{"id":117978,"date":"2026-08-07T15:28:23","date_gmt":"2026-08-07T19:28:23","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=117978"},"modified":"2026-08-07T15:28:25","modified_gmt":"2026-08-07T19:28:25","slug":"die-fluechtlingskrise-durch-entwicklung-loesen-die-strategische-bedeutung-der-neuen-enzyklika","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2026\/08\/07\/die-fluechtlingskrise-durch-entwicklung-loesen-die-strategische-bedeutung-der-neuen-enzyklika\/","title":{"rendered":"Die Fl\u00fcchtlingskrise durch Entwicklung l\u00f6sen: Die strategische Bedeutung der neuen Enzyklika"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Helga Zepp-LaRouche er\u00f6ffnete das EIR-Krisenforum \u201eDie Einwanderungskrise durch Entwicklung l\u00f6sen: Was Sie \u00fcber die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen m\u00fcssen\u201c am 31. Juli 2026 mit dem folgenden Vortrag. (\u00dcbersetzung aus dem Englischen, Zwischentitel wurden hinzugef\u00fcgt.)<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Helga Zepp-LaRouche: \u201eEin Dialog der Zivilisationen: Entwicklung oder Dritter Weltkrieg&quot;\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ys7epl3Mm_Y?start=4&#038;feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Hallo an Sie alle auf allen Kontinenten, wo auch immer Sie gerade zuschauen m\u00f6gen. Was uns hier zusammenbringt, um dar\u00fcber nachzudenken, was zu tun ist, ist das Bewu\u00dftsein, da\u00df die Welt tats\u00e4chlich vor einer beispiellosen politischen, milit\u00e4rischen, wirtschaftlichen, sozialen und, w\u00fcrde ich sagen, vor allem moralischen Krise steht, f\u00fcr die es ganz klar L\u00f6sungen gibt. Aber um der sich eindeutig abzeichnenden Katastrophe zu entkommen, brauchen wir einen grundlegenden politischen Kurswechsel. Und der mu\u00df genau so kommen, wie Lyndon LaRouche es in seiner Rede in Sao Paulo gesagt hat (die zu Beginn des Forums gezeigt wurde): Er mu\u00df au\u00dferhalb der Regeln des etablierten Denkens stattfinden, und au\u00dferhalb der Axiome, die uns in diese Krise gef\u00fchrt haben. Um einen solch radikalen Umdenkproze\u00df anzusto\u00dfen, veranstalten wir dieses gemeinsame Forum der Internationalen Friedenskoalition und von EIR.<br><br>Gestern drangen fast 50.000 Fl\u00fcchtlinge in die spanische Exklave Ceuta in Marokko ein. Die meisten von ihnen waren die K\u00fcste entlang geschwommen. Einige berichteten, da\u00df sie zwei Stunden schwimmen mu\u00dften, offensichtlich handelten sie aus v\u00f6lliger Verzweiflung.<br>Es gibt Berichte, wonach dies durch die j\u00fcngste Entscheidung der spanischen Regierung ausgel\u00f6st wurde, 500.000 Einwanderer zu legalisieren, was vollkommen im Einklang mit der Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention von 1951 steht. Tats\u00e4chlich ist Spanien ein leuchtendes Beispiel f\u00fcr die Einhaltung dieser Genfer Fl\u00fcchtlingskonvention, im Gegensatz zu vielen anderen L\u00e4ndern in Europa.<\/p>\n\n\n\n<p>Es k\u00f6nnte auch durch eine neue Entscheidung des Verfassungsgerichts ausgel\u00f6st worden sein, wonach Migranten, die Ceuta auf dem Seeweg erreichen, nicht automatisch abgewiesen werden d\u00fcrfen. Einige Helfer von Nichtregierungsorganisationen sagten jedoch, da\u00df die Menschen, die dort hingeschwommen sind, davon nichts wu\u00dften.