{"id":52358,"date":"2019-03-06T11:35:16","date_gmt":"2019-03-06T10:35:16","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=52358\/"},"modified":"2019-03-21T19:39:36","modified_gmt":"2019-03-21T18:39:36","slug":"seminar-des-schiller-instituts-in-berlin-kooperation-statt-konfrontation-mit-china","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2019\/03\/06\/seminar-des-schiller-instituts-in-berlin-kooperation-statt-konfrontation-mit-china\/","title":{"rendered":"Seminar des Schiller-Instituts in Berlin: Kooperation statt Konfrontation mit China"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/o8JLl_x48Ao?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><em>Hauptrednerin: Helga Zepp-LaRouche, Pr\u00e4sidentin des Schiller Instituts<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-52358-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-MeiHuang.mp3?_=1\" \/><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-MeiHuang.mp3\">https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-MeiHuang.mp3<\/a><\/audio>\n<p><em>Dr. Mei Huang, Vorsitzende, F\u00f6rderung des Internationalen Austausches f\u00fcr K\u00fcnste und Erziehung e.V.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-52358-2\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-Elke.mp3?_=2\" \/><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-Elke.mp3\">https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-Elke.mp3<\/a><\/audio>\n<p><em>Elke Fimmen, Journalistin und Autorin, Executive Intelligence Review<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-52358-3\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-HZL-Schlusswort.mp3?_=3\" \/><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-HZL-Schlusswort.mp3\">https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-HZL-Schlusswort.mp3<\/a><\/audio>\n<p><em>Schlusswort: Helga Zepp-LaRouche<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>&#8222;Der Westen konfrontiert China &#8211; Motive und L\u00f6sungen&#8220;<\/h3>\n<p><strong>Seminar des Schiller Instituts in Berlin &#8211; 27. Februar 2019<\/strong><\/p>\n<p>Ein Seminar des Schiller-Instituts, das am 27. Februar in Berlin stattfand, ging der Frage nach, warum Bundesregierung und Mainstream-Medien Chinas Belt and Road Initiative (BRI) so feindlich gegen\u00fcberstehen, obwohl die BRI enorme Chance f\u00fcr die deutsche Exportwirtschaft bietet.<\/p>\n<p>Zur Einstimmung sang Benjamin Lylloff zwei chinesische Lieder, begleitet vom Erhu-Spieler Wei Xiaobin. Zuerst brachten sie das sehr popul\u00e4re, von Wang Luomin 1939 komponierte Lied \u201eZai Na Yaoyuan De Difang\u201c (In einem fernen Orte) zu Geh\u00f6r, gefolgt vom nicht minder bekannten Volkslied \u201eMo Li Hua&#8220; (Jasminbl\u00fcte).<\/p>\n<p>In ihrem Er\u00f6ffnungsvortrag ging dann Helga Zepp-LaRouche auf das neue Paradigma ein, das der chinesischen Politik zugrunde liegt: Zusammenarbeit zum gegenseitigen Nutzen, die Betonung auf Forschung und technologischen Fortschritt und nicht zuletzt Pr\u00e4sident Xis Einsatz f\u00fcr die \u00e4sthetische Erziehung der Jugend.<\/p>\n<p>Sie widersprach vehement der immer wieder aufgestellten Behauptung, da\u00df China die Partnerl\u00e4nder mit den Projekten der Neuen Seidenstra\u00dfe in eine Schuldenfalle locke. Die einzig existierende Schuldenfalle sei die seit Jahrzehnten betrieben Politik des IWF, der mit seinen Konditionalit\u00e4ten eine reale Aufbauperspektive im Entwicklungssektor verhindert habe. Gerade das chinesische Engagement in Afrika zeige, wie ein ganzer Kontinent durch den Bau von grundlegender Infrastruktur zu neuem Selbstbewu\u00dftsein gelangt sei. Deutschland k\u00f6nne dazu beitragen, da\u00df das riesige Potential Afrikas zur vollen Entfaltung k\u00e4me, wenn man nicht gegen, sondern gemeinsam mit China an dieser Aufgabe arbeite \u2013 so wie es Italien bereits beim Transaqua-Projekt in der Tschadseeregion mache.<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund des drohenden Finanzkrachs \u2013 die Spekulationsblasen sind heute gr\u00f6\u00dfer als 2008 \u2013 und der wachsenden Kriegsgefahr sei es h\u00f6chste Zeit, da\u00df die USA, Ru\u00dfland, China und Indien in diesen \u00fcberlebenswichtigen Frage zu einer \u00dcbereinkunft k\u00e4men und ein neues stabiles, weil reguliertes, Weltfinanzsystem (Neues Bretton Woods) iniziierten.<\/p>\n<p>Das Problem in Deutschland (und nicht nur hier) best\u00fcnde im Gruppendenken der Eliten, die alles ablehnen, was au\u00dferhalb ihrer eigenen, begrenzten Vorstellungswelt liege.<\/p>\n<p>Dieses Thema wurde von Hans von Helldorf (Bundesverband Deutsche Seidenstra\u00dfen Initiative) aufgegriffen. Wie denkfaul seien eigentlich die deutschen Eliten, da\u00df sie keinerlei Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die weltweiten Ver\u00e4nderungen aufbr\u00e4chten? Das letzte intellektuelle Bundeskabinett sei 1983 per Mi\u00dftrauensvotum aus dem Amt gehebelt worden. Seitdem sei in der deutschen Politik Mittelma\u00df zum Credo geworden und das sei eine wesentliche Ursache f\u00fcr den Niedergang der einstigen Volksparteien.