{"id":47130,"date":"2018-07-06T19:33:13","date_gmt":"2018-07-06T17:33:13","guid":{"rendered":"http:\/\/stage.schillerinstitute.com\/?p=47130\/"},"modified":"2018-07-17T17:37:25","modified_gmt":"2018-07-17T15:37:25","slug":"konferenz-des-schiller-instituts-offnet-tur-zum-neuen-paradigma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2018\/07\/06\/konferenz-des-schiller-instituts-offnet-tur-zum-neuen-paradigma\/","title":{"rendered":"Konferenz des Schiller-Instituts \u00f6ffnet T\u00fcr zum Neuen Paradigma"},"content":{"rendered":"<p><em>Bei der internationalen Konferenz des Schiller-Instituts am 30.6.\/1.7. 2018 kamen herausragende Experten zu Wort, darunter hochrangige Berater der Regierungen Ru\u00dflands, Chinas und der USA.<\/em><\/p>\n<p>Der Zeitpunkt f\u00fcr die j\u00fcngste Konferenz des Schiller-Instituts, die am 30.6.\/1.7. 2018 in Bad Soden am Taunus stattfand, h\u00e4tte nicht besser gew\u00e4hlt werden k\u00f6nnen, denn sie fand zu einem Zeitpunkt statt, an dem sich das Momentum f\u00fcr die Konsolidierung eines neuen Paradigmas unter dem Einflu\u00df der mit Chinas Wirtschaftsg\u00fcrtel-Initiative (BRI) verbundenen Diplomatie und Wirtschaftspolitik verst\u00e4rkt.<\/p>\n<p>In den letzten Monaten vollzogen sich wesentliche Ver\u00e4nderungen, und eine wachsende Zahl von Nationen bewegt sich in Richtung der neuen strategischen Geometrie eines B\u00fcndnisses zwischen Ru\u00dfland, China und den Vereinigten Staaten, das sich trotz des massiven Widerstands britischer und amerikanischer Netzwerke, die die alte, gef\u00e4hrliche Weltordnung der Geopolitik erhalten wollen, weiter ausbildet. China und Ru\u00dfland arbeiteten mit US-Pr\u00e4sident Trump zusammen, ebenso mit dem japanischen Ministerpr\u00e4sidenten Shinzo Abe und S\u00fcdkoreas Pr\u00e4sident Moon Jae-in, um das erfolgreiche Gipfeltreffen zwischen Trump und dem nordkoreanischen Pr\u00e4sidenten Kim Jong-un am 12.6. in Singapur zustande zu bringen, was die St\u00e4rke dieses neuen B\u00fcndnisses zeigt. Der Erfolg des Singapur-Gipfels half, den Weg f\u00fcr das Treffen zwischen Trump und Ru\u00dflands Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin zu bereiten, das am 16.7. in Helsinki stattfinden wird. Neben dem Trump-Kim-Gipfel gab es weitere Veranstaltungen, die dieses Bild abrunden, darunter die Konferenz der Shanghaier Organisation f\u00fcr Zusammenarbeit, die am 10.6. in Qingdao in China begann und bei der die enge Zusammenarbeit zwischen Putin und dem chinesischen Pr\u00e4sidenten Xi Jinping ein zentraler Aspekt der Beratungen war.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend diese Treffen zeigten, wie vielversprechend diese Ver\u00e4nderungen sind, erweisen sich die Institutionen des alten Paradigmas als Hindernis f\u00fcr diese neue Dynamik. Das Treffen der G-7 endete mit einer schockierenden Paralyse, als Trump vorzeitig abreiste und zu seinem Treffen mit Kim nach Singapur aufbrach, nachdem er die Teilnehmer des Gipfels bereits mit der Forderung provoziert hatte, Ru\u00dfland wieder in ihren Kreis aufzunehmen. Auch die EU erwies sich als unf\u00e4hig, sich auf eine positive L\u00f6sung f\u00fcr die Fl\u00fcchtlingskrise und ihre wirtschaftliche Krise zu einigen, w\u00e4hrend viele EU-Mitgliedstaaten die Kooperation mit China und der BRI immer mehr als einen m\u00f6glichen Ausweg aus der Existenzkrise der EU betrachten.<\/p>\n<p>Diese Entwicklungen veranla\u00dften die Gr\u00fcnderin und Pr\u00e4sidentin des internationalen Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, am 17.6. ein Memorandum zu ver\u00f6ffentlichen\u00a0<a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/olympus-digital-camera-3\/\">(\u201eGeschichte wird jetzt in Asien geschrieben: EU-Gipfel mu\u00df dem Beispiel von Singapur folgen!