{"id":52304,"date":"2019-02-19T14:09:44","date_gmt":"2019-02-19T13:09:44","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2019\/02\/19\/let-us-create-a-new-more-human-epoch-for-mankind-panels-1-3\/"},"modified":"2019-02-28T13:23:11","modified_gmt":"2019-02-28T12:23:11","slug":"let-us-create-a-new-more-human-epoch-for-mankind-panels-1-3","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2019\/02\/19\/let-us-create-a-new-more-human-epoch-for-mankind-panels-1-3\/","title":{"rendered":"Konferenz: Schaffen wir eine neue, menschlichere Epoche f\u00fcr die Menschheit"},"content":{"rendered":"<p>So lautete das Motto der Konferenz des amerikanischen Schiller-Instituts am 16. Februar in Morristown im US-Bundesstaat New Jersey. Zu Beginn erhob sich das gesamte Publikum zu langem, feierlichem Beifall zu Ehren des wenige Tage zuvor verstorbenen Lyndon LaRouche und von Helga Zepp-LaRouche, die den Vortr\u00e4gen pers\u00f6nlich beiwohnte.<\/p>\n<p>Die erste Vortragsrunde wurde von Dennis Speed er\u00f6ffnet, der unter dem Titel \u201eKann sich die Menschheit selbst regieren, um unsere Existenz als Gattung zu garantieren?&#8220; eine Auswahl von Video- und Audiomitschnitten von Vortr\u00e4gen Lyndon LaRouches pr\u00e4sentierte. Darunter waren auch dessen Warnung vor einem drohenden Finanzkrach 2007 und ein Ausschnitt aus LaRouches Rede im Berliner Kempinski-Hotel im Jahr 1988, worin er die Wiedervereinigung Deutschlands vorhersagte. Speed hob LaRouches Methode, Prognosen und Genialit\u00e4t hervor und berichtete, da\u00df die LaRouches seit drei Jahrzehnten an den weltweiten strategischen Programmen f\u00fcr ein Produktives Dreieck f\u00fcr Eurasien, eine Neue Seidenstra\u00dfe, eine Eurasische Landbr\u00fccke und die Weltlandbr\u00fccke mitgearbeitet haben.<\/p>\n<p>Die Hauptrede der Konferenz hielt Jacques Cheminade, jahrzehntelanger enger Freund der LaRouches und Gr\u00fcnder der franz\u00f6sischen Partei Solidarit\u00e9 et Progr\u00e8s, \u00fcber das Thema \u201eDie Welt der Zukunft wird LaRouches Welt sein\u201c. Es sei nun die Aufgabe des Schiller-Instituts, LaRouches Lebenswerk zu vollenden, sagte Cheminade. \u201eIch betrachte uns nun mit den Augen der Zukunft&#8230; Ich hoffe, ich bin zuversichtlich, da\u00df wir die kommende Welt LaRouches sehen werden.\u201c Eines d\u00fcrfe man nie vergessen, betonte Cheminade: \u201ePessimismus ist der schlimmste Kollaborateur der Zerst\u00f6rung.\u201c (Den Text seiner Rede finden Sie auf den Seiten 2-4.)<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend sprach Jiong Gong, Professor f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften an der Universit\u00e4t f\u00fcr internationalen Handel und Wirtschaft in Beijing, \u00fcber das Thema \u201eChinesische Investitionen und amerikanische Infrastruktur unter neuen Beziehungen zwischen China und den USA\u201c (s. S. 5-6). Theodore Strschischowskij, Rat der russischen UN-Mission, verlas die Rede des Botschafters und St\u00e4ndigen Vertreters der russischen Mission bei den Vereinten Nationen, Wassili A. Nebensja, zum Thema \u201ePerspektiven der Ost-West-Zusammenarbeit: Die Sicht der Russischen F\u00f6deration\u201c (S.1).<\/p>\n<p>William Binney, ehemaliger Technischer Direktor der National Security Agency (NSA), der 2001 aus Protest gegen die illegale Massen\u00fcberwachung amerikanischer B\u00fcrger durch die NSA zur\u00fccktrat,<\/p>\n<p>begann seinen Vortrag mit der Aussage: \u201eEs gibt keine k\u00fcnstliche Intelligenz.\u201c Diese Idee spuke schon seit den 70er Jahren herum, trotzdem sei sie Unsinn. Die Vorstellung, wenn man nur alle Daten eingebe, dann k\u00f6nne einem der Computer sagen, was zu tun ist, sei ein Irrtum. Binney beschrieb dann die L\u00fcgen und Methoden der Geheimdienste, angefangen mit der Behauptung, \u201edie Russen\u201c h\u00e4tten die Computer des DNC gehackt, um Donald Trump zur Pr\u00e4sidentschaft zu verhelfen.<\/p>\n<p>Jason Ross vom Schiller-Institut sprach dann \u00fcber \u201eDie dringenden Bed\u00fcrfnisse f\u00fcr ein neues Paradigma in Afrika\u201c. Er verwies auf die wichtigsten Punkte des Programms Agenda 2063 der Afrikanischen Union (AU), n\u00e4mlich ein transafrikanisches Autobahnnetz und Elektrizit\u00e4tsnetz, und nannte als negatives Beispiel, da\u00df die Weltbank den Bau eines gro\u00dfen Wasserkraftprojekts am Kongo sabotierte, weil es \u201e\u00f6kologisch unverantwortlich\u201c sei.<\/p>\n<p>Der EIR-Ressortchef f\u00fcr Iberoamerika<em>,<\/em> Dennis Small, schlo\u00df die Runde ab, indem er darstellte, \u201eWarum Donald Trump Lyndon LaRouche jetzt rehabilitieren mu\u00df\u201c.<\/p>\n<p><strong>Die \u00c4sthetische Erziehung des Menschen<\/strong><\/p>\n<p>Die zweite Vortragsrunde der Konferenz widmete sich der \u201e\u00c4sthetischen Erziehung des Menschen\u201c. Sie war ein au\u00dfergew\u00f6hnlicher Dialog \u00fcber den Zusammenhang von Wissenschaft und Kunst, mit erhebenden Musikdarbietungen und einem intensiven Gedankenaustausch in der anschlie\u00dfenden Diskussion.<\/p>\n<p>Die Vortr\u00e4ge wurden eingeleitet durch den Chor des Schiller-Instituts, der das von Benjamin Lylloff arrangierte chinesische Lied <em>Mo Li Hua<\/em> (Jasminbl\u00fcte) sowie zwei Spirituals &#8211; <em>Deep River<\/em> und <em>Every Time I Feel the Spirit<\/em> in den Arrangements von H.T. Burleigh und William Dawson &#8211; vortrug.<\/p>\n<p>Dennis Speed er\u00f6ffnete dann die Diskussion mit einem Zitat von Lyndon LaRouche aus dem Aufsatz \u201eBeethoven als physikalisches Prinzip\u201c \u00fcber seine Kritik an Kants Behauptung, Kreativit\u00e4t existiere zwar, \u00fcberschreite jedoch das menschliche Verst\u00e4ndnis, und Lyns Absicht, genau eine solche verst\u00e4ndliche Darstellung des sch\u00f6pferischen Prozesses zu schaffen. Dies, so Dennis, sei entscheidend f\u00fcr die Rolle des Schiller-Instituts.<\/p>\n<p>Megan Beets sprach \u00fcber \u201eK\u00fcnstlerische und moralische Sch\u00f6nheit\u201c und zitierte Schiller, jeder individuelle Mensch trage der Anlage nach \u201eeinen reinen, idealischen Menschen in sich\u201c, und es sei die gro\u00dfe Aufgabe seines Daseins, \u201emit dessen unver\u00e4nderlicher Einheit in allen seinen Abwechselungen \u00fcbereinzustimmen\u201c. Jedes Kind sei also, wie Einstein sagte, ein potentielles Genie. Aber warum, so fragte sie, ist die Gesellschaft so oft gescheitert, wie heute? Es gebe keinen praktischen Ausweg aus dieser Krise, au\u00dfer der Erziehung der Emotionen durch die Sch\u00f6nheit. Wie Shelley in seiner <em>Verteidigung der Poesie<\/em> feststellte, sei in Zeiten wie diesen eine solche Transformation m\u00f6glich. Unsere Aufgabe sei es, eine Renaissance zu schaffen &#8211; aber diesmal eine universelle Renaissance.<\/p>\n<p>Bruce Director sprach dann \u00fcber \u201eLaRouches Konzept der Bedeutung von Kunst f\u00fcr die Wissenschaft und von Wissenschaft f\u00fcr die Kunst\u201c. LaRouches Entdeckung beruhe auf seiner Erkenntnis, da\u00df die Quelle von beidem in demselben sch\u00f6pferischen Geistesproze\u00df liegt. Kreativit\u00e4t sei ein Charakterzug der Natur selbst &#8211; und das widerlege den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik, wonach das Universum entropisch sei. Director verwies auf Beethovens <em>Chorphantasie<\/em> (die am Ende der Vortragsrunde aufgef\u00fchrt wurde) als ein Beispiel daf\u00fcr, da\u00df eine Komposition von Beethoven mit einer Riemannschen Oberfl\u00e4che vergleichbar ist, die in linearen mathematischen Formeln nicht dargestellt werden kann. Die Aussage \u201e<em>Wenn sich Lieb und Kraft verm\u00e4hlen, lohnt dem Menschen G\u00f6ttergunst\u201c<\/em> sei eine wissenschaftliche Tatsache.<\/p>\n<p>Diane Sare sprach dann \u00fcber \u201eDas Prinzip des Chors\u201c und zitierte LaRouche, klassische Musik sei keine \u201eUnterhaltung\u201c, sondern eine Erfahrung, die darauf abzielt, den Charakter der Bev\u00f6lkerung zu ver\u00e4ndern. Sie berichtete \u00fcber ihre Erfahrungen beim Aufbau und der Ausweitung der \u00d6ffentlichen Ch\u00f6re des Schiller-Instituts, die sich von allen anderen Ch\u00f6ren unterschieden, weil sie den Leuten das Singen beibringen wollten &#8211; nicht nur die Technik, sondern auch, \u00fcber die Bedeutung der Musik und die Absicht der Komponisten nachzudenken, um so die kreativen Kr\u00e4fte der Mitglieder zu entwickeln.<\/p>\n<p>John Sigerson sprach dann \u00fcber einen Chorsatz von Brahms \u00fcber Zeilen aus Friedrich Schillers <em>Lied von der Glocke<\/em>, der anschlie\u00dfend vom Chor vorgetragen wurde, in dem Mitglieder des Schiller-Instituts aus dem ganzen Land und der ganzen Welt mitsangen. Sigerson versammelte dann das Orchester, das den ersten Satz von Bachs 5. Brandenburgischen Konzert f\u00fcr Violine, Fl\u00f6te und Cembalo auff\u00fchrte, Mi-Hoa Steger spielte dabei den komplizierten Tastenpart. Zum Abschlu\u00df der Vortragsrunde trugen Chor und Orchester dann Beethovens <em>Chorphantasie <\/em>vor, wobei wieder Mi-Hoa das kraftvolle Klaviersolo spielte.<\/p>\n<p>Die Reaktion der mehr als 400 Teilnehmer der Konferenz war \u201eelektrisiert\u201c. Leidenschaftliche Fragen und Kommentare provozierten eine intensive Diskussion \u00fcber Schillers Vorstellung von \u00e4sthetischer Erziehung, \u00fcber die wissenschaftliche Stimmung in der Musik (c\u2019=256 Hz), dar\u00fcber da\u00df &#8211; wie Lyndon LaRouche immer wieder betonte &#8211; die Dom\u00e4nen der unbelebten und belebten Natur vom menschlichen Geist organisiert und transformiert werden, und da\u00df die Wissenschaft auf das universelle, einigende Prinzip zur\u00fcckgef\u00fchrt werden mu\u00df, das von einigen Gott genannt wird.<\/p>\n<p><strong>Die Bestimmung der Menschheit im Universum<\/strong><\/p>\n<p>Die dritte und letzte Vortragsrunde behandelte \u201eDie Bestimmung der Menschheit im Universum\u201c und die Pionierbereiche wissenschaftlicher Entdeckung heute.<\/p>\n<p>Jason Ross er\u00f6ffnete sie mit den ersten drei Minuten der 1988 vom Pr\u00e4sidentschaftskandidaten Lyndon LaRouche ausgestrahlten Wahlwerbesendung <em>The Woman on Mars<\/em>, worin die Gr\u00fcndung der ersten dauerhaften Mars-Kolonie dargestellt wird. LaRouche forderte damals Kredite in H\u00f6he von zwei Billionen US-Dollar, um die verfallende wirtschaftliche Infrastruktur Amerikas wiederaufzubauen, nach dem Vorbild der Aufbauprogramme von Roosevelt und Kennedy, aber unter Einsatz der neuesten Technologien, was viel h\u00f6here Amortisationsraten erm\u00f6gliche. Wenn dies geschehe, sagte LaRouche damals (1988) voraus, \u201ewird das durchschnittliche Einkommen der Amerikaner im Jahr 2027 das Zehnfache des heutigen sein\u201c.<\/p>\n<p>Die Erf\u00fcllung der \u201eBestimmung der Menschheit im Universum\u201c, erkl\u00e4rte Kesha Rogers, sei ein lebenslanges Anliegen von Lyndon LaRouche gewesen, und diese Aufgabe sei nun auf uns \u00fcbergegangen. \u201eDie Kolonisierung des Weltraums ist nicht nur Vergangenheit, sondern sie ist unsere Zukunft\u201c, sagte sie. Die Absicht dabei sei, zitierte sie LaRouche, da\u00df \u201eunsere Gattung endlich die kulturellen \u00dcberreste des Tieres abwirft\u201c.