{"id":33645,"date":"2016-03-18T13:37:08","date_gmt":"2016-03-18T12:37:08","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/de\/?p=33645"},"modified":"2016-03-18T13:37:08","modified_gmt":"2016-03-18T12:37:08","slug":"krieg-verhindern-mit-wirtschaftsaufbau-und-kultureller-renaissance","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2016\/03\/18\/krieg-verhindern-mit-wirtschaftsaufbau-und-kultureller-renaissance\/","title":{"rendered":"Krieg verhindern mit Wirtschaftsaufbau und kultureller Renaissance"},"content":{"rendered":"<p class=\"vor\">Helga Zepp-LaRouche hat auf einem EIR-Forum im National Press Club in Washington am 26. Januar (wir berichteten) die folgenden Ausf\u00fchrungen gemacht. Ihr Vorredner war Thomas Wysmuller, fr\u00fcherer NASA-Meteorologe und Aktivist von \u201eThe Right Climate Stuff\u201c, einem Zusammenschlu\u00df ehemaliger Astronauten, Wissenschaftler und Ingenieuren der NASA, die gegen den Schwindel des menschengemachten Klimawandels k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Ich versuche, mich kurz zu fassen, was mir allerdings schwer f\u00e4llt, denn es stellt sich ja die Frage, warum die Dinge [der Klimaschwindel], die mein Vorredner [Thomas Wysmuller] angesprochen hat, \u00fcberhaupt m\u00f6glich sind. Was ist das Motiv dahinter? Warum macht man sich die M\u00fche, Daten zu f\u00e4lschen, um eine ehrliche Debatte unter Wissenschaftlern zu unterbinden? Wenn man diese Frage bis zum Ende verfolgt, wird man zu der Schlu\u00dffolgerung meines Vortrags gelangen, die ich nun an den Anfang stellen will: da\u00df n\u00e4mlich die gesamte transatlantische Region &#8211; und ich bin mir voll dar\u00fcber bewu\u00dft, wo ich dies sage, n\u00e4mlich in der amerikanischen Hauptstadt Washington &#8211; von einer sehr destruktiven Politik und sehr destruktiven Kr\u00e4ften beherrscht ist.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich mit einer Tatsache beginnen, \u00fcber die sich jeder, der sein nat\u00fcrliches Lebensende erreichen m\u00f6chte, die gr\u00f6\u00dften Sorgen machen m\u00fc\u00dfte: n\u00e4mlich, da\u00df wir am Rande eines thermonuklearen Krieges stehen. Anders als auf dem H\u00f6hepunkt des Kalten Krieges w\u00e4hrend der Kubakrise, als sich die Menschen bewu\u00dft waren, da\u00df die Ausl\u00f6schung der Zivilisation drohte, herrscht heute, wo wir dieser Gefahr noch viel n\u00e4her sind, kaum ein \u00f6ffentliches Bewu\u00dftsein dar\u00fcber. Es findet keine \u00f6ffentliche Debatte \u00fcber dieses Thema statt. Nur einige wenige, wie der fr\u00fchere US-Verteidigungsminister William Perry oder der Kernwaffenspezialist Hans Kristensen, warnen vor der M\u00f6glichkeit, da\u00df ein Weltkrieg ausbrechen kann. Wenn man nicht von b\u00f6sen Absichten ausgeht, k\u00f6nnte man sagen, da\u00df die Gefahr eines Kriegs \u201eaus Versehen\u201c extrem hoch ist, einfach weil die \u00fcblichen Prozeduren f\u00fcr solche F\u00e4lle, die es sogar zwischen Kennedy und Chruschtschow noch gab, heute nicht mehr vorhanden sind. Nach dem Ausbruch der Ukraine-Krise wurden die Konsultationen zwischen der NATO und Ru\u00dfland eingestellt; ein Gremium, das man f\u00fcr Krisenzeiten eingerichtet hatte, wurde aufgegeben.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte aber noch einen Schritt weiter gehen und auf die Ver\u00e4nderung der NATO-Milit\u00e4rdoktrin hinweisen: von der Gegenseitig Zugesicherten Zerst\u00f6rung (MAD) hin zu der Vorstellung eines gewinnbaren Erstschlags. Das steckt hinter dem Raketenabwehrsystem, das die USA derzeit weltweit aufbauen, hinter der Doktrin des \u201ePrompt Global Strike\u201c und auch hinter der Doktrin des \u201eAir-Sea Battle\u201c gegen China, und auch hinter der Modernisierung der Kernwaffen in Europa. Alles das deutet in die Richtung einer solchen M\u00f6glichkeit.