{"id":46257,"date":"2018-03-16T13:18:07","date_gmt":"2018-03-16T12:18:07","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?p=46257\/"},"modified":"2018-03-18T17:54:28","modified_gmt":"2018-03-18T16:54:28","slug":"seminar-in-genf-stoppt-den-volkermord-gegen-jemen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2018\/03\/16\/seminar-in-genf-stoppt-den-volkermord-gegen-jemen\/","title":{"rendered":"Seminar in Genf: Stoppt den V\u00f6lkermord gegen Jemen!"},"content":{"rendered":"<p>Am Rande der gegenw\u00e4rtigen Sitzung des UN-Menschenrechtsrates sprach Elke Fimmen vom Schiller-Institut am 13. M\u00e4rz bei einem Seminar in Genf \u00fcber \u201eMenschenrechte im Jemen: Sanktionen\u201c. Das Seminar wurde von der Organisation zur Verteidigung der Opfer von Gewalt (Organization for Defending Victims of Violence, ODVV) gesponsort und gemeinsam mit der Organisation INSAN f\u00fcr Menschenrechte und Frieden (INSAN for Human Rights and Peace) durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Das 90min\u00fctige Seminar wurde von Dr. Hassan Fartousi geleitet und moderiert, einem V\u00f6lkerrechtsforscher an der Universit\u00e4t Genf. Zu den Rednern geh\u00f6rten die Menschenrechtsaktivisten Mohammad Abo Taleb und Abdullah Alkebsi von INSAN, die die schrecklichen Folgen der von der saudischen Koalition verh\u00e4ngten illegalen Sanktionen f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung des Jemen aufzeigten, einschlie\u00dflich der Unm\u00f6glichkeit, medizinische Hilfe im Ausland aufzusuchen, w\u00e4hrend das Gesundheitssystem des Landes v\u00f6llig zerst\u00f6rt ist. Andrew Feinstein, Exekutivdirektor der Organisation Corruption Watch UK, forderte ein Ende der illegalen Waffenlieferungen aus Gro\u00dfbritannien (BAE u.a.) und den Vereinigten Staaten an Saudi-Arabien.<\/p>\n<p>Elke Fimmen, die als Vertreterin der LaRouche-Bewegung in Deutschland vorgestellt wurde, sprach \u00fcber die m\u00f6rderischen und illegalen Sanktionen, die \u00fcber die urspr\u00fcngliche UN-Resolution Nr. 2216 von 2015 hinaus (das nur ein Waffenembargo gegen einen kleinen Personenkreis verh\u00e4ngte) als Vorwand dienten, um einen umfassenden Angriffskrieg zu f\u00fchren und Flugh\u00e4fen wie Sanaa und wichtige H\u00e4fen wie Hudeidah zu blockieren, \u00fcber die Nahrungsmittel, Treibstoffe, medizinische und andere wichtige G\u00fcter ins Land eingef\u00fchrt werden, von denen das Land v\u00f6llig abh\u00e4ngig ist. Die in der urspr\u00fcnglichen UN-Resolution verlangte Garantie von umfassender humanit\u00e4rer Hilfe und der Sicherheit der Menschen wurde vollkommen verletzt.<\/p>\n<p>Inzwischen sind Hunderttausende von Jemeniten dem dreij\u00e4hrigen Angriffskrieg, den Saudi-Arabien, Gro\u00dfbritannien und die USA f\u00fchren, zum Opfer gefallen. Wie in dem Humanit\u00e4ren Reaktionsplan der UN (YHRP) vom Januar 2018 klar dargelegt wird, steht eine v\u00f6llige Katastrophe bevor, wenn der Krieg und die Blockaden fortgesetzt werden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/arabstates.unfpa.org\/en\/publications\/2018-yemen-humanitarian-response-plan-yhrp\">Der Bericht <\/a>pr\u00e4sentiert in schockierendem Detail die Verschlechterung der Lage in allen Bereichen, und zieht die Schlu\u00dffolgerung, da\u00df der Mangel an grundlegenden G\u00fctern, insbesondere von Treibstoff, aufgrund der anhaltenden Blockade der kommerziellen Einfuhren, \u201ezu einer Krise von einer Dimension f\u00fchren wird, die die Reaktionsm\u00f6glichkeiten der humanit\u00e4ren Gemeinschaft \u00fcberfordern wird\u201c, wenn die H\u00e4fen nicht umgehend f\u00fcr s\u00e4mtliche Importe ge\u00f6ffnet werden. Es kann also niemand behaupten, er habe \u201enicht davon gewu\u00dft\u201c.<\/p>\n<p>Die Sanktionen, die die jemenitische Bev\u00f6lkerung umbringen, sind ein integraler Teil der milit\u00e4rischen Operationen der saudischen Koalition, und sie werden als Kriegstaktik genutzt, um Hunger und Epidemien herbeizuf\u00fchren. Wenn man die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Volkes vors\u00e4tzlich zerst\u00f6rt und ihm so seine Existenz in der Geschichte der Menschheit verweigert, erf\u00fcllt dies die Definition von V\u00f6lkermord nach der UN-Konvention zur Pr\u00e4vention und Bestrafung des Verbrechens des V\u00f6lkermords.<\/p>\n<p>Frau Fimmen zitierte die Bad Sodener Resolution des Schiller-Instituts zum Jemen vom November 2017, in der ein sofortiger Waffenstillstand, die Aufhebung der Blockaden, die R\u00fcckkehr zum Nationalen Vers\u00f6hnungsproze\u00df und zum Dialog \u00fcber eine politische L\u00f6sung (ohne Einmischung \u00e4u\u00dferer Kr\u00e4fte, aber unter dem Schirm der Vereinten Nationen und mit Unterst\u00fctzung Ru\u00dflands, Chinas und der Vereinigten Staaten als Garanten ihrer Umsetzung) gefordert wurde, und vor allem \u201eUnterst\u00fctzung f\u00fcr den Jemen beim raschen und umfassenden Wiederaufbau vor allem der Infrastruktur, um dem Land seine Existenzgrundlage zur\u00fcckzugeben, und die Integration des Jemens in die Belt and Road Initiative\u201c, um dem Land eine Zukunft zu geben.<\/p>\n<p>An dem Seminar, das live als Fernsehsendung in den Jemen \u00fcbertragen wurde, nahmen etwa 40 Personen teil. Zuvor hatte sich ein weiteres Seminar mit der Lage der Journalisten im Jemen besch\u00e4ftigt. Dort wurde berichtet, da\u00df als eine Folge der Blockade ausl\u00e4ndische Journalisten, die in den Jemen eingeladen worden waren, um von dort zu berichten, nicht in das Land einreisen und daher auch nicht die Wahrheit \u00fcber den V\u00f6lkermord in diesem Land berichten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als Abschlu\u00df von drei Aktionswochen w\u00e4hrend der Sitzungsperiode des UN-Menschenrechtsrates fand am 15. M\u00e4rz eine weitere Veranstaltung \u00fcber die Lage der Menschenrechte im Jemen statt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/b2LfnyiYOLM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; encrypted-media\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Rande der gegenw\u00e4rtigen Sitzung des UN-Menschenrechtsrates sprach Elke Fimmen vom Schiller-Institut am 13. M\u00e4rz bei einem Seminar in Genf \u00fcber \u201eMenschenrechte im Jemen: Sanktionen\u201c. 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