{"id":46167,"date":"2018-03-01T21:22:51","date_gmt":"2018-03-01T20:22:51","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?p=46167\/"},"modified":"2018-03-01T21:22:51","modified_gmt":"2018-03-01T20:22:51","slug":"tschadseekonferenz-entscheidung-uber-wichtige-wasserinfrastruktur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2018\/03\/01\/tschadseekonferenz-entscheidung-uber-wichtige-wasserinfrastruktur\/","title":{"rendered":"Tschadseekonferenz: Entscheidung \u00fcber wichtige Wasserinfrastruktur"},"content":{"rendered":"<div class=\"widget-35-0-0-3\">27. Februar 2018 \u2022 Vom 26.-28.2. findet in der nigerianischen Hauptstadt Abuja eine von afrikanischen Staaten organisierte internationale Konferenz statt, an der Staats- und Regierungschefs, Beamte und Experten aus Afrika, Europa, den USA und China teilnehmen werden. Die Veranstaltung, die unter Schirmherrschaft der UNESCO von Nigerias Regierung und der Kommission f\u00fcr das Tschadsee-Becken (LCBC) ausgetragen wird, soll einen Konsens dar\u00fcber herstellen und Unterst\u00fctzung daf\u00fcr gewinnen, mit einem gro\u00dfen Wassertransferprojekt vom Kongobecken das Austrocknen des Tschadsees zu verhindern und umzukehren.<\/div>\n<div class=\"widget-35-0-0-4\">\n<p>Zu den Hauptrednern geh\u00f6ren Vertreter des italienischen Unternehmens Bonifica und des chinesischen Konzerns PowerChina, die eine strategische Partnerschaft f\u00fcr eine Machbarkeitsstudie des Infrastruktur-Gro\u00dfprojekts \u201eTransaqua\u201c eingegangen sind. Es handelt sich dabei um ein vielschichtiges Projekt f\u00fcr Wasser-, Verkehrs-, Energie- und Agrarinfrastruktur. Bereits in den 1970er Jahren vom Ingenieurb\u00fcro Bonifica entworfen, sieht Transaqua vor, \u00fcber einen 2400 km langen Kanal mit Anschlu\u00df an alle rechten Zufl\u00fcsse des Kongo den Tschadsee mit 100 Mrd. m3 Wasser j\u00e4hrlich wieder aufzuf\u00fcllen und gleichzeitig mit Staud\u00e4mmen Strom zu erzeugen und gro\u00dfe Landstriche f\u00fcr Agrarwirtschaft und Schiffahrt zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Wie in Abuja jetzt bekanntgegeben wurde, hat die italienische Regierung beschlossen, da\u00df sie Gelder f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Studie bereitstellt und m\u00f6glicherweise wird am Rande der Konferenz ein entsprechendes Abkommen der vier Seiten &#8211; die beiden Firmen, die LCBC und italienische Regierungsstellen \u2013 geschlossen.<\/p>\n<p>Europ\u00e4ische Politiker reden seit Monaten und Jahren von einem \u201eMarshallplan\u201c f\u00fcr den wirtschaftlichen Aufbau Afrikas, um den Zustrom von \u201eWirtschaftsfl\u00fcchtlingen\u201c nach Europa zu unterbinden. Aber bisher wurde noch kein konkretes Projekt vorgestellt, geschweige denn beschlossen, und Transaqua ist der einzige Plan, der jetzt auf dem Tisch liegt und der in Afrika wirklich eine entscheidende Ver\u00e4nderung bewirken kann.<\/p>\n<p>Jahrzehntelang wurde dieses Vorhaben als \u201eGr\u00f6\u00dfenwahn\u201c abgetan. Aber die Fl\u00fcchtlingskrise sowie Chinas Vorreiterrolle bei der Entwicklung Afrikas haben es jetzt wahrscheinlicher gemacht. 30 Millionen Menschen sind f\u00fcr ihren Lebensunterhalt durch Fischerei und landwirtschaftliche Bew\u00e4sserung auf den Tschadsee angewiesen. Sein zunehmendes Austrocknen hat eine Migrationswelle nach Europa ausgel\u00f6st und die Region zum N\u00e4hrboden f\u00fcr Rekrutierung der Terrorgruppe Boko Haram gemacht. Die Multinationale Einsatztruppe der LCBC-L\u00e4nder hat bedeutende milit\u00e4rische Erfolge gegen Boko Haram erzielt, aber es bleibt noch viel zu tun &#8211; auch dies wird ein Thema der Konferenz sein. Transaqua n\u00fctzt allen Aspekten der afrikanischen Krise, es schafft Arbeitspl\u00e4tze, Wirtschaftswachstum und Vorteile f\u00fcr alle Staaten s\u00fcdlich der Sahelzone, auch f\u00fcr den \u201eWasserspender\u201c, die Demokratische Republik Kongo, die wertvolle Infrastruktur bek\u00e4me. Zudem bietet Transaqua eine L\u00f6sung f\u00fcr das Austrocknen des \u201eGro\u00dfen Menschengemachten Flusses\u201c, den Aqu\u00e4dukt in Libyen, der heute das Land aus unterirdischen Quellen mit Wasser versorgt, indem man vom wiederaufgef\u00fcllten Tschadsee eine Pipeline legt.<\/p>\n<p><em>Zur Rolle des Schiller-Instituts bei diesem Projekt k\u00f6nnen Sie hier mehr lesen:<\/em><br \/>\n<a class=\"layout-processed\" title=\"http:\/\/www.bueso.de\/node\/9258\/edit\" href=\"http:\/\/www.bueso.de\/node\/9258\/edit\">http:\/\/www.bueso.de\/node\/9258\/edit<\/a><br \/>\n<a class=\"layout-processed\" title=\"http:\/\/www.bueso.de\/content\/transaqua-ein-traum-wird-wirklichkeit\" href=\"http:\/\/www.bueso.de\/content\/transaqua-ein-traum-wird-wirklichkeit\">http:\/\/www.bueso.de\/content\/transaqua-ein-traum-wird-wirklichkeit<\/a><\/p>\n<\/div>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>27. 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