<\/p>\n<p>Allerdings haben Ru\u00dfland und China daraus ihre Schlu\u00dffolgerungen gezogen und stocken ebenfalls ihre Arsenale auf. William Perry hat erst vor ein paar Tagen im <i>Boston Globe<\/i> gemahnt, das Wettr\u00fcsten mit Kernwaffen sei bereits weit fortgeschritten. Pr\u00e4sident Obama will in den kommenden 30 Jahren daf\u00fcr eine Billion Dollar ausgeben. Das h\u00f6rt sich angesichts des Zustands des Weltfinanzsystems zwar ein wenig grotesk an, aber die Gefahr ist offensichtlich.<\/p>\n<p>Sollte es zum Krieg kommen &#8211; sei es absichtlich, weil einige Leute meinen, man k\u00f6nne einen Nuklearkrieg gewinnen, oder aus Versehen -, dann wird die Zivilisation vielleicht innerhalb von Minuten, Stunden oder bestenfalls Wochen nicht mehr existieren. Ein nuklearer Winter setzte ein, und das w\u00e4re das endg\u00fcltige Ende der Menschheit. Alles Sch\u00f6ne, was die Menschheit jemals hervorgebracht hat, w\u00e4re umsonst gewesen. Es g\u00e4be niemanden mehr, der noch dar\u00fcber berichten k\u00f6nnte, keinen Historiker, keinen Archivar, auch kein Museum. Das ist die eine Gefahr.<\/p>\n<p>Die andere Gefahr, die damit direkt verbunden ist, ist der Umstand, da\u00df das transatlantische Finanzsystem noch viel massiver abzust\u00fcrzen droht als in der Krise 2007-08. Wie Sie wissen, hat soeben das Weltwirtschaftsforum in Davos stattgefunden, wo die \u00fcblichen Unterhaltungen \u00fcber ein Sammelsurium von Themen stattfanden, aber hinter verschlossenen T\u00fcren oder privat im kleinen Kreis herrschte dort absolute Panik. \u00d6ffentlich hat sich dazu der fr\u00fchere Chef\u00f6konom der Bank f\u00fcr Internationalen Zahlungsausgleich, William White, in einem Interview mit dem <i>Daily Telegraph<\/i> ge\u00e4u\u00dfert: Da seit 2008 nichts getan worden sei, um das Bankensystem neu aufzustellen, sagte er, sei die Verschuldung der Welt jetzt so hoch, da\u00df diese Schulden weder zur\u00fcckgezahlt noch bedient werden k\u00f6nnten. Wer meine, in dieser virtuellen Finanzwelt eine Menge Geld zu besitzen, der solle sich auf sehr unangenehme \u00dcberraschungen gefa\u00dft machen, es k\u00f6nnte sich n\u00e4mlich von einer Minute zur n\u00e4chsten in Luft aufl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Was waren denn die Ma\u00dfnahmen, woraus bestand der sogenannte \u201eWerkzeugkasten\u201c, den die Finanzinstitutionen nach der Lehman Brothers\/AIG-Krise 2008 herausgeholt haben? Das waren \u201eQuantitative Lockerung\u201c, Bail-outs und verschiedene Ma\u00dfnahmen, um private Zockerschulden in \u00f6ffentliche Staatsschulden zu verwandeln. Deswegen haben wir heute eine Krise der Staatsverschuldung. Die j\u00fcngsten Ver\u00e4nderungen, die in den USA mit dem Dodd-Frank-Gesetz und mit entsprechenden Verf\u00fcgungen der EU-Kommission f\u00fcr ein Bail-in durchgesetzt wurden, orientieren sich an dem sogenannten Zypernmodell. Vor drei Jahren waren auf Zypern Banken pleite gegangen, woraufhin Geld von den Bankkunden und den Aktion\u00e4ren konfisziert wurde. Sie wurden im wesentlichen zu 50% enteignet.<\/p>\n<p>Der damalige holl\u00e4ndische Finanzminister Dijsselbloem, heute Chef der Eurogruppe, sagte dazu, dieses Zypernmodell sei die Vorlage f\u00fcr die gesamte Eurozone. Entsprechende Gesetze wurden dann verabschiedet. Wie schon erw\u00e4hnt, enth\u00e4lt Artikel 2 des Dodd-Frank-Gesetzes in den Vereinigten Staaten eine solche Bestimmung, und auch alle europ\u00e4ischen Regierungen haben inzwischen entsprechende Gesetze erlassen.<\/p>\n<p>Das Problem dabei ist nur &#8211; das erkl\u00e4rte k\u00fcrzlich auch der Vizechef der [Einlagenversicherung] FDIC, Thomas Hoenig, in den USA und \u00e4hnlich auch ein ungenannter EU-Beamter in einem <i>Reuters<\/i>-Interview vor drei Tagen -, da\u00df der Bail-in nicht funktioniert: Die Banken wurden daf\u00fcr nicht mit genug frischem Kapital ausgestattet, sie sind also nicht vorbereitet. Und selbst wenn man einen Bail-in bei allen Gesch\u00e4fts- und Privatkonten und zus\u00e4tzlich noch Bail-out-Ma\u00dfnahmen machte, dann k\u00e4me man nur auf etwa 18-20 Bio.