{"id":34165,"date":"2016-06-07T18:16:00","date_gmt":"2016-06-07T16:16:00","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/de\/?p=34165"},"modified":"2016-06-07T18:17:39","modified_gmt":"2016-06-07T16:17:39","slug":"tass-interview-mit-zepp-larouche-usa-und-europa-brauchen-neue-seidenstrase-dringender-als-asien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2016\/06\/07\/tass-interview-mit-zepp-larouche-usa-und-europa-brauchen-neue-seidenstrase-dringender-als-asien\/","title":{"rendered":"TASS-Interview mit Zepp-LaRouche: USA und Europa brauchen Neue Seidenstra\u00dfe dringender als Asien"},"content":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcnderin und Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche &#8211; in China als \u201eSeidenstra\u00dfen-Lady\u201c bekannt, da sie sich zusammen mit ihrem Ehemann Lyndon LaRouche als erste in Europa f\u00fcr die Politik der <em>Neuen Seidenstra\u00dfe<\/em> eingesetzt hat -, gab am 31. Mai der offiziellen russischen Nachrichtenagentur <em>TASS<\/em> ein Interview. In der Einleitung zu dem Interview hei\u00dft es: \u201eEine wachsende Zahl von L\u00e4ndern und anderen Kr\u00e4ften weltweit erkennt, da\u00df die Sanktionen [gegen Ru\u00dfland] keine Zukunft haben und da\u00df eine globale Kooperation notwendig ist. Helga Zepp-LaRouche, die Pr\u00e4sidentin des Schiller-Instituts, \u00e4u\u00dferte diese Meinung in einem Interview mit <em>TASS<\/em>.\u201c<\/p>\n<div class=\"hr\">\n<hr \/>\n<\/div>\n<p><strong>TASS:\u00a0<\/strong><span style=\"line-height: 1.5;\">Wie bewerten Sie die gegenw\u00e4rtige internationale Lage?<\/span><\/p>\n<p><strong>Zepp-LaRouche:\u00a0<\/strong><span style=\"line-height: 1.5;\">Es gibt derzeit zwei vollkommen entgegensetzte Dynamiken auf der Erde. Auf der einen Seite konvergieren Putins sehr erfolgreiche milit\u00e4rische Flankenaktionen, wie seine Intervention in Syrien, die das Potential f\u00fcr einen Frieden geschaffen hat, mit seinen verschiedenen diplomatischen Interventionen in Asien, die den chinesischen Seidenstra\u00dfen-Initiativen parallel laufen. Diese Bem\u00fchungen bedeuten eine Win-Win-Perspektive f\u00fcr jetzt schon mehr als 70 teilnehmende L\u00e4nder.<\/span><\/p>\n<p>Auf der anderen Seite betreiben die Vereinigten Staaten, Gro\u00dfbritannien, die EU und die NATO eine extrem gef\u00e4hrliche Konfrontation gegen Ru\u00dfland und China, was die Welt in eine vielschichtige Krise gest\u00fcrzt hat, die gef\u00e4hrlicher ist als auf dem H\u00f6hepunkt des Kalten Krieges.<\/p>\n<p><strong>TASS:<\/strong> In welchen Bereichen ist dies besonders aktiv, und in welchen nicht?<\/p>\n<p><strong>Zepp-LaRouche:<\/strong> Im Falle Syriens sind die Kooperation zwischen Au\u00dfenminister Lawrow und US-Au\u00dfenminister Kerry sowie die Kooperation zwischen Ru\u00dfland und den USA in Genf sehr positiv. Aber solange die USA ihre Politik des Regimewechsels nicht aufgeben, bleibt die Situation gef\u00e4hrlich. Pr\u00e4sident Putin hat sich als ein brillanter Stratege erwiesen. Dies macht zuversichtlich, da\u00df es den Kriegstreibern in der NATO nicht gelingen wird, Ru\u00dfland in eine Falle zu locken und ihnen einen Vorwand f\u00fcr einen pr\u00e4ventiven Angriff zu liefern.