<br>Jedenfalls ist Ceuta eine Stadt mit etwas mehr als 80.000 Einwohnern und verf\u00fcgt offensichtlich \u00fcber keinerlei Infrastruktur, um 50.000 Fl\u00fcchtlinge aufzunehmen.<br>Doch damit war es noch nicht vorbei. Letzte Nacht wurde eine zweite spanische Exklave in Marokko, Melilla, praktisch von weiteren 400 bis 500 Migranten gest\u00fcrmt, und an der Grenze versuchen es noch Tausende weitere. Sie werden gerade von den Sicherheitskr\u00e4ften zur\u00fcckgedr\u00e4ngt.<br>Wenn wir nun auf die Vereinigten Staaten blicken: Die Trump-Regierung hat angeordnet, da\u00df ab dem 3. August 300.000 Haitianer, die unter einem vor\u00fcbergehenden Schutzstatus in den Vereinigten Staaten leben und arbeiten, nach Haiti zur\u00fcckkehren m\u00fcssen. Sie arbeiten in Pflegeheimen, Gesundheitseinrichtungen, im Hotelgewerbe, Baugewerbe und so weiter.<br>Der republikanische Gouverneur von Ohio, Mike DeWine, sagte dazu, Trump mache einen gro\u00dfen Fehler, weil die Wirtschaft von Ohio ohne die Hilfe dieser haitianischen Arbeitskr\u00e4fte nicht funktionieren werde.<br>Generalleutnant Russel Honor\u00e9 schrieb in einem Gastbeitrag in der New York Times: \u201eDas ist nicht das Amerika, f\u00fcr das ich gek\u00e4mpft habe.\u201c<br>Vil\u00e8s Dorsainvil, der Leiter des \u201eOhio Haitian Community Help and Support Center\u201c, sagte, er und andere seien durchaus bereit, nach Haiti zur\u00fcckzukehren &#8211; nur g\u00e4be es kein Land mehr, in das sie zur\u00fcckkehren k\u00f6nnten. Wie Sie alle wissen, herrschen in Haiti v\u00f6lliges Chaos, Kriminalit\u00e4t, Bandenkriege und Verbrechen, es ist einfach unertr\u00e4glich, dort zu leben. Nun hat das US-Heimatschutzministerium eine neue Fluggesellschaft f\u00fcr Abschiebungen ins Leben gerufen, die von nun an rund um die Uhr im Einsatz ist, um mit sieben Boeing 737 und zwei gro\u00dfen Gulfstream-Jets Migranten abzuschieben.<br>Der Charakter der Vereinigten Staaten ver\u00e4ndert sich also gerade grundlegend. John F. Kennedy sagte noch, Amerika sei ein Einwanderungsland, aber das ist es nicht mehr. Pr\u00e4sident Reagan sagte damals, die Vereinigten Staaten seien eine \u201eleuchtende Stadt\u201c, in die Menschen aus der ganzen Welt kommen.<br>Nun ist die Migrationskrise nur eines, aber eines der offensichtlichsten Symptome des v\u00f6lligen Scheiterns der Politik der politischen Ordnung, die gerade vor unseren Augen zusammenbricht. Ich m\u00f6chte diese Krise und die verf\u00fcgbaren L\u00f6sungen in den richtigen strategischen Kontext einordnen.<br>Seit Jahrzehnten warnte Lyndon LaRouche, da\u00df es so kommen w\u00fcrde. Seit Pr\u00e4sident Nixon am 15. August 1971 von festen zu flexiblen Wechselkursen \u00fcberging, warnte LaRouche, wenn diese Geldpolitik des westlichen Systems der liberalen Wirtschaft fortgesetzt w\u00fcrde, dann werde sie zu einer neuen Depression, einem neuen Faschismus und sogar zu einem neuen Weltkrieg f\u00fchren. Er hat diese Prognose viele, viele Male aktualisiert. Jedesmal, wenn sich die Lage zum Schlechteren \u00e4nderte &#8211; an einem Scheideweg, an dem der liberale Charakter des Wirtschaftssystems durch Deregulierung der M\u00e4rkte und noch mehr Beg\u00fcnstigung der Spekulanten verst\u00e4rkt wurde -, hat er mit absoluter Klarheit auf diese Folgen hingewiesen.