultur: Wie man die gro\u00dfen W\u00f6rter klaut\u201c \u00fcber die Ausstellung anl\u00e4\u00dflich des 50j\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums des Skandals, als 1967 bekannt wurde, da\u00df die gesamte gigantische Operation des Kongresses f\u00fcr kulturelle Freiheit eine von der CIA finanzierte Operation als Teil des Kalten Krieges war. Und dann das f\u00fcr die <em>FAZ<\/em> schon beinahe sensationelle Eingest\u00e4ndnis \u00fcber das Ganze: \u201eDie beunruhigende Pointe ist, da\u00df der Geheimdienst dabei nicht einfach eine sinistre Reaktion bef\u00f6rderte, sondern eben jenem Linksliberalismus zum Durchbruch verhalf, der bis heute den Mainstream-Standard der westlichen Intellektuellen bildet.\u201c<\/p>\n<p>Die Darmst\u00e4dter <em>Fidelio<\/em>-Inszenierung ist gewisserma\u00dfen die Endmor\u00e4ne dieses Prozesses. Angefangen hatte er mit dem Wandel der amerikanischen Nachkriegspolitik. Nach dem unzeitigen Tod Roosevelts, unter dessen F\u00fchrung die USA im Zweiten Weltkrieg mit der Sowjetunion im Kampf gegen den Faschismus verb\u00fcndet waren, geriet der intellektuell wesentlich kleinere Truman schnell unter den Einflu\u00df Churchills. Mit seiner ber\u00fcchtigten Fulton-Rede am 5. M\u00e4rz 1946 l\u00e4utete dieser den Kalten Krieg ein. Damit gewannen die Vorl\u00e4ufer jener Elemente im amerikanischen Sicherheitsapparat, vor denen Eisenhower sp\u00e4ter als dem Milit\u00e4risch-Industriellen Komplex warnte und die heute oftmals verk\u00fcrzt als \u201eTiefer Staat\u201c bezeichnet werden, die Oberhand.<\/p>\n<p>Der nunmehr ausgerufene Kalte Krieg erforderte, da\u00df die tiefen Emotionen, die Amerikaner und Russen aufgrund der Kriegserfahrung verbanden und wie sie im Treffen an der Elbe in Torgau ihren H\u00f6hepunkt fanden, durch ein antirussisches Sentiment ersetzt werden mu\u00dften. Es mu\u00dfte ein neues Feindbild aufgebaut und die gesamte Axiomatik des Denkens in der Bev\u00f6lkerung entsprechend ge\u00e4ndert werden. F\u00fcr die USA bedeutete dies, die Grundannahmen in der Bev\u00f6lkerung zu \u00e4ndern, die zur Unterst\u00fctzung der Politik Roosevelts beigetragen hatten. F\u00fcr Europa und insbesondere Deutschland mu\u00dften die Wurzeln der europ\u00e4ischen humanistischen Kultur, die die kulturelle Identit\u00e4t jenseits der zw\u00f6lf Jahre Schreckensherrschaft ausmachten, zerst\u00f6rt und durch ein Konstrukt ersetzt werden &#8211; die Dekonstruktion der klassischen Kultur.<\/p>\n<p>Das Instrument, das f\u00fcr diesen Zweck geschaffen wurde, war der \u201eKongre\u00df f\u00fcr kulturelle Freiheit\u201c (CCF), ein gigantisches Programm der psychologischen Kriegsf\u00fchrung, das von den Geheimdienstkreisen um Allan Dulles unter der Leitung von Frank Wisner, dem damaligen Chef des B\u00fcros f\u00fcr politische Koordination im US-Au\u00dfenministerium, ins Leben gerufen wurde. Sp\u00e4ter wurde der CCF in die Abteilung f\u00fcr verdeckte Operationen verlagert. Die Operation dauerte offiziell von 1950 bis 1967, als die <em>New York Times<\/em> am 27. April 1967 ver\u00f6ffentlichte, da\u00df der CCF eine Operation des CIA war &#8211; eine Enth\u00fcllung, die sich zum gr\u00f6\u00dften Kulturskandal des 20. Jahrhundert entwickelte. Der CCF operierte in 35 Staaten, gab 20 Magazine heraus, und tats\u00e4chlich steuerte der CIA praktisch jede Kunstausstellung und kulturelle Veranstaltung. In Europa gab es in dieser Zeit so gut wie keinen Schriftsteller, Musiker, Maler, Kritiker oder Journalisten, der nicht in irgendeiner Form mit diesem Projekt in Verbindung stand &#8211; mal wissentlich, mal ohne eine Ahnung zu haben.