{"id":3783,"date":"2013-09-26T20:50:52","date_gmt":"2013-09-26T18:50:52","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?p=3783"},"modified":"2013-09-26T20:58:16","modified_gmt":"2013-09-26T18:58:16","slug":"dringender-appell-an-die-vollversammlung-der-un","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2013\/09\/26\/dringender-appell-an-die-vollversammlung-der-un\/","title":{"rendered":"Dringender Appell an die Vollversammlung der UN"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der folgende Aufruf wurde in New York bei der Er\u00f6ffnung der UN-Vollversammlung verteilt.<\/strong><\/p>\n<p><em>Von Helga Zepp-LaRouche<br \/>\nPr\u00e4sidentin des Schiller-Instituts<\/em><\/p>\n<p>Wir alle wissen, da\u00df die gegenw\u00e4rtige \u00f6konomische Ordnung dieser Welt einem sehr kleinen Teil der Menschen ein Leben in Saus und Braus erm\u00f6glicht, da\u00df nur ein relativ kleiner Teil in angemessenem Wohlstand lebt, dagegen aber viele Menschen in menschenunw\u00fcrdiger Armut darben und es sogar in gro\u00dfem Umfang das gibt, was Papst Franziskus k\u00fcrzlich \u201eversteckte Euthanasie\u201c genannt hat.<\/p>\n<p>Nur wenige wissen, da\u00df die Menschheit vor einigen Wochen um Haaresbreite der Gefahr der Ausl\u00f6schung durch einen thermonuklearen Weltkrieg entkommen ist, denn genau das h\u00e4tte die Konsequenz einer Eskalation nach einem Milit\u00e4rschlag gegen Syrien sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Diese beiden existenzbedrohenden Gefahren f\u00fcr die menschliche Gattung sind letztlich das Resultat des \u00f6konomischen Systems der Globalisierung, in dem \u201eanonyme Entscheidungen\u201c &#8211; man k\u00f6nnte auch sagen, die Unterschriften der \u201eSchreibtischt\u00e4ter\u201c- dazu f\u00fchren, da\u00df die einzigartige W\u00fcrde und das Leben der Menschen dem Gott Mammon aufgeopfert wird.<\/p>\n<p>Die diplomatische Initiative um Syrien weckt die Hoffnung, da\u00df die Gefahr eines regionalen und vielleicht sogar weltweiten Krieges noch einmal abgewendet worden ist. Aber so dringend n\u00f6tig Kriegsvermeidung ist, sie ist nicht genug. Wenn wir als Menschheit \u00fcberhaupt eine Zukunft haben wollen, brauchen wir eine wirkliche Perspektive f\u00fcr den Frieden, ein v\u00f6llig neues Paradigma, das die Geometrie der Konfliktl\u00f6sung durch Krieg ein f\u00fcr allemal hinter sich l\u00e4\u00dft und durch die Definition der gemeinsamen Ziele der Menschheit ersetzt.<\/p>\n<p>Ist es nicht im Interesse aller Menschen auf diesem Planeten, so schnell wie m\u00f6glich Energie- und Rohstoffsicherheit zu erlangen und damit eine wesentliche Quelle f\u00fcr Hunger und Kriegsgefahr zu \u00fcberwinden? Ist es deshalb nicht im Interesse aller Menschen und Nationen, gemeinsam das bestm\u00f6gliche Crash-Programm f\u00fcr die Nutzung der thermonukleare Kernfusion in Gang zu setzen, vergleichbar dem \u201eManhattan Projekt\u201c w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs zur Entwicklung der Atombombe, aber diesmal zu friedlichen Zwecken und zum Wohle aller Menschen?