<br>Und gerade weil er so unverbl\u00fcmt war, wurde er juristisch verfolgt, verleumdet und verteufelt. Ramsey Clark, der ehemalige Justizminister der Johnson-Regierung, der sich f\u00fcr LaRouche einsetzte, sagte, das sei der schlimmste Fall politischer Beeinflussung des Justizsystems in den Vereinigten Staaten, den er in seiner gesamten Laufbahn erlebt habe. Denn LaRouche wagte es, in Hunderten und Aberhunderten von Artikeln, Reden, Interviews und so weiter auf die Folgen dieser Politik hinzuweisen. Wie Sie gerade im Video geh\u00f6rt haben, befa\u00dfte er sich mit den zugrunde liegenden Denkweisen, die dazu f\u00fchren, da\u00df Menschen diese falschen Vorstellungen haben, und mit L\u00f6sungen, um daraus herauszukommen.<br>Heute bewahrheiten sich seine Prognosen auf erschreckende Weise und deuten auf die M\u00f6glichkeit eines vollst\u00e4ndigen Zusammenbruchs der Zivilisation hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Kriege verschmelzen zu einem<\/p>\n\n\n\n<p>Wir sehen derzeit zwei regionale Kriege, in der Ukraine und im Iran, und nun verschmelzen beide Kriege miteinander. In den letzten Tagen gab es einen Angriff der Ukraine auf Bandar Anzali, den gr\u00f6\u00dften iranischen Hafen am Kaspischen Meer und einen Knotenpunkt f\u00fcr den Handel mit Ru\u00dfland. Der indische pensionierte Diplomat und Kommentator Bhadrakumar erkl\u00e4rte dazu: \u201eDas ist kein Einzelfall, es k\u00f6nnte durchaus von Washington inszeniert worden sein.\u201c Eine \u00e4hnliche Analyse stammt von der iranischen Nachrichtenagentur IRNA, die dem iranischen Sicherheitsrat nahesteht. Dort hei\u00dft es, all die verschiedenen Ereignisse &#8211; von den aktuellen Geschehnissen im Jemen \u00fcber den Libanon bis hin zur Ukraine &#8211; seien miteinander verbundene Teile eines Gesamtplans.<br>Was nun die Lage in der Ukraine betrifft, wo die NATO seit 2014, also seit zw\u00f6lf Jahren, gegen Ru\u00dfland k\u00e4mpft, warnte der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, vor einigen Tagen, die gegenw\u00e4rtige Lage habe erschreckende Parallelen zum August 1914.<br>All das ist das Ergebnis des Versuchs, nach dem Ende des Kalten Krieges eine unipolare Welt zu schaffen, als &#8211; wie wir oft geschrieben haben &#8211; die gro\u00dfe historische Chance von 1989, als die Berliner Mauer fiel und die M\u00f6glichkeit bestand, eine Friedensordnung zu schaffen, auf schreckliche Weise verpa\u00dft wurde. Was folgte, war das gebrochene Versprechen, die NATO keinen Zoll nach Osten zu erweitern, gefolgt von zahlreichen \u201eFarbrevolutionen\u201c, versuchten Regimewechseln, Interventionskriegen und einseitigen Sanktionen. Und insbesondere die NATO-Erweiterung nach Osten f\u00fchrte schlie\u00dflich dazu, da\u00df offensive Waffensysteme nahe der russischen Grenze stationiert wurden, was eine umgekehrte Kubakrise schuf. Und in letzter Zeit setzt die Ukraine mit Hilfe der NATO und der USA Langstreckenwaffen ein, tief in das russische Territorium hinein.