<\/p>\n<p>Die Orientierung dieser Kulturprojekte war im wesentlichen die gleiche wie die der Frankfurter Schule, deren f\u00fchrende Vertreter w\u00e4hrend der Zeit des Nationalsozialismus in den USA im Exil waren und dort teilweise in den Sold der amerikanischen Geheimdienste getreten waren, wie Herbert Marcuse und andere. Auf jeden Fall pa\u00dften die Ansichten der Frankfurter Schule perfekt in das Programm des CCF. Theodor Adorno vertrat z.B. die absurde und ignorante Auffassung, da\u00df der Idealismus Friedrich Schillers direkt zum Nationalsozialismus gef\u00fchrt habe, weil er einen radikalen Standpunkt eingenommen habe. Deshalb sei es n\u00f6tig, die Sch\u00f6nheit vollkommen aus der Kunst zu entfernen. In seinem Aufsatz \u201eKulturkritik und Gesellschaft\u201c, 1949 geschrieben, gipfelte seine misanthropische Sichtweise in dem vielzitierten Satz: \u201eNach Auschwitz ein Gedicht zu schreiben, ist barbarisch.\u201c<\/p>\n<p>In Darmstadt auch hier nichts Neues: Im Programmheft zur Fidelio-Auff\u00fchrung vertritt ein George Steiner exakt die gleiche Meinung: \u201eIst es m\u00f6glich, da\u00df im klassischen Humanismus selbst, in seiner Neigung zur Abstraktion und zum \u00e4sthetischen Werturteil, ein radikales Versagen angelegt ist? Kann es sein, da\u00df Massenmord und jene Gleichg\u00fcltigkeit gegen\u00fcber den Greueln, die dem Nazismus Vorschub geleistet hat, nicht Feinde oder Negationen der Zivilisation sind, sondern ihr gr\u00e4\u00dflicher aber nat\u00fcrlicher Komplize?\u201c<\/p>\n<p>Was hier in Reinformat zum Ausdruck kommt, ist exakt die psychologische Kriegsf\u00fchrung des CIA-gesteuerten CCF, der die Wurzeln der humanistischen Identit\u00e4t in der deutschen Bev\u00f6lkerung zugunsten einer anglo-amerikanischen kulturellen Werteskala ausrei\u00dfen sollte.<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Eine Frage des Menschenbilds<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Um es noch einmal auf den Punkt zubringen: Es gibt keinen gr\u00f6\u00dferen Gegensatz als den, der zwischen dem erhabenen Menschenbild des Humanismus und der klassischen Kunst und dem barbarischen Menschenbild der Nationalsozialisten existiert. Das Menschenbild der Klassik sieht den Menschen als prinzipiell gut an, als das einzig vernunftbegabte Gesch\u00f6pf, das die in ihm angelegten Potentiale durch die \u00e4sthetische Erziehung zu einem harmonischen Ganzen, zu einem sch\u00f6nen Charakter, wie Wilhelm von Humboldt es ausgedr\u00fcckt hat, vervollkommnen kann. Die klassischen Kunstwerke in der Dichtung, den bildenden K\u00fcnsten und der Musik zelebrieren diese sch\u00f6ne Menschlichkeit und sind selbst wiederum Inspiration f\u00fcr die kreativen F\u00e4higkeiten der Leser, Zuschauer und Zuh\u00f6rer.