{"id":19601,"date":"2014-05-13T13:52:41","date_gmt":"2014-05-13T11:52:41","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?p=19601"},"modified":"2014-10-09T13:54:02","modified_gmt":"2014-10-09T11:54:02","slug":"china-ganz-afrika-durch-hochgeschwindigkeitsbahnen-verbinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2014\/05\/13\/china-ganz-afrika-durch-hochgeschwindigkeitsbahnen-verbinden\/","title":{"rendered":"China: Ganz Afrika durch Hochgeschwindigkeitsbahnen verbinden!"},"content":{"rendered":"<p>Chinas Premierminister Li Kequiang verbreitete bei seinem Besuch in vier afrikanischen Staaten, der am 4. Mai in \u00c4thiopien begann und am 11. Mai in Kenia endete, die optimistische Vision einer von China unterst\u00fctzten industriellen und infrastrukturellen Entwicklung des afrikanischen Kontinents. Au\u00dferdem besuchte er Nigeria, den drittgr\u00f6\u00dften Handelspartner Chinas in Afrika und Angola, seinen gr\u00f6\u00dften afrikanischen Handelspartner. Bevor Li seine Reise antrat, zitierten die chinesischen Medien einen Sprecher der Regierung, die Reise werde breit angelegt sein, u.a. gehe es auch um Abkommen \u00fcber finanzielle Hilfen zur Entwicklung. Lis Reise erfolge 50 Jahre nach dem Besuch des damaligen chinesischen Premierministers Zhou Enlai, der im Dezember 1963 und Januar 1964 zehn afrikanische Staaten besucht hatte. Pr\u00e4sident Xi Jinping hatte im M\u00e4rz 2013 seine erste Auslandsreise nach Afrika gemacht, wo er f\u00fcr den Zeitraum 2013-2015 Kredite \u00fcber 20 Mrd.$ anbot.<\/p>\n<p>Li schlug am 8. Mai in einer Rede vor dem Weltwirtschaftsforum f\u00fcr Afrika in Abuja\/Nigeria vor, mit chinesischer Finanzierung &#8211; und ohne politische Vorbedingungen &#8211; alle Hauptst\u00e4dte Afrikas durch Hochgeschwindigkeitsbahnen zu verbinden. Er k\u00fcndigte an, da\u00df China und die afrikanischen L\u00e4nder gemeinsam Forschungs- und Entwicklungszentren f\u00fcr die Technologie der Hochgeschwindigkeitsbahnen aufbauen und bei der Planung, beim Bau und beim Betrieb dieser Bahnen zusammenarbeiten werden. China werde auch helfen, Autobahnen und Flugh\u00e4fen in Afrika zu bauen. Daf\u00fcr werde China &#8211; zus\u00e4tzlich zu den schon jetzt bereitgestellten 20 Mrd.$ &#8211; eine 10-Mrd.$-Kreditlinie f\u00fcr Afrika schaffen, und es werde auch den China-Afrika-Entwicklungsfonds um 2 Mrd.$ auf dann 5 Mrd.$ aufstocken.<\/p>\n<p>Am 5. Mai schlug Li in seiner Rede im Hauptquartier der Afrikanischen Union den Bau eines gesamtafrikanischen Eisenbahnnetzes vor. Am selben Tag unterzeichnete die China Railway Construction Corp. &#8211; wie <em>People\u2019s Daily<\/em> am 10. Mai berichtete &#8211; ein 13,1 Mrd.-$-Abkommen mit dem nigerianischen Verkehrsministerium \u00fcber den Bau einer Geschwindigkeitsbahn entlang der nigerianischen K\u00fcste, eines der gr\u00f6\u00dften Eisenbahnprojekte im Ausland, die China jemals vereinbart hat. Die Zeitung zitiert den Leiter des Eisenbahnamtes in Nigeria, der sagte, das Unternehmen werde eine 1385 km lange einspurige Strecke f\u00fcr Z\u00fcge mit einer Geschwindigkeit bis 120 km\/h bauen. \u201eDie K\u00fcstenbahn wird den Export der nigerianischen \u00d6lprodukte f\u00f6rdern. Au\u00dferdem wird es, als ein wichtiger Teil des westafrikanischen Eisenbahnnetzes, die regionale wirtschaftliche Entwicklung vorantreiben.\u201c<\/p>\n<p>Beim Bau dieser Strecke werden die chinesischen Standards gelten, anstelle der britischen kolonialen Standards, die bei den meisten Infrastrukturprojekten in Nigeria verwendet wurden. Nach Angaben Cao Baogangs, dem stellv. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der China Civic Engineering Construction Corp., ist dies nicht nur ein Beleg f\u00fcr die erfolgreiche Ansiedelung chinesischer Unternehmen, sondern auch f\u00fcr die wachsende nationale St\u00e4rke Chinas. \u201eWenn Unternehmen in den entwickelten L\u00e4ndern in einen aufstrebenden Markt einsteigen wollen, dann m\u00fcssen sie sie sich auf die Vorzugskredite st\u00fctzen, die ihnen ihre Regierung gibt. Da Chinas nationale St\u00e4rke w\u00e4chst, werden die Kredite der Exim-Bank Chinas bei den Verhandlungen ein Hebel sein, um chinesische Standards zu exportieren\u201c, sagte Cao.<\/p>\n<p>Das Projekt der nigerianischen K\u00fcstenbahn wird Arbeitspl\u00e4tze f\u00fcr die \u00f6rtliche Bev\u00f6lkerung schaffen. \u201eDies ist ein Projekt, bei dem beide Seiten gewinnen. Es bietet China ein 4-Mrd.$-Gesch\u00e4fte f\u00fcr den Export von Ausr\u00fcstung. Gleichzeitig wird es unmittelbar 50.000 Arbeitspl\u00e4tze und indirekt 150.000 Arbeitspl\u00e4tze auf dem lokalen Markt schaffen, was f\u00fcr Nigeria wichtig ist, weil die Arbeitslosigkeit hoch ist\u201c, sagte Zhang Zongyan, der Pr\u00e4sident der China Railway Construction Corp.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Chinas Premierminister Li Kequiang verbreitete bei seinem Besuch in vier afrikanischen Staaten, der am 4. Mai in \u00c4thiopien begann und am 11. Mai in Kenia endete, die optimistische Vision einer von China unterst\u00fctzten industriellen und infrastrukturellen Entwicklung des afrikanischen Kontinents. 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