{"id":118462,"date":"2026-08-25T10:53:02","date_gmt":"2026-08-25T14:53:02","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=118462"},"modified":"2026-08-25T10:53:04","modified_gmt":"2026-08-25T14:53:04","slug":"wer-treibt-uns-in-den-atomkrieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2026\/08\/25\/wer-treibt-uns-in-den-atomkrieg\/","title":{"rendered":"Wer treibt uns in den Atomkrieg?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Bericht vom 168. Treffen der Internationalen Friedenskoalition<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Internationale Friedenskoalition (IPC) hielt am 21. August ihre 168. w\u00f6chentliche Online-Sitzung ab &#8211; laut <strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong>, der Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, m\u00f6glicherweise die bisher wichtigste Sitzung \u00fcberhaupt. Zwei regionale Kriege drohten au\u00dfer Kontrolle zu geraten, und inzwischen werde sogar wie beil\u00e4ufig \u00fcber den Einsatz taktischer Atomwaffen diskutiert. So betonte k\u00fcrzlich die US-Kongre\u00dfabgeordnete Marjorie Taylor Greene, wenn sie sage, da\u00df es im Pentagon bzw. in der Regierung von Donald Trump eine offene Diskussion \u00fcber den Einsatz taktischer Atomwaffen gebe, sei das keine Spekulation, sie wisse es aus direkter Quelle. Der \u201eStaatssekret\u00e4r f\u00fcr Kriegspolitik\u201c Elbridge Colby habe \u00f6ffentlich best\u00e4tigt, da\u00df das Pentagon die Richtlinien zum Atomwaffeneinsatz \u00fcberpr\u00fcft, um dem Pr\u00e4sidenten in einem regionalen Konflikt mit Ru\u00dfland oder China, \u201erationale nukleare Optionen\u201c an die Hand zu geben. Colby beharre sogar darauf, da\u00df das im Gegensatz zu den aktualisierten Nuklearstrategien (Nuclear Posture Reviews) weder vom Kongre\u00df genehmigt noch \u00fcberhaupt ver\u00f6ffentlicht werden m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Who Is Pushing for Nuclear War?\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/N6izIqpG87I?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Eigentlich m\u00fc\u00dfte Pr\u00e4sident Trump zugeben, da\u00df er den Krieg im Iran verloren hat, sagte Zepp-LaRouche, stattdessen schwanke er zwischen Aussagen, er f\u00fchre Gespr\u00e4che mit den Iranern, und der Behauptung, es gebe keine Gespr\u00e4che, und zuletzt habe er mit vernichtenden Sanktionen gegen den Iran und jedes Land, das mit ihm zusammenarbeitet, gedroht. Der Iran habe jedoch 47 Jahre Sanktionen \u00fcberstanden, und es seien im Gegenteil die Vereinigten Staaten, die bankrott sind, da ihr Haushaltsdefizit die 40-Billionen-Dollar-Marke \u00fcberschritten hat. Medienberichten zufolge drohten iranische Regierungsvertreter mit Angriffen auf US-Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte in Europa, falls die USA den Krieg eskalieren. Israel setze den V\u00f6lkermord im Gazastreifen fort und begehe im Westjordanland \u00e4hnliche Gr\u00e4ueltaten. Pr\u00e4sident Trump sei jedoch nicht f\u00e4hig oder willens, Israels Ministerpr\u00e4sident Netanjahu in Schach zu halten. Gleichzeitig eskalierten auch die K\u00e4mpfe in der Ukraine.<\/p>\n\n\n\n<p>Alle diese Kriege seien eine Folge der Wirtschaftskrise des \u201eWestens\u201c und seines Bestrebens, das 500 Jahre alte koloniale System der Ausbeutung aufrechtzuerhalten. Es sei besonders dringlich, den neuen <a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2026\/08\/20\/aufruf-an-papst-leo-xiv-einen-weltgipfel-zu-organisieren-um-die-fragen-des-friedens-und-der-nuklearen-abruestung-anzugehen\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2026\/08\/20\/aufruf-an-papst-leo-xiv-einen-weltgipfel-zu-organisieren-um-die-fragen-des-friedens-und-der-nuklearen-abruestung-anzugehen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Appell an Papst Leo XIV<\/a>. zu verbreiten, worin er gebeten wird, ein Gipfeltreffen der Regierungen \u00fcber Frieden und nukleare Abr\u00fcstung einzuberufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mindestens zwei ehemalige Staatschefs haben