{"id":19569,"date":"2014-09-17T13:23:45","date_gmt":"2014-09-17T11:23:45","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?p=19569"},"modified":"2014-10-09T13:25:01","modified_gmt":"2014-10-09T11:25:01","slug":"schiller-institut-nimmt-an-veranstaltung-zur-neuen-seidenstrasse-in-berlin-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2014\/09\/17\/schiller-institut-nimmt-an-veranstaltung-zur-neuen-seidenstrasse-in-berlin-teil\/","title":{"rendered":"Schiller-Institut nimmt an Veranstaltung zur Neuen Seidenstra\u00dfe in Berlin teil"},"content":{"rendered":"<p>Am 5. September traf in Berlin ein Konvoi aus zehn in China gefertigten VW Tiguan ein, der die 8000 km lange Fahrt von Xian \u00fcber die alte und neue Seidenstra\u00dfe seit Mitte Juni mit zahlreichen Zwischenaufenthalten und Veranstaltungen vollendet hatte. Zur Ankunft organisierte die chinesische Presseagentur <i>Xinhua<\/i> in Berlin eine Veranstaltung, um zu unterstreichen, was Staatspr\u00e4sident Xi Jinping w\u00e4hrend seines Deutschlandbesuches im Mai gesagt hatte: \u201eChina und Deutschland sind die st\u00e4rksten Volkswirtschaften der Welt\u201c und die Neue Seidenstra\u00dfe sei der \u201eWirtschaftsg\u00fcrtel\u201c, der die beiden Ende Eurasiens miteinander verbinde. Hierauf, und auf das Potential des Ausbaus der drei Seidenstrassen zu Lande, zu Wasser und in der Luft, wies der Leiter der Wirtschaftsabteilung der chinesischen Botschaft in Berlin, Meng Fanzhuang, als erster Redner hin. Die Neue Seidenstra\u00dfe existiere schon, man k\u00f6nne sogar schon mit der Eisenbahn die Strecke befahren, sagte er.<\/p>\n<p>In seiner Begr\u00fc\u00dfung der Teilnehmer an der Veranstaltung merkte der Hauptorganisator des Ganzen, Xinhua-Deutschland-Chef Ban Wei, \u00fcbrigens an, ein Vorfahr von ihm habe vor fast 2000 Jahren als General der chinesischen Han-Dynastie die Situation im Westen Chinas befriedigt und somit den Weg frei gemacht f\u00fcr die Seidenstra\u00dfe.<\/p>\n<p>Rainer Apel vom Vorstand des Schiller-Instituts, der zweite und einzige deutsche Redner, beschrieb dann die Kampagne des Instituts f\u00fcr die Eurasische Landbr\u00fccke oder die Neue Seidenstra\u00dfe, die schon vor 20 Jahren begann. Das Schiller-Institut habe dies damals als vision\u00e4res Projekt vorgeschlagen, das nach der Aufl\u00f6sung der Sowjetunion Frieden und Zusammenarbeit in ganz Eurasien f\u00f6rdert. Gem\u00e4\u00df der \u00dcberzeugung Friedrich Schillers, des Namensgeber des Instituts, da\u00df der Mensch zu etwas besserem und h\u00f6heren geboren sei, habe das Institut nach dem Fall des Eisernen Vorhangs daf\u00fcr gek\u00e4mpft, da\u00df nun Schlu\u00df mit Spannungen und Kriegen sein m\u00fcsse und da\u00df es zu einer gesamt-eurasischen Zusammenarbeit komme. Das Berliner Treffen sei historisch, weil es neben den vielen Konferenzen des Schiller-Instituts die erste wirklich \u00f6ffentliche Veranstaltung \u00fcber die Neue Seidenstra\u00dfe sei. Helga Zepp-LaRouche, die in China als \u201eSeidenstra\u00dfen-Lady\u201c bekannt sei, besuche derzeit gerade wieder China und sei dort mehrfach im chinesischen Fernsehen interviewt worden.<\/p>\n<p>Die Neue Seidenstra\u00dfe solle mehr als eine Stra\u00dfe sein, n\u00e4mlich ein echter Entwicklungskorridor mit Industriegebieten und Siedlungen sowie Forschungs- und Kulturzentren, und im vom chinesischen Pr\u00e4sidenten verwendeten Begriff \u201eWirtschaftsg\u00fcrtel\u201c finde man entsprechende Ideen, sagte Apel. An die deutsche Adresse gerichtet, f\u00fcgte er hinzu, man k\u00f6nne heute von China lernen, was in Deutschland derzeit verloren gegangen scheint, n\u00e4mlich Projekte in zwei oder drei Jahren zu verwirklichen und nicht in 20 oder 30 Jahren.<\/p>\n<p>Prof. Ding Wang von der Sun-Yat-Sen-Universit\u00e4t in Guangzhou sprach dann \u00fcber die Arbeit deutscher und chinesischer Arch\u00e4ologen in Nordwestchina zur antiken Seidenstra\u00dfe &#8211; deren Name \u00fcbrigens von einem Deutschen Namens Richthofen gepr\u00e4gt wurde &#8211; und die wertvollen Funde, die hierbei zutage gef\u00f6rdert wurden. Wie sich bei den Forschungen herausgestellt habe, habe es sogar mehrere Seidenstra\u00dfen gegeben.<\/p>\n<p>Zum Abschlu\u00df schilderte der Leiter des <i>Xinhua<\/i>-Fahrerteams lebhaft die Reise des Konvois von Xian nach Berlin, die vielen Begegnungen mit Menschen aus den verschiedenen Kulturen und L\u00e4ndern entlang der Route. Es war sicher auch ein positiver Kulturschock, als eine Fahrerin aus dem Team die Violine einer Violinistin, die eingangs die hereinkommenden G\u00e4ste mit St\u00fccken eher aus dem Repertoire der (klassischen) Wiener Kaffeehausmusik begr\u00fc\u00dfte hatte, ergriff, um darauf ein St\u00fcck klassischer chinesischer Musik zu spielen.<\/p>\n<p>Der Organisator der Konferenz, Ban Wei von <i>Xinhua<\/i>, sagte im pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch am Ende der Veranstaltung, nun komme es darauf an, die Seidenstra\u00dfe mit konkreten Projekten zu f\u00fcllen. So ist es.<\/p>\n<p>Im Publikum waren Mitglieder der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft, Vertreter chinesischer und deutscher Reise- und Handelsagenturen und Vertreter von Universit\u00e4ten und anderen Institutionen aus beiden L\u00e4ndern.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 5. 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