{"id":117204,"date":"2026-06-22T11:36:28","date_gmt":"2026-06-22T15:36:28","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=117204"},"modified":"2026-06-22T11:36:30","modified_gmt":"2026-06-22T15:36:30","slug":"die-welt-nach-der-einigung-zwischen-usa-und-iran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2026\/06\/22\/die-welt-nach-der-einigung-zwischen-usa-und-iran\/","title":{"rendered":"Die Welt nach der Einigung zwischen USA und Iran"},"content":{"rendered":"\n<p>Die 159. w\u00f6chentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 19. Juni fand am Ende einer historischen Woche statt, zwei Tage nach der Unterzeichnung der Absichtserkl\u00e4rung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. Helga Zepp-LaRouche erkl\u00e4rte: \u201eEs ist eine gro\u00dfe Erleichterung, da\u00df die Absichtserkl\u00e4rung unterzeichnet wurde\u201c, doch es gebe immer noch viele m\u00f6gliche Fallstricke. \u201eWas wird Trump tun, wenn Israel sich nicht an das Abkommen h\u00e4lt?\u201c Sie bekr\u00e4ftigte ihren L\u00f6sungsvorschlag: Notwendig sei eine Entwicklungsstrategie entlang des \u201eOasenplans\u201c, um eine dauerhafte Grundlage f\u00fcr echten Frieden zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"Let All Humanity Proclaim: \u201cDevelopment Is the New Name of Peace!\u201d\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/2_k-7zowA0E?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Die von der Anglosph\u00e4re dominierte \u201eunipolare Welt\u201c der Neokonservativen sei gescheitert, so Zepp-LaRouche. Die Nationen des Globalen S\u00fcdens seien nicht mehr von den Kolonialm\u00e4chten abh\u00e4ngig, Chinas Aufstieg biete ihnen eine andere Option f\u00fcr wirtschaftliche Beziehungen. \u201eDas chinesische Experiment ist eine wunderbare Erfolgsgeschichte.\u201c Sie betonte die Bedeutung der neuen Enzyklika&nbsp;<em>Magnifica Humanitas&nbsp;<\/em>von Papst Leo XIV., die zu einer \u201eZivilisation der Liebe\u201c aufrufe, und erinnerte an das Wort von Konfuzius: \u201eMan kann sich bewu\u00dft entscheiden, Liebe zu empfinden.\u201c Zepp-LaRouche hat gerade eine neue Erkl\u00e4rung ver\u00f6ffentlicht: \u201eDringender Appell von Papst Leo XIV.: Haltet ein! Kehrt um! Bevor es zu sp\u00e4t ist! Der neue Name f\u00fcr Frieden ist Entwicklung!\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Abdullah Ahsan<\/strong>&nbsp;ist Professor f\u00fcr vergleichende Zivilisationsforschung und hat in Malaysia und der T\u00fcrkei gelehrt. Er sagte, nach der Lekt\u00fcre der Erkl\u00e4rungen des Papstes stelle sich die Frage: \u201eIst eine Zivilisation der Liebe \u00fcberhaupt m\u00f6glich?\u201c Er glaube es. Aber daf\u00fcr brauche man Vertrauen auf der Grundlage der Menschenw\u00fcrde, und das sei nicht leicht zu erreichen. So habe Israel die amerikanisch-iranische Einigung schon nach wenigen Stunden in Frage gestellt, indem es den Libanon bombardierte. Ahsan machte auch auf die unfaire Behandlung der iranischen Fu\u00dfball-Nationalmannschaft aufmerksam, die an der Weltmeisterschaft in den USA teilnimmt, aber das Land nach jedem Spiel sofort verlassen und sich in Tijuana in Mexiko einquartieren mu\u00df, womit ihr die n\u00f6tige Ruhezeit vorenthalten wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend wurde ein Auszug aus einem Videointerview von Gerald Belsky von&nbsp;<em>EIR&nbsp;<\/em>mit&nbsp;<strong>Dr. Mohammad Toor&nbsp;<\/strong>gezeigt, dem Kuratoriumsvorsitzenden