$, aber die ausstehenden Derivateschulden belaufen sich auf etwa 2 Billiarden $.<\/p>\n<p>William White hat also recht, wenn er sagt, da\u00df diese Schulden nie zur\u00fcckgezahlt werden k\u00f6nnen, und er fordert ein \u201eAbla\u00dfjahr\u201c, indem er daran erinnert, da\u00df es w\u00e4hrend der letzten 5000 Jahre in allen gro\u00dfen Religionen von Zeit zu Zeit Schuldenstreichungen gegeben hat, wenn deutlich wurde, da\u00df die Schulden nicht mehr bezahlbar waren. White ist heute ein hochrangiges Mitglied der OECD und war zuvor Chef\u00f6konom der Bank f\u00fcr Internationalen Zahlungsausgleich. Man kann es Abla\u00dfjahr nennen, man kann es auch eine Schuldenkonferenz zur Streichung der Schulden nennen, oder man kann es auch Glass-Steagall nennen.<\/p>\n<h3>Kollaps der westlichen Zivilisation<\/h3>\n<p>Das sind nur zwei Aspekte der Lage. Aber wir bewegen uns in der transatlantischen Zivilisation auf die Bruchstelle zu. Ich m\u00f6chte noch zwei weitere Aspekte hervorheben, warum wir uns in den Vereinigten Staaten und in Europa in einer zerfallenden, destruktiven Gesellschaft befinden. Neben dem verheerenden Niedergang der Realwirtschaft grassiert in den USA eine Drogenepidemie, auf die in den letzten Wochen in mehreren Artikeln in der <i>New York Times <\/i>besonders hingewiesen wurde, denen eine Studie der Universtit\u00e4t Princeton und eine der [US-Gesundheitsbeh\u00f6rde] CDC zugrunde liegen. Daraus geht hervor, da\u00df in den Vereinigten Staaten die Sterblichkeit f\u00fcr wei\u00dfe M\u00e4nner in allen Altersgruppen derma\u00dfen angestiegen ist, da\u00df es den medizinischen Fortschritt \u00fcberwiegt und zunichte macht. In der Altersgruppe wei\u00dfer Amerikaner &#8211; nicht schwarzer oder hispanischer, sondern wei\u00dfer Amerikaner &#8211; zwischen 24 und 35 ist die Sterblichkeit durch Selbstmorde, Alkohol und Drogen um 500% angestiegen. In allen 3007 Landkreisen der USA hat sich die Selbstmordrate erh\u00f6ht, verdoppelt oder vervierfacht. Jeden Tag begehen 125 Menschen Selbstmord oder sterben an einer \u00dcberdosis Drogen. Das sind f\u00fcnf Menschen in der Stunde oder einer alle zw\u00f6lf Minuten. Das ist ein klares Zeichen f\u00fcr eine sterbende Gesellschaft. Die Zunahme setzte 2001 ein, und jeder wei\u00df selbst, welche Pr\u00e4sidenten in der Zeit im Amt gewesen sind. Allein an diesen Zahlen kann man feststellen, da\u00df die Vereinigten Staaten schlecht regiert werden.<\/p>\n<p>In Europa ist das Problem ein wenig anders gelagert. Im Vordergrund steht hier die Fl\u00fcchtlingskrise, an der EU auseinanderbricht. Wie Sie wissen, sind im letzten Jahr fast eine Million Fl\u00fcchtlinge vor allem aus Syrien und dem Irak angekommen; inzwischen kommen auch viele aus Afghanistan und Nordafrika. Der Gr\u00fcnder der Davos-Konferenz, Klaus Schwab, hat sogar gesagt, wenn der Verfall des \u00d6lpreises nicht gestoppt werde, dann w\u00fcrden seiner Einsch\u00e4tzung nach bald eine Milliarde Fl\u00fcchtlinge vor den Toren Europas stehen. Und ich halte das keineswegs f\u00fcr \u00fcbertrieben.<\/p>\n<p>Die Ursache der Fl\u00fcchtlingskrise ist offensichtlich die gescheiterte Politik der Briten und der USA: die mit L\u00fcgen begr\u00fcndeten, katastrophal ausgegangenen Kriege im Irak, in Afghanistan und in Libyen, der Versuch, Assad in Syrien zu st\u00fcrzen, und der Krieg im Jemen. Haben diese Kriege den Interessen der Vereinigten Staaten gedient? Ich denke nicht. Ich denke, sie haben dem Ansehen der Vereinigten Staaten auf der ganzen Welt geschadet.