\u201c)<\/a>, in dem sie die Mitgliedstaaten der EU auffordert, den Geist von Singapur und den Organisationsproze\u00df, der zu ihm f\u00fchrte, zu \u00fcbernehmen, um die Fehler zu \u00fcberwinden, unter denen Europa derzeit leidet. Dieser Ansatz war das zentrale Thema der Konferenz des Schiller-Instituts, die mit mehr als 300 Teilnehmern aus 35 L\u00e4ndern in Bad Soden bei Frankfurt stattfand.<br \/>\n<strong><br \/>\nDas Zusammenfallen der Gegens\u00e4tze &#8211; die Welt von Morgen<\/strong><\/p>\n<p>Helga Zepp-LaRouche hielt die Er\u00f6ffnungsrede zum Thema \u201eDas Zusammenfallen der Gegens\u00e4tze &#8211; die Welt von Morgen\u201c. Sie \u00e4u\u00dferte die Hoffnung, da\u00df bei dem bevorstehenden Treffen zwischen Trump und Putin in Helsinki die Schaffung eines neuen Paradigmas auf die Tagesordnung gesetzt wird, um den neoliberalen Dogmen ein Ende zu setzen, die die Welt in die Katastrophe gef\u00fchrt haben. Die 68 Mio. Fl\u00fcchtlinge, die f\u00fcr Ende 2017 von den Vereinten Nationen gemeldet wurden, seien eine Illustration der Brutalit\u00e4t, mit der im Westen in den letzten Jahren der Austerit\u00e4tspolitik Vorrang vor dem Gemeinwohl einger\u00e4umt wurde. Die Neue Seidenstra\u00dfe biete einen Ausweg, sie sei die Fortsetzung eines Prozesses, der 1975 mit Lyndon LaRouches Vorschlag f\u00fcr eine Internationale Entwicklungsbank begann. Die Neue Seidenstra\u00dfe finde bei der Mehrheit der Menschen Anklang, indem sie den Aufbau einer \u201eGemeinschaft der gemeinsamen Zukunft der gesamten Menschheit\u201c erm\u00f6glicht, und tats\u00e4chlich h\u00e4tten sich bereits 140 Nationen angeschlossen, die schon jetzt die Mehrheit der Weltbev\u00f6lkerung repr\u00e4sentieren und die aus dem Win-Win-Prinzip Nutzen ziehen werden.<\/p>\n<p><strong>Geopolitik und Kriegsgefahr \u00fcberwinden<\/strong><\/p>\n<p>Das Thema des anschlie\u00dfenden ersten Konferenzabschnitts lautete \u201eDie Geopolitik und die Gefahr eines neuen Weltkriegs \u00fcberwinden\u201c. Erster Redner war Wladimir Morosow, der Programmkoordinator des Russischen Rats f\u00fcr Internationale Angelegenheiten (Russian International Affairs Council, RIAC), einer f\u00fchrenden Denkfabrik, die mit dem russischen Au\u00dfenministerium verbunden ist. Er sprach \u00fcber \u201eRu\u00dflands Rolle in der Neuen Weltordnung\u201c &#8211; einer Weltordnung, die auf der Wiederherstellung des gegenseitigen Vertrauens zwischen M\u00e4chten beruht, die bisher nur ihre eigenen Interessen verfolgten. Diese \u00c4nderung werde nicht \u00fcber Nacht erfolgen. Es sei keine L\u00f6sung, die unipolare Welt durch eine multipolare Welt zu ersetzen, sagte Morosow, man brauche vielmehr einen Multilateralismus, die Zusammenarbeit in Organisationen wie UN, SCO, BRICS und EAEU, mit einer Agenda des globalen Abbaus der Nuklearwaffen und Entwicklungsinitiativen. Ru\u00dfland werde vor allem inneren Frieden und Stabilit\u00e4t anstreben, aber dazu werde es eine wichtige konstruktive Rolle in der BRI spielen. Ein kollektives Sicherheitssystem f\u00fcr den Nahen Osten, Frieden in Syrien, Fortschritte in der Krise in der Ukraine und Einhaltung des Abkommens \u00fcber die Mittelstreckenraketen seien Bereiche, die beim Treffen zwischen Trump und Putin auf die Tagesordnung kommen k\u00f6nnten. Er erwarte keine unmittelbaren Ergebnisse von dem Treffen, aber schon sein Stattfinden sei ein Durchbruch nach sechs Jahren, in denen es kein solches Treffen gegeben hatte.<\/p>\n<p>Dr. Xu Jian, Vizepr\u00e4sident und Senior Research Fellow des China Institute of International Studies (CIIS) sowie Direktor des Akademischen Rats des CIIS sprach \u00fcber \u201eDie Umkehrung der Globalisierung und die Herausforderung f\u00fcr Chinas Au\u00dfenpolitik in der Neuen \u00c4ra\u201c. Die Ver\u00e4nderungen in der Weltordnung werfen eine Reihe fundamentaler Probleme auf, die das System der Globalisierung und der Marktwirtschaft hinterlassen hat. Die Finanzkrise von 2008 habe den Abstand zwischen den Entwicklungsl\u00e4ndern und den Schwellenl\u00e4ndern nur noch vergr\u00f6\u00dfert. China sei dem Prinzip des