{"id":116708,"date":"2026-05-24T11:55:03","date_gmt":"2026-05-24T15:55:03","guid":{"rendered":"https:\/\/schillerinstitute.com\/?p=116708"},"modified":"2026-05-24T11:55:05","modified_gmt":"2026-05-24T15:55:05","slug":"die-verbindung-von-wissenschaft-und-glauben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2026\/05\/24\/die-verbindung-von-wissenschaft-und-glauben\/","title":{"rendered":"Die Verbindung von Wissenschaft und Glauben"},"content":{"rendered":"\n<p><strong><em>Bericht vom 155. Treffen der Internationalen Friedenskoalition.<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die 155. w\u00f6chentliche Onlinesitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 22. Mai begann mit einem Lage\u00fcberblick der IPC-Initiatorin und Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, <strong>Helga Zepp-LaRouche<\/strong>. Das n\u00e4chste Ziel der Mobilisierung der IPC sei die offene Sonderdebatte im UN-Sicherheitsrat am 26. Mai zum Thema \u201eWahrung der Ziele und Grunds\u00e4tze der UN-Charta und St\u00e4rkung des auf die UN ausgerichteten internationalen Systems\u201c, die Wang Yi als Au\u00dfenminister Chinas, das in diesem Monat den Vorsitz des Sicherheitsrats innehat, pers\u00f6nlich leiten wird.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<iframe loading=\"lazy\" title=\"It\u2019s Time To Put a Real Solution for Southwest Asia on the Table\" width=\"960\" height=\"540\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/ObyIPcyrqTI?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share\" referrerpolicy=\"strict-origin-when-cross-origin\" allowfullscreen><\/iframe>\n<\/div><\/figure>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche beschrieb die Vorschl\u00e4ge des <em><a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/blog\/2026\/05\/12\/may-15-eir-roundtable-the-iran-war-and-the-controlled-disintegration-of-the-world-economy\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">EIR-Krisenforums vom 15. Mai<\/a><\/em> und f\u00fcgte hinzu, es sei ermutigend, da\u00df mehr Vorschl\u00e4ge auftauchen wie der Plan \u201eAfrika 2063\u201c, die solche Ideen der IPC-Sitzungen erg\u00e4nzen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche hat f\u00fcr die Sitzung des UN-Sicherheitsrats einen <a href=\"https:\/\/schillerinstitute.com\/de\/blog\/2026\/05\/19\/offener-brief-an-die-regierungen-der-vereinten-nationen-eine-politik-fuer-frieden-und-entwicklung-in-suedwestasien\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Offenen Brief<\/a> verfa\u00dft. \u201eUns geht es darum, einen ganz neuen Ansatz auf den Tisch zu bringen\u201c statt der \u00fcblichen Geopolitik, sagte sie, einen Ansatz, der die langfristige \u00dcberlebensf\u00e4higkeit aller beteiligten L\u00e4nder in S\u00fcdwestasien sichert. Die Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) habe diese Woche gewarnt, da\u00df die Welt aufgrund der Ressourcenknappheit infolge des Iran-Krieges zus\u00e4tzlich zum laufenden wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenbruch das Anfangsstadium eines \u201eLebensmittelpreisschocks\u201c erreicht hat, der zu Hungersn\u00f6ten f\u00fchren kann. Diejenigen, die den Krieg geplant h\u00e4tten, h\u00e4tten ein solches Ergebnis vorausgesehen. \u201eIm Hintergrund stehen all diese verr\u00fcckten malthusianischen Ideen\u201c, wie die Politik der sogenannten \u201ekontrollierten Desintegration\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Wissenschaft und Religion<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dr. Abdullah Ahsan<\/strong> aus Pakistan, Professor f\u00fcr Vergleichende Zivilisationswissenschaften an der Istanbuler Sehir-Universit\u00e4t in der T\u00fcrkei, identifizierte drei Phasen einer L\u00f6sung f\u00fcr die aktuelle Krise: Kurzfristig g\u00e4be es den Vorschlag des ehemaligen t\u00fcrkischen Ministerpr\u00e4sidenten Ahmet Davutoglu, ein neutrales drittes Gremium &#8211; Davutoglu schlug die L\u00e4ndergruppe Pakistan, Indonesien, T\u00fcrkei und Malaysia vor &#8211; mit der Verwaltung der Stra\u00dfe von Hormus zu betrauen, da die Vereinigten Staaten und der Iran in eine Sackgasse geraten seien und die ganze Welt \u201eOpfer dieser Hormus-Situation\u201c geworden sei. Mittelfristig m\u00fcsse man das Konzept eines \u201eDialogs der Zivilisationen\u201c wiederbeleben, das in verschiedenen Formen von mehreren Seiten, darunter dem Schiller-Institut und der iranischen Regierung, bef\u00fcrwortet worden ist. Und langfristig m\u00fcsse man sich mit der Ansicht auseinandersetzen, da\u00df es einen Konflikt zwischen Wissenschaft und Religion gebe.