{"id":118541,"date":"2026-09-01T10:05:06","date_gmt":"2026-09-01T14:05:06","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=118541"},"modified":"2026-09-01T10:05:09","modified_gmt":"2026-09-01T14:05:09","slug":"widerstand-gegen-die-kontrolle-des-narrativs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2026\/09\/01\/widerstand-gegen-die-kontrolle-des-narrativs\/","title":{"rendered":"Widerstand gegen die \u201eKontrolle des Narrativs\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p><em><strong>Bericht \u00fcber das 169. w\u00f6chentliche Treffen der Internationalen Friedenskoalition<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die 169. w\u00f6chentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 28. August begann mit einer Einf\u00fchrung der IPC-Initiatorin und Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, <strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong>. Sie r\u00e4umte ein, da\u00df die Gefahr eines Weltkriegs nach 169 Wochen nicht geringer ist, sondern w\u00e4chst, betonte jedoch auch, da\u00df es L\u00f6sungen gibt und wir den politischen Kampf um deren Umsetzung gewinnen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Einen Weltgipfel organisieren - 169. Treffen der IFK\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/UzmZdl9o0p0?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Konflikt in der Ukraine werde durch Gro\u00dfbritannien und Frankreich eskaliert, indem sie mehr Hightech-Waffen liefern, womit das Risiko zunehme, da\u00df Ru\u00dfland beide und insbesondere Gro\u00dfbritannien als direkte Konfliktparteien betrachtet, wie die Sprecherin des Au\u00dfenministeriums Maria Sacharowa diese Woche bereits warnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Iran-Krieg seien die Vereinigten Staaten aufgrund der Ersch\u00f6pfung ihres Waffenarsenals in eine Sackgasse geraten. Die Bedeutung der neuen \u201eMekka-Allianz\u201c &#8211; des trilateralen Verteidigungspakts, der am 7. August in Mekka vom saudischen Kronprinzen bin Salman, dem t\u00fcrkischen Pr\u00e4sidenten Erdogan und dem pakistanischen Premierminister Scharif geschlossen wurde &#8211; lasse sich noch nicht endg\u00fcltig beurteilen, aber sie k\u00f6nnte m\u00f6glicherweise einen Weg f\u00fcr erfolgreiche Verhandlungen und eine neue regionale Sicherheitsarchitektur ebnen, wenn es mit einer Perspektive wirtschaftlicher Entwicklung wie dem \u201eOasenplan\u201c verbunden werde.<\/p>\n\n\n\n<p>Die westlichen Volkswirtschaften seien in einer verzweifelten Lage, und die Aufr\u00fcstungspolitik in Europa sei \u201eeinfach nur verr\u00fcckt\u201c, zumal der Schwerpunkt auf der Massenproduktion von Waffen liege, die technologisch veraltet sind. Und obwohl die Vereinigten Staaten einen gigantischen Milit\u00e4rhaushalt haben, zahlten sie mittlerweile mehr Zinsen f\u00fcr ihre Staatsschulden als daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p>Co-Moderator <strong>Dennis Small<\/strong>, der Iberoamerika-Direktor von <em>Executive Intelligence Review<\/em>, stellte zun\u00e4chst fest, die Realit\u00e4t habe s\u00e4mtliche Versprechen und Vorhersagen von Pr\u00e4sident Trump widerlegt, und er zitierte Lyndon LaRouches Warnung, wie verr\u00fcckt es sei, eine gescheiterte Wirtschaftspolitik immer weiter fortzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der heutige US-Finanzminister Scott Bessent habe schon 1992 eine Schl\u00fcsselrolle bei George Soros\u2019 Man\u00f6ver gegen das britische Pfund gespielt. Small erl\u00e4uterte Bessents j\u00fcngsten Schachzug, den Billionen Dollar gro\u00dfen \u201eNotfallfonds\u201c des Finanzministeriums zum R\u00fcckkauf von US-Staatsanleihen zu nutzen, und die Reaktion der Finanzwelt, die sich davon nicht beeindrucken l\u00e4\u00dft. Wir h\u00e4tten den Punkt erreicht, wo sowohl die Staatsverschuldung als auch die Zinss\u00e4tze steigen. Indem Bessent langfristige Schulden mit kurzfristigen Krediten zur\u00fcckkauft, rase man nur noch schneller auf den Abgrund zu. Small erw\u00e4hnte auch Bessents extreme Forderung, da\u00df alle L\u00e4nder der Welt den Handel mit dem Iran einstellen, was h\u00f6chstwahrscheinlich alle wichtigen Handelspartner des Iran zur\u00fcckweisen w\u00fcrden. Diese Taktik werde den Aufbau einer neuen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur, die die Vorherrschaft der USA abl\u00f6st, nur noch beschleunigen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Peter Kuznick<\/strong>, Professor f\u00fcr Geschichte und Direktor des Nuclear Studies Institute an der American University in Washington, stellte ein Video zur Verf\u00fcgung, worin er die Ziele seines Offenen Briefes erl\u00e4utert, in dem er Papst Leo XIV. ersucht, einen Notfallgipfel einzuberufen, um einen Atomkrieg zu verhindern. Kuznick bef\u00fcrchtet, da\u00df Trumps \u201epathologischer Narzi\u00dfmus\u201c ihn anf\u00e4llig f\u00fcr Druck aus seinem Umfeld macht, das Tabu des Atomwaffeneinsatzes zu brechen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche erinnerte daran, da\u00df die Aufr\u00fcstung durch K\u00fcrzungen bei den Sozialleistungen finanziert wird, was das verbreitete Elend noch verst\u00e4rke; dies werde dann Regierungen dazu veranlassen, noch mehr auf Krieg zu setzen, um davon abzulenken &#8211; genau wie in Deutschland unter den Nazis.