<\/p>\n<p>Das Menschenbild der Nationalsozialisten hingegen mit seiner Blut-und-Boden-Ideologie geht von einer rassistischen, chauvinistischen und sozialdarwinistischen Ideologie der \u00dcberlegenheit der arischen Rasse aus. Zu behaupten, die Tatsache, da\u00df sowohl die Klassik als auch der Nationalsozialismus in Deutschland vorgekommen sind, beweise, da\u00df es einen inneren Zusammenhang zwischen diesen vollkommen gegens\u00e4tzlichen Vorstellungen g\u00e4be, ist genau so absurd wie die Behauptung, aus der amerikanischen Verfassung seien geradewegs die Interventionskriege der Regierungen Bush und Obama entstanden oder aus der \u00dcberzeugung der Johanna von Orleans die franz\u00f6sische Kolonialpolitik. Diese Behauptungen stammen in Wirklichkeit aus der Giftk\u00fcche der CIA, zu deren Rezepten sp\u00e4testens seit den Zeiten des CCF die \u201enotwendige L\u00fcge\u201c und die \u201eglaubhafte Abstreitbarkeit\u201c geh\u00f6ren, wovon die Welt in j\u00fcngster Vergangenheit mit dem andauernden Coup gegen Pr\u00e4sident Trump durch den britischen Geheimdienst in Zusammenarbeit mit dem \u201eTiefen Staat\u201c wieder gen\u00fcgend viele Kostproben bekommen hat.<\/p>\n<p>Die Frage, wie es vom hehren Ideal der deutschen Klassik zum Absturz unter der Herrschaft der Nationalsozialisten kommen konnte, ist eine der wichtigsten Fragen \u00fcberhaupt. Um sie zu beantworten, ist die gesamte Ideengeschichte seitdem notwendig, vom Angriff der Romantik auf die Klassik und der damit beginnenden Aufl\u00f6sung der klassischen Form \u00fcber den beginnenden Kulturpessimismus, der mit der Konservativen Revolution als Antwort auf die Ideen von 1789 und der politischen Restauration des Wiener Kongre\u00df einzusetzen begann, \u00fcber Schopenhauer und Nietzsche, die Bewegung des Jungen Europa vor dem Ersten Weltkrieg bis hin zum Ersten Weltkrieg und seinen Folgen.<\/p>\n<p>Den Zweck, Kulturpessimismus zu induzieren, verfolgten auch die diversen Musikprojekte des CCF. 1952 veranstaltete er ein einmonatiges Musikfestival in Paris mit dem Titel: \u201eMeisterwerke des 20. Jahrhunderts\u201c, bei dem \u00fcber hundert Symphonien, Konzerte, Opern und Ballette von \u00fcber 70 Komponisten des 20. Jahrhundert aufgef\u00fchrt wurden. Das Boston Symphony Orchestra, das eine f\u00fchrende Rolle bei weiteren Projekten des CCF spielen sollte, er\u00f6ffnete das Festival mit einer mehr als gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftigen Auff\u00fchrung von Strawinskys <em>Sacre du Printemps<\/em>. Ebenfalls aufgef\u00fchrt wurden die Atonalisten Arnold Sch\u00f6nberg (bei dem Adorno studiert hatte) und Alban Berg, dazu Paul Hindemith, Claude Debussy und Benjamin Britten, um nur einige zu nennen. Weitere Konferenzen zur Propagierung von atonaler und Zw\u00f6lftonmusik folgten in Prato und Rom, die ausschlie\u00dflich Avantgarde-Musik f\u00f6rderten. Bei all diesen gut finanzierten Veranstaltungen wurde es als selbstverst\u00e4ndlich erachtet, da\u00df alle so taten, als w\u00fcrde ihnen h\u00e4\u00dfliche Musik gefallen.