<br>Inzwischen dauert dieser Krieg, der immer als \u201eMilit\u00e4rische Sonderoperation\u201c bezeichnet wurde, schon viereinhalb Jahre. Aber vor etwa einem Monat sagte der Sprecher der russischen Regierung, Peskow: \u201eWir befinden uns nicht mehr in einer Milit\u00e4rischen Sonderoperation, wir befinden uns im Krieg.\u201c Und es ist offensichtlich, da\u00df Ru\u00dfland beginnt, auf diese Eskalationen der NATO zu reagieren, mit der sichtlichen Entschlossenheit, diesen Krieg mit milit\u00e4rischen Mitteln zu beenden. Ein Aspekt davon ist, da\u00df sie Odessa vom Meer abschneiden und die Ukraine damit praktisch zu einem Binnenstaat machen.<br>Wenn man sich nun den Iran ansieht: Anders als im Falle Ru\u00dflands handelt es sich hier um einen unprovozierten Angriffskrieg, das Versprechen, auf diplomatischem Wege zu handeln, wurde zweimal gebrochen. Hinzu kam die grundlose Aufk\u00fcndigung des am 17. Juni unterzeichneten Memorandum of Understanding. Nun flammt dieser Krieg erneut auf. Nach drei Tagen vermeintlicher Pause weitet er sich nun aus. Erstmals fand auch ein Drohnenangriff in \u00c4gypten statt. Da sind die Angriffe der USA und Saudi-Arabiens auf Milizen im Irak. Da ist die Blockade des Roten Meeres durch die Huthi. Es besteht die Gefahr, da\u00df all dies zu einem allgemeinen regionalen Krieg eskaliert.<\/p>\n\n\n\n<p>Strategische Lage hat sich ver\u00e4ndert<\/p>\n\n\n\n<p>Nun hat dieser Krieg die strategische Lage bereits unwiderruflich ver\u00e4ndert, denn die Vereinigten Staaten, die st\u00e4rkste Milit\u00e4rmacht der Welt, haben zusammen mit einer weiteren sehr starken Milit\u00e4rmacht, n\u00e4mlich Israel, diesen Krieg verloren. Sie konnten nicht gewinnen, weil der Iran eine unglaublich starke Widerstandskraft bewies. Es gab keinen Regimewechsel. Ein mittelgro\u00dfes Land konnte nicht besiegt werden. Das bedeutet jedoch nicht, da\u00df der Iran gewonnen hat, er erleidet enorme Sch\u00e4den und Verluste.<br>Im Grunde genommen kam es zu einem Neustart des Krieges, 13 N\u00e4chte lang wurden iranische Ziele unerbittlich angegriffen. Dann h\u00f6rte es auf. Es wird allgemein berichtet &#8211; und es klingt sehr glaubw\u00fcrdig -, da\u00df das Pentagon Trump zu dem Zeitpunkt mitteilte, die Vereinigten Staaten h\u00e4tten nur noch sehr wenige Munitionsvorr\u00e4te, insbesondere bei Raketenabwehrsystemen wie den Patriots, THAADS und so weiter.<br>Die F\u00e4higkeit der Vereinigten Staaten, in anderen Teilen der Welt milit\u00e4risch pr\u00e4sent zu sein, ist also stark eingeschr\u00e4nkt. Es wird berichtet, Trump sei verzweifelt, weil er offensichtlich in Netanjahus Falle getappt ist und keinen Ausweg sieht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein neuer Weltkrieg?<\/p>\n\n\n\n<p>Nun hat die Gesamtlage alle Anzeichen eines neuen Weltkriegs. Denn die Vorstellung, man k\u00f6nnte Ru\u00dfland eine strategische Niederlage zuf\u00fcgen, ist absoluter Wahnsinn. Ru\u00dfland ist die st\u00e4rkste Atommacht auf dem Planeten. Und man beobachtet dort eine Militarisierung Europas, wie es sie seit 85 oder 90 Jahren nicht mehr gegeben hat. In Ru\u00dfland wird dar\u00fcber diskutiert, da\u00df der Nationalsozialismus zur\u00fcckkehrt. Putin hat in einem k\u00fcrzlich erschienenen Artikel im Grunde gesagt, dieses Neuaufleben des Nationalsozialismus sei das Ergebnis der westlichen Politik nach dem Zweiten Weltkrieg. Denn die Vereinigten Staaten und Gro\u00dfbritannien haben viele alte nationalsozialistische Netzwerke integriert, was kein Geheimnis ist; darunter den Antibolschewistischen Block, die Organisation Gehlen und viele andere Operationen, in denen diese nationalsozialistischen Netzwerke erhalten blieben und offensichtlich in neuer Form weiterfunktionierten.