<\/p>\n<p>Tom Wysmullers Vortrag hatte den Titel \u201eWarum die NASA?\u201c. Er begann mit der Aussage \u00fcber den Zustand der NASA im allgemeinen: \u201eWir haben aufgeh\u00f6rt, immer weiter herabzusinken, und angefangen, wieder besser zu werden.\u201c Das Weltraumprogramm habe unter der Pr\u00e4sidentschaft von Obama \u201eacht Jahre auf Eis gelegen\u201c. Nun m\u00fcsse man sich entscheiden, wie man es wieder auf Kurs bringen k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Professor Larry Bell, Autor des &#8211; Al Gore kritisierenden &#8211; Buchs <em>Climate of Corruption: Politics &amp; Power Behind the Global Warming Hoax<\/em> (\u201eKlima der Korruption: Die Politik der globalen Erw\u00e4rmung\u201c) und acht weiterer B\u00fccher sowie Herausgeber eines vielgelesenen Nachrichtenbriefs, aber auch Experte f\u00fcr Ionenantriebe im Weltraum, sprach \u00fcber die Gr\u00fcnde, warum die Menschheit den Weltraum erobert.<\/p>\n<p>Ben Deniston, wissenschaftlicher Mitarbeiter des LaRouche-Forscherteams, sprach \u00fcber die Transformation von LaRouches SDI in LaRouches SDE, die Strategische Verteidigung der Erde. Er beschrieb dann Aufgaben und Herausforderungen der \u201eerweiterten SDE\u201c: der Schutz der Erde und unserer Gattung vor Einschl\u00e4gen von Asteroiden und Kometen, und vor der Wirkung von Sonnenst\u00fcrmen, welche die Stromnetze auf der ganzen Welt zerst\u00f6ren k\u00f6nnen. Zudem gebe es das m\u00f6gliche neue Sonnenminimum in diesem Jahrhundert, das wesentlich mehr K\u00e4lte erzeugen k\u00f6nnte &#8211; den \u201etats\u00e4chlichen Klimawandel\u201c. Und schlie\u00dflich gelte es, mehr \u00fcber die Position des Sonnensystems in der Galaxie zu erfahren.<\/p>\n<p>Der Eisenbahningenieur Hal Cooper sprach in seinem Vortrag \u00fcber den Ausbau des Eisenbahnsektors in Afrika, mit detaillierten Grafiken zu Vorschl\u00e4gen f\u00fcr Schienenverkehr, Schiffahrt, Stromerzeugung (gr\u00f6\u00dftenteils Wasserkraft) und einigen vorhandenen Kapazit\u00e4ten. Cooper sch\u00e4tzte die f\u00fcr diese Projekte erforderlichen Investitionen auf zwei Billionen Dollar.<\/p>\n<p>Helga Zepp-LaRouche beschlo\u00df die Konferenz des Schiller-Instituts mit der Feststellung, eines der Dinge, die heute nicht \u00fcber Lyndon LaRouche gesagt wurden, sei, da\u00df er die liebevollste Person war, die sie je getroffen hatte, und da\u00df er die Menschheit wirklich liebte. \u201eHeute haben wir die Sch\u00f6nheit der Menschheit gefeiert\u201c, sagte sie. \u201eWir sollten uns von dieser Konferenz verabschieden, um bessere Menschen zu werden&#8230; und die Kreativit\u00e4t des anderen zu feiern.\u201c<\/p>\n<p>(Beitr\u00e4ge zu diesem Artikel kamen von Marcia Merry, Michael Billington und Paul Gallagher.)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Deutsche \u00dcbersetzungen einiger Konferenzreden:<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit dem folgenden Vortrag er\u00f6ffnete Jacques Cheminade am 16. Februar die Konferenz des Schiller-Instituts in Morristown\/New Jersey<\/p>\n<p><strong>&#8222;Die Welt der Zukunft wird LaRouches Welt sein&#8220;<\/strong><\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\"><\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Es ist mir eine gro\u00dfe Ehre, heute vormittag hier \u00fcber \u201eDie kommende Welt des Lyndon LaRouche\u201c zu sprechen, und noch viel mehr als eine gro\u00dfe Ehre: eine immense Freude. Nicht nur Freude dar\u00fcber, wieder hier bei euch in Amerika zu sein, sondern auch die wahre Freude des Lebens, die Lyndon LaRouche 1988 so beschrieben hat: \u201eUnd wenn unser sterbliches Leben verfr\u00fcht enden sollte, wir es aber so gef\u00fchrt haben, da\u00df es der Sache der noch ungeborenen Hunderten von Milliarden von Seelen gedient hat, dann k\u00f6nnen wir mit Freude in den Tod gehen, weil wir unser Leben abgeschlossen, es erf\u00fcllt haben.\u201c Die wahre Freude, ein wahrer Mensch unter wahren Menschen zu sein. Helga Zepp LaRouche, Lyndon LaRouches Ehefrau und Erbin, fordert uns heute heraus; \u201eJetzt liegt es an uns, sein Lebenswerk zu Ende zu f\u00fchren.\u201c<\/p>\n<p>Wenn ich uns alle hier betrachte, sehe ich uns mit den Augen der Gegenwart, mit all unseren Unvollkommenheiten in diesem schrecklichen Moment f\u00fcr die Menschheit. Aber wenn ich uns mit den Augen der Zukunft sehe, dann bin ich voller Hoffnung, weil unser Leben von der Geschichte einer Organisation gepr\u00e4gt ist, die immer an der vordersten Front gedacht und gek\u00e4mpft hat &#8211; Hoffnung jenseits von Schmerz und Trauer, Hoffnung \u00fcber die Grenzen der Nationen und Zeiten hinweg. Im Vertrauen auf das, was wir erreichen werden, indem wir die Kraft aufbringen, zu k\u00e4mpfen und zu gewinnen, sehe ich die kommende Welt als Lyndon LaRouches Welt. Vor uns liegt die M\u00f6glichkeit eines Paradigmenwechsels, der die Welt aus dem zerst\u00f6rerischen Griff des Britischen Empire und seiner Ideologie befreit.<\/p>\n<p>Aber daf\u00fcr m\u00fcssen wir alle zu Leitsternen werden, weit \u00fcber das hinaus, was wir heute sind, und es uns nicht zu leicht machen. Packen wir es also an, weil es unsere Aufgabe und Mission ist. Diese Konferenz wird nur eine Bedeutung haben, wenn auf sie eine beispiellose politische Mobilisierung folgt, um Menschen zu begeistern und anderen die Hand zu reichen, jenseits von allem Provinzialismus, pers\u00f6nlichen Vorurteilen und Grenzen.<\/p>\n<p>Unsere Ziele &#8211; Neues Bretton Woods, Nationalbank, Bankentrennung und Fusionsenergie &#8211; sind keine blo\u00dfen Worte oder Rezepte, die man nachbetet, sondern m\u00e4chtige Ideen, die eine dynamische Einheit definieren. Wenn sie nicht realisiert werden, ist die Welt zum Scheitern verurteilt. LaRouches \u201eVier Gesetze\u201c werden die Zukunft der Menschheit definieren, sonst gibt es keine Zukunft. Das ist einfach so, und auf dieser Grundlage sollten wir beschlie\u00dfen, was wir mit unserem Leben anfangen. Nicht indem wir uns sektiererisch als Weltretter aufspielen, sondern indem wir in die Geschichte eingreifen, wie es unserem wahren Menschsein entspricht.<\/p>\n<p>Das Haus der Menschheit ist in Gefahr<\/p>\n<p>Das Haus der Menschheit ist in Gefahr, durch einen Finanz-Tsunami wie auch durch die Flammen des Krieges.<\/p>\n<p>Selbst die Direktorin des Weltw\u00e4hrungsfonds Christine Lagarde warnt, da\u00df der Welt heute ein wirtschaftlicher und finanzieller Sturm droht. Sogar die W\u00e4chter des Finanztempels f\u00fchlen sich gezwungen, vor dem zu warnen, was kommt.<\/p>\n<p>Die Statistiken sind die Schrift an der Wand, sie sind eindeutig: Damit die Wirtschaft einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 1% erzeugen kann, m\u00fcssen zwischen 4% und 6% desselben BIP an neuen Schulden aufgenommen werden. Die Voraussetzungen f\u00fcr die R\u00fcckzahlung dieser Schulden sind offensichtlich nicht erf\u00fcllt, und ein Ausfall wurde bisher nur vermieden, indem immer mehr Liquidit\u00e4t in das System gepumpt wurde. \u201eFake Money\u201c hei\u00dft hier nicht \u201eFake News\u201c!<\/p>\n<p>Die Situation ist von derselben Art, aber viel schlimmer als im Vorfeld der Krise der minderwertigen Hypotheken 2007-08. Heute stecken die Hausk\u00e4ufer wieder in Schwierigkeiten, aber das Zentrum der Krise liegt jetzt in den Unternehmen au\u00dferhalb der Finanzbranche, den sog. \u201eNichtfinanzunternehmen\u201c: Ihnen wurde Geld geliehen, obwohl sie in schlechtem Zustand waren. Sie sind Zombiefirmen, lebende Leichen wie in Hollywoodfilmen. Sie produzieren nicht mehr genug, um die Zinsen auf ihre Schulden zu bezahlen. Deshalb haben sie keine andere Wahl, als Raubtiere zu werden, die andere auffressen.<\/p>\n<p>Die Kredite werden zu Wertpapieren geb\u00fcndelt und unter der Bezeichnung Collateralized Loan Obligations (CLOs) an die M\u00e4rkte weiterverkauft. Es handelt sich wieder um eine Form der Verbriefung, diesmal nicht wie bei den faulen \u201eSubprime\u201c-Hypotheken durch Immobilienschulden abgesichert, sondern durch B\u00fcndel von Schulden mittlerer und gro\u00dfer Unternehmen, die in verschiedenen Tranchen an verschiedene Klassen von Anlegern durchgereicht werden. So sind die faulen \u00c4pfel dazu verdammt, auch alle anderen \u00c4pfel zu verderben, genau wie bei den Subprimes. Das globale Risiko wird in den n\u00e4chsten Jahren auf mindestens 10 Billionen Dollar gesch\u00e4tzt. Dabei reden wir noch gar nicht von den Studiumsschulden, von denen schon 20% in Zahlungsverzug oder sehr nahe daran sind, oder den Schulden von Autok\u00e4ufern, die \u00fcber einen Zeitraum bezahlen sollen, der l\u00e4nger ist als die durchschnittliche Lebenserwartung ihrer Fahrzeuge. Diese beiden Schuldentypen machen mehr als drei Billionen Dollar aus.<\/p>\n<p>Die weltweite Verschuldung betr\u00e4gt inzwischen mehr als 250 Billionen Dollar. Gleichzeitig wird die Verschuldung aus Derivatprodukten, bei denen auf den zuk\u00fcnftigen Preis von Waren und Papieren aller Art gewettet wird, auf 1,5 Billiarden Dollar gesch\u00e4tzt. Es ist offensichtlich, da\u00df eine solche Schuldenpyramide, das meiste davon praktisch Spielschulden, niemals abgetragen werden kann.<\/p>\n<p>Bisher wurde das Finanzkasino nicht geschlossen, weil man den Zockern zu null oder fast null Prozent Zinsen Spielgeld zur Verf\u00fcgung stellt. Aber dieses geschenkte Geld kann nicht immer weiterflie\u00dfen, und das wird in der Tat sehr bald aufh\u00f6ren. Denn wenn die Zinsen steigen, wird die Kreditaufnahme zu teuer, und die Zocker gehen unter. Wenn jedoch die Zinsen weiter so niedrig bleiben, verdient man nichts an der Kreditvergabe, und die Kreditgeber l\u00f6sen sich in Luft auf. So ist also das gesamte Geldsystem zum Tode verurteilt! Die amerikanische Federal Reserve, die Europ\u00e4ische Zentralbank, die Bank von Japan und die Bank von England haben alle ihre Bilanzen mit soviel monet\u00e4rem Speck angef\u00fcllt, da\u00df sie fast platzen, aber sie k\u00f6nnen ihn nicht reduzieren, weil sonst die Zocker alle finanziell verhungern. Also halten sie lieber die Zocker am Leben und lassen die anderen verhungern.<\/p>\n<p>Steuerung des Denkens durch \u201eBig Data\u201c<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang wetten die Zocker auf sog. \u201ekonvergierende Technologien\u201c, NBIC: Nanotechnologie, Biotechnologie, Informationstheorie und Neurowissenschaften. Sie setzen auf ihre Kontrolle \u00fcber Big Data, das hei\u00dft Billionen und Billiarden von Daten, um die Volkswirtschaften und die Menschen zu kontrollieren. Sie erwarten, da\u00df Roboter, Computer und die dazugeh\u00f6rige K\u00fcnstliche Intelligenz (KI) das Verhalten von Menschen durch die Monopolisierung ihrer Daten und die Piraterie ihres Gehirns steuern werden. Elon Musk zum Beispiel investiert in Computerschnittstellen, die die Denkweise der Menschen ver\u00e4ndern werden. Aus den Hippies des alten Silicon Valley sind die Hilfstruppen der modernen Gedankenkontrolleure geworden.