{"id":19554,"date":"2014-10-01T11:45:01","date_gmt":"2014-10-01T09:45:01","guid":{"rendered":"http:\/\/newparadigm.schillerinstitute.com\/?p=19554"},"modified":"2014-10-09T12:14:08","modified_gmt":"2014-10-09T10:14:08","slug":"modi-lasst-uns-eine-massenbewegung-fuer-entwicklung-begruenden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2014\/10\/01\/modi-lasst-uns-eine-massenbewegung-fuer-entwicklung-begruenden\/","title":{"rendered":"Modi: \u201eLa\u00dft uns eine Massenbewegung f\u00fcr Entwicklung begr\u00fcnden\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Vor einer begeisterten Menge von rund 20.000 Menschen im ber\u00fchmten <em>Madison Square Garden<\/em> in New York und vielen weiteren Zuschauern, die seinen Auftritt per Live-\u00dcbertragung mitverfolgten, machte Indiens Premierminister Narendra Modi am 28. September deutlich, was er als indischer Premierminister erreichen will. Auf seiner Webseite wurde der Kern seiner Botschaft zusammengefa\u00dft: \u201eWeil Entwicklung letztendlich nur unter Mitwirkung der ganzen Bev\u00f6lkerung erreichbar sei, sagte der Ministerpr\u00e4sident, wolle er Entwicklung zu einer Massenbewegung machen, so wie Mahatma Gandhi den Freiheitskampf zu einer Massenbewegung machte.\u201c<\/p>\n<p>In der New Yorker Rede versprach Modi eine schnelle wirtschaftliche Entwicklung Indiens und sagte: \u201eEs gibt keinen Grund, entt\u00e4uscht zu sein. Indien wird sehr schnell voranschreiten, und die F\u00e4higkeiten unserer Jugend werden Indien an die Spitze bringen\u2026 Das 21. Jahrhundert wird das von Indien sein. Bis 2020 wird allein Indien in der Lage sein, der Welt Arbeitskr\u00e4fte zu geben.\u201c<\/p>\n<p>Als Beispiele daf\u00fcr nannte er \u201edie wachsende globale Nachfrage nach Lehrern, Wissenschaftlern und Ingenieuren\u201c. Er betonte: \u201eBei einem Wahlsieg geht es nicht um einen Posten oder einen Sitz, es ist eine Verantwortung. Seit meinem Amtsantritt [als Premierminister] habe ich nicht einmal 15 Minuten freigenommen.\u201c<\/p>\n<p>Modi wies darauf hin, da\u00df Indiens St\u00e4rke in den 1,25 Milliarden Menschen liegt, die in dem Land leben: \u201eWir sind eine junge Nation mit einer sehr alten Kultur&#8230; Heute ist Indien die j\u00fcngste Nation der Welt. Heute sind 65% der Bev\u00f6lkerung des Landes j\u00fcnger als 35 Jahre. Was braucht eine Nation noch, wenn 65% der Bev\u00f6lkerung j\u00fcnger sind als 35? Eine Nation, deren Jugend entschlossen ist, die Zukunft des Landes zu gestalten, mu\u00df nicht zur\u00fcckschauen. Dieses Land wird mit der Unterst\u00fctzung seiner Jugend voranschreiten\u201c, sagte er zum gro\u00dfen Applaus der Zuh\u00f6rer.<\/p>\n<p>Als er Indiens Unabh\u00e4ngigkeit von der britischen Kolonialherrschaft erw\u00e4hnte, erwies er den Unterdr\u00fcckern nicht einmal die Ehre, das Britische Empire namentlich zu nennen. Die Eroberung Indiens im 18. Jahrhundert sei das Resultat einer langen Kette von Unterdr\u00fcckungen, die viele Jahrhunderte weiter zur\u00fcckreichten. Schlie\u00dflich dankte er ausdr\u00fccklich der Bev\u00f6lkerungsgruppe der Sikhs im Namen aller Anwesenden f\u00fcr ihre historische Rolle bei der Verteidigung Indiens gegen ausl\u00e4ndische Invasoren: \u201eUnabh\u00e4ngigkeit bedeutete das Ende unserer Sklaverei!