{"id":44767,"date":"2018-01-05T17:15:58","date_gmt":"2018-01-05T16:15:58","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?p=44767\/"},"modified":"2018-01-05T17:15:58","modified_gmt":"2018-01-05T16:15:58","slug":"ehem-deutscher-china-botschafter-uber-chancen-der-seidenstrase-fur-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2018\/01\/05\/ehem-deutscher-china-botschafter-uber-chancen-der-seidenstrase-fur-europa\/","title":{"rendered":"Ehem. deutscher China-Botschafter \u00fcber Chancen der Seidenstra\u00dfe f\u00fcr Europa"},"content":{"rendered":"<p>5. Januar 2018 \u2022  Der fr\u00fchere deutsche Botschafter in China (2008-20013) , Dr. Michael Sch\u00e4fer, jetzt Vorsitzender des Vorstands der BMW-Stiftung Herbert Quandt, rief in einem Interview mit den Deutschen Wirtschaftsnachrichten (DWN) [&#8222;Mit langem Atem: Chinas Neue Seidenstra\u00dfe wird die Welt ver\u00e4ndern&#8220;] am 31.12. dazu auf, sich beim Projekt der Neuen Seidenstra\u00dfe einzubringen. Sch\u00e4fer, der Pr\u00e4sident Xi Jinping auf dessen Deutschlandbesuch 2009 begleitete und ihn auch in China des \u00f6fteren getroffen hat, zeichnet ein sehr positives Bild des chinesischen Pr\u00e4sidenten und beschreibt die langfristige, konstruktive chinesische Politik des Wirtschaftsaufbaus und der Transformation mittels neuer Technologien.<\/p>\n<p>U.a. betont Sch\u00e4fer, in China seien Wirtschaft und Gesellschaft &#8222;lernende Systeme&#8220;, die Wirtschaft stelle sich viel schneller um als in Europa, wenn Ver\u00e4nderungsbedarf angesagt sei. Die OBOR-Politik Chinas sei nicht durch milit\u00e4rische \u00dcberlegenheit gekennzeichnet, China betreibe seine Strategie &#8222;klugerweise nicht aggressiv, sondern mit dem Angebot einer Beteiligung aller Anrainerstaaten&#8230;&#8220; Sch\u00e4fer fragt, ob Europas bisher ablehnende Haltung und die Unterstellung eines &#8222;hegemonialen Ansatzes&#8220; nicht die &#8222;Projektion des eigenen Verhaltens im letzten Jahrhundert&#8220; sei?<\/p>\n<p>Man solle in Europa nicht von einem &#8222;Nullsummenspiel&#8220; im Verh\u00e4ltnis zu den USA und China ausgehen. Auch seien die Beziehungen zu beiden Staaten seien sehr wohl miteinander vereinbar. Sein Appell: &#8222;Wir sollten China nicht als Rivalen, sondern als Partner in zentralen Bereichen betrachten. Ich bin davon \u00fcberzeugt, dass China Partner des Westens sein will. &#8230;.&#8220; China sei wirtschaftlich auf &#8222;Drittm\u00e4rkte und technologische Entwicklung ebenso angewiesen wie wir.&#8220; In Afrika habe China aus Fehlern gelernt und verfolge dort zwar eigene Rohstoffinteressen, aber anders als westliche L\u00e4nder keine &#8222;Strategie des Systemexports&#8220;.&#8220; China setze in Afrika auf langfristige Beziehungen und sei damit &#8222;sehr erfolgreich&#8220;, so Sch\u00e4fer.<\/p>\n<p>Europa sei hingegegen &#8222;seit Jahren mit sich selbst besch\u00e4ftigt&#8220; und nehme deshalb die Chancen der Neuen Seidenstra\u00dfe nicht wirklich wahr. Europa solle sich bei dem noch offenen Projekt einbringen und die Zukunft mitgestalten. &#8222;Es w\u00e4re empfehlenswert, dass sich die EU als gleichwertiger Partner anbietet und eine Kooperation auf Augenh\u00f6he auslotet. Wenn das am Ende nicht m\u00f6glich ist, kann Europa sich immer noch zur\u00fcckziehen. Aber Konnektivit\u00e4t ist ein neues Spiel,dessen Regeln noch nicht feststehen. Wir Europ\u00e4er sollten ihre Festlegung nicht ausschlie\u00dflich anderen \u00fcberlassen.&#8220;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>5. 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