{"id":37397,"date":"2016-10-27T15:05:47","date_gmt":"2016-10-27T13:05:47","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/de\/?p=37397"},"modified":"2016-12-07T10:55:01","modified_gmt":"2016-12-07T09:55:01","slug":"erfolgreiche-konferenzen-des-schiller-instituts-lyon-und-essen-europa-mus-die-chancen-der-neuen-seidenstrase-ergreifen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2016\/10\/27\/erfolgreiche-konferenzen-des-schiller-instituts-lyon-und-essen-europa-mus-die-chancen-der-neuen-seidenstrase-ergreifen\/","title":{"rendered":"Erfolgreiche Konferenz des Schiller-Instituts in Lyon und Essen: Europa mu\u00df die Chancen der Neuen Seidenstra\u00dfe ergreifen!"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Schiller-Institut-Konferenz-Essen-Oktober-2016.pdf\" class=\"custom-button medium\">Programm in PDF<\/a><\/p>\n<p>Wiesbaden, 26.10.2016\u00a0 \u2013\u00a0 Die 2013 vom chinesischen Pr\u00e4sidenten Xi Jinping angesto\u00dfene Initiative der Neuen Seidenstra\u00dfe bietet Europa enorme Chancen, seine Existenzkrisen zu \u00fcberwinden und sich der Entwicklungsdynamik in Asien und der Mehrheit der Entwicklungsl\u00e4nder anzuschlie\u00dfen. Bisher wird dieses Potential in der transatlantischen Welt nicht gen\u00fcgend erkannt, die strategischen Neukonstellationen werden in den Medien eher als Bedrohung dargestellt. Deshalb veranstaltete das Schiller-Institut Konferenzen \u00fcber die Neue Seidenstra\u00dfe in zwei wichtigen europ\u00e4ischen St\u00e4dten: im franz\u00f6sischen Lyon, dem historischen Endpunkt der alten Seidenstra\u00dfe und heute auch des ersten G\u00fcterzuges von Wuhan auf der \u201eEisernen Seidenstra\u00dfe\u201c, und in Deutschland in Essen im Ruhrgebiet, nahe bei Duisburg, dem ersten Haltepunkt dieser eurasischen Bahnstrecke und gr\u00f6\u00dften Binnenhafen Europas. Die chinesische Tageszeitung <em>People&#8217;s Daily <\/em>brachte am 24. Oktober einen Bericht \u00fcber die Essener Konferenz, in dem Frau Zepp-LaRouche mit den Worten zitiert wird, das chinesische Seidenstra\u00dfenprogramm sei die \u201ewichtigste Friedensinitative auf der Welt\u201d, die dazu beitragen werde, die Zusammenarbeit verschiedener Nationen zu st\u00e4rken, eine \u201eWin-win\u201d-Situation zu erreichen und die regionalen Konflikte auf einer h\u00f6heren Ebene zu l\u00f6sen. In K\u00fcrze wird eine Dokumentation beider Konferenzen erscheinen.<\/p>\n<div class=\"toggle-container\"><a href=\"#\" class=\"toggle\"><span class=\"toggle-sign\"><\/span><span class=\"toggle-title\">Weiterlesen<\/span><\/a><\/p>\n<div class=\"toggle-content\">\n<p><strong>Lyon: De Gaulle h\u00e4tte bei der Neuen Seidenstra\u00dfe mitgemacht!<\/strong><\/p>\n<p>Das Schiller-Institut veranstaltete am 19. Oktober in Lyon gemeinsam mit dem Club China EM Lyon FOREVER, einer Absolventenvereinigung der renommierten Lyoner Wirtschaftshochschule Ecole de Management (EM), die auch eine Zweigstelle in Shanghai hat, ein Seminar \u00fcber die Perspektiven der Seidenstra\u00dfe. Das Seminar war Teil einer Offensive des Schiller-Instituts, die europ\u00e4ischen L\u00e4nder &#8211; insbesondere Frankreich und Deutschland &#8211; dazu zu bewegen, da\u00df sie sich an Chinas Projekt der Neuen Seidenstra\u00dfe beteiligen. Redner der Konferenz waren die Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, Professor Shi Ze vom China Institute of International Affairs, Christine Bierre, Chefredakteurin der Zeitung Nouvelle Solidarit\u00e9 und f\u00fchrendes Mitglied der Partei Solidarit\u00e9 et Progr\u00e8s, sowie Jean Christoph Vautrin, der Pr\u00e4sident des Club China EM Lyon FOREVER. Lyon ist die Endstation einer Zugverbindung nach China, die dreimal pro Woche 11.300 km in sechs L\u00e4ndern durchquert, dabei achtmal die Lokomotive und dreimal die Spurweite wechselt.