{"id":47107,"date":"2018-06-22T23:36:35","date_gmt":"2018-06-22T21:36:35","guid":{"rendered":"http:\/\/stage.schillerinstitute.com\/blog\/2018\/06\/22\/stoppt-den-volkermord-frieden-und-entwicklung-fur-den-jemen\/"},"modified":"2018-07-17T17:12:13","modified_gmt":"2018-07-17T15:12:13","slug":"stoppt-den-volkermord-frieden-und-entwicklung-fur-den-jemen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2018\/06\/22\/stoppt-den-volkermord-frieden-und-entwicklung-fur-den-jemen\/","title":{"rendered":"\u201eStoppt den V\u00f6lkermord: Frieden und Entwicklung f\u00fcr den Jemen!\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Elke Fimmen vom deutschen Schiller-Institut hielt am zweiten Tag der 38. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates (18.6.-6.7.) einen Vortrag in Genf. Das Seminar \u201eMenschenrechte im Jemen\u201c am 19.6. wurde veranstaltet von der Organisation zur Verteidigung der Opfer von Gewalt (Organization for Defending Victims of Violence, ODVV) und der Organisation INSAN Deutschland. Das Seminar wurde er\u00f6ffnet und moderiert von Dr. Hassan Fartousi, einem V\u00f6lkerrechtsexperten an der Universit\u00e4t Genf.<\/p>\n<p>Bei der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.u-news.net\/ar\/news\/20\/11477\">einst\u00fcndigen Veranstaltung<\/a>\u00a0wurde Frau Fimmen als Vertreterin der LaRouche-Bewegung aus Deutschland vorgestellt. Bei dem Treffen sprach auch Mathias Tretschog, Gr\u00fcnder der Berliner Friedensinitiative \u201eStoppt den Krieg im Jemen\u201c, \u00fcber die Komplizenschaft des Westens bei diesem V\u00f6lkermord. Al-Jazeera filmte die gesamte Veranstaltung und der Fernsehsender Alluluwa (Bahrain) f\u00fchrte anschlie\u00dfend ein Interview mit den beiden Rednern.<\/p>\n<p>Der brutale Angriff der Vereinigten Arabischen Emirate und der saudischen Koalition auf die wichtige Hafenstadt Hodeidah eskaliert seit Mitte Juni, w\u00e4hrend die Friedensgespr\u00e4che unter dem UN-Sondergesandten Martin Griffith fortgesetzt werden, wozu demn\u00e4chst auch ein Treffen mit den EU-Au\u00dfenministern geplant ist. Elke Fimmen konzentrierte sich in ihrem Vortrag darauf, wie die globalen strategischen Ver\u00e4nderungen, die sich im \u201eGeist von Singapur\u201c widerspiegeln, genutzt werden k\u00f6nnen, um den Krieg zu beenden und ein \u201eneues Paradigma des Friedens und der Entwicklung\u201c zu schaffen, wie es Helga Zepp-LaRouche in ihrer Erkl\u00e4rung vom 16. Juni forderte.<\/p>\n<p>Um die strategische Lage im Nahen Osten zu \u00e4ndern und den Weg zum Frieden zu bereiten, wird das nun hoffentlich bald stattfindende Treffen zwischen US-Pr\u00e4sident Donald Trump und dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin wesentlich sein. Fimmen wies darauf hin, da\u00df der Widerstand im US-Kongre\u00df gegen die Unterst\u00fctzung der USA f\u00fcr den saudischen Krieg w\u00e4chst, und sagte, dieser Widerstand m\u00fcsse weiter gest\u00e4rkt werden. Wie Helga Zepp-LaRouche in ihrem j\u00fcngsten Internetforum betont habe, k\u00f6nne die US-Regierung diesem Krieg sofort ein Ende setzen, indem sie der barbarischen Aggression der saudisch gef\u00fchrten Koalition gegen den Jemen die Unterst\u00fctzung entzieht.<\/p>\n<p>Fimmen beschrieb die wesentlichen Aspekte einer dauerhaften Friedensl\u00f6sung, wie sie schon in der Erkl\u00e4rung der Bad Sodener Konferenz des Schiller-Instituts im November 2017 zur Lage im Jemen dargelegt wurden. W\u00e4hrend die Bem\u00fchungen des UN-Sondergesandten Martin Griffith f\u00fcr seinen Friedensplan inmitten der gegenw\u00e4rtigen milit\u00e4rischen und politischen Turbulenzen fortgesetzt werden, seien die wichtigsten Prinzipien f\u00fcr eine tragf\u00e4hige L\u00f6sung klar:<\/p>\n<p>\u201e- Sofortiger Waffenstillstand.