<\/p>\n<p>Bundeskanzlerin Merkel hat in dieser Situation etwas richtiges getan, sie sagte, wir m\u00fc\u00dften die Fl\u00fcchtlinge aufnehmen. Daf\u00fcr mu\u00df sie viel Kritik einstecken. In dem Augenblick, als sie das sagte, gab es aber gar keine andere Wahl, denn Zehntausende Menschen sa\u00dfen auf dem Balkan zwischen Mazedonien, Kroatien und Ungarn fest. Ungarn begann sogar, eine Mauer an seiner Grenze zu errichten. Es herrschte also eine humanit\u00e4re Krise unvorstellbaren Ausma\u00dfes, und es gibt nun einmal ein Recht auf Asyl, das in der Genfer Menschenrechtskonvention und der UN-Charta festgelegt ist. In der Fl\u00fcchtlingsfrage hat Frau Merkel also richtig gehandelt, aber man mu\u00df nat\u00fcrlich auch die ganze Politik \u00e4ndern, wenn man die Fl\u00fcchtlinge beherbergen will.<\/p>\n<p>In der EU fehlt jede Solidarit\u00e4t, ganz Osteuropa weigert sich, auch nur einen Fl\u00fcchtling aufzunehmen. Der \u00f6sterreichische Au\u00dfenminister machte vor kurzem Griechenland Vorw\u00fcrfe, es tue nicht genug f\u00fcr die Sicherheit an den Au\u00dfengrenzen der EU. Und die griechische Regierung antwortete ganz richtig: \u201eWas sollen wir denn machen? Sollen wir auf die Fl\u00fcchtlinge in den Booten schie\u00dfen und sie zur\u00fcck aufs Meer treiben?\u201c<\/p>\n<p>Sie alle haben die schrecklichen Bilder gesehen, auf denen kleine Kinder zwischen Soldaten und Stacheldraht eingezw\u00e4ngt sind. Wenn sich das nicht auf humane Weise l\u00f6sen l\u00e4\u00dft, dann w\u00e4re es das moralische Ende Europas. Jeder halbwegs anst\u00e4ndige Mensch wird das verstehen.<\/p>\n<h3>Eine andere Welt<\/h3>\n<p>Zum Gl\u00fcck ist das aber nicht das ganze Bild, denn derzeit gibt es zwei sehr unterschiedliche Welten: Auf der einen Seite ist die kollabierende transatlantische Welt, aber auf der anderen Seite entsteht, haupts\u00e4chlich von China ausgehend, ein v\u00f6llig anderes politisches System. Glauben Sie nicht der Stimmungsmache gegen China, die Sie in der <i>Washington Post<\/i> oder <i>New York Times<\/i> lesen. Ich besch\u00e4ftige mich schon seit \u00fcber 45 Jahren mit China, und ich kann Ihnen versichern, in China spielt sich derzeit nicht nur ein Wirtschaftswunder ab. Die Nachricht, der Sturz der chinesischen B\u00f6rse habe all die Probleme in der atlantischen Welt ausgel\u00f6st, ist kompletter Unsinn, denn Chinas Realwirtschaft ist in bester Verfassung, und man wird in der zweiten Jahresh\u00e4lfte von 2016 sehen, da\u00df sich all die vielen Investitionen in die Realwirtschaft auszahlen werden.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Xi Jinping war gerade im Nahen Osten; er besuchte Saudi-Arabien, Iran und \u00c4gypten. Der Gesamtumfang der Investitionen allein in diesen drei L\u00e4ndern bel\u00e4uft sich auf 55-100 Mrd. Dollar. Und wenn man sich die umfangreichen Investitionen ansieht, die China in vielen, vielen L\u00e4ndern gemacht hat &#8211; in Lateinamerika, in Asien, in Afrika und Osteuropa -, dann ist zu erwarten, da\u00df daraus ein Wirtschaftsmotor entsteht, der in den n\u00e4chsten Jahren noch st\u00e4rker wird.<\/p>\n<p>Aber noch wichtiger ist, da\u00df China vor etwas mehr als zwei Jahren ein ganz neues Vorhaben begonnen hat: die Neue Seidenstra\u00dfe. Hinter der Neuen Seidenstra\u00dfe steht die gleiche Idee wie bei der antiken Seidenstra\u00dfe unter der Han-Dynastie vor 2000 Jahren, n\u00e4mlich, die wirtschaftliche und kulturelle Zusammenarbeit, den Austausch wissenschaftlicher Ideen und die infrastrukturelle Integration der ganzen Erde zu f\u00f6rdern. Ich denke, dies hat auch die Politik der BRICS-Staaten beeinflu\u00dft. Das entwickelt sich jetzt sehr schnell. Es gibt inzwischen eine strategische Partnerschaft zwischen China, Ru\u00dfland, Indien und vielen weiteren L\u00e4ndern, die eng miteinander kooperieren &#8211; wie zum Beispiel jetzt China und der Iran. Es gibt entlang dieser Routen zunehmende Aktivit\u00e4ten zwischen vielen L\u00e4ndern, etwa zwischen China und Griechenland. Osteurop\u00e4ische L\u00e4nder haben sich an China gewandt, damit China ihnen beim Bau von Schnellbahnen hilft. Und China investiert in vielen afrikanischen L\u00e4ndern und anderen Gegenden der Welt.