Friedens und der Entwicklung verpflichtet, aber nun sei es mit drei gef\u00e4hrlichen \u201eFallen\u201c konfrontiert: der Thukydides-Falle (nach Joseph Nye, wenn ein Land zu stark auftritt), der Kindleberger-Falle (wenn es zu schwach auftritt), die beide zu Chaos und Krieg f\u00fchren k\u00f6nnen wie in den 1930er Jahren, und die Falle des Kalten Krieges. China schlage vor, eine Gemeinschaft der gemeinsamen Zukunft der gesamten Menschheit zu schaffen, eine Form der internationalen Beziehungen, die auf gegenseitigem Respekt und Win-Win f\u00fcr alle Seiten beruhe, der Entwicklung einer realen wirklichen Partnerschaft. Diese Neue Weltordnung sei noch lange nicht erreicht, aber das sollte die Menschheit nicht daran hindern, darauf hinzuarbeiten.<\/p>\n<p>Dritter Redner der Runde war Landessenator Richard Black aus Virginia (USA), der an die Konferenz eine Videobotschaft \u00fcber \u201eDas wahre Interesse der Vereinigten Staaten\u201c \u00fcbermittelt hatte. Black verurteilte den \u201eunerkl\u00e4rten Krieg\u201c, den die Vereinigten Staaten gegen Syrien f\u00fchren, das eine zentrale Rolle im Kampf gegen den internationalen Terrorismus spiele. Die USA h\u00e4tten Dschihadisten ausgebildet, bewaffnet und finanziert, um einen Regimewechsel in Syrien zu erzwingen, der nicht im Interesse der USA sein k\u00f6nne. Er sei zutiefst besorgt \u00fcber eine US-Au\u00dfenpolitik, die Syrien zerst\u00f6rt habe, das bis 2012 zu den f\u00fcnf sichersten L\u00e4ndern der Welt geh\u00f6rte. Das syrische Volk stehe hinter seinen gew\u00e4hlten F\u00fchrern und habe 90% des Landes befreit, aber Unterst\u00fctzer der Dschihadisten &#8211; die USA, Gro\u00dfbritannien, Saudi-Arabien und Katar &#8211; wollten den Nordosten des Landes abspalten. Das sei die Politik einer Fremdenlegion, die man mieten kann, aber keine Politik im Interesse der Vereinigten Staaten. Nationen, die zwischen den Bomben der USA und Chinas Stra\u00dfen w\u00e4hlen m\u00fc\u00dften, w\u00fcrden den nichtaggressiven Ansatz der Chinesen vorziehen.<\/p>\n<p>Der fr\u00fchere Luftwaffenpilot und NATO-Planer Oberstleutnant a.D. Ulrich Scholz sprach \u00fcber \u201eInteressen-Monster: Demokratie, Menschenrechte und andere Heucheleien\u201c. Menschlichkeit und menschliche Interaktion seien Prinzipien, die in der heutigen Politik v\u00f6llig fehlen, Politiker spr\u00e4chen von \u201eWerten\u201c und \u201eMenschenrechten\u201c, um Kriege zu rechtfertigen, aber tats\u00e4chlich dienen die Kriege nur der Durchsetzung von Interessen. Anstelle der Einsch\u00fcchterungsstrategien, die heute in der westlichen Politik vorherrschen, m\u00fcsse ein Ausgleich auf der Grundlage des Respekts vor den Interessen des anderen gefunden werden, man m\u00fcsse \u00fcber Menschenrechte nicht nur reden, sondern sie auch praktizieren. Wenn man an der Politik der Angst, der Kriege und der Einsch\u00fcchterung festhalte, dann werde dies zum Nuklearkrieg f\u00fchren.<\/p>\n<p>Der Vortrag von Oberst a.D. Alain Corvez, ehemaliger Berater des franz\u00f6sischen Verteidigungs- und des Innenministeriums, hatte das Thema: \u201eDie amerikanische Verweigerung einer multipolaren Welt macht den \u00dcbergang schmerzhaft\u201c. Pr\u00e4sident Trump habe den Staat im Staat in den Vereinigten Staaten herausgefordert, jene verdeckte Oligarchie, die ihn gezwungen habe, die Milit\u00e4rinterventionen fortzusetzen. Diese brutale Politik sei nicht im Interesse des \u201eEuropa der Nationen\u201c, wie es de Gaulle nannte. F\u00fcr Frankreich sei die Frage, wann es endlich Saudi-Arabien und Katar wegen deren Aggressionspolitik im Nahen Osten, gegen Syrien und Jemen, verurteilen werde? Auch die von der EU verh\u00e4ngten Sanktionen gegen den Iran seien nicht im Interesse des wahren Europa. Das j\u00fcngste Treffen der SCO habe eine Alternative zum G-7-Gipfel der M\u00e4chte des alten Paradigmas aufgezeigt.