<\/p>\n<p>Die \u201eDarmst\u00e4dter Ferienkurse f\u00fcr Neue Musik\u201c, ebenfalls unterst\u00fctzt von der amerikanischen Milit\u00e4rregierung und dem CCF, brachte u.a. Sch\u00f6nberg, Webern und Bartok zur Auff\u00fchrung. Dozenten wie Adorno, Olivier Messiaen und John Cage referierten \u00fcber ihre Musiktheorie. Eine offizielle Beurteilung von Ralph Burns, Chef der OMGUS Cultural Affairs Branch, im <em>Review of Activities<\/em> \u00fcber diese Kurse lautete: \u201eMan war sich allgemein dar\u00fcber einig, da\u00df ein Gro\u00dfteil dieser Musik wertlos ist und besser nicht h\u00e4tte gespielt werden sollen. Man bedauerte, da\u00df Zw\u00f6lftonmusik \u00fcberm\u00e4\u00dfig viel Raum gegeben wurde. Ein Kritiker beschrieb die Konzerte als ,Triumph des Dilettantismus\u2019.\u201c<\/p>\n<p>Es geht hier gar nicht darum, jemanden davon abzuhalten, atonale oder Zw\u00f6lftonmusik oder welche Formen von Avantgarde-Musik auch immer zu komponieren oder anzuh\u00f6ren. Jeder nach seinem Geschmack. Es geht darum, da\u00df durch die Idee der Gleichberechtigung aller T\u00f6ne der temperierten chromatischen Skala die viel h\u00f6heren Freiheitsgrade, die sich aus der polyphonen, harmonischen und kontrapunktischen Komposition, wie sie sich seit Bach \u00fcber Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann und Brahms entwickelt haben, massiv reduziert werden. Damit fallen die Mehrdeutigkeit der Noten und die Beziehungen zwischen den Tonarten, die M\u00f6glichkeit der enharmonischen Verwechslungen usw. weg: Die \u201eMotivf\u00fchrung\u201c ist eine Form der Komposition, die aus einer einzigen musikalischen Idee heraus alle weiteren Themen, alle S\u00e4tze und schlie\u00dflich die gesamte Komposition gesetzm\u00e4\u00dfig entwickelt. Diese Technik des Komponierens hat sich, wie Norbert Brainin, der Primgeiger des Amadeus-Quartetts, stringent dargelegt und in diversen Meisterklassen demonstriert hat, von Haydns \u201eRussischen Quartetten\u201c op. 33 \u00fcber Mozarts \u201eHaydn- Quartette\u201c bis zu Beethovens sp\u00e4ten Quartetten zu immer gr\u00f6\u00dferer Komplexit\u00e4t und Vollendung entwickelt.<\/p>\n<p>Von diesem hohen Niveau, das die klassische Komposition mit Beethoven erreicht hatte, ist die sogenannte Moderne Musik &#8211; und es gibt durchaus gute moderne Kompositionen -, wenn sie diese Prinzipien aus dem Fenster wirft, ein Abstieg vergleichbar mit dem von einem sich antientropisch entwickelnden Universums von bisher mindestens zwei Billionen bekannten Galaxien herunter zur Vorstellung der flachen Erde.<\/p>\n<p>So gut wie alle wirklich kreativen Menschen von Konfuzius bis Albert Einstein erkannten und nutzten die Wirkung von guter oder klassischer Musik zur Bef\u00f6rderung ihrer eigenen kreativen F\u00e4higkeiten und zur \u00e4sthetischen Veredlung der Bev\u00f6lkerung. Konfuzius machte die richtige Beobachtung, da\u00df man an der Qualit\u00e4t der Musik den Zustand eines Staates ablesen k\u00f6nne. Die Versenkung in die Kompositionen gro\u00dfer klassischer Komponisten er\u00f6ffnet den tiefsten Zugang zu den kreativen Fakult\u00e4ten der menschlichen Seele und des Geistes. Wo sonst kann wie bei der klassischen Musik die Leidenschaft