<\/p>\n<p>Soll man darin eine Bedrohung der Vereinigten Staaten sehen? Nur wenn, man die einzige Option darin sieht, an einer unipolaren Welt festzuhalten &#8211; an einem Punkt, wo eine multipolare Welt l\u00e4ngst Realit\u00e4t ist. Die Vorstellung, es m\u00fc\u00dfte eine unipolare Welt geben und man m\u00fc\u00dfte alle Regierungen auf der Welt, die sich einer solchen Ordnung nicht unterwerfen, durch Regimewechsel beseitigen, h\u00e4tte unausweichlich zur Folge, da\u00df wir uns als Zivilisation selbst ausl\u00f6schen. Chinas Angebot auch an die USA steht. Xi Jinping hat auf dem APEC-Treffen 2014 in Beijing zu Pr\u00e4sident Obama gesagt: Wir bieten den Vereinigten Staaten und anderen Gro\u00dfm\u00e4chten eine \u201eWin-Win-Kooperation\u201c an, um die Weltwirtschaft auf eine ganz neue Ebene zu heben.<\/p>\n<p>Soweit ich wei\u00df, hat Obama darauf nicht geantwortet. Doch eine solche Zusammenarbeit wird jetzt eine immer realistischere M\u00f6glichkeit, nachdem wir unseren Bericht <i>Die Neue Seidenstra\u00dfe wird zur Weltlandbr\u00fccke<\/i> ver\u00f6ffentlicht haben. Wir arbeiten schon seit dem Zerfall der Sowjetunion an der Idee einer Neuen Seidenstra\u00dfe. Das war unsere Antwort auf den Fall der Berliner Mauer. Schon 1991 schlugen wir vor, Europa und Asien durch sog. \u201eInfrastrukturkorridore\u201c zu verbinden. Seit 25 Jahren setzen wir uns f\u00fcr diese Politik ein, und deshalb waren wir nat\u00fcrlich sehr gl\u00fccklich, als Xi Jinping 2013 sagte, die Neue Seidenstra\u00dfe sei jetzt die chinesische Politik. Wir waren \u00fcbergl\u00fccklich und sagten, das ist genau der Weg, aus dieser Misere herauszukommen.<\/p>\n<div id=\"attachment_32875\" style=\"width: 710px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a href=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/61.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-32875\" class=\"wp-image-32875\" src=\"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/61.jpg\" alt=\"6\" width=\"700\" height=\"562\" srcset=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/61.jpg 5585w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/61-300x241.jpg 300w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/61-768x617.jpg 768w, https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2015\/12\/61-1024x823.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-32875\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Die Infrastrukturkorridore der Weltlandbr\u00fccke<\/p><\/div>\n<p>Wir begannen dann mit der Erstellung unseres Berichts. Sie sehen hier eine Karte mit all den Korridoren, Br\u00fccken und Tunneln, die letztlich alle Kontinente dieser Erde miteinander verbinden und eine Einheit f\u00fcr alle unterschiedlichen Entwicklungsgebiete auf unserem Planeten schaffen werden (<i>Abbildung 1<\/i>). Sp\u00e4testens seit 2012 haben wir gesagt, da\u00df dies der <i>einzige<\/i> Weg ist, um den Terrorismus im Nahen Osten zu beenden und dieser geschundenen Region der Welt Frieden zu bringen.<\/p>\n<p>Ich nenne dies nur ungern einen \u201eMarshallplan\u201c, weil der Marshallplan immer einen Beigeschmack vom Kalten Krieg hat, aber ich benutze diesen Begriff dennoch, nur um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, da\u00df es schon einmal Beispiele f\u00fcr einen erfolgreichen Wiederaufbau kriegszerst\u00f6rter Regionen gegeben hat. Ich selbst spreche lieber von einer Erweiterung der Neuen Seidenstra\u00dfe in den Nahen Osten. Die Neue Seidenstra\u00dfe vereint schon jetzt Zentralasien; sie wird nach S\u00fcdasien ausgebaut. Es entsteht bereits ein Korridor von China durch Pakistan bis zum Persischen Golf.