<\/p>\n<p>Helga Zepp-LaRouche fragte in ihrer Er\u00f6ffnungsrede in Lyon: \u201eWas w\u00fcrde Charles de Gaulle heute tun, um das franz\u00f6sische Volk vor den beispiellosen Gefahren auf der Welt, n\u00e4mlich der Zwillingsgefahr potentieller nuklearer Konfrontation zwischen Amerika und Ru\u00dfland und der akuten M\u00f6glichkeit einer Kernschmelze des transatlantischen Finanzsystems, zu besch\u00fctzen?\u201c Da von Menschen gemachte Politik an diesen Gefahren schuld sei, k\u00f6nne man sie auch \u00fcberwinden, indem man einen radikal anderen politischen Kurs einschl\u00e4gt. Sie stellte dann Lyndon LaRouches \u201eVier Kardinalgesetze\u201c zur L\u00f6sung der Probleme vor, um dann \u00e4hnlich wie zwei Tage sp\u00e4ter in Essen die Entwicklung und Aussichten der Dynamik der Neuen Seidenstra\u00dfe und Weltlandbr\u00fccke darzustellen.<\/p>\n<p>Sie berichtete \u00fcber Chinas atemberaubende wirtschaftliche Entwicklung, mit der in wenigen Jahrzehnten rund 700 Millionen Chinesen aus extremer Armut gehoben wurden, und betonte, es gehe bei der Neuen Seidenstra\u00dfe nicht blo\u00df um den Austausch von Waren, sondern auch von wissenschaftlichen Kenntnissen, Technologien und Kultur, um die beteiligten Nationen zu transformieren. Dann beschrieb sie die Serie von Gipfeltreffen in Ostasien &#8211; das Treffen der G-20 in Hangzhou (China), das Ostasien-Wirtschaftsforum in Wladiwostok (Ru\u00dfland) und das ASEAN-Treffen in Vientiane (Laos) &#8211; bei denen innerhalb von sechs Wochen eine enorme Zahl von Wirtschaftsabkommen geschlossen wurden, die von eigens daf\u00fcr gegr\u00fcndeten Finanzinstitutionen wie der AIIB und der NDB verwirklicht werden.<\/p>\n<p>Sie zitierte aus der wunderbaren Rede an die deutsche Jugend, in der de Gaulle 1962 in Ludwigsburg sagte, die Menschen sollten danach streben, \u201eda\u00df Fortschritt ein gemeinsames Gut wird, soda\u00df er zur F\u00f6rderung des Sch\u00f6nen, des Gerechten und Guten beitr\u00e4gt.\u201c Sie\u00a0 verwies auf die \u201etiefe Affinit\u00e4t\u201c zwischen der europ\u00e4ischen humanistischen Tradition und dem konfuzianischen Konzept der Selbstvervollkommnung des Menschen. \u201eWas ist heute unser Ziel? Reichen wir uns die Hand, um Afrika durch die Erweiterung der Seidenstra\u00dfe zu industrialisieren, und sicherzustellen, da\u00df alle Kinder auf dem Planeten Zugang zur universellen Bildung erhalten.\u201c<\/p>\n<p>Prof. Shi Ze erl\u00e4uterte in der darauffolgenden Rede, die neue Seidenstra\u00dfe kopiere nicht blo\u00df die alte Seidenstra\u00dfe. Sie \u00fcbernehme, was an jener positiv war, verwende es aber in der heutigen Welt als eine Strategie f\u00fcr Kooperation und Frieden, wobei das grundlegende kulturelle Konzept das der Harmonie in der Vielfalt sei. Chinas Rolle habe sich in j\u00fcngster Zeit ver\u00e4ndert: es sei nicht mehr blo\u00df eine Handelsmacht, sondern ein Investor. Das schaffe ein enormes Potential f\u00fcr die Zusammenarbeit zwischen Europa und China. Gro\u00dfbritannien, Frankreich, Deutschland und andere w\u00fcnschten eine finanzielle Kooperation mit China. Schon jetzt gebe es 700 Mrd. Yuan an Swaps zwischen den Europ\u00e4ern und den Chinesen. Shi Ze betonte besonders die enge Partnerschaft zwischen China und Frankreich, seit Pr\u00e4sident de Gaulle ein Jahrzehnt fr\u00fcher als andere westliche L\u00e4nder diplomatische Beziehungen zu Beijing aufnahm. Er betonte, es sei ungemein wichtig, gemeinsam in Afrika in Infrastruktur, Energie, Verkehr usw. zu investieren, so wie dies eine gemeinsame franz\u00f6sisch-chinesische Erkl\u00e4rung von 2015 fordert.