\u201c<\/p>\n<p>Modi erinnerte an Mahatma Gandhi, der als der Vater des modernen Indien gilt, weil er den Freiheitskampf in eine Massenbewegung verwandelt hat, und sagte, da\u00df jeder Inder sich damals als Teil des Kreuzzugs f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit des Landes empfand. Er appellierte an die Menschen, sich am Entwicklungsproze\u00df zu beteiligen und sagte: \u201eAus meiner Sicht, k\u00f6nnen Regierungen allein keine Entwicklung bringen. Die Regierungen k\u00f6nnen h\u00f6chstens Pl\u00e4ne machen&#8230; Entwicklung geschieht dann, wenn die Allgemeinheit daran beteiligt ist. Die fr\u00fcheren Regierungen haben die Last der Entwicklung nur auf ihre eigenen Schultern geladen. Wir haben den Weg gew\u00e4hlt, alle zu beteiligen\u201c.<\/p>\n<p>An der Veranstaltung nahmen auch etwa 40 amerikanische Abgeordnete teil, die sich der begeisternden Wirkung von Modis Rede nicht entziehen konnten. Der Abgeordnete Henry C. Johnson aus Georgia sagte anschlie\u00dfend: \u201eIch sehe jetzt, warum die Menschen in Indien ihn gew\u00e4hlt haben. Er hat eine Vision. Er hat einen Plan, sie zu verwirklichen.\u201c Die Abgeordnete Cynthia Lumis aus Wyoming, die Modi im vergangenen Jahr in Gujarat besucht hatte, als er noch Leitender Minister dieses Bundesstaats war, sagte: \u201eIch habe nur sehr wenige indisch-amerikanische W\u00e4hler, aber ich kam aus Wyoming zu dieser Veranstaltung, weil ich zuversichtlich bin, da\u00df er die indische Volkswirtschaft transformieren kann. Seine Rede, die er heute gehalten hat, hat das unterstrichen, ebenso die Tatsache, da\u00df er \u00fcber den Einzelnen sprach und seine F\u00e4higkeit, etwas f\u00fcr seine Gemeinde und das Wohl des Landes zu tun.\u201c Sie und andere Abgeordnete seien sehr beeindruckt davon, da\u00df Modi sich als einen kleinen Mann betrachte, der Gro\u00dfes f\u00fcr die kleinen Leute tun wolle. Und die Abgeordnete Grace Meng aus New York erkl\u00e4rte: \u201eEs war eine Ehre, auf der B\u00fchne des Madison Square Garden zu stehen und Teil dieser historischen und wichtigen Veranstaltung zu sein. Ich freue mich darauf, mit Premierminister Modi und seiner Regierung zusammenzuarbeiten, um die Verbindungen zwischen Indien und den USA noch weiter zu st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<p>Auch Bill Clinton zeigte sich von Modi tief beeindruckt. Nach einem Treffen der Clintons mit Modi am 29. September in New York sagte der fr\u00fchere US-Pr\u00e4sident: \u201eIch bin begeistert. Niemand sonst hat das Wissen und die W\u00e4hlerstimmen, um das Land aufzubauen.\u201c<\/p>\n<p>Mitglieder des LaRouche-Aktionskomitees begr\u00fc\u00dften Modi und die begeisterte Menge, die sich am Madison Square Garden versammelt hatte. Ein langj\u00e4hriger Aktivist sagte anschlie\u00dfend, er habe in dieser Menge \u201eeinen Optimismus gesehen, wie ich ihn in meinem Leben noch nicht erlebt habe. Es war nicht blo\u00df Hurrapatriotismus, obwohl der auch dabei war. Vor allem die \u00e4lteren Leute zeigten gro\u00dfen Stolz, der mit dem Optimismus in Bezug auf die Zukunft verbunden war.