<\/p>\n<p>2012 veranstalteten wir in Frankfurt eine Konferenz, auf der wir einen Seidenstra\u00dfen-Marshallplan f\u00fcr S\u00fcdwestasien, den Mittleren und Nahen Osten, und f\u00fcr Afrika als einzigen Weg zur \u00dcberwindung des Terrorismus vorschlugen.<\/p>\n<p>Wie Sie wissen, ist der Terrorismus eine wirkliche Bedrohung geworden, wir haben das in Paris im letzten Jahr zweimal gesehen: erst das<i>Charlie-Hebdo<\/i>-Massaker und dann das schreckliche Blutbad sp\u00e4ter im Jahr. Es gibt Terroranschl\u00e4ge in fast allen L\u00e4ndern der Welt. L\u00e4\u00dft sich dieser Horror stoppen, indem man den Islamischen Staat oder Al-Kaida bombardiert? Nat\u00fcrlich mu\u00df man etwas unternehmen. In meinen Augen ist der beste Ansatz derzeit aber das, was US-Au\u00dfenminister Kerry zusammen mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow bei der Syrien-Konferenz in Wien zustandebrachte, als es ihnen gelang, Saudi-Arabien, Iran, die T\u00fcrkei und andere Parteien des Nahen Ostens an einen Tisch zu bringen. Die Fortf\u00fchrung dieser Konferenz hat sich verz\u00f6gert, weil es immer noch einige Spannungen gibt: Saudi-Arabien will bestimmte Oppositionsgruppen aus Syrien nicht, die T\u00fcrken wollen die Kurden nicht, usw.<\/p>\n<p>Aber es w\u00e4re viel erreicht, wenn sich Ru\u00dfland, die Vereinigten Staaten, China und andere Gro\u00dfm\u00e4chte zusammentun und sagen: \u201eWir werden ISIS milit\u00e4risch ausschalten, aber man mu\u00df noch mehr tun.\u201c Wir brauchen n\u00e4mlich ein Wiederaufbauprogramm, das den Menschen im Nahen Osten die reale Hoffnung gibt, da\u00df das soziale Umfeld, aus dem Al-Kaida, Al-Nusra, ISIS usw. ihre K\u00e4mpfer rekrutieren, ausgetrocknet wird. Nur wenn man einen Seidenstra\u00dfen-Marshallplan in der Region umsetzt, l\u00e4\u00dft sich das erreichen.<\/p>\n<p>Alle L\u00e4nder, Ru\u00dfland, China, Indien, Iran, \u00c4gypten, Deutschland, Italien, Frankreich und die Vereinigten Staaten m\u00fcssen dabei zusammenarbeiten und sagen: Wir betrachten die gesamte Region vom Kaukasus bis zum Persischen Golf, von Afghanistan bis zum Mittelmeer als <i>eine<\/i> Region und beginnen sie realwirtschaftlich zu entwickeln. Wir erkl\u00e4ren der W\u00fcste den Krieg; wir erzeugen mehr Wasser. Wenn Sie einmal \u00fcber diese Region geflogen sind, sehen Sie dort nur W\u00fcste; nicht einmal kleine Oasen gibt es dort. Es m\u00fcssen also gro\u00dfe Mengen Meerwasser entsalzt werden, was nur mit Hilfe der Kernenergie m\u00f6glich ist. Man mu\u00df die Feuchtigkeit in der Atmosph\u00e4re durch Ionisation anzapfen. Man kann unterirdische Wasseradern erschlie\u00dfen und andere Methoden nutzen. Dadurch lassen sich die Landwirtschaft und die Forstwirtschaft entwickeln. Die Infrastruktur mu\u00df aufgebaut werden, und zwar so dicht wie in Deutschland, das in bezug auf Infrastruktur ein hoch entwickeltes Land ist. Dann kann man neue St\u00e4dte und Industrieanlagen bauen.<\/p>\n<p>Damit gibt man den Menschen in der Region neue Hoffnung &#8211; eine Hoffnung, da\u00df es wieder eine Zukunft gibt. Da\u00df sie Ingenieure werden k\u00f6nnen, da\u00df sie Wissenschaftler werden k\u00f6nnen und da\u00df es sich lohnt, eine Familie zu gr\u00fcnden. So bringt man Frieden in den Nahen Osten und nach Afrika.<\/p>\n<p>Ich habe mich daf\u00fcr in vielen Vortr\u00e4gen ausgesprochen, und man sagte mir, das sei alles v\u00f6llig utopisch. \u201eWer soll das bezahlen?\u201c Ich bin jedoch der Meinung, da\u00df man, wenn ein altes Paradigma zusammenbricht und man einen guten Plan hat, trotzdem erfolgreich sein kann, einfach weil man als einziger die richtige Idee hat.