<\/p>\n<p>Christine Bierre, Chefredakteurin der Zeitung Nouvelle Solidarit\u00e9, sagte, paradoxerweise mache Pr\u00e4sident Hollande gegen\u00fcber China offenbar eine viel bessere Politik als im eigenen Land. Als privilegierter Verb\u00fcndeter Chinas seit 1964 &#8211; dank de Gaulle &#8211; teile Frankreich wichtige Hochtechnologie im Austausch f\u00fcr Auftr\u00e4ge im Rahmen der rasanten Wirtschaftsentwicklung Chinas.<\/p>\n<p>So werden in China Airbus-Maschinen montiert und beide L\u00e4nder arbeiten seit 30 Jahren bei der Kernenergie eng zusammen. Am 30.6.2015 schlossen sie ein Abkommen \u00fcber den gemeinsamen Bau von Reaktoren in Drittl\u00e4ndern. Bierre schlug vor, im Geist von Gottfried Leibniz\u2019 gro\u00dfer eurasischer Wissenschaftsstrategie aus dem 17. Jahrhundert die Kooperation bei der Raumfahrt, neuen Kernkraftgenerationen (Fusion, Kugelhaufenreaktor, Thorium-Salzschmelze-Reaktor, Spaltungs-Fusions-Hybridreaktor), der Modernisierung der Bahnverbindungen sowie Gemeinschaftsprojekten in Afrika zu st\u00e4rken. All dies mache eine R\u00fcckkehr Frankreichs zu einer klaren Industrieorientierung f\u00fcr die Zukunft erforderlich.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend stellte Jean-Christophe Vautrian, Pr\u00e4sident des Club China EM (Ecole de Management) Lyon FOREVER, die Aktivit\u00e4ten seiner Absolventenvereinigung vor, die Konferenzen und andere Veranstaltungen \u00fcber chinesische Wirtschaftspolitik, Geschichte und Kultur organisiert.<\/p>\n<p><strong>Essen: \u201cWin-Win\u201d f\u00fcr Deutschland mit der Neuen Seidenstra\u00dfe<\/strong><\/p>\n<div class=\"one-half\">\n<p>Zur Konferenz des Schiller-Instituts, die am 21. Oktober im Essener \u201eHaus der Technik\u201c stattfand, sprach der Gesandte der chinesischen Botschaft in Berlin, Herr Zhang Junhui, \u00fcber den Fortschritt der Neuen Seidenstra\u00dfe und \u00fcber den Wunsch der chinesischen Regierung, dabei enger mit Deutschland zusammenzuarbeiten, zumal beide L\u00e4nder die gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften an den beiden Enden der Seidenstra\u00dfe sind.<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"one-half last\">\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-37402\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bridge-edited-essen-conference-pics_17.jpg\" alt=\"bridge-edited-essen-conference-pics_17\" width=\"340\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bridge-edited-essen-conference-pics_17.jpg 4905w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bridge-edited-essen-conference-pics_17-300x199.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bridge-edited-essen-conference-pics_17-768x511.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2012\/12\/bridge-edited-essen-conference-pics_17-1024x681.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 340px) 100vw, 340px\" \/><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"clearfix\"><\/div>\n<p>Er\u00f6ffnet wurde die Konferenz von der Vorsitzenden des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche, sp\u00e4ter sprach der franz\u00f6sische Pr\u00e4sidentschaftskandidat Jacques Cheminade. Beide betonten, Europa m\u00fcsse Imperialismus und Geopolitik aufgeben, und Frankreich und Deutschland sollten am politischen und wirtschaftlichen Erbe de Gaulles und Adenauers ankn\u00fcpfen, die die jahrhundertelangen Kriege und Konkurrenz zwischen beiden L\u00e4ndern beendeten, indem sie sich auf Kooperation im Interesse beider Seiten konzentrierten.