<br>Wir stehen also vor einer \u00e4u\u00dferst ernsten Situation. Denn wenn Ru\u00dfland davon \u00fcberzeugt ist, da\u00df der Nationalsozialismus zur\u00fcckkehrt oder bereits zur\u00fcckgekehrt ist, dann ruft das die Erinnerung an den Gro\u00dfen Vaterl\u00e4ndischen Krieg wach und an das, was dieser an Verlusten mit sich brachte. 27 Millionen Menschen in der Sowjetunion kamen dabei ums Leben, und das hat ungeheure Auswirkungen auf die Mentalit\u00e4t in Ru\u00dfland.<\/p>\n\n\n\n<p>Hungerkatastrophe droht<\/p>\n\n\n\n<p>Sollte nun die Stra\u00dfe von Hormus nicht bald wieder ge\u00f6ffnet werden, und das Rote Meer, das k\u00fcrzlich von den Huthi gesperrt wurde, ebenfalls nicht, wird dies enorme Folgen f\u00fcr die Energiepreise und die Hungerkrise haben. Eine gro\u00dfe Hungersnot ist schon vorprogrammiert. Die UNO hat gerade ihren neuesten Weltern\u00e4hrungsbericht The State of Food Security and Nutrition in the World (SOFI) ver\u00f6ffentlicht und darin absolut schockierende Zahlen genannt: 80% aller Babys in Afrika im Alter zwischen 6 und 23 Monaten sind unterern\u00e4hrt. Achtzig Prozent! 2025 litt mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung in Afrika unter mittlerer bis schwerer Ern\u00e4hrungsunsicherheit. Das bedeutet, da\u00df jeder f\u00fcnfte Afrikaner hungert. Im vergangenen Jahr litten 7,8% der Weltbev\u00f6lkerung an Hunger. Aber das ist v\u00f6llig unn\u00f6tig, weil wir problemlos alle ben\u00f6tigten Nahrungsmittel produzieren k\u00f6nnten.<br>Wenn diese Engp\u00e4sse nicht beseitigt werden, droht die Welt in eine umfassende Depression zu st\u00fcrzen, die schlimmer ist als die der 1930er Jahre, mit Hunger und sozialen Unruhen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einschr\u00e4nkungen der B\u00fcrger- und Menschenrechte<\/p>\n\n\n\n<p>Man kann sich des Verdachts nicht erwehren, da\u00df all die Ma\u00dfnahmen, die wir derzeit beobachten &#8211; die Einschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit, die Beschneidung von B\u00fcrger- und Menschenrechten, wie wir sie in den Vereinigten Staaten und in Europa sehen -, in Vorwegnahme der kommenden Unruhen durch die Beh\u00f6rden passieren, denn die k\u00f6nnen nicht die Augen davor verschlie\u00dfen, da\u00df sie eintreten werden.<br>Es gibt noch eine weitere Ebene: das Denken der Malthusianer, f\u00fcr eine Entv\u00f6lkerung. John D. Rockefeller sprach damals von der \u201eBev\u00f6lkerungsbombe\u201c, der \u00dcberbev\u00f6lkerung, und Schellnhuber, der ehemalige Leiter des Potsdamer Klimainstituts, sagte in vielen Reden, seiner Meinung k\u00f6nne nach die Welt nur ein bis zwei Milliarden Menschen ern\u00e4hren, wobei er nichts dazu sagte, was mit allen anderen passieren soll.