gest\u00e4rkt und vertieft werden, die notwendig ist, \u00fcber den eigenen kleinen Tellerrand hinauszublicken und sich mit den gro\u00dfen Gegenst\u00e4nden der Menschheit zu besch\u00e4ftigen? Oder das Empfindungsverm\u00f6gen ausgebildet werden, um die Forderung Schillers zu erf\u00fcllen, die er in der Rede zur Universalgeschichte aufstellt:<\/p>\n<p>\u201eEin edles Verlangen mu\u00df in uns entgl\u00fchen, zu dem reichen Verm\u00e4chtnis von Wahrheit, Sittlichkeit und Freiheit, das wir von der Vorwelt \u00fcberkamen und reich vermehrt an die Folgewelt wieder abgeben m\u00fcssen, auch aus unsern Mitteln einen Beitrag zu legen, und an dieser unverg\u00e4nglichen Kette, die durch alle Menschengeschlechter sich windet, unser fliehendes Dasein zu befestigen.\u201c<\/p>\n<p>Es ist genau diese Emotionalit\u00e4t der Liebe, die im Finale des <em>Fidelio<\/em> zum Ausdruck kommt: Liebe zum Gatten, Liebe zur Menschheit und die Idee der Freiheit in der Notwendigkeit, die Idee, mit Leidenschaft die Pflicht zu erf\u00fcllen und darin frei zu werden, was Schiller als die Qualit\u00e4ten seines Ideals der sch\u00f6nen Seele und des Genies definiert hat. Es ist die Quintessenz der gesamten \u00e4sthetischen Methode der Klassik und Friedrich Schillers insbesondere: \u201eWeil es die Sch\u00f6nheit ist, durch welche man zur Freiheit wandert.\u201c<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Verhurzt<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Aber es ist genau dieser Freiheitsbegriff, dem die ganzen Verfechter von Regietheater, disharmonischer Musik und postmoderner Dekonstruktion den Kampf angesagt haben, weil er ihrem liberalen Konzept von \u201eFreiheiten\u201c statt Freiheit entgegensteht. Also greifen sie hemmungslos in die schon reichlich zerfressene Mottenkiste von Brechtschen Verfremdungseffekten: Unterbrechungen, Filmclips, Spruchschilder, auf das Publikum gerichteter Kameraf\u00fchrung etc., um die Zuschauer so aus ihren H\u00f6r- und Denkgewohnheiten heraus zu \u201eschocken\u201c. Was in Darmstadt dabei heraus kommt, ist eine Mischung aus <em>Clockwork Orange <\/em>&#8211; man erinnere sich an die gewalttriefende Scheu\u00dflichkeit von Stanley Kubrick, die mit der Musik der 9. Symphonie Beethovens untermalt wurde &#8211; und der intellektuellen Tiefe Helene Fischers. Wenn Helene Fischer im roten Latex-Outfit zu orgiastischen Bewegungen ihren Song \u201eSag mal, sp\u00fcrst Du das?\u201c ins begeisterte Publikum hineinschnulzt, dann ist das ungef\u00e4hr genau so subtil, wie wenn w\u00e4hrend des gesamten Finales auf der B\u00fchne der Satz \u201eBewegt es Dich?\u201c in gro\u00dfen Neonlettern aufleuchtet. Offensichtlich meint der Regisseur Dittrich, da\u00df das intellektuell herausgeforderte Publikum mit einer Holzlatte aufgeweckt werden m\u00fcsse. Dazu dann das eingangs erw\u00e4hnte Bombardement mit ohrenbet\u00e4ubendem Krach durch im Zuschauerraum verteilte Instrumentalisten und Chormitglieder.