<\/p>\n<p>In Bezug auf die Neue Seidenstra\u00dfen Initiative f\u00fchrte er aus, da\u00df sich China als \u00e4u\u00dferst lernf\u00e4hig erwiesen habe und er sei sich sicher, da\u00df bestehende Meinungsunterschiede durch wohlwollende Verhandlungen bald beseitigt werden k\u00f6nnten. Die sich jetzt entwickelnde neue Weltwirtschaftsordnung k\u00f6nne deshalb nur durch Zusammenarbeit aller Akteure, nicht durch Konfrontation, gelingen. China habe bereits 1 Billion Dollar in BRI-Projekte investiert. Das Potential verlange aber nach zus\u00e4tzlichen 4 Bio. Dollar in den n\u00e4chsten Jahren. Das k\u00f6nne China nicht alleine stemmen und diese Herausforderung stelle somit eine gro\u00dfe Chance f\u00fcr Investoren aus aller Welt<\/p>\n<p>dar. Und \u00fcber diese Chancen im Interesse des deutschen Mittelstandes aufzukl\u00e4ren sei vornehmliche Aufgabe seines Verbandes.<\/p>\n<p>Unter dem Titel: \u201eVertiefender Austausch und Offenheit beseitigen Vorurteile\u201c stellte Frau Dr. Mei Huang (F\u00f6rderung des Internationalen Austausches f\u00fcr K\u00fcnste und Erziehung e.V.) die Arbeit ihres 1999 gegr\u00fcndeten Vereins vor. Nachdem die Projekte am Anfang im Wesentlichen darin bestanden, Ausstellungen f\u00fcr K\u00fcnstler im jeweils anderen Land zu organisieren, habe man in letzter Zeit auch den Dialog der K\u00fcnstler untereinander \u00fcber die verschiedenen Herangehensweisen im Bereich der bildenden K\u00fcnste gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Zum Abschlu\u00df skizzierte Elke Fimmen (Journalistin u. Autorin, E.I.R.) Leben und Werk des hierzulande in Vergessenheit geratenen deutsch-amerikanischen \u00d6konomen Friedrich List. Dessen Werke seien in China und anderen asiatischen Staaten noch sehr pr\u00e4sent, da List im Gegensatz zu Adam Smith die Erzeugung von Werten und nicht blo\u00df den Handel mit diesen zum Gegenstand seiner Untersuchungen gemacht habe. Als Vertreter des amerikanischen Systems der politischen \u00d6konomie habe sich List in der Tradition von Alexander Hamilton, sowie Mathew und Henry Carey f\u00fcr die Entwicklung von Nationen eingesetzt und sein Hauptaugenmerk auf die \u201ePflanzung der produktiven Kr\u00e4fte\u201c gelegt, womit er das geistige Potential einer Bev\u00f6lkerung als den Ursprung des Reichtums einer Nation definierte. Lyndon LaRouche habe mit seinem Lebenswerk u.a. mit seinem Begriff des \u201erelativen Bev\u00f6lkerungsdichtepotentials\u201c diese Schule der physikalischen \u00d6konomie auf eine neue konzeptionelle Ebene gehoben. Angesichts der Sackgasse, in die uns die monet\u00e4ren Doktrinen der neoliberalen Wirtschaftsschulen man\u00f6vriert haben, sei es eine dringenden Herausforderung an jedermann, sich mit den Konzepten von List (und LaRouche) auseinanderzusetzen.<\/p>\n<p>In der regen Diskussion kam eine breite Palette von Fragen auf: Ob das neue Paradigma einen neuen Menschen zur Voraussetzung habe, die (unr\u00fchmliche) Rolle von EU, Denkfabriken und dem milit\u00e4risch-industriellem Komplex bis hin zur Frage, ob nicht die Zusammenarbeit im Weltraum den besten Weg aufzeige, von der Konfrontation zur Kooperation zu gelangen. Da bei der Weltraumfahrt absolute Rationalit\u00e4t von N\u00f6ten sei, so Frau LaRouche in ihrer Antwort, sei Kooperation auf diesem Feld tats\u00e4chlich am besten geeignet, damit die Welt endlich ihre geopolitischen Kinderkrankheiten \u00fcberwindet und die Menschheit zu ihrer extraterrestrischen Bestimmung gef\u00fchrt werde.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hauptrednerin: Helga Zepp-LaRouche, Pr\u00e4sidentin des Schiller Instituts &nbsp; https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-MeiHuang.mp3 Dr. Mei Huang, Vorsitzende, F\u00f6rderung des Internationalen Austausches f\u00fcr K\u00fcnste und Erziehung e.V. &nbsp; https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-Elke.mp3 Elke Fimmen, Journalistin und Autorin, Executive Intelligence Review &nbsp; https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/Berlin-Seminar-mit-HZL-Schlusswort.mp3 Schlusswort: Helga Zepp-LaRouche &nbsp; &#8222;Der Westen konfrontiert China &#8211; Motive und&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":15,"featured_media":52361,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[37],"tags":[],"class_list":["post-52358","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein-de"],"featured_image_src":"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2019\/03\/si-berlin-seminar-thumbnail.jpg","author_info":{"display_name":"Motoki Kasai","author_link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/author\/motoki\/"},"modified_by":"Motoki Kasai","cc_featured_image_caption":{"caption_text":"","source_text":"","source_url":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52358","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/15"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=52358"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52358\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":52655,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/52358\/revisions\/52655"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/52361"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=52358"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=52358"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=52358"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}