<\/p>\n<p>Helga Zepp-LaRouche sagte, die Neue Seidenstra\u00dfe sei das gr\u00f6\u00dfte Industrie- und Infrastrukturprogramm der Geschichte, Europa d\u00fcrfe die Chance der Beteiligung daran nicht verstreichen lassen. Tats\u00e4chlich beruhe Chinas \u201eWirtschaftswunder\u201c der letzten 40 Jahre auf den gleichen realwirtschaftlichen Prinzipien wie das deutsche Wirtschaftswunder der Nachkriegszeit.<\/p>\n<p>Prof. Shi Ze vom Chinesischen Institut f\u00fcr Internationale Studien betonte, die Beteiligung an der Neuen Seidenstra\u00dfe stehe allen L\u00e4ndern offen. Deutschland sei Chinas wichtigster Handelspartner in Europa mit einem Volumen von 163 Mrd. Euro in Jahr 2015, und 1700 chinesische Unternehmen sind in Deutschland pr\u00e4sent. Chinas Effizienz mit Deutschlands Qualit\u00e4t zu verbinden und das \u201eMade in China\u201c mit \u201eMade in Germany\u201c zu harmonisieren &#8211; das sei das Ziel der Seidenstra\u00dfenpolitik. Der Bau von Stra\u00dfen und Pipelines und die Modernisierung der Landwirtschaft entlang der gesamten Seidenstra\u00dfe schaffe Chancen f\u00fcr die deutschen Unternehmen.<\/p>\n<p>\u00dcber die Bedeutung von Chinas Programm \u201eG\u00fcrtel und Stra\u00dfe\u201c f\u00fcr Afrika sprach in Essen der \u00e4thiopische Generalkonsul aus Frankfurt\/M., Mehreteab Mulugeta Haile. Mit einer auf Infrastrukturaufbau gest\u00fctzten wirtschaftlichen Entwicklungsstrategie hat sein Land seit 25 Jahren erstaunliche Erfolge erzielt, wobei China \u00c4thiopien entscheidende Unterst\u00fctzung leistet, u.a. durch zinsg\u00fcnstige Kredite. So wurde gerade am 5. Oktober die erste Bahnstrecke zwischen der Hauptstadt Addis Abeba und dem Hafen Dschibuti er\u00f6ffnet, die den Transport \u00e4thiopischer Im- und Exporte von sieben Tagen auf nur noch zehn Stunden verk\u00fcrzt. Dies ist nur das erste Teilst\u00fcck eines geplanten landesweiten Bahnnetzes, das \u00c4thiopien mit allen Nachbarstaaten verbinden soll.<\/p>\n<p>Die Diskussion nach Konsul Mehreteabs Vortrag drehte sich insbesondere darum, da\u00df Europa gemeinsam mit China zur Entwicklung Afrikas beitragen mu\u00df, da dies die einzige M\u00f6glichkeit ist, die starke Migrationswelle nach Europa &#8211; die viele Todesopfer fordert &#8211; zu beenden. Cheminade sagte, Frankreich und Deutschland m\u00fc\u00dften sich dies zur gemeinsamen Aufgabe machen. Helga Zepp-LaRouche f\u00fcgte hinzu, man solle auch Italien einbeziehen, zumal Regierungschef Matteo Renzi k\u00fcrzlich die Neue Seidenstra\u00dfe unterst\u00fctzte. Shi schlug vor, da es bisher noch keine institutionelle Zusammenarbeit gebe, zur F\u00f6rderung dieser neuen Orientierung einen geeigneten neuen Mechanismus einzurichten.<\/p>\n<p>Generalkonsul Mehreteab unterst\u00fctzte dies nachdr\u00fccklich: statt \u201eEntwicklungshilfe\u201c, die unter dem Vorwand von \u201eMenschenrechten\u201c an politische Bedingungen gekn\u00fcpft wird, brauche Afrika Technologietransfer und Infrastruktur: \u201eGebt uns keinen Fisch, bringt uns lieber das Fischen bei.\u201c Europa solle Chinas Beispiel folgen, das Investitionen, Technologie und g\u00fcnstige Kredite zu international \u00fcblichen Bedingungen bereitstelle.<\/p>\n<p>Cheminade erinnerte daran, da\u00df bereits ein vordringliches Projekt auf dem Tisch liegt, zu dessen Finanzierung und Verwirklichung Europa und China viel beitragen k\u00f6nnen, n\u00e4mlich die Wiederauff\u00fcllung des Tschadsees. Die beste Methode daf\u00fcr sei das Transaqua-Projekt zur Umleitung eines kleineren Teils des Wassers im Kongobecken in den Tschadsee.<\/p>\n<p>Die Zuh\u00f6rer in Essen genossen auch eine Auszeit von der technik- und industriefeindlichen \u201egr\u00fcnen\u201c Ideologie, die in der deutschen \u00d6ffentlichkeit vorherrscht. Die vier weiteren deutschen Redner neben Helga Zepp-LaRouche befa\u00dften sich damit, wie Deutschland am Aufbau der Neuen Seidenstra\u00dfe mitwirken und gleichzeitig selbst vom neuen Paradigma profitieren kann.