<br \/>\n&#8211; Aufhebung der Blockade von H\u00e4fen und Flugh\u00e4fen, damit sofort humanit\u00e4re Hilfe, Nahrungsmittel und andere ben\u00f6tigte G\u00fcter ins Land kommen k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8211; R\u00fcckkehr zum nationalen Vers\u00f6hnungsproze\u00df und Dialog f\u00fcr eine politische L\u00f6sung.<br \/>\n&#8211; Der Verhandlungsproze\u00df sollte unter UN-Schirmherrschaft, jedoch ausschliesslich zwischen den nationalen Fraktionen des Jemens, ohne die Einmischung regionaler oder globaler M\u00e4chte, stattfinden. Ru\u00dfland, China und die Vereinigten Staaten sollten die Umsetzung des Endergebnisses des Dialoges garantieren.<br \/>\n&#8211; Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Jemen beim raschen und umfassenden Wiederaufbau vor allem der Infrastruktur, um dem Land seine Existenzgrundlage zur\u00fcckzugeben, sowie die Integration des Jemens in die G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative (Neue Seidenstra\u00dfe).\u201c<\/p>\n<p>Im Schlu\u00dfabschnitt ihrer Rede betonte sie, man m\u00fcsse vor allem das Recht des Jemen auf zuk\u00fcnftige wirtschaftliche Entwicklung unbedingt sicherstellen, und pr\u00e4sentierte mit einigen Graphiken die wichtigsten programmatischen Vorschl\u00e4ge aus dem neuen Bericht des Schiller-Instituts \u00fcber die \u201eOperation Felix: Wiederaufbau und Anschlu\u00df des Jemen an die Neue Seidenstra\u00dfe\u201c . Dieser war bei einem Seminar in Sanaa Anfang Juni bei der Jemenitischen Investitionsagentur (GIA) vorgestellt worden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Vortrages war die Titelseite des arabisch-sprachigen Berichtes eingeblendet, die die Einbindung Jemens in die Neue Seidenstra\u00dfe zeigt. Dies trug wesentlich dazu bei, die Teilnehmer der Veranstaltung darin zu best\u00e4rken, da\u00df es m\u00f6glich ist, den gegenw\u00e4rtigen Abgrund, vor dem das Land steht, mit einer hoffnungsfrohen Perspektive zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p><strong>Hier ist die Abschrift der Rede:<\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte zun\u00e4chst den Veranstaltern und Organisatoren danken, da\u00df sie mich eingeladen haben, hier bei diesem Seminar zu sprechen.<br \/>\nMein Thema lautet: \u201eStoppt den V\u00f6lkermord: Frieden und Entwicklung f\u00fcr den Jemen!\u201c Die Pr\u00e4sidentin und Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, Frau Helga Zepp-LaRouche, hat am vergangenen Donnerstag nachdr\u00fccklich ein sofortiges Ende der Bombenangriffe der saudischen Koalition auf den Hafen von Hodeidah und vor allem eine dringende \u00c4nderung der Politik der Vereinigten Staaten gefordert. In ihrem w\u00f6chentlichen Internetforum vom 14. Juni 2018 sagte sie:<\/p>\n<p>\u201eSchon bevor diese Bombenangriffe auf Hodeidah begannen, wurde die Lage im Jemen von den Vereinten Nationen als die schlimmste humanit\u00e4re Katastrophe auf dem Planeten bezeichnet, und das russische Au\u00dfenministerium hat die Tatsache, da\u00df die Bombenangriffe auf den Hafen begonnen haben, kommentiert und gesagt, da\u00df dies eine politische L\u00f6sung noch viel schwieriger macht.