{"id":34125,"date":"2016-04-15T11:59:09","date_gmt":"2016-04-15T09:59:09","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/de\/?p=34125"},"modified":"2016-04-15T12:02:17","modified_gmt":"2016-04-15T10:02:17","slug":"frankfurter-seminar-pessimist-zu-sein-ist-zu-einfach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2016\/04\/15\/frankfurter-seminar-pessimist-zu-sein-ist-zu-einfach\/","title":{"rendered":"Frankfurter Seminar: \u201ePessimist zu sein, ist zu einfach\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\u201eDie Wirtschafts- und Fl\u00fcchtlingskrisen mit der Neuen Seidenstra\u00dfe l\u00f6sen!\u201c \u2013 Unter diesem Titel fand am 23. M\u00e4rz ein halbt\u00e4giges Seminar statt, das vom Wiesbadener Verlag <a class=\"layout-processed\" href=\"http:\/\/eirna.com\/\"><em>EIR<\/em> <\/a>in Zusammenarbeit mit dem \u00e4thiopischen Generalkonsulat in Frankfurt veranstaltet wurde.<\/p>\n<p>Das Publikum setzte sich zu einem guten Drittel aus Angeh\u00f6rigen diplomatischer Vertretungen in Frankfurt zusammen, insgesamt waren \u2013 dem Thema des Seminars angemessen \u2013 mit allen Teilnehmern etwa 20 Nationen pr\u00e4sent. Mit Ausnahme des \u00e4thiopischen Generalkonsuls waren die Redner von weither angereist \u2013 aus Italien, aus Schweden, aus dem Tschad, und Hussein Askary kam direkt aus Kairo, wo er wenige Tage zuvor im Beisein des \u00e4gyptischen Verkehrsministers die erste arabischsprachige \u00dcbersetzung des EIR-Berichts \u00fcber die Weltlandbr\u00fccke der \u00d6ffentlichkeit vorgestellt hatte. Parallel zum Frankfurter Seminar fand \u00fcbrigens auch in Jemen ein Seminar zum selben arabischsprachigen Bericht statt \u2013 quasi unter dem Bombenhagel saudischer Luftangriffe auf jemenitische St\u00e4dte.<\/p>\n<p>Das Seminar wurde er\u00f6ffnet mit einer <a class=\"layout-processed\" href=\"http:\/\/www.solidaritaet.com\/neuesol\/2016\/14\/hzl-ffm.htm\">Grundsatzrede von Helga Zepp-LaRouche<\/a>, der Vorsitzenden des internationalen Schiller-Instituts und Bundesvorsitzende der B\u00fcSo, gefolgt von Hussein Askary, dem Arabien-Redakteur von EIR in Stockholm, danach sprach Mehreteab Mulugeta Haile, Generalkonsul der F\u00f6deralen Demokratischen Republik \u00c4thiopien. Reden von Marcello Vichi und Andrea Mangano, beide f\u00fchrend beteiligt am Transaqua-Projekt, schlossen den ersten Teil des Seminars ab. Mohamad Bila vom Vorstand der Tschadsee-Kommission und Ulf Sandmark vom Schiller-Institut in Stockholm er\u00f6ffneten den zweiten Teil, dem dann \u00fcber zwei Stunden intensive Diskussionen folgten. Das gesamte Seminar wurde moderiert von Claudio Celani vom EIR-Verlag.<\/p>\n<p>Eingeleitet wurde der Diskussionsteil mit Ausf\u00fchrungen Helga Zepp-LaRouches zur anhaltenden Rolle des Britischen Empires im globalen Finanzsektor und vor allem in f\u00fchrenden Institutionen der internationalen \u201eUmweltbewegung\u201d wie dem Club of Rome und dem World Wildlife Fund, die vehement gro\u00dfe Infrastruktur- und Entwicklungsprojekte wie Transaqua bek\u00e4mpfen. Das stark wankende transatlantische Finanz- und Wirtschaftssystem mit London im Zentrum ist in seinem Versuch, die nicht l\u00e4nger zu haltende globale Vorrangstellung selbst durch Kriege und sogar einen neuen Weltkrieg zu behaupten, eine Bedrohung der gesamten Menschheit im Zeichen der atomaren \u00dcberr\u00fcstung! Dazu passe, da\u00df der Umwelt-Guru von Bundeskanzlerin Merkel, Joachim Schellnhuber (Tr\u00e4ger des Ordens \u201eCommander of British Empire\u201d) eine maximale Weltbev\u00f6lkerung von einer Milliarde anstrebe. Die Alternativen liegen auf dem Tisch, betonte Helga Zepp-LaRouche, wie im Falle des ersten, 1976 ver\u00f6ffentlichten Afrika-Programms einer Arbeitsgruppe um Lyndon LaRouche schon seit 40 Jahren; Wenn man wirklich wolle, k\u00f6nnten der Hunger in Afrika in einem halben Jahr und die Armut auf dem Kontinent innerhalb von f\u00fcnf Jahren beseitigt und in 10-20 Jahren ein w\u00fcrdiger Lebensstandard f\u00fcr alle Afrikaner erreicht werden, sagte Helga Zepp-LaRouche.<\/p>\n<p>In seiner Antwort auf eine Frage aus dem Publikum nach seiner \u00c4gyptenreise sagte Hussein Askary dann, es gebe ganz klar eine neue Dynamik in der internationalen Politik, und die Entwicklungen in \u00c4gypten seien Teil der sich ausbreitenden Revolte gegen das westliche System. Wenn man 25 Jahre zur\u00fcckblicke, als die Idee der \u201eNeuen Seidenstra\u00dfe\u201d von Helga Zepp-LaRouche in die Diskussion gebracht wurde, und mittlerweile die offizielle chinesische Politik hinter demselben Konzept sehe, werde diese neue Dynamik sichtbar.<\/p>\n<p>\u00c4gypten selbst, so erl\u00e4uterte er weiter, stehe unter Bedrohung durch Terrorismus von innen und durch finanzielle Kriegsf\u00fchrung von au\u00dfen, habe deshalb auch enorme Probleme, die es aber bisher im Griff hat, weil die \u00c4gypter eine Vision des Fortschritts haben und sich nicht abh\u00e4ngig machen von \u00e4u\u00dferen Finanzquellen. Immerhin gebe es 400,000 Ingenieure im Lande, das Potential f\u00fcr eine breite wirtschaftliche Entwicklung sei also vorhanden.<\/p>\n<p>Mohamad Bila erw\u00e4hnte auf eine Frage zum Stand des Tschadsee-Projekts die vielen Widerst\u00e4nde, auf die das Transaqua-Konzept in den letzten 30 Jahren auch in Afrika selbst gesto\u00dfen sei, erl\u00e4uterte dann aber, da\u00df es bei diesem Konzept nicht nur um Wasser f\u00fcr den Tschadsee gehe, sondern um ein umfassendes Entwicklungsprojekt f\u00fcr gesamt Zentralafrika. Die Region habe keine nennenswerte Infrastruktur \u2013 weder Stra\u00dfen noch Strom, andererseits sei Wasser im Kongo und seinen Zufl\u00fcssen reichlich vorhanden. Das Wasserprojekt sei Teil eines gr\u00f6\u00dferen Programms f\u00fcr die gesamte Region, nur so k\u00f6nne man es verwirklichen, sagte Bila.<\/p>\n<p>Claudio Celani wies in diesem Zusammenhang auf die zerst\u00f6rerische Rolle der Terroristen von Boko Haram in der Region um den Tschadsee hin, wo sie f\u00fcr lange Zeit die wichtigsten Verkehrsverbindungen unterbrochen hatten, jetzt aber durch die unter nigerianischer F\u00fchrung stehende milit\u00e4rische Eingreiftruppe von sechs afrikanischen Staaten niedergek\u00e4mpft wurden, so da\u00df die Sicherheitslage wieder unter Kontrolle und somit eine der wichtigsten Bedingungen f\u00fcr die Verwirklichung des Transaqua-Projekts erf\u00fcllt sei.<\/p>\n<p>Der \u00e4thiopische Generalkonsul demontierte in einem Diskussionsbeitrag die westliche Propaganda \u00fcber die angebliche Rohstoffgier der Chinesen in Afrika mit dem n\u00fcchternen Hinweis, sein Land bes\u00e4\u00dfe gar kein \u00d6l und kein Gas, auf das China scharf sein k\u00f6nne, sondern unterst\u00fctze das Land als Entwicklungspartner ohne Vorbedingungen.