diesen Brief bereits unterzeichnet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ray McGovern<\/strong>, pensionierter CIA-Analyst und Gr\u00fcndungsmitglied der \u201eVeteran Intelligence Professionals for Sanity\u201c (VIPS), sagte, er habe den heutigen Morgen so begonnen wie jeden Morgen &#8211; mit dem Lesen der <em>EIR-Nachrichten<\/em>. Er empfahl den Lesern nachdr\u00fccklich einen neuen <a href=\"https:\/\/eirna.de\/entwicklung-ist-der-neue-name-fur-frieden-ein-gipfel-der-schnell-stattfinden-sollte\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/eirna.de\/entwicklung-ist-der-neue-name-fur-frieden-ein-gipfel-der-schnell-stattfinden-sollte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00dcberblicksbeitrag<\/a> darin . McGovern fragte, wie Elbridge Colby \u00fcberhaupt davon sprechen k\u00f6nne, offizielle Nukleardoktrinen zu \u00e4ndern, ohne zuvor R\u00fccksprache mit den Russen zu halten. McGovern sagte, er beobachte die Russen und zuvor die Sowjets seit \u00fcber sechs Jahrzehnten, und Russland sei ein \u201eoffenes Buch\u201c, was seine Nuklearpolitik betrifft. Colby sei noch \u201egr\u00fcn hinter den Ohren\u201c, habe keine Erfahrung und wisse nicht, was Krieg bedeutet. McGovern hatte fr\u00fcher Colbys Vater, als der CIA-Chef war, \u00fcber die Russen informiert. Elbridge Colby wolle nach eigener Aussage \u201enukleare \u00dcberlegenheit\u201c, aber das sei unm\u00f6glich, niemand werde in einem Atomkrieg \u00fcberlegen sein &#8211; daher komme der Ausdruck \u201eGegenseitig Garantierte Vernichtung\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Pr\u00e4sident Trump sei weder k\u00f6rperlich noch psychisch in guter Verfassung und k\u00f6nnte die Welt absichtlich, versehentlich oder als Reaktion auf eine israelische Provokation unter falscher Flagge in einen Atomkrieg st\u00fcrzen. Durch eine solche israelische Provokation habe Trump schon den Iran-Krieg begonnen. Der Iran habe die Stra\u00dfe von Hormus unter seiner Kontrolle, was dem Besitz einer Atomwaffe gleichkomme. W\u00fcrde Trump mit einer Atomwaffe reagieren? Oberst Lawrence Wilkerson habe k\u00fcrzlich im Podcast <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1CGhxEgq_mE\">\u201e<\/a><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=1CGhxEgq_mE\"><em>Judging Freedom\u201c<\/em><\/a> erkl\u00e4rt, die F\u00fchrung des US-Milit\u00e4rs w\u00fcrde nicht zulassen, dass Trump Atomwaffen einsetzt. Er bete daf\u00fcr, da\u00df Wilkerson Recht beh\u00e4lt, aber daf\u00fcr gebe es keine Garantie.<\/p>\n\n\n\n<p>McGovern erw\u00e4hnte mehreren F\u00e4lle, in denen es beinahe zum Atomkrieg kam &#8211; so als 1983 das Radar der Sowjetunion einen Raketenangriff anzeigte, aber der verantwortliche Offizier, Oberstleutnant Petrow, eigenm\u00e4chtig handelte und keinen Gegenangriff ausl\u00f6ste, weil er wu\u00dfte, da\u00df ein technisches Problem mit dem Radarsystem vorlag und der Alarm falsch war. Eine weitere Krise wurde im November 1983 abgewendet, als der CIA-Beamte Mel Goodman &#8211; mit dem McGovern zur sowjetischen Au\u00dfenpolitik \u201estolz zusammenarbeitete\u201c &#8211; alle Vorgesetzten umging und CIA-Direktor Bill Casey pers\u00f6nlich warnte, das Wei\u00dfe Haus m\u00fcsse die laufenden westlichen Milit\u00e4rman\u00f6ver einstellen, weil man sie in Moskau als Beginn eines Angriffs auf die Sowjetunion interpretiere. Ein dritter Zwischenfall ereignete sich, als US-Pr\u00e4sident Nixon betrunken war und sein Berater Henry Kissinger die Milit\u00e4rf\u00fchrung warnte, falls Nixon den Befehl zum Atomangriff erteile, m\u00fc\u00dften sie erst ihn fragen. McGovern betonte, heute sei die Gefahr so gro\u00df wie seit der Kubakrise 1962 nicht mehr, und er \u00e4u\u00dferte erneut gr\u00f6\u00dfte Besorgnis \u00fcber Trumps psychischen Zustand.