<\/p>\n<p>Ist das ernst zu nehmen? Sicher nicht, wenn Menschen als Menschen denken und arbeiten, wenn Menschen kreativ sind, was hier unsere Verantwortung ist. Aber ja, wenn sich die Menschen steuern lassen und ihnen die F\u00e4higkeit fehlt, sch\u00f6pferisch zu denken. Ich mu\u00df Sie warnen, dieser Proze\u00df hat bereits begonnen! Ihr Plan ist, das, was sie \u201enutzlose soziale Klassen\u201c nennen, durch effizientere neue Technologien zu ersetzen. Das bedeutet, da\u00df sie die Mehrheit der Menschen f\u00fcr unf\u00e4hig halten, kreative Aufgaben zu erf\u00fcllen &#8211; oder besser gesagt, sie sind zuversichtlich, da\u00df sie die Menschen unf\u00e4hig machen k\u00f6nnen, kreative Aufgaben zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang erf\u00e4hrt das alte malthusianische Gedankengut in ihren schmutzigen K\u00f6pfen ein gro\u00dfes Comeback. Auf die Frage, was wir mit den nutzlosen Klassen tun sollen, antworten sie: erstens verhindern, da\u00df sie sich vermehren (Bev\u00f6lkerungskontrolle), zweitens sie in ein Meer virtueller Erfahrungen zu st\u00fcrzen (wenn Sie mir nicht glauben, schauen Sie sich die Mehrheit unserer Kinder an, die mehr als f\u00fcnf Stunden pro Tag vor ihren Bildschirmen verbringen), und drittens k\u00f6nnten im schlimmsten Falle auch Viren oder Kriege notwendig werden.<\/p>\n<p>Wenn Sie mir nicht glauben, es gibt zu diesem Thema Hunderte ernsthafter oder bizarrer B\u00fccher, zum Beispiel der Bestseller in Frankreich, <em>Homo Deus<\/em> von Yuval Noah Harari, der wie Aldous Huxley in <em>Sch\u00f6ne Neue Welt<\/em> vorgibt, das anzuprangern, was er sarkastisch beschreibt, aber in Wirklichkeit genie\u00dft er es, von seinen experimentierenden Freunden zu lernen.<\/p>\n<p>Dahinter steht der milit\u00e4rische Komplex, der finanziell ist und nicht industriell, wie Eisenhower vor 1961 gewarnt hatte. Das Silicon Valley und \u00e4hnliche Orte auf der ganzen Welt werden vom Pentagon oder anderen milit\u00e4rischen Einrichtungen finanziert, um an milit\u00e4rischen Anwendungen zu arbeiten. In den USA steht dabei die DARPA-Beh\u00f6rde des Pentagon an vorderster Front, zusammen mit anderen Einrichtungen f\u00fcr die Datenkontrolle, wie die 2004 von der CIA gegr\u00fcndete Firma Palantir. Das sind die Speerspitzen des britischen Projekts zur Kontrolle der Anwendungen der Wissenschaft. Die Daten werden von den \u201eF\u00fcnf Augen\u201c (den Geheimdiensten Gro\u00dfbritanniens, der USA, Kanadas, Neuseelands und Australiens) gemeinsam genutzt. Frankreich nimmt heute eine Rolle als assoziierter Juniorpartner ein, durch sein Wissen, wie die durch Unterseekabel zwischen Frankreich und den afrikanischen L\u00e4ndern geleiteten Informationen \u00fcberwacht werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Es l\u00e4uft bereits ein Cyberkrieg, der jederzeit ausarten kann, haupts\u00e4chlich zwischen den F\u00fcnf Augen einerseits und Ru\u00dfland und China andererseits. Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Finanzstr\u00f6men, die mit Lichtgeschwindigkeit durch die Cyberwelt zirkulieren, dem Cyberkrieg und dem offenen Krieg.<\/p>\n<p>Das ist der Grund, warum die gegenw\u00e4rtige Lage so gef\u00e4hrlich ist: Das Britische Empire in seiner anglo-amerikanischen Form &#8211; britisches Gehirn und amerikanischer Muskel &#8211; ist sich seiner Schw\u00e4chen in der kommenden Welt bewu\u00dft und spielt seine letzte Karte in diesem Bereich aus. Es verh\u00e4lt sich wie ein verletzter Tiger, eine Situation, wo der Tiger zum Menschenj\u00e4ger wird. Das bedeutet Kontrolle der Kommunikation und Waffen auf der Erde und milit\u00e4rische Kontrolle des Weltraums.<\/p>\n<p>Die Rolle Donald Trumps<\/p>\n<p>Donald Trump, was auch immer seine Fehler sein m\u00f6gen, kommt nicht aus dieser Unterwelt gebildeter Verbrecher. Als guter Gesch\u00e4ftsmann m\u00f6chte er Frieden auf der Welt schaffen, um gute Gesch\u00e4fte zu machen. Er leidet nicht unter den ideologischen Fehlern der Hauspolitiker der Wall Street und der Londoner City. Er mag die Kriegstreiber in der CIA und im FBI \u00fcberhaupt nicht. Deshalb will die angloamerikanische Oligarchie ihn und seine engen Freunde loswerden &#8211; entweder durch direkte politische oder physische Eliminierung oder von innen, indem sie ihn profilieren und von Experten und Beratern aus ihrer Welt umgeben.<\/p>\n<p>Bis jetzt hat sich Trump auf seine Weise ziemlich gut geschlagen. Er sch\u00fcttelt das Russiagate ab, er hat in Singapur einen Geist des Friedens geschaffen, und jetzt versucht das amerikanische Verhandlungsteam in China, ein Handelsabkommen zwischen den beiden L\u00e4ndern abzuschlie\u00dfen. Trump hat gesagt, in Bezug auf die Frist f\u00fcr die Erhebung von Z\u00f6llen gegen China k\u00f6nne er flexibel sein, wenn bis zum 1. M\u00e4rz keine Einigung erzielt wird.<\/p>\n<p>Nicht zuletzt dank eurer Bem\u00fchungen, insbesondere Barbara Boyds Bericht \u00fcber den \u201ejuristischen Attent\u00e4ter\u201c Robert Mueller, riecht die amerikanische Bev\u00f6lkerung den Braten, da\u00df die Operation zum Sturz von Trump von \u00fcblen Leuten ausgeht und sich zudem gegen die amerikanische Pr\u00e4sidentschaft als Macht an sich richtet.<\/p>\n<p>Gehen wir dennoch die Quellen der unmittelbaren Gefahr durch. Einige wollen, da\u00df aus dem erw\u00e4hnten Handelskrieg gegen China ein technischer Kalter Krieg wird, der verhindert, da\u00df China seine Hochtechnologieziele \u201eMade in China 2025\u201c erreicht. Hinzu kommt, da\u00df Au\u00dfenminister Michael Pompeo in Polen war und dort zeterte, Ru\u00dfland habe einen \u201egro\u00dfen Plan, Europa zu beherrschen und seinen Einflu\u00df auf der Weltb\u00fchne geltend zu machen\u201c. Zuvor hatte er auf der Konferenz der NATO-Verteidigungsminister in Br\u00fcssel und in Warschau gegen Huawei und gegen die Bedrohung durch Ru\u00dfland und China gew\u00fctet &#8211; nicht gerade im Einklang mit Trumps Forderung nach Frieden durch gemeinsame Entwicklung.<\/p>\n<p>Die Chinesen reagierten, indem sie erkl\u00e4rten: \u201eDie USA setzen sich daf\u00fcr ein, da\u00df alle anderen NATO-L\u00e4nder auf die Verwendung von Huawei-Ger\u00e4ten verzichten, in der offensichtlichen Absicht, da\u00df sich alle ihre Verb\u00fcndeten an der Bek\u00e4mpfung chinesischer High-Tech-Unternehmen beteiligen&#8230; Wenn US-Verb\u00fcndete aufh\u00f6ren, Huawei-Ger\u00e4te zu verwenden, keine Energie mehr aus Ru\u00dfland kaufen und auf Ersuchen Washingtons China und Ru\u00dfland weiter verprellen, w\u00e4hrend die Importe aus den USA wachsen, und sie der US-F\u00fchrung in allen Dingen folgen, dann wird die NATO mehr und mehr dem alten Warschauer Pakt \u00e4hneln.\u201c<\/p>\n<p>Dies wurde genau zu dem Zeitpunkt gesagt, als Pompeo in Warschau war &#8211; chinesische Ironie.<\/p>\n<p>Demontage der internationalen Vertr\u00e4ge<\/p>\n<p>Noch schlimmer ist die Demontage aller internationalen Vereinbarungen, die w\u00e4hrend des Kalten Krieges getroffen wurden, um einen offenen milit\u00e4rischen Konflikt zu verhindern.<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten haben sich 2002 aus dem Raketenabwehr-Vertrag (ABM) zur\u00fcckgezogen und die Raketenabwehrwaffen an den russischen Grenzen in Europa stationiert, obwohl sie beim Fall der Berliner Mauer versprochen hatten, da\u00df die NATO-Truppen nur in die ehemalige DDR gehen w\u00fcrden und nicht weiter. Inzwischen wird weithin anerkannt, da\u00df solche Raketenabwehrraketen aufgrund der j\u00fcngsten technischen Fortschritte zu ballistischen Waffen umger\u00fcstet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die USA k\u00fcndigten k\u00fcrzlich an, da\u00df sie innerhalb von sechs Monaten aus dem Vertrag \u00fcber die Mittelstreckenraketen (INF-Vertrag) austreten werden, wenn Ru\u00dfland nicht seine 9M729-Rakete und die dazugeh\u00f6rigen Systeme zerst\u00f6rt. Inzwischen produzieren die USA selbst nukleare Sprengk\u00f6pfe mit schwacher Sprengkraft, wie den W76-2 f\u00fcr die von den Trident-U-Booten der US-Marine abgefeuerten ballistischen Raketen. Wie der in Boston lebende Journalist John Carroll sagte: \u201eDas ist nicht dagegen konzipiert, da\u00df ein anderes Land seine Atomwaffen abfeuert, es ist f\u00fcr den Einsatz [auf einem klassischen Kriegsschauplatz] konzipiert. Diese Waffe macht das Undenkbare denkbar.\u201c<\/p>\n<p>In Bezug auf den START-Vertrag gibt es keine echten Anzeichen f\u00fcr neue Verhandlungen f\u00fcr die dritte Version oder den neuen START. Nimmt man die beabsichtigte Militarisierung des Weltraums hinzu, die im Widerspruch zum Geist des Entmilitarisierungsvertrags von 1967 steht, so sind alle Voraussetzungen f\u00fcr eine extrem gef\u00e4hrliche Situation erf\u00fcllt, noch gef\u00e4hrlicher als unter der Doktrin der Gegenseitig garantierten Zerst\u00f6rung (MAD) w\u00e4hrend des Kalten Krieges. Die besten Experten sind der Ansicht, da\u00df die weltweite milit\u00e4rische Lage heute potentiell sogar noch gef\u00e4hrlicher ist als w\u00e4hrend der Kubakrise 1962.<\/p>\n<p>Mi\u00dfachtung des Prinzips der Nichteinmischung<\/p>\n<p>In der gegenw\u00e4rtigen Situation haben die westlichen M\u00e4chte die internationale Regel der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer L\u00e4nder fallen gelassen. Der Fall Venezuela ist sehr gef\u00e4hrlich, und der mexikanische Pr\u00e4sident Lopez Obrador mu\u00dfte alle anderen an \u201edie Prinzipien der Nichteinmischung, der Selbstbestimmung und der friedlichen L\u00f6sung von Konflikten\u201c erinnern. Der US-Sonderbeauftragte f\u00fcr Venezuela ist ein neokonservativer, vorbestrafter Kerl, Elliot Abrams, einer der historischen Feinde LaRouches.<\/p>\n<p>Im Falle des Iran wird die iranische Wirtschaft stranguliert durch die amerikanische Regel der Exterritorialit\u00e4t, die faktisch jedes Land am Handel mit einem anderen Land hindert, wenn die Vereinigten Staaten ihn verbieten. Die Rezession hat ein Minus von 4% erreicht, und die qualifizierte junge Bev\u00f6lkerung, die in den Arbeitsmarkt eintritt, findet keine Arbeit.<\/p>\n<p>Zwei Punkte sind hier zu beachten. Erstens hat der Iran nie gegen den von ihm unterzeichneten Atomvertrag versto\u00dfen, und er wird nur beschuldigt, Raketen hergestellt zu haben, deren Bau kein Vertrag verbietet. Und zweitens macht die \u00f6ffentliche Verschuldung des Iran nur etwa 40% seines Bruttoinlandsprodukts aus, w\u00e4hrend die franz\u00f6sische Schuldenquote bei 100% und die amerikanische sogar noch h\u00f6her liegt!<\/p>\n<p>Soviel zur finanziellen Tugend&#8230; Und was die Tugend \u00fcberhaupt angeht, so hat Macrons Frankreich, das uns alle belehren will, nicht nur f\u00fcr milit\u00e4rische Interventionen in Syrien und Libyen geworben, sondern es mischt sich jetzt auch in die inneren Angelegenheiten Venezuelas ein.