{"id":46651,"date":"2018-05-04T16:21:05","date_gmt":"2018-05-04T14:21:05","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?p=46651\/"},"modified":"2018-05-04T16:21:05","modified_gmt":"2018-05-04T14:21:05","slug":"china-und-rusland-bauen-syrien-wieder-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2018\/05\/04\/china-und-rusland-bauen-syrien-wieder-auf\/","title":{"rendered":"China und Ru\u00dfland bauen Syrien wieder auf"},"content":{"rendered":"<p>02\/05\/2018 &#8211; Ru\u00dfland unterst\u00fctzt den Wiederaufbau von Aleppo, durch Lieferung von Baustoffen, Erdbewegungs-Maschinen und Lastwagen. Gen. Igor Konaschenko, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, berichtete bereits am 31. M\u00e4rz, da\u00df sich die Stadt, nachdem sie im Dezember 2016 endlich von den Dschihadisten befreit wurde, zunehmend erhole. \u201eEs gibt M\u00e4rkte, soziale Einrichtungen, Schulen und Krankenh\u00e4user\u201c, sagte er. \u201eMehr als 800.000 Syrer sind in ihre Heimat zur\u00fcckgekehrt und leben in Frieden.\u201c Zuvor hatte der Operationschef des russischen Generalstabs, Gen. Sergej Rudskoi, berichtet, da\u00df zu den Zur\u00fcckgekehrten auch 3800 Menschen geh\u00f6rten, die urspr\u00fcnglich zusammen mit den Rebellen nach Idlib evakuiert worden waren, aber durch einen Korridor, der durch das gemeinsame russisch-t\u00fcrkisch-iranische Koordinationszentrum geschaffen wurde, zur\u00fcckgekehrt seien.<\/p>\n<p>In der &#8222;Fadlon&#8220;-Industriezone von Damaskus haben mehr als 140 Fabriken ihre Produktion wiederaufgenommen, darunter Textil-, Chemie, Medizin- und Stahlfirmen. Weitere 100 Produktionseinrichtungen werden gegenw\u00e4rtig repariert, berichtete die syrische Nachrichtenagentur SANA am 30.4. Fadlon beherbergt die H\u00e4lfte der Industrieanlagen in Damaskus. Die Infrastruktur der Industriezone wurde  instandgesetzt, so da\u00df Wasserversorgung, Elektrizit\u00e4t, Abwasser und Telefonverbindungen wieder funktionieren.<\/p>\n<p>Xie Xiaoyan, der chinesische Sonderbeauftragte f\u00fcr Syrien, hat Beijings Bereitschaft, \u201esein Bestes zu tun\u201c, signalisiert, damit die Syrer wieder zu einem normalen Leben zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. Mindestens 260 Mrd. $ an Hilfsgeldern seien n\u00f6tig, um die zerst\u00f6rte Nation wiederaufzubauen. Dies sei eine Aufgabe f\u00fcr die ganze internationale Gemeinschaft: \u201eViele Menschen sind gestorben; Millionen haben ihr Zuhause verloren oder sind Fl\u00fcchtlinge. Sie alle brauchen humanit\u00e4re Hilfe. Als Mitglied des UN-Sicherheitsrates hat China immer darauf geachtet, da\u00df syrischen B\u00fcrgern ebenso wie syrischen Fl\u00fcchtlingen humanit\u00e4re Hilfe, in Form von G\u00fctern, Medizin, Nahrung und Geld zur Verf\u00fcgung gestellt wird.\u201c Xie versprach: \u201eChina ist bereit, in diesem Proze\u00df eine treibende Kraft zu werden und seine Firmen in der Wiederaufbau in Syrien einzusetzen, sobald sich die Sicherheitslage dort verbessert hat. Neben China und Ru\u00dfland sollten sich die L\u00e4nder der Region ebenfalls an diesem Proze\u00df beteiligen, denn es wird nur gemeinsam gelingen, Syrien wieder aufzubauen.