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jack Gilroy<\/strong>, ein f\u00fchrender Vertreter von Pax Christi, sprach \u00fcber die zunehmende Verbreitung des Schreibens, in dem Papst Leo XIV. aufgefordert wird, die Staats- und Regierungschefs der Welt zusammenzubringen, um die Notwendigkeit von Frieden und nuklearer Abr\u00fcstung anzugehen. Der Papst gelte als moralische Autorit\u00e4t und werde von Menschen aller Glaubensrichtungen respektiert. Fr\u00fcher habe er \u00f6fter seinen gew\u00e4hlten Kongre\u00dfabgeordneten getroffen, doch in letzter Zeit habe der das immer wieder mit Ausreden vermieden. Das letzte Mal wurde ein Treffen abgesagt, weil der Abgeordnete auf einer Israelreise war.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Garland Nixon<\/strong>, Medienpers\u00f6nlichkeit und politischer Analyst, sagte, die europ\u00e4ische Oligarchie sei der fanatischste Kriegstreiber, weil sie angesichts des Endes von 500 Jahren Kolonialismus und Pl\u00fcnderung in Hysterie verfalle. Die Briten h\u00e4tten schon versucht, alle Meeresengen zu beherrschen, aber heute h\u00e4tte die Huthi mehr Kontrolle als die britische Marine. Diese Oligarchen reagierten auf den Zusammenbruch ihrer kolonialen Hierarchie w\u00fctend, rasend und irrational. Fast jeder, der in seiner Sendung anruft, wolle wissen, wie er helfen kann.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Co-Moderator<strong> Dennis Small<\/strong> sagte, die 500 Jahre kolonialer Ausbeutung und die Kampagne f\u00fcr einen Atomkrieg seien ein und dasselbe Problem. Elbridge Colby sei mit der Brasilianerin Susana Cordeiro Guerra verheiratet, die bei der Weltbank als Vizepr\u00e4sidentin f\u00fcr Lateinamerika und die Karibik t\u00e4tig ist. In Brasilien sei Guerra eine Proteg\u00e9 von Paulo Guedes, dem Finanzminister unter Pr\u00e4sident Jair Bolsonaro und Sch\u00fcler des ber\u00fcchtigten radikalen Monetaristen Milton Friedman.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Donald Ramotar<\/strong>, ehemaliger Pr\u00e4sident von Guyana, kommentierte, mehrere westliche L\u00e4nder versuchten verzweifelt, \u201edie Uhr zur\u00fcckzudrehen\u201c, um die 500 Jahre Kolonialismus fortzusetzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jose Vega<\/strong> sprach \u00fcber seine unabh\u00e4ngige Kongre\u00dfkandidatur im New Yorker Stadtteil Bronx und \u00fcber die Website <a href=\"https:\/\/thetorresfiles.com\/\">TheTorresFile.com<\/a>, die die Korruption des dort amtierenden Kongre\u00dfabgeordneten Ritchie Torres dokumentiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Co-Moderatorin <strong>Anastasia Battle<\/strong> berichtete von einer geplanten Kreuzzug-artigen gewaltsamen Konfrontation in Dearborn in Michigan zwischen christlichen Nationalisten und der gro\u00dfen arabischen Gemeinde dort. Zum Gl\u00fcck tr\u00e4ten Aktivisten und Glaubensf\u00fchrer vieler Konfessionen auf den Plan, um die Gemeinschaft und das friedliche Zusammenleben zu verteidigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche betonte zum Abschlu\u00df der Veranstaltung: \u201eWir sitzen alle im selben Boot\u201c &#8211; wir sind \u201eeine Menschheit\u201c. Die Aktiven m\u00fc\u00dften jetzt den \u201eErweiterten Oasenplan\u201c f\u00fcr Wirtschaftsentwicklung in Westasien vorantreiben, um den Kreislauf der Gewalt zu durchbrechen, 30 bis 50 Prozent der Bev\u00f6lkerung \u00fcber die Gefahren und L\u00f6sungen aufkl\u00e4ren. Der Westen m\u00fcsse sich der Globalen Mehrheit anschlie\u00dfen. Die Welt wolle keine Kriege und keinen V\u00f6lkermord, sondern Frieden und Stabilit\u00e4t. Wichtige Milit\u00e4rs warnten, wir seien dabei, \u00e4hnlich wie 1914 schlafwandelnd in einen gro\u00dfen Krieg zu schlittern. Der Appell an den Papst m\u00fcsse an alle Institutionen und an alle denkenden Menschen weitergeleitet werden.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht vom 168. Treffen der Internationalen Friedenskoalition Die Internationale Friedenskoalition (IPC) hielt am 21. August ihre 168. w\u00f6chentliche Online-Sitzung ab &#8211; laut Helga Zepp-LaRouche, der Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts und Initiatorin der IPC, m\u00f6glicherweise die bisher wichtigste Sitzung \u00fcberhaupt. 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