\u201c Die Menge der 20.000 G\u00e4ste in der gigantischen Halle war aus dem ganzen Land zusammengestr\u00f6mt, viele weitere blieben au\u00dfen vor der Halle, 1500 verfolgten Modis Rede auf einem gro\u00dfen Monitor am Times Square, und im ganzen Land und sogar in Indien gab es Versammlungen, zu denen die Rede \u00fcbertragen wurde. Viele dieser Menschen wurden durch Modis Rede stark bewegt, eine Wirkung, die von einigen Beobachtern mit der der Reden von Dr. Martin Luther King verglichen wurde.<\/p>\n<h2>Modi vor dem Council on Foreign Relations<\/h2>\n<p>In einer weiteren Rede, diesmal vor dem New Yorker <em>Council on Foreign Relations<\/em>, wies Modi auf den neuen Optimismus in der indischen Gesellschaft \u2013 insbesondere unter den J\u00fcngeren &#8211; hin: \u201eEs ist wie der Effekt eines Magnetfeldes, den man allenthalben sp\u00fcren kann, die Atmosph\u00e4re eines Wettlaufs hin zu Entwicklung und Wachstum.\u201c<\/p>\n<p>Zu Beginn dieser Rede erkl\u00e4rte Modi, da\u00df er der erste Premierminister Indiens sei, der nach Beendigung der Kolonialzeit geboren wurde. \u201eAlle Premierminister, die unser Land bisher gehabt hat, sind unter britischer Kolonialherrschaft zur Welt gekommen. \u2026 Ich habe die Tage der Sklaverei nicht mehr pers\u00f6nlich erlebt. Als ich zur Welt kam, konnte ich mit dem ersten Atemzug Demokratie einatmen. Und in jedem meiner Atemz\u00fcge ist Demokratie.\u201c<\/p>\n<p>Modi ging dann auf eine Reihe konkreter Ma\u00dfnahmen ein, wie dem Ausbau des Schnellbahnsystems, Ma\u00dfnahmen zur Reinhaltung des Ganges und das erfolgreiche<a class=\"layout-processed\" href=\"http:\/\/www.bueso.de\/node\/7699\">Marsprojekt<\/a>. Wie auch in den zwei pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4chen, die Modi w\u00e4hrend seines USA Aufenthalts mit Pr\u00e4sident Obama f\u00fchrte, betonte er auch hier, da\u00df er durchaus f\u00fcr das Freihandelsabkommen der WTO sei, dieses m\u00fcsse aber so gehalten sein, da\u00df es die Nahrungsmittelversorgung der indischen Bev\u00f6lkerung nicht gef\u00e4hrde: \u201eIndien hat eine gro\u00dfe Bev\u00f6lkerung in Armut, deren Bed\u00fcrfnis nach Nahrungsmittelsicherheit und -verf\u00fcgbarkeit nicht ignoriert werden kann. Deshalb habe ich immer an dem Grundsatz festgehalten \u2013 und das war immer die indische Position \u2013, da\u00df ein Handelsabkommen nur Hand in Hand mit der Sicherstellung der Nahrungsmittelversorgung geschlossen werden kann. Es geht nicht, da\u00df das eine gemacht wird, w\u00e4hrend man beim anderen erst einmal abwartet. Deshalb bem\u00fchen wir uns, da\u00df eine Einigung beim Freihandelsabkommen zustande kommt, aber diese kann nur durch einen Fortschritt bei der Sicherstellung unserer Nahrungsmittelversorgung erfolgen.\u201c<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einer begeisterten Menge von rund 20.000 Menschen im ber\u00fchmten Madison Square Garden in New York und vielen weiteren Zuschauern, die seinen Auftritt per Live-\u00dcbertragung mitverfolgten, machte Indiens Premierminister Narendra Modi am 28. 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