\u201c<\/p>\n<p>In Rakka, das vor sechs Monaten durch die von den USA unterst\u00fctzten, kurdisch dominierten Milizen vom IS \u201ebefreit\u201c wurde, ist die Lage leider noch eine ganz andere. Wie die Washington Post am 23.4. in einem Bericht unter der \u00dcberschrift \u201eDie Gefahr lauert in den Tr\u00fcmmern von Rakka\u201c best\u00e4tigte, ist die Stadt praktisch dem Erdboden gleich gemacht, so da\u00df keine Menschen dorthin zur\u00fcckkehren k\u00f6nnen. Es fand bisher praktisch gar kein Wiederaufbau statt, und immer noch sind Tausende von Leichen nicht geborgen &#8211; \u201edie meisten von ihnen vermutlich Nicht-Kombattanten\u201c: \u201eDie Stadt hat weder Wasser noch Elektrizit\u00e4t, und es gibt nicht genug Personal, um die Minen zu entsch\u00e4rfen, die von den Milizion\u00e4ren gelegt wurden&#8230; Die Zerst\u00f6rung von Rakka und seine langsame Erholung tragen zu der wachsenden Stimmung bei, da\u00df die Vereinigten Staaten die Stadt zerst\u00f6rt haben, aber nicht bereit sind, die Verantwortung daf\u00fcr zu \u00fcbernehmen, da\u00df sie wiederaufgebaut wird.\u201c<\/p>\n<p>Die ganze Scheinheiligkeit der sog. westlichen Allianz zeigte sich erneut bei einer \u201eGeberkonferenz\u201c in Br\u00fcssel, bei der formell zwar zugesagt wurde,  Hilfsprogramme f\u00fcr die 13 Millionen syrischen Fl\u00fcchtlinge in Jordanien, im Libanon und in der T\u00fcrkei weiter zu finanzieren, aber alle Programme f\u00fcr den Wiederaufbau der vom Krieg zerst\u00f6rten St\u00e4dte Syriens oder seiner Landwirtschaft und Industrie zur\u00fcckgewiesen. \u201eEs wird keine Finanzierung geben, bevor der politische Proze\u00df begonnen hat\u201c, erkl\u00e4rte die Hohe Vertreterin der EU f\u00fcr Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik, Federica Mogherini, die gleichzeitig Ru\u00dfland und den Iran warnte, sich weiter den Pl\u00e4nen f\u00fcr eine Absetzung des syrischen Pr\u00e4sidenten Baschar Al-Assad zu widersetzen. In den Vereinigten Staaten beschlo\u00df der Kongre\u00df, keine Projekte in syrischen Regionen zu finanzieren, \u201edie unter der Kontrolle\u201c von Assad stehen. Eine \u00e4hnliche Botschaft kam von einer Konferenz in Paris am 26.4., an der Vertreter Frankreichs, Deutschlands, Gro\u00dfbritanniens, Saudi-Arabiens, Jordaniens u.a. teilnahmen: es liege bei Ru\u00dfland und dem Iran, den Beginn des Friedensprozesses in Syrien zu erlauben, indem sie Druck auf Assad aus\u00fcben.<\/p>\n<p>Nur wenige Tage zuvor, am 18.4., wurde der amtierende jemenitische Pr\u00e4sident Saleh Al-Sammad in der Stadt Hodaida mit sechs Begleitern durch einen saudischen Luftangriff mit Lenkraketen get\u00f6tet. Diese Greueltat wurde zwar von den Vereinten Nationen verurteilt, aber sie fand weder bei den Konferenzen in Br\u00fcssel und Paris Beachtung. Vielmehr wird Saudi-Arabien vom Westen als ein \u201eprominenter\u201c Akteur in der Region behandelt.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>02\/05\/2018 &#8211; Ru\u00dfland unterst\u00fctzt den Wiederaufbau von Aleppo, durch Lieferung von Baustoffen, Erdbewegungs-Maschinen und Lastwagen. Gen. Igor Konaschenko, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, berichtete bereits am 31. 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