<\/p>\n<p><strong>TASS:<\/strong> In welchen Bereichen mu\u00df die Kooperation zwischen dem Westen und Ru\u00dfland verst\u00e4rkt werden? Und warum?<\/p>\n<p><strong>Zepp-LaRouche:<\/strong> Die Realit\u00e4t ist, da\u00df der gesamte transatlantische Sektor bankrott ist und kurz vor einem noch gr\u00f6\u00dferen Kollaps steht als 2008. Nach seinem sehr wichtigen Besuch in Ru\u00dfland hat Japans Ministerpr\u00e4sident Abe beim j\u00fcngsten G7-Gipfel nachdr\u00fccklich auf diesen Umstand hingewiesen, aber Pr\u00e4sident Obama hat ihm widersprochen und betont, da\u00df der \u201eAufschwung voranschreitet\u201c, was angesichts der Negativzinsen der Zentralbanken und der Debatte \u00fcber das \u201eHelikoptergeld\u201c absurd ist.<\/p>\n<p>Deshalb braucht der Westen noch mehr als Asien eine wirtschaftliche Zusammenarbeit nach Art der Politik \u201eEin G\u00fcrtel, eine Stra\u00dfe\u201c und der Eurasischen Wirtschaftsunion, die Eurasien von Wladiwostok bis Lissabon eint, aber auch die Vereinigten Staaten einl\u00e4dt, sich an dieser Perspektive zu beteiligen. Eine Katastrophe kann nur vermieden werden, wenn es uns gelingt, die Geopolitik zu \u00fcberwinden und ein neues Paradigma auf Grundlage einer globalen Entwicklungspartnerschaft und den gemeinsamen Zielen der Menschheit zu erreichen.<\/p>\n<p><strong>TASS:<\/strong> Warum behindert der Westen, trotz der offensichtlichen Bedrohung durch Terrorismus, Cyberkriminalit\u00e4t und andere internationale Herausforderungen, die Kooperation mit Ru\u00dfland?<\/p>\n<p><strong>Zepp-LaRouche:<\/strong> Fast alle wichtigen Konflikte beruhen auf dem Versuch des anglo-amerikanischen Empire, eine unipolare Welt zu erhalten, obwohl es diese schon gar nicht mehr gibt. Immer mehr Kr\u00e4fte auf der Welt erkennen, da\u00df sie existentielle Entscheidungen treffen m\u00fcssen, und da\u00df dem Interesse ihrer L\u00e4nder weit besser gedient ist, wenn die Sanktionen und die Konfrontation gegen Ru\u00dfland und China beendet werden. Die Tatsache, da\u00df Ru\u00dfland und China eine starke strategische Partnerschaft &#8211; mit Indien als drittem Partner &#8211; geschlossen haben, hat das strategische Gleichgewicht der Welt ver\u00e4ndert. Immer mehr L\u00e4nder sehen es als vorteilhafter an, f\u00fcr ihre Entwicklung zusammenzuarbeiten, als unter dem Joch milit\u00e4rischer Konfrontation zu stehen. Wir stehen an einer Wegscheide der Geschichte, und in solchen Momenten kommt es auf die F\u00fchrung an, wie wir sie bei Pr\u00e4sident Putin sehen.<\/p>\n<p><strong><em>Quelle:\u00a0<a href=\"http:\/\/tass.ru\/mezhdunarodnaya-panorama\/3325807\">http:\/\/tass.ru\/mezhdunarodnaya-panorama\/3325807<\/a><\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcnderin und Vorsitzende des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche &#8211; in China als \u201eSeidenstra\u00dfen-Lady\u201c bekannt, da sie sich zusammen mit ihrem Ehemann Lyndon LaRouche als erste in Europa f\u00fcr die Politik der Neuen Seidenstra\u00dfe eingesetzt hat -, gab am 31. 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