<\/p>\n<p>Ulf Sandmark berichtete in der Diskussion \u00fcber seine erste Reise nach Syrien 2014, die darauf folgende Arbeit am Ph\u00f6nix-Aufbauplan f\u00fcr das Land und das gro\u00dfe Interesse, das dieser Plan w\u00e4hrend des zweiten Syrien-Besuchs auch in den Landesmedien fand. Dieser Plan wie auch der Landbr\u00fcckenbericht von EIR in englischer und jetzt auch arabischer Sprache m\u00fcsse, so Sandmark, gewisserma\u00dfen zum Lehrbuch f\u00fcr alle werden, die eine neues Paradigma schaffen wollen; \u00fcberall m\u00fc\u00dften sich Arbeitsgruppen bilden und regelm\u00e4\u00dfig zusammentreffen, und vor allem m\u00fcsse der Druck auf die politischen Eliten massiv erh\u00f6ht werden, damit sich die Dinge zum Besseren \u00e4ndern.<br \/>\nKamil Maqsou verlas als Vertreter der syrisch-orthodoxen Gemeinde in der Schweiz eine Erkl\u00e4rung, in der er darauf hinwies, da\u00df ein erheblicher Teil der syrischen Fl\u00fcchtlinge Christen sind, die ihr Land verlassen, um der Verfolgung durch den Islamischen Staat zu entgehen.<\/p>\n<p>Gegen Ende der Diskussion kam aus dem Publikum die Frage, wieviel Zeit noch bleibe zur Umsetzung der vorgestellten Programme; die akute Gef\u00e4hrlichkeit der Krise sei ja nicht zu \u00fcbersehen, die Ereignisse von Br\u00fcssel machten die Dringlichkeit nur noch deutlicher. Hierauf antwortete Helga Zepp-LaRouche, in der Tat gehe es ja nicht nur um die Seidenstra\u00dfenpl\u00e4ne, da sei ja schon viel auf dem Wege, es gehe eben auch um den Ausstieg aus dem unhaltbaren westlichen Finanz- und Wirtschaftssystem, das Bankenwesen m\u00fcsse sich gem\u00e4\u00df dem Glass-Steagall-Standard umorientieren, ehe alles in sich zusammenbreche und m\u00f6glicherweise in Chaos und Krieg m\u00fcnde. Die Alternativen zum transatlantischen System m\u00fcsse man jetzt aus den Schubladen herausholen und verwirklichen \u2013 niemand k\u00f6nne unbeteiligter Beobachter bleiben, weil wir alle eben auf einem Pulverfa\u00df s\u00e4\u00dfen, das jede Sekunde explodieren k\u00f6nne. Optimistisch k\u00f6nne man nur in die Zukunft blicken, wenn man von diesen Alternativen ausgehe, sagte Helga Zepp-LaRouche.<\/p>\n<p>Dem schlo\u00df sich Marcello Vichi an, indem er sagte, man m\u00fcsse Optimist sein, denn Pessimist zu sein, sei wirklich zu einfach, zumal heutzutage. In seiner Firma <em>Bonifica <\/em>(die den Transaqua-Plan erstellt hat) habe er seine Mitarbeiter jedenfalls immer daran erinnert, sie w\u00fcrden f\u00fcr Optimismus bezahlt und nicht f\u00fcr Pessimismus.<\/p>\n<p>Im Schlu\u00dfwort des Seminars, bei dem es viel Applaus f\u00fcr die Redebeitr\u00e4ge gegeben hatte, richtete Helga Zepp-LaRouche einen Appell an alle Teilnehmer, mitzuwirken an einer neuen Renaissance, an einer Massenbewegung f\u00fcr Entwicklung, wobei das Beste jeder Kultur, die deutsche und europ\u00e4ische Klassik ebenso wie der chinesische Konfuzianismus, die Gupta- und Vedenperioden Indiens, und die besten Traditionen Persiens und Afrikas eingebracht w\u00fcrden. Schlie\u00dflich sage man ja, die gesamte menschliche Entwicklung komme letztendlich aus \u00c4thiopien. Wenn man all das mobilisiere, werde man die barbarische Kultur von heute \u00fcberwinden.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie Wirtschafts- und Fl\u00fcchtlingskrisen mit der Neuen Seidenstra\u00dfe l\u00f6sen!\u201c \u2013 Unter diesem Titel fand am 23. M\u00e4rz ein halbt\u00e4giges Seminar statt, das vom Wiesbadener Verlag EIR in Zusammenarbeit mit dem \u00e4thiopischen Generalkonsulat in Frankfurt veranstaltet wurde. 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