<\/p>\n<p>Aber es gibt ein Land, das dies wirklich stoppen k\u00f6nnte, und das sind die Vereinigten Staaten. Wenn die Vereinigten Staaten sicherstellen w\u00fcrden, da\u00df Saudi-Arabien nicht die Mittel hat, [die Angriffe] fortzusetzen, dann w\u00fcrden sie gestoppt! Und ich finde es vielversprechend, da\u00df sogar zwei Mitglieder des israelischen Parlaments, der Knesset, das Gipfeltreffen von Singapur [zu Korea] kommentierten und im Grunde sagten, dies k\u00f6nne ein Modell zur L\u00f6sung der Krisen im Nahen Osten sein, einschlie\u00dflich des Konfliktes zwischen Saudi-Arabien und dem Iran. Das ist die Richtung, in die wir gehen m\u00fcssen. Ich denke, milit\u00e4rische \u201eL\u00f6sungen\u201c funktionieren einfach nicht&#8230;<\/p>\n<p>Ich habe zu Anfang dieses Jahres gesagt, da\u00df die Geopolitik \u00fcberwunden werden mu\u00df, weil die Geopolitik die Ursache von Kriegen ist. Im letzten Jahrhundert war sie die Ursache f\u00fcr zwei Weltkriege, und ich denke, wir sind in einer Lage gekommen, wo wir, angesichts der Tatsache, da\u00df Nuklearwaffen existieren, die zur Vernichtung der Zivilisation f\u00fchren k\u00f6nnen, zu einer Welt gelangen m\u00fcssen, in der Krieg als Mittel der Konfliktl\u00f6sung absolut ge\u00e4chtet ist.\u201c<\/p>\n<p>Die Prinzipien einer L\u00f6sung<\/p>\n<p>Der UN-Nothilfe-Koordinator Mark Lowcock warnte am 1. Juni, da\u00df die Zahl der hungernden Jemeniten, wenn der Hafen Hodeidah blockiert wird, von 8,4 auf 18,4 Millionen &#8211; zwei Drittel der gesamten Bev\u00f6lkerung &#8211; anwachsen w\u00fcrde. Nun, die volle Blockade von Hodeidah ist jetzt Realit\u00e4t, denn der Angriff der saudisch gef\u00fchrten Koalition, der in der letzten Woche begann, hat die Hilfskr\u00e4fte gezwungen, zu fliehen und alle Importaktivit\u00e4ten einzustellen. Offener Krieg bedroht das Leben der gesamten Bev\u00f6lkerung von Hodeidah.<\/p>\n<p>Dieser barbarische Milit\u00e4rangriff der saudischen Koalition und der Emirate auf den Hafen Hodeidah, die wichtigste Versorgungslinie des Jemen f\u00fcr Nahrungsmittel und humanit\u00e4re G\u00fcter f\u00fcr das ganze Land mu\u00df von der Weltgemeinschaft sofort gestoppt werden! Ansonsten k\u00f6nnte das, was schon jetzt eine schreckliche humanit\u00e4re Krise im Jemen ist, sehr schnell zu einem uns\u00e4glichen V\u00f6lkermord werden, der die gesamte Bev\u00f6lkerung des Jemen bedroht. W\u00e4hrend die Bem\u00fchungen des UN-Sondergesandten Martin Griffith f\u00fcr seinen Friedensplan inmitten der gegenw\u00e4rtigen milit\u00e4rischen und politischen Turbulenzen fortgesetzt werden, sind die wichtigsten Prinzipien f\u00fcr eine tragf\u00e4hige L\u00f6sung klar:<\/p>\n<p>&#8211; Sofortiger Waffenstillstand.<br \/>\n&#8211; Aufhebung der Blockade von H\u00e4fen und Flugh\u00e4fen, damit sofort humanit\u00e4re Hilfe, Nahrungsmittel und andere ben\u00f6tigte G\u00fcter ins Land kommen k\u00f6nnen.<br \/>\n&#8211; R\u00fcckkehr zum nationalen Vers\u00f6hnungsproze\u00df und Dialog f\u00fcr eine politische L\u00f6sung.<br \/>\n&#8211; Der Verhandlungsproze\u00df sollte unter UN-Schirmherrschaft, jedoch ausschliesslich zwischen den nationalen Fraktionen des Jemens, ohne die Einmischung regionaler oder globaler M\u00e4chte, stattfinden. Ru\u00dfland, China und die Vereinigten Staaten sollten die Umsetzung des Endergebnisses des Dialoges garantieren.<br \/>\n&#8211; Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Jemen beim raschen und umfassenden Wiederaufbau vor allem der Infrastruktur, um dem Land seine Existenzgrundlage zur\u00fcckzugeben, sowie die Integration des Jemens in die G\u00fcrtel- und Stra\u00dfen-Initiative (Neue Seidenstra\u00dfe).*<\/p>\n<p>Das Empire f\u00fcrchtet den Frieden<\/p>\n<p>Die Angst der Geopolitiker vor dem Frieden war vom Beginn des Angriffskrieges im M\u00e4rz 2015 an offensichtlich, denn dieser Krieg wurde in Gang gesetzt, um das Friedensabkommen zwischen allen Parteien &#8211; die \u201eVereinbarung \u00fcber nationalen Frieden und Teilung der Macht\u201c &#8211; zu blockieren, das am 22. September 2014 unterzeichnet worden war.