<\/p>\n<p>Es ist ebenso allerh\u00f6chste Zeit, die berechtigte Forderung der Blockfreien Bewegung nach einer gerechten Weltwirtschaftsordnung wieder auf die Tagesordnung zu setzen. Die Initiative des chinesischen Staatspr\u00e4sidenten Xi Jinping anl\u00e4\u00dflich der j\u00fcngsten Konferenz der SCO, den Ausbau der neuen Seidenstra\u00dfe als Basis der friedlichen Zusammenarbeit aller Nachbarl\u00e4nder entlang dieser Route vorzuschlagen, kann der Beginn einer solchen neuen Ordnung sein. Der Vorschlag entspricht auch v\u00f6llig dem Geist des Vorschlags der Eurasischen Landbr\u00fccke, mit dem das Schiller-Institut 1991 auf die Desintegration der Sowjetunion reagiert hatte und der inzwischen als Idee der v\u00f6lkerverbindenden Weltlandbr\u00fccke viele Freunde und Unterst\u00fctzer in der ganzen Welt gefunden hat. Durch dieses weltumspannende Infrastruktur- und Entwicklungsprogramm w\u00fcrde die n\u00e4chsth\u00f6here \u00f6konomische Plattform verwirklicht, die Hunger und Unterentwicklung f\u00fcr immer verschwinden lassen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Wenn die in der UN-Vollversammlung vereinten Nationen beschlie\u00dfen, das zutiefst unmoralische und ungerechte System der Globalisierung durch eine Ordnung zu ersetzen, in der eine Allianz souver\u00e4ner Republiken in der Tradition von John Quincy Adams im gemeinsamen Interesse der Menschheit zusammenarbeitet, dann kann die Zivilisation bewu\u00dft in die n\u00e4chste Phase der Evolution eintreten.<\/p>\n<p>Und warum sollte dies nicht m\u00f6glich sein? Wir sind die einzigen Lebewesen, die aufgrund der Kreativit\u00e4t des Menschen die Existenzgrundlagen unserer Gattung immer wieder durch wissenschaftliche und technologische Erneuerungen bewu\u00dft verbessern und damit den Lebensstandard und die Lebenserwartung anheben k\u00f6nnen. Wir sind auch die einzige Gattung, die wissenschaftlich pr\u00e4zise bestimmen kann, wo die n\u00e4chsth\u00f6here Stufe der Erforschung der physischen Sch\u00f6pfungsordnung liegen mu\u00df, damit wir als Gattung dauerhaft in unserem Universum existieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Denn die Erde ist kein entropisches geschlossenes System, in dem die Ressourcen endlich w\u00e4ren, sondern unser Sonnensystem und unsere Galaxie sind nur ein winziger Teil des Universums, das sich antientropisch weiterentwickelt. Das Wunderbare unserer Sch\u00f6pfungsordnung besteht gerade darin, da\u00df es eine nachweisliche \u00dcbereinstimmung der Gesetze des Makrokosmos -des Universums &#8211; und des Mikrokosmos &#8211; unserer kreativen Vernunft &#8211; gibt, die sich in der physischen Macht der immateriellen Idee \u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Was wir heute mehr als alles andere brauchen, ist eine z\u00e4rtliche Liebe zur Menschheit, eine k\u00fchne Vision von der Zukunft, die den Planeten aus der Perspektive der Astronauten und Kosmonauten betrachtet, die keine Grenzen, sondern eine Menschheit sehen, und die gleichzeitig den Blick auf die Sterne gerichtet haben.<\/p>\n<p>Friedrich Schiller hat es gedichtet, und Ludwig van Beethoven in seiner 9. Sinfonie komponiert:<\/p>\n<p><em>Alle Menschen werden Br\u00fcder,<\/em><\/p>\n<p><em>Diesen Ku\u00df der ganzen Welt,<\/em><\/p>\n<p><em>Br\u00fcder \u00fcberm Sternenzelt<\/em><\/p>\n<p><em>Mu\u00df ein lieber Vater wohnen.<\/em><\/p>\n<p>Die gequ\u00e4lte Menschheit braucht jetzt mutige F\u00fchrer, die sich der Mission verschreiben, die Welt aus der Gefahrenzone der Zerst\u00f6rung in die bessere Zukunft zu f\u00fchren, die zum Greifen nahe ist!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Aufruf wurde in New York bei der Er\u00f6ffnung der UN-Vollversammlung verteilt. 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