<\/p>\n\n\n\n<p>Der moderne S\u00e4kularismus, so Dr. Ahsan, gehe auf die Ideen des deutschen Philosophen Immanuel Kant zur\u00fcck. Seine eigenen Studien deuteten jedoch darauf hin, \u201eda\u00df alle Zivilisationen der Geschichte in g\u00f6ttlicher F\u00fchrung verwurzelt sind\u201c. Als ein Beispiel daf\u00fcr, wo Wissenschaft und Glaube scheinbar auseinandergehen, f\u00fchrte er das Thema Evolution an.<\/p>\n\n\n\n<p>Im weiteren Verlauf der Diskussion stellte der Co-Moderator <strong>Dennis Small <\/strong>eine L\u00f6sung f\u00fcr diesen scheinbaren Konflikt vor: Der Mensch habe die F\u00e4higkeit, das physikalische Universum sch\u00f6pferisch zu ver\u00e4ndern, und das sei ein Beweis f\u00fcr den freien Willen und damit f\u00fcr moralische F\u00e4higkeiten &#8211; eine \u201emetaphysische Dimension\u201c in dem, was die meisten Menschen als Physik betrachten, deren Existenz Kants Theorien widerlege. Small nannte Lyndon LaRouches \u201eOasenplan\u201c als Beispiel f\u00fcr eine sch\u00f6pferische Idee, die das physische Universum ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>Sp\u00e4ter \u00e4u\u00dferte sich Zepp-LaRouche zu dem Thema und stellte der dogmatischen Sicht die philosophische Sicht in der Religion gegen\u00fcber. Der Heilige Augustinus habe darauf hingewiesen, da\u00df Platon schon Jahrhunderte vorher zu \u00e4hnlichen Schlu\u00dffolgerungen wie Jesus Christus gelangt war, was zeige, da\u00df es keinen Widerspruch zwischen Glauben und Wissen gibt. Kardinal Nikolaus von Kues habe im 15. Jahrhundert gesagt, die Evolution bestehe darin, da\u00df eine niedere Sph\u00e4re durch das h\u00f6her entwickelte Organisationsprinzip der n\u00e4chsth\u00f6heren Sph\u00e4re \u201eangehoben\u201c wird. Der russisch-ukrainische Wissenschaftler Wladimir Wernadskij sei mit seinem Konzept der \u201eNoosph\u00e4re\u201c zu der gleichen Schlu\u00dffolgerung gelangt. Die Idee spiegle sich auch im Buch <em>Genesis<\/em> wider, wo der Mensch aufgrund seiner Sch\u00f6pferkraft als <em>imago viva Dei<\/em>, als lebendiges Abbild Gottes bezeichnet wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sich versch\u00e4rfende Krise in der Landwirtschaft<\/p>\n\n\n\n<p>Als n\u00e4chstes sprachen zwei f\u00fchrende Vertreter von Viehzuchtverb\u00e4nden aus den USA. <strong>Jesus Holguin Cazares<\/strong>, Pr\u00e4sident der Kansas Cattlemen&#8217;s Association, berichtete, da\u00df die Kosten f\u00fcr die notwendigen Chemikalien in der Landwirtschaft wegen des Iran-Krieges dramatisch gestiegen sind. Dies stelle f\u00fcr kleinere, unabh\u00e4ngige Erzeuger eine au\u00dferordentliche, untragbare Belastung dar. Dar\u00fcber hinaus gef\u00e4hrde die Kartellbildung in der Landwirtschaft kleinere Erzeuger, die mit den riesigen Agrarkonzernen nicht konkurrieren k\u00f6nnen, was sich in h\u00f6heren Preisen f\u00fcr die Verbraucher niederschl\u00e4gt. Die Konzerne kaufen notleidende Farmen auf, was die Kartellbildung verst\u00e4rkt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jon Baker<\/strong>, Vizepr\u00e4sident der Iowa Stockgrowers Association, berichtete ebenfalls \u00fcber die Krise der Farmer und Rancher, die sich infolge des Iran-Kriegs erheblich versch\u00e4rft habe, beispielsweise durch den Anstieg der Preise f\u00fcr Diesel, der f\u00fcr die Landwirtschaft unverzichtbar ist. Er kritisierte zudem die Ausbeutung durch Spekulanten und die Agrarindustrie. Baker f\u00fchrte das Beispiel seines eigenen Betriebs an, der allein aufgrund sogenannter \u201eMarktfaktoren\u201c in den letzten zwei Tagen 80.000 Dollar an Wert verloren habe. Die Mega-Agrarkartelle vergr\u00f6\u00dferten ihre Konzentration, w\u00e4hrend die Zahl unabh\u00e4ngiger landwirtschaftlicher Betriebe schrumpft.