<\/p>\n<p>Die Angst der Geopolitiker vor dem Frieden zeigte sich auch in der gezielten Ermordung des amtierenden Pr\u00e4sidenten des Jemen, seine Exzellenz Saleh al-Sammad, der f\u00fcr die Friedensverhandlungen verantwortlich war, und jetzt in dem absolut brutalen Abgriff der Emirate, der Saudis und ihrer Koalition, um den Friedensvorschlag des UN-Sondergesandten Griffith zu blockieren &#8211; verpackt in die Propagandalinie, da\u00df ein \u201eschneller Sieg\u201c m\u00f6glich sei und die \u201ehumanit\u00e4re Hilfe\u201c dann endlich den Jemen erreichen werde.<\/p>\n<p>Das alte Paradigma der Geopolitik und der Konfrontation zwischen Ost und West hat den Krieg gegen den Jemen verursacht, aber diese imperiale Politik scheitert weltweit, w\u00e4hrend der Angriff der saudisch gef\u00fchrten Koalition immer brutaler wird und seine Unterst\u00fctzer immer mehr blo\u00dfgestellt werden. In den letzten Wochen erhoben sich in der ganzen Welt immer lautere Stimmen gegen den saudischen Krieg und seine Unterst\u00fctzung durch die USA, Gro\u00dfbritannien, Frankreich und andere, nicht zuletzt in Gro\u00dfbritannien und in den Vereinigten Staaten selbst. Es gibt mehr als 30 Kongre\u00dfabgeordnete und Senatoren in den USA, sowohl aus der Demokratischen wie aus der Republikanischen Partei, die f\u00fcr eine Einstellung der amerikanischen Unterst\u00fctzung f\u00fcr den saudischen Krieg gegen den Jemen k\u00e4mpfen und gro\u00dfen Druck auf die US-Regierung aus\u00fcben. Neben anderen Greueltaten hat der saudische Angriff auf das Krankenhaus der \u201e\u00c4rzte ohne Grenzen\u201c, die eine t\u00f6dliche Cholera-Epidemie bek\u00e4mpfen, einen gro\u00dfen Schock ausgel\u00f6st. Als Reaktion darauf ver\u00f6ffentlichte US-Au\u00dfenminister Mike Pompeo am 11. Juni eine Erkl\u00e4rung, in der die Vereinigten Arabischen Emirate gewarnt wurden, ihren Angriff auf Hodeidah zur\u00fcckzuhalten, und er betonte, da\u00df er von allen Parteien erwartet, da\u00df sie mit Griffiths B\u00fcro zusammenarbeiten und den politischen Proze\u00df zur L\u00f6sung des Konflikts unterst\u00fctzen. Am 6. Juni sagte ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates des Wei\u00dfen Hauses, die USA w\u00fcrden \u201ekeine Aktionen unterst\u00fctzen, die wichtige Infrastruktur zerst\u00f6ren oder die humanit\u00e4re Lage wahrscheinlich versch\u00e4rfen w\u00fcrden.\u201c Das sind nat\u00fcrlich bisher nur Worte, und wir wissen, da\u00df die USA und Gro\u00dfbritannien am letzten Freitag die schwedische Initiative f\u00fcr einen Waffenstillstand blockiert haben.<\/p>\n<p>Man sollte jedoch beachten, da\u00df der barbarische Angriff auf Hodeidah genau in dem Moment gestartet wurde, als der historische Koreagipfel zwischen Pr\u00e4sident Trump und dem nordkoreanischen F\u00fchrer Kim Jong-un stattfand. Offensichtlich zielt die Kriegspartei darauf ab, dieses neue Momentum zu sabotieren, das mit Hilfe von China, Japan und Ru\u00dfland aufgebaut wurde.<\/p>\n<p>Aus strategischer Sicht ist es daher \u00e4u\u00dferst wichtig, jetzt dieses historische Momentum bestm\u00f6glich zu nutzen, insbesondere, weil Pr\u00e4sident Trump ein Treffen mit Pr\u00e4sident Putin vorbereitet, wobei beide betont haben, da\u00df sie zur L\u00f6sung solcher Krisen wie im Nahen Osten kooperieren wollen.