<\/p>\n<p>Die Runde wurde abgeschlossen mit einer Videobotschaft von Roger Stone, der per Live-Schaltung zugeschaltet war. Stone ist politischer Stratege des Trump-Fl\u00fcgels in der Republikanischen Partei der USA, sein Vortrag hatte den Titel: \u201eDer Pr\u00e4sident Trump, den die Europ\u00e4er nicht kennen.\u201c Das Problem der Vereinigten Staaten sei das \u201e\u00fcble Zwei-Parteien-Duopol\u201c, die Parteien der Bushs und der Clintons. Schlie\u00dflich h\u00e4tten die acht Jahre unter Obama die amerikanische Bev\u00f6lkerung so emp\u00f6rt, da\u00df sie einen Au\u00dfenseiter ins Wei\u00dfe Haus w\u00e4hlten. Der sog. \u201eRussiagate\u201c-Skandal diene dazu, davon abzulenken, da\u00df der Mi\u00dfbrauch der staatlichen Macht gegen einen Pr\u00e4sidentschaftskandidaten schon im Mai 2016 begann, als Trumps Wahl noch lange nicht feststand. Die Kollusion des Duopols werde immer noch fortgesetzt, wie man an Stones eigenem Fall sehen k\u00f6nne, der von Sonderermittler Robert Mueller &#8211; der schon in den 1980er Jahren gegen LaRouche eingesetzt wurde &#8211; daran gehindert wurde, in Person an der Konferenz teilzunehmen.<\/p>\n<p><strong>Wie G\u00fcrtel und Stra\u00dfe Afrika und S\u00fcdwestasien ver\u00e4ndern<\/strong><\/p>\n<p>Der zweite Konferenzabschnitt war den \u00c4nderungen gewidmet, die die BRI ausl\u00f6st, als dem einzig menschlichen Weg, mit der Fl\u00fcchtlingskrise umzugehen. Hussein Askary, der S\u00fcdwestasien-Koordinator des Schiller-Instituts, betonte in seiner Einleitung zu den Vortr\u00e4gen, da\u00df die L\u00f6sung aller dieser vielen Fl\u00fcchtlingskrisen nicht darin liegen k\u00f6nne, nur die Symptome zu lindern, indem man den Fl\u00fcchtlingen hilft, was nat\u00fcrlich notwendig sei und geschehen m\u00fcsse, sondern darin, die Ursachen aller dieser Krisen zu bek\u00e4mpfen. Und das k\u00f6nne nur durch die Schaffung einer neuen, gerechten Weltordnung geschehen.<\/p>\n<p>Wang Hao, der 1. Sekret\u00e4r f\u00fcr Wirtschaft und Handel an der Botschaft der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Deutschland, forderte die EU auf, sich der Neuen Seidenstra\u00dfe anzuschlie\u00dfen. \u201eAls gr\u00f6\u00dfter Handelspartner Chinas sollte die EU sich an der BRI beteiligen.\u201c China habe nur begrenzte Ressourcen und brauche die anderen, darunter auch Deutschland und Europa. 19 L\u00e4nder Europas seien Mitglieder der AIIB, Deutschland sei der gr\u00f6\u00dfte nichtasiatische Partner. Europ\u00e4ische Unternehmen sollten ihre eigenen Projekte verfolgen. Die Kooperation zwischen China und Europa werde beiden Seiten helfen &#8211; wirtschaftlich, in den Lebensbedingungen und bei der Sicherheit.<\/p>\n<p>S. E. Yusuf Maitama Tuggar, Botschafter der Bundesrepublik Nigeria in Deutschland, betonte in seinen Ausf\u00fchrungen: \u201eBetrachten Sie nicht alles durch die bin\u00e4re Linse China contra Europa, ein \u00dcberbleibsel des Kalten Krieges. Wir brauchen die Kooperation aller drei. Afrika sitzt mit am Tisch, und mu\u00df immer bei den Diskussionen \u00fcber Infrastruktur, Entwicklung und Migration vertreten sein.\u201c Als Beispiel nannte er das Projekt, den Tschadsee wiederaufzuf\u00fcllen: \u201eDas ist ein Transformationsprojekt von der Art, die wir f\u00fcr eine nachhaltige Entwicklung brauchen, und wir m\u00fcssen es finanzieren und unterst\u00fctzen. Es wird gelingen, wenn alle ihre H\u00e4nde und K\u00f6pfe zusammentun.\u201c<\/p>\n<p>Mohammed Bila, Experte des Tschadsee-Observatoriums der Kommission f\u00fcr das Tschadseebecken, erl\u00e4uterte das Transaqua-Projekt und seinen derzeitigen Stand, nachdem die acht Staats- und Regierungschefs der Mitgliedstaaten bei ihrem j\u00fcngsten Treffen im M\u00e4rz 2018 in Abuja dem Transaqua-Projekt zugestimmt hatten. Es wird sieben beteiligten Staaten unmittelbar und indirekt f\u00fcnf weiteren L\u00e4ndern wirtschaftliche Entwicklung bringen und die Sicherheit verbessern. Bila erkl\u00e4rte, wie der \u00f6konomische Wert des Wassers auf dem Weg zum Tschadsee steigt. Das Konzept des geteilten Nutzens k\u00f6nnte auch den regionalen Handel steigern, neue wirtschaftliche Infrastruktur wie Binnenh\u00e4fen, Containerterminals, agroindustrielle Zonen und neue Stra\u00dfen entlang der 2400 km langen Wasserstra\u00dfe schaffen.