<\/p>\n\n\n\n<p>Co-Moderator <strong>Dennis Speed <\/strong>wies darauf hin, da\u00df die Zinszahlungen der US-Regierung heute h\u00f6her sind als der gesamte US-Staatshaushalt im Jahr 1987. Anschlie\u00dfend stellte er <strong>Larry Johnson <\/strong>vor, einen ehemaligen CIA-Beamten und Mitglied der \u201eVeteran Intelligence Professionals for Sanity\u201c (VIPS). Johnson sagte, die Korruption in den USA und bei Trump pers\u00f6nlich \u201el\u00e4\u00dft die Korruption in der Ukraine im Vergleich dazu harmlos aussehen\u201c. Bessents gro\u00df angek\u00fcndigte sogenannte \u201eD-Day-Sanktionen\u201c gegen den Iran seien ein \u201ev\u00f6lliger Witz\u201c, weil der Iran ohnehin gerade dabei sei, sich aus dem US-dominierten Finanzsystem zur\u00fcckzuziehen. Johnson spottete \u00fcber Trumps Behauptung, die Stra\u00dfe von Hormus sei \u201eoffen\u201c, und ging sprach \u00fcber die kommende Krise, wenn der Welt der Dieselkraftstoff, \u201edas wirtschaftliche Herz der Volkswirtschaften\u201c, ausgeht.<\/p>\n\n\n\n<p>Diskussion<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche betonte erneut, die Lage sei ernst, aber das Problem sei l\u00f6sbar, und dazu k\u00f6nnten wir auf historische Traditionen wie den Konfuzianismus in China und den Westf\u00e4lischen Frieden in Europa zur\u00fcckgreifen. Diese Traditionen habe sie bei der Formulierung ihrer \u201eZehn Prinzipien f\u00fcr eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur\u201c ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Small sagte, es gebe nur einen einzigen Grund, warum es ein Problem mit Renten und anderen Sozialleistungen gibt, n\u00e4mlich da\u00df die Wall Street sich anma\u00dft, da\u00df ihre W\u00fcnsche Vorrang vor dem Wohlergehen und sogar dem \u00dcberleben der amerikanischen Bev\u00f6lkerung haben. Small erw\u00e4hnte die pers\u00f6nliche Korruption Trumps, dessen Familie im vergangenen Jahr 2 Milliarden Dollar durch Spekulation mit Kryptow\u00e4hrung verdiente, warnte jedoch vor der simplen Annahme, dies sei die Wurzel des Problems. Solche Korruption sei nur ein Symptom der aufgebl\u00e4hten und im Niedergang begriffenen Finanzstruktur. Small forderte, wie LaRouche fr\u00fcher, eine R\u00fcckkehr zu einem W\u00e4hrungssystem mit festen Wechselkursen &#8211; Vorhersehbarkeit sei gut f\u00fcr den Handel mit G\u00fctern und schlecht f\u00fcr die Spekulation.<\/p>\n\n\n\n<p>Dennis Speed zitierte Hannah Arendt zu den Folgen einer Medienlandschaft voller L\u00fcgen: Die Bev\u00f6lkerung werde handlungsunf\u00e4hig, weil sie gar nichts mehr glaubt. Zepp-LaRouche erg\u00e4nzte, schon die Verwendung des Begriffs \u201eNarrativ\u201c sei ein Hinweis darauf, da\u00df die Wahrheit in der Berichterstattung kein Faktor mehr ist. Stattdessen gebe \u201ekonkurrierende M\u00e4rchen\u201c, die verschiedene Fraktionen erfinden, um ihre jeweiligen Ziele voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des gesamten Treffens bezogen sich verschiedene Redner darauf, da\u00df es weithin Spekulationen \u00fcber die j\u00fcngsten Besuche von CIA-Chef John Ratcliffe und Erzbischof Paul Gallagher in Ru\u00dfland gibt. Dennis Speed fragte Johnson nach seiner Meinung dazu, und Johnson antwortete, der Gro\u00dfteil der hitzigen Debatten dar\u00fcber sei \u201eein Haufen Unsinn\u201c. Er vertrat die Ansicht, da\u00df das \u00dcberleben der Ukraine als Nation nun sehr fraglich sei und sie m\u00f6glicherweise nicht einmal mehr bis zum Jahresende bestehen bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p>Eine deutsche Teilnehmerin beklagte den Verlust der intellektuellen Tradition Deutschlands als \u201eLand der Dichter und Denker\u201c. Zepp-LaRouche antwortete optimistisch, Deutschland habe sich mehr als einmal von schrecklichen finsteren Zeiten erholt, und das k\u00f6nne wieder passieren. \u201eDie Europ\u00e4er lie\u00dfen sich von ihren eigenen kulturellen Traditionen entwurzeln\u201c, anders als asiatische Nationen, die sich durch die positiven Elemente ihrer 5000-j\u00e4hrigen Geschichte st\u00e4rken. Small kommentierte dazu mit Sarkasmus die kulturelle Entwicklung Trumps und der heutigen USA.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche kam in ihren abschlie\u00dfenden Bemerkungen auf dieses Thema zur\u00fcck und betonte, jeder Mensch m\u00fcsse seine Emotionen mobilisieren, um den depressiven Auswirkungen der \u201eKontrolle des Narrativs\u201c und des kulturellen Verfalls zu widerstehen. Der Schl\u00fcssel zum Erfolg in diesem Kampf sei die Liebe zur Menschheit.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht \u00fcber das 169. w\u00f6chentliche Treffen der Internationalen Friedenskoalition Die 169. w\u00f6chentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 28. August begann mit einer Einf\u00fchrung der IPC-Initiatorin und Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche. 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