<\/p>\n<p>Das Publikum dankte f\u00fcr diesen Klamauk mit einem gequ\u00e4lten Mini-Applaus. Wenn es das Ziel der Inszenierung war, entweder das Publikum zum politischen Handeln in der Gegenwart aufzufordern oder die zeitgen\u00f6ssische Musik f\u00fcr ein \u201ebreiteres Publikum\u201c (Dittrich) zu \u00f6ffnen, dann mu\u00df man in beiden F\u00e4llen sagen: Ziel verfehlt. Der bekannte \u201eHurz\u201c-Sketch von Hape Kerkeling beschreibt die Reaktion der meisten Zuschauer &#8211; die sich offensichtlich schon zu lange an die Zumutungen des Regietheaters und den Kulturkrieg des CCF gew\u00f6hnt haben, der offensichtlich immer noch andauert &#8211; sehr treffend.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend sei ein Zitat von Alma Deutscher, die wirklich komponieren kann, erw\u00e4hnt: \u201eWenn die Welt so h\u00e4\u00dflich ist, warum soll man sie dann noch h\u00e4\u00dflicher machen mit h\u00e4\u00dflicher Musik?\u201c<\/p>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Verteidigt die klassische Kultur!<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p>Ehe das Vorbild von Frau Schl\u00fcmpf Beispiel macht, noch andere klassische Kompositionen im Sinne von Hans Neuenfels zu \u201esch\u00e4nden\u201c, soll diese Kritik im Beethoven-Jahr eine Debatte ins Leben rufen, die Klassik gegen solche \u00dcbergriffe zu verteidigen.<\/p>\n<p>Das Beethoven-Jahr, in dem nicht nur in Deutschland, sondern auf der ganzen Welt eine gro\u00dfe Anzahl von Beethovens Kompositionen aufgef\u00fchrt werden, bietet die wunderbare Chance, da\u00df wir uns an unsere bessere kulturelle Tradition in Deutschland erinnern, dem seit Jahrzehnten fortdauernden moralischen Abw\u00e4rtstrend entgegenstellen und im bewu\u00dften H\u00f6ren von Beethovens Musik die innere Kraft finden, unsere eigene Kreativit\u00e4t lebendig werden zu lassen.<\/p>\n<p>Die Welt befindet sich derzeit in einem Epochenwandel, in der die bisherige, von den atlantischen Staaten dominierte \u00c4ra eindeutig zu Ende geht und sich der Schwerpunkt der Entwicklung nach Asien verlagert, wo es mehrere V\u00f6lker gibt, die auf ihre zum Teil \u00fcber 5000 Jahre alten Zivilisationen zu recht stolz sind und diese pflegen. Wenn Europa irgend etwas dazu beizutragen hat, um das entstehende neue Paradigma in der Welt in einem humanistischen Geist mit zu gestalten, dann ist es unsere Hochkultur der Renaissance und der Klassik.<\/p>\n<p>Viele Wissenschaftler, K\u00fcnstler und durchaus deutschlandfreundliche Menschen auf der ganzen Welt wundern sich ohnehin seit geraumer Zeit, was mit den Deutschen eigentlich los ist, da\u00df sie sich so weit von ihrer Eigenschaft als Volk der Dichter und Denker entfernt haben. Wenn wir uns das Beethoven-Jahr verhunzen lassen &#8211; oder sollte man sagen, \u201everhurzen\u201c lassen? -, dann w\u00fcrde man Deutschland als Kulturnation wohl endg\u00fcltig abschreiben.<\/p>\n<p>Um Diskussionsbeitr\u00e4ge wird gebeten.<\/p>\n<p><em>zepp-larouche@eir.de<\/em><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einem vielbeachteten Appell erkl\u00e4rte Helga Zepp-Larouche, Vorsitzende des internationalen Schiller-Institutes, da\u00df die Zerst\u00f6rung der Oper &#8222;Fidelio&#8220; von L. van Beethoven\u00a0 in einer Auff\u00fchrung in Darmstadt einem Dammbruch gleichkomme. 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