des Pakistanisch-Amerikanischen Kongresses und Pr\u00e4sidenten einer Organisation amerikanisch-pakistanischer \u00c4rzte f\u00fcr Gerechtigkeit und Demokratie. Toor er\u00f6rterte die Bedeutung regionaler Zusammenarbeit f\u00fcr die wirtschaftliche Entwicklung, um die Grundlagen f\u00fcr Frieden zu schaffen. Er verwies konkret auf die M\u00f6glichkeit, die Iranisch-Pakistanische Gaspipeline durch ganz Pakistan und sogar bis ins benachbarte Indien zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein Wendepunkt f\u00fcr Brasilien<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Luiz Erthal<\/strong>, Chefredakteur der brasilianischen Zeitung&nbsp;<em>Toda Palavra<\/em>, nannte den j\u00fcngsten G7-Gipfel in Frankreich einen \u201eWendepunkt der brasilianischen Au\u00dfenpolitik\u201c. Pr\u00e4sident Lula sei zu dem Treffen gereist, um den gr\u00f6\u00dften Volkswirtschaften der Welt klarzumachen, da\u00df sie die Entwicklungsbed\u00fcrfnisse des Globalen S\u00fcdens nicht ignorieren d\u00fcrfen. Lula habe sich US-Pr\u00e4sident Trump widersetzt, nachdem der die Kandidatur des Rechtsextremen Fl\u00e1vio Bolsonaro unterst\u00fctzt hatte \u2013 wobei Trump ihn auch noch mit dessen Bruder Eduardo verwechselt hatte, beides S\u00f6hne des inhaftierten Ex-Pr\u00e4sidenten Jair Bolsonaro. Trump habe Lula auf der gesamten Konferenz gemieden. Lula habe in Frankreich deutlich gemacht, da\u00df Brasilien keine ausl\u00e4ndische Einmischung in seine inneren Angelegenheiten duldet. Lula habe gesagt, Trump \u201eredet zu viel\u201c, und jetzt m\u00fcsse er \u201ezuh\u00f6ren\u201c. Die L\u00e4nder des Globalen S\u00fcdens w\u00fcrden es nicht hinnehmen, von China isoliert zu werden \u2013 einem Land, das ihnen eine echte Chance auf wirtschaftliche Entwicklung bietet.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Frage einer humanen Behandlung von Migranten berichtete Erthal, Brasilien habe mehr als zwei Millionen Einwanderer aus L\u00e4ndern wie Venezuela und Kuba aufgenommen und bearbeite eine wachsende Zahl von Asylantr\u00e4gen. \u201eGl\u00fccklicherweise steht Brasilien diesen Menschen offen gegen\u00fcber.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Tim Rush<\/strong>&nbsp;von der amerikanischen LaRouche-Organisation TLO berichtete von Besuchen bei Kongre\u00dfb\u00fcros in Washington, wo er und sein Team gegen die im Entwurf des neuen US-Milit\u00e4rhaushalts geplante Fusion der Verteidigungs- und Geheimdienstapparate der USA, Israels und Gro\u00dfbritanniens sprachen. \u201eDas ist ein Teil von etwas viel Gr\u00f6\u00dferem als Israel an sich\u201c, sagte Rush. Die jungen Kongre\u00dfmitarbeiter, mit denen sie sich trafen, seien erstaunt \u00fcber die Diskussion um Infrastruktur-Gro\u00dfprojekte gewesen, weil dies an eine Zeit in der amerikanischen Geschichte erinnert, von der sie nichts wu\u00dften.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf diesen Bericht folgte ein Videoausschnitt aus einem pakistanischen Fernsehinterview mit Zepp-LaRouche. Darin sagt sie, Trump selbst habe zugegeben, da\u00df er Frieden mit dem Iran schlie\u00dfen m\u00fcsse, um eine weltweite Wirtschaftskatastrophe abzuwenden. Auf die Frage eines Interviewers hin erl\u00e4utert sie noch einmal den \u201eErweiterten Oasenplan\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschlu\u00df der Vortr\u00e4ge erinnerte Zepp-LaRouche daran, da\u00df die USA 2,2 Billionen Dollar an Steuergeldern f\u00fcr den Afghanistankrieg ausgegeben haben, aber die Ergebnisse erb\u00e4rmlich seien. Wenn man nur einen Bruchteil davon f\u00fcr Entwicklungshilfe ausgegeben h\u00e4tte, h\u00e4tte man Afghanistan in ein \u201ebl\u00fchendes Land\u201c verwandeln k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>H\u00f6hepunkte der Diskussion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Aktivisten aus aller Welt berichteten \u00fcber ihre Erfahrungen bei der Organisation von Friedensaktionen.