<br>In diesem Zusammenhang sollte man das sogenannte \u201eProjekt f\u00fcr die 1980er Jahre\u201c des Council on Foreign Relations nicht vergessen, das einen kontrollierten Zerfall der Weltwirtschaft forderte. Und Sie sollten sich das folgende Zitat anh\u00f6ren:<br>\u201eSchlechte Zeiten sind Ausnahmezust\u00e4nde und k\u00f6nnen mit au\u00dfergew\u00f6hnlichen Methoden bew\u00e4ltigt werden. Dies traf w\u00e4hrend der Bl\u00fctezeit des Industrialismus mehr oder weniger zu, wird aber nicht l\u00e4nger zutreffen, es sei denn, das Bev\u00f6lkerungswachstum kann drastisch einged\u00e4mmt werden. Derzeit w\u00e4chst die Bev\u00f6lkerung um etwa 58.000 Menschen pro Tag. Kriege hatten bislang keinen gro\u00dfen Einflu\u00df auf dieses Wachstum, das sich durch alle Weltkriege hindurch fortsetzte.<br>Der Krieg hat sich bisher, wie bemerkt, als entt\u00e4uschender Versager erwiesen, aber vielleicht ist der bakteriologische Krieg wirkungsvoller. W\u00fcrde man in jeder Generation einmal den Schwarzen Tod \u00fcber die Welt schicken, dann d\u00fcrften die \u00dcberlebenden fr\u00f6hlich weiterzeugen, ohne die Welt allzu eng zu machen\u2026 Es w\u00fcrden sich zwar etwas unangenehme Zust\u00e4nde entwickeln, aber was macht das schon? Die in Wahrheit hochherzigen Leute sind gegen das Gl\u00fcck immun, vor allem, wenn es das Gl\u00fcck anderer ist.\u201c<br>Dies schrieb Bertrand Russell 1953 in The Impact of Science on Society (dt: Wissenschaft wandelt das Leben).<br>Wir schlagen einen radikal entgegengesetzten Ansatz vor, n\u00e4mlich, da\u00df wir die Grunds\u00e4tze der Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung &#8211; schlie\u00dflich feiern wir in diesem Jahr den 250. Jahrestag der Gr\u00fcndung Amerikas &#8211; grunds\u00e4tzlich als f\u00fcr die gesamte Bev\u00f6lkerung der ganzen Welt g\u00fcltig betrachten. N\u00e4mlich, da\u00df \u201eLeben, Freiheit und das Streben nach Gl\u00fcck\u201c das unver\u00e4u\u00dferliche Recht jedes Menschen auf diesem Planeten sind.<br>Die Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung ist deshalb eigentlich das Gr\u00fcndungsdokument des Schiller-Instituts. Als wir es gr\u00fcndeten, habe ich die Unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung nur um etwa sechs W\u00f6rter abge\u00e4ndert, um sie auf die ganze Welt anwendbar zu machen. Der Grund daf\u00fcr ist, da\u00df jedes neugeborene Kind potentiell ein Genie ist, das grundlegende Prinzipien des physikalischen Universums entdecken kann und auf diese Weise die relative potentielle Bev\u00f6lkerungsdichte der Erde und dar\u00fcber hinaus erh\u00f6ht und so die Entwicklung des Universums vorantreibt, dessen fortgeschrittenster Ausdruck der Mensch ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Aufbaupl\u00e4ne<\/p>\n\n\n\n<p>Um die Fl\u00fcchtlingskrise zu bew\u00e4ltigen, ist es im wesentlichen erforderlich, in diesen L\u00e4ndern und Kontinenten &#8211; in Afrika, Asien, Lateinamerika, den \u00e4rmeren Teilen der Vereinigten Staaten, von denen viele wie ein Gebiet der Dritten Welt aussehen, und in den armen Regionen Europas &#8211; eine grundlegende Infrastruktur aufzubauen und diese Gebiete zu industrialisieren. Afrika wird 2050 2,5 Milliarden Menschen z\u00e4hlen. Davon werden eine Milliarde unter 24 Jahre alt sein. Das bedeutet, da\u00df wir allein in Afrika in den n\u00e4chsten 24 Jahren etwa eine Milliarde neue produktive Arbeitspl\u00e4tze ben\u00f6tigen.