<\/p>\n<p>Prof. Reinhart Poprawe, Direktor des Fraunhofer-Instituts f\u00fcr Lasertechnik an der RWTH Aachen und Ehrenprofessor der Tsinghua-Universit\u00e4t in Beijing, sagte, China sei heute nicht mehr der Hauptproduzent von Billigwaren f\u00fcr die Welt, sondern mache sehr schnelle Fortschritte in verschiedenen Pionierbereichen der Forschung, wo es Deutschland, Japan und die USA eingeholt hat. Poprawe sieht Deutschland mit seinem Programm \u201eIndustrie 4.0\u201c in guter Ausgangsposition, um mit Chinas ehrgeizigem Programm \u201eChina 2020\u201c zu kooperieren.<\/p>\n<p>Prof. Dieter Ameling, ehemaliger Pr\u00e4sident der Wirtschaftsvereinigung Stahl, der etliche hohe Positionen in der deutschen Stahlindustrie innehatte, beschrieb die Perspektive einer engen Zusammenarbeit zwischen der Eisen- und Stahlindustrie in Deutschland und China, das inzwischen ein gro\u00dfer Stahlerzeuger geworden ist. Ameling warnte eindringlich, wenn die deutsche Regierung ihre energiefeindliche Politik beibehalte, werde die energieintensive Industrie in L\u00e4nder abwandern, wo der Strompreis nicht durch eine \u201eEnergiewende\u201c k\u00fcnstlich \u00fcberteuert wird. Strom in Deutschland koste schon doppelt soviel wie in den USA und 50% mehr als in Frankreich. Ameling kritisierte auch die verbreitete falsche Sichtweise, die CO<sub>2<\/sub>-Emissionen seien am Klimawandel schuld.<\/p>\n<p>Prof. Reinhold Meisinger von der Technischen Hochschule N\u00fcrnberg, seit vielen Jahren auch an der Tongji-Universit\u00e4t in Shanghai t\u00e4tig ist, berichtete ausf\u00fchrlich \u00fcber die revolution\u00e4re Magnetbahntechnik des Transrapid, die zwar in Deutschland entwickelt wurde, bisher aber nur in Shanghai kommerziell genutzt wird. Ein Teil der neuen Schnellbahnstrecken in China sei so angelegt, da\u00df k\u00fcnftig darauf auch Magnetbahnen verkehren k\u00f6nnen. Allerdings w\u00e4re der Stromverbrauch eines landesweiten Magnetbahnnetzes in China viel zu hoch f\u00fcr \u201eerneuerbare\u201c Energien, deshalb baue China Wasser- und Kernkraft stark aus.<\/p>\n<p>Willy Pusch berichtete von dem Projekt der von ihm vertretenen \u201eB\u00fcrgerinitiative im Mittelrheintal gegen Umweltsch\u00e4den durch die Bahn e.V.\u201c f\u00fcr einen G\u00fcterbahntunnel zur Umgehung des Mittelrheintals, eines wesentlichen Teils der Bahnstrecke Rotterdam-Genua. Der vorgeschlagene 118 km lange Westerwald-Taunus-Tunnel &#8211; doppelt so lang wie der neue Gotthardtunnel in der Schweiz &#8211; k\u00f6nnte bis zu viermal mehr Fracht bew\u00e4ltigen als die heutige, sehr alte Bahnstrecke. Gleichzeitig w\u00e4re es eine enorme Entlastung der B\u00fcrger im Rheintal zwischen Bonn und Mainz, die vor allem nachts unter dem unertr\u00e4glichen L\u00e4rm der G\u00fcterz\u00fcge leiden.<\/p>\n<p>Musikalisch eingeleitet wurden die beiden Sitzungen der Konferenz vom Gu Feng Ensemble, bestehend aus den chinesischen Musikerinnen Lini Gong (Gesang), Ya Dong (an der Pipa, der chinesischen Laute) und Zhenfang Zhang (an der Erhu, der chinesischen Spie\u00dfgeige), die mehrere traditionelle chinesische Instrumentalst\u00fccke und Lieder vortrugen: Jin she kuang wu (\u201eTanz der goldenen Schlange\u201c), Mo li hua (\u201eJasminbl\u00fcte\u201c), Xiao beilou (\u201ekleiner Tragekorb\u201c) und Song wo yizhi meiguihua (\u201eSchenk mir eine Rose\u201d). Franz Schuberts \u201eSt\u00e4ndchen\u201c, das f\u00fcr diese Konferenz eigens f\u00fcr die Begleitung durch die chinesischen Instrumente arrangiert worden war, wurde zum ersten Mal in dieser Form aufgef\u00fchrt &#8211; ein Beispiel f\u00fcr den\u00a0 Dialog der Kulturen durch die Neue Seidenstra\u00dfe.