<\/p>\n<p>Wenn jetzt eine massive internationale Kampagne an Pr\u00e4sident Trump und den Kongre\u00df gerichtet wird, um endlich dem Schlachten unschuldiger Menschen im Jemen auf dem Altar der Geopolitik ein Ende zu gebieten und statt dessen den Weg des Friedens zu beschreiten, dann kann der historischen saudisch-britischen Achse, die diesen Krieg vorantreibt, das R\u00fcckgrat gebrochen werden. Welch ein Skandal, da\u00df das Vereinigte K\u00f6nigreich Geopolitik betreibt und sich aktiv am Krieg gegen den Jemen beteiligt, w\u00e4hrend es gleichzeitig im UN-Sicherheitsrat als sog. Federf\u00fchrer im Jemenkonflikt wirkt. Diese imperiale Manipulation mu\u00df aufh\u00f6ren, und der Welt mu\u00df erlaubt werden, neue Beziehungen zwischen souver\u00e4nen Nationen auf der Grundlage friedlicher Entwicklung aufzubauen! (siehe Helga Zepp-LaRouches Aufruf vom 16.6.2018: https:\/\/www.solidaritaet.com\/neuesol\/2018\/25\/hzl.htm)<\/p>\n<p>Der Jemen und das neue globale Paradigma der Kooperation<\/p>\n<p>Neben der dringenden Aufgabe, einen Waffenstillstand zu schaffen, die humanit\u00e4re Hilfe wieder im gro\u00dfen Ma\u00dfstab in Gang zu bringen und die politischen Gespr\u00e4che zwischen den jemenitischen Fraktionen zu beginnen, mu\u00df das Recht des Jemen auf die Entwicklung zu einer modernen und bl\u00fchenden Nation absolut in den Kampf f\u00fcr die Zukunft miteingeschlossen werden.<\/p>\n<p>Die m\u00e4chtigste progressive, anti-imperiale Dynamik auf der Welt wird heute durch die BRICS und den Geist der \u201eWin-Win-Kooperation\u201c der Neuen Seidenstra\u00dfe repr\u00e4sentiert, die gewaltige Fortschritte gemacht hat, nicht zuletzt bei der Beilegung des Koreaproblems. Dies schafft eine enorme Gelegenheit f\u00fcr den gesamten Nahen Osten, S\u00fcdwestasien und Afrika, wo junge Menschen nur dann eine freudige Zukunft haben werden, wenn sie St\u00e4dte, Infrastruktur, Eisenbahnen und Universit\u00e4ten aufbauen und selbst \u00fcber ihr Schicksal entscheiden k\u00f6nnen, anstatt einer oligarchischen Herrschaft unterworfen zu sein!<br \/>\nDeshalb hat das Schiller-Institut gerade seinen neuen Bericht \u201eOperation Felix: Wiederaufbau und Anschlu\u00df des Jemen an die Neue Seidenstra\u00dfe\u201c vorgelegt, der am 6. Juni in einem Seminar im Hauptquartier der Jemenitischen Allgemeinen Investitionsbeh\u00f6rde (GIA) in der Hauptstadt des Jemen, Sanaa, vorgestellt wurde. Der Bericht beruht auf der wissenschaftlichen Methode der \u201ephysikalischen \u00d6konomie\u201c, wie sie von dem amerikanischen \u00d6konomen Lyndon LaRouche definiert wurde.<\/p>\n<p>Die Studie von Hussein Askary zeigt, da\u00df die Zerst\u00f6rung der jemenitischen Wirtschaft schon in den 1990er Jahren begann, als der Jemen unter das Joch des Weltw\u00e4hrungsfonds (IWF) und der Weltbank (WB) kam. Die katastrophalen Konsequenzen dieser Politik werden in der Studie im Detail beschrieben, die zeigt, da\u00df IWF und WB den Jemen schon seit 30 Jahren daran gehindert haben, sich zu entwickeln, was den Jemen zum \u00e4rmsten Land der Region machte, das 2014, also schon vor Beginn des Krieges, zu 80% von Nahrungsmittelimporten abh\u00e4ngig war.<\/p>\n<p>Der Bericht beschreibt dann die Zerst\u00f6rung der \u00dcberreste der schwachen jemenitischen Wirtschaft durch die Bombenangriffe auf die Infrastruktur und s\u00e4mtliche produktiven Sektoren, was die schlimmste humanit\u00e4re Krise der heutigen Welt herbeigef\u00fchrt hat.