<br>Das bedeutet, da\u00df wir eine grundlegende Infrastruktur aufbauen m\u00fcssen: integrierte kontinentale Verkehrsnetze, die Autobahnen, Hochgeschwindigkeitsbahnen, Wasserstra\u00dfen, Energieerzeugung und -verteilung sowie Kommunikation kombinieren, sowie bahnbrechende Projekte wie den Gro\u00dfen \u00c4thiopischen Renaissance-Damm (GERD), das TransAqua-Projekt, das Wasser vom Kongobecken zum Tschadsee leitet, die beiden Inga-Staud\u00e4mme im Kongo und andere derartige Projekte.<br>F\u00fcr S\u00fcdwestasien brauchen wir den \u201eOasenplan\u201c, der die gesamte Region vernetzt, von Indien bis zum Mittelmeer, vom Kaukasus bis zum Persischen Golf &#8211; eine Region, die im wesentlichen aus W\u00fcste besteht. Wir k\u00f6nnen dabei Chinas enormen Erfolg bei der Begr\u00fcnung der W\u00fcsten anwenden, den es in Xinjiang und in Nordwestchina bewiesen hat, indem es Gebiete von der Gr\u00f6\u00dfe Deutschlands begr\u00fcnt hat. Wir m\u00fcssen dort Kan\u00e4le anlegen, wir sollten Grundwasserleiter erschlie\u00dfen, wir k\u00f6nnen mit Hilfe der Weltraumtechnologie unterirdische Seen ausfindig machen, wir k\u00f6nnen die Feuchtigkeit in der Atmosph\u00e4re ionisieren usw., und k\u00f6nne auf diese Weise die W\u00fcsten in G\u00e4rten, W\u00e4lder und Ackerland verwandeln.<br>Das sollten wir mit dem Ausbau bestehender Entwicklungskorridore verbinden, wie dem CPEC (China-Pakistan-Wirtschaftskorridor), dem Nord-S\u00fcd-Transportkorridor von St. Petersburg nach Indien; einem weiteren Korridor, der Iran, Irak, Jordanien, Israel, Pal\u00e4stina und \u00c4gypten miteinander verbindet; sowie einem weiteren Korridor von Indien \u00fcber die T\u00fcrkei nach Europa. Auf diese Weise k\u00f6nnen wir diese Region wieder zum Knotenpunkt des Verkehrs und des Austauschs von Kultur und Ideen zwischen Asien, Afrika und Europa machen, so wie zu Zeiten der alten Seidenstra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Kooperation statt Konfrontation<\/p>\n\n\n\n<p>Wir brauchen wirtschaftliche Kooperation statt geopolitischer Konfrontation! Statt an Bertrand Russells bestialischem Menschenbild m\u00fcssen wir uns an dem erhabenen Menschenbild orientieren, das Papst Leo XIV. in seiner Enzyklika Magnifica Humanitas zum Ausdruck bringt, wo er beschreibt, da\u00df jeder Mensch nach dem Ebenbild Gottes geschaffen ist &#8211; wie Cusanus sagen w\u00fcrde, sogar ein Imago Viva Dei, denn Nikolaus von Cusa erkl\u00e4rte, da\u00df die Sch\u00f6pfung durch die Kreativit\u00e4t des Menschen fortbesteht.<br>Dabei mu\u00df auch den Ursachen der Migrationsproblematik Rechnung getragen werden, worauf der Papst in vielen Ansprachen hingewiesen hat, als er Anfang Juni in Spanien war. Er sagte dort, wir m\u00fc\u00dften die Migranten nicht nur unter Wahrung ihrer W\u00fcrde integrieren, die jedem Menschen gleicherma\u00dfen zusteht &#8211; sondern wir m\u00fcssen auch die Voraussetzungen daf\u00fcr schaffen, da\u00df sie in ihren Heimatl\u00e4ndern bleiben k\u00f6nnen. Denn jeder m\u00f6chte viel lieber in seinem Heimatland bleiben, als das Risiko einzugehen, in der Sahara zu verdursten, im Mittelmeer zu ertrinken oder in einem \u201eKonzentrationslager\u201c rund um das Mittelmeer zu landen &#8211; das ist eine Formulierung des Papstes, der ich voll und ganz zustimme.