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union liegt in Tr\u00fcmmern, in totaler Uneinigkeit, ohne politische Vision, ohne das Gef\u00fchl einer Zukunft und ohne Respekt vor nationaler Souver\u00e4nit\u00e4t. Pr\u00e4sident Macron spricht von \u201eeurop\u00e4ischer Souver\u00e4nit\u00e4t\u201c, was eine totale Illusion ist, weil es kein europ\u00e4isches Volk gibt, und eine Schim\u00e4re, weil die F\u00fchrer Europas selbst vor den Menschen gar nicht verhehlen, da\u00df sie zu ihrem eigenen Vorteil ein Europa aufgebaut haben, das gegen sie gerichtet ist.<\/p>\n<p>Ein vielsagender Aspekt des Zustands der EU ist, da\u00df ihr Statistikamt alle Mitgliedsstaaten offiziell angewiesen hat, bei der Berechnung ihres Bruttoinlandsprodukts alle m\u00f6glichen kriminellen Gewerbe mit einzubeziehen: Drogenhandel, Menschenhandel, Waffenhandel. Diese Forderung ist moralisch und wirtschaftlich v\u00f6llig verr\u00fcckt und kriminell, aber sie ist doch logisch in einer monetaristischen Volkswirtschaft, in der man beim Errechnen des Bruttoinlandsprodukts einfach s\u00e4mtlichen Mehrwert aufaddiert, egal welche Wirkungen er au\u00dfer dem Geld noch hat.<\/p>\n<p>Das chinesische Rezept<\/p>\n<p>Betrachten wir nun die Chinesen. Ihre Vertreter auf dem Davoser Gipfel waren ziemlich unverbl\u00fcmt. Ich habe ein paar Zitate zusammengestellt, um Ihnen einen Eindruck davon zu vermitteln, was wirklich vor sich geht &#8211; die Kloaken unserer Presse sind von der Realit\u00e4t ebenso weit entfernt wie die Kloaken von Twitter und Facebook von Lyndon LaRouche.<\/p>\n<p>H\u00f6ren wir also, was diese Chinesen sagen: \u201eDas Rezept der chinesischen Politik ist Produktivit\u00e4t, Familienwerte, Ausrichtung auf Ersparnisse und Kontrolle des Finanzsystems&#8230; Die eigentliche Frage ist nicht die H\u00f6he der Schulden, sondern wie der Kredit verwendet wird und wohin er flie\u00dft&#8230; China ist bereit, sich der Welt zu \u00f6ffnen, es ist gut f\u00fcr China, sich zu \u00f6ffnen. China ist bereit, in der Weltwirtschaft mitzumachen, aber die eigentliche Frage ist: Ist die Welt auch dazu bereit? &#8230; China wird noch viele Jahre die wichtigste Quelle zus\u00e4tzlichen Wohlstands f\u00fcr die Welt sein, deshalb ist es m\u00f6glicherweise keine gute Idee, Handelskriege gegen China zu beginnen&#8230; Das eigentliche Schuldenproblem sind die amerikanischen Schulden, das Problem f\u00fcr die USA besteht darin, der \u00fcbrigen Welt ihre Schuldenpapiere zu verkaufen.\u201c<\/p>\n<p>So wird die Wahrheit in wenigen Worten gesagt. Bedeutet das nun, da\u00df die Chinesen mit ihrer G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative die L\u00f6sung aller unsere Probleme bringen werden? Sollten es Trump oder Italien <em>fara da se,<\/em> es allein tun? Beides sind wichtige Chancen, aber nat\u00fcrlich nicht die L\u00f6sung an sich.<\/p>\n<p>Unsere Aufgaben<\/p>\n<p>Wir haben eine gro\u00dfe Aufgabe vor uns, die interessanteste Aufgabe: Mit den bestm\u00f6glichen Verb\u00fcndeten, und wenn man bedenkt, da\u00df der Schl\u00fcssel zum k\u00fcnftigen Kurs der Welt hier in den Vereinigten Staaten liegt, dann besteht unsere Aufgabe darin, <em>Aufkl\u00e4rer<\/em> zu sein, die Pfadfinder f\u00fcr die kommende LaRouche-Welt.<\/p>\n<p>Das erste, woran man die Amerikaner erinnern mu\u00df, ist, da\u00df das US-Wirtschaftssystem ein <em>Kreditsystem<\/em> ist, das auf der verfassungsm\u00e4\u00dfigen Autorit\u00e4t der Regierung beruht, eine eigene W\u00e4hrung auszugeben und zu regulieren. Einer der Berater von Charles de Gaulle und Pierre Mend\u00e8s-France, George Boris, hat einmal gesagt: \u201eWenn der Staat nicht die Macht \u00fcber sein Geld hat, hat das Geld die Macht \u00fcber den Staat.\u201c Der Pr\u00e4sident der Vereinigten Staaten handelt mit der Autorit\u00e4t der Bundesgesetze, um Zahlungsmittel auf Kredit der Vereinigten Staaten auszugeben, mit denen nicht auf die M\u00e4rkte, sondern auf die Zukunft des Landes und seiner Menschen gewettet wird. Die Hauptaufgabe dieses Kredits besteht darin, Kapital f\u00fcr langfristige Kapitalinvestitionen im \u00f6ffentlichen und im privaten Sektor bereitzustellen. Um uns von den Fesseln des britischen Kasinos zu befreien, sollten wir die Banksparten trennen, der Finanzspekulation den staatlichen Schutz entziehen und das bestehende System einem Insolvenzverfahren unterziehen. Das hat Lyndon LaRouche immer wieder gesagt, und das kann jetzt im kommenden Finanzsturm Realit\u00e4t werden.<\/p>\n<p>International bedeutet dies, Kooperationsvereinbarungen mit einer Laufzeit von 25 bis 50 Jahren zu schlie\u00dfen, so wie es die chinesische Regierung mit den Partnerstaaten beim Aufbau der Neuen Seidenstra\u00dfen tut. So wollte Roosevelt die Welt nach dem Zweiten Weltkrieg organisieren, ein Projekt, das von Truman und den Briten sabotiert wurde. Gleichzeitig hielt Churchill in Europa Reden wie die ber\u00fchmte Westminster-Rede, in der er ganz offen beschrieb, wie Europa durch Finanzliberalisierung und Freihandel unter Kontrolle gebracht werden sollte. Unsere LaRouche-Bewegung mu\u00df diesen Proze\u00df der Selbstzerst\u00f6rung beenden und uns von der finanziellen Besatzung befreien.<\/p>\n<p>Ich habe hier nicht die Zeit, n\u00e4her auszuf\u00fchren, warum wir uns auch von der kulturellen Besetzung befreien m\u00fcssen, dem Gegenst\u00fcck zur finanziellen. Ich werde nie den Tag in meinem Leben vergessen, als ich Lyn diesen doppelten Proze\u00df beschreiben h\u00f6rte: die finanzielle Ausbeutung und die Zerst\u00f6rung der sch\u00f6pferischen Kr\u00e4fte der Menschen durch die Sex-Rock-Drogen-Gegenkultur jener Zeit, die inzwischen noch unerme\u00dflich schlechter und suchterzeugender geworden ist. Erinnern wir uns an den schon genannten Yuval Noah Harari, den Autor von <em>Homo Deus<\/em>, dem zufolge die nutzlosen Klassen in einem Meer virtueller Erlebnisse ertrinken sollen. In Japan und zunehmend auch in anderen L\u00e4ndern gibt es <em>hikikomoris<\/em>, junge M\u00e4nner, die ihre H\u00e4user und ihr virtuelles Universum mit ihren Computern niemals verlassen. Die Berufe im finanziellen und kulturellen Bereich basieren auf dem Kult der Entropie, der zum Untergang verurteilten Welt der heutigen \u201eKatastrophisten\u201c, deren letzter Strohhalm der \u201eGr\u00fcne New Deal\u201c ist.<\/p>\n<p>Bruce Director hat k\u00fcrzlich in einem Vortrag gezeigt &#8211; ich nenne ihn, aber ich h\u00e4tte auch alle die anderen erw\u00e4hnen k\u00f6nnen, die zur Pr\u00e4sentation von Lyns Konzeptionen in einer Serie von sechs Vortr\u00e4gen beigetragen haben -, warum kreative Entdeckungen, die die Grundlage der Wirtschaft darstellen, von Natur aus anti-entropisch sind. Ihre Quelle ist die Leidenschaft f\u00fcr die Mitmenschen, den Vorteil des anderen, die sch\u00f6pferische Leidenschaft, die agapische Entschlossenheit, die sch\u00f6pferischen Kr\u00e4fte des anderen zu verst\u00e4rken, eine Macht, hinter der, wie Einsteins Freund Max Planck einmal gesagt hat, ein bewu\u00dfter <em>intelligenter Geist<\/em>\u00a0steht.<\/p>\n<p>Unsere S\u00e4ngerch\u00f6re sind das Gegenteil einer Welt, die zum Verderben verurteilt ist, sie sind ein Eintauchen in die agapische Erfahrung von Sch\u00f6nheit, die Entdeckung der eigenen Stimme, der Stimme der anderen und der Polyphonie, die eine Sch\u00f6nheit komponiert, die eine ewige Freude ist, indem die verschiedenen Beitr\u00e4ge eine sch\u00f6ne Einheit schaffen, die mehr ist als die jeweils einzelne.<\/p>\n<p>Unsere Herausforderung besteht darin, in unserem politischen Handeln die gleiche Einheit in der Vielheit zu schaffen. Ich bin \u00fcberzeugt, da\u00df die Vereinigten Staaten trotz alledem, was ich in Facebook oder Twitterkonten sehe und lese, ein Land der gro\u00dfen M\u00f6glichkeiten f\u00fcr einen solchen Durchbruch sind. Ich habe von einigen von euch gelesen, da\u00df sie in Texas und Florida auf einen Proze\u00df der Ver\u00e4nderung in der Bev\u00f6lkerung gesto\u00dfen sind, der sogar noch viel grundlegender ist als vor langer Zeit zur Zeit von LaRouches SDI.<\/p>\n<p>Die Gelben Westen<\/p>\n<p>Nun m\u00f6chte ich noch etwas \u00fcber unsere franz\u00f6sischen Gelben Westen sagen. Was dort geschieht, h\u00e4ngt definitiv mit der Entt\u00e4uschung \u00fcber Macron zusammen, aber es geht dabei noch um viel grunds\u00e4tzlichere Fragen. Erstens das Bewu\u00dftsein der Gelben Westen, \u00e4hnlich wie in Gro\u00dfbritannien oder hier in den Vereinigten Staaten, da\u00df die Eliten sie im Stich lassen, da\u00df die Eliten sich von ihnen abgesondert haben. Das zweite ist der R\u00fcckgang der Kaufkraft f\u00fcr Menschen, die aus der Arbeiterschicht kommen, die Dienstleistungsjobs annehmen mu\u00dften, und das oft weit von ihrem Wohnort entfernt. Der durch \u201eKlimasteuern\u201c beschleunigte Preisanstieg f\u00fcr Benzin und Diesel war ein Schock, der Tropfen, der das Fa\u00df zum \u00dcberlaufen brachte. Drittens sind sie mit Recht davon \u00fcberzeugt, da\u00df sie Verlierer der Finanzglobalisierung sind, die den Zugang zu \u00f6ffentlichen Dienstleistungen und guten Schulen f\u00fcr ihre Kinder verlieren, was seit dem Programm des Rates des Widerstands (der R\u00e9sistance) gegen den Nazismus und die finanziellen Feudalherren im Zweiten Weltkrieg immer das R\u00fcckgrat des franz\u00f6sischen Staates gewesen war. Die sogenannte Peripherie und das \u201evergessene Frankreich\u201c tauchen pl\u00f6tzlich in den Verkehrskreiseln auf, um zu zeigen, da\u00df sie existieren und Gerechtigkeit fordern. Das schafft &#8211; wenn auch unvollkommen &#8211; einen Aufschwung des derben und dichten Rabelaisschen Franz\u00f6sisch gegen die erstarrte Sprache des Hofs und der Verwaltung.<\/p>\n<p>Es l\u00e4uft eine breite Welle durch das ganze Land und auch durch Europa. Es ist das, was Rosa Luxemburg zu ihrer Zeit als Massenstreik-Ferment bezeichnete, und ich betone das Wort <em>Ferment<\/em>. Bisher gibt es noch keine wirkliche nationale F\u00fchrung, nur eine Ansammlung lokaler oder regionaler Organisatoren. Ihr Bewu\u00dftsein ist erwacht und sie beginnen, sich in einem Proze\u00df der wirtschaftlichen, sozialen und teilweise auch kulturellen Bildung zu engagieren.<\/p>\n<p>Wir f\u00fchren einige von ihnen in die Grundlagen der physikalisch-\u00f6konomischen Bildung ein, und eine uns nahestehende Gelbe Weste aus dem S\u00fcden des Landes hat eine Petition f\u00fcr ein B\u00fcrgerreferendum (RIC) verfa\u00dft, das dazu auffordert, eine Nationalbank zu gr\u00fcnden und dem franz\u00f6sischen Staat die Macht der Kreditsch\u00f6pfung zur\u00fcckzugeben.<\/p>\n<p>Das Interessante ist, da\u00df sie Zeit verlangen, um nachzudenken und Beschl\u00fcsse zu fassen, und da\u00df sie die verrotteten politischen Parteien ablehnen. Es wurden alle m\u00f6glichen Operationen und Provokationen gegen sie in Gang gesetzt, aber wir hoffen, da\u00df sie mit ihrem entschlossenen Kampf f\u00fcr Gerechtigkeit und f\u00fcr eine bessere Zukunft die Politik unseres Landes grundlegend \u00e4ndern werden.