<\/p>\n<p>Der Historiker Amzat Boukari-Yabara, Generalsekret\u00e4r der Panafrikanischen Liga Umoja, verwies auf die langen Beziehungen zwischen China und Afrika. Die Kritik der westlichen Medien an Chinas Pr\u00e4senz in Afrika, sagte er, sei eher motiviert vom R\u00fcckgang des euro-amerikanischen Einflusses auf M\u00e4rkten, die sie f\u00fcr ihre eigenen gehalten hatten, als von einem wirklichen Interesse an der Zukunft der Afrikaner. F\u00fcr diese k\u00f6nne es nicht darum gehen, einen Kolonialismus durch einen anderen zu ersetzen, sondern nur darum, wie sie ihre Souver\u00e4nit\u00e4t zur\u00fcckgewinnen. Wenn China oder andere mit afrikanischen L\u00e4ndern verhandeln, dann m\u00fc\u00dften Afrikaner das Interesse ganz Afrikas ber\u00fccksichtigen. Dazu m\u00fcsse die nationale Politik in \u00dcbereinstimmung mit einer kontinentalen Politik gebracht werden. Abdullatif Elwashali und Aiman Al-Mansour von der jemenitischen Vereinigung INSAN f\u00fcr Menschenrechte und Frieden berichteten dann \u00fcber die schreckliche Lage in ihrem Land, die durch den Krieg der saudisch gef\u00fchrten Koalition herbeigef\u00fchrt wurde. Nach drei Jahren Krieg sei das Land zerst\u00f6rt, es gebe bisher 36.000 Zivilopfer, darunter 14.000 Tote. Die Infrastruktur sei zerst\u00f6rt, durch die Luft- und Seeblockade werde ein Wirtschaftskrieg gegen das Land gef\u00fchrt. 55% der medizinischen Einrichtungen seien ganz oder teilweise zerst\u00f6rt, ebenso 896 Schulen. Millionen Menschen fehle medizinische Versorgung, Nahrungsmittel, Trinkwasser, humanit\u00e4re Hilfe gelangen nicht in das Land und die internationale Gemeinschaft schaue nur zu. Den Saudis gehe es nur darum, die jemenitischen Streitkr\u00e4fte zu schw\u00e4chen und die Kontrolle \u00fcber das Land zu gewinnen und dessen geopolitische Lage zu nutzen. Sie wollten nicht, da\u00df die Jemeniten selbst entscheiden. Diese humanit\u00e4re Krise m\u00fcsse gel\u00f6st werden, bevor das Land sich an der Neuen Seidenstra\u00dfe beteiligen k\u00f6nne. Saudi-Arabien und die Emirate m\u00fc\u00dften dazu gebracht werden, da\u00df sie den Jemen in Ruhe lassen.<\/p>\n<p>Hussein Askary schlo\u00df die Vortragsrunde mit der Vorstellung eines neuen Berichts \u00fcber die \u201eOperation Felix\u201c. Das Ziel der Operation Felix sei es nicht, den Jemen so wiederherzustellen, wie er vor dem Krieg war &#8211; als das \u00e4rmste Land der Region -, sondern eine \u201eWirtschaftsplattform\u201c f\u00fcr ein bl\u00fchendes und fortschrittliches Land zu schaffen und es an die BRI anzuschlie\u00dfen. Askary zeigte, wie die jemenitische Volkswirtschaft \u00fcber 30 Jahre unter dem Diktat des IWF und der Weltbank zerst\u00f6rt wurde, und beschrieb dann Schritte, mit denen diese Entwicklung r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden kann, wie die Gr\u00fcndung einer Jemenitischen Nationalbank f\u00fcr Wiederaufbau und Entwicklung, um den Wiederaufbau des Landes und den Bau von Entwicklungskorridoren zu finanzieren, die den Jemen mit Afrika und \u00fcber Oman und den Iran mit der Neuen Seidenstra\u00dfe zu verbinden.<\/p>\n<p>Den Abschlu\u00df des Tages bildete ein musikalischer \u201eDialog der Kulturen\u201c (siehe gesonderten Bericht dazu).<\/p>\n<p><strong>Die Zukunft der europ\u00e4ischen Nationen<\/strong><\/p>\n<p>Den dritten Abschnitt der Konferenz am Sonntagvormittag bildete eine optimistische und enthusiastische Diskussion \u00fcber die notwendigen Reformen und \u00c4nderungen, die notwendig sind, wenn Europa sich an der \u201eWin-Win\u201c-Diplomatie und der wirtschaftlichen Entwicklung des Neuen Paradigmas beteiligen soll.