<\/p>\n<p>Ich bin ziemlich sprachlos und v\u00f6llig \u00fcberrascht, aber ich mu\u00df Ihnen mitteilen, da\u00df in Deutschland ausgerechnet jemand, der ganz bestimmt nicht zu meinen Lieblingen z\u00e4hlt, Wolfgang Sch\u00e4uble, jetzt zu einem Marshallplan f\u00fcr den Nahen Osten aufgerufen hat! Er machte diese \u00c4u\u00dferung in einer Rede in Davos, in der er zur \u00dcberraschung aller sagte: Europa soll Milliarden in die Hand nehmen, um die Lebensbedingungen in den Herkunfts- und Nachbarl\u00e4ndern zu verbessern. La\u00dft uns eine \u201eKoalition der Willigen\u201c machen\u201c &#8211; eine herrliche Umkehrung von Bushs Koalition der Willigen, der damit zum Krieg aufgerufen hatte. Ausgerechnet Sch\u00e4uble fordert nun also eine Koalition der Willigen, um den Nahen Osten wiederaufzubauen. In vielen deutschen Zeitungen wird inzwischen dar\u00fcber berichtet.<\/p>\n<p>Ich habe oft gesagt, wenn es keine Vernunft mehr gibt, an die man appellieren kann, dann ist das einzige, das eine politische \u00c4nderung bewirken kann, der \u201ebrennende Kittel\u201c, wie ich es nenne. Das hei\u00dft, Leute setzen sich erst in Bewegung, wenn sie merken, da\u00df es ihnen am Hintern etwas zu hei\u00df wird. Ich kann Ihnen versichern, die aktuelle Fl\u00fcchtlingskrise ist genau das, denn die EU steht dadurch vor dem Aus. Wenn alle L\u00e4nder wieder ihre Grenzen schlie\u00dfen, ist das Schengen-Abkommen aus dem Fenster. Und es hat bereits eine offene Debatte dar\u00fcber eingesetzt, da\u00df wenn es kein Schengen mehr gibt, dann auch die Europ\u00e4ische W\u00e4hrungsunion keinen Sinn mehr hat. Dann f\u00e4llt die Eurozone auseinander &#8211; und wahrscheinlich auch die gesamte EU, weil es keine Existenzberechtigung f\u00fcr das von Maastricht bis Lissabon entwickelte B\u00fcndnis mehr gibt.<\/p>\n<h3>Das Paradigma \u00e4ndern<\/h3>\n<p>Ich denke, die heutige Lage ist \u00e4u\u00dferst spannend. Was wir brauchen, ist eine \u00c4nderung des Paradigmas. Die Menschen sollten erkennen &#8211; Sie m\u00f6gen vielleicht nicht glauben, was ich sage, aber Sie sollten einmal dar\u00fcber nachdenken -, da\u00df wir, wenn wir in dem alten Paradigma geopolitischer Konfrontation mit Ru\u00dfland und China bleiben, sehr wahrscheinlich als Zivilisation nicht fortbestehen werden.<\/p>\n<p>Aber betrachten wir einmal den l\u00e4ngeren Bogen der Evolution, dann sieht man, da\u00df es die Menschheit erst seit sehr kurzer Zeit gibt, seit einigen Millionen Jahren. Schriftzeugnisse und andere lesbare Artefakte sind seit etwa 10.000 Jahren bekannt. Denken Sie nur daran, welche ungeheure Entwicklung die Menschheit in diesen 10.000 Jahren seit der Steinzeit durchgemacht hat! Damals konnte man seinen Nachbarn mit einem Steinbrocken erschlagen, heute kann man mit einem Smartphone der gleichen Gr\u00f6\u00dfe internationale Konferenzen abhalten und mit Menschen auf der ganzen Welt telefonieren. Und in weiteren 10.000 Jahren werden die Menschen sagen: \u201eAch je, damals dachten die Leute, ihre Smartphones w\u00e4ren ein gro\u00dfer Fortschritt\u201c, denn sie werden dann zwischen mehreren Galaxien miteinander kommunizieren, und sie werden auf unsere Zeit als die \u201eSteinzeit\u201c zur\u00fcckblicken.<\/p>\n<p>Die heutige Menschheit braucht viel mehr Optimismus! Schlie\u00dflich ist die Menschheit ist einzige Gattung, die immer wieder ihr Wissen \u00fcber das reale Universum umkrempeln und neue Entdeckungen machen kann. Ich denke, die Menschheit hat eine unendliche F\u00e4higkeit, sich intellektuell und moralisch zu verbessern. Die Menschen m\u00fcssen nicht so b\u00f6sartig bleiben, wie sie es heute sind. Ich halte die Drogenkultur in all ihrer Abscheulichkeit der Menschheit nicht w\u00fcrdig. Wenn wir einen wirtschaftlichen Wiederaufbau mit einer kulturellen Renaissance verbinden, dann werden wir nach meiner festen \u00dcberzeugung in eine neue \u00c4ra der Zivilisation eintreten, in der der Mensch wirklich Mensch sein wird! Wahre Sch\u00f6nheit!