<\/p>\n<p>Unsere Hauptaufgabe besteht darin, ihnen dabei zu helfen, besser zu verstehen, wer der Feind ist und wie man ihn bek\u00e4mpfen kann. Sie sind definitiv ein Teil der kommenden Welt des Lyndon LaRouche, vorausgesetzt, da\u00df wir das Ferment erhalten und erh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Das ber\u00fchmte chinesische Schriftzeichen, das \u201eGefahr\u201c an einer Wegscheide und gleichzeitig \u201eChance\u201c bedeutet, ist f\u00fcr unsere Zeit sehr angemessen. Es ist auch ein Punkt, an dem sich die Dinge \u00e4ndern k\u00f6nnen, in einer Welt, in der Menschen daf\u00fcr k\u00e4mpfen, nicht nur H\u00e4user, sondern auch Stra\u00dfen und Br\u00fccken und eine Weltlandbr\u00fccke zu bauen, um eine Ver\u00e4nderung der Zivilisation zu bewirken, die aus der Gefahr eine Chance macht.<\/p>\n<p>Unsterblichkeit mit Blick auf die Zukunft<\/p>\n<p>In Lyndon LaRouches eigenen Worten finden wir die beste Anleitung durch diese schwierigen Zeiten hindurch und dar\u00fcber hinaus, h\u00f6ren wir ihn also an. Es ist ein Ausschnitt aus einem Internetforum, das er am 1. August 2009 veranstaltete. H\u00f6ren wir auf seine weisen und leidenschaftlichen Worte. Ich entschied mich f\u00fcr LaRouches letzte Antwort, auf die folgende Frage einer 21j\u00e4hrigen alleinerziehenden Mutter aus Argentinien:<\/p>\n<p>\u201eMeine Frage an Sie lautet: Was tun wir, um der Mehrheit der Jugend der Welt, die nur in der Gegenwart lebt &#8211; und das sehr schlecht -, die Idee zu vermitteln, da\u00df sie eine konkrete, wirkliche und effektive Zukunft haben, und das allein auf der Grundlage, ihre sch\u00f6pferischen Geisteskr\u00e4fte zu entwickeln?\u201c<\/p>\n<p>LaRouche antwortete:<\/p>\n<p>\u201eNehmen wir die Raumfahrt. Man mu\u00df dieser Sache auf eine beispielhafte Art und Weise auf den Grund gehen, und das Beispielhafte sollte gleichzeitig auch ein ganz praktikabler Weg sein. Ich denke, es geht um ein Konzept, um eine \u00c4nderung des Menschenbildes.<\/p>\n<p>Wenn wir zum Flug mit einer konstanten Beschleunigung kommen, der notwendigen Transportweise f\u00fcr den Flug eines Menschen von einem Planeten zum anderen, bewegen wir uns in einem ganz neuen Bereich, dem Bereich relativistischer Beziehungen, des relativistischen Transports. Das ist eine gro\u00dfe Herausforderung, man mu\u00df sich dar\u00fcber Gedanken machen. Wenn man die 1-G-Schwerkraftsituation auf der Erde verl\u00e4\u00dft und in diese Art k\u00fcnstlicher Schwerkraft eintritt, befindet man sich in einer relativistischen Umgebung. Unsere Definitionen, die Begriffe, wie man \u00fcber die Dinge denkt, \u00fcber all das, was man bis dahin schon kannte, stellen sich dann ganz neu dar.<\/p>\n<p>Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter wird die menschliche Gattung im Universum leben. Wir m\u00fcssen im Sonnensystem leben, und l\u00e4ngerfristig in der Galaxie. Wir m\u00fcssen uns der Herausforderung stellen, die das darstellt.<\/p>\n<p>Sehen Sie, man denkt wie ein unsterblicher Mensch. D.h., man denkt an die Menschheit in ferner Zukunft, \u00fcber seinen Platz im Verh\u00e4ltnis zur Menschheit in ferner Zukunft und sogar auf fernen Planeten. Denn man sucht nach etwas in sich selbst, das einen bleibenden Wert hat. Wir sind alle sterblich. Wir sind geboren und wir sterben, aber wir sind keine Tiere. Wir sind kreativ denkende Gesch\u00f6pfe. Und der Sinn unseres Lebens liegt nicht in unserer biologischen Existenz als solcher, er liegt in der Bedeutung f\u00fcr die Menschheit vor uns und nach uns, in dem, was unser Leben zur Existenz der Menschheit als ganzer beigetragen hat. Und deshalb ist der beste Weg, der praktische Weg, der, immer voraus zu schauen, so weit nach vorne in die Zukunft zu blicken, wie man kann, und zu sehen, was man f\u00fcr diese Zukunft tun mu\u00df, so da\u00df unsere Hand auf diese Weise noch am Pflug ist, lange nachdem man tot ist.<\/p>\n<p>Und wenn man seinen Weg plant, sollte man sich nat\u00fcrlich f\u00fcr einen guten Weg entscheiden. Also: w\u00e4hlen Sie einen! W\u00e4hlt ein Schicksal! W\u00e4hlt ein Schicksal zwei, drei, vier Generationen nach eurem heutigen Leben. Versucht, so weit nach vorne zu reichen, versucht, etwas zu tun, was zur Zukunft der Menschheit beitr\u00e4gt! Findet die Identit\u00e4t in der Zukunft der Menschheit nach eurem Tod, entscheidet euch f\u00fcr die Handlungen und die Art der Entwicklung, die dies bedeutet. Handelt entsprechend &#8211; denn das ist das Geheimnis des wahren Gl\u00fccks. Das ist das \u201eStreben nach Gl\u00fcckseligkeit\u201c, wie es Leibniz in seiner zweiten Antwort an Locke festgehalten hat, die zum Eckpfeiler unserer Verfassung wurde, angefangen mit der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung, die es als den Zweck unseres Daseins als Nation nennt, was sich dann auf seine eigene Weise in der Pr\u00e4ambel der Verfassung widerspiegelt.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen unsterblich werden. Wir m\u00fcssen unsterblich werden, indem wir unsterbliche Verantwortung \u00fcbernehmen. Reicht \u00fcber das eigene Leben hinaus, mit dem, was wir jetzt tun k\u00f6nnen, um noch zum Guten f\u00fcr Generationen von Menschen beizutragen, wenn wir schon tot sind. So sind wir unsterblich. Wer so denkt, wei\u00df, da\u00df er unsterblich ist. Und wer so handeln kann, f\u00fcr den wird es noch besser.\u201c<\/p>\n<p>Dem ist nichts hinzuzuf\u00fcgen. Unsere Mission besteht darin, die volle Verantwortung f\u00fcr die Sch\u00f6pfung zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jiong Gong ist Professor f\u00fcr Wirtschaftswissenschaften an der Universit\u00e4t f\u00fcr internationalen Handel und Wirtschaft in Beijing. Die Rede wurde aus dem Englischen \u00fcbersetzt, Zwischen\u00fcberschriften wurden hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n<p><strong>&#8222;Chinesische Investitionen und amerikanische Infrastruktur unter neuen Beziehungen zwischen China und den USA&#8220;<\/strong><\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\"><\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p>Sehr geehrte Frau Helga Zepp-LaRouche, sehr geehrter Vorstand des Schiller-Instituts, meine Damen und Herren,<\/p>\n<p>Es ist mir eine gro\u00dfe Ehre, zur Konferenz des Schiller-Instituts in Morristown in New Jersey eingeladen zu werden &#8211; einer sch\u00f6nen Stadt im Norden New Jerseys, die mir so vertraut ist. Nicht weit von diesem Hotel entfernt liegt das Morristown Green, man nimmt die zweite Ausfahrt in die South Street, f\u00e4hrt keine zwei Meilen bis zur 445 South Street: Das ist der Komplex, in dem ich sieben Jahre lang jeden Wochentag bis 2001 t\u00e4tig war, als ich als Forscher f\u00fcr Bell Communications Research arbeitete. Heute bin ich in China und unterrichte Wirtschaftswissenschaften an der Universit\u00e4t f\u00fcr internationalen Handel und Wirtschaft in Beijing. In gewisser Weise zeugen meine pers\u00f6nlichen Erfahrungen sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in China davon, wie sehr unsere beiden gro\u00dfen Nationen miteinander verbunden und unsere beiden gro\u00dfen Volkswirtschaften miteinander verflochten sind.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mit einer Einsch\u00e4tzung des aktuellen Status der Beziehungen zwischen China und den USA beginnen. Zun\u00e4chst einmal wissen wir alle, da\u00df wir uns leider in einem Handelskrieg befinden. Am 6. Juli, zwei Tage nach dem amerikanischen Unabh\u00e4ngigkeitstag, wurden offiziell Z\u00f6lle auf chinesische Exporte im Wert von 34 Mrd. Dollar erhoben. Es folgten mehrere Runden von Z\u00f6llen auf beiden Seiten, bis sich die beiden Pr\u00e4sidenten am 1. Dezember 2018 beim G20-Gipfel in Argentinien trafen, wo ein Waffenstillstand erreicht wurde, um Zeit f\u00fcr weitere Verhandlungen zu gewinnen. China verpflichtete sich, amerikanische Agrar- und Energieprodukte im Wert von mehreren Milliarden Dollar zu kaufen, davon einige sofort, w\u00e4hrend die US-amerikanische Seite zusagte, die Erh\u00f6hung der Z\u00f6lle von 10 auf 25% um 90 Tage zu verschieben.<\/p>\n<p>Bisher fanden drei Verhandlungsrunden in Washington und in Beijing statt. Erst gestern endete eine Gespr\u00e4chsrunde mit der amerikanischen Delegation unter Leitung des US-Handelsbeauftragten Lighthizer und des Finanzministers Steven Mnuchin, die auch von Pr\u00e4sident Xi freundlich empfangen wurde, was ein sehr gutes Zeichen ist. Laut Pr\u00e4sident Trumps Tweet ist das Gespr\u00e4ch sehr gut gelaufen. Ich bin weniger besorgt \u00fcber die Chancen, ein Handelsabkommen zu erzielen.<\/p>\n<p>Als gr\u00f6\u00dfte Handelsnation und zweitgr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft kann China es sich nicht leisten, in eine alte Welt zur\u00fcckzukehren, die vom globalen System des Handels und der Kapitalinvestitionen abgeschnitten ist. Auf amerikanischer Seite gibt es zwar Leute im Umfeld des Pr\u00e4sidenten, die in diesen destruktiven Z\u00f6llen das ultimative Mittel f\u00fcr eine Strategie totaler Abkopplung sehen, aber ich bin \u00fcberzeugt, da\u00df mindestens Pr\u00e4sident Trump selbst anders denkt und da\u00df er das braucht, was er als \u201edas gr\u00f6\u00dfte Handelsabkommen der Geschichte\u201c bezeichnet &#8211; so lautet die in der <em>Washington Post <\/em>ver\u00f6ffentlichte Abschrift eines privaten Telefongespr\u00e4chs mit Bob Woodward vor dem Erscheinen Woodwards Buch <em>Fear <\/em>(Angst). Nach drei Runden von Gespr\u00e4chen auf Ministerebene wird es immer noch einige heikle Themen geben, die Pr\u00e4sident Trump und Pr\u00e4sident Xi pers\u00f6nlich kl\u00e4ren m\u00fcssen, damit irgendwie beide Seiten den Sieg verk\u00fcnden k\u00f6nnen. Es kann noch vor der Frist am 1. M\u00e4rz passieren oder es kann einige Wochen danach sein. Das ist keine gro\u00dfe so Sache.<\/p>\n<p>M\u00fcssen Amerika und China Gegner sein?<\/p>\n<p>Mehr Sorgen mache ich mir jedoch \u00fcber das Verh\u00e4ltnis zwischen China und den USA insgesamt. Abgesehen von der Aussicht auf ein historisches Handelsabkommen steht dieses Verh\u00e4ltnis vor langfristigen Schwierigkeiten, die unseren k\u00fcnftigen Wirtschaftsbeziehungen starke Einschr\u00e4nkungen auferlegen.<\/p>\n<p>Oberfl\u00e4chlich betrachtet scheint es bei dem Streit um das Handelsdefizit der Vereinigten Staaten von Amerika mit China zu gehen, das laut US-Statistiken 2017 bei 375 Mrd. Dollar lag. Aber wie wir alle wissen, steht im Mittelpunkt der Angelegenheit Amerikas Sorge um die Zunahme von Chinas nationaler Macht insgesamt, einschlie\u00dflich Wirtschaftsmacht &#8211; \u201eSoft Power\u201c im chinesischen Vokabular, \u201eSharp Power\u201c im amerikanischen Vokabular oder was auch immer die Definition von Machtexperten sein mag. Und ich wage noch einen Schritt weiter, indem ich feststelle, da\u00df das Herzst\u00fcck der Angelegenheit die Sorge Washingtons ist, seinen technologischen Vorsprung an China zu verlieren, und, vielleicht noch wichtiger, die Gr\u00fcnde, die man in Amerika f\u00fcr diesen Trend verantwortlich macht.