<\/p>\n<p>Jacques Cheminade, Pr\u00e4sident der Partei Solidarit\u00e9 et Progr\u00e8s und dreifacher Kandidat f\u00fcr das Amt des franz\u00f6sischen Staatspr\u00e4sidenten, er\u00f6ffnete die Runde mit der Herausforderung, da\u00df Europa wieder zu der Idee zur\u00fcckkehren m\u00fcsse, etwas zur \u201emenschlichen Zivilisation\u201c beizutragen. Europa habe sich dem Empire der Londoner City und der Wall Street unterworfen, das die Nationen Europas und ihre Nachbarn in Afrika und im Nahen Osten zerst\u00f6re. Das Scheitern des EU-Gipfels am 28.\/29.6. im Umgang mit der Fl\u00fcchtlingskrise beruhe darauf, da\u00df die EU-Politik \u201ekeinen wirklichen Wohlstand erzeugt, sie erzeugt keine Kinder und sie begr\u00fc\u00dft keine Ausl\u00e4nder, weil sie die Regeln des Nullsummen-Universums akzeptiert\u201c. Wie k\u00f6nne man unter diesen Umst\u00e4nden moralisch und kulturell optimistisch sein? Dazu brauche man ein \u201eneues Modell der Beziehungen zwischen den gro\u00dfen M\u00e4chten &#8211; das Modell der Neuen Seidenstra\u00dfe\u201c. Aber anstatt das harmonische Modell der Seidenstra\u00dfe zu betrachten, laufe Europa Gefahr, \u201eaus Mangel an Kreativit\u00e4t im Nichts zu verschwinden\u201c. Das k\u00f6nne verhindert werden, wenn man die besten Traditionen der europ\u00e4ischen Kultur wiederbelebe.<\/p>\n<p>Auf Cheminade folgte Dr. Hans K\u00f6chler, Professor f\u00fcr Philosophie und Pr\u00e4sident der International Progress Organization (IPO), der \u00fcber \u201eDie Wiederherstellung des V\u00f6lkerrechts\u201c sprach. Warum, sagte er, wurden in der \u00c4ra seit 2003, die von zerst\u00f6rerischen Kriegen und Regimewechseln charakterisiert war, die verantwortlichen Nationen und deren F\u00fchrer nicht zur Verantwortung gezogen? Wenn Rechtsnormen verletzt werden, m\u00fcsse dies geahndet werden. Haben wir heute Normen des V\u00f6lkerrechts, die auch durchgesetzt werden? Die Antwort laute \u201eNein.\u201c In zahlreichen internationalen Dokumenten seien der Einsatz und die Androhung von Gewalt verboten worden, aber das werde nicht durchgesetzt, weil die f\u00fcnf permanenten Mitglieder des Rates Veto einlegen k\u00f6nnen, wenn es darum geht, ihre eigenen aggressiven Akte zu sanktionieren. Das m\u00fcsse korrigiert werden &#8211; und wenn dies nicht m\u00f6glich sei, dann m\u00fcsse man dar\u00fcber nachdenken, die UN durch eine neue Institution abzul\u00f6sen.<\/p>\n<p>Der italienische Europaparlamentarier Marco Zanni sprach dann \u00fcber das Scheitern der EU im Umgang mit der Banken- und Finanzkrise, Sicherheitsfragen und dem Fl\u00fcchtlingsproblem. Seit 2010 habe sich die EU \u201eals unf\u00e4hig erwiesen, das Wirtschaftswachstum wieder herzustellen\u201c, und sie habe statt dessen \u201emakro\u00f6konomische Ungleichgewichte und wachsende Spaltungen in der EU geschaffen\u201c. Europa sei wirtschaftlich und in der Sicherheit zu stark von anderen abh\u00e4ngig. Als Alternative schlug Zanni vor, Europa zu einer \u201eBr\u00fccke zwischen den USA und den aufstrebenden M\u00e4chten des Ostens\u201c zu machen. Dies sei mit der Regierung Trump m\u00f6glich. Die Regierungen in der EU m\u00fc\u00dften die richtigen Fragen stellen. \u201eWas sind die Gemeinsamkeiten? Welche Politik bringt gemeinsamen Nutzen?\u201c Die EU m\u00fcsse China als Modell betrachten, vor allem in der Kreditpolitik, und die Fl\u00fcchtlingskrise anpacken. Das gegenw\u00e4rtige System funktioniere nicht. Das Ziel der neuen italienischen Regierung sei es, die EU zu reformieren, und sie werde ein Beispiel liefern, wie man mit China zusammenarbeiten k\u00f6nne.