<\/p>\n<p>Wir haben f\u00fcr unseren Landbr\u00fcckenbericht einen Zusatz ausgearbeitet, er hei\u00dft: \u201eDie Vereinigten Staaten schlie\u00dfen sich der Seidenstra\u00dfe an\u201c. Darin wird dazu aufgerufen, da\u00df die Neue Seidenstra\u00dfe nicht nur in Asien und Afrika entsteht, sondern da\u00df auch die Vereinigten Staaten dringend eine Seidenstra\u00dfen-Entwicklung brauchen. Gibt es in den USA ein Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnnetz? Ich glaube nicht. Haben die USA einen gut funktionierenden Luftverkehr? Ich denke, er ist ziemlich heruntergekommen und alt.<\/p>\n<p>Warum also nicht zwischen Ost- und Westk\u00fcste, zwischen Nord und S\u00fcd 50.000 km Hochgeschwindigkeitstrassen f\u00fcr Magnetbahnen oder andere Schnellbahnen bauen? Warum nicht einige St\u00e4dte, die heute zerfallen, wieder aufbauen? Ein paar wirklich sch\u00f6ne St\u00e4dte f\u00fcr den S\u00fcden der USA! Inspirieren wir junge Menschen, wieder zum Mond zu fliegen, die NASA wiederaufzubauen und zum Mars zu fliegen, um herauszufinden, warum und wie das Universum so aufgebaut ist, wie es ist.<\/p>\n<p>Auch gibt es ein Problem mit der Sonne, denn in zwei Milliarden Jahren wird die Sonne auf unserem Planeten Erde nicht mehr so angenehm scheinen wie jetzt. Deswegen m\u00fcssen wir uns als Gattung dar\u00fcber Gedanken machen, wie wir anderswo in der Galaxie oder jenseits davon weiterleben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich meine, wir brauchen eine ehrliche, angstfreie Diskussion \u00fcber ein neues Paradigma. Wir sollten uns auch dar\u00fcber bewu\u00dft werden, da\u00df zur Staatskunst auch eine sch\u00f6ne Kultur geh\u00f6rt, die die Menschen erhebt. Ich habe das Schiller-Institut nach Friedrich Schiller benannt, weil Schillers Menschenbild das sch\u00f6nste ist, das ich auf dieser Welt gefunden habe. Schiller war der \u00dcberzeugung, da\u00df Kunst nur dann Kunst ist, wenn sie sch\u00f6n ist und die Menschen veredelt.<\/p>\n<p>Deshalb m\u00fcssen wir den wirtschaftlichen Wiederaufbau mit einer Renaissance der klassischen Kultur verbinden und dann einen Dialog \u00fcber die Hochphasen s\u00e4mtlicher Kulturen in Gang setzen. Vor allem mit dem Konfuzianismus in China, der dort gl\u00fccklicherweise im Augenblick eine Renaissance erlebt und das ganze Land in Begeisterung versetzt. Die Menschen in China sind sehr optimistisch, sie vertrauen ihrer Regierung. K\u00f6nnen Sie sich das vorstellen, da\u00df jemand seiner Regierung vertraut? Sie stehen gut da. China brachte wundersch\u00f6ne Poesie und Malerei, Menzius und andere gro\u00dfe neukonfuzianische Denker hervor.<\/p>\n<p>Auch Indien hat viele H\u00f6hepunkte hervorgebracht, etwa die Gupta-Periode. Die arabische Welt war einmal in einem sehr viel besseren Zustand, w\u00e4hrend der Abbassiden-Dynastie, als Bagdad die Kulturhauptstadt der Welt war. Es gab die italienische Renaissance und die andalusische Renaissance. Wenn wir alle diese H\u00f6hepunkte der Kultur wiederbeleben, bin ich absolut sicher, da\u00df wir eine neue Renaissance der menschlichen Zivilisation erschaffen k\u00f6nnen, diesmal auf v\u00f6llig anderen Axiomen als in der heutigen zerfallenden transatlantischen Welt.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte damit schlie\u00dfen, aber bedenken Sie, da\u00df wir uns nahe am Rande einer unvorstellbaren Katastrophe befinden. Aber wir k\u00f6nnen das herumdrehen, wenn wir zu einem Glass-Steagall-Trennbankensystem \u00fcbergehen, die Wall Street dicht machen, ein neues Kreditsystem schaffen und die Produktion wieder ankurbeln. Dann wird es ganz einfach sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Helga Zepp-LaRouche hat auf einem EIR-Forum im National Press Club in Washington am 26. Januar (wir berichteten) die folgenden Ausf\u00fchrungen gemacht. 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