&nbsp;<strong>John Steinbach<\/strong>, langj\u00e4hriger Anti-Atomwaffen-Aktivist und Mitbegr\u00fcnder des Hiroshima-Nagasaki-Friedenskomitees in Washington, berichtete \u00fcber die j\u00fcngste Mahnwache seiner Organisation.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein spanischer Aktivist des Schiller-Instituts berichtete \u00fcber eine Kampagne im Zusammenhang mit dem j\u00fcngsten Besuch des Papstes in dem Land, Briefe an alle Bisch\u00f6fe in Spanien zu schicken, damit sie die Friedensvorschl\u00e4ge des Schiller-Instituts unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Teilnehmer fragte Erthal danach, wie man am besten den Drogenhandel bek\u00e4mpfen und dabei anders als die USA die nationale Souver\u00e4nit\u00e4t respektieren k\u00f6nne. Erthal antwortete, Brasiliens Bundespolizei sei bei der Drogenbek\u00e4mpfung sehr erfolgreich, und die USA sollten den \u201eKrieg gegen die Drogen\u201c nicht als Vorwand f\u00fcr politische Zwecke nutzen, die die Souver\u00e4nit\u00e4t anderer L\u00e4nder verletzen. Stattdessen sollten die USA hart gegen die Geldw\u00e4sche vorgehen. In seinen abschlie\u00dfenden Bemerkungen w\u00fcrdigte Erthal den 250. Jahrestag der Amerikanischen Revolution, die als Inspiration f\u00fcr die brasilianische Unabh\u00e4ngigkeit gedient habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche antwortete auf eine Frage aus Deutschland zu der Diskrepanz zwischen technischem Fortschritt und moralischer Entwicklung. Sie erinnerte an die Beitr\u00e4ge des verstorbenen Weltraumpioniers Krafft Ehricke, der im Vorstand des Schiller-Instituts war, und betonte die Bedeutung von Friedrich Schillers Konzept der \u00e4sthetischen Erziehung.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend verglich sie die Einsch\u00e4tzung ihres verstorbenen Ehemanns Lyndon LaRouche zu den Anschl\u00e4gen vom 11. September 2001 \u2013 der schon w\u00e4hrend sie liefen, in einer Sendung warnte, es m\u00fcsse eine Insider-Komponente geben \u2013 mit den j\u00fcngsten \u00c4u\u00dferungen von Palantir-Chef Peter Thiel, der diese Katastrophe als \u201eStraussischen Moment\u201c (nach Leo Strauss) lobte. Das sei eine Anspielung auf Thiels gleichnamigen Aufsatz von 2003, worin Thiel betont, solche \u201eMomente\u201c seien eine \u00dcbergangsphase, in der westliche Eliten verdeckte Macht einsetzen k\u00f6nnten, um die Welt zu beherrschen. Zepp-LaRouche warnte, diese Eliten wollten st\u00e4ndig Krisen, die sie ausnutzen, um die Kontrolle zu behalten. Diese Vorgehensweise m\u00fcsse man f\u00fcr einen erfolgreichen Kampf f\u00fcr dauerhaften Frieden kennen.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 159. w\u00f6chentliche Online-Sitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 19. Juni fand am Ende einer historischen Woche statt, zwei Tage nach der Unterzeichnung der Absichtserkl\u00e4rung zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran. 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