<\/p>\n<p>Der letzte Vortrag dieser Runde kam von Dr. Armin Azima von der Universit\u00e4t Hamburg, der kurz und treffend den Unsinn der EU-Politik der \u201eErneuerbaren Energien\u201c aufzeigte und statt dessen vorschlug, die Kernfusionstechnik zu meistern, \u201edie das Tor f\u00fcr eine neue und wunderbare Welt mit M\u00f6glichkeiten schafft, die derzeit noch undenkbar sind\u201c. Das Problem der nuklearen Abf\u00e4lle sei durch einen neuen Reaktortyp gel\u00f6st, der jetzt in Ru\u00dfland in Betrieb genommen wurde (BN-800) und der \u201eAtomm\u00fcll\u201c verbrennen k\u00f6nne, \u201eals w\u00e4re es konventioneller Kernbrennstoff\u201c. Abschlie\u00dfend stellte er die Frage, was wir tun k\u00f6nnten, \u201ewenn Strom extrem billig w\u00e4re und wenn Energie im \u00dcberflu\u00df vorhanden w\u00e4re\u201c, was m\u00f6glich sei, wenn wir die Kernfusion entwickeln.<br \/>\n<strong><br \/>\nWirtschaftliche und politische Potentiale von G\u00fcrtel und Stra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<p>In der letzten Vortragsrunde der Konferenz sprachen Redner aus Deutschland und mehreren s\u00fcdosteurop\u00e4ischen Nationen \u00fcber die Potentiale, die durch den Beitritt zur BRI erschlossen werden.<\/p>\n<p>Elke Fimmen vom Schiller-Institut er\u00f6ffnete die Debatte mit dem Vortrag \u201eEin neuer Bauplan f\u00fcr die Zukunft &#8211; wie Ost- und S\u00fcdosteuropa an der Schaffung eines neuen globalen Wirtschaftswunders teilhaben k\u00f6nnen\u201c. Sie forderte die westeurop\u00e4ischen L\u00e4nder auf, \u201eihre Hausaufgaben zu machen und zu erkennen, da\u00df langfristige Prosperit\u00e4t, Stabilit\u00e4t und Frieden nur durch Kooperation mit Chinas Seidenstra\u00dfen-Projekt, mit Ru\u00dfland und der Eurasischen Wirtschaftsunion erreicht werden k\u00f6nnen\u201c. Der wahre Reichtum der Nationen liege in der Entwicklung der Kreativit\u00e4t der Bev\u00f6lkerung. Sie berichtete \u00fcber die Fortschritte, die im Kontext der \u201e16+1\u201c-Kooperation zwischen China und dem Mittel- und Osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern erreicht wurden, als Beispiel f\u00fcr das, was getan werden m\u00fcsse. \u201eDie europ\u00e4ischen Nationen k\u00f6nnen und d\u00fcrfen die zweite Chance nach 1989 nicht wieder verpassen.\u201c<\/p>\n<p>Der bulgarische Abgeordnete Prof. Ivo Christov sprach \u00fcber das \u201eNeue Paradigma aus der Sicht des Balkan\u201c. Er begann seinen Vortrag mit dem geopolitischen Satz: \u201eGeographie ist Schicksal\u201c, und zeigte dann die wichtige Position der Balkan-Region mit ihrer interessanten Geschichte, Wirtschaft und Kultur als Tor zu Europa f\u00fcr die Land- und Seerouten der Neuen Seidenstra\u00dfe. Hier kollidieren die Interessen der Vereinigten Staaten, Ru\u00dflands, der T\u00fcrkei und Chinas. Christov verwies auf den US-St\u00fctzpunkt Camp Bondsteel im Kosovo, der den anderen M\u00e4chten den Zugang zum Balkan verwehrt.<\/p>\n<p>Der bekannte deutsche \u00d6konom Folker Hellmeyer sprach \u00fcber \u201eDie Integrationsoptionen der Eurasischen Zoll- und Wirtschaftsunion und der OBOR Initiative Chinas\u201c und sagte, die neuen Strukturen f\u00fcr die Kooperation zwischen den Nationen, \u00fcber die mehrere seiner Vorredner gesprochen hatten, k\u00e4men als Ersatz f\u00fcr die alten, versagenden Strukturen des Westens &#8211; wie die EU &#8211; in Betracht, insbesondere die Eurasische Zoll- und Wirtschaftsunion (EAEU) komme als Ersatz, Partner oder Br\u00fccke in Betracht, um Europa in eine Kooperation mit der BRI zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>Prof. Du\u0161ko Dimitrijevi\u0107 vom Institut f\u00fcr Internationale Politik und Wirtschaft in Belgrad behandelte \u201eChinas Neue Seidenstra\u00dfe &#8211; Errungenschaften und Aussichten der Wirtschaftskooperation zwischen Serbien und China\u201c. Chinas BRI-Strategie biete den Nationen Wohlstand anstelle geopolitischer Spaltung. China entwickle freundschaftliche Beziehungen zu Entwicklungsl\u00e4ndern wie Serbien, eine kleine, landeingeschlossene und milit\u00e4risch neutrale Nation, und sei daher ein wichtiger Partner. China glaube, da\u00df der Weg zum Aufbau der chinesisch-europ\u00e4ischen Beziehung durch Osteuropa f\u00fchre. Serbien sei Partner der 16+1-Gruppe und auch ein Partner der BRI. China helfe Serbien, Mitglied der EU zu werden. Serbiens Kooperation mit China sei ein gutes Beispiel f\u00fcr einen konstruktiven Umgang zwischen Ost und West.