<br \/>\nDer in der Studie vorgeschlagene Plan f\u00fcr den Wiederaufbau beginnt mit einer Notmobilisierung zur Wiederherstellung der zerst\u00f6rten Infrastruktur und zur Versorgung der Bev\u00f6lkerung insbesondere in den l\u00e4ndlichen Gebieten durch Mobilisierung eines Heers von jungen Arbeitern nach dem Vorbild von Franklin D. Roosevelts \u201eCivilian Conservation Corps\u201c. Aber in dem Bericht wird auch ganz klar die Absicht der Autoren ausgesprochen, das Land nicht nur so wieder aufzubauen, wie es vor dem Krieg war &#8211; als das \u00e4rmste Land der Region -, sondern vielmehr auf der Grundlage der Kooperation mit den BRICS, China und anderen befreundeten M\u00e4chten eine v\u00f6llig neue Plattform von Wirtschaftswachstum zu schaffen. Um einen wirklichen Plan f\u00fcr den Wiederaufbau in Gang zu bringen, schl\u00e4gt der Autor vor, eine \u201eNationale Bank f\u00fcr Wiederaufbau und Entwicklung des Jemen\u201c nach dem Vorbild des Hamiltonischen Systems des Staatskredits zu gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Zu den vorgeschlagenen Infrastrukturprojekten geh\u00f6ren zahlreiche Gro\u00dfprojekte in den Bereichen Verkehr, Energie, Wasser, Schiffahrt, Industrie und Landwirtschaft. Die Schl\u00fcsselkomponente ist der \u201eJemenitische Entwicklungskorridor\u201c mit der ersten Eisenbahnstrecke des Landes vom im Norden gelegenen Sa&#8217;ada nach Aden im S\u00fcden, mit Abzweigungen nach Osten und Westen entlang der Strecke zu den wichtigsten H\u00e4fen am Roten Meer und den wichtigsten potentiellen Industrie-, Bergbau- und Landwirtschaftsgebieten im \u00f6stlichen Hochland. Eine weitere Linie entlang der K\u00fcste ist notwendig, um die Verbindung zu allen gro\u00dfen Hafenst\u00e4dte und den Nachbarstaaten herzustellen.<\/p>\n<p>Der Schlu\u00dfteil des Berichts befa\u00dft sich mit der Einbindung des Jemen in die Maritime Seidenstra\u00dfe durch die jemenitischen H\u00e4fen am Indischen Ozean und am Roten Meer sowie durch eine Landbr\u00fccke, die \u00fcber Oman die Verbindung zum Iran und weiter nach Zentralasien und China herstellt. Nach Westen w\u00fcrde der Jemen per Br\u00fccke\/Tunnel mit Dschibuti, \u00c4thiopien und dem \u00fcbrigen Afrika verbunden, soda\u00df das Land zu einem idealen Bindeglied zwischen Asien und Afrika w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Der Autor des Berichtes, Hussein Askary, empfahl der Regierung in Sana&#8217;a, diesen Bericht den Vereinten Nationen und anderen internationalen Gremien und M\u00e4chten als unverzichtbaren Bestandteil kommender Friedensverhandlungen vorzulegen. Alle beteiligten Parteien sollten ihm zustimmen, bevor irgendwelche politischen Gespr\u00e4che beginnen.<\/p>\n<p>Der in arabischer Sprache verfa\u00dfte Bericht kann kostenlos von der Internetseite der von Fuad Al-Ghaffari geleiteten Jemenitischen Partei f\u00fcr die Neue Seidenstra\u00dfe heruntergeladen werden (http:\/\/www.newsilkroadparty.com\/images\/pdf\/8.pdf), er wird dem internationalen Publikum bald in englisch und deutsch vorgelegt werden.<\/p>\n<p>Schlu\u00dfbemerkung<\/p>\n<p>Zum Schlu\u00df m\u00f6chte ich sagen, da\u00df die Zukunft die Gegenwart bestimmen mu\u00df. Der menschliche Geist kann \u00fcber das B\u00f6se triumphieren. Die Welt braucht den Jemen &#8211; vollbringen wir also jetzt ein Wunder! Vielen Dank.<\/p>\n<p>* Anmerkung<br \/>\n1. Eine entsprechende Resolution \u201eF\u00fcr ein Ende des Krieges und der humanit\u00e4ren Krise im Jemen\u201c wurde von den Teilnehmern einer internationalen Konferenz des Schiller-Instituts im November 2017 in Bad Soden verabschiedet und weltweit verbreitet.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elke Fimmen vom deutschen Schiller-Institut hielt am zweiten Tag der 38. Sitzung des UN-Menschenrechtsrates (18.6.-6.7.) einen Vortrag in Genf. 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