<\/p>\n<p>Die g\u00e4ngige amerikanische Darstellung, die im Kongre\u00df \u00fcber Parteigrenzen hinweg ein breiter Konsens ist, besagt, da\u00df China vor allem aufgrund eines \u201estaatlich gesteuerten Kapitalismus\u201c schnell Fortschritte machen kann, beispielsweise in Bezug auf Industriepolitik, staatliche Subventionen, Unterst\u00fctzung \u00f6ffentlicher Unternehmen und andere strittige strukturelle Fragen. Was Technologie und Innovation angeht, so komme China vor allem durch Diebstahl geistigen Eigentums und Erpressung voran. Alle diese Fragen machen Washington Sorge, doch das weitaus wichtigste Thema ist Technologie und Innovation. In dieser Hinsicht ist die Aufrechterhaltung eines technologischen Vorsprungs von entscheidender Bedeutung f\u00fcr die Erhaltung guter amerikanischer Arbeitspl\u00e4tze und f\u00fcr Amerikas \u00dcberlegenheit im Verteidigungsbereich.<\/p>\n<p>Sch\u00f6n und gut, ich denke, es ist in der Tat eine legitime Forderung, da\u00df die Achtung der geistigen Eigentumsrechte ein unverzichtbarer Bestandteil eines fairen und gerechten globalen Wettbewerbs sowohl zwischen Unternehmen als auch zwischen Nationen sein sollte. Matt Pottinger, der Leitende Direktor f\u00fcr asiatische Angelegenheiten im Nationalen Sicherheitsrat, sagte bekanntlich \u00fcber den Wettbewerb zwischen China und den USA, ich zitiere: \u201eIn Amerika ist Wettbewerb kein Schimpfwort.\u201c<\/p>\n<p>Aber ich bin nicht sicher, ob ein Land nur durch Diebstahl und Erpressung die Technologieleiter erklimmen kann. Ich habe Dutzende von Unternehmen in China besucht, die nie einen Technologietransfer gekannt haben und die heute auf dem Weltmarkt bl\u00fchen und gedeihen. Zum Beispiel sagte mir der Technische Leiter von Sany Heavy Industry, das Unternehmen sei vom ersten Tag an indigen gewesen und Innovationen h\u00e4tten ihm schon immer in den Genen gelegen.<\/p>\n<p>Aber unabh\u00e4ngig davon, ob all diese Vorw\u00fcrfe im Zusammenhang mit den geistigen Eigentumsrechten wahr sind oder nicht &#8211; sprechen wir \u00fcber M\u00f6glichkeiten, amerikanische Bedenken auszur\u00e4umen, damit die beiden gro\u00dfen Nationen die Thukydides-Falle, die wir in der Geschichte auf tragische Weise gesehen haben, vermeiden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Heute bezeichnet Amerika China als Konkurrenten, als Rivalen oder gegnerischen Staat. Es wurde noch nicht zum Feindstatus erhoben. Lassen Sie mich einen Punkt in der neuen Nationalen Geheimdienststrategie von 2019 zitieren, der von Dan Coats, dem derzeitigen Nationalen Geheimdienstdirektor, der den Nachrichtendiensten aus 16 Bundesbeh\u00f6rden vorsteht, herausgegeben wurde: \u201eChinas milit\u00e4rische Modernisierung und fortgesetztes Streben nach wirtschaftlichem Einflu\u00df und dar\u00fcber hinaus sind nach wie vor ein Problem. Es besteht jedoch die M\u00f6glichkeit, mit Beijing in Fragen von gemeinsamem Interesse zusammenzuarbeiten, wie Nordkoreas Aggression und Streben nach Nuklear- und ballistischer Raketentechnik.\u201c<\/p>\n<p>Diese harte Aussage setzt unsere Beziehungen noch immer auf eine hoffnungsvolle Grundlage. Der Absatz \u00fcber Ru\u00dfland hat das nicht. Die Aussicht, da\u00df China die USA als gr\u00f6\u00dfte Volkswirtschaft mit der damit einhergehenden weiteren Macht \u00fcberholt, macht vielen in Washington Angst.<\/p>\n<p>Gestatten Sie mir jedoch, als \u00d6konom in Frage zu stellen, ob diese amerikanische Besorgnis \u00fcber Chinas Aufstieg berechtigt ist. In der Wirtschaft gibt es die Konvergenztheorie, die postuliert, da\u00df die Wachstumsraten der fortgeschrittenen Volkswirtschaften irgendwann zusammenlaufen werden und die Gr\u00f6\u00dfe der Wirtschaft dann im wesentlichen von der Bev\u00f6lkerungszahl abh\u00e4ngt. Derzeit w\u00e4chst China immer noch schneller als die USA, mit etwas mehr als 6% und damit etwa 2% mehr als die BIP-Wachstumsrate in den USA. Ich sehe jedoch nicht, da\u00df die Tage mit einer Wachstumsrate von \u00fcber 6% in China noch sehr lange dauern werden. Wir werden schnell den Wachstumsbereich von 5% erreichen.<\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerungsentwicklung ist noch offenkundiger. In China wird sie h\u00f6chstwahrscheinlich abnehmen, w\u00e4hrend sie in den USA stark steigt. Bis 2050 wird die Bev\u00f6lkerung in den USA mit einer h\u00f6heren Geburtenrate und unterst\u00fctzt durch Einwanderung wahrscheinlich auf fast 500 Millionen ansteigen, w\u00e4hrend die Bev\u00f6lkerung Chinas auf ann\u00e4hernd eine Milliarde sinken wird. Wenn wir also lange genug geduldig und vorausschauend genug sind, bin ich nicht so sicher, da\u00df China die USA in nennenswerter Weise \u00fcberholen wird. Ich sehe angesichts der wirtschaftlichen und demographischen Entwicklung in beiden L\u00e4ndern ein Bild der Konvergenz hinsichtlich der Wirtschaftskraft. Ich sehe h\u00f6chstens eine bipolare Welt, wenn wir jemals soweit kommen werden, wo China und die Vereinigten Staaten wahrscheinlich in den meisten Aspekten der Machtmetrik vergleichbar sind. Und um ehrlich zu sein, glauben Sie mir, selbst dieses Szenario ist noch viele Jahre entfernt.<\/p>\n<p>Chinas Entwicklungsmodell<\/p>\n<p>Die zweite amerikanische Sorge betrifft die Frage von Chinas Entwicklungsmodell im Wettbewerb mit Amerikas hochverehrtem Modell des freien Marktes. Das ist nat\u00fcrlich die Frage \u201eBeijinger Konsens contra Washingtoner Konsens\u201c. China hat aufgrund seines einzigartigen politischen und wirtschaftlichen Systems seine eigenen Beschr\u00e4nkungen im Austausch mit der Welt. Ich glaube jedoch nicht, da\u00df Beijing sein Modell international verbreiten will, denn es hat in den 70er Jahren eine Revolution exportiert, was sich, wie wir alle wissen, als totales Fiasko erwies. China hat diese Lektion gelernt und wird keine Ideologie mehr exportieren.<\/p>\n<p>Ich kann noch weitere Inspirationen aus der Geschichte anf\u00fchren, um das Vertrauen in diese Sichtweise zu st\u00e4rken. Die chinesische Geschichte ist zweifellos eher die eines Opfers der Aggression als die der Aggression. Selbst zu der Zeit, in der die chinesische Flotte auf den Meeren die Oberhand hatte, hatten wir in den L\u00e4ndern, die unsere Schiffe erreichten, nie B\u00f6ses im Sinn. In der Ming-Dynastie unternahm ein k\u00f6niglicher Hofbeamter namens Zheng He ab 1405 innerhalb von 30 Jahren sieben Seereisen durch S\u00fcdostasien, durch die Stra\u00dfe von Malakka in den Indischen Ozean und bis nach Afrika an die K\u00fcste Kenias. Das war 87 Jahre vor der historischen Reise von Christoph Kolumbus in die Karibik. W\u00e4hrend Kolumbus mit drei Schiffen segelte, bestand Zheng Hes Flotte aus 317 Schiffen mit etwa 28.000 Mann Besatzung. Wir machten die Orte, die wir erreichten, nicht zu Kolonien mit Zucker- und Kaffeeplantagen auf der Grundlage afrikanischer Sklaverei, obwohl unsere Schiffe mindestens viermal so gro\u00df waren wie die des Christoph Kolumbus, unsere Flotte war hundertmal gr\u00f6\u00dfer als seine und unsere Reise wurde 87 Jahre vor seiner unternommen. Und ja, wir erreichten auch Afrika.<\/p>\n<p>Das Regime in Peking ist nicht daran interessiert, bei der Verbreitung von Ideologie mit Amerika weltweit zu konkurrieren. Ich m\u00f6chte sogar noch einen Schritt weiter gehen und k\u00fchn behaupten, da\u00df die ideologischen Unterschiede zwischen dem Konsens von Beijing und dem Washingtoner Konsens grob \u00fcbertrieben werden. Das chinesische Entwicklungsmodell, wie es von Deng Xiaoping zum ersten Mal angek\u00fcndigt wurde, ist flexibel, anpassungsf\u00e4hig, und vor allem legt es viel weniger Wert auf Ideologie. Manche behaupten sogar, das chinesische Entwicklungsmodell bestehe im wesentlichen darin, gar kein Modell zu haben. Meine eigene Schlu\u00dffolgerung ist, da\u00df das chinesische Entwicklungsmodell haupts\u00e4chlich die folgenden f\u00fcnf Aspekte umfasst:<\/p>\n<p>&#8211; die Rolle des Staates, einschlie\u00dflich gezielter Industriepolitik und \u00f6ffentlicher Unternehmen;<\/p>\n<p>&#8211; das Duo Export und ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen;<\/p>\n<p>&#8211; unbedingte Priorit\u00e4t f\u00fcr wirtschaftliche Entwicklung;<\/p>\n<p>&#8211; Institutionen f\u00fcr eine effiziente, aber nicht unbedingt liberale Regierungsf\u00fchrung; sowie<\/p>\n<p>&#8211; der flexible, stufenweise und experimentelle Ansatz bei der Einf\u00fchrung von Reformen.<\/p>\n<p>Vergleicht man die obigen Aspekte des chinesischen Entwicklungsmodells mit den amerikanischen ideologischen Grundwerten, so findet man tats\u00e4chlich mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede. Als Beispiel nehme ich die Analyse der amerikanischen ideologischen Grundwerte des Soziologen Robin Williams. Er f\u00fchrte folgende auf: Freiheit, Individualismus, Idealisierung des Praktischen, ehrenamtliche T\u00e4tigkeit, Mobilit\u00e4t, Patriotismus, Fortschritt und den Amerikanischen Traum. Meiner Ansicht nach betrifft das einzige, was grunds\u00e4tzlich schwer in Einklang zu bringen ist, den Begriff der Freiheit.<\/p>\n<p>Wenn ich Sie davon \u00fcberzeugen kann, dann ist also die Beziehung zwischen China und den USA bar ideologischer Konkurrenz, und von den amerikanischen Besorgnissen bleiben nur noch Elemente einer von Geopolitik getriebenen Realpolitik. Und die Grundlage davon ist im wesentlichen eine Sache wirtschaftlicher Konkurrenz. Ein kurzer R\u00fcckblick auf die Geschichte unterstreicht jedoch die Tatsache, da\u00df die Volkswirtschaften Amerikas und Chinas wesentlich miteinander verflochten sind und sich in ihrer Natur grundlegend erg\u00e4nzen. Das nordpazifische Handelsnetz, zu dem auch Japan und S\u00fcdkorea geh\u00f6ren, bildet die weltweit gr\u00f6\u00dfte Wertsch\u00f6pfungskette. Chinas wirtschaftlicher Erfolg ist zum Teil eine Erfolgsgeschichte der Beteiligung chinesischer Unternehmen an dieser von Amerika angef\u00fchrten globalen Wertsch\u00f6pfungskette.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus entspricht die Gesch\u00e4ftst\u00e4tigkeit amerikanischer Unternehmen in China einem kommerziellen Interesse von rund 400 Mrd. Dollar. Rund 40% der Exporte Chinas h\u00e4ngen mit ausl\u00e4ndischen multinationalen Unternehmen zusammen. Auf der Liste der 20 gr\u00f6\u00dften Exporteure in China sind die Mehrheit entweder Lizenzunternehmen von \u201eCorporate America\u201c oder Corporate America selbst. Die Volkswirtschaften Chinas und Amerikas erg\u00e4nzen sich aufgrund ihrer nat\u00fcrlichen und personellen Ressourcen. Amerikas Agrar- und Energieprodukte sind auf den Weltm\u00e4rkten sehr wettbewerbsf\u00e4hig, ebenso die High-Tech-Sektoren. Chinas effiziente Fertigung tr\u00e4gt zu den niedrigen Preisen bei Walmart und Amazon bei. Waren und Dienstleistungen zusammengenommen, entspricht der Handelsflu\u00df \u00fcber den Pazifik einem kommerziellen Interesse von fast 800 Mrd. Dollar &#8211; potentiell hin zu einem Niveau, wo sie eins werden. Ist dieses wunderbare hypothetische Unternehmen ein amerikanisches? Oder ist es ein chinesisches? Das spielt keine Rolle. Ich w\u00fcrde es einfach als globales Unternehmen im globalen Zeitalter bezeichnen.