<\/p>\n\n\n\n<p>Small berichtete \u00fcber Aktivit\u00e4ten der Nationalen Front zur Rettung der Mexikanischen Landschaft, die gerade in Mexiko-Stadt eine Demonstration mit 3500 Teilnehmern abgehalten hat und sich mit dem Landwirtschaftsminister traf, um politische L\u00f6sungen f\u00fcr die Agrarkrise zu er\u00f6rtern. Die Gruppe fordert f\u00fcr Mexiko eine Agrarpolitik, die der Ern\u00e4hrung der Bev\u00f6lkerung Vorrang einr\u00e4umt, statt die Spekulanten an der Chicagoer Warenb\u00f6rse reich zu machen &#8211; gegen die destruktive neoliberale Wirtschaftspolitik, wie sie z.B. mit Ludwig von Mises von der \u00d6sterreichischen Schule verbunden ist. Sie fordern zwar von der mexikanischen Pr\u00e4sidentin Claudia Sheinbaum eine andere Politik, wollen aber nicht den US-Spekulanten und der Trump-Regierung dabei helfen, Sheinbaums Regierung zu destabilisieren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Jose Vega<\/strong>, unabh\u00e4ngiger Kandidat f\u00fcr den US-Kongre\u00df im New Yorker Stadtteil Bronx, berichtete \u00fcber den Fortschritt seiner Kampagne und betonte, da\u00df es f\u00fcr die B\u00fcrger wichtig sei, sich die tiefgreifenden Ideen zu eigen zu machen, die bei den IPC-Treffen diskutiert werden. Er hatte am Vortag eine Kundgebung vor den Vereinten Nationen geleitet, um die Diskussion bei der Sondersitzung des Sicherheitsrats am 26. Mai entscheidend zu beeinflussen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diskussion: Kampf gegen die Oligarchie<\/p>\n\n\n\n<p>Zepp-LaRouche erw\u00e4hnte verschiedene Facetten der Kriegspolitik der f\u00fchrenden \u201ewestlichen\u201c Fraktion und betonte: \u201eEinseitige Sanktionen sind eine Form des Krieges\u201c. Sie \u00e4u\u00dferte die Hoffnung, da\u00df diese Konflikte durch eine neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur gel\u00f6st werden k\u00f6nnen. Auf eine Frage hin rief sie zu weltweiter Unterst\u00fctzung f\u00fcr Kuba auf, einem der Hauptopfer der US-Sanktionen, insbesondere angesichts Kubas lobenswerter Rolle bei der medizinischen Unterst\u00fctzung anderer L\u00e4nder. Zepp-LaRouche erkl\u00e4rte, die \u201eM\u00e4nner von Davos\u201c, auch bekannt als die \u201eEpstein-Klasse\u201c oder \u201edie Superklasse der toten Seelen\u201c, seien daran interessiert, die Krisen st\u00e4ndig weiter zu sch\u00fcren, um ihre geopolitische Agenda voranzutreiben.<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Ahsan warf die Frage auf, wie die oligarchische Kontrolle \u00fcber die Politik beendet werden kann, und nannte als Beispiel die Kampagne Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen (BDS), die wirtschaftlichen Druck auf das israelische Regime aus\u00fcbt, als kleinen Schritt in die richtige Richtung.<\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend wiederholte Zepp-LaRouche ihre Warnung, sowohl der Ru\u00dfland-Ukraine-Konflikt als auch die von Israel ausgel\u00f6sten Kriege in S\u00fcdwestasien k\u00f6nnten zum Ausl\u00f6ser eines Atomkriegs werden. Co-Moderator <strong>Dennis Speed<\/strong> merkte an, da\u00df das IPC-Treffen n\u00e4chste Woche, das 156. w\u00f6chentliche Treffen, den dritten Jahrestag der Gr\u00fcndung der IPC markiert. Die Beharrlichkeit der IPC bei der Durchf\u00fchrung dieser Treffen werde entscheidend sein, um eine Basisbewegung aufzubauen, die die Politik der Vereinigten Staaten und Europas ver\u00e4ndern kann.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht vom 155. Treffen der Internationalen Friedenskoalition. Die 155. w\u00f6chentliche Onlinesitzung der Internationalen Friedenskoalition (IPC) am 22. Mai begann mit einem Lage\u00fcberblick der IPC-Initiatorin und Gr\u00fcnderin des Schiller-Instituts, Helga Zepp-LaRouche. 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