<br>Wir uns m\u00fcssen dringend der Tatsache bewu\u00dft werden, da\u00df eine Eskalation der gegenw\u00e4rtigen geopolitischen Konfrontation zu einem Weltkrieg f\u00fchren wird &#8211; und das bedeutet mit fast hundertprozentiger Sicherheit die Vernichtung der Menschheit und von allem, was alle bisherigen Generationen geschaffen haben, denn die Folge w\u00e4re 50j\u00e4hriger nuklearer Winter, in dem alles Leben auf dem Planeten verschwindet.<br>Wir m\u00fcssen die strategische und historische Situation betrachten, in der wir uns befinden, und uns entschlossen dazu verpflichten, die 500j\u00e4hrige \u00c4ra des Kolonialismus zu beenden.<br>Wir m\u00fcssen unsere Anstrengungen der Idee widmen, da\u00df \u201eder neue Name f\u00fcr Frieden Entwicklung ist\u201c und da\u00df wir eine neue Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur schaffen werden, die das Interesse jedes Landes auf dem Planeten umsetzt.<br>Das ist also die gro\u00dfe Herausforderung, die vor uns liegt. Aber ich bin absolut zuversichtlich, da\u00df wir Erfolg haben und verhindern k\u00f6nnen, da\u00df wir als Zivilisation aufh\u00f6ren zu existieren, wenn es uns gelingt, bei gen\u00fcgend Menschen auf der ganzen Welt die Leidenschaft zu wecken, daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Helga Zepp-LaRouche er\u00f6ffnete das EIR-Krisenforum \u201eDie Einwanderungskrise durch Entwicklung l\u00f6sen: Was Sie \u00fcber die strategische Bedeutung der Enzyklika von Papst Leo wissen m\u00fcssen\u201c am 31. Juli 2026 mit dem folgenden Vortrag. (\u00dcbersetzung aus dem Englischen, Zwischentitel wurden hinzugef\u00fcgt.) Hallo an Sie alle auf allen Kontinenten,&hellip;<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on get_the_excerpt --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on get_the_excerpt --><\/p>\n","protected":false},"author":33,"featured_media":117979,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[37,537],"tags":[],"class_list":["post-117978","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein-de","category-hzl-video-de"],"featured_image_src":"https:\/\/schillerinstitute.com\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/hzl-rede-eir-forum.jpg","author_info":{"display_name":"tobi","author_link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/author\/tobi\/"},"modified_by":"tobi","cc_featured_image_caption":{"caption_text":"","source_text":"","source_url":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117978","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/33"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=117978"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117978\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":117989,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/117978\/revisions\/117989"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/117979"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=117978"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=117978"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=117978"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}