<\/p>\n<p>China k\u00f6nnte auch von einer selektiven Ausrichtung seiner industriepolitischen Ziele profitieren. Industriepolitik ist unter Volkswirtschaftlern umstritten. Aber man mu\u00df zugeben, da\u00df Amerika eine betr\u00e4chtliche eigene Industriepolitik hat, die sich von der chinesischen nur vom Umfang her, aber nicht inhaltlich unterscheidet. Zum Beispiel haben die USA das DARPA-Programm (die staatliche Agentur f\u00fcr R\u00fcstungsforschung), die dem Energieministerium unterstellten weltber\u00fchmten Nationalen Laboratorien, die umfangreichen Forschungsgelder der Nationalen Gesundheitsbeh\u00f6rden (National Institutes of Health) und die zahlreichen Zusch\u00fcsse aus den Programmen der Nationalen Wissenschaftsstiftung (National Science Foundation). Erst vor wenigen Tagen unterzeichnete Pr\u00e4sident Trump eine Anordnung zur F\u00f6rderung der Entwicklung k\u00fcnstlicher Intelligenz. Das riecht nach Industriepolitik.<\/p>\n<p>Nichtsdestotrotz glaube ich jedoch, da\u00df es Chinas Interessen nicht schadet, sich als politisches Ziel darauf zu konzentrieren, in bestimmten Bereichen hervorragende Leistungen zu erbringen, anstatt in allen Dingen mittelm\u00e4\u00dfig zu sein. Zum Beispiel sind die Vereinigten Staaten stolz auf Boeing-Flugzeuge, w\u00e4hrend China auf Hochgeschwindigkeitsz\u00fcge stolz ist.<\/p>\n<p>Eine Washingtoner Denkfabrik wirft China vor, es sei eine Autarkie f\u00fcr Innovationen. Wenn jedoch ein autarker Ansatz vermieden werden soll, dann mu\u00df langfristig ein strategisches Vertrauen zwischen beiden Seiten aufgebaut werden. Und in dieser Hinsicht sind die j\u00fcngsten Ma\u00dfnahmen aus Washington in Bezug auf Huawei &#8211; insbesondere aus den Nachrichtendienst- und Verteidigungskomplexen der Exekutive &#8211; sehr entt\u00e4uschend. In anderen Bereichen hat Huawei in der Vergangenheit m\u00f6glicherweise Fehler gemacht, aber es gab niemals den geringsten Beweis daf\u00fcr, da\u00df das Unternehmen Geheimdienst- und Spionaget\u00e4tigkeiten f\u00fcr die chinesische Regierung betreibt.<\/p>\n<p>Washingtons Vorverurteilung st\u00fctzt sich auf eine Regelung in China, Artikel 7 des Nachrichtendienstgesetzes, der besagt, da\u00df Unternehmen in China die Verpflichtung haben, mit den Geheimdiensten der Regierung zusammenzuarbeiten. Es gibt jedoch eine h\u00f6here Verfassung in China, die besagt, da\u00df die Regierung die Interessen privater Unternehmen sch\u00fctzt. Der Vorstandschef von Huawei, Herr Ren Zhenfei, sagt sehr deutlich, da\u00df er die Interessen seiner Kunden niemals unter etwas anderes stellen w\u00fcrde, und seine Aussage hat eine rechtliche Grundlage, die ich gerade nannte &#8211; der Punkt, da\u00df die chinesische Regierung laut Verfassung Huawei niemals auf dem Weltmarkt in Gefahr bringen darf.<\/p>\n<p>Eine weitere Dimension des Entkommens aus der wirtschaftlichen Thukydides-Falle ist die geographische Dimension des Marktes. Die amerikanischen Konzerne engagieren sich gew\u00f6hnlich nicht in Afrika. Die Pr\u00e4senz von Corporate America ist auf S\u00fcdamerika, S\u00fcdasien und S\u00fcdostasien begrenzt. Seine St\u00e4rke liegt in Europa und auf den nordamerikanischen M\u00e4rkten. Ich habe den chinesischen Managern schon immer geraten, nach Afrika zu gehen, nach S\u00fcdamerika, allgemein an Orte, wo es mehr Chancen als Konkurrenz gibt. Durch eine freundschaftliche geographische Aufteilung des Weltmarktes k\u00f6nnen sowohl Chinas Unternehmen als auch Amerikas Unternehmen f\u00fcr sich alleine erfolgreich sein.<\/p>\n<p>Chinesische Investitionen in den USA<\/p>\n<p>Zum Schlu\u00df m\u00f6chte ich noch auf die G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative und ihre m\u00f6glichen Auswirkungen auf chinesische Investitionen in den USA eingehen. Ausl\u00e4ndische Direktinvestitionen zwischen den beiden L\u00e4ndern st\u00e4rken unsere Wirtschaftsbeziehungen und bilden eine zus\u00e4tzliche Ebene in der Gesamtheit unserer Beziehungen. Bisher sind die ausl\u00e4ndischen Direktinvestitionen \u00fcberwiegend eine Einbahnstra\u00dfe von Amerika nach China. Das ist nur zu verst\u00e4ndlich, wenn man Amerikas Status als entwickelte Volkswirtschaft im Vergleich zu China bedenkt.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren jedoch interessiert sich immer mehr chinesisches Kapital f\u00fcr die USA, insbesondere im S\u00fcden, f\u00fcr Staaten wie Nord-Carolina, S\u00fcd-Carolina und Georgia, wo Land- und Versorgungskosten g\u00fcnstiger sind als in China und die Lohnkosten ziemlich akzeptabel sind. Dies gilt besonders bezogen auf die neue Theorie der Wirtschaftsgeographie, die ein Wanderungsmuster der Schwerpunktbildung industrieller Fertigung vorhersagt.<\/p>\n<p>In der Vergangenheit wanderte diese von Europa nach Nordamerika, dann nach Japan und S\u00fcdkorea und dann nach China. Inzwischen befindet sie sich seit \u00fcber 30 langen Jahren in China, so da\u00df wir die Anf\u00e4nge einer Welle ausl\u00e4ndischer Direktinvestitionen aus China sehen, \u00e4hnlich der Auslagerungstendenz amerikanischer Unternehmen in den 90er Jahren. Hier in Amerika w\u00fcnschen Sie sich, da\u00df in Verbindung mit der Bewegung von chinesischem Auslandskapital auch einige dieser Unternehmen in die USA zur\u00fcckkehren, da viele dieser Unternehmen aktive Teilnehmer an globalen Wertsch\u00f6pfungsketten quer \u00fcber den Nordpazifik sind.<\/p>\n<p>Chinesische Kapitalinvestitionen in den USA k\u00f6nnen auch in Form von Infrastrukturinvestitionen erfolgen, den Kontext dazu bildet Pr\u00e4sident Trumps Kampagne \u201eAmerika wieder gro\u00dfartig machen\u201c. Dieser Slogan ist das Markenzeichen von Pr\u00e4sident Trumps Wahlkampf. Bisher haben wir jedoch aus der Regierung zum Ausbau der Infrastruktur noch nicht viele Aktivit\u00e4ten gesehen oder Einzelheiten erfahren, au\u00dfer der Mauer an der S\u00fcdgrenze. Pr\u00e4sident Trump sagte, es werde ein Schwerpunkt der zweiten H\u00e4lfte seiner Amtszeit sein. Wir werden sehen.<\/p>\n<p>Infrastrukturaufbau ist eine gro\u00dfe St\u00e4rke chinesischer Unternehmen. Diejenigen von Ihnen, die China besucht haben, konnten feststellen, wie viele Fortschritte China in den letzten Jahren gemacht hat. Nun hat sich dies auf die G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative ausgeweitet. Aber es gibt viel Verwirrung, Mi\u00dfverst\u00e4ndnisse, Fehlinformationen und sogar b\u00f6swillige Angriffe auf die Initiative. Sie ist kein geopolitisches Spiel zur St\u00e4rkung des Einflu\u00dfbereichs. Es soll nicht der Machtprojektion dienen. Die G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative ist ehrlich davon motiviert, gemeinsame Wirtschaftsinteressen zu suchen, und nicht davon, in Konkurrenz zu Amerika eine Ideologie zu verbreiten. Diesen Punkt hat die chinesische Regierung oft betont.<\/p>\n<p>China hat riesige Devisenreserven, die hier in den USA brachliegen. Die Bank of China und andere gro\u00dfe chinesische Gesch\u00e4ftsbanken schwimmen in Dollar-Bargeld und anderen liquiden Dollarwerten in H\u00f6he von insgesamt \u00fcber 3 Billionen Dollar, haupts\u00e4chlich in Form von US-Schatzwechseln und Anleihen. Mit diesem Geld k\u00f6nnen chinesische Investoren am Infrastrukturboom Amerikas teilnehmen. Damit meine ich, da\u00df chinesische Investoren an diesen Infrastrukturprojekten als aktive Kapitalanleger teilnehmen k\u00f6nnen, m\u00f6glicherweise gleichzeitig auch als Bauunternehmer oder Zulieferer.<\/p>\n<p>Nennen Sie es G\u00fcrtel und Stra\u00dfe. Nennen Sie es Amerikas G\u00fcrtel und Stra\u00dfe. Das spielt keine Rolle, solange Chinas Handelsbilanz\u00fcberschu\u00df in eine Art Kapitalkonto umgewandelt werden kann, in Form von Geld, das in Amerika investiert wird &#8211; als dauerhafte Anteilseigner und wichtiger noch, als dauerhafte Interessenvertreter stabiler und prosperierenden chinesisch-amerikanischer Wirtschaftsbeziehungen. Dies k\u00f6nnte f\u00fcr beide L\u00e4nder ein Win-Win-Modell sein.<\/p>\n<p>Zusammenfassend bin ich kurzfristig hinsichtlich der Handelsgespr\u00e4che optimistisch, aber auf lange Sicht besorgt \u00fcber die vergiftete politische Atmosph\u00e4re in Washington gegen\u00fcber China. Es gibt diese politischen Fraktionen in den USA, diejenigen auf der Rechten, die den Komplex der R\u00fcstungsindustrie und der Geheimdienste vertreten, und diejenigen auf der Linken, die einen imagin\u00e4ren ideologischen Kreuzzug f\u00fchren und China zu Amerikas Staatsfeind Nummer eins machen wollen. Das ist, gelinde gesagt, bedauerlich.<\/p>\n<p>Gl\u00fccklicherweise scheint Pr\u00e4sident Trump kein Teil davon zu sein. Eine gute Beziehung zwischen unseren beiden L\u00e4ndern &#8211; auch wenn sie von der Natur her ein Wettbewerb ist, solange es nur ein friedlicher ist -, liegt in der Tat im fundamentalen amerikanischen Interesse.<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr die Gelegenheit und ich w\u00fcnsche Ihnen allen viel Erfolg.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Botschafter und St\u00e4ndige Vertreter der Russischen F\u00f6deration bei den Vereinten Nationen, S.E. Wassili Nebensja, \u00fcbermittelte der Konferenz des Schiller-Instituts unter dem Titel \u201ePerspektiven f\u00fcr die Ost-West-Zusammenarbeit: Die Sicht der Russischen F\u00f6deration\u201c die folgende Gru\u00dfbotschaft. Sie wurde von Botschaftsrat Fedor Strschischowskij verlesen (\u00dcbersetzung aus dem Englischen, inoffizielles Transkript des Schiller-Instituts).<\/p>\n<p><strong>&#8222;Gru\u00dfbotschaft des russischen UN-Botschafters&#8220;<\/strong><\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\"><\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p><em>(Fedor Strschischowskij: Sehr geehrte Damen und Herren, es ist mir eine gro\u00dfe Freude, hier zu sein. Ich m\u00f6chte der Rolle der russisch-amerikanischen Beziehungen in der modernen Welt und dem Beitrag des Schiller-Instituts zu dieser Beziehung Tribut zollen. Ich lese nun vor.)<\/em><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst begr\u00fc\u00dfe ich die Organisatoren, Teilnehmer und G\u00e4ste dieser Konferenz. Das Schiller-Institut ist bekannt f\u00fcr seinen wertvollen Beitrag zum Verst\u00e4ndnis der internationalen politischen Prozesse und zur Entwicklung neuartiger Ans\u00e4tze f\u00fcr die globalen Herausforderungen. Die unter Ihrer Schirmherrschaft veranstalteten Konferenzen sind respektvolle Plattformen, bei denen man \u00fcber die dr\u00e4ngendsten aktuellen Themen ohne Politisieren und ohne ideologische Klischees diskutieren kann.