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"big-title\">\n<div class=\"bar\"><\/div>\n<h2><strong>Pr\u00e4sentationen<\/strong><\/h2>\n<p class=\"sub-title-empty\">&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/smV0v7AuPfY?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/de\/blog\/2016\/10\/27\/deutschlands-potential-beim-ausbau-der-weltlandbrucke\/\" class=\"custom-button medium\">Transkript von Helga Zepp-LaRouche<\/a><\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Prof. Shi Ze<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/_d-mo0WXbyQ?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Zhang Junhui<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/NwbnSnCrnEs?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Jacques Cheminade<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/tAtXRhaP4Pg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Willi Pusch<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/l4Z0GyeQIDM?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Prof. Dr. Dieter Ameling<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/rz3mOZi6PBk?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Prof. Dr. Reinhart Poprawe<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/f3nwYgld0Y4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Panle 1 &#8211; Diskussion<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/naCwIbN6W60?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Mehreteab Mulugeta Haile<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/pXSprf0UJ_0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Prof. Dr. Reinhold Meisinger<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/vbrtVViOHj4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<div class=\"small-title\">\n<h3><strong>Panel 2 &#8211; Diskussion<\/strong><\/h3>\n<div class=\"long-bar\"><\/div>\n<\/div>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/doZnUgt6q6w?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Programm in PDF Wiesbaden, 26.10.2016\u00a0 \u2013\u00a0 Die 2013 vom chinesischen Pr\u00e4sidenten Xi Jinping angesto\u00dfene Initiative der Neuen Seidenstra\u00dfe bietet Europa enorme Chancen, seine Existenzkrisen zu \u00fcberwinden und sich der Entwicklungsdynamik in Asien und der Mehrheit der Entwicklungsl\u00e4nder anzuschlie\u00dfen. Bisher wird dieses Potential in der transatlantischen&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":33,"featured_media":37427,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[37,180],"tags":[],"class_list":["post-37397","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein-de","category-brics-de"],"featured_image_src":"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/bridge-edited-essen-conference-pics_57.jpg","author_info":{"display_name":"tobi","author_link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/author\/tobi\/"},"modified_by":"Motoki Kasai","cc_featured_image_caption":{"caption_text":false,"source_text":false,"source_url":false},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37397","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/33"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=37397"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/37397\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/37427"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=37397"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=37397"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=37397"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}