<\/p>\n<p>Hans von Helldorff,\u00a0 Sprecher des Bundesverband Deutsche Seidenstra\u00dfe Initiative, sprach \u00fcber \u201eNotwendige ordnungspolitische Rahmenbedingungen f\u00fcr Investitionen der deutschen und europ\u00e4ischen mittelst\u00e4ndischen Wirtschaft in Volkswirtschaften entlang der neuen Seidenstra\u00dfe\u201c. Die Neue Seidenstra\u00dfe sei ein Friedensprojekt von gewaltigen Dimensionen, aber in Deutschland dominiere Skepsis. Diese Haltung f\u00fchre zu Irritationen in China und Ru\u00dfland. Er kritisierte die Passivit\u00e4t der deutschen Regierung und nannte als Beispiel die Sanktionen gegen Ru\u00dfland die die deutsche Wirtschaft und hier insbesondere die kleinen und mittleren Unternehmen tr\u00e4fen.<\/p>\n<p>Leonidas Chrysanthopoulos, ehemaliger Generalsekret\u00e4r der Organisation f\u00fcr Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation (BSEC), sprach \u00fcber \u201eDie Integration des Eurasischen Kontinents\u201c und hob die Bedeutung der positiven Wirkung der Wirtschaftsprojekte beim Umgang mit den Schwierigkeiten der Zusammenarbeit zwischen fr\u00fcheren Gegnern hervor. Als Beispiel daf\u00fcr nutzte er das Projekt der Ringautobahn um das Schwarze Meer, mit der er als BSEC-Sekret\u00e4r befa\u00dft war, um zu zeigen, da\u00df die wirtschaftlichen Vorteile oft die vorhandenen Probleme \u00fcberwogen. Sein zweiter Punkt war die Kritik an der EU, die sich der wirtschaftlichen Entwicklung widersetze, den Kontakt zur Bev\u00f6lkerung vollkommen verloren habe und nur f\u00fcr den Schutz der Banken arbeite.<\/p>\n<p>Prof. Nuraly Bekturganov, der Vizepr\u00e4sident der Akademie der Naturwissenschaften von Kasachstan, schlo\u00df die Vortragsrunden mit einer Videobotschaft zum Thema \u201eDer Eurasien-Kanal und die Neue Seidenstra\u00dfe\u201c. Das Projekt schaffe die M\u00f6glichkeit, mit Frachtschiffen bis zu 100.000 t Tragf\u00e4higkeit vom Kaspischen Meer durch das Schwarze Meer zum Mittelmeer und zu den Weltmeeren zu gelangen, und werde einen neuen Korridor f\u00fcr den Transport durch Eurasien schaffen.<\/p>\n<p>Es folgte eine 90min\u00fctige Debatte zwischen den Rednern der Konferenz und dem Publikum \u00fcber eine Vielzahl der angesprochenen Themen. Helga Zepp-LaRouche beschlo\u00df die Konferenz, indem sie nochmals auf den Unterschied zwischen den \u201ewestlichen Werten\u201c und dem chinesischen Denken hinwies. In China w\u00fcrden die Menschen dazu angehalten, sich f\u00fcr das Gemeinwohl einzusetzen, China strebe danach, die Armut zu beseitigen, auf der Grundlage des Konfuzianismus. Im Westen dagegen versuchten die Menschen, sich die Taschen zu f\u00fcllen, und die Armut wachse. Aber es gebe im Westen ein \u00c4quivalent zum Konfuzianismus &#8211; Friedrich Schiller. Wie der Konfuzianismus und die indische Philosophie strebe Schiller danach, die Emotionen zu erziehen. Schillers Idee war es, die Menschen in ihrer Mu\u00dfe zu fassen und durch Sch\u00f6nheit zu erziehen. \u201eWir haben die enorme Wirkung gesehen, die die klassische Musik auf junge Menschen hat, die sie noch nicht kennen. Wir haben studiert, wie die Renaissance die Welt aus dem finsteren Zeitalter gef\u00fchrt hat &#8211; wie durch das Wiederaufgreifen gro\u00dfer Ideen und gro\u00dfer Kunst die Renaissance in Gang gesetzt wurde. Es gibt vieles, was wir tun k\u00f6nnen. Wir sollten froh dar\u00fcber sein. Wir leben in einer Zeit, in der wir die Dinge \u00e4ndern k\u00f6nnen. Schlie\u00dfen Sie sich uns an!\u201c<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei der internationalen Konferenz des Schiller-Instituts am 30.6.\/1.7. 2018 kamen herausragende Experten zu Wort, darunter hochrangige Berater der Regierungen Ru\u00dflands, Chinas und der USA. 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