<\/p>\n<p>Wir waren sehr betr\u00fcbt \u00fcber die schmerzliche Nachricht vom Tode Lyndon LaRouches, des Gr\u00fcnders und Ideengebers des Schiller-Instituts. Wir m\u00f6chten Helga Zepp-LaRouche sowie den Angeh\u00f6rigen und Kollegen unser tiefes Beileid aussprechen. Wir sind uns sicher, da\u00df seine Sch\u00fcler und Mitarbeiter das von ihm vorgeschlagene Paradigma internationaler politischer und wirtschaftlicher Intervention weiterentwickeln werden. [Beifall.]<\/p>\n<p>Wir sind \u00fcberzeugt, da\u00df der Anbruch einer menschlicheren Epoche nur m\u00f6glich ist, wenn die Welt sich eines gerechteren, polyzentrischen Steuerungsmodells erfreut. In letzter Zeit wurden wir jedoch Zeugen von Versuchen, die Sicherheitsarchitektur der Welt zu ersch\u00fcttern und vereinbarte universelle Normen durch eine Ordnung auf der Grundlage willk\u00fcrlicher Regeln zu ersetzen, die f\u00fcr einzelne L\u00e4nder je nach dem geopolitischen Interesse erfunden werden. Gef\u00e4hrlich f\u00fcr die globale Stabilit\u00e4t ist jedoch das Bestreben der Regierungen einiger L\u00e4nder, einseitig der Weltgemeinschaft oder bestimmten souver\u00e4nen Staaten ihren Willen aufzuerlegen oder sogar in deren innere Angelegenheiten einzugreifen. In diesem Sinne sollte man auch den Einsatz von Sanktionen als Instrument betrachten, um Druck auszu\u00fcben und L\u00e4nder, die eine unabh\u00e4ngige Politik verfolgen, zu bestrafen.<\/p>\n<p>Ru\u00dfland ist stolz auf seine Lage zwischen Westen und Osten. Historisch bedingt betreiben wir eine vielseitig ausgerichtete Au\u00dfenpolitik und entwickeln die Beziehungen zu anderen L\u00e4ndern im Geiste gegenseitigen Respekts. Ru\u00dfland hilft in umfassender Weise, auf der Grundlage des V\u00f6lkerrechts nach kollektiven Entscheidungen zu den globalen Problemen zu suchen, mit denen alle L\u00e4nder heute konfrontiert sind. Wir engagieren uns st\u00e4ndig in den Aktivit\u00e4ten der Vereinten Nationen und der Gruppe der 20, um zu den relevanten Formen der Interaktion beizutragen, wie z.B. der Organisation des Vertrags \u00fcber kollektive Sicherheit (OVKS), der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAEU), der Gemeinschaft Unabh\u00e4ngiger Staaten (GUS), der Shanghaier Organisation f\u00fcr Zusammenarbeit (SCO), BRICS.<\/p>\n<p>Eine der konzeptionellen S\u00e4ulen f\u00fcr die Entwicklung dieser Art von Zusammenarbeit hat Pr\u00e4sident Putin mit seiner Initiative \u201eGr\u00f6\u00dfere Eurasische Partnerschaft\u201c vorgeschlagen. Sie w\u00fcrde die Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion, der Shanghaier Organisation f\u00fcr Zusammenarbeit (SCO) und der Vereinigung S\u00fcdostasiatischer Nationen (ASEAN) zusammenbringen. Wahrscheinlich w\u00fcrde sie eines Tages auch die Europ\u00e4ische Union einschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Das vergangene Jahr war durch eine Reihe von wichtigen Schritten zur Umsetzung dieses Projekts gekennzeichnet: Die Eurasische Wirtschaftskommission und ASEAN unterzeichneten eine Vereinbarung, die f\u00fcr die r\u00e4umliche und wirtschaftliche Ausweitung der Eurasischen Partnerschaft von entscheidender Bedeutung ist. Die Annahme der Erkl\u00e4rung zur Weiterentwicklung des Integrationsprozesses in der Eurasischen Wirtschaftsunion erm\u00f6glichte es, die Schaffung gemeinsamer M\u00e4rkte voranzutreiben und auf solche Kooperationsbereiche wie Bildung, Forschung, Gesundheitswesen und Handel auszuweiten. Die Eurasische Wirtschaftsunion und die chinesische Initiative \u201eOne Belt, One Road\u201c haben sich auf der vertraglichen und rechtlichen Grundlage des Abkommens \u00fcber handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit den Integrations- und Transportprojekten angeschlossen.<\/p>\n<p>Die bilaterale Zusammenarbeit Ru\u00dflands und Chinas nimmt auch eine globale Dimension an. Unsere effektive au\u00dfenpolitische Koordinierung, einschlie\u00dflich der Plattform der Vereinten Nationen, hat sich zu einem wichtigen Faktor f\u00fcr die Stabilisierung der Weltpolitik entwickelt.<\/p>\n<p>Wir sind auch entschlossen, unsere Beziehungen zu einem anderen privilegierten strategischen Partner auszubauen: Indien. Diese Verpflichtung wurde bekr\u00e4ftigt in der auf dem bilateralen Gipfel im Oktober verabschiedeten gemeinsamen Erkl\u00e4rung \u201eZuverl\u00e4ssige Partnerschaft Ru\u00dfland-Indien in einer sich ver\u00e4ndernden Welt\u201c. Wir m\u00fcssen auch ein inoffizielles Gipfeltreffen Ru\u00dfland-Indien-China erw\u00e4hnen, das nach zw\u00f6lfj\u00e4hriger Unterbrechung im Dezember in Buenos Aires stattfand.<\/p>\n<p>Die Beziehungen zwischen Ru\u00dfland und den USA sind auch f\u00fcr die globale Stabilit\u00e4t von entscheidender Bedeutung, weil wir zwei Staaten, gro\u00dfe Atomm\u00e4chte und St\u00e4ndige Mitglieder des UN-Sicherheitsrats sind. Wir stehen vor gemeinsamen Herausforderungen: internationaler Terrorismus, milit\u00e4rische und humanit\u00e4re Krisen, Drogenhandel, grenz\u00fcberschreitende Kriminalit\u00e4t und andere.<\/p>\n<p>Der Erfolg unserer gemeinsamen Bem\u00fchungen auf diesen und vielen anderen Wegen besteht darin, da\u00df sowohl Moskau als auch Washington ein Interesse an dem haben, was f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung aller L\u00e4nder erforderlich ist. Ru\u00dfland wei\u00df um die wachsende Verantwortung beider Staaten f\u00fcr Frieden und Sicherheit in der Welt. Wir haben wiederholt unsere Bereitschaft ge\u00e4u\u00dfert, die Beziehungen zwischen unseren L\u00e4ndern zu normalisieren. Wir hoffen, da\u00df der systemische politische Dialog mit unseren amerikanischen Partnern auf der Grundlage von gegenseitigem Respekt und R\u00fccksichtnahme auf die nationalen Interessen des anderen wieder aufgenommen wird.<\/p>\n<p>Wir sind \u00fcberzeugt: Es gibt in der heutigen Welt keine Alternative zur Kooperation und zum Zusammenschlu\u00df von Potentialen. Nur dieser Weg kann zum Anbruch einer menschlicheren Epoche f\u00fchren.<\/p>\n<p>Wir w\u00fcnschen uns, da\u00df diese Konferenz kreativ ist und zu gegenseitigem Vertrauen und Zuversicht in globalen Angelegenheiten beitr\u00e4gt. Wir w\u00fcnschen Ihnen viel Erfolg und hoffen auf bedeutungsvolle Gespr\u00e4che.<\/p>\n<p>Vielen Dank. [Beifall]<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Panel I \u2014 Let Us Create a New, More Human Epoch for Mankind<\/h2>\n<p><strong>Lyndon LaRouche Speaks<\/strong>: <em>A Talent Well Spent<\/em><\/p>\n<p><strong>Jacques Cheminade<\/strong>, President of Solidarit\u00e9 &amp; Progr\u00e8s, <em>The coming world of Lyndon LaRouche<\/em><\/p>\n<p><strong>Jiong Gong<\/strong>, Professor of Economics at the University of International Business and Economics, Beijing,\u00a0<em>Chinese Investment and American Infrastructure under the new Sino-US relations<\/em><\/p>\n<p><strong>H.E. Ambassador Vassily A. Nebenzia<\/strong>, Ambassador and Permanent Representative of the\u00a0Russian Federation to the United Nations, Presented by<strong> Counsellor Theodore Strzhizhovskiy<\/strong>, Mission\u00a0of The Russian Federation to the UN,\u00a0<em>Prospects for East-West Collaboration: The Russian Federation\u2019s View <\/em>(<a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2019\/02\/19\/prospects-for-east-west-collaboration-the-russian-federations-view\/\">transcript<\/a>)<\/p>\n<p><strong>William Binney<\/strong>, Former Technical Director, NSA<\/p>\n<p><strong>Jason Ross<\/strong>, Schiller Institute co-author \u201cExtending the New Silk Road to West Asia and Africa\u201d,\u00a0<em>The Urgent Need for a New Paradigm in Africa<\/em><\/p>\n<p><strong>Dennis Small<\/strong>, EIR Ibero-America Editor,\u00a0<em>Justice for the World: Why Donald Trump Must Exonerate Lyndon LaRouche Now<\/em><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/KQcQTMHG1KM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Panel II \u2014\u00a0The Aesthetic Education of Man for the Beauty of the Mind and Soul<\/h2>\n<p><strong>Schiller Institute combined chorus<\/strong>:<br \/>\nBenjamin Lylloff, arr: \u201cMo Li Hua\u201d (\u201cJasmine Flower\u201d)<br \/>\nBenjamin Lylloff, director<\/p>\n<p><strong>H.T. Burleigh, arr: \u201cDeep River\u201d<\/strong><\/p>\n<p><strong>William L. Dawson, arr: \u201cEv\u2019ry Time I Feel the Spirit\u201d<\/strong><br \/>\nDiane Sare, director<\/p>\n<p><strong>Megan Beets,<\/strong> LaRouchePAC Scientific Research Team, \u201cArtistic and Moral Beauty\u201c<\/p>\n<p><strong>Bruce Director<\/strong>, Secretary-Treasurer, US Schiller Institute<br \/>\n\u201cOn LaRouche\u2019s concept of significance of Art for Science and Science for Art\u201d<\/p>\n<p><strong>Diane Sare<\/strong>, Managing Director of the Schiller Institute NYC Chorus, \u201cThe Choral Principle\u201d<\/p>\n<p><strong>Johannes Brahms<\/strong>: \u201cDem dunkeln Scho\u00df der Heil\u2019gen Erde\u201d<br \/>\n(text from Schiller\u2019s \u201cSong of the Bell\u201d)<br \/>\nSchiller Institute Chorus<br \/>\nJohn Sigerson, director<\/p>\n<p><strong>Johann Sebastian Bach<\/strong>: Brandenburg Concerto No. 5 in D Major, BWV 1050<br \/>\nI. Allegro<br \/>\nSchiller Institute Orchestra<br \/>\nJohn Sigerson, director<br \/>\nSoloists: Gregor Kitzis, violin; Laura Thompson, flute; My-Hoa Steger, piano<\/p>\n<p><strong>Ludwig van Beethoven<\/strong>: Choral Fantasia, Op. 80<br \/>\nSchiller Institute Orchestra, Chorus, and Soloists<br \/>\nJohn Sigerson, director<br \/>\nMy-Hoa Steger, piano<\/p>\n<p><strong>Q&amp;A Session<\/strong><\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/RqtZS8odIpA?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<hr \/>\n<hr \/>\n<h2 style=\"text-align: center;\">Panel III \u2014 The Frontiers of Science<\/h2>\n<p><strong>Yuting Zhou<\/strong>, piano, Johannes Brahms: <em>Rhapsody, Op. 79, No. 1 in B minor<\/em><\/p>\n<p><strong>Kesha Rogers,<\/strong> LaRouchePAC Policy Committee, Former candidate for U.S. Congress, <em>The Frontier of Space: Fulfilling Mankind\u2019s Destiny as Man in the Universe<\/em><\/p>\n<p><strong>Thomas Wysmuller<\/strong>, Founding member of The Right Climate Stuff,\u00a0<em>What NASA has Done and Where NASA is Going<\/em><\/p>\n<p><strong>Larry Bell<\/strong>, Founder, Sasakawa International Center for Space Architecture, College of Engineering,\u00a0University of Houston, <em>What Makes People Exceptional<\/em><\/p>\n<p><strong>Benjamin Deniston<\/strong>, LaRouchePAC Scientific Research Team,\u00a0<em>LaRouche\u2019s Strategic Defense of Earth<\/em><\/p>\n<p><strong>Hal BH Cooper, Jr. PhD PE,<\/strong> <em>Infrastructure needs for the Rail, Energy and Water Systems to Promote\u00a0Future Economic